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Jüdische Rundschau · 1929-08-23 · Heft 66 (23.8.1929) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 66 (23.8.1929)
Date
1929-08-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 428 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 68, 23. Vin. 1929 Harry Epstein 50 Jahre alt Harr v 1' p s t e i n wird am 26. August fünfzig Jahre alt. Wenn aus diesem algebraischen Anlaß hier von ihm gesprochen wird, so geschieht das weniger um seinetwillen, der diese öffentliehe Behandlung wahrscheinlich nur als eine unerwünschte Bcschäftigung mit seinem Privatleben und als eine Aeußerung־ lächerlichen Personenkults bezeichnen wird; es geschieht vielmehr deshalb, weil jeder Anlaß recht ist, um zu zeigen, wie der Zionismus sich in einem vorbildlichen Menschen verkörpert. Denn daß Menschen bestimmter Prägung im Zionismus die Erfüllung ihres Daseins finden, ist ein voller Beweis für die Richtigkeit und Notwendigkeit des Zionismus überhaupt. Klarheit und Feinheit, Strenge und Konsequenz, nicht als Produkte der Entwicklung, sondern als ursprüngliche Gaben der Natur, — kennzeichnen ebenso Epsteins Intellekt wie seinen Charakter, und er bietet eines der seltenen Beispiele, in denen beide sich in restloser Harmonie decken: hier braucht man weder zu bedauern, daß den geistigen Gaben sich nicht gleichwertige menschliche Qualitäten gesellten, noch zu konstatieren, daß ein ausgezeichneter Charakter sich nicht zu entsprechenden intellektuellen Fähigkeiten fand. Eine bedingungslose Kcnsequenz im Denken und Handeln nach dem, ״was ich einmal als richtig erkannt habe“, kennt Konzessionen weder an sich noch an andere. Die richtige Erkenntnis muß verwirklicht werden, soweit das hei höchster Anspannung überhaupt möglich ist. Mit solcher üeistesstruktur wird man kein Politiker; denn der muß verstellen, sich anzupassen und dem Opportunismus Opfer zu bringen. Aber man wird damit zu einem Vorbild« moralischer und intellektueller Reinheit, zu einer leuchtenden Verkörperung der Idee. Der Drang, den Zionismus nicht nur ein Bekenntnis sein zu lassen, sondern ihn zu jeder Zeit und an jeder Stelle in dem möglichen Maße zu betätigen und zu verwirklichen, hat Epstein zur Gcnieindearbeit geführt. Es ist klar, aber darum doch nicht überflüssig zu sagen, daß er auch in ihr derselbe geblieben ist, der er war. Nie bestand für ihn die Gefahr, den Lockungen des Notabelntmns zu erliegen, oder die, über dem örtlich und zeitlich begrenzten Ziele das Ganze, das, was uns Erez-Israel bedeutet, zu einem Symbol oder einer Konvention lierabsinken zu lassen. Wie Epstein derselbe geblieben ist, seit er zionistisch denkt und wirkt, so wird ihm der Zauber der Jugend, der Zeitlosigkeit immer eigen sein, gleichgültig wieviele Jahre er zählt. Innerlich unangefochten vom Tagesgetriebe, wenn auch mit den Waffen eines ungewöhnlich reizvollen Humors und einer ungewöhnlich scharfen Streitbarkeit daran teilnehmend, wird er zu jeder Stunde sich und damit uns treu bleiben, bis in die letzten Fasern seines reinen Herzens. Erich Cohn. Ungarische Assimilanten proleslicrcn Budapest, 11. August. (J.T. A.) Die jüdischen Reichstagsabgeoraneten Paul Sandor und Geza Desi veröffentlichen in der ungarischen Presse eine geharnischte Kundgebung