Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 92 (22.11.1929)
- Date
- 1929-11-22
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 92, 22. XI. 1929 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 619 בית מדרש לעברית מל קהלת היהודים בברלין• Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Grolmanstr. 36 (Beth-Am) und Gr. Hamburger Str. 27. XXIII. Semester. 1. Lichtbildervortrag. Sonnabend, den 30. November. 8,30—10 Uhr abends, findet im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2. ein hebräischer Vortrag mit Lichtbildern statt. Herr D. Aschbel spricht über: ״Galiläa vor und nach dem babylonischen Exil“. Gäste willkommen. 2. Arbeitsgemeinschaft für Lehrer über grammatische und sprachliche Probleme mit Uebungen unter besonderer Berücksichtigung der für den Unterricht in der Schule notwendigen Gebiete Für die Zulassung zu diesem Kursus sind ganz besonders gute Kenntnisse des Hebräischen unbedingte Voraus- Setzung. Beginn Anfang Dezember. 3. Bei genügender Teilnehmerzahl werden Schülerkurse für Kinder im Alter von 11—14 Jahren im Westen (Beth-Am) ein* rrerichtet. Es ist sowohl an Anfängerklassen als auch an veriiiedene Stufen mit Vorkenntnissen gedacht. 4. Sprechzeit: Dienstag. 7—8 Uhr abends, im Beth-Am, Grolmanstr. 36, Mittwoch, 7,30—8,30 abends, und Donnerstag, 6—6,45 abends, in der Hebräischen Lehranstalt, Gr. Hamburger Straße 27; Tel.: Brabant 501 (nachm. 2—3). N. Berggrun, Grünewald, Trabener Str. 2. Berichtigung. Herr Dr. Danziger teilt uns mit, daß in dem Manuskript seines Artikels, der in der vorigen Nummer erschienen ist, ein Irrtum unterlaufen war. Es soll dort in Absatz 5 statt ״daß hier ganz klar mit ,Ja‘ geantwortet werden müßte“, richtig heißen: ״daß hier ganz klar mit ,Nein' geantwortet werden müßte. Vermischtes Von der P. L. D. C Einem aus Jerusalem erhaltenen Telegramm zufolge hat die ordentliche Generalversammlung der ״Palestine Land Development Co.“ Ltd., London- Jerusalem, die am 18. November er. im Büro der Gesellschaft in Jerusalem stattfand, die Zuwahl der Herren Justizrat Dr. Elias Straus, München, Rechtsanwalt Dr. Josef Ruf eisen , Mähr.-Ostrau, und Isaak Feuerring, i. Fa. Aron Hirsch & Sohn, Berlin, in den Board beschlossen. בית־עם עברי הועדה לעבודה עברית בין הנער עורכת שיחות לטשתלמים בעברית בבל מוצאי־שבת. אחר השיחות: שירים עברים* השיחה הבאה במוצאי־שבת,.23 נובמבר" בשמונה וחצי בערב בדיוקי הנושא: תבן הציונות. המותח: הדבר ה ו רביע מעין חרוד. אורחים רצויים. Beth-Am Iwri. Der Ausschuß für hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet an jedem Sonnabend Abende für Fortgeschrittene in hebräischer Sprache. Der nächste Abend findet am Sonnabend, den 23. November, um 8*/* Uhr pünktlich statt. Thema: Inhalt des Zionismus. Einleitendes Referat: Chawer Hurwitz. Gäste willkommen. Vortrag Uber J. Ch. Brenner. Dr. Max Mayer wird am Montag, dem 25. November, abends 8 Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, einen Vortrag über den hebräischen Schriftsteller J. Ch. Brenner halten. Dieser öffentliehe Vortrag dient einer eingehenden Würdigung dieses bedeutenden hebräischen Schriftstellers. Diesem in sich geschlossenen Vortrag werden weitere Beiträge über die neue hebräische Literatur folgen, Nash dem önentUchdn Vortrag wird Herr Dr. Max Mayer mit den Teilnehmern die Art der Fortsetzung־ der״V0rttag*felhe besprechen.