Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 78-79 (4.10.1929)
- Date
- 1929-10-04
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 528 TUEDlSCfTE RUNDSCHAU Nr. 78/79, 4. X. 1929 Kundgebungen im Reiche Liegnitz. Am 26. September d. J. fand in den Räumen der Silesia-Loge anläßlich der letzten Ereignisse in Palästina eine Kundgebung statt. Die führenden jüdischen Persönlichkeiten der hiesigen Gemeinde hatten zu dieser Versammlung eingeladen, ausgeschlossen hatte sich mir der Vorsitzende des hiesigen liberalen Vereins. Als Redner für diesen Abend war Herr Rechtsanwalt Foerder, Breslau, gewonnen worden. Die Versammlung, die für die örtlichen Verhältnisse einen starken Besuch zeigte, wurde von Herrn Justizrat Fronzig in außerordentlich wirksamer Weise eröffnet. In warmen und tiefempfundenen Worten führte er aus, daß die Trauer für die Opfer an Gut und Blut, die ideale Menschen dort für den Aufbau Palästinas gebracht hätten, uns eine. In etwa einstündiger Rede erörterte Herr Rechtsanwalt Foerder in klar durchdachten Worten die Gründe der Unruhen in Palästina. Nicht ״Antisemitismus“ wäre als Ursache der letzten Ereignisse in Erez-Israel anzusprechen, detm die Araber wären ja ebenso wie die Juden Semiten; ökonomische Gründe wären vor allem hierfür verantwortlich. Die Latifundienbesitzer, die Effendis, welche unter Einwirkung des zionistischen Kolonisationswerkes den Fellachen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nunmehr schaffen müßten — Dinge, die eine außerordentliche Verwandtschaft init den agrarischen Verhältnissen hier im Osten zeigten — waren die Hauptrufer Im Streit.. Dazu kam noch, daß die niederen Beamten, die Geistlichkeit und die kleinen Gewerbetreibenden, veranlaßt durch Falschmeldungen, daß die Juden die Omartnoschee und die an sie grenzende Klagemauer sich als ihr Eigentum zueignen wollten, in die Bewegung gegen die Juden hineingezogen wurden. Vor allem aber hätte die englische Regierung ein außerordentliches Maß von Schuld aut sich geladen, daß sie zu geringe militärische Kräfte und eine zu kleine Zahl zuverlässiger Polizeibeamter in Palästina aufgestellt hätte. Die Summe dieser Momente gab dann die Veranlassung zu dem Aufruhr. Die Frage wäre nun zu beant- Worten, was nun geschehen solle. Die Aufgabe der Stunde sei seiner Meinun! ' .. .. welcher die do p p e In der nunmehr sich anschließenden freien Aussprache ergriff zunächst Herr Dr. Levy, der Vorsitzende der hiesigen zionistischen Ortsgruppe, das Wort. Er führte aus, daß die Auffassung, welche Herr Rechtsanwalt Foerder über die gegenwärtige Situation hätte, im wesentlichen auch von ihm geteilt würde. Verdoppelung der Kräfte für die Aufbauarbeit wäre die würdigste Antwort auf die Vorfälle in Palästina. Alle Juden, ob Zionisten oder Nichtzionisten, hätten dieses fewaftige Werk zu fördern. Nicht dumpfe Verzweiflung ürfe uns erfassen, sondern tätigste Unterstützung aller jüdisehen Kreise müsse das begonnene Werk zu Ende führen. Nach Herrn Dr. Levy sprach der Vorsitzende der hiesigen liberalen Vereinigung, Herr Dr. Scheyer, der ausführte, daß in diesem Augenblicke, wo die gewaltige Trauer für die Opfer in Palästina alles andere übertöne, die Gegensätze schweigen müßten. Das Gelingen dieser eindrucksvollen Versammlung ist vor allem der außerordentlichen Arbeitskraft und dem hingebenden Eifer des derzeitigen Vorsitzenden