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Jüdische Rundschau · 1929-07-12 · Heft 54 (12.7.1929) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 54 (12.7.1929)
Date
1929-07-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 54, 12. VII. 18» JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 347 Vom Bureau de» XVL Zionistenkonöresies Mitteilung Nr. 3, 1. Bureau-Eröffnung. Das Büro des XVI. Zionistonkongresses hat seine Arbeiten in Zürich aufgenommen. Die Leitung de» Büro» haben inne: Dr. Hugo Horrmann, Dr. Franz Kahn, Dr. Fritz Ullmann. Die Adresse des Büros lautet: Zürich, Postfach Bahnhof; Telegi-annnc: Congrezion Zürich; Bankkonto: Schweizerischer Bankverein, Zürich: Rudolf Mosie-Code. a. Wohnungsamt und Bahnhofsdienst. Ah 2 1. Juli ist ein Bahnhofsdienst am Züricher Hauptbahnhof eingerichtet, bei dem alle Informationen erteilt werden. Wir machen darauf aufmerksam, daß infolge der vorgeschrittenen Schweizer Fretndansaison nur Jene Kongreßbesucher mit Sicherheit auf die Zuweisung eines Logis durch uns rechnen können, die recht zeitig ihre Anmeldung beim Wohnungsamt des Kongreßbüros mit Angabe des Ankunftsdatums und gleicnzeitigcr Anzahlung vorgenommen haben. Wir bitten auch jene, die sich bereit» angemeldet haben, noch eine Mitteilung nach folgendem Muster an uns zu senden. Das Kongreßbüro ist in der Lage, Zimmer zu folgenden Preisen pro Belt nachzuweisen: 12-18 Frcs. Die Anmeldung soll folgenden Wortlaut haben: ״Betrifft Wohnungsamt. Ich komme als Delegierter (Gast, Pressevertreter) zum Kongreß nach Zürich. Ich treffe am. ein. Ich ersuche, mir eine Wohnung in einem Hotel (Pension, Privativohnung) mit 1 (3, 3) Betten (mit Bad) qim Tagespreis© von zirka . . . . Frcs. zu beschaffen. Ich Oberweise gleichzeitig als Anzahlung den doppelten Tagespreis und 1 Frcs. Vermittlungsgebühr, tusamman .... Frcs. mittels Postscheck (Check, Internationale Postanweisung) an den Schweiz©- rischen Bankverein,- Zürich, für Rechnung des Büros des XVI. Zionistenkongresses." Jeder Besteller erhält seine Wohnungsanweisung im Empfangsraum des Kongreßbüro», Hauptbahnhof Zürich. (Ab 31. August.) 3. Eintrittskarten. Weitere Bestellungen auf Permanenz-, Journalisten- und Beamten-Karten können nicht mehr entgegengenommen werden. Kartenbestellungen zur Eröffnungs-Sitzung werden (außer von Kongreßteilnehmern aus Zürich) auch schriftlich entgegengsnommen. Die Preise der Karten für die Eröffnungs-Sitzung sind: Kategorie I. 40 Frcs. H. ״ 5־ III. 15 ״ ״ IV. 8 ״ Stabilste S ״ Die Ausgabe der bestellten und bezahlten Karten erfolgt im Empfangsraum im Hauptbahnhof. Tageskarten für die Tage nach der Eröffnungs-Sitzung können nur an der Tageskasse im Kongteßgebäude ״Verein zur Kaufleuten“', Eingang A (Pelikanitraße), gekauft werden. 4. Jugendliche Kongreßteilnehmer. Weitere Anmeldungen jugendlicher Kongreßteilnehmer können nicht mehr entgegengonomtnen werde«. Die bereits Angemeldeten erhalten eine direkte Mitteilung des Kongreßbüros. 5. Vorkonferenzen und Kongre ß er 8f f nu n g..־ Bisher sind folgende־ Vorkonferenzen angemeide!, die sämtliche 1‘m Kongreßgebäude ״Verein zur Kaufleuten“, Eingang B״ Ecke Pelikanslra&e-Talackor) stattfinden: a) Wizo, 32. Juli, 1g Uhr; 33. Juli, 36. Juli. b) Keren Kajemeth Lejisrael, 33. Juli, 20 Uhr; 33. bis 25. Juli. Die Eröffnungs-Sitzung des Kongresses beginnt um 16,30 Uhr im Stadt-Theater. 