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Jüdische Rundschau · 1929-10-18 · Heft 82 (18.10.1929) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 82 (18.10.1929)
Date
1929-10-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 82, 18. X.!929 JOEDISCHE RUNDSCHAU Seite 551 Briefe an die Redaktion Liberalismus and Zionismus Berlin-Charlottenburg, den 13. Oktober 1929. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W15. Mit Freuden stimme ich dem Vorschlag des Herrn Gustav Kahn, Nürnberg, zu, einen Zusammen Schluß derreligiös-liberalen Zionisten ins Leben zu rufen, um, wie Herr Kahn treffend bemerkt, gegen den Terror der ״Vereintgung für das liberalejudentum“ zu kämpfen. Doch glaube ich, daß diese Arbeitsgemeinschaft, an die Kahn denkt, so erweiterungsfähig gestaltet werden muß, daß sie die überalen, aber paFästinafreundlichen Nichtzionisten (z. B. die Manner der erweiterten Jewish Agency und die hinter diesen Stehenden liberalen Juden) in sich aufnehmen kann. Auch müßte ein enges Zusammenwirken mit dem ״Verbandderliberalen Rabbiner Deutschlands“, die großenteils die Haltung der ״Liberalen Vereinigung“ mißbilligen, erstrebt werden, und endlich käme es sehr darauf an, ob es gelänge, der ״Jüdisch- Liberalen Zeitung“ ein entsprechendes Organ entgegen«!stellen. Ich würde es begrüßen, wenn diese Diskussion zu einem positiven Ergebnis führen würde. Mit Zionsgruß und vorzüglicher Hochachtung Gurt Wil k, Kaiserdamm 83. * Berlin SW 48, de» 15. Oktober 1929. An die Schriftleitung der ״Jüdischen Rundschau“. Berlin. Sehr geehrte Schriftleitung! In Nr. 80/81 vom 11. Oktober 1929 macht in der Rubrik , Briefe an die Redaktion“ Herr Dipl.-Kaufmann Gustav Kahn (Nürnberg) den Vorschlag, innerhalb der Zionistischen Organisation eine Arbeitsgemeinschaft liberaler Zionisten zu schaffen. Er begründet dies damit, daß das Monopol der ״Vereinigung für das liberale Judentum“ gebrochen werden müsse, weif viel Liberale mit der politischen Haltung dieser Vereinigung nicht einverstanden seien und stellt seinen Vorschlag zur Diskussion. Wir bitten, uns das Wort zu gestatten, weil die hier vorliegende Idee ein Lieblingsgedanke des Unterzeichneten Rechtsanwalts Stern ist, der ihn einigen zionistischen Freunden religiös-liberaler Richtung, z. B. Professor Moses in Mannheim, kürzlich auch noch dem Kollegen Landsberg in Wiesbaden gegenüber mit Wärme vertreten hat. Neben grundsätzlichen Unterscheidungen, die sich insbesondere um die zentralistische Idee herumgruppieren, macht die heutige Art der Organisation(- tätigkeit aut beiden Seiten gewisse Schwierigkeiten; denn in der zionistischen Vereinigung und auch in der Vereinigung für das liberale Judentum werden neben den ideellen auch örtlich politische Dinge vertreten, die es uns unmöglich machen, organisierte Zionisten aufzunehmen. Es Isrt uns natürlich bekannt, daß es Zionisten gibt, die sich religiös zum liberalen Judentum bekennen, und wir haben immer ausgesprochen, daß aas natürliehe Betätigungsfeld für diese liberalen Zionisten die Zionlstisehe Organisation darstellt, ebenso wie die gesetzestreuen Zionisten innerhalb der zionistischen Oesamtorganisation ihre Gemeinschaft, den Misrachi, haben. Wir begrüßen es deshalb durchaus, daß diese Anregung auch einmal von zionistischer Seite in die Debatte geworfen wird und wir sind weit entfernt davon, diesen Vorschlag so aufzunehmen, ־wie er scheinbar von dem Anreger gemeint ist, als eine unliebsame Konkurrenz oder Kampforganisation gegen uns. Zwischen den Gemeinschaften werden sich bald Gegensätze und Uebereinstimroungen klar herausarbeiten, klarer als es in der Aussprache der Einzelnen möglich ist. Wir hoffen, daß Sie diese unsere Stellungnahme Ihren Lesern bekannt geben. [n vorzüglicher Hochachtung! Vereinigung für das liberale Judentum e. V. R.