־• •׳־••■־•־־ ׳■ - *• Frauen-Arbcltsjjemeinschaft für Palästina. Bezirksgruppe West: Dienstag, den 26. November, nachm. 4Vs Uhr, Vortrag von Herrn Dr, Kanowitz: ,,Kampf nach allen Frönten“. Analyse der letzten Ereignisse. Anschließend Aussprache. Gäste willkommen. — Gruppe Nord und Ost: Anstatt jeder besonderen Einladung: Der Studienzirkel der Gruppe findet Mittwoch, den 27. November, abends 81/2 Uhr, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, 1. Stock, Zimmer 8, statt. Frau Recha Freier bespricht ״Studien über die jüdische Gegenwart“. Gäste willkommen. N Rundfunk Breslau. Unser Gesinnungsgenosse Dr. Andreas Meyer aus Görlitz spricht an fünf Abenden im Breslauer Radio ״Vom Wachstum der Religionen“. L Vortrag: 25. November, 18,40 Uhr. Der jüdische Sportfilm ״Makkabäer“, ein Film jüdischer Sportjugend, der Im Laufe dieses Monats fertiggestellt wird, gelangt Anfang Dezember zur Uraufführung. Sämtliche Karten für die Uraufführung am 7, Dezember in der ״Kamera״, U. d. Linden, sind bereits am ersten Tage des Vorverkaufs aus verkauft worden. Weitere Vorstellungen Sonntag, den 8. Dezember Matinle 11 Uhr vorm, gleichfalls in der ״Kamera״. Karten zum Preise von 2,— M. (Jugend* liehe 1,— M.) sind erhältlich im Photohaus Leisegang, Tauentzienstraße 12, im Bar Kochba-Sekretariat, Meineke- Straße 10, sowie im Makkabäer-Filmsekretariat Heinz Milvvidsky, Speyerer Straße 18. Suse Byk veranstaltet vom 21. bis 28. November im Kunstsalon Marta Oörtel, Passauer Str. 2, hochpt., eine Ausstellung photographischer Porträts. Ausstellung von Palästina-Bildern. Der bekannte palästinensische Maler, unser Gesinnungsgenosse Ludwig Blum, der seit 7 Jahren in Palästina lebt, hat jüngst in Amsterdam und Haag eine größere Zahl von Landschaften und Porträts ausgestellt und damit einen ansehnlichen Erfolg erzielt. Blum wird die Ausstellung seiner Arbeiten auch in Berlin, und zwar in der ״Neuen Kunsthandlung“, Lützow- Straße, veranstalten. Näheres wird noch bekanntgegeben. Konzert. Die hochbegabte jugendliche Pianistin Sara Wittenberg aus Schnabels Meister-Klasse gibt am 3. Dezember einen Klavierabend im Bechsteinsaal. Im Programm: Bach, Weber, Schumann. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Montag, dem 25. d. M., einen Vortragsabend, Beginn 8 Uhr, Rosenstr. 2/4. Herr Dr. med. Abraham Steinert spricht über das Thema: ״Die Forderung der jüdischen Jugend“. Die Besucher und Besucherinnen der Ate Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Jüdische Gemeinde. Freitag, don 33. November, abends: in allen Synagogen und ARervemrmmgsanstalten: 4,15 Uhr. Predigten: Neue Synagoge: Dr. Blumenthal; Syn. Lindänstraße: Dr. Weyl: Syn, Lützowstraße: Dr. Wiener; Syn. Faaanenstraße: Dr. Galliner: Syn. Levetzowstraße: Dr. Lewkowits: Syn. Friedemtempel: Dr. Prin*. Sonnabend, den 23. November, morgens: Syn. mit altem Ritus und AlWrversorgungianatilten: p Uhr: Frühgoitesdienst: Syn. Ryke-!traße: 6,30 Uhr; Syn. mit neuem Ritus; Frühgottesdienat (außer Syn. Friedenstempel): 7,30 Uhr; Hauptgottmdienst: io Uhr. Predielen: Syn. Kaiaerstr.: Rabbiner Nobel; Syn. Rykestr.: Dr. Wilheim Lewy. Sebrif terkllnmj: Syn, Münchener Str.: Dr. Arthur Levy; Syn. Grunewatd: Dr. fitnll Cohn. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Kaiserstr.: Dr. Wilhelm Lewy; 4 Uhr: Kattb. Ufer: Dr. Bleichrode; 4,30 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbat- Ausgang: 4,51 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in 1118a Synagogen: 4 Uhr; morgens: in da» Syn, mit altem Ritus außer Syn. Pestaloztistr.: ף Unr; in den Syn. Festalezristr. und den Syn. mit neuem Ritus: 7,30 Uhr* lllllllllllllliillllllllllimiilllllllilllllllllllllllli!! Ais Klauiersflmmer empfiehlt sich Pare* Steglitz, Jeverstr. 1. Telefon: Steglitz 1920. ininiiiiinniiiiwimni Der Mu1ik«lnhalt einer 15-cm-Schall platte unverkürzt auf 20 cm Durchmesser Vorbild moderner Sachlichkeit Aber: der Preis der Platte verringert auf RM. 2.25 Das tsl Orchasfrola Denken Sie daran auch im Musikgeschäft Verkaufsstellen weist Hack: Ordiestrola-Vocalion A.-G., Berlin 5036, Maybach-Ufer 49!st MAI^ÄQI WEL.TV w Q/\ND Präsidiumssitzung des Makkabi-Weltverbandes Am Dionstag, dem 26. November, abends 8,15 Uhr, findet im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr, 10, eine Pr&sidiumssitzung des Makkabi-Welt-Verbandes statt, die in Anbetracht der allgemein interessierenden Tagesordnung für Mitglieder des Bar Kochba Berlin öffentlich ist. Es werden referieren: Dr. Le lew,er über die Kreislagung des tschechoslowakischen Kreises in Prag, Dr. Rosenf e 1 d über die Konferenz in Krakau, Dr. Flink (New York) über die Arbeit in Amerika, Dr. Fritz Simon (Jerusalem) über den Makkabi Palästina. Tschechoslowakei (VI. Ordentliche Kreisvollversammlung des Tschechoslowakischen Makkabikreiscs am 3. November 1339 in Prag.) Die Tagung war von ca. 40 Delegierten der Vereine Prag, Hagibor Prag, Pilsen, Komotau, Brüx, Töplitz, Aussig, M.-Ostrau, Neu-Tischlein, Olmütz, Iglau, Kromeris, Ub.-Hradiste, Brünn, Bar Kochba Brünn, Znaim, Bratislava und Kosice besucht. Infolge der großen Entfernung und der hohen Kosten war ea vielen Vereinen nicht möglieh, Delegierte zu entsenden. Die Tagung erhielt ein besonderes Gepräge durch die Teilnahme des Präsidenten des Welt-Verbandes Dr. Leiewer aus Berlin. Als Gäste nahmen an der Tagung teil: Herr Norbert Adler für den Zionislischen Zentralverband M.-Ostrau sowie für das Böhm. Distriktkomitee, Herr Ing. Aschermann für Keren Kajemeth, ferner Delegierte des Betb-Haam, Jüd. Frauenverein, Zionisten-Revisionisten und Jüd. Iloehschulvereime.;.׳V Der bisherige Obmann Tb. Herzog begrüßt mit einer tschechosl. Ansprache die Tagung, worauf in den Vorsitz der Kreisvollversammlunjj Tb. Dr. Brand, Prag, Rob. Heller, Komotau und Ing. Pick, Znaim gewählt wurden. Th. Dr. Brand übernahm den Vorsitz und hielt einen Nachruf für die Opfer der Palästina-Unruhen, welcher stehend angehörl wurde. Hierauf erstattete der bisherige Obmann Tb. Herzog seinen Tätigkeitsbericht, welcher in der nächsten Nummer des Hagibor-Hamakkabi veröffentlicht wird. Man konnte aus diesem Bericht die großen Fortschritte in der organisatorischen und Erziehungsarbeit des C. Slov. Makkabi entnehmen. Mit großem Beifall begrüßt, ergriff hierauf der Präsident des Welt-Verbandes Tb. Dr. Lelewer das Wort und begeisterte in seiner groß angelegten Hede die versammelten Delegierten. Er berichtete über den großen Aufschwung des Welt-Verbandes und über die Schaffung neuer Kreise und Vereine in der großen Welt und insbesondere über die Welt-Verbands- Tagung in M.