6. Prirat-Korrespondenz. Die Kongreßteilnehmer können ihre Post wie folgt adressieren lassen: ״ NN., per XVI. Zionistenkongreß, Zürich. Irn Kongreßgebäude wird sich ein Schalter der Post befinden, bei welchem die Kongreßteilnehmer ihre Post gegen Vorweisung oines Personalausweises beheben können. Paß-Visa zin Kongreß Da* Eidgenössische Justiz- und Polizei-Departement als die zuständige Stelle der schweizerischen Bundesregierung in Bern hat unter Nr. S 4035 vom 13. April *929 dem Kongreßbüro eine Reihe von Vergünstigungen für dis Kongreßteilnehmer zugestanden. Es gelten die folgenden Bestimmungen: a) Inhaber gültiger Pässe aller Staaten mit Ausnahme der unter b) genannten Linder benötigen kein Schweizer Visum, sondern nur gegebenenfalls ein Durchreisevisum durch zwischenliegende Linder. b) Die Inhaber von Pässen der Staaten Finnland, Estland, Leitland, Litauen, Polen, Rumänien, Ungarn, Jugoslawien, Bulearien, Griechenland, Türkei und Albanien erhalten das Schweizer Visum von den zuständigen Schweizer Konsulaten unter Vor- Weisung der Kongreßlegitimation gratis. c) Auch ״schriftenlose'‘ Kongreßteilnehmer, d. h. solche, die keine gültigen, von der Schweiz anerkannten Ausweispapiere haben (Staatenlose, Inhaber von Nansenpässen, von Laisser-passers usw.), ausgenommen Sowjetrussen, erhalten gleichfalls gegen Vorweisung der Kongreßlegitimation das Schweizer Visum von den zuständigen Schweizer Konsulaten ohne weiteres und gratis, wenn ihre Rückreise in den Herkunftsstaat oder ihre Weiterreise in einen dritten, der Schweiz angrenzenden Staat gesichert ist. Kongreßteilnehmer der Kategorien b) und c) haben also nichts weiter zu tun, als beim zionistischen Verband des Landes, in dem. sie wohnen, eine Kongreßlegitimalion zu beheben (diese Legitimationen werden bei allen Landesverbänden spätestens am 15. Juni in ausreichender Zahl vorrätig sein) und unter Vorlage dieser Legitimation des zuständige Schweizer Konsulat um die unentgeltliche Ausstellung eines Visums zu »rsuchen. Warnung In der letzten Zeit mehren sich die Fälle, in denen Personen mit der Begründung, daß sie Rückwanderer aus Palästina seien, wo sie keine Erwerbsmöglichkeit gefunden hätten, Zionisten um Unterstützung angehen. In vielen Fluea haben Weh Zionisten solchen Personen ohne vorherige Nachprüfung Geldbeträge und ihnen Empfehlungen an Nichtzionisten gegeben. Neuerdings sind wieder solche Fälle aas Hamberg gemeldet worden. Es handelt sich narhgevtiesenermaßen häufig um Schwindler, deren Auftreten die Spender materiell und die zionistische Bewegung ideell schädigt. Wir warnen davor, auf derartige Bettelgesuche ohne genaue Nachprüfung des Einzelfalle• einaigebeii. Ztonictische Vereinigung ftir DeuUchlsnd. Uebersledlmg Ms Bilm der Exekutive Das Londoner Zionistisch« Büro teilt mit: CM« Exekutive der Zionistischen Organisation teBt mit, daß ihre Büro• am 18. J uli nach Zürich verlegt werden. Zuschriften, die bis zum IT. Juli in London eintreffen können, sind wie gewöhnlich an die Zionistische Executive, 77, Öreat Rüssel Street, London W.C. 1 (Telegramme: Zioniburo London) zu adressieren. Vom 18. lull angefangen sind die