Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1929-07-19 · Heft 56 (19.7.1929) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 56 (19.7.1929)
Date
1929-07-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2653062-2653113--20895-2678929
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

Nr. 58, 19. VII, 1928 JUEDI8CHE RUNDSCHAU Seit• Ml Zorn Tode Hngo von HolmanDsttials Hugo von Hofmannsthal, der soeben In so tragischer Weise Dahingeschiedene, verdient auch an dieser Stelle ein Wort des Gedenkens. Dieser Dichter, dessen Familie •eit zwei Generationen bereits nicht mehr dem Judentum angehört, war — neben Rilke und George — das große Erlebnis der Jugend um 1910; und vielleicht ist es nicht zuviel gesagt, daß die jüdische Jugend des deutschen Kulturkrelsea damals ihr Lebensgefühl nirgends so vollkommen ausgedrückt fand wie in einigen seiner Gedichte. Hier war, in höchster künstlerischer Veafeinerung das Suchen und die Resignation einer wurzellos gewordenen, ihres Erbes mir noch ahnungsoll bewußten Oeneration Musik geworden. ״Ganz vf>rgeßncr Völker Müdigkeiten Kann ich nicht abtun von meinen Lidern. . Die JVjenschen, deren geschichtliche Kontinuität unterbrachen war die in ihrer Isolation sich frei fühlten, genossen diese Heimatlosigkeit: Ihm bietet jede Siehe Geheimnisvoll die Schwelle, Ei gibt •ich jeder Weile Der Heimatlose hin, Hofmannsthals Verse verführten nicht nur zu ästhetischem öntertauchen in kraftlosen Weltschmerz: sie weckten auch den Sinn für Unwägbares, erschlossen Geheimnisse des eigenen Wesens und der eigenen Seele; sie vermochten mit einer eigenartigen Gewalt Herzen zu erschüttern, sie für Großes empfänglich zu machen. Eine große Sehnsucht stieg aus ihnen empor, und so kam es, daß indirekt auch diese Verse zum Zionismus führten, zumindest zionistische Erlebnisse vor* bereiten halfen. Neben Beer-Hofmanns unvergänglichem Schlaflied (״Ufer nur sind wir und tief in uns rinnt Blut von Gewesnen — zur Kommenden rolh’s“) hat vielleicht kein Gedicht so stark den Zusammenhang der Geschlechter, die Wesentllchkeit des durch Zeitfolge Zusammengehörens empfinden gelehrt wie Hofmannsthals Terzinen über Vergänglichkeit, die ausklingen: Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war, Und meine Almen, die im Totenhemd, Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar, So eins mit mir •1« wie mein eignes Haar. Das Aufblitzen einer solchen Empfindung konnte bei dem schwachgewordenen Enkel, dem von der Vergangenheit losferlssenen, niemals mehr als Impression, niemals Einsicht und ät werden. Aber daß er, was eine Generation empfand, so vollkommen sagte, dafür danken wir ihm. Ueber Hofmannsthals Ahnen, Isaak Löw Hofmann von Hofmannsthal, einen eifrigen Förderer der hebräischen Literatur, kann man einiges bei Bato (״Die Juden Im alten Wien“) nachlesen. Einen sehr bemerkenswerten wichtigen Essay über Hofmannsthal und das Judentum schrieb Willy H a a sin dem von Krojanker herausgegebenen Sammelbuch ״Juden in der deut* sehen Literatur“. sch. Du Rosenbloom-Bans der Dniversitit New York, 14 Juli (T. T.A.) Das Kuratorium der Hebräischen Universität zu Jerusalem wird In seiner in Zürich vom 18. bis 23. August stattfindenden Sitzung einen end* gültigen Entschluß über den Bauplan betreffend das Rosenblom-Gedächtnishaus des Instituts für judaistische Studien an der Universität zu fassen haben. Sol Rosenbloom, der im November 