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Jüdische Rundschau · 1929-12-13 · Heft 98 (13.12.1929) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 98 (13.12.1929)
Date
1929-12-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 08, 13. XIT. 1920 JUEDiSCHE RUNDSCHAU Seite 865 Ala Klavierstimmer empfiehlt sich Pere* Steglitz, Jeverstr. 1. Telefon: Steglitz 1920. Hanoi, fifldci Orot• Auswahl BaohaUIa, BHUiitr, Ibach« Staiaway u. a. Marlifaiaiimaa(• Mcrer a Co. BmaaMMtr. 191, I. Etage mm Roeenthaler Platz. faiizabivsg 1««tatt«L Dann verwenden Sk Jhn Können auch beim Einkauf von Scha/tpta tten / Es gibt eine erstklassig elektrisch aufgenommene Schaf!platte mit mod. Schlagen- Repertoire für M. ^3ie heißt Cftefie&ikeü1 XknkenJfkjUimnatuhimfflhjsikßesdw^^^^ Varkaufata11 an weist nach &cfmhMWm£icnf. Berlin SO 36, Maybachufer 48 1 T. 2,30 ־־־. Köln: 5 T. unt. 3,— 7,54 =־. Leipzig: B. Chasin 5,18, 3 T. unt. 3,- 6,25 =־. Aul einen Blick: Die Dezember-Einnahmen: schwach. * Die Aufstellung« - Aktion 10000״ Büchsen": Erst 815 Meldungen aus 54 Orten. * Seit s. so.!929 eingegangen c 1010*4•»■ Mark. Palästinensische Schnltragen Nürnberg ־ Fürth. Am Donnerstag, dem 5. Dezember, sprach Herr Dr. Th. M a 1 k m u s, Dozent der Städtischen Volkshochschule, hier, der gelegentlich seiner Palästinareise sich eingehend über das Schulwerk informiert hatte, über ״Palästinensische Schulfragen“. Er unterschied 1. Talmudschulen, 2. Bildungsschulen nach europäischem Muster und 3. Kinderdörfer, Schulhelme und Arbelterschulen, die revolutionierend auf das Erziehungswesen eingewirkt haben und die ihn am stärksten interessierten. Die außerordentlich herzliehe Gastfreundschaft, die Herr Dr. Malkmus erfuhr, und die Offenheit von Lehrern und Kindern ermöglichten es ihm, einen tiefen Einblick in das Wesen der Schulen, des Unterrichts und der Schüler zu tun. Körperliche Arbeit ist dort eine Forderung ganz eminenter Natur, der sich die Kinder mit einer Selbstverständlichkeit unterordnen, die in Europa nur noch in proletarischen Kreisen zu finden ist. Die Arbeit wird zum Erziehungsprozeß, zum Bildungsfaktor. De Kinder lernen rationellere Methoden reibst herauszuflpden, Probleme kennen und lösen, zu beobachten, vergleichen, schematisieren, sie erarbeiten sich das Theoretische durch die Praxis. Primzipiell wird nichts von außen an die Schüler herangebracht, auch rechnen, schreiben und lesen erlernen sie erst, wenn ihr Interesse dafür erwacht. Leider fehlen noch genügende Lehrbücher in hebräischer Sprache. Um diesem Mang« abzuhelfen, sammelt man Zeitungsausschnitte über Wissenschaftliehe Abhandlungen, macht man Studienfalirtea und nutzt diese in geologischer, botanischer, geographischer, Wirtschaft- ■׳Ticher und politischer Hinsicht aus. Verfehlungen werden nicht durch Strafen geahndet, man forscht den Ursachen nach und sucht das Uebel abzustcllen. Jeder einzelne genießt eine größere Freizügigkeit, als man sie bei uns gewohnt ist. Das Drückende, das der Arbeit im Abendland anhaftet, fehlt vollkommen. De Ernährung ist ausgezeichnet, die Kinder sehen blühend aus. In den Kwuzotb werden die ersten Häuser wohl für das Vieh erbaut, das nächste massive Haus aber gehört den Kindern. Das erste Charakteristikum der Schulen ist das Prinzip der Arbeit, das zweite das