der zionistischen Ortsgruppe, Herrn Dr. Levy־, zu danken. M. B. Plauen I. V. Am 29. September sprach Herr Dr. Lo e b e nstein, Leipzig, in einer gutbesuchten Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe über die Ereignisse in Palästina. Der Redner skizzierte die Wirklichkeit der Lage in Palästina, ging dabei insbesondere auf die Ursachen, die den Exzessen zugründe Hegen, ein. Trotz aller Ausschreitungen hielt er es für notwendig, daß eine zionistische Politik, die sich auf lange Sicht einstellt, auf ein gutes Einvernehmen mit da! Arabern abzielen muß. Voraussetzung für alle weitere Unternehmungen sei aber die Sicherheit für Leben und Gut, die von der Mandatarmacht in ausreichender Form gewährleistet sein muß. Eine grundlegende Aenderung der englischen Palästina-Verwaltung ergibt sich als Folge. Zum Schlüsse wies der Redner darauf hin, daß über alle Suche nach Schuld die Forderung an sich selbst zu stellen sei, im verstärkten Maße der zionistischen Idee zum Durchbruch zu verhelfen, und daß die jüdische Wirklichkeit in Palästina durch verstärkte Einwanderung befestigt werde. Die BeenUpng von Robert Katz Dienstag, den 1. Oktober nachmittags 4 Uhr wurde Robert Katz unter ungewöhnlich starker Beteiligung in Hannover zu Grabe getragen. Landrabbiner Dr. Freund hielt als erster dem jungverstorbenen Führer der Zionisten in Hannover einen warmen Nachruf. Dr. Emil Cohn, Berlin, der in Kiel als Lehrer und Rabbiner auf die Entwicklung von Robert Katz einen entscheidenden Einfluß hatte, sprach vom Werdegang des jäh aus dem Leben Gerissenen. Namens der Z. V. f. D. und des K. I. V. schilderte Kurt Blumenfeld die Ueberzeugungstreue und den Arbeitseifer des bei allen beliebten Freundes und Bundesbruders. Für die hannoverischen Zionisten ergriff als letzter Dr. S u I k e das Wort. Er gab dem tiefen Schmerze seiner nächsten Mitarbeiter um den lieben Kameraden und Führer Ausdruck. Die Beerdigung hinterließ bei allen Teilnehmern einen unverlöschiichen Eindruck. Hebräische .בית מדרש לעברית של ההלת היהודים בברלין Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Wir weisen darauf hin, daß die Hebräische Lehranstalt Gelegenheit bietet, Erwachsonen und Schülern nach Maßgabe ihrer Vorkenntnisse Förderutsg und Vertiefung im Hebräischen zu gewähren. Es bestehen augenblicklich 8 aufsteigende Klassen, dazu zu mehreren von ihnen Parallelklassen, im ganzen 25 Kurse, die zu verschiedenen Tagesreiten, auch in den späten Abendstunden, abgehalten werden, damit auch Berufstätigen Gelegenheit gegeben wird, dem Studium des Hebräischen obzuliegen. Für Schüler und .Schülerinnen im Alter von 13—15 Jahren bestehen besondere Jjsurse, die zweimal wöchentlieh nachmiltags abgehalten werden. Für einige Jugendbünde sind Sonderkurse eingerichtet worden. Anträgen auf weitere Einrichtungen dieser Art wird bei genügender Tcilnehmcrzahl nach Möglichkeit stattgegeben werden. Der Unterricht findet 1. im Zentrum der Stadt, in der Schule Große Hamburger Str. 37, a. in Charlottenburg, Grolmanstraßo 36 (Beth-Am), statt. Wir bitten Interessenten, ihre Wünsche unter genauer Darlegung ihrer Vorkenntnisse im Hebräiseben baldmöglichst schriftlich an die Adresse des Leiters der Hebräischen Lehranstalt, Herrn N. Berggrün, Grunewald, Trabenorstraße a, zu äußern. Persönliche Auskunft erteilt dieser nach vorheriger telephonischer Anmeldung (II5, Brabant 501), nachmittags a—3 Uhr. Das Wintersemester beginnt Anfang Oktober 192g. Aufnahme der Anfänger in der Schule Große Hamburger Str. 27: Donnerstag, den 10. Oktober, 20 Uhr; im Beth- Am, Grolmanstr. 