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Jüdische Rundschau · 1929-06-21 · Heft 48 (21.6.1929) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 48 (21.6.1929)
Date
1929-06-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 48, 21. VL 1020 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 307 W* 1■; *kt ■s 1 Ein Sedizigjlhrlger Ara 21. Juni wird Marcus Ehrenpreis 60 Jahre alt. Ehrenpreis ist jedem Kenner der zionistischen Geschichte wohlbekannt. Er hat schon bei der Vorbereitung des ersten Koagresses eine führende Rolle gespielt und war Sekretär des ersten Kongreßbiiros. Auf den Kongressen ist er wiederholt hervorgetreten, besonders als Referent in Kulturfragen und als eifriger Vorkämpfer der hebräischen Sprache. Denn Ehrenpreis, der in Lemberg geboren ist, war schon in früher Jugend ein begabter und geistvoller hebräischer Schriftsteller. Seine Essais und Kritiken in den verschiedenen hebräischen Zeitschriften waren tonangebend, und er war, zusammen mit Berdltschewsky, einer der Führer der jüngeren Richtung In der hebräischen Literatur. Von 1900 bis 1914 war Ehrenpreis Großrabbiner von Bulgarien und ist seitdem Oberrabbiner von Schweden. In Schweden hat er viel dazu beigetragen, das Verständnis für jüdische Kultur und Zionismus in der Oeffentlichkeit zu wecken. Erst vor einigen Jahren erschien sein Palästina-Reisebuch in schwedischer Sprache. Außer einer Anzahl wissenschaftlicher Werke schrieb Ehrenpreis auch ein Buch über Spanien, das deutsch unter dem Titel ״Das Land zwischen Orient und Okzident" im Weltverlag: (Berlin) erschienen ist und bei Publikum und Kritik eine freundliebe Aufnahme fand, wie selten ein jüdisches Buch der letzten Jahre. Ehrenpreis hat sich auch im Rahmen der jüdischen Fürsorge betätigt und an mehreren Konferenzen, z. B, der Welthilfskonferetiz 1920, führend teilgenommen. Seine alten Freunde und Mitkämpfer, darüber hinaus aber die ganze zionistische und hebräische Bewegung, senden ihm zu seinem Jubeltage herzliehe Grüße und Glückwünsche. Das Zollabkommen zwischen Pallsttna und Syrien Eine Sonderausgabe der ״Official Gazette" veröffentlicht den Text des neuen Zoll-Abkommens zwischen Palästina und Syrien. Die wesentlichsten Bestimmungen des neuen Abkommens sind folgende: Alle Güter ausländischen Ursprungs, die von Palästina nach Syrien und dem Libanon oder von Syrien und dem Libanon nach Palästina importiert werden, unterliegen während der ersten 12 Monate seit dem Zeitpunkte ihrer Einfuhr in das erste Importland folgender Prozedur: 1. Wenn die Zollsätze, die auf die betreffenden Güter in Palästina erhoben werden, den in Syrien und im Libanon zur Erhebung kommenden gleich sind, wird beim Import solcher Waren aus Palästina in die genannten Gebiete und umgekehrt kein Zoll erhoben. 2. Wenn die Zölle, die in Palästina erhoben werden, höher sind als diejenigen in Syrien und dem Libanon, muß die Zoll- Verwaltung in Syrien bei der Versendung solcher Waren von Palästina nach Syrien und dem Libanon der Unterschied zwischen den Zollbeträgen zurückvergüten und umgekehrt. 