1925 verstarb hat bekanntlich in seinem Testament eine Summe von 500000 Dollar für Einrichtung eines Hauses für das judaistische Institut der Hebräischen Universität bestimmt. Schon zu seinen Lebzeiten hatte er dem Institut für seine Forschungsarbeiten »0000 Dollar zur Verfügung gestellt. Im Anschluß an die Sitzung des Universitätskuratoriums wird in Zürich eine Beratung des Rasenbloom-Gedächtniskomitees stattfinden. Hebräische Universität und Internationaler Kongreß für Religionsgeschichte. Nach einer Mitteilung der Hebräischen Universität wird der Dozent für jüdische Philosophie Herr Dr. Zwi Diesendruck die Hebräische Universität auf dem 5. internationalen Kongreß für Religionsgeschichte vertreten. Der Kongreß wird vom 27׳. bis 29. August in Lund (Schweden) stattfinden. Dr. Diesendruck wird ein Referat über den Begriff der Seele in der jüdischen Religionsphilo* sophie des Mittelalters halten. Das Hauptthema des Kon* fresses wird das Problem des Begriffes der Seele in der eligionsgeschichte sein; die Vertreter der Universitäten Cambridge, Paris, Berlin u. a. haben gleichfaUs Referate zu diesem Thema angekündigt Auch die Mitglieder des Kuratoriums der Hebräischen Universität Dr. Martin Buber und Prof. J. Horovitz von der Universität Frankfurt haben Vorträge auf dem Kongreß übernommen. (Ziko) Wir bitten dringend, für die Redaktion bestimmte Einsendungen nitkt an einzelne Personen, sondern an die Redaktion zu adressieren, da sonst Verzögerungen unvermeidlith sind. Dr. Leo Grflneberg, Elberfeld Lieber Dr. Grüneberg, als ich vor kurzem der letzten Seite ihrer nunmehr 25 Jahre alten Doktordissertation die Feststellung entnahm, daß Sie, Leo Grüneberg, am 20. Juli 1879 in Eberfeld geboren wurden, zweifelte ich nicht an meiner Zuständigkeit, an diesem Tage als Sprecher der sogenannten öffentlichen Meinung in Ihrer Nähe, zu Ihnen zu kommen und Ihnen folgendes mit aller Deutlichkeit zu sagen: Sie, verehrter Dr. Grüneberg, sind ein Zionist, für den die Entscheidung zum Zionismus vor Jahren rin grundlegendes Erlebnis war. Die impulsive Unentwegtheit, die Sie bewiesen haben, im Kampfe, in der Propaganda und in der zionistische» Arbeit, ist und bleibt vorbildlich. Wer ein Erlebnis in diesem Maße in Aktivität verwandeln kann, ist unvermindert jung, auch im Wandel der Ziffern. Die Leidenschaft, die Sie ,aufwandten, die Erfolge die Sie erzielt haben, hat ihnen in diesem Rahmen eigentlich niemand ganz nachgemacht. Ein beschäftigter erfolgreicher Arzt, der neben seiner beruflichen Tagesarbeit jahrelang eine Provinz zionistisch verwaltet hat; vorbildlich war diese Arbeit Rovoltrtionen bewegen sich leider wellenlörmig und so haben Sie das Pech, in Zeiten, in denen Sie weniger aktiv sind, verglichen zu werden mit Ihren besten Zeiten. Trösten Sie sich Es ist kqine Unehre, deshalb kritisiert zu werden, weil einem noch viel mehr zugetraut wird. in Ihrem Kreise sind Sie di« zionistisch tätige, wirkende und vor allem auch empfundene Persönlichkeit Umgekehrt: Erledigt sind Sie ohne diesen Zionismus, so verstrickt sind Sie in ihm. Das müssen Sie sich merken, für die 25 Jahre, die jetzt folgen. Wir beglückwünschen Sie zu Ihrem 50. Geburtstag und dazu, daß Sie die letzten 20 Jahre Ihres Lebens 8g vernünftig verbracht haben. Ihr Hans Pomeranz. Essen, 15. Juli 1929. *״* Die Z. V.f. D. und die Jüdische Rundschau haben, indem sie sich den Glückwünschen herzlich anschließen, den Worten von Dr. Pomeranz nichts hinzuzufügen. Zionistisch •pädagogische Konferenz In Zürich Wir erhalten folgende Mitteilung: in Fortsetzung der auf der Baseler Konferenz 1927 aufgenommenen Bestrebungen wird in Zürich am 2.