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Jüdische Rundschau · 1929-09-10 · Heft 71 (10.9.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 71 (10.9.1929)
Date
1929-09-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Efntcbtammcr OM Goldmark RUNDSCHAU S,# Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmnrk, vierteljährlich 5,75 Gbhfanark. AualaudaabouMaanM ward«■ ia dar WHirunK da «faaalaa■ Und« berechn«. Anreijraptei»! 8 gaap. NmprOM• 0,50 C.-M. StcOatigMadi■ 0,25 G.-M. Redaktion Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinW15, Meinekestr.10 Telephon: J1 Btamwdc 7165-70. ' AnzelfMMeUaS: Dienatag aad Freitag aaefcaittaga 4 Uhr £2 * '1* « k iL* *' TO9J■ Barel V 9355, Balread «580% Brüreel 39433, Budape« 596% Daniig 1971, Haag 14047«, Prag 5941« Streaaban» 16430, Warschau 190708, Wien 156030- Bank-K•»«•■: DamaddMr und NattonalhanW, Dapodm-Kuaa• Barlin, Kurfüraiendarem 52» Bane» da Eot, Carum« fRaaiaUa); Äugte Palaatte« Cm. m Halfst, Jerusalem* Tel -Aviv. Nummer 71 ' | Berlin, 10. ׳UC»i#29 Redaktionsachluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. '1_ה xxxw.aamg■ Pg Zl°j|l,wu» ar*tre>>t fOr da« jüdische Volk dl• Schaffung einer dtfantUch - rechtlich Besicherten Helmatitte In Palästina. ״Baseler Programm.»: ' Die Agency - Kundgebung in Berlin Reden von Beeck, Wassermann, Blumenfeld, Oppenheimer. Brodnltz, Klee. Lisset Wie bereits kurz berichtet, ־ fand am Dommrstag, den 5. d. M., im Bachsaal In Berlin eine große und eindrucksvolle Kundgebung der Berliner Judenschafi statt^• die von den d e utsehen Mitgliedern der Jewish Agency einberufen worden war, Ke für 81/9 Uhr angesagte Eröffnung der Versammlung verzögerte sich, weil der Andrang des einiaßbegehrenden Publikums die Elnberufer zwang, im benachbarten Schwechten* saal eine Parallelversatamlung in aller Eile zu organisieren. Direktor Oscar Wassermann eröffnete die Kundgebung mit Begrüßungsworten für die Erschienenen und einem kurzen Hinweis auf die Ereignisse in Palästina. Hierauf erteilte er Dr. Leo Baeek das Wort für eine Gedenkrede zu Ehren der während der blutigen Vorkommnisse in Palästina gefallenen Opfer. Dr.Leo Baeek : Unser inniges Empfinden, unsere tiefste Trauer wendet sich allen denen, Brüdern und Schwestern, zu, alt und jung, die ihr Leben dort für Kiddusch Haschern, für die Heiligung des göttliehen Namens, hingegeben haben. Alles Empfinden, wenn es bloßes Empfinden bleibt, Mitleid, das nichts anderes ist als ein bloßer Erguß des Gefühls, ein solches Empfinden und ein $01• ches Mitleid können etwas Unmoralisches sein. Unmoralisch deshalb*wjd!•derMensch dann meintj etwas schon geleistet™ haben, seiner Pflicht. schon;.ge!pug״’gifen ,;zu haben, wenn er ׳ ^||i(|empfBiden hat. Wenn: wir von diesem Abend in unsere Arbeit, in unser Leben hinäusgehen und hiBhto anderes mit 141* יו5ו11$§|1׳'' als dieses bloße Mitleid, dann wäre es besser,}.wir' wären hier nicht zusammengekommen. Alles Emp|ln|ip״ bat flscar Wassermann: Am 14. August hat in Zürich die Judenheit der Welt ihr Verbundensein mit dem jüdischen Aufbauwerk In Palästina in feierlicher Welse öffentlich kundgegeben, kundgegeben unter bewußter Zurückstellung altes die Juden tarier sich Trennenden und unter׳ lauter Hervorhebung des sie Einigenden, so