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Jüdische Rundschau · 1929-11-26 · Heft 93 (26.11.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 93 (26.11.1929)
Date
1929-11-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 93, 28. XI. 19» JUEDISCHE RUNDSCHAU Seit» 825 XXIII. Deiegiertentag der Zionist. Vereinigung für Deutschland in Jena, Volkshaus (Zei^-Stiftung) dm 29. und 30. Dezember 1929 Die Tagesordnung wird noch bekanntgegeben werden. Für rituelle Verpflegung wird Vorsorge getroffen. W ablvorschrilten 1. Jedes Mitglied der Z. V. f.D״ das für das laufende Jahr den Schekel sowie Zionistensteuer oder Landesbeitrag entrichtet hat, hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung des 20. Lebensjahres das passive Wahlrecht zum Delegäertentag. Um die Reinheit der Wahlen zu gewährleisten, darf das Wahlrecht nur ausgeübt werden auf Grund einer Wahllegitimation. Ausführungsbestimmungen zu diesem Punkt ergehen noch. 2. Das passive Wahlrecht zum Delegiertentag steht nur solchen Angehörigen der Z. V. f. D. zu, die ihre Maasserpflicht gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Dem Wahl- Prüfungsausschuß ist von jedem Delegierten eine schriftliche Bestätigung des Keren Hajessod vorzulegen; die Anerkennung des Mandats ist zu versagen, falls die Oberste Vertrauenskommission Einspruch erhebt. 3. Das Wahlrecht zum Delegiertentag steht nur Ortsgruppen zu, die mindestens drei Monate vor Einberufung des Delegiertentages bestanden haben und vom Landesvorstand bestätigt sind. % Die Ortsgruppen sind für die Abführung des Landesbeitrage! für alle diejenigen Mitglieder, die nicht Zionisten- Steuer zahlen, an die Z. V.f. D. verantwortlich. 4. Bei der Berechnung der Mandate zum Deiegiertentag werden einer Gruppe als Mitglieder nur diejenigen angerechnet, die im Jahre 1929 Zionistensteuer oder Landesbeitrag gezahlt haben. 5. Jede Ortsgruppe von mindestens 25 Mitgliedern wählt einen Delegierten. Ortsgruppen von mehr als 75 Mitgliedern wählen zwei Delegierte una für jedes weitere Hundert Mitglieder einen weiteren Delegierten, wobei überschießende 50 Mitglieder einem vollen Hundert gleichgerechnet werden. Es wählen demnach: Ortsgruppen von 25 bis 75 Mitgliedern 1 Delegierten 2 ״ 125 ״ 76 ״ ״ 225״ 126״ 325 ״ 226 ״ 3 4 usw. Als Mitglieder der Ortsgruppe werden hierbei nur dlejenigen Zionisten gerechnet, für die der Sehekel für das Jahr 5689 und der Zionistensteuerbeltrag oder der Landesbeitrag für 1929 in bar an die Z. V. f. D. spätestens bis zum 9. Dezember Oberwiesen ist. 6. Mitglieder von Ortsgruppen, die nach parteimäßigen, beruflichen oder Irgendwelchen anderen Gesichtspunkten zusammengeschlossen sind, üben ihr Wahlrecht als Einzelnst־ glieder innerhalb der Ortsgruppe aus. Auf Antrag der Landeszentrale eines Sonderverbandes ist den Angehörigen dieses Sonderverbandes zu gestatten, innerhalb eines Wahlbezirks einen eigenen Wahlkorper zu bilden. Niemand darf sefn Mandat doppelt (in der Ortsgruppe und in einer Sonderorganisation) amflben. 7. In Ortsgruppen von mehr als 300 Mitgliedern finden Verhältniswahlen statt. 8. Der Landesvorstand kann auf Antrag die Bildung von besonderen Wahlbezirken anordnen. Auf Grund dieser Be- Stimmung des Statuts kann ein Gruppenverband die Zusammen- Iegung solcher Orte innerhalb seines Bezirkes zu einem Wahlbezirk beantragen, in denen nur einzelne Zionisten wohnen bzw. Gruppen bestehen, die die vorgeschriebene Mindestzahl von 25 Mitgliedern nicht erreichen. Selbstverständlich gelten für derartige vom Landesvorstand auf Antrag zu genehmigenden Wahlbezirks alle vorher aufgeführten Bestimmungen. 