-A. Heinrich Stern, Vorsitzender. * Der (Mag iw Quarantäne Sehr geehrte Redaktion, Wer mit einem der letzten Schiffe mit Trupps von Olim hier ankam, hatte Gelegenheit zu sehen, wie viele Chalutzim sich mit riesigen Paketen, Kleidern und Wäsche abschleppten, um dann das Vergnügen zu haben, zuzusehen, wie ihre neuen für teures Geld gekauften Sachen in der Quarantäne einer jeder Beschreibung spottenden Behandlung unterworfen wurden und in vielen Fällen stark beschädigt wurden. In der Regel erhält man Wäsche und Kleidung bis zur Unkenntlichkeit zerknüllt und zerdrückt zurück und hilft hierzu fast kein Bügeln. Es ist daher Palästinafahrem zu raten, sich bei Zusammen- Stellung ihres Gepäcks auf das Nötigste zu beschränken und alles etwa neu anzuschaffende in Erez-Israel zu kaufen, um so Sachen zu erhalten, die den hiesigen Verhältnissen angepaßt sind und nicht mehr kosten als die im Auslande gekauften, vielfach noch erheblich billiger sind. Ich will gar nicht reden von dem Vorteil, den der jüdische Geschäftsmann durch die Einkäufe vieler Einwanderer haben könnte. — Es sollte von maßgebender zionistischer Seite immer auf dies hingewiesen werden und entsprechende Instruktionen an die Palästinafahrer gegeben werden, etwa entsprechend denen, die hier im Lande unter der Devise Knu Tozeret Haarez erteilt werden. Tel-Awiw, 10. Oktober 1929. Eli Feuchtwanger. * Zu dem Briefe des Herrn San.־Rat Dr. Julius Simon in der vorigen Nummer der ״J. R.“ bemerken wir, daß der Verfasser uns den Abdruck des Briefes mit dem Ersuchen gestattet hat, den Passus über Angelegenheiten seiner Loge fortzulassen, und daß durch ein bedauerliches Versehen der Redaktion dieser Passus mit veröffentlicht worden ist. Frauenarbeit In Braunschweig fand am 23. September die Generalversammlung der dortigen Wizogruppe statt. Nach Erstattung des Tätigkeitsberichtes durch Fräulein Anni Ball und Entlastung des alten Vorstandes wurde ein neuer Vor* stand, bestehend aus den Damen Ilberg, Herz, Rosenheim, Lachs, Pressler, Udelsmann und Eichner gewählt Für das Winterprogramm wurden Vorträge über das Leben der Frauen in Palästina, Erziehungsfragen und allgemein jüdisch-soziale Probleme vorbereitet. Es wurde ferner beschlossen, zu Simchath-Thora ein Kinderfest unter Leitung von Frau Dr. Kopfstein und Ende November eine Buch- und Handarbeitsausstellung zu veranstalten. Die Heranziehung der Frauen zu zionistischen Hilfsarbeiten wird in verstärktem Maße erfolgen. Der Jüdische Frauenbund hat Arbeitsberichte herausgegeben, welche einen Ueberbilck über alle von ihm bearbeiteten Tätigkeitsgebiete geben. Diese Berichte sind zum Preise von 050 M. pro Smck durch di« Geschäftsstelle des Frauenbundes, Berlin N24, Monbijouplatz 10, zu beziehen. M/A wcltv QAND■ Erez-Israel. Auszug au• einem Schreiben von Dr. Ernst Simon, Mitglied des Präsidium» desMskkabi in Pallstina: ״unsere Erziehungsarbeit •oll den jungen Juden befähigen, den Aufgaben und dem Loben, das ihn hier erwartet, gewachsen su sein. Darunter ist alles su versteh«», selbstverständlich auch, daß man sich gegen Widerstände wehrt, und daß man Leben und Eigentum verteidigt, wenn man bedroht wird. Es ist sicher ganz verfehlt, wie ei von gewiss«» Kreisen Her versucht wird, die