daß die noch dissentierende Minderheit sehe« fragt, wo denn der grundsltzllche Unterschied zwischen Zionisten und Nichtzionisten in Zürich zu erkennen gewesen ist. Niemand legte Wert darauf, bei dieser Gelegenheit Unterschiede za zeigen. Das war am 14. August. Und an 15.' trit■■In Palästina der Ueberfau erfolgt. Ob das ein zufälliges Zusammentreffen gewesen Ist Oder ob der Handstreich von langer Wand geplant und[ vorbereitet war, 'wird'die, Untersuchung ergeben, die von •,'der,״et1|Bfiehen Regierung als Mandatarmacht eingeleitet wird —'׳nicht Von’der Palästiija-Regierung, die Jett so gfindlWi vrie in ffeien früheren, freilich nicht so bedeutend«! Fällen, versag# hif. Die Schwierigkeiten, die in der Notwendigkeit freundlichen Beieinanderwohnens und fg^i• glich,er Zusammenarbeif der arabischen und jüdische» Bewölker u rg fn Palästina Degen und aberwünden werden missen, wenn das Land sich gedeihlich entwickeln soll, sind von der Zionistischen Organisation nie verkannt worden, sie werden bei der erweiterten Je wish Agency ganz bes0ndere Aufmerksamkeit finden. Das Problem ist aber nicht unlösbar und die gegenwärtigen Ereignisse Anden darin keineswegs — wie vielfach irrtümlich gegfauht wird — ihre Erklärung. IC® , .... ,*ph;hftf^gt/;«*ia»’''Ä;lnste«» ׳ *ntaAzÄÄiw Miri'iaScit<t‘'"dfn|n('־äi|-'Wort" ,Spinozas hier, umwa«delp«,'tv#|L es, •sich' um •das, 'h|«delt, :;was dp» •der־ heutige Abend geben soll: Wir sollen hl» nicht bloß weißen, und wir sollen hier nicht etwas verwünschen, sondern wir soilen arbeiten und unsere Pflicht »füllen. Als vor einem Viertel jahrhund»t von einem Fanatiker in der französischen Kammer in die Reiben der Abgeordneten eine Bombe geworfen wurde, hat der damalige Kammerpräsident Brisson ruhig gesprochen: la säance cantiaue, die Sitzung geht weiter. Man könnte gegenüber dem, was geschehen ist, ein ähnliches Wort sprechen: die Arbeit wird fortgesetzt (stürmischer Beifall), nicht nur fortgesetzt, sondern doppelte Qpferwiliigkeit, doppelte Hilfsbereitschaft soll jetzt hinter der Arbeit Stehen. Wir sind fern vom Schrecken gewesen und aus einer Zeit, die mehr als ein Jahrzehnt zurück liegt, wissen wir, wie leicht diejenigen, die fern vom Schrecken sind, sich in großen Worten ergehen. Worte, und seien es die schönsten und besten, müssen uns jetzt fern bleiben. Nur unsere Tat, nur unsere Hingebung, nur unser Opfer darf gegenüber dem* was geschehen ist, unsere Antwort sein. Und was soll diese unsere Arbeit sein? Wenn wir an Palästina denken, an das Neue, das dort aufgebaut wird, das jetzt für einen Moment gestört ist, ab» wie ein zurückgedrängter Strom mit doppelter Energie, mit doppelter Gewalt weiter dringen will, wenn wir an das denken, was dort aufgebaüt wird — es ist nicht eine Angelegenheit der Technik, und so sehr wir wissen, was es bedeutet, daß Juden zum Boden, zur Landwirtschaft wieder zurückgeführt worden sind, es ist doch nicht eine Frage der Landwirtschaft nur. Was dort vor unsere Hoffnung hintritt, ist der neue Mensch, der neue Jude. Diesen Menschen kann man nicht töten. Er ist unzerstörbar, er ist unsterblich. Häuser können veraichtet werden. Dieser Mensch bleibt Wenn dort der neue Jude geschaffen werden soll und im Werden ist und wohl schon geworden ist, er ist dorthin