3. Wenn die Zölle, aie in Palästina erhoben werden,t niedriger sind als die ln Syrien und dem Libanon, muß die Zoll- Verwaltung in Syrien und in Libanon nachträglich die Bezahlung des Unterschiedes verlangen und umgekehrt Diese Bestimmungen finden keine Anwendung mehr, wenn die exportierten Güter erst 12 Monate nach dem Zeitpunkt ihres Imports in das erste Land zur weiteren Versendung kommen. Ferner finden sie keine Anwendung auf Tabak, Alkohol, Spirituosen, Salz und Zündhölzer, sowie solche Güter, für die besondere Vereinbarungen zwischen beiden Ländern bestehen oder von Zeit zwischen den beiden Regierungen festgesetzt werden. Folgende Kategorien von Gütern werden von beiden Regierungen ohne jegliche Zollerhebung zugelassen: a> Güter, die hundert Prozent in Palästina, Syrien oder dem Libanon produziert wurden. b) Güter, die aus einheimischen Produkten hergestellt wurden und außerhalb des Ursprungslandes keinem Produküonspro/eß unterlegen sind. ö Güter, die in Palästina. Syrien oder dem Libanon vollständig aus ausländischen Stoffen oder teils aus fremden, teils aus einheimischen Stoffen hergestellt wurden. Für die betr, Waren ist ein Ursprungszeugnis erforderlich, das nach bestimmten, in der Verordnung näher abgegebenen Bedingungen ausgestellt sein muß. Transitgüter, die im Transitverfcehr durch eines der genannten Länder gehen, können nach dem neuen Abkommen zollfrei in das andere Land befördert werden, wenn sie unter ständiger Kontrolle des Zollamtes bleiben. Die Zölle für diese Güter sollen in dem endgültigen Bestimmungsland entrichtet werden. Reisende, die in ihrem Gepäck Waren fremden Ursprungs mit sich führen, haben den Zoll dafür zu entrichten, der im Bestimmungsland gültig ist. __ (Ziko) Wellberahmfl der Hltaehttalh Am 23. Juli 192g wird in Zürich eine Weltberatung der zionistischen Arbeiterpartei Hitachduth stattfmden. Auf dieser Tagung wird unter anderem auch zu den durch die Vereinigung der Arbeiterparteien in Palästina entstehenden Problemen insbesondere zur Frage der Vereinigung der beiden Weltverbände (Hitachduth und Poale Zion) Stellung genommen werden. Das Programm der Kenessie Gedaulo Die zweite ״Kenessio Gedaulo“ (Weltkongreß der Agudas Jisroel) findet vom 5. bis 12. EluI 5689 (10. bis 17. September 1929) in den Sophiensälen zu Wien statt. Die Tagesord- 11 u n g ist vorläufig wie folgt in Aussicht genommen: a) Thora: Referat über Stand und Entwicklung des religiösen Lebens in der Kulturmenschheit im allgemeinen und innerhalb des jüdisehen Volkes im besonderen. Referate über den Stand der Thorapflege und des religiösen Erziehungswesens im Kreise der Judenheit, Erziehungskonferenz der rabbinischen und pädagogischen Leiter von Chinuch-Institutionen. Hieran anschließend Beschlußfassung über die Weiterentwicklung der einschlägigen Aguda-Institutionen und die Gründung neuer; b) Organisations-, Verfassungs- und Finanzfragen; c) Erez-tsrael: Die Agency; die politischen, ökonomischen und kulturellen Aufgaben in Erez-Fsrael; d) Sabbat und religiöses Leben: Das Problem der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Probleme des Familienlebens; e) Oekonomisehe und soziale Fragen: Nutzbarmachung des Versicherungsgedankens für das Jesehiwah- Studium und für die Töchterversorgung, bzw. Frühehe; Agudistische Zentralbank; f) politische Fragen: Rechtsstellung der luden, Parlamentarismus, Gemeindepolltik; g) Neuwahlen. Der moslemische Oberste fei! kault Orangeuboden? Jerusalem, 17. Juni. (J.T.A.) Die Zeitung ״Meraat el schark“ teilt mit, daß der moslemitische Oberste Rat beschlossen hat, 100 000 Pfund zum Ankauf vonbeiondeis für Orangenplantagen sich eignendem Boden zur Verfügung zu stellen. Es sollen auf diesem Boden arabische Pflanzer angesiedelt werden. Man hofft, daß auch das für den Anbau und. Betrieb notwendige Kapital wird beschafft werden können. Die Mitteilung des arabischen Blattes Wurde offiziell noch nicht bestätigt. (Es kann sich auch um ein