9. Die Mitglieder des Landesvorstandes, der Vorsitzende des Finanzausschusses, der Vorsitzende des Ehrengerichts und der Ehrengerichtsanwalt haben als solche auf dem Deiegiertentag Sitz, aber kein Stimmrecht. Sie sind jedoch in das Präsidium und in die Kommissionen des Delegiertentages wählbar und haben innerhalb dieser Körperschaften Stimmrecht. (Selbstverständlich können sie auch zu Delegierten gewählt werde».) 10. Jeder Delegierte verfügt auf dem Delegiertentag nur über eine Stimme. Die Delegierten-Mandafe sind nicht übertragbar. Die Delegierten sind an Aufträge und Instruktionen nfbht gebunden. 11. Schriftliche Wahlen sind nicht gestattet. Termine: 12. Dfe wahlberechtigten Gruppen müssen ihre Mitgliederlisten mit genauer Adressenangabe der einzelnen Mitglieder spätestens bis zum 30. November an das Büro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland einschicken. Die Gültigkeit der Wahlen hängt davon ab, daß die obenerwähnten finanziellen Verpflichtungen bis zum 9. Dezember erfüllt sind. Die Gruppen müssen dafür sorgen, daß die Zionistensteuerbeitrüge und die Landesbeiträge für alle diejenigen Mitglieder, die keine Zionistensteuer zahlen, spätestens bis zum 9. Dezember bei dem Büro der Z.V. f. D. eingegangen sind. Der Wahlprüfungsausschuß wird kein Mandat anerkennen, für das die finanziellen Voraussetzungen seiner Gültigkeit nicht gegeben sind. 13. Die Wahlen zum Delegiertentag müssen ln den Tagen vom 14. bis 19. Dezember 1929 einschließlich stattfiiden. Die Wshlresultate müssen spätestens bis zum. 21• Dezember dem Büro der Z. V. f. D. gemeldet werden. Zionistische Vereinigung für Deutschland Wahlen der Berliner Zionist Vereinigung zum XXm. Deiegiertentag der Z. V. I. D. (Vergleiche die Wahl Vorschriften der Z. V. f. D. in Nummer 92 der ״Jüdischen Rundschau“.) Der Landesvorstand hat beschlossen, den diesjährigen Deiegiertentag der Z.V.f.D. vom 29.—30. Dezember in Jena abzuhalten. Die Wahlen zum Deiegiertentag der Z. V. f. D. finden in Berlin nach dem Proportional-Wahlsystem mit gebundenen Listen statt. Jedes Mitglied der Z. V. f. D. hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung des 2). Lebensjahres das passive Wahlrecht zum Deiegiertentag. Mitglied der Z. V. f. D. ist ein jeder in Deutschland lebende Zionist, der den Schekel, für das Jahr 5689 oder 5690 und den Landesbeitrag für das Jahr 19» entrichtet hat. Der Landesbeitrag ist der Mindestbeitrag der Zionistensteuer und beträgt An unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. Januar 1930 an zu liefernden Exemplare bis zum 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Monnmim, die die ״Jüdisdie Rundschau* direkt bei uns abonnieren, in den ersten Dezembertagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, daf» diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau* nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im November 1929. Verlas ,Jüdische Rundschau“ Berlin W15, MelnekestraBe 10 jährlich mindestens 1,— M. Der Landesbeitrag muß sofort, spätestens am 9. Dezember an die B. Z. V. oder Z. V. f. D. ein gezahlt sein. Das passive Wahlrecht zum Delerertentag sieht nur solchen Angehörigen der Z. V. f. D. zu, die ihre Masserpflicht gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Dem Wahl- Prüfungsausschuß ist von jedem Delegierten eine schriftliche Bestätigung des Keren Hajessod vorzulegen; die Anerkennung des Mandates ist zu versagen, falls die Oberste Vertrauens* kommission Einspruch erhebt. Jeder Wahlvorschlag muß von mindestens 25 ortsansässigen Wählern unterzeichnet sein. Zur Leitung der Wahlen ist eine Orts wahlk om mis- 81 on zu bilden, die aus Vertretern aller an den Wahlen betellfgten