nicht gekommen, um zu nehmen, sondern er ist hingekoramen, um zu geben. Jede wahre Kultur hat den innere« Drang in sich, zu gebeB, anderen etwas zu bedeuten. |Äe jüdische Kultur, die :dprt״ Inzucht treiben woBie, um innerhalb ihrer zu bleiben, das wäre eine Kultur, die kein wahres Leben hafte. Jede Kultur will hinausdrängen zu all den Menschen ringsumher, jede Kultur will geben, will schaffen. Und so ist es um die jüdische Kultur auch bestellt, die dort geschaffen werden soll. Sie will nicht den Juäenrnur etwas sein, sondern den Arabe|n;auch, allen dm anderen Im:Lande, und das soll dariim• die Antwort, die zWeitf, auf das sein, was dort geschehen ist, nun doppelt Kultur dbrt schaffen, um doppelt den andere« Im. Lande zu gehen. Das soll die. Vergeltung sein, Kultur zu schaffen auch für ••sie.! Daß Jüdisches und Arabisches einander viel geben körnten,׳ hat;eine ׳der ׳stolzesten Epochen unserer Geschichte bewiesen. Unser «tarier glaube ist es, daß aße dort begreifen werden,:est,erkeBHe1» äwetiätt, daß die Jude« hingekommen sind, um keihem״ etwas .‘zrf nehme», aber ׳aileii etwas gu geben. Dazu können auch wir; ■helfen,: dtarch das, was wir hier tun und durch die 0|}f», «®e wir briftgea. Es jst ein altes Wort,! nicht ein pdischÄ ttur/sondem fart ein afigeipdn menschliches: daß das Opfer sühnt Wenn Blut vergossen wird, unschuldiges Blut, dann M Är ßöd®» entweiht. Wesei B0d»1 wollen wir alle entsühnen. Wir wöüea Sühneopfer ׳bringen, damit das alte Wort wahr werde: Sein Volk entsühnt Seinen Boden. (Großer Beifall.) J*t in Jerusalem Die englische Regierung »und die »von ihr eingesetzte Palästina-Regierung haben Verpflichtungen übernommen, sie haben es insbesondere übernommen, ״das Land unter solche politisehen, administrativen und ökonomischen Bedingungen zu setzen, die die Errichtung des Jüdischen Nationalen Heims in Palästina sichern“, wie es im Mandate heißt Wir müssen verlangen, daß diese Verpflichtungen loyal erfüllt werden. Der englische Staatssekretär für dl« Kolonien hat in diesen Tagen Gewicht darauf gelegt klar heraus zu sagen, daß üe britische Regierung nicht die Absicht hat die Frage der Verwaltung des Mandats für Palästina durch Großbritannien einer erneuten Erwlgung zu untefziehen, und daß ein? Abänderung der durch Mandat und Balfour-Deklaration festgelegten Politik der Errichtung eines Nationalheims für die Juden in keiner Wp; ise in Betracht gesogen wird. W|r nehmen hiervon mit Befriedigung Kenntnis, müssen aber verlangen, daß mit der Ausführung dieser Politik nur sülche Beruhte In Palästina betraut werden, die sich mit.dieser Politik des Staates.auch per*SnDch,|£i| tiflzieren. Wir verlangen, daß alle Schäden, die durch deri pl rühr entstanden sind, aus Öffentlichen Mitteln den GeschiÄ| ersetzt werden, und daß, soweit dies irgend möglich. ist® Ersatz dem Staate von denen zu leisten ist, die die Sdiäden verursacht haben. Wir verlangen — doch wir dürfen nicht nur von anderen verlangen, wir müssen auch von uns selbst verlangen —1 Der Ministerpräsident MacDonald hat jetzt in Genf erklärt, die palästinensischen Ereignisse seien nicht als ein Ausfluß des Rassenkonfliktes, nicht als ein Streit zwischen Mohammedanern und Juden zu betrachten. Gewiß sie sind nicht so zu betrachten, aber sie werden bei