Spekulationsmanöver handeln, am die Bodenprdae Mnanfatrtreiben. —־ A. i• R,) Kleine Nadirtditea In New York wurde eine Stiftung von 100000 Dollar ans dem Nachlaß von Dr. Benedict Weißmann eingetragen. Laut Testament toll dieses Kapital nach dem Tode aer Verwandten von Dr. Weißmann, die als Nutznießer eingesetzt sind, als Stipendienfonds zugunsten unbemittelter Studierender an der künftigen medizinischen Fakultät in Jerusalem errlchtet werden. Das Palästina-Komitee der Jewlsh Board of Deputles (Deputiertenrat der britischen Juden) hat sich unter dem Vorsitz von Nathan Laski mit einem vertraulichen Bericht über die Verfassung der Jewish Agency befaßt und stimmte im Prinzip dem ihm vorliegenden Verfassungsentwurf zu, der demnächst dem Board of Deputies mitgeteüt werden wird. Der Oberkommissar für Palästina Sir John Chancellor veröffentlichte eine Kundgebung, in der er die sportliche Höhe und den Geist mustergültiger Disziplin der jüdischen Jugend Palästinas, die sich während der Maccabi-Sporttagung zu Passah, der er mit Lady Chancellor beiwohnte, kundtaten, rühmt ln Dessau, wo Moses Mendelssohn am 6. September 1729 geboren wurde, werden Staat und Stadt gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde eine Feier veranstalten. U. a. wird eine Ausstellung stattflnden. Die Habimah hat nach erfolgreicher Uraufführung des Schauspiels ״Keter David" (Die Krone Davids) in Tel- Awlw und Jerusalem eine Reise nach dem Norden des Landes angetreten. Sie wird da® Schauspiel in einer Reihe von Vorsteilungen im Emek und In Tiberlas wiederholen. (Ziko.) Nach der palästinensischen Presse wird Mr. Holmes, der Direktor der palästinensischen Eisenbahnen, Ende Juni das Land zu einem längeren Urlaub verlassen und sein Amt nicht wieder antreten. (Holmes׳ Elsenbahnpolttik wurde von jüdischer Seite scharf bekämpft ~ A. d, R.) WELTV m □ ANn öHnU Lord Kelchen Protektor der MaUiabi•Weltverbands-Tapng Lord Match«tt hat dag Protektorat Ober die Makkabl- Weltverbandstagung in Mihrfsch-Ottnu übernommen. Polen. (Makkabi-Sommerlager.) Du Prltidium hat beschlossen, von der Errichtung des geplanten Sommerlagers für Turner und Sportler in diesem Jahre ähnlichen, jedoch in das von den zionistischen Jugendorganisationen vorgeschlagene Sommerlager einen geeigneten Lehrer für Turnen und Sport auf Kosten des Verbände* zu entsenden, damit der in diesem Lager vereinigtes Jugend Gelegenheit zu systematischer körperlicher Ertüchtigung ge* boten werde. Für das nächste Jahr wird die Errichtung eine» Sommerlager* in der Gegend von Raycza geplant. Rumänien. Am 1. Juli trifft hier der Sokol-Tumlehrez Treka ein, welcher während der Monate Juli und August einaa Instruktorenkurs leiten und die diesjährige, im September in Jasi stattfindende Reunion organisieren wird. Di* in Galats beatehenden Vereine Hagibor und Makkabi haben sich unter dem Namen Makkahi-Hagibor fusioniert und der rumänischen Makkabi-Föde• ration angeschlossen. Anläßlich der 10. Mai-Feier beteiligte ■ich der Makktbi-Chisinsu am Festzuge mit über 300 aktiven Mitgliedem. Der imposante Zug mit der Vereinsfahne an der Spitze •rregte allgemeines Aufsehen. Herr Ing. Calmanovici, Präsident des Exekutivbüros in Jasy, hat im Laufe des Monats Mai sämtliche Regionen bereist und mit den Leitungen dor bedeutenden Vereine Fühlung genommen. Herr Ing. Calmonovi« besuchte u. a. Bazargic, Constanta, Braila, Ger&aub, Chisinau, Bukarest!. Der junge Jude, Jahrgang II, Heft 9, ist soeben erschienen. Einleitend schreibt Dr. Georg Lubinski über: ״Di* niehtrionistische Jugend und die Jewish Agency“. In diesem Artikel wird der Versuch unternommen, die zionistische Jugend, auch die, die nicht durch Chaluziuth ihrer zionistischen Gesinnung Ausdruck verleiht, von der nichtzionistischen ״sympathisierenden'^ jüdischen Jugendbewegung zu differenzieren. —- Es folgen darauf Veröffentlicht«- fen von noch unbekannten Reden Gustav Landauers, die den 'rotokollen de* bayerischen provisorischen Nationslrates *ntnominen sind. Sie werden unter den Titel ״Vom Geist der Revolution" und ״Der Weg der Revolution" der Oeffentlichkeit übermittelt. In einem anschließenden Aufsatz über Landauer wird seine Bedeutung für die bürgerliche Jugend behandelt und sein Verhiltnis zum Judentum untersucht. — Das neue Heft enthält in seinem Palistina-Teil u. a. einen ausführlichen Aufsatz über das Einlehen der at ins Land gekommenen Chainrim, dem Briefe atu der letzten beigefügt sind. Die Zeitschrift entwickelt sich zu einem Interessanten und inhaltsreichen Jugendorgan, das eine Brücke zwischen dem Interessengebiet der Galuthjugand und dem ehaluzisehen Palästina zu schlagen sucht. Ortsgruppen Dortmund. Am 34. 6. 1939, um 81/2 Uhr, abends, findet eine Herzl-Feier im Gemeindehaus«, Märkisch# Straße n, statt. Redner: Herr Moses Waldmann, Berlin. Dresden. Die Zionistische Ortsgruppe Dresden hält jeden ersten und dritten Mittwoch des Monat■ zwanglose Zusammenkünfte im Park-Hotel ״Weißer Hirsch“ ab. Den zur Kur weilenden Gesinnungsgenossen ist dadurch Gelegenheit gegeben, ruit Dresdener Zionisten bekanntzuwerden, und sich mit ihnen über aktuelle zioniirische Fragen auszusprechen. Bei günstiger Witterung finden die Zusammenkünfte im Garten des Park-Hotels statt. Vermischtes Vom Hebräischen Klub. Im Beth Am Iwri (ttrolmtnsir. 36) findet am Sonnabend, dem 3a. Juni, 9 Uhr abends, eine freie Ausspräche über das Thema ״Kon großf ragen", statt. Das einleitende Referat hält Dr, M. Solowcitschik, Vorsitzender des Klubs. Gäste herzlich willkommen. Jüdische Kunstausstellung in Zürich. Wie wir aus Zürich erfahren, veranstaltet die Galerie Aktuaryus, Zürich, Bahnhofstr. 16, eine Ausstellung jüdischer Künstler, Der Inhaber dieses Kunstsalons, ein Gesinnungsgenosse, bereitet diese Absicht schon von langer Hand vor und bietet nach jeder Hinsicht Gewähr für eine ordentliche Durchführung der Ausstellung und eine Rücksichtnahme auf die Interessen der Künstler. Gegenüber Versuchen, wilder Ausstellungen ist dagegen Vorsicht geboten, und eine Anfrage an den Zionistischen Landesverband in der Schweiz oder an das Kongreßbüro, das Ende dieses Monats eröffnet wird, empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft filr Kaufmanns-Erholungsheime e. V., hat sich bereit erklärt, den jüdischen Gästen der ״Ferienheime für Handel und Industrie" (f. H. J.), die das Mittag- und Abendessen in rituell geführten Speisahäusem einnehmen wollen, eine Rückvergütung von 1,50 RM, pro Tag zu gewähren. — Es kommen in diesem Jahre — und «war nur in der Nachsaison — die folgenden Orte in Frage: Landeck (Schlei.), Neuenahr, Norderney, Reichenhall, Wiesbaden. Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser e. V., Hamburg 1, hat mit den an den erwähnten Orten befindlichen ihm angeschlossenen Restaurationen vereinbart, daß den Gästen der F, H. J. Mittag- und Abendessen zu ermäßigtem Preise verabreicht wird. Interessenten wollen sich unter Beifügung von Rückporto an den Verein zur Förderung ritueller Speisehluser e.V., Hamburg 1, wenden. Alexander Wefnbaum« der bekannte Dirigent und Gesangs- Pädagoge, begeht am 1. Juli <1. J. die Feier seine• 35jährigen Dienstjubilfiums als Chordirektor der Jüdischen Gemeinde Berlin. Weinbaum Ist gegenwärtig an der Synagoge Lützowatraße als Organist und Chordirigent tätig. Ala Pädagoge wirkt er seit ao Jahren in den Voribereitu ngskursen für Chorleiter Und Organisten, die für die Interiumsgottesdienite an den hohen Feiertagen ausgebildet werden. Auch el« Chormeister der ״Typographia‘v (Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer), an deren Spitze er 37 Jahr« stand, hat er sich große Verdienste erworben. In letzter Zeit ist Weinbaums Name durch die Konzerte der ״Vereinigung Berliner Synagogenchöre“ (im Dezember 1937 und Februar igag in der Berliner Philharmonie) in die Oeffentlichkeit gedrungen. Kiel. Die Mutter unseres Gesinnungsgenossen Rechtsanwalt Tannenwald, Frau Henriette Tannenwald, kann am 38. 6. 1939 ihren 75jährigen Geburtstag feiern. Nachdem sie jahrzehntelang den Vorsitz im hiesigen Frauenverein geführt hat, ist sie «eit einem Jahre dessen Ehrenvorsitzende und hat noch heute für alle jüdische Dinge in der Gemeinde ein geneigtes Ohr, einen wertvollen Rat und einen bereiten Willen. Einstweilen mögen wir ihr wünschen TJt מאה ועשרים שנוז! In einer Stadt in Westdeutschland wird eia Kantor gesucht, der gleichzeitig auch das Gemeinde-Sekretariat übernehmen müßte. Geeignete Bewerber wollen «fob mit der Z.V.f.D. in Verbindung letaen. Deutscher Kreis Teilnahme des deutsches Makkabi-Krdses an dem Sportfest vnd Weltverbandstag in Mährisch •Ostran An dem Sportfest In Mahrhch-Ostrau werden zirka 150 Makkabim aus Deutschland teilnehmen, darunter Breslau mit zirka 60, Beuthen mit 40 und Berlin mit 40 Teilnehmern. Zur Makkabltagung sendet der deutsche Kreis gemSß seiner Mitgliedszahl von!000 Erwachsenen 10 Delegierte. Bar Kochba-Sportfeat in Köln. Dm- Bar Kochbe Kein hat gelegentlich des Fußnall-Pokal loumicrs in Oberhausen die dort teilnehmenden Makkabivereine Frankfurt, Oberhauses!, und Remscheid zu einem Sportfest nach Köln eingeladen. Diesem Rufe waren aueb Frankfurt und Remscheid gefolgt. Am 9. Juni igag trafen ■ich auf dem Sportplatz Poller-Wiesen drka 70 Jüdische Sportler und Sportlerinnen, die sich vor einem zahlreichen jüdischen Publikum Gradmann, der die 800 Meter in 3,16,1 durchlief. In den Staffeln Kochba Köln waren die Hauptkonkurrenten, während Bar Kochbe Remscheid nur in der Jugendklasse sich placieren konnte. Bei der Jugendklasse zeigte sich Heidelberger, Fnmkiurt, seinen Gegnern Gtßner und Fnedmann, Köln, in den Sprinterstrecken überlegen, während im 800-Meter-Lauf und im Kugelstoßen Gradmann und Auerbach, Köln, dominieren konnten. Beachtenswert ist die Zeit von Gradmann, der die 800 Meter in 3,!6,1 durchlief, ln den Staffeln schriebe« sich die Frankfurter als Sieger ein. Boi den Sportlerinnenkämpfen konzentrierte sich das Interesse auf das Zusammentreffen der 16jährigen Laly Münzer, Köln, und der hervorragenden Ganz, Frankfurt, im lOO-Mofer-Lauf. Das Rannen nahm «inen■ dramatischen Verlauf, da Münzer nach vorheriger Führung zirka 30 m vor dem Ziel aufgab, und somit Ganz unangefochten, Gradmann, Köln, und Gutheim, Frankfurt, auf die Plätze verweisen konnte. Im Kugelstoßen und Weitsprung konnte Ganz weiter einen Doppelsieg buchen. Die Staffeln fielen ebenfalls sehr knapp an die Frankfurter. Bei den Sportlern bildeten in den Sprinterstrecken der Zweikampf zwischen Katz, Frankfurt, und Weiß, Köln, die Hauptzugkraft. Im 100-Meter- Lauf