Jugend- Organisationen in eine militärische Richtung zu bringen. Der positive Ted unserer Arbeit ist auch die beste Grundlage für alle andere. So komme ich also zu dem Ergebnis, daß es jetzt besonders darauf ankommt, unsere Arbeit in der Richtung, in der sie bisher erfolgt ist zu stärken. Wir haben in der letzten Woche oine Obmännertaepung in Tel-Awiw susammenberufen, und der Geist der Solidantät und des Willens zur Arbeit brachte die beste und poaitivate Versammlung, die ich bisher im Makkabi Er«»• Israel mitgemacht habe. Zunächst sind durch Initiative von Makkabi-Mitgliedern Schritte unternommen worden *ur Gründung eine» Obersten Rates für körperliche Erziehung in Em-Iaracl.,. Ferner wurde beschlossen, in den Orten Jerusalem, Tel-Awiw und Haifa sofort Vorturnerkurse zu organisieren, die unmittelbar nach den Feiertagen beginnen sollen. Die Frage eines Beth sof er lahitamluth (Ausbildungsschule für Turnlehrer) wurde dom Prä- •Idium zur Bearbeitung übertragen ... Es soü auch für den Makkabi die Losung gelten: Hilfe durch Aufbau. Eure Arbeit muß darin bestehen, den Makkabi in Erez-Israel und darüber hinaus die Makbabi-Bewegung der ganzen Welt zu stärken, jetzt mehr als ja.“ Amerika. Der Macabee Sport Club in Brooklyn N. Y. hat um Aufnahme in den Makkabi-Weltverband nachgesucht. Damit ist der Beginn eines amerikanischen Makkabi-Kreises verwirklicht worden. England. In London hat sich der Jüdische Sportklub Bar Kochba konstituiert und bereits die Verbindung mit dem Präsidium de» Welt- Verbandes aufgenommen, Lettland. In Riga erscheint vom Oktober ab »ine neue Zeitung ״Rigaer Jüdische Rundschau", deren Sportteil vom Makkabi Riga redigiert wird. Makkabi auch in China. In Cbarbia (China) hat sich ein Makkabi konstituiert, der mit dem Präsidium des Makkabi-Weltverbandes in Fühlung getreten ist. Deutscher Kreis Bar Kochba-Hazair Berlin. Programm. Der Bar Kochba-Hazair hat es sich zur Aufgabe gestellt, junge Menschen zu ernsthaften Sportsleuten und verantwortungsvollen Zionisten zu erziehen. Der Bar Kochba-Hazair Ist nicht aus Opposition zu den bestehenden Makkabi-Vereinen ent. standen, sondern um deren Arbeit auszubauen und zu beleben. Der Bar Kochba-Hazair ist ein Bund junger Barkochbaner, eine Schulungsstätte für sportliche und Jüdische Arbeit, eine Arbeitsgruppe In steter Bereitschaft. Er umfaßt zurzeit 35 Chawerim im Alter von 15—20 Jahren. Auf ein Innerzionistisches Parteiprogramm Ist er nicht eingestellt. - Met hoden. Die Hazalr•Prüfung bezieht sich auf die Kenntnls der neuen jüdischen Geschichte (Dubnow), auf Palästina- Kunde (Holdheim) und auf Zionistik. Der Zusammenkunft dient die A s s e f a h, außerdem bestehen zurzeit zwei Vorbereltungskurse (Sichoth). Wir veranstalten Fahrten, insbeson* dere Ferienfahrten, in einheitlicher Fahrtentracht: braunes Hemd mit Magen David. Der oberste Leitsatz des Bar Kochba-Hazair ist Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit. Gefordert wird die volle Mitarbeit jedes einzelnen. Der Führerschaft (Hanhalah) gehören an Hans Eger, Alfred Korn, Fritz Mautner und Felix Simmenauer. — Tätigkeit Jedes Mitglied des Hazair betreibt mehrere Sportarten und soll an deren Förderung als Uebungsleiter, Spielführer, Abteilungsvorstand usw. mihvlrken. An den vor zwei Monaten begonnenen Kursen ln der hebräischen Sprache nehmen von uns 20 teil, von denen 14 ale Anfänger. Wir beteiligten uns an den beiden KKL-Aktionen dieses Jahres und veranstalteten bei mehreren Gelegenheiten Sammlungen für den Keren Kajemeth. Auf unseren Zusammenkünften