gegen die Jcwish Agency. Es heißt darin: ״Wir ־würden die mit Blut, Schweiß und ungeheuren Opfern erlangte Position des ungarischen Judentums für gefährdet erachten, wenn sich unsere Glaubensgemeinschaft an einer internationalen Organisation beteiligen würde, die nicht auf konfessioneller, sondern auf politischer Grundlage steht, und damit die Auffassung stützt, daß das Judentum Nationalität und nicht Konfession ist. Das gemeinsame Interesse unseres ungarischen Vaterlandes und des Glaubens unserer Väter gebietet uns, dies zu verkünden.“ Der Geschäftsführende Präsident der Isr. Landeskanzlei, Hofrat Dr. Salomon Ehrenberg, stellt in der Presse amtlich fest, daß die Kongreßjudenheit (Neologen) niemand als Vertreter zur Züricher Tagung der Jewish Agency entsandt und daß die Kongreßjudenschaft in der Frage der Agency keinerlei Beratung abgehalten hat. Die orthodoxe Isr. Lanäeskanzlei tritt der Pressemitteilung entgegen, als ob auf der ungarischen Agencv-Konferenz sämtliche ungarischen jüdischen Gemeinden und Institutionen vertreten gewesen wären. Von den orthodoxen Gemeinden hätte keine einzige einen Delegierten entsandt. Die ungarische orthodoxe Judenschaft negiert den Zionismus, den Misrachismus und die Jewish Agency. Dr. Leopold Osztern, Präsident des ungarischen Zionistenbundes, veröffentlicht eine Erklärung in der Presse, in der festgestellt wird, 1. die Jewish Agency ist ein aut Grund des durch den Völkerbund dem Britenreich übertragenen Palästinamandats geschaffenes staatsrechtliches Organ. Dem Palästinamandat hat bekanntlich auch Ungarn als Mitglied des Völkerbundes zugestimmt, und infolgedessen wurden unter Einbeziehung von mehrcren bedeutenden ungarischen jüdischen Glaubensgetneindcn, wie auch des mehr als 5000 Mitglieder zählenden ungarischen Palästina-Bundes die Wahlen durchgeführt und Qberrabbiner Dr. Emanuel L.oew und Dr. Julius Fischer in die Jewish Agency entsandt. 2. Die ungarischen Zionisten treiben in Ungarn nicht «ine Nationalitätenpolitik, da sie von der Ueberzeugung ausgehen, daß die Judenheit in Ungarn als politische Nationalität keinerlei staatsrechtliche Existenzgrundlagen besitzt. Durch sein Verhalten hat jeder einzelne Zionist seine Treue gegen die ungarische Nation bekundet, wo die Pflichterfüllung im Dienste des Vaterlandes Leben oder Tod bedeutete. 3. Die Statuten des ungarischen Zionistenbundes wurden von der Regierung nach sorgfältiger Erwägung genehmigt. Es ist damit der Beweis erbracht, daß die Mitwirkung au der Pro Palästina-Arbeit weder gegen die Interessen des Staates, noch gegen die Glaubensgemeinschaft verstößt. 4. Wir halten die Äbg. Sandor und Desi nicht für zuständig, im Namen der ungarischen Judenheit zu protestieren; die genannten Abgeordneten vertreten lediglich ihre Wahlbezirke. * Einen Widerhall fanden diese Vorkommnisse auch הuf der Züricher Tagung. Die Vertreter der ungarischen Juden in der Agency nahmen darauf Bezug und gaben diesbezgl. Erklärungen ab. Öberrabbiner Immanuel L ö vv (Szegedin) sagte, zwei Abgeordnete in Ungarn (Sandor und Desi)' iiätten behauptet, daß er hier nur als Person erscheine, aber nicht die ungarischen Juden vertrete. Demgegenüber stelle er fest, daß er im ungarisehen Oberhaus zusammen mit Öberrabbiner Reich die ungarisehen Juden und bei dieser