36: Mittwoch, den 9. Oktober, 30 Uhr. Alle Festsetzungen, namentlich in bezug auf Unterrichtszeit und -ort, erfolgen in der ersten Unterrichtsstunde. B. Z. V. Die Vertreterversammlung der B. Z. V. faßte am 2. d. M. folgenden Beschluß: ״Die Vertreterversammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung spricht sich kategorisch Zionismus wahrhaft auszudrücken,1‘ Vernlsehles Vortrag Blalik. Auf initiative des Beth Am Iwri wird der hier weilende hebräische Dichter Ch. N. B i a I i k einen Vortrag halten, dessen Thema noch bekanntgegeben wird. Der Reinertrag der Veranstaltung fließt, dem Wunsche Bialiks entsprechend, der Vereinigung der hebräischen Schriftsteller zu. Der Vortrag findet voraussichtlich am 20. Oktober im Großen Saal des Logenhauses, Kleiststraße,statt. Gedenkfeier für Israel Beikind. Mittwoch, den 2. Oktober, wurde die Leiche Israel Beikinds nach dem Lehrter Bahnhof gebracht, um von dort über Hamburg nach Palästina überführt zu werden. Um 1 Uhr mittags veranstaltete die Z. V. f. D. im Sitzungssaal der Melnekestraße aus Anlaß der Ueberführung von Beikinds Leiche eine Gedenkfeier. Kurt Blumenfeld begrüßte die erschienenen Trauergäste und gedachte in bewegten Worten der Pionierarbeit Beikinds für den Aufbau des jüdischen Palästina. Oberkantor Oollanin sang hierauf das El mole rachamim. Professor Julius Brutzkus schilderte das Lebenswerk Israel Beikinds und Prof. Otto W a r b u r g gedachte des Toten als Altersgenosse, Freund, Mitkämpfer und Mitglied der Gesellschaft ״Esra“. unter den Anwesenden befanden sich zahlreiche prominente zionistische Führer. Hechaluz. Im Büro des Hechaluz, W 15, Meinekestr. 10, sind die neuesten Nummern des D a w a r käuflich zu erwerben. Preis pro Nummer 0,20 RM. Friedenskundgebung jüdischer Frauen. Der aus Vertreterinnen sämtlicher jüdischen Frauenorganisationen zusammengesetzte Frauenausschuß des jüdischen Friedensbundes veranstaltete Sonntag, den 29. September vormittags in der Hochschule für Musik, Charlottenburg, eine Friedenskundgebung von feierlichem Charakter. Nach einem durch Käthe Franken vorgetragenen Prolog von Frieda M e h I e r legte die Vorsitzende des Frauenausschusses Ernestine Eschelbacher in großen Zügen die Aufgabe des Jüdischen Friedensbundes und die besondere Frieensberufung der Frauen dar. Direktor Oscar Wassermann sprach als Vertreter des Präsidiums der ״Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden“ von dem Verhältnis des Jüdischen Friedensbundes zur Arbeitsgemeinschaft. Im Namen des Jüdischen Friedensbundes begrüßte Dr. Alfred N o s s i g die Friedensbewegung der jüdischen Frauen als Teilerscheinung des Weltringens der Frauen um den Frieden. Das gehaltvolle Referat der Chemikerin Dr. Claudia Löwe schilderte die Schrecken des kommenden Gaskrieges und kerbundes bei gleichzeitiger Vorbereitung des Gaskrieges sind eine Illusion. Rettung kann mir die Aenderung der menschliehen Mentalität durch die Erziehung bringen. Das Schicksal der Welt liegt in den Händen der Mütter. Die übrigen Rednerinnen erbrachten den Beweis, daß die großen jüdischen Organisationen aller Richtungen sich auf dem Boden des Friedensgedankens vereinigen. Lina