werden Themen jüdischen, sportlichen und allgemeinen Inhalts behandelt, so waren z. B. die letzten Themen: ,,Organisation eines Sportfestes“, ״Die hebräische Literatur", ״Paneuropa“. Besonders lassen wir uns die Pflege des j tt d i - sehen Liedes angelegen sein. Wir haben für viele Lieder Textblätter herausgegeben und arbeiten zurzeit an der Herausgabe des Makkabi-Liederbuches mit. Eine andere Gruppe von uns arbeitet seit mehreren Monaten an der Herstellung eines Films, der zu Chanukkah aufgeführt werden soll, betitelt: ״Makkabäer“, ein Film jüdischer Sportjugend. Schließlich sei erwähnt, daß wir in diesem Sommer mit 25 Chawerim eine Fahrt in die Alpen unternommen haben, die uns bis an den Gardasee und nach Zürich führte, wo wir auf dem Zionistenkongreß eine der stärksten Gruppen waren. — Ergebnis. Vor acht Monaten ist der Bar Kochba- Hazair Berlin entstanden. Als wir ihn damals schufen, haben wir uns wohlweislich gehütet, programmatische Erklärungen zu veröffentlichen, bevor der Bund gesichert ist. letzt scheint es uns an der Zeit, unseren ersten Bericht zu geben. Es hat sich gezeigt, daß der Boden für unsere Arbeit schon ziemlich vorbereitet war; eine beachtliche Gegnerschaft haben wir nirgends gefunden. Das kommende Jahr soll dem soliden Ausbau unseres Bundes dienen. Bar Kochba-Hazair Berlin. Hanhalah’. Bar Kochba Berlin. Schulungswoche. Gemäß Beschluß des Hauptvorstandes findet als Einleitung zu der geplanten intensiven Winterarbeit eine Scbulungswoeh« des Bar Kochba Berlin statt. In Aussicht genommen ist die Woche vom 27. Oktober bis 3. November, allabendlich von l/s8—11 Uhr. Die Leitung dieser Kurs» liegt in Händen von Tb. Dr. Rosenfeld. Geplant sind Vorträge ־und Aussprachen mit namhaften Referenten. Neue Abteilungen. Der große Zustrom *u unseren Abteil!»- ra veranlaßt« tos, folgende neue Abteilungen *u eröffnen:. Damen- Gymnastik-Abteilung Zentrum: Kallanahend jeden Montag von 8—10 Uhr, Augusts tr. 61/68, unter Leitung von Fräulein Märtel Jacob. Eröffnungsabend: 4. November. Schöneberger Männer-Abteilung: Hallenabend jeden Montag von 8-—10 Uhr in der Turnhalle Apostel-Paulusstr. 11 am Wartburjmlats unter Leitung von Herrn Kurt Marx. Eröffnungsabend: 31. Oktober- Schwimmabteilung. Am 8. Oktober hatte die Sehwimmabteilung ihre zweite Versammlung im Heim des Gemeindehauses, Rosen- Straße. Der Vorsitzende gab einen kurzen Bericht über das verflossene Sommertraining. Durch die ungünstige Trainingsgelegenheit im Wellenbad litt naturnotwendig die sportliche Ausbeute der Abteilung. Um so mehr ist der Fortschritt, den die gesamte Abteilung in den Abschlußkämpfen gozeitigt hatte, anzuerkennen. Sobald die Frage den Halle für den Winterbetrieb gelöst sein wird (die Voränderung wird auch in der B. J. Z. bekanntgegebon^, wird es Auffabe der Abteilung sein, eine selbständige Fachabteilung innerhalb es Bar Kochba zu werden. Handball. Die Zuschauer dea Handballspiele* ״Sportolub Armm" — Bar Kochba bekamen am Sonntag ein wundervolles Lehrspiel vorgeführt. Flüssige Kombination, rechtzeitiges Sichfrcistellen und Decken und ein gesunder Schuß war das Kennzeichen der ein«» Mannschaft. Leider besaß die I. Mannschaft des Bar Kochba diese Fähigkeiten seines Gegners nicht, um ihm ein gleichwertiges Spiel su liefern• Infolgedessen sah das Resultat am Schlüsse der Spielzeit m£t 10: 1 Toren in Sportclub Arnim den Sieger. Hoffentlich hat die Bar Kocbba-Manmchaft von diesem ״Lehrspier soviel profitiert, daß sie unseren nächsten Gegnern in anderem Maße gewachsen sein wird. Bar Kochba Jugend — Adler 11 7! 