Versammlung den ungarischen Verein Pro Palästina vertrete. Er halte es für ein Zeichen naiver Verblendung, wenn man es mit dem ungarischen Patriotismus für unvereinbar erkläre, sich um die Angelegenheiten des Ge- Samtjudentums zu kümmern. Die Agency sei dazu berufen, alle Schattierungen des zeitgenössischen Judentums wicderzuspjegeln und sie gleichzeitig־ zu einer neuen Einheit zu verschmelzen.' Oberrabbiner Dr. Fischer (Budapest) erklärte: Ich komme aus Ungarn, aus dessen Hauptstadt Budapest, aus dem Gcburtslande und der Geburtsstadt der beiden Schöpfer des modernen Gedankens von Erez-fsrael: Herzl und Nordau. Jeder von uns liebt sein Vaterland, auch ich liebe mein Vaterland, ganz besonders heute, da es zerschmettert im Staube liegt. (Protestruf Dr. Fildermanns, daß die Politik in die Debatte gezogen wird.) Ich will keine Politik treiben, nur sagen, daß eine der größten jüdischen Gemeinschaften dem Gedanken des Zionismus und der Jewish Agency verständnislos gegenübersteht. Ich beantrage, an sämtliche Gemeinden der Welt einen Aufruf zu richten, sich an dieser Arbeit zu beteiligen. Fflr die Zentrale Bibliothek der Arbeiter Der Rahmen der Hilfstätigkeit der Freunde des arbeitenden Erez-Israel in der Galuth erfordert eine Erweiterung. Wir müssen die besonderen Bedürfnisse der Arbeiterschaft klarstellen, um die Kreise, die kein besonderes Interesse an unserer allgemeinen Arbeit zeigen, für bestimmte Aufgaben derselben zu erfassen. Auch an die bereits Interessierten ist mit konkreten Aufgaben, nicht nur mit Gddiorderungcn, heranzutreten. Ich möchte diesmal ein Gebiet unserer Arbeit berühren, dessen Notwendigkeit für jeden außer Frage steht, und das von der Galuth aus bereits unterstützt wurde. Ich meine die Tätigkeit im Ausland zugunsten der Zentral* Bibliothek der allgemeinen Kulturkommission der Arbeiterorganisation. Im Laufe der Jahre hat sich diese Bibliothek zu einem wichtigen Bildungsmittel der Arbeiterschaft entwickelt. Fast in allen Arbeitersiedlungen gibt es keine öffentlichen Bibliotheken außer den Zweigstellen der Zentral-Bibliothek, und wo öffentliche Bibliotheken vorhanden sind, sind sie nicht imstande, den Bedürfnissen der Leser gerecht zu werden. Insbesondere mangelt es sehr an wissenschaftlicher Literatur. Die Nationalbibliothek in Jerusalem hat keine wandernden Zweigbibliotheken, und nur selten verleiht sie Bücher an Leser außerhalb Jerusalems. Die Zentral-Bibliothek ist die einzige wandernde Bibliothek im Lande, die die überall verstreuten Arbeitsstellen mit Büchern versorgt. Sie kann jedoch mit ihren 60000 Bänden den Bedtirfnissei! eines lesedurstigen Publikums, wie es unsere Arbeitcrschaft ist, nicht genügen. Nun gilt es, unseren Freunden im Auslände die Wichtigkeit der Zentral-Bibliothek für die Entwicklung des arbeitenden Jischuw im Lande zum Bewußtsein zu bringen. Der jüdische Arbeiter, der aus einem reichen Kulturmilieu mit alter Tradition und festen Lebensbedingungen ins Land kommt, bedarf außergewöhnlicher Unterstützung, um sich im Lande einzideben und sich den neuen Lebensbedingungen anzupassen. Der Arbeiter, auf welchem Posten er auch steht, beginnt ein neues Leben, und nur mit Hilfe der organisierten Gemeinschaft kann er Wurzel schlagen. Wissenschaftliche Erfahrung, technisches Wissen, geistige