Wagner-Tauber (Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina) beleuchtete das Friedensstreben des Judentums auf Grund der Heiligen Schrift und der letzten Ereignisse in Palästina. Margarete Fried (Frauengruppen des Zentralvereins) betonte die Verantwortung des heutigen Geschlechtes für das ganze weitere Kulturleben der Menschheit Berta Falkenberg (Jüdischer Frauenbund) forderte die Versammelten auf, sich selbst zu erziehen, um reif zu werden für die Aufgabe, das kommende Geschlecht für den Frieden zu erziehen. Orgelspiel und Chorgesänge der Vereinigung Berliner Synagogenchöre unter Leitung Alexander weinbanm’s eröffneten und beschlossen die Versammlung. Beifallsstürme weckte die Friedenskantate von Mozart in der Interpretation von Wilhelm G u t tm a n n Mitglied der Städtischen Oper. Die imposante Kundgebung, welche vor einem bis an den Rand gefüllten Saat stattfand, hinterließ ehü^i1 Liefen Eindruck. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. In dem Berieht über die Aktion der Frauen haben sich sinnentstellende Druckfehler eingeschlichen: nicht 30 Frauen, sondern MO Frauen nahmen an den Versammlungen teil, und nicht 25, sondern 125 Frauen übernahmen Blocks. Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise. Betriebs-Ingenieur für Wäscherei-Maschinenfabrik mit reichen praktischen Erfahrungen gesucht. —- Ein Lack-Chemiker und ein Bohnerwachs-Chemiker mit Praxis gesucht. Arbeitsgemein- Schaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Abt. f. Akademiker, Berlin N. Auguststr. 17, Tel.: Norden 7085 -7087 und 9130. Schöneberger Synagogen-Verein, Münchener Str. 3ך. Taglieh nach dem Abendgottesdienst Lehrvorträge. Während der Selicholh- und zehn Bußtagen Erklärung des Messilath-Jeseharim in der meisterhaften Uebertragung Wohlgemuths, Schuld und Sühne im Judentum, Ritualvorschriften. Die Dozenten: Rabb. B. Pessen, Rabb. Dr. Krinski, Rabb. Dr. Rosenwasser. Jüdische Gemeinde. Gottesdienst am Neujahrsfest. Freitag, den 4• und Sonnabend, den 5. Oktober, abends in allen Synagogen und Betsälen: 5,45 Uhr. Sonnabend, den 5. und Sonntag, den 6. Oktober, vormittags: Synagogen und Bet- Säle mit altem Ritus: Beginn 7,30 Uhr; Predigt: 9,30 Uhr. Synagogen und Betsäle mit neuem Ritus: Beginn 8,30 Uhr; Predigt: 10 Uhr. Während der Predigt ist der Eintritt keinesfalls gestattet. Am 2. Vorabend ist der Eintritt in alle Synagogen und Betsäle oh ne Karton gestattet. Gottesdienst an den Wochentagen: abends: vom 7. bis 10. Oktober: 5,30 Uhr; Sonntag, den 13. Oktober (Erew Jom Kippur): Mincha 3 Uhr; vom 15. Oktober ab: 5 Uhr; morgens: in den Synagogen mit altem Ritus vom 7. bis 13. Oktober: 6,15 Uhr; vom 15. Oktober ab: 6,30 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus vom 7. bis 35. Oktober: 7 Uhr. Zum Beginn des Wintersemesters der hebräischen Sprachschulen und •Kurse, für Privat- und Selbstunterricht empfehlen wir das allgemein anerkannte Lehrbuch: D. J. Bornstein: Einiflhnmg iitmiiiiiiiiiifüimitffiiiiiitiiiititnittii in das Hebräifdt derGegenwari 1111״m11m1n11u1111mm1!11m1m1111m111111[1111111111111111111״m1m11m11m1111ffl11mm1111111111n11111;1 Alleinvertrieb: Jüdische Rundschau Berlin W 15, MeinekestraBe 10. Postscheckkonto: Berlin 17392. Broschiert M. 7,50, in Ganzleinen geh. M. 9,—, zuxiigl. M. 0,50 für Porto und Verpackung. Ausland M. 0,70 Lieferung erfolgt gcg. Vorauszahlung