3. Nach einer gleichwertigen ersten Halbzeit, die 3: 2 für uns endete, spielte sich unsere Jugend in ganz große Form und konnte die *weite Halbzeit überlegen mit 7: 3 Toren siegreich zu Ende führen. Schachabteilung. Spielabende jeden Donnerstag, ab 8 Uhr, Auerbachs Keller, Gitschiner Str. 107, drei Minuten vom Halleschen Tor. Gäste willkommen. Bar Kochba-Ball. Der Bar Kochba-Ball findet in diesem Jahre in den Gesamtraumen von Kroll, am Sonnabend, dem 9. November, statt. Eine Verschiebung des Fest«, die nach den Ereignissen in Palästina versucht wurde, war nicht möglich, da die seit langer Zeit eingagangenen Verpflichtungen nur mit außerordentlichen finanziellen Verlusten hätten aufgehoben werden können. Da» Ballbüro befindet sieh Kochstr. 31, Dönhoff 635g und iat jetzt schon tu allen Auskünfton bereit. Bar Kochba Hamburg. Sportbericht vom Sonntag, dom 13. Oktober. Hockey: Bar Kochba I. Herren —׳ Klipper II. Herren: 2:0. Die Blauweißen konnten auch gegen diesen Gegner gewinnen, wenn auch da* Spiel schwerer war als aas Resultat besagt. Bar Kochba II. Herren — Bergedorf II. Herren: 4:3, Bar Kochba I. Jugend — Ü. H. C. I. lim. 1:6. Der Gegner war körperlich und technisch überlegen. Bar Kochba I. Damen —- Altona g3 I. Damen: 0:0. Gegen eine unvollständige Mannschaft des Gemers war der vorausgesagte Sieg viel höher ausgefallenI —• Handball: Bar Koch* bau. Damen — Victoria II. Damen: 3:1. Bar Kochba I. Knaben — II. S. V. II. Knaben: 13:0. Das Resultat 1»- sagt, daß unsere Jüngsten den Rothenbannsm jederzeit überlegen war. Bar Kochba I. Schüler — St. Georg II. Schüler: 1: 11. Die Mannschaft mußte mit •ehr viel Ersatz antretan, da die Jungem wegen der Feiertage ins Geschäft mußt«». Bar ochba II- Schüler — St, Georg V. Schüler: 6:0. Auch dieses Bezirksspiel gewänne« die aufopfernd spielenden Jungen», trotz Gleichwertigkeit der Gegner. — FußbalLBarKoehba I. Herren — Sportfreunde I. Herren: 3:0. Auch dieses dritte Bezirksspiel konnten die Fußballer gewinnen, wenn auch sehr hart um die Punkte gekämpft wurde. Das Spiel war von Anfang an sehr spannend, und nur die gute Läuferreihe vor Bar ochba (Gelber, Meyer, Fischmann) entschied daa Spiel zu unser«» Gunsten. v. G. Bar Kochba Lübeck. Das erste Sportfest dieses Jahres, an dem wir uns beteiligten, fand in Kiel statt. Es startete außer Kiel und Lübeck, noch Hamburg. Mit ingesamt 30 Siogesurhroden könnt«» wir den Heimweg antreten; darunter 11 erste, *1 zweite, 8 dritte Preise. Das Hauptkontingent stellten unsere Jugendlichen, die in ihr«» Konkurrenzen fait keinen Gegner zu befürchten hatten. Sogar in der Herrenkonkurrenz, an der sied» zwei Jugendliche beteiligten, gelang es ihnen beide Male den Sieg zu erringen. Es sind dies Jürgen Frank, der den 1. Prob kn; Hoctuprung erhielt, und Jotti Frieder, der Sieger im Kugelstoßen wurde. Aber auch die andern Ständen ihn«» nicht nach. Innerhalb dea Sportfestes fand ein Faustball Wettspiel dea J. T\ V. Kid »egen B. K. Lübeck statt. Auch dieses Spiel fiel »in• zu und somit der dafür gestiftete Pokal. Besonders dankbar anerkantit werden muß die Gastfreundschaft der Kieler, die keine Kosten gescheut hatten, es ihren Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Kundtjebnngen Im Reiche Cottbus- ״Nach den Ereignissen in Palästina״ sprach hier 8tJ1 28. September Herr Redakteur Moses Waldmaus! in einer Veranstaltung unserer Ortsgruppe. Die Ausführungen, die durch die vermittelnde Form das ungeteilte Interesse aller Anwesenden fanden, zeigten in klarer weise die politischen und Ökonomischen Gründe der Vorkommnisse in Erez-Israel. Englische, arabische und jüdische Schuld und Aufgabe wurden klar und ohne Uebertreibung und falsche Leidenschaft dargelegt Ein deutlicher Appell an das Verantwortungsgefühl des jüdischen Galuths dürfte gerade in diesen Tagen für die oft schwer zugin glichen Gemüter mancher Glaubensgenossen nötig sein. Halle. Am Mittwoch, dem 25. September, hatte die Zio- Verhältnisse war eine außerordentlich große Meng« von Oemelndemitgliedern der Einladung gefolgt Als erster Redner sprach Herr Rabbiner Dr. Zahlberg, Halle, der besonders hervorhob, daß man die Opfer in Palästina, gleichviel welcher Partei man angehöre, bedauern müsse. In diesem Augenblick, wo die Juden sich vereinigt haben, wäre es falsch, wenn die Ereignisse in Palästina dazu angetan sein würden, die eben vollzogene Einigung wieder zu gefährden. Es ist das Schicksal der Berger, Berlin, der die Unruhen in Palästina charakterisierte und sodann über die politische Lage sprach, wobei er die Meinung vertrat, daß eine Einigung mit den Arabern von seiten der luden angestrebt werden müsse. Nach der harmonisch ver- Iatifenen Versammlung sprach Herr Berger vor den Mitgliedern der Ortsgruppe, wo er nochmals ausführlich über die Lage in Palästina referierte. — Am Mittwoch, dem 23. Oktober 1929, spricht Herr Richard Lichtheim, Berlin, in einer Ortsgruppenversammlung über ״Wie stellt sich der Revisionismus zu den Ereignissen in Palästina?“ Der Vortrag findet um 8y> Uhr im Gemeindehaus, Germarstr. 12, statt. Wir machen besonders die Ortschaften um Halle hiermit auf diesen Vortrag aufmerksam. Mainz. Die blutigen Ereignisse in Palästina veranlaßten die hiesig« Zionistische Vereinigung, dese Kundgebung einzuberufen. Herr Dr. Drey eröffnet« die gut besuchte Ver- Sammlung, Als erster Redner führte Dr. Landsberg- Wiesbaden folgendes aus: Aufs tiefste erschüttert durcch die furchtbare Botschaft, die zu uns aus Palästina kam, finden wir uns, Zionisten und Nichtzionisten hier zusammen. Nicht nur leere Proteste soll diese Versammlung fassen. Die Aufgäbe dieser Kundgebung ist, Klarheit über die Vorgänge zu schaffen, uns Rechenschaft abzulegen und Wege zu suchen, wie der Aufbau Palästinas vor sich gehen soll. Gewiß dürfen Proteste gegen d as Verhalten der oberen Instanzen der Palästina- Verwaltung gegenüber den Juden nicht fehlen. Die Zionistische Exekutive sowie die neu gegründete Jüdische Agency müssen Schritte unternehmen, um in Zukunft derartige Fälle zu verhüten. Auf die Araberfrage übergehend, sagt Redner: Warum soll es nicht möglich sein, ein Zusammenleben von diesen zwei Völkern zu vollbringen, wie es ähnlich in der Schweiz zur Verwirklichung kam. Es ist unser Recht, Palästina für die Juden aufzubauen, um uns von äußerem und innerem Druck zu befreien. Nur durch Erez-Israel wird die Lehre, die Grundidee des Judentums verwirklicht werden. Reichen Beifall erntete der Redner. Alsdann sprach Dr. Simon- Mainz. Er meinte, obwohl er als Nichtzionist kein aktuelles Interesse an diesen Vorfällen hat, trotzdem müssen alle Juden dazu Stellung nehmen. Das arabische Problem sei kein leichtes, aber wenn man es richtig erfaßt hat, lösbar. Er wandte sich energisch gegen diejenigen Juden, die Jetzt das Werk aufgeben wollen. Dieses Aufbauwerk in Pallstina muß noch weiter und mit größerer Energie fortgeführt werden, wegen unserer großen Idee, die damit verbunden ist, 4 m ..■in ■■!uw»——am

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