Büros der Exekutive unter folgender Adresse zu erreichen: Executive der Zionistischen Organisation, 16. Zionistenkongreß, Zürich. Die Telegrammadresse lautet: Congrezlon Zürich. Es wird gebeten, sämtliche Zuschriften, die für die Exekutive, ihre verschiedenen Abteilungen sowie für das Kongreßfericht oder für den Kongreßanwalt bestimmt sind, nicht an rivatpersonen, sondern an die oben angegebene Adresse zu richten. Weltkoalerem der Poale Zion Die 8. Weltkonferenz des Jüdischen Sozialistischen Weltverbände® (vereinigt mit dem Zionistisch-Sozialistischen Verband), an der Delegierte aus Palästina, Amerika, Argentinien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, England, Frankreich, Lettland, Litauen, Oesterreich, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei u. a. teilnehmen werden, wird in dei Zeit vom 18. bis zum 24. Juli in Berlin stattfinden. Die Eröffnung der Konferenz findet am 18. Juli abends 8 Uhr in den Räumen des Hackeschen Hofes, am Hackeschen Markt, statt. Zulass ungsuarten erhältlich im Sekretariat, Auguststr. 17, Tel. Norden 39-85. Zionistische Hoduschnlgrnppe Wir erhalten folgende Mitteilung: Vor einigen Tagen wurde in Berlin die Zionistische Hochschulgruppe gegründet. Die Z. H. erstrebt den Zusammenschluß aller jüdischen Studierenden zum Zwecke getneinsamer politischer Arbeit und Werbung im Sinne des Baseler Programms. Die Z. H. will ferner trotz und entgegen allen ZerspHtterungserscheinungen im Zionismus gerade das allgemein Verbindende unserer Idee betonen und so im kleinen das Bild des der Umwelt gegenüber geschlossenen Volksteiles im Galuth dar®teilen. Die Z. H. glaubt sich gerade mit diesem ihrem Ziel parallel zur Entwicklung der zumistisehen Wettpolltik zu bewegen, für die auf den» kommenden XVI. Kongreß die Frage der Ausbreitung des Gedankens der jüdischen Renaissance auf weitere Schichten unseres Volkes 1m Vordergrund steht. Die Z. H. glaubt, daß die einzig mögliche Form der Arbeit für eine politische Idee die einer auf rein politischer Basis organisierten Gruppe ist. Demgemäß verlangt die Z. H. bei der Aufnahme von Mitgliedern das Bekenntnis zum Baseler Programm. Die Z. H. veranstaltet Vorträge über aktuelle zionistische Probleme. Daneben erstrebt sie in ihren Arbeitsgemeinschäften die politisch - zionistische und kulturell - jüdische Bildung ihrer Menschen zu fähigen und verantwortungsvollen Mitarbeitern am Aufbau unseres Volkes. Die Leitun; .־seitt‘*Von zu dem die Leiter der Arbeitsgemeinschaften und die Vertrauensleute an den Instituten der Hochschulen hinzutreten. Die Z. H. fordert hiermit alle zionistischen Studierenden ungeachtet ihrer sonstigen Partei und Gruppenzugehörigkeit zum Beitritt auf. Gleichzeitig regt sic die Gründung von entsprechenden Gruppen an allen Hochschulen an, an denen bisher noch keine umfassende Organisation aller jüdisch Studierenden besteht. Friedensohn, jur., Sa 1 inge r, phil. Marie Rosental, phil. Zuschriften an die Schriftführerin Marie Rosental, Wannsee, Hohenzollemstr. 