od. per Nachnahme NA^APB WELTV m BAND Neue Mitgliedskarten. Das Präsidium gibt für das neue Jahr Mitgliedskarten für alle ihm angeschlossenen Kreise heraus, die lusbriiisch und in der Landessprache jedes Kreises abgefaßt sind. Durch diese Tatsache ist ein neuer Schritt für die enge organisatorische Zusammenfassimg der Makkabi-Mitglieder in aller Welt getan. Außerdem ist begonnen worden, einen Fördererkreis des Weltverbandei in allen Ländern zu schaffen. Werner Leibholz gestorben Einer der Bosten ist von uns gegangen. Dahinge rafft von einer tückischen Krankheit, die auch sein Sport gestählter Körper nicht hat überwinden können. Fassungslos waren wir, seine Kameraden von der Karnpfmannschaft, von der Jugend-Sportabteilung, alle die ihn gekannt haben, als wir die Schreckensnachricht erhielten., Nur 16 Jahre alt ist er geworden. Er war ein kluger Junge mit gesundem Urteil, ein hoch veranlagter Läufer, und mit seiner gewinnenden Bescheidenheit war er so recht das Vorbild eines Bar Kochbaners. Nach kurzem, schwerem Krankenlager ist er am Freitag, dem 27. September 192g, im Schlaf aus dem Leben geschieden. Wir, die wir Werner Leibholz in der Zeit, da er bei uns weilte, ins Herz geschlossen haben, werden den verständigen, sympathischen, stillen Jungen nie vergessen! J.T.S.V. Bar Kochba Berlin. Hans E g e r. Bar Kochba Berlin. Mit dem Abschluß der Leichtathletiksasson, die uns auch in diesem Jahre so große Erfolge gebracht halle, begannen die Punktkämpfe unserer Mannschaften in Hockey und Handball. Die Handballmannschaft, die in die 1. Klasse des V. B.A.V. aufgerückt ist, führte ein ausgezeichnetes Spiel vor und führte trotz 3 Ersatzleuten bei Halbzeit mit 4: 3 Toren gegen den Höh. Handelskurs. Leider wurde kurz nach Halbzeit ein Spieler verletzt, so daß wir trotz tapferster Gegenwehr mit 10 Mann am Schlüsse mit 6: 4 Toren unterlagen. Bar Kochba II — Amlm II 3:1, Bar Kochba Jun. —■ Humboldt 5:3, Bar Kochba Jug. — Osram 3:2. Im Hockey warm wir den Gegnern im Feldspiel überlegen, mußten aber infolge Schuß- Unsicherheit vor den Toren eine Niederlage hinnehmen, die bei einigem Glück in einen Sieg hätte verwandelt werden können. Bar Kochba I — Rot-Weiß 1: 3, Bar Kochba II — Rot-Weiß II 3: 4. Bar Kochba Damen — Tum gemeinde in Berlin 1:3. Bar Kochba, Berlin, Kampfmannschaft. Die Kampfmannschaft des B. K. hielt in der vergangenen Woche ihre Jahres- Versammlung ab. Nach dem Bericht des Vorsitzender», Dr. Atlasz, des Sporlwartes Kurt Lewin und des Kassierers Martin Rosenthal, die auf die großen sportlichen Erfolge in der letzten Saison hinweisen konnten, wurde dem alten Vorstand Entlastung erteilt und zu den Neuwahlen geschritten. Zum Vorsitzenden wurde Heinz Nessel¬ 10־th, zum Sportwart Oskar Kurz neugewählt, zum Kassierer und Schriftführer Martin Rosenthal wiedergewählt. Der Vorsitzende gedachte dann in kurzen Worten der in Palästina gefallenen Opfer; die Versammlung erhob sich zu Ehren der Gefallenen. Die Kampfmannschaft wird im kommenden Winter jede Woche einen Hallentrainingsabend abhalten, der hauptsächlich zur Vorbereitung auf das Hallensportfest dienen soll. Ferner werden alle 14 Tage Kampfmannschaftsabende sowie möglichst einmal im Monat eine Wanderung veranstaltet. Außerdem werden die Mitglieder ihre Waldläufe absolvieren, sowie einige Mitglieder der Karnpfmannschaft den Bär Kochba bei Hockey- und