-Ostrau, welche neue Impulse für die ganze Tätigkeit des Welt-Verbandes geschaffen hat. Er hob insbesondere die Verl&ßlichkeit de« Tschechosl. Kreises hervor, und gab der Versammlung bekannt, daß der Makkabi-Welt-Verband beschlossen habe, einen Teil tum Defizit des Ostrauer Festes innerhalb eines halben Jahres bei zutragen. Die Vorbereitungen für die geplante Makkabiada in Erez- Israel sind vorläufig soweit gediehen, daß Verhandlungen mit den maßgebenden Kreisen gepflogen werden, um einen möglichst billigen Transport zu ermöglichen. Es wird jedoch erst am Anfang nächsten Jahres möglich sein, nähere Details den Vereinen bekanntzugeben. Hierauf erstattete der Leiter des Makkabi Hazair, Tb. Lederer, sein Referat, in welchem er auf die gesunde und groß« Entwicklung d#r Jugend hinwies. Die darauffolgenden Referate des Tumwartcs Bleyer und Sportwartet Löwy enthielten technische Details und Kritik dm Ostrauer Festes. Sportbruder Löwy entwarf auch ein ausführliehe» Bild über sämtliche Sportzweige, die bei Juden in der Tschechosl. Republik Verbreitung finden und gab dem Wunsche Ausdruck, daß m möglich sein möge, sie unter ein Dach zu bringen. Nach Erstattung der Referate fanden unter Führung des Obmannes des Prager Makkabi Tb. Vit. Pollak eine Besichtigung der im Bau befindlichen Turnhalle statt, von wolcRer alle Teilnehmer begeistert waren. Der Obmann des Beth-Haam und de* Prager Makkabi Tb. Pollak hat sich durch dieses Werk ein großes Verdienst um die Makkabei-Sache erworben. Am Nachmittag fanden Kommissionssitzungen statt. Die Tagung endete mit dem Absingen der Hatiwah. ln die neue Leitung wurden gewählt: Obmann: Arthur Heräog, Prag; 1. Stellvertreter: Dr. E. Justio, Prag; 2. Dir.: Piok, Znaim; 3. S. Klinger, Bratislava; Kassierer: Julius Ttitsch, Prag; 1. Schriftführer: F. Küchler, Prag; 3. Wittmann, Prag; Tumwart: Max Löwy, Prag; Stellvertreter: H. Kahn, Prag; Spielwart: Hahn, Porlitz; Jugendreferent: Leo Lederer, Brünn; Praasereferent: lag. E. Fuchs; Kulturreferent; Irma Kehn, Pmgt Nationalfondkommizslr: V. Mautimer, Prag; Beisitzer: Dr. Brand, Prag; Ing. Hoffmann, Prag; lag. Paeaveky, Prag. Kerrespondierende Mitglieder: Leo Pick, Ausais; Dr. A. Bachrach; Ing. Sonnenschein, M.-Ostrau; Dr. Lustig, Teplftz; Jo». Jarolin, Olmütz; Dr. Eisinger, Krcmsier; Leo Fuchs, Uh.-Hradiste; Paul Neumann, Podivin; Ott» Braun, Dr. Sonnfeld, Dr. Engel, R. Weiß, Herb. Kohn. Deutscher Kreis Wlatertreilahrl des Deutschen Makkabi Dis Treffahrt des Deutschen und Tschechoslowakischen Makkabi findet in diesem Jahre in Zinnwald im CSR. Erzgeblrge statt. Es stehen hinlänglich Massen- und Einzelquartiere zur Verfügung und es wird mit einer starken Beteiligung aus allen Teilen Deutschlands und der Tschechoslowakei gerechnet. Die Quartiere sind alle heizbar und z. T. mit Kochgelegenheit, und kosten Einzelquartier 1,25—1,50 