-4. August eine zionistisch-pädagogischen Fragen gewidmete Konferenz stattfinden. Ihre Ziele sind die ideologische Klärung und Präzisierung zionistisch-pädagogischer Gedanken und die Beratung der praktischen Aufgaben und Maßnahmen, die in ihrer Richtung liegen. Die diesjährige Konferenz 801! ihren Abschluß finden mit der Begründung einer diese Interessen dauernd wahrnehmenden Institution fn Form eines ״Zionistiseh-Pädagogi sehen Rates“. Diese Körperschaft wird zu einer von Omppeninteressen unabhängigen, rein sachgemäßen Arbeit be~ stimmt sein. Im Hinblick auf eine solche Arbeit wird es eine Hauptforderung der Konferenz sein, daß sich auf ihr eine Unterordnung unter die leitende pädagogische Idee kundgeben muß. Spezielle Erörterung sollen die Intensivierung der westeuropäischen Jugendarbeit, die Strömungen in der atnerikanisehen Jugend und die neueren pädagogischen Bestrebungen in Palästina finden. An den Gipfel wird natürlich die ideologische Fundierung der Chaluziuth zu stellen sein. Die Tagesordnung ist folgendermaßen geplant: Freitag, den 2. August: Vorbesprechung: Berichte über die Arbeit in den Jugendverbänden, Freitag, abends: Treffabend, vefanstaltet von den Jugendverbänden. Sonnabend, vormittag: Erste (geschlossene) Konferenzsitzung. Thema: Zionistisch-Pädagogische Ideologie. Sonnabend, nachmittag: Zweite (öffentliche) Sitzung. Thema: Die jüdische Jugend und ihre Auseinander- Setzung mit der Umwelt. Sonntag, morgens: Dritte (öffentliche) Sitzung: Thema: Was bringt die Verknüpfung zwischen alter und neuer Lebensform? Sonntag, abends: Vierte (geschlossene) Sitzung. Thema: Praktische Aufgaben. Beschlüsse. Konstituterung des Zionistisch-Päd agogischen Rates. Als Referenten stehen bisher fest: Dr. Chaim Ar iosoroff, Kurt Blumenfeld, Dr. Stephan Krauß, Dr. Oskar Wolfsberg. Näheres über die einzelnen Sitzungen wird durch Anschlag im Kongreßgebäude bekanntgegeben. Evtl. Zuschriften mögen unter ״Zionistisch-Pädagogische Konferenz“ (p. A.: Schrameck) an das Kongreßpostamt gerichtet werden. Ais Vorsitzende der letzten Konferenz und Einberufer der diesjährigen zeichnen Dr. Stephan Krauß und Jean Schrameck. Mitglieder des Kongresses ans Dentschlsnd Berichtigung. In der in der vorigen Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten Notiz ״Mitglieder des Kongresses in Deutschland“ haben sich leider mehrere Fehler eingeschlichen. Unter den Delegierten fehlt Dr. Oeorg Landatier (Hitachduth); unter den Mitgliedern des Aktions- Komitees fehlt Richard Lichtheim; ferner ist zu berichtigen, daß Herr Dr. Alfred Klee, der auf dem vorigen Kongreß als Ersatzmitglied des A.-K. gewählt worden war, im Laufe der Kongreßperiode an Stelle des verstorbenen Prof. Chajes ordentliches Mitglied des A.-K. geworden ist. Soebe# ersehieaen: Herz) in seinen Tagebüchern Von SCHNARJA GORELIK h e r a u *g « g eb e n zum 25. Todestage von Theodor Herzl. Preis 50 Pfennig. Zu beziehen durch die Z.V.I.D. Berlin W iS, Meinekestr. 