den Mohammedanern so bedatiertes Telegramm, woiin es lieiBt: ״Erster Eindruck bei' Ankunft, * daß Ruhe vorherrschend und normale Situation wiederhergestellt» Alle Chalnsim werden ln normaler Weise gelandet,“ Durch dielntensiveBewirtschaftungdes Bodens, die, die Juden nach Palästina gebracht haben, reicht die heute landwirtschaftlich nutzbare Fläche für eine sehr viel zahlreichere jüdische, und da die Araber notwendigerweise auch zur intensiven Wirtschaft übergehen müssen, auch für viel' zahlreichere arabische Bevölkerung, und durch künstliche Bewässerung und Aufforstung können weitere große, heute brach liegende Boden• fliehen nutzbar gemacht werden. Das wirtschaftliche Problem liegt also gar nidrt in der Gegenwart, sondern in ein» fernen Zukunft. Gegenwärtig haben die Araber von der jüdischen Einwanderung nur Vorteile. Neue und bessere Verkehrswege sind geschaffen worden, die ebenso wie den Juden auch den Arabern nützen. Größere Nachfrage hat den Preis ihrer Produkte und im Gefolge ihren Lebensstandard gebessert. Unzufriedenheit in der Masse der arabischen Einwohner war denn auch nicht zu bemerken. Aber freilich bringt die jüdische Einwanderung eine große Umwälzung der Verhältnisse mit sich. Und überall gibt es Menschen, die den gewohnten Trott vorziehen und sich von jeder Aenderung bedroht fühlen. In Palästina in den. primitiven Verhältnissen sicherlieh nicht mehr, wahrscheinlich weniger als anderwärts, aber es gibt sie. Diese Kreise haben von je geschürt und gehetzt, aber sie sind einflußlos geblieben, obwohl es manchmal scheinen konnte, als hätten sie die Palästina-Reperung auf ihrer Seite, und sie wären heute noch einflußlos, wenn es ihnen nicht gelungen wäre, die politische und wirtschaftliche Frage, um die sich in Palästina, nicht viele, von den» arabischen Volke außerhalb Palästinas niemand, gekümmert hätte, auf das religiöse Gebiet hinüb» zu spielen. Religiösem Fanatismus aber sind nicht nur die mohammedanischen Araber, sondern die unzähligen Millionen von Mohammedanern in der Welt leicht zugänglich. Wir müssen zugeben, daß diese Gefahr nicht rechtzeitig von den Juden »kannt worden ist. Man hätte sich nicht auf entrüstete Proteste gegen die Vorgänge an der Klagemauer am letzten Versöhnungstage beschränken dürfen, sondern hätte überall laut und deutlich erklären müssen, daß die Juden nicht den Besitz der Klagemauer erstreben, sondern lediglich die Aufrechterhaltung des ihnen von jeher zustehenden Rechts ungestörter Gebeteverrichtung an der Mauer fordern. Durch diese Unterlassung ist es möglich geworden, die religiösen Leidenschaften in Palästina und weit darüber Mnaus zu erhitzen und das Geld zu bekommen» ohne das die jetzigen Ereignisse wahrscheinlidh unmöglich gewesen wären. Das4 Unglück ist geschehen, die Opfer sind gefallen. Wir beklagen sie'tief, aber wir dürfe« uns nicht auf die Trau» feeschränken und wollen uns nicht im geringsten von der Fort- Setzung, intensiver Fortsetzung, unseres Werkes abbringen lassen. ' Um* ungestört und mit Erfolg arbeiten zu können, müssen wir Forderungen stetien. ijjifg!,/ wrang*■/ daß ■ er nicht•' '0' und alle* unterläßt, was als sicht der Beeinträchtigung religiöser (und natürlich auch poliflseher) Rechte* derי׳ Mohammedaner .in _ Palästina irgendwie