M, Massenquartier 0,65 M. Die Fahrt findet vom 21—26. Dezember statt, kann aber von 1 Einzelnen bis 1. Januar verlängert werden. Am 25. und 26־. Dezember findet ein Skikursus für Anlänger and Fortgeschrittene unter Leltungvon Turn- und Sportiehrer Schneider, Lehrer des Makkabi Teplitz-Schönau, statt. Pro Teilnehmer muß hierfür allerdings ein Unkostenzuschlag von 0,50 M. erhoben werden. In Zinnwald ist herrliches Rodel- und Skigelände. Die Fahrtverbindung ist sowohl von Berlin als auch Dresden sehr günstig. Meldungen mit gleichzeitiger Anzahlung für Quartlere müssen bis zum 25. November an das Büro des Deutsehen Makkabi, Meinekestr. 10, erfolgen. Bei splter eintreffenden Meldungen können wir keine Garantie für Quartierbe- Schaffung übernehmen. Für Sammeltransporte kann ein Sammelpaß vom zuständigen Polizeipräsidium entnommen werden, die vom zuständigen tschechoslowakischen Konsulat kostenlos bestätigt werden. Für jede rechtzeitig und ordnungsgemäß einlaufende Anmeldung zu dem Wintertreffen wird eine auf den Namen ausgestellte Teilnehmerkarte ausgehändigt. Für Teilnehmer In Massenquartieren ist das Mitbringen von Decken unerläßlich. Eine Makkabäer-Feier ist in Aussicht genommen. Die Vereine sind gebeten worden, uns Vorschläge für Darbletungen zu unterbreiten. Generalversammlung des Bar Kochba Berlin. Am Montag, dem 18. November, fand die diesjährige Generalversammlung des J.T. S. V. Bar Kochba Berlin statt. Nach dem gemeinsam gesungenen Trumpeldorlied begrüßte Dr. Lelewer unter großem Beifall der Anwesenden Herrn Dr. Alfred Klee und erteilte ihm das Wort zur Gedenkrede über die Opfer in Palästina. Dr. Klee gedachte in tief bewegten und ergreifenden Worten der Toten und ermahnte die Bar Kochlianer, das Ideal, für das die Opfer ihr Leben lassen mußten, gegen alle Lauen und Kleinmütigen hochzuhalten und ihm nachzustreben. Die Ausführungen fanden den vollsten Beifall der Versammlung, die durch ihro langanhaltende Kundgebung für den Redner Ihre innere Anteilnahme und Zustimmung zum Ausdruck brachte. Danach gab der 1. Vorsitzende den Gesamtbericht, in dem er die Aufwärts* entwicklung des Bar Kochba auch in diesem Jahre zeigte. Nicht nur nach außen hin vermochte sich der Bar Kochba vor allem durch die Erfolgo der Kampfmannschaft einen Namen zu verschaffen, sondern auch die innere geistige Entwicklung eeigte einen erfreulichen Auf- Schwung. I)ie Mitgliederzahl stieg im Berichtsjahr von 1050 auf 1550. Zum Schluß* seiner Ausführungen dankte Dr. Lelewer allen denen, die durch Einsetzung ihrer persönlichen Arbeitskraft mit dazu beigetragen haben, den Bar Kochba an die Stelle zu bringen, von wo er heute don jüdischen Sport repräsentiert. Die einzelnen Ressortbeamten gaben anschließend an das Gesamtreferat ihre speziellen Berichte. Nachdem dem alten Vorstand einstimmig Dechargc erteilt warden war, wurde zur Wahl des neuen Vorstandes geschritten. Zum 1. Vorsitzenden wurde per Akklamation wiederum Dr. Lelewer gewählt. Der minutenlange Beifall, mit dorn die Versammlung ihren Vorsitzenden begrüßte, enthielt den Dank für die unermüdliche Arbeit, die Dr. Lelewer für den Bar Kochba geleistet hat und für die Erkenntnis, daß die heutige Stellung des