konnte Katz scharf bedrängt von Kellner, Köln, eiegen. Weiß hatte auch zirka 30 tu vor dem Ziel aufgegeben, da er beim Start unbeabsichtigt gehandicapt worden war. Im aoo-Meter-Lauf jedoch gelang es Katz nicht, den auf der Außenbalm startenden Weiß *u schlagen, der einen stark bejubelten Steg dawonlragen konnte. Weitere Erfolg* konnten die Kölner durch Weiß im We»t*prung, Kösten im Kugelstoßen, Cerf im 1000-Meter-Lauf sowie In der Schweden- und 10Xt/s-B»hnrunden-Staffel buchen, während die Frankfurter in der /iXroo-Meter-Staffcl durch Distanzierung der Kölner Mannschaft *inen weiteren Bise davontrag«» konnte. Die Kämpfe haben den Beweis erbracht, daß die Makkabi-Idee in Westdeutschland marschiert. Am Abend fand der a. Teeabend des Bar Kochbe mit Siegerverkflmdüng im großen Festsaale der Harmonier statt. Die Musikgruppe des Bar Kochba hatte eia vorzügliches künstlerische* Programm *usammengestellt, während das Bar Kodbba-Orchester schneidig zum Tanze aufapielte. Das Bar Kochba-Sportfost wird sicherlich bei allen Teilnehmern dis freundschaftlichen Bande fester geknüpft haben. Ro. Bar Kochba Berlin. Auch die Knaben des Bar Kochba starteten am letzten Sonntag beim 8. C. C.-Knabensportfest mit gutem Erfolg. Unsere Jüngsten siegten in der 4XlOO-Meter-Staf f el (Jahrgang 1918) durch bravouröses Laufen ihres Schlußmanns vor S. C. C. In der 5X 100-Meter-Staf fei wurden wir hinter den um je einen Kopf größeren Brandenburgern Zweiter, aber noch vor S. C. C. Auch in den Dreikämpfen schnitten wir gut ab, Roth lief die 100 Meier in 13,3 Sek. Im Hindemislaufen erhielten Rikoler III und Tumbowsky Preise. — In Döbcritz startete am gleichen Tage die zweite Besetzung unserer Senioren, verstärkt durch Katz, und konnte mehrere gute Platze besetzen. Am besten schlug sich die /!X 150o-Me!er-S!affei mit Kerner, Roplowitz, Katz, Gaben, dio in dor recht guten Zeit von 14 : ךg,5 Zweiter hinter Koenet und vor P. S. V. wurden. Auch dio 4Xi°o-Matot^Sla£lel wurde Zweiter und mit der guten Durchschnittszeit 87,4 Sek. wurde auch ein zweiter Platz in der toxioo-Meter-Staffel errungen. Jüdisches Sportmeeting am 11. August im Poststadion. Am diesjährigen Verfassungstage, 11. August, wird im Poststadion ein großes jüdisches Sportfest vonstatton gehen. Die Leichtathleten des Bar Kochba Berlin haben die Leichtathleten der Hakoah Wien und dos Jüdischen Sportclubs Ilagibar Prag zu einem Klubkampf eingeladen. Diese beiden Vereine sollen gemeinsam eine Mann- Schaft gegen die Berliner aufstellen. Hagibor Prag hat bereit* leine Teilnahme zugesagt. Dio Fußballer der Hakoah Berlin werden gegen eine ausländische Fußballmannschaft spielen, Verhandlungen mit einer erstklassigen jüdischen Fußballmannschaft stehen vor dem Abschluß. Einige offene leichtathletische Wettbewerbe für alle jüdischen Vereine sowie Jiu-Jitsu-Vorführungen des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten werden den Klubkampf umrahmen. Nass. Sportfest des Deutschen Sport-Clubs. Am vergangenen Sonntag startete der Bar Kochba hauptsächlich in Staffeln und gewann die 4X20o-Meter-Jugendstaffel nach scharfem Kampf mit zirka ao m Vorsprung. Zwei a. Plätze belegte er in der 4X8 oo-Meler- Staffel sowie in der 10X30O-M0ter-Jugendstaf f 61 hinter dem Sportclub Charlottenburg. Der bekannte Sprinter Gerber kam durch falsche Maßnahmen de» Starters um einen Sieg Im aoo-Meter-Lauf Am kommenden Sonntag startet der Bar Kochba in verschiedenen Wettbewerben beim lokal«! Sportfest des Sportvereins Zehlendorf, Vm.;. ilf s