Gruppen nach Maßgabe ihrer ungefähren Zahlenstärke besteht. Die Wahlvorschläge müssen an die Ortswahlkommlsslon (Büro der B. Z. V״ Melnekestr. tOL bis spätestens 4. Dezember eingereicht und von der Ortswahlkommlsslon ln der Reihenfolge ihres Eingangs bis spätestens 8. Dezember ln ortsüblicher Weise bekanntgetriacht werden. Die Verbindung von Wahl Vorschlägen muß der Ortswahlkommission spätestens bis zum 4. Dezember mitgeteilt und von der Ortswahlkommission bis spätestem 8. Dezember auf ortsüblichem Wege bekanntgegeben werden. Die Wahlen finden ln der Zeit vom 14.—19. Dezember statt. Genaue Wahlzeiten und Wahllokale für Berlin werden noch bekanntgegeben. Jeder Wahlberechtigte erhält durch das Büro der B. Z. V. eine Wahllegitimation. Nur diese gilt als Ausweis für die Ausübung der Wahl. — Schriftliche Wahl Ist nicht zulässig. Eine Wählerkartothek liegt ab 9. Dezember im Büro der B. Z. V. aus und Ist täglich während der Bürostunden einzusehen. Proteste gegen die Anordnungen der Wahlkommission sind unmittelbar nach Bekanntgabe an den Landesvorstand der Z. V. f, V. einzusenden. Proteste gegen die Art der Durchführung des Wahlaktes an einem Wahlorte oder gegen die Feststellung des Wahlergebnisses sind schriftlich an den Landesvorstand der Z.V. f. D. einzusenden. Jeder derartige Protest muß von mindestens 20 wahlberechtigten Mitgliedern unterzeichnet sein, deren genaue Adressen anzugeben sind. Der Hauptvorstand der B. Z. V. Dr. Alfred Apfel. Ans den Gemeinden Hannover. Das Repräsentantenkolleg der hiesigen Synagogengemeinde hat die wahlvorlage angenommen. Sie bringt das Proportionalwahlrecht und die Ausdehnung der aktiven und passiven Wahlfähigkeit auf die Ehefrauen und erwachsenen Kinder der bisherigen Wahlberechtigten, sowie auf die Frauen, die zu den Gemeindesteuern herangezogen worden sind. Ausgeschlossen vom aktiven und passiven Wahlrecht sind aber noch große Teile der Gemeinde, die meisten Ausländer, die Jugendlichen, die nicht Kinder von stimmfähigen Gemeindemitgliedern sind, und ein Teil der minderbemittelten Personen. Der Antrag unseres Gesinnungsgenossen Ooldstein, des einzigen Zionisten im Kolleg, auf Einführung des allgemeinen Wahlrechts, wurde mit den sämtlichen Stimmen der Liberalen und der Mittel partei gegen seine Stimme abgelehnt. Sobald die Regierung die neuen Statuten genehmigt hat, wird die Gemeindeverwaltung zurücktreten und Neuwahlen ausschreiben. H. B. iiiiiiHiiiiiniiiiiiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiimiiiiHiiiimimmiiiiiimimiuiiimiiinimiminiiumnnmiimiiiiiiminiiiiiiimiiiiiiii An unsere Abonnenten! Um unseren Beziehern, soweit sieinhabervonPost- Scheckkonten sind, die Zahlung der Abonnementsgebühren zu erleichtern, haben wir uns vom hiesigen Postscheckamt die Bewilligung für das ״Vereinfachte Abbuchungsverfahren“ erteilen lassen. Wir sind dadurch berechtigt, vom Postscheckkonto derjenigen Kunden, die uns schriftlich die ausdrückliche Bestätigung erteilen, die Bezugsgebühren abzubuchen, so daß dem Abonnenten jede Arbeit bei der Zahlung der Abonnementsbeträge erspart bleibt. Die Einwilllgungscrklärung der Abonnenten muß ungefähr folgenden Wortlaut haben: ״Ich bin damit einverstanden, daß die Abonnementsgebühren für die ,Jüdische Rundschau'1 vierteljährlich von meinem Konto Nr.beim Postscheckamt in ..... abgebucht werden und verpflichte mich, Reklamationen jeder Art nicht beim Postscheckamt־, sondern direkt beim Verlag vorzubringen.“ Wir bitten diejenigen Abonnenten, die von dieser äußerst bequemen Zahlungsmethode Gebrauch machen wollen, um umgehende Zusendung einer Einwilligungserklärung• Verlas der ״:Jüdischen Rundschau“ Berlin W15, Meinekestr. 