16/18. * Wir hoffen, daß dieser Aufruf in den Kreisen der zionistisehen und jüdischen Studentenschaft Resonanz,4־inden wird. Während früher die zionistische Studentenschaft durchaus im Mittelpunkt der aktiven Bewegung stand, hat sie heute — eine Erscheinung, die wir in allen Ländern beobachten können — diese Vorzugsstellung an andere Jugendgruppen abgeben müssen. Es wäre zu wünschen, daß diese Gründung auch an anderen Universitäten Nachahmung fände und daß von dieser Stelle aus gemeinsam mit den zionistischen Studentenkorporationen ein neuer zionistischer Vorstoß in die Reihen der akademischen Jugend durchgeführt würde. Leon Reich 50 Jahre. Sejm-Abgeordneter Dr. Leon Reich, Mitglied des Zionistischen Aktions-Contites und Führer der Zionisten in Ostgalizien, feierte vor einigen Tagen seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlasse veranstalteten seine Freunde ein Festbankett und machten ihn eine in Palästina auf seinen Namen gekaufte Bodenparzelle zum Geschenk. Ortsgrnppen Bad Kudowa. Am Sonntag, den 14. Juli, abends 8* 2 Uhr veranstaltet in Kudowa, Hotel Austria, der Zionistische Gruppenverband Niederschlesien, Gruppe Kudowa, aus Anlaß des 35. Todestage» von Theodor Herzl einen Vortragsabend. Herr Rechtsanwa 11 Dr. Alfred Klee, Berlin, spricht über das Thema ״Führer und Gemeinschaft“. Alto jüdischen Kurgäste und Einwohner von Kudowa und Umgegend sind horzlichst eingeladen. Zionistische Frauepgruppe, Breslau. Die Zionistische Frauengruppe Breslau, veranstaltete am 4. Juli aus Anlaß des 35. Todestages von Theodor Hersl eine Gedenkfeier. Nach einer hebräisefaen Begrüßungsansprache durch Frau Ehe Jaeobsohu brachten die Herren Rechtsanwalt Jacobsohn. Dr. Lux und Dr. Holz das Largo aus dem Konzert in D-Moll von Bach rum Vortrag. Danach las Frau Grete Weiß die Autobiographie וסי! Theodor Herr!, Herr Dr. Präger hielt die Gedenkrede, in der er, aufbauend auf den Entwicklungsgang Herds, ausoinandersctr.to, worin wir die Größe seiner Persönlichkeit sehen. Den Schluß bildete der gemeinsame Gesang der Ilat ikwah. — Die Feier nahm in ihrer Schlichtheit •inen würdigen Verlauf, _ Duisburg. Ara 36. Juni veranstaltete die zionistische Ver- •inigung Duisburg anläßlich der 31. Wiederkehr des Todestag■ Bertis eine stark besuchte Feier. Moses IVa d nanu, 15er!'n schilderte die Persönlichkeit Herds, überging aber seine poli'ischc und partei- Ä Tätigkeit. Nach Waldmann ist Herzl das repräsentativste Genie «wem Zeitalter«. Seine Bedeutung geht über die stoniftiecha Bewegung hinaus und ist »rieht zeitgebunden. Mokkabi - Nachrichten $. 349 Vermischtes ,Herliner Jüdische Zeitung“. Am 1. September wird die ״Berliner Jüdische Zeitung“, nerausgegebten von der Beriimr Zionistischen Vereinigung, erscheinen. Das wöchentlich erscheinende Blatt wird in einer Auflage von 10 000 Stück In Groß-Berlin versandt werden. Die Zeitung wind über alle jüdischen und zionistischen Ereignisse informieren, besonders über den Aufbau Palästinas und über das jüdische Lehen in Groß-Berlin. Ein ständiger Bilddienst wkd das geschriebene Wort ergänzen und beleben. Gemeinsame Reise zum Kongreß. Zwecks Verbilligung des Fahrpreises wird vom Palestine & Orient Lloyd eine gemeinsame Reise von Berlin nach Zürich organisiert Die Teilnehmer dieser Reise benutzen den Zug ab 21.03 vom Anhalter Bahnhof am 25, Juli. Ankunft in Stuttgart am 26. Juli 9.03, Anktmft in Zürich um 15.31. Der Zug führt 1.