gedeutet'werden kantti WIrfflüsse« V«rla«gen, daß von jüdischer'Seite alles geschieht, was möglich ist, um gutes und freundliches Einvernehmen zwischen der arabischen und jüdischen Bevölkerung herzuStellen und aufrechtzuerhalten. . ® Wir Juden sind ein sehr altes Volk und haben daher i viel erlebt. Es kann uns kaum mehr etwas treffen, %as 1 nicht schon früher getroffen hätte. Als N e h e m j a daran ging nach dem Etil den Wiederaufbau Jerusalems zu beenden, waren es auch die Araber, die ihn daran hindern wollten. Di! lügnerische Beschuldigung! ganz wie heute — denn die klärung mohammedanischer Führer, sie könnten dib Massen in Ruhe halten, wenn die Juden entwaffnet würde», zeigt Ä lieh, daß den Leuten eingeredet worden ist, die Juden *eien Angreifer gewesen — ganz ebenso haben damals Araber dwij lügnerische Behauptungen die Bevölkerung gegen die J1^| aufzuwiegeln versucht Heute steht dazu Presse und Telegrifi zur Verfügung; datoals bediente sich der Araberführer (G» schert) des offenen Briefes, der durch Boten üb»ati verlesen wurde. Nur ist Nehemja vorsichtiger gewesen, als es f״“ Palästina-Regierung war. Bei den ersten Anzeichen hat seine Bauleute bewaffnet; die Hälfte baute Und die Hilf hielt Wache, und so führte er das Werk zü glücklichem Ende. Er ließ sich nicht abschrecken. Ebensowenig wollen wir uns abschrecken lassen. Mit vermehrten Kräften wollen wir den Aufbau betreiben. Die jüdisehen Siedler haben sich tapfer verteidigt, ihre Vermehrung steigert das Risiko eines Angriffs auf sie and erhöht damit ihre Sich»beiti Wir wollen, ein jeder nach besten Vermögen, das unserige tun, um die jüdische Einwanderung nach Palästina so zu steigern, daß sie in absehbarer Zeit ihre Sicherheit in sich selbst findet Wenn die Judenbeit der Welt das ihrige tut, dann gelingt es, und wenn uns das gelungen ist, dann können wir wie Nehemja sagen וידעו כי מאת אלהינו נעשתה המלאכה ״ הזאתund sie werden erkennen, daß durch den Beistand unseres Gottes, durch den jüdischen Geäst, dieses Werk ausgeführt worden ist“. (Lebhafter Beifall.) ‘; Kart Blamenfeld: Wir haben in diesen Tagen sehr schwere Ereignisse in Erez- Israel miterlebt. Und es war uns, ak die ersten Nachrichten zu uns drangen, so zu Mute, daß wir die große und tiefe Verantwortung fühlten für ein Werk, zu dem wir alle Jude» aulc| gerufen hatten und das wir weiter tragen wollten in diesen schweren Zeiten. Unser verehrter Vorsitzend» tat das, was Juden, wenn sie schweres Gegenwärtiges trifft, immer tun: Sie wenden ihren Blick in die Vergangenheit Wir tragen in deT Tat das Gedächtnis unserer Geschichte, dieser Jahrtausende jüdischer Geschichte, mit Ute, und überlegen uns, daß es das drittemal ist, daß Juden nach Erez-israel gehen und das Land besiedeln. Diese Heimkehr unter Esra und Neheraia, diese zweite Heimkehr bietet viel Aehnlich|ceiten mit dem, was wir heute durchleben. Auch die erste, diese Heimkehr •unter Führung von Mosche und seinem Nachfolger, Joschua, zeigt bereits, w i e Juden in das Land gehen und das Land erobern. Ke Tafeln dieser Geschichte sind voll von Schwerem, von Rürkschlagen, Mißerfolgen, Niederlagen, von Kämpfen, die schwer , für jedes Volk zu «trage» sind. Man klagt fite- Tate!'*4יי ׳ f®T:׳

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