der Gemeinschaft. Me Gemeinschaft, die im Gegensatz zur sogenannten Gemeinschaftsschule in Europa, die niemals für die Realität erziehen kann, steht ist in den Schulen nicht mehr umstritten, auch über das Prinzipielle ist man sich einig. Umstritten sind lediglich Fragen der Technik und Methode. An der Dskussian beteiligten sich die Herren Dr. Bambereer, Dr. Liebstädter und S. Hamburger, die teils durch Ergänzungen, teils durch Anfragen mit zu dem Gelingen des außerordentlich interessanten Abfjids beitrugen. Der Abend war sehr gut besucht, insbesondere von jungen Menschen. ״ י ־ Anschrift de• Berliner Kadhnah: Max Wasbutzky, Berlin- Wilmersdorf, Schaperstr. 22. ״Der Makkabi“, Heft ii/is, Nov./Dez. ist erschienen. Au» dem Inhalt: Zur Makkabikonf cronz in Warschau. Dr. A. Rosetifeld. י Makkabireise nach RumSnicn. Hans Friedenthal. — Bar Kochba. Dr. Hermann Lelewor. — Energiequellen, Dr. Walter Bergmann. — Zweihunderttausend. F. M. — lugsndipiegel. — Aus den! Makkai-Weltverband. — Au» unseren Vereinen. Winterlager im Saueriand. Am Winterlager, das in der Zeit vom 33. Dezember bis 1. Januar «tattfmdet, Beteiligen sieh 101• gende Vereine: Frankfurt a. 51,, Hannover, Duisburg, Oberbauien, Gladbeck, Rcmscbcid und Köln. AJs Tagungsort bat der Gau Saueriand des Deutschen Jugendherbergsverbandes die Jugendherberg• am Möhnesee bei Köbecke zur Verfügung gestellt. Die Herberge ist mit allem Komfort ausgestattet und dürfte allen An- Sprüchen genügen. Die Organisation der Fahrt liegt in den Hindern des Bar Kochba Köln, an den alle weiteren Anfragen zu richten sind. Die Anmeldungen müssen bis spätestens 15. Dezember abgegeben werden. Zentralverband jüdischer Handwerker Deutschlands e. V, Sitz Berlin, Geschäftsstelle; NO 18, Große Frankfurter Str. 80/81. Anläßlich einer vom 19. bis 27. November d. J. in Westdeutschland stattgefundenen Werbeaktion fanden öffentliche Versamtnlungen in Dortmund, Essen, Düsseldorf, Köln und M.-Oladbach statt, In denen der zweite Verbandsvorsitzende, Tapezierermelster Louis Wolf{, Berlin, über das Thema ״Die jüdische Mitteistandsbeweeung im Lichte unserer Zeit“ referierte. Auf Grund der öffentlichen Versammlungen und persönlicher aufklärender Rücksprachen haben sich die jüdischen Handwerksmeister und interessierten Kreise in M.-Gladbach und Gelsen* kirchen organisiert und werden als neue Ortsgruppen nach erfolgter Konstituierung einen wertvollen Zuwachs für den Zentralvcrband jüdischer Handwerker Deutschlands bedeuten. E.S. Verain ehemaliger Schiller der Knabenschule der Jüd. Gemeinde zu Berlin E. V. Am Sonntag, dem 12. Januar 1930, begeht der Verein sein 30. Stiftungsfest. Alle ehemaligen Schuler werden gebeten, ihre Adresse der Geschäftsstelle: Lazarus, Elsässer Str. 9, mitzuteilen. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Bezirksgruppe Neukölln: Teeabend bei D. Bertha Zamory, Kaiser-Friedrich-Str. 38 (Neukölln 6978). Vortrag von Herrn Moses Waldmann; ״Ein Sonderfall der Geschichte. Sondervolk und Sonderland.