—3. Klasse Berlin—Zürich sowie Schlaf- und Liegewagen I —3. Klasse Berlin—Stuttgart. Der normale Fahrpreis Berlin—Zürich beträgt 63,10 M. in der zweiten und 40,20 M. in der dritten Klasse. Schlafwagen 2. Klasse Berlin—Stuttgart kostet 13,— M., 3. Klasse 6,50 M. Von dem Preise der Fahrkarten kommt eh» Rabatt entsprechend der Teilnehmerzahl in Abzug. Für den Schlafwagen gibt es keine Ermäßigung. Anmeldung für Schlaf- und Liegewagen müssen bis spätestens 11. Juli, Anmeldungen für Teilnahme und Platzkarte bis spätestens 17. Juli an das Büro des Palestine k Orient Lloyd, Berlin N 24, Friedrichstraße 121, mit dem Vermerk Kongreßreise erfolgen. Erklärung der rheinisch-westfälischen Rabbiner. Wir erhalten folgende Erklärung zur Veröffentlichung: Im Bewußtsein der Verantwortung gegenüber dem Judentum, die ihr Amt ihnen auferlogt, erklären die am 30. Juni 1929 in Düsseldorf versammelten rheinisch-westfälischen Rabbiner: 1, Während in den grotfn Fragen des jüdischen Leben» die Getrennten heule sichtlich ’*uomander streben, beobachten ■wir mit Sorge die zunehmende Schärfe der jüdisch-politischen Gegensätze innerhalb vieler Eimdgeineinden. Der Augenblick ist gekommen, wo diese Gegensätze manche Gemeinden zu sprengen drohen. Und doch ist die Erhaltung des Judentum* untrennbar verknüpft mit dem Bestand der Gemeint». Ke Erfüllung seiner altehrwürdigen, aber auch seiner netten Aufgaben wird unmöglich, wenn die Gemeinden zerfallen. Unsere jüdischen Gemeinden in Kutschland wollen Einheitsgemeinden sein. Sie erheben den stolzen Anspruch, daß jeder Jude der auf ihrem Gebiete wohnt, ohne weiteres ihr anjphöre. Dies« Anspruch legt Gemeindever- Weitungen» wie Gemeindemitgliedem hohe Pflichten auf. Ke Gemeindeverwaltung muß, ungeachtet zufälliger Majoritätsverfilltnisse, jeder jüdisch-religiösen oder jüdisch-politischen Richtung in ihrer Mitte die volle Möglichkeit des Lebens und der Betätigung auf dem Boden der Gemeind# geben. Von den Gemeindemitgliedem darf gefordert werden, daß sie bei all« Wahrung ihrer _ Überzeugung mit Andersgesinnten im Rahmen der gleichen Gemeinde sich zusammenfinden und im Bewußtsein, daß vor alle Glieder der einen, großen jüdischen Gemeinschaft sind in Verantwortung■- bewußter gegenseitiger Duldsamkeit die Gemeinde aufrecht mhalten und an ihren Aufgaben teil nehmen. Austritt aus der Gemeinde aus welchen Gründen immer ist unter den heutigen Verhältnissen Versündigung am Judentum und wo vollsogen rückgängig tu machet». Ke Kraft der brüderlichen Gesinnung muß uns den Weg zur Einigkeit finden lassen. # Allgemeine Jungzionisten Wocbenproeramm. Sonntag, den »4• Juli: Ausflug, Treffpunkt 81/» Uhr Stettiner Vorortbahnhof. Mittwoch, den »7. Juli: Werbezirkel im Osten, abends 8t/g Uhr in den Räumen des Beth Hamidrasch, Wühlischstr. 30. Referent Bendersky. Donnerstag, den »8. Juli: Hebräischer KonvereaäiMirfktrö?