10. 11M111!111!11111m!11m111t11111u1111mMt11u111m11u11;1!11i11u!1>11H1111111m11i1Mj11111m111111mn1111n1111m1111m11111u111m1:i111111 Liga für das arbeitende Palästina Von unserem Berichterstatter. Am Sonntag, dem 3.November, fand in Duisburg eine Tagung des Westdeutschen Kreises der ״Liga für das arbeitende Palästina“ statt Die Konferenz wurde am Vormittag eingeleitet durch eine öffentliche Kundgebung in der Städtischen Tonhalle. Nach einleitenden Begrüßungsworten sprach Ministerialdirektor Dr. Badt, Berlin, daß in Anbetracht der Angriffe in der sozialistischen Presse es Notwendigkeit sei, die Ziele der Liga darzulegen. Während die Konzipierung des jüdischen Monotheismus das große historische Werk der Vergangenheit sei, gelte es nunmehr, durch das Werk in Palästina mitzuarbeiten an aer Lösung zweier großer Menschheitsaufgaben der Zukunft, einmal des Verhältnisses von Mensch zu Mensch, und des Verhältnisses von Nation zu Nation. Ein Besuch in Palästina zeige mit ״erschütternder Deutlichkeit“, wie dort alte Forderungen erfüllt und damit wirkliches Judentum vorgelebt wird. Maßf. . י־-* י•••• * ־־־'־־"' .... ״ — n־־,־i!“ ־־יי״ mus wesentlich verwirklicht wird. — Uebergehend auf die Frage, wie das Zusammenleben von Nation zu Nation in Pallstina gestaltet wird, betonte der Redner, daß ein Zusammen- ]eben der Nationen erstrebt werden müsse ohne Rücksicht auf die beherrschende Zahl. Die qualitativ richtunggebende jüdisehe Einwanderung habe den Lebensstandard des arabischen Arbeiters gehoben, damit den Haß der Großgrundbesitzer erweckt, die die religiösen Instinkte primitiver Massen für ihre Zwecke dienstbar zu machen versuchten. Eindrucksvolle Worte fand der Redner gegen die Tatsache, daß deutsche Juden in dem Augenblick, in dem alle Juden in ihrem Protest gegen die jüngsten Vorgänge in Palästina sich fanden, die Einheitsfront durchbrachen Der Einvvurf, daß die Juden das Werkzeug des britischen Imperialismus seien, der mit dem Erwachen der orientalischen Völker zusammenbreebe, war es, mit dem sich der folgende Redner Dr. Kurt Mendelsohn, Leiter der Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik, eingehend und gründlich auseinandersetzte. Demgegenüber sei festzuhalten, daß die Juden nicht als herrschende Schicht ins Land kommen, sondern um die produktiven Kräfte Palästinas zu entwickeln. Die Notwendigkeit der ״Liga für das arbeitende Palästina“ rechtfertigt sich aus dem Zwang, alle diejenigen, die sich mit dem sozialistischen Aufbau des Landes verbunden fühlen, organisatorisch zusammen zuschließen zur Unterstützung des Errungenen und zu seiner Weiterführung. In wirksamer Weise setzte sich der dritte Redner Genosse Dr. Neuberger, Düsseldorf, mit den Vorwürfen, die K a u t s k y jüngst in ,seinem Artikel in der Wiener Arbeiterzeitung erhoben hat, auseinander. Scharf wurde betont, daß die Zionlsten-Sozialisten den Rechtsanspruch auf Palästina nicht entscheidend durch historische Rechte begründen, sondern den Rechtsanspruch kraft geleisteter Arbeit erheben, gemäß dem sie das Land besiedeln und wirtschaftlich entwickeln. Anschließend fand am Nachmittag um 3 Uhr eine Organisationskonferenz statt, die mit einem Referat von Dr. Mendelsohn eingeleitet wurde, das neben grundsätzlichen vorwiegend organisatorische Fragen behandelte. Wesentlicher Inhalt des Referates war die Tätigkeit der ״Liga für das arbeitende Palästina“ in Deutschland. An dieses Referat schloß sich eine ausführliche und anregende Diskussion an der sich Dr. Walter Fischer-Barmen, Dr, Meyersbcrg-Bochum, Sally Katzenstem- , Düsseldorf, Dr. Neubergcr-Düsseldorf, Cohn-Essen״ Prof. Dr. Lütgenau-Dortmund, Ben Ascher-Palästina beteiligten. Es wurde ein Arbeitskomitee, dessen Leitung Dr. Neuberger- Düsseldorf (Worringer Str. 35) übernahm und das von den. Vertrauensmännern der Liga-Ortsgruppen ergänzt wird, gebildet. Bayerischer Gruppenverbandstag. Am 1. Dez., 11 Uhr vorm., findet ein bayerischer Gruppenvcrbandstag in Nürnberg im Jugendheim der Israelitischen Kultusgemeinde statt (Treustr. 