10 Postscheck-K.: Berlin 8091 Vom Bureau des XVI Zionistenlcoxigresscs Mitteilung Nr. 4• 1. Konttltuierende Tagung des Councili der Jawith Agency. a) Zeit und Ort. Die konstituierend« Sitzung de» Councils der Jewiab Agency wird Sonntag, den u. August, 3 Uhr nachmittag«, in Zürich eröffnet und wird zirka drei Tage dauern. Die Eröffnungssitzung findet voraussichtlich Im Zürich« ßtadttheat« statt, die weiteren Sitzungen im Saale Zur Kaufleuten. b) Berichterstattung. Der ausführliche offiziell• B•־ rieht über die Tagung des Council• erscheint in der Kongreßzeitung. (Abonnementianmeldungen sind an die ״Jüd. Rundschau“ zu richten.) e) Gastkarten. Inhaber von Permanenzkarten zum XVI. Zionistenkongreß erhalten Gastkarten zur Tagung des Councils der Jewish Agency in Zürich, wenn sie diese bis zum 31. Juli mittags im Kongreßbüro Zimm« 311 anfordem und gleichzeitig folgende Zuschlagszahlungen leisten: Gastkarten Kategorie I Fra. 30,— Gastkarten Kategorie II Fra. 13,— Gastkarten Kategorie III Frs, 7,— Gastkarten Kategorie IV Frs. 3,— (Stehplatz) Bestellungen auf Gastkarten zur Tagung der Jewish Agency von solchen Personen, die keine Permanenzkarten zum XVI. Zionistenkongreß besitzen, werden schon jetzt, aber nur unverbind lieh, vom Büro des XVI. Zionistenkongrosses in Zürich entgegen genommen. Die Zuweisung erfolgt nach dem 31, Juli nach Maßgabe der nicht von Gästen des XVI. Zionistenkongresses in Anspruch genommenen PI,ätze und in der Reihenfolge der Anforderungen. Die zugewiesenen Gastkarten können vom 1. August ab im Büro des XVI. Zionistenkongresses, Zimmer Nr. 31& gegen Zahlung folgender Preise behoben werden: Gastkarten Kategorie I Frs. 35,—• Gastkarten Kategorie II Frs. 15,— Gastkarten Kategorie III Frs. 10,—■ Gastkarten Kategorie IV Frs. 3,— (Stehplatz) d) Presse- und Beamtenkarten. Die für den XVI. Zionistenkongreß geltenden Presse- und Beanstenkarten gelten auch für die Tagung des Councils der Jewish Agency, wenn sie bis mm 31. Juli im Kongreßbüro Zimmer Nr. 31 j zur Abstempelung vorelegt werden (ohne Aufzahlung). Bestellung« von Press•- und leamtenkarten zur Tagung des Councils werden ebenfalls schon jeist unverbindlich entgegen genommen. Die Zuteilung erfolgt ab 1. August nach Maßgabe der nicht von den Inhabern der Presse- und Beamtenkarten zum Zionistenkongreß In Anspruch genommenen Plätze, e) Quartierbestellung. Alle Teilnehmer an der Tagung des Councils der Jewish Agency erhalten Wohnung in Zürich durch das Wohnungsamt des XVI. Zionistenkongresses reserviert, wenn eie ehestens eine Anforderung in folgend« Form an das Büro des XVI. Zionistenkongresses richten: ״Betrifft Wohnungsamt. Ich komme als Del»- gierter, (Gast, Pressevertreter) zur Tagung d« Jewish Agency nach Zürich. Ich treffe am.ein. Id ersuche, mir eine Wohnung in einem Hotel (Pension, Privatwohnung) 'mit 1 (3, 3) Betten (mit Bad) *um Tagespreise von zirka Frs. . . . zu beschaffen. Ich überweise gleichzeitig als Anzahlung den doppelt« Tagespreis und Frs. 1,— Vermittlungsgebühr, zusammen Fqs. .... mittels Postscheck, (Scheck, Internationale Postanweisung) an den Schweizerisch« Bankverein, Zürich, für Rechnung des Büros de■ XVI. Zionistenkongresses."' Jeder Besteller erhält seine Wohnungsanweisung im Empfangsraum des Kongreßbüros, Zürich, Hauptbahnhof. a. Ermäßigung für Teilnehmer am XVI. Zf«- nistenkongroß und an der konstituierenden Tagung des Councils der Jewish Agency bei Benützungdes Flugdienstes der Baiair. Teilnehmer am XVI. Zionistenkongreß und an der konstituierenden Tagung des Councils der Jewish Agency erhalten auf den Fluglinien der Baiair und ihrer Poolpartnerinnen (Deutsche Luft-Hansa und