׳adNsad^r'8i)fr<$Avrfte**i|*hft 3/fcr Wnist'G. Kamelhaar. ■ ....... In der Berliner Sportwoche haben sich auch die Kinder der Israel. Taubstummenanstalt zu Beylin-Weißensee beteiligt und am Sonntag, den 16. Juni d. J. beim Stafetten-Wettlauf 10 mal 50 mir. den Sieg davongelragen. Als Preis erhielten sie eine schöne Bronze (Stafettenläufer), gestiftet von der Arbeitsgemeinschaft der Berliner Taubstummmen-Sport-Vereine. Die jüdische»» Ingenieure organisieren sich. Unter dem Namen ״Verband jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland E.V, ״ hat sich am 2. Juli 1939 in Berlin eine Berufsorganisation Angehöriger t echni8cher-naturwi8»eM«haftlieher Berufe konstituiert. Den Übelständen, di« sich hinsichtlich Arbeitsvermittlung und Berufsberatung eingestellt haben, will der Verband, der den erst«» Versuch mit wirtschaftlichen Zielen darstellt, durch seine Tätigkeit entgegentreten. Die Anschrift des Verband«• ist: ״Verband jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland E.V., Berlin N 34, August« tr. 17." Verband jüdischer Ingenieure, Abtl. Arbeitsnachweis, (Sprechstunden: Montag u. Donnerstag von 5-7 Wir,) Für Textilfabrik in Norddeutschland wird ein kaufmännischer Lageringenieur oder Kaufmann umgehend, mit Erfahrung in Textilmaschinen. unverheiratet, gesucht. — Für Elektrotechniker, Kpl.-Ing., wird Anfangsstellung in Elektro- oder Mascbinenfirwa gesucht. — Für Chemiker mit mehrjähriger Praxis bei erstem Industrieunternehmen suchen wir geeignete Stelle als Patent-Ingenieur im Patentbüro der Industrie. — Für Berliner Elektrofabrik, Schwachstrom-Technik und Batteriobau wird Anfänger des Maschinenbaues oder Elektrotechnik für sofort gesucht. Nur schriftliche Bewerbungen an das Büro der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Arbeitsnachweise, Abtl.: akademischer Arbeitsnachweis, Berlin N 34, Auguatstr. 17. — (Textil-) Maschinen- Ingenieure mit kaufmännischer Praxis, etwa 30 Jahre alt sofort gesucht. Verband jüdischer Ingenieure und Chemiker, Berlin N 24, Auguststraße »7. K. J. V. Wir suchen: für Referendar Anwaltsvertretung, Niederlassungsmöglichkeit für praktischen Arzt in Berlin oder Pro• vinz, Vertretung großer Landpraxis in Schlesien, wir können Assistentenstelle in Provinz für Arzt nachweisen. — Junger Kpl.- Ing. de» Maschinenbaues mit konstruktiver und erfinderischer Begabung für aussichtsreiche Stellung in Berlin gesucht. Bewerbung«! sind zu richten an das Präsidium des Kartells jüdischer Verbin• düngen, Charlottenburg, Bieibtreustr. 50. Schßneberger Synagogen-Verein, Münchener Straße 37 Täglich vor dem Abendgebet Lehrvorlrägo: Ritualvorschriften, dei Sabbat, Vorschriften und Bräuche, das Buch Kohelet. Am Sonnabend eine Stunde vor Mincha Vortrag über dio Sidra der Woche. Ke Dozenten: Rabb. R. Possen, Rabb. Dr, Ksiriski, Rabb. Dr. Rosenwasser. Jüdische Gemeinde. Freilag, den 13, Juli abends: ln allen Synagogen mit alten Ritus: 7,30 Uhr, in den Synagogen mit Orgel: 7 Uhr. In den Synagogen mit Orgel, soweit keine Predigt stattfindet, Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 13. Juli morgens: Alte Synagogen und Syn. Kottb. Ufer: 8,30 Uhr; Synagogen Kaiser- Straße, Rykestr., Pestalozzis tr., Münchener Str., Grunewald Franzensbader Str, und Altervorsorgungsausteilen: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Syn, Rykestr.: 6,30 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7,30 Uhr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigt: Syn. Kottb. Ufer: Dr. Emil Cohn. Schrifterklirung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausf’ Syn.‘׳Grunewald, Peetabzzistr. und!Münchener Str.: 6,30 Uhr; vorbenannte und Synagogen mit msm Ritas! 7 Uhr,

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