“ Dienstag, den 17. Dezember, abends 83/י Uhr. Oiste willkommen. Zum Tode von Prof. Louis Lewin wird uns noch geschrieben: Ein reiner, stolzer Jude ist mit Prof. Lewin aus einer Fülle von Lebensarbeit abberufen worden. Ein Mensch von Hoheit und Adel; von Würde und Wucht der Persönlichkeit. Die experimentelle biologische Forschung war der Boden, auf dem er Jahrzehnte mit nie ermüdender Hingabe arbeitete, was er fand, hat er in ungemein geistvoller, fesselnder Form während seiner langen Lehrtätigkeit an 20 000 Mediziner vermittelt, hat in 250 Werken und Abhandlungen seinen Niederschlag gefunden. Mit dem Emst seiner wissenschaftlichen Tätigkeit verband sich eine tiefe Gläubigkeit und eine religiöse Inbrunst. Mit seinem Wissen und seinem Können glaubte er verantwort- Uch sein zu müssen vor der Größe und Reinheit des jüdischen Geistes der Vergangenheit. Leidenschaftlich kühn, mit deinentarer Kraft kämpfte er gegen jeden Versuch, das Judentum anzutasten. In den letzten Monaten sprach er oft den Wunsch aus, in der Universität Jerusalem Vorlesungen zu halten. Er liebte sein Volk und liebte dessen Zukunft. eesehlltllche Mltteilnagen Unseren Lesern wird das Caf« Kutschern, Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Sehfflertheater, bestens empfohlen; sämtliche In- und ausländische Zeitungen. Lichthelm, Revision der zionistischen Politik. Unter tat Titel erscheint in einigen Tagen in» Kommissionsverlag der ״Ewer“־ Buchhandlung, Berlin W 15, Knesebeckstr. 54, eine umfangreiche Broschüre (Preis 1,— M.), von Richard Lichtheim. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. Wer für die Aufrechterhaltung einer einheitlichen und starken Z.V.f.D. ist, wühle am 14., 15. und 16. Dezember 1929 in Berlin Allgemeine Zionisten- Linkes Zentrum Listenf (Ihrer: Kurt Blumenfeld Siegfried Moses Pfundwäsche Neu aufgenommen: Wisch« nach Oewlcht BunteWäsche, Oberhemden u. Kragen Stüdepreis Madien auch Sie einen Versuch und Sie werden begeistert seine Bei Wäadieredmnngen über 10 M. 5 °/a Rabatt. Dampf•liiischerai ״spreenike־־ wmmrMeH. Badensoii• straflszs Telephon: Pfalzburg 456® laaiiMasaisiaaaisiseeoe.^oj. Dampfwüsihcrcl ״Nordsfenr G.jr, 190S G'gr 1905 Berlin N S8 E/.tkl.nIf.Au«- tühru.» |«3«rArt H•»•- ■ad Leibwi.oh« sow-j.ni.i Au, it.tl 110,111 יי.0. p—Wmfr.83 Spezialität: HerrcniUrkwäsche Gardine□ Fernsprecher» Ara* l.i 1 Humboldt) 2378 FESTDICHTUNGEN Akta.ll ’ Tonte / TaMlKMsr / itortrtss FestzittuagsB ✓ «uiiotirungen Indl• vidufi £. Sandlalt BERLIN CHARtOTTENaURG 4 Waitxstraße 20. Tel.* Bleibbau 2318. Wer gegen revisionistische Verhetzung, verkapptaoder offene Reaktion, schädliche Illusionspolitik, Zurückdrflngung unserer Arbeitern•! risch aft, Wer für Versündigung mit dem arabischen Volke, tatkräftige Fortführung der Arbeiterkolonisafion, verstärkte Chaluziuth und intensive Hachecharah, starke zionistische Führung in Deutschland, wer für ein arbeitendes Eres-Israel Ist, wähle Liste 3 Sozialistische Zionisten HiutminHinnimiiminiiiitniiiniiiiinttiniiimiiHmiHniiimitHiiiiiinmuiiiimiiiiHimintiimnHmHtiiKmiinititiiti Gruppe fl er ünatmangigan Allgemeinen Zionisten Wahlversammlungen Sonnabend, den 14#Dezemher, abends 8 Uhr Synagoge Fasanenstraße 79/80 (Sitzungssaal) Knabenschule Gr. Hamburger Str. 27 (Aula) ^Zionismus oder Kotonlsatloai" Referenten: Max KoUe&scher * Ahron Sandler Marti» Ascher * Georg Kareski kSutlerinchcr Entwurf Menlar haaSfacbmiedet RM. M,- , Mein» TrnMsf.m RM.Uaaiainft-Trsndsi Farn. Holz -Trendel RM. 0.5S RM. 0,35 Chanukkahsplal Mabr. Blldor-Lotto L.ubbfltt. . 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