Kulturwerte müssen ausgenutzt werden, um dem Einzelnen dazu zu verhelfen, seinen Willen zum Aufbau zu realisieren. Zu diesem Zwecke ist vor allem eine reiche, große Bibliothek notwendig. Die Galuth weiß viel über die Leiden des Chaluz — im allgemeinen. Es gibt aber auch solche Leiden, von denen man nicht spricht, die still vom Einzelnen gelitten werden, die aber entscheidend wirken. Unter letzten spielt das Fehlen des Buches, des beratenden, führenden, erweckenden, Horizonte erweiternden, erhebenden Buches, eine sehr große Rolle. Bekanntlich ist die Waadath Hatarbuth nicht Imstande, mit den ihr zur Verfügung stehenden Geldmitteln die Zentral- Bibliothek auszubauen. Unsere Freunde in der Galuth können und müssen hier helfen. Die Möglichkeiten, durch Büchersammhingen die Zentral-Bibliothek gehörig zu unterstützen, sind im Auslande unbegrenzt. Diese Möglichkeiten auszunützen, ist nur eine Frage der intensiven Sammelarbeit durch richtige Organisierung. Man kann zweifellos Kreise, die für andere Dinge nicht in Frage kommen, für diese Arbeit gewinnen. Büchersammhingen der Nationalbibüothek in den letzten Jahren waren von Erfolg begleitet. Ueberall, wo Komitees gegründet wurden, gelang es, wertvolle Bücher zu bekommen, und jede Komitee* gründung wurde sofort in Jerusalem fühlbar. Selbstverständlich sind die Ziele der Zentral-Bibliothek viel begrenzter. Aber auch in engerem Rahmen sind die Möglichkeiten groß. In verschiedenen Ländern sind Büchersammlungen für die Zentral-Bibliothek bereits durchgeführt worden, die der Arbeiterschaft großen Nutzen brachten. Sie waren jedoch bis jetzt nur zufällig, Anfänge ohne Fortsetzungen, Die Parteien und Komitees für das arbeitende Erez-Israel haben diese Aufgabe nicht mit in ihren Arbeitskreis einbezogen. Dies bedarf einer radikalen Aenderung. In jedem Lande der Galuth sind ״KomiteesfürdieZentral-Bibliothek“ zu gründen, in denen sich alle uns nahestehenden Kreise mit intensiver Arbeit beteiligen müssen. M. A s s a f. Kleine Nachrichten Im Monat Juli 1929 sind beim Hauptbüro des Keren Hajessod in Jerusalem an Spenden 39 212 Pfund eingegangen. Im Juni d. J. betrugen aie Keren Hajessod-Eingänge 31 765 Pfund. Die Zeichnungen für die arabische E g y p t ־ P a - lestine Bank haben in arabischen Kreisen bisher eine Summe von £ 42000 erreicht. Man rechnet damit, daß die Bank im Laufe der nächsten Monate eröffnet wird. (Ziko.) Im Verlauf des Monats Juni kamen 282 Einwanderer, unter ihnen 205 Juden, nach Palästina. 254 Auswanderer, unter ihnen 179 Juden, verließen in dem gleichen Monat das Land. Nach einer Verordnung dertransjordanischenRegierung können die Einwohner Palästinas, die direkt von Palästina kommen, nach Transjordanien ohne besondere Erlaubnis einreisen, Fremde dagegen nur, wenn sie Im Besitz eines britischen Visums sind. (Ziko). Zum Vertreter der österreichischen Judenheit in dem nichtzionistischen Teil des Councils der Jewish Agency wurde Direktor Dr. Paul Hammerschlag gewählt. Alt unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. Oktober 1929 ab zu liefernden Exemplare bis zum 15. September. Wir sind daher gezwungen, die Abonnemenisgebühren von denjenigen Abonnenten, die die , Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Septembertagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dab diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im August 1929. Verlas ,Jüdische Rundschau“ Berlin W1S, MelnekestraBe 10 ״Hebrew Unlverslty Press“. Im palästinensischen Gesell- Schaftsregister wurde u. a. folgende Gesellschaft neu eingetragen: Hebrew University Press Association mit einem Kapital von £ 1000 zur Unterstützung der wissenschaftlichen Unterrichts- und Forschungstätigkeit an der Hebräischen Universität in Jerusalem, insbesondere auf dem Gebiete der Drucklegung wissenschaftlicher Arbeiten. Das hebräische Theater ״Habimah“ in Tel-Awiw wendet sich durch die Presse an die Oeffentlichkeit mit einem Aufruf, sich an der Errichtung einer Theater-Bibliothek und eines Theater-Museums für die ״Habimah“ zu beteiligen. Die ״Habimah“, die in Palästina mitten im neuen kulturellen Leben stehe, mit ihm innig verbunden sei, empfinde den Mangel einer solchen Einrichtung bei ihrer Arbeit sehr stark. Sie hoffe, daß ihr die Freunde der ״Habimah“ in Palästina und im Auslande durch sachliche und moralische Unterstützung den Plan der Bücherei und des Museums auszuführen helfen werden. (Ziko.) Kanalisation in Jerusalem. Die Regierung hat nach Nachrichten der Jerusalemer Presse ihre Zustimmung zu einer Anleihe der Stadtverwaltung gegeben, deren Erlös der Anlage eines Kanalisationssystems in Jerusalem dienen soll. Jerusalem hat bis heute keine Kanalisation und leidet daher an den daraus folgenden Erscheinungen wie unbefriedigende hygienische Verhältnisse, Moskitos usw. Die Durchführung des ganzen Projektes, von dem zunächst ein Teil (Bezirk der Jaffastraße und Birkath Mamilla) in Angriff genommen werden soll, erfordert einen Betrag von £ 350 000. (Ziko.) Berichtigung. In dem Bericht über die Eröffnung der Agency-Sitzung hat sich ein Druckfehler eingcschTichen. Es heißt dort: ״Prof. Einstein spricht englisch“; in Wahrheit hat Einstein nicht englisch, sondern deutsch gesprochen. Die Worte ״spricht englisch“ sind offenbar aus der Wiedergabe der Nachbarreden (Marshali, Melchett usw.) in den Absatz der Einstein-Rede geraten. Vermischtes Wahl des zionistischen Aktions-Comitds. Das Büro des XVI. Zionisten-Kongressos leih mit, daß Ilcrrr Jean Fischer aus Antwerpen dio vom Kongreß vorgenommeno Wald zum Ersatzmilglied lies Aklions-Comitfa nicht angenommen hat. Herr Fischer hat eine entsprechende Erklärung im Plenum des Kongresses sofort nach der Wahl abgegeben. בכיח־העם! הועדה ,עבורה ביו הנוער שע״י ביה״ע עורכת מדי שבוע במוד״ש ב 0 בערב, בביח־העם העברי שיחות על נושאים שתים למתקדמים בעברית. - השיחה הבאה במוד״ש, .24 לאויג., ב 9 בערב' הנושא: הקונגרס הט״ז והסוכנות. הפותח: מד נחום לויי. Beth am Iwri. Die Kommission für Jugendarbeit im Bcth Am Iwri veranstaltet allwöchentlich Sonnabends, um 0 Uhr abends, im Beth Am, Grolmanstr. 36, Diskussionsabende auf verschiedene Themen für Fortgeschrittene in der hebräischen Sprache. Der nächste Diskussionsabend auf das Thema: Der 16. zionistische Kongreß und die Jewish Agency findet am Sonnabend, dem 2 4• August, um 9 Uhr abends, statt. Er- Öffnung: N. Lewin. Jüdisch - Sozialdemokratische Arbeiterpartei Poale Zion. Montag, den 26. Agust, abends 81/2 Uhr, sprechen im Sitzungssaal der Jüdischen Gemeinde Rosenatr. 