7). Tagesordnung; 1. Zionistische Politik: Dr, M. Nußbaum-Nürnberg, Dr. I. Emrich-München; 2. Verbands- und Gemeindereterat: Dr. Kollenscher-Berlin; Verbandswahlen 1930: Dr. Eli Strauß-München; 3. Schulfragen: Dr. I. Bamberger-Nürnberg; 4. Organisation des Gruppenverbandes, Begründung des Antrags Bamberg: Alfred Katz-Bamberg; 5. Jugendarbeit: Harry Bein- Nürnberg; 6. Wahlen, Diverses. Vermischtes Jüdischer Studentenverein. Am Sonnabend, dem 30. November, 1,״׳g Uhr abends, findet in den Räumen des Jüdischen Studentenvereins, Artilleriestr. 6, ein Vortrag des Herrn Kurt Blumenf eld über das Thema ״Zionistische Politik und Propaganda“ statt. Auch Nichtakademiker und Gäste sind willkommen. Freie Jüdische Volkshochschule. Justizrat Dr. Magnus spricht im Rahmen der Vorlesungen der Freien Jüdischen Volkshochschule am Donnerstag, dem 28. November, 9 Uhr abends, Vortragssaal Synagoge Fasanenstraße über ״J u - den als J u risten“. Arno Nadel zeigt in der Kunsthandlung Viktor Hartberg eine Kollektivausstellung seiner Pastelle. Wir werden auf diese interessante Ausstellung, die täglich von 9(4—6 Uhr geöffnet ist, noch zurückkommen. Jüdische Musik auf SchaUplatten. Alice Jacob-Loewenson hält am 29. Dezember im ״Zionistischen Akademischen Klub“ in Hamburg einen Vortrag ״Jüdische Musik auf Schallplatten“. Ein jüdischer Museumsverein in Berlin. Ein Komitee ladet zur Gründungsversammlung eines jüdischen Museumsvereins in Berlin ein, die am Donnerstag, dem 28. November, 5Vs Uhr, im Hotel Kaiserhof stattfindet. Dr. Max Osborn wird über die Aufgaben eines jüdischen Museumsvereins sprechen. Der Kustos der Kunstsammlung der jüdischen Gemeinde, Dr. Kar! Schwarz, wird einen Lichtbildvortrag über die Kunstsanimlung der Jüdischen Gemeinde halten. Die Einladung ist unterzeichnet von Prof. Dr. Max Liebermann, Präsident der Akademie der Künste, Prof. Georg Bernhard, Eugen Caspar)־, Adolph I>0nath, R.-A. Sammy Gronemann, Justizrat Dr. Julius Magnus, Dr. Max Osborn, Dr. Aron Sandler, Dr. Karl Schwarz, Georg Tietz, Theodor Wolff, Arnold Zweig. Liga für das arbeitende Palästina. Im Rahmen unserer Vortragsreihe spricht Dr. Robert Wcltsch am Mittwoch, dem 27. d. M., 201/3 Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, über ״Die Freiheitsbewegung der Völker des vorderen Orients“. Warnung. Der ״Verein zur Abwehr des Antisemitisraus“E.V. ersucht uns um Abdruck der r.achs:chenden Warnung: Durch gerichtliche Verfahren konnten « ir folgendes feststeifen: Seit längerer Zeit sammelt ein gewisser Riebelinz, erkennbar an einem struppigen Bart und an leichtem Hinken, bei einer sehr großen Anzahl jüdischer Geschäftsleute für einen ״Abwehrausschuß zur Bekämpfung des Antisemitismus“. Die Beträge, die Riebeling bei seinen gewöhnlieh jährlich zweimal erfolgenden Sammlungen einheimst, müssen sehr hohe sein. Der ״Abwehrausschuß zur Bekämpfung des Antisemitismus“ ist eine Erfindung Riebelings. Er spekuliert — und zwar leider mit Erfolg —• darauf, daß bei seinen Opfern durch die Aehnlichkeit der Namensbezeichnung der Glaube erweckt wird, es handelt sich um Beiträge für den seit 1890 bestehenden Verein zur Abwehr des Antisemitismus E. V, 1 ¥ A jk S : f |Jy. tr 1!,y!;;; If fi 41 J ־. ±

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