Bar Kochba zum großen Teil diesem Führer zu danken ist. In den Vorstand werden weiter gewählt: für die Verwaltung die Herren Dobrzynski und Hirsch, für die Kasse Bernstein und Glaßner, für Erziehungfonds Dr. Rosenfeld, Frau Sobersky und Fritz Lewinsohn, für die Jugendarbeit Hans Eger, für Turnen Fürstenberg, für Sport Ludwig Wolff und für Presse Dr. Atlasz. Die gemeinsam gesungene Hatiw׳ah beschloß die Ver* Sammlung. Marx. Bar Kochbatag des B. K. Berlin. De Schulungswoche des Bar Kochba fand am letzten Sonntag durch den Bar Kochba-Tag einen würdigen Abschluß. Während diese den Führern und Mitarbeitern des Bar Kochba Gelegenheit gab, die Gegenwartsfragen des Judentums und Zionismus unter Leitung der Führer der jüdischen Bcwcgung eingehend zu beschäftigen, war der Bar Kochba-Tag allein den vielen Fragen der Makkabi-Bewegung und den Erziehungsfragen unserer jüdischen Tum- und Sportbewegung Vorbehalten. Am Vormittag wurde eingehend über die Lage im Bar Kochba Berlin und über sämtliche Fragen der Arbeit dos doutschen Makkabi-Kreises diskuriert, während nachmittags Dr, Lelewer ein ausführliches Referat über die Entwicklung des Makkabi-Wolt-Vorbandes seit der Mährisch- Ostrauer Tagung hielt, lieber Makkabi und jüdische: Jugendbewegung sprach dann Dr. Rosenfeld und zum Schluß folgte auf die Referate von Kurt Marx und Hans Eger über Sportfragen des Bar Kochba eine längere intensive Aussprache, wie überhaupt das Interesse der Teilnehmer auch an diesem Schluß tag der Schulungswoche ein überaus reges war. Wir glauben, daß durch diese Arbeitswoche, deren Initiator Dr. Rosenfeld war, ein neuer Weg gefunden wurde, die Führer und Abteilungsleiter dos Bar Kochba mit dessen Aufgaben und Ideen noch näher zu verbinden, Makkabäer-Film. De Uraufführung des Films ״Makkabäer", ein Film jüdischer Sportjugend, findet am Sonnabend, dem 7. Dezember, atands 11 Uhr (Nachtvorstellung), in der Kamera, Unter den Linden!4. statt. De Vorstellung ist bereits ausverkauft. Eine weiter• Vorstellung für Bar Koohba-nfitdieder findet am Sonntag, dem 8. Dezember, vormittags 11 Uhr (Matinee) gleichfalls in der Kamera, Unter den Linden 14, statt. Karten zum Preise von 3,— RM. für Jugendliche 1,— RM., sind erhältlich im Bar Kochba-Büro, Meinekestr. 10» im Photohaus Leisegang, Tauenuienstr. 13 sowie beim Makkabäer-Filmsekretariat Herrn Heinz Milwidsky, Speyerer Str. 18. Zusammentumen des Bar Kochba. Jeder Bar Kochbaner muß am Sonntag, dem 24• November zu unserem Zusammentumen in der Turnhalle des Königstädlischen Gmynnjiums, Elisabethatr. 57/58, erscheinen. Hier haben alle Bar Kochbaner endlich einmal Gelegenheit, bei Gymnastik, Turnen und Spiel ihre Turnbrüder und Turnachwestem kennenzulemen. De Kameradschaftlichkeit den Mitgliedern gegenüber und das Verantwortungsgefühl dem Bar Kochba gegenüber müssen die treibenden Momente sein, die alle Bar Kochbaner am Sonntag vereinigen. Es turnen von 3—7 Uhr zusammen: Knaben- Sport-, Schülerturn-, Jugendturn-, Jugendsport-, Charlottenburger Mädeben- und 1. Mädchen-Abteilung. Ab 7 Uhr treffen sich alle Erwachsenen-Abteilungen. Bar Kochbaner zeigt, daß sa euch errat ist mit dem Willen zur Zusammengehörigkeit und Kameradschaftlichkeit l