Koninklijke Luchtvaart Maats chappij voor Noderland en Kol»^ nien) eine Ermäßigung von 10 Prozent vom Flugpreis und bei 1: ZertiOkafe Im Sommerhalblahr 1929 Die deutsche PalSstinaamtg-Kominissfon teilt folgendes mit! Die Zionistische Exekutive hat dem PalBstlnaaint Berlin für das Halbjahr April/September 1929 65 Zertifikate zur Verfttgang gestellt. Alle 65 Zertifikate sind für Männer. Zertifikate für Frauen werden In der nächsten Zeit erwartet. Von den Zertllikatensind40 Zertifikate f Br Chalnzim (Mitglieder des Hechaluz oder Hechaluz Hamisrachi), die eine entsprechende Ausbildungszeit haben, 25 Zertifikate für Spezialisten mit Erfahrung auf folgenden Arbeitsgebieten: Bauarbeiter, Betonarbeiter, Schlosser, Mechaniker, Maler, Elektrotechniker und Installateure. Alle diejenigen, die sich um die Einreise nach Palästina auf Grund dieser Bedingungen zu bewerben wünschen, und die nicht ihren Antrag durch die Organisation des Hechaluz stellen oder gestellt haben, wollen sich an das Palästinaamt, Berlin W 15, Meinekestr. 10, wenden. vorzulegen, di« vom zuständigen Zionistischem Landesverband unantgeltlich jedem Teilnehmer dies« Tagung« zur Verfügung gestellt wird. Die Ermäßigung gilt für folgende Linien: 1. Amsterdam—Rotterdam—Zürich, a. Wien—Münch«—Zürich. 3'. Marseille—Genf—Zürich. Vom Brith Schalom. Der Brith Schalom beabsichtigt, in Zürich anläßlich des Zionistenkongresses eine Konfey renz aller anwesenden Freunde zu veranstalten, bei der die künftige Organisation der Tätigkeit der Vereinigung in Palästina und im Galuth besprochen werden soll. Die vereinigung bezweckt bekanntlich statutengemäß, ״einen Weg zu bahnen für eine Verständigung zwischen Juden und Arabern durch Schaffung von Formen gemeinsamen Lebens in Palästina, auf der Grundlage völliger politischer Gleichberechtigung der beiden Nationen, weitgehender Autonomie und gemeinsamer Arbeit an der Entwicklung des Landes“. Interessenten für diese Konferenz werden gebeten, sich zu melden durch eine Zuschrift an Dr. Georg Landauer, Zürich, Postamt des XVI. Zionistenkongresses. — Soeben erscheint in Jerusalem da^ dritte Heft der Publikation der Vereinigung ״Scheitoten u“ (hebräisch) mit Beiträgen von Hugo Bergmann, Rabbi Benjamin, Josef Lurie, Manja Schochat, Robert weltsch u. a. Das Heft kann für 60 Pfg. durch die Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestr. 10, bezogen werden (zusammen mit Heft 2 Mk. 1,—, Heft 1 ist gänzlich vergriffen). Briete an die Redaktion Berlin, den 15. Juli 1929. An die Jüdische Rundschau. In Ihrer Notiz auf S. 344 Ihrer Nr. 54 vom 12. Juli erlaube ich mir, Ihnen ergebenst mitzuteilen, daß ich nicht ״Mitglied der Lehranstaltf. d. Wissenschaft a. Judentums“ war, sondern daß ich seit 10 Jahren wissenschaftlicher Beamter der Akademl« f. d. Wissenschaftd. Judentums bin. In vorzüglicher Hochachtung Frlt* Baer. Brietkastea der Redakftoa E. P- Cassel. Sie machen ans darauf aufmerksam, daß die ״CV.-Zeitung“ bei Wiedergabe der für Walter Rathenau errichteten Gedenktafel das Kreuz weggelassen hat Sie «ntrüsten sich über diese Unterdrückung der Wahrheit Wir jedoch glauben, daß man dies auch als «in gutes Zeichen betrachten kann, nämlich als ein Zeichen der Scham, die in den Kreisen des assimilatorischen Judentums immer mehr um sich greift, wenn man sieht, zu welchen Konsequenzen die unge- ־ ,te Assimilation führt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.