2/4 die Chawerim S. Kaplanski und Bier! Locker in einer öffentlichen Versammlung über das Thema» ,,Kiongreß und Agency“. Jlld. theolog. Seminar. Breslau. Wir verweisen unsere Leser auf das Inserat des Kuratoriums der Fraenckel'scben Stiftungen betr. Jubiläumsfeier in der vorliegenden Ausgabe. K. J.V. Niederlassungsmöglichkeiten für Rechtsanwälte in Berlin und Provinz. Auskunft zu erhalten im K. J. V.» Charlottenburg, Bleibtreustr. 50. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. Wir machen erneut auf die Jüdische Berufsberatung und Lehrstellen- Vermittlung aufmerksam und bitten, alle diejenigen Jugendlichen» die zum Oktober d. J. die Schule verlassen, unsere Stelle aufzusuchen. Es ist zweckmäßig, Zeugnisse und Bastelarbeiten mitzubringen. Unsere Sprechstunden finden statt: F ür Schulentlassene: Knaben: Dienstags und Freitags von 11—13 Uhr; Mädchen: Montags und Donnerstags von 11—12 Uhr. Für Schüler: Knaben: Dienstags und Mittwochs von 3—4 Uhr nachmittags; Mäd» chen: Montags und Donnerstags von 3—4 Uhr nachmittags. — Wir suchen dringend für Maschinenbauer und Elektroingenieure Stclhingen. — Für Gießereiingenieure und Chemiker des Gießereifaches sind eventuell Möglichkeiten der Anstellung außerhalb Berlins gegeben. — Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin X 34. Auguststr. 17 (Tel.: Norden 7085—7087 und §130). Jüdische Gemeinde. Freitag, den 23. August, abends: In allen Synagogen mit altem Ritus: 7,15 Uhr; in den Synagogen mit Orgel: 7 Uhr. Jugendansprachen: Syn. Lützowstr.: Dr. Wiener; in der Syn. Fasanensfr.: Jugendansprache, verbunden mit Predigt: Dr. Galliner. In den Syn. mit Orgel, soweit keine Predigt stattfindet, Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 24. August, morgens: Alte Syn.: 8,30 Uhr; Syn. Kaiserstr.» Rykestr-, Pestalozzistraße, Kottbusser Ufer, Münchener Str., Grunewald, Franzensbador Straße und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Rykestr.: 6,30 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Friedenstempel): 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Syn. Rykestr.: Dr. Emil Cohn; Syn. Lindenslr.: Dr. Blumenthal; Syn. Lützowstr,; Dr. Wiener. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: S>yn. Kaiserstr.: Dr. Rosenberg, 4 Uhr: Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Bleichrode, 4,30 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang: 7,5g Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn.: ף Uhr; morgens: Syn. mit altem Ritus, außer Syn. Grunewald, Pestalozzistr. und Münchener Str.: 6,30 Uhr; vorbenannte und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Geschäftliche Mitteilungen Unteren Lesern wird das Cafe Kutschers. Charlottcnburg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche inand ausländische Zeitungen. Herr Dr. jur. Roman Pretzei* Berlin u. Leipzig, Rechtsbeistand in polnischen Angelegenheiten und vereidigter Dolmetscher der polnischen Sprache, ist von seiner Reiso zurtickgekehrt und 1181t wie üblich Sprechstunde ab. Adresse: Berlin W10, Gonthiner Str. 3g (Tel.: Kurfürst 3g88). Zweigbüro: Leipzig, Gohliser Str. 1. Zur Uebernahme von Haus- und Leibwäsche sowie Gardinen und Ilcrrenstärkwäsclie empfiehlt sich die seit 1g05 bestehende Wäscherei ״Nordstern“, Berlin N58, Dunckeratraße 68. (Siehe auch heutiges loaent.) I»

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