Handballspielen vertreten. Im Februar wird die Kanjpfmannschaft wieder einen Ball veranstalten, sowie einen Hallensportabend für die Gönnerschaft der Kampfmannschaft. H. N. Bar Kochba, Hamburg. Handball. Bar Kochba 1. Schn ler — Polizei Sp. V. 2. Schüler 4 :4 (3: a). In Gr. Börstel trafen sich die Jugendlichen zum fälligen Punktspiel. Beide Mannschaften lieferten sich ein schnelles, technisch sehr gutes Spiel, welches von der« zahlreichen Polizeianhängern mit Spannung miterlebt wurde. Wenn die Polizei auch körperlich den Ünsrigcn überlegen war, so konnten die Bar Kochbaner dank ihres Eifers und ihrer Schnelligkeit ein gleichwertiges Spiel zeigen. — Bar Kochba wea. Schüler — Alsterthal 1. Schüler 7:7 (0:5). Das Halbzeitresultat besagt, daß sieh die Unsrigen zuerst gar nicht zurechtfinden konnten, doch nach einer vorteilhaften Umstellung waren die Jungcns nicht wieder zu erkennen. Da Alsterthal sonst in der eisten Klasse spielt, ist das Unentschieden besonders beachtenswert. — Bar Kochba ». Knaben — Blankenese 1. Knaben 4:3 (0:3). Es war eine Freude, die Jüngsten des Vereins Spieler» zu sehen ז trotz der Ver- Stärkung der Blankeneser Mannschaft durch einige Schüler, ließen sich die Kleinen nicht abschrecken und lieferten ein schnelles, eifriges Spiel. Vier Punkte aus zwei Spielen ist ein ganz schöner Anfang. v. G. Bar Kochba, Magdeburg. Im Rahmen der sportlichen Veranstallungen auf der Sportausslellung fanden Staffelläufe statt, an denen sich der Bar Kochba mit Erfolg beteiligte. Die Blauweißen gewannen die zehnmal eine halbe Runden-Staffette in der B-Klassc. In der Schwedenstaffel belegte der Bar Kochba den zweiten Platz. Auf dem Vereinssportfest von ״Fichte“ gewann P. Herzberg den 100-m-Lauf der A-KIasse in der Zeit von 11,7 Sek. Aus der Berliner Gemeinde. In Ergänzung des kurzen Berichtes über die letzte Sitzung der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde sei bemerkt, daß die Subventios für die Schule der jüdischen Jugend, die in der letzten Sitzung bewilligt wurde, 3200 Mark und nicht, wie bei uns (auf Grund einer JTA.-Nachricht) irrtümlich gemeldet wurde, nur 1000 Mark betrug. In einer früheren Sitzung wurden für die Schule der Jugend 800 Mark bewilligt, so daß die Gesamthöhe der bisher bewilligten Subvention, entsprechend dem Vorschläge des Vorstandes, bisher 4000 Mark beträgt. Außerdem drückte die Repräsentantenversammlung den Wunsch aus, daß für den gleichen Zweck noch weitere 1000 Mark ausgeworfen werden sollen. Die Subvention für das Memorbuch des Rcichsbundcs jüdischer Frontsoldaten wurde an die Bedingung geknüpft, daß das Vorwort des Buches dem Vorstande der Gemeinde zur Begutachtung vorgelegt werde. Dies geschah, um den cigcntliehen Zweck des Werkes, ein Gedenkbuch für die Gefallenen zu sein, zu wahren und den leisesten Anschein zu verhindern, daß irgendwelche militaristischen Tendenzen durch die Herausgäbe eines derartigen Werkes verfolgt werden. Die Subventionierung des ״Ort“ mit 3000 M. erfolgte unter voller Wtirdigung des Charakters einer Hilfsorganisation der bedadifen Gesellschaft, wobei die politische Neutralität der ״Ort“-Tätigkeit als selbstverständliche Voraussetzung angesehen wurde. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafe Kutschera. Charlottenburg. BismarckstraQe 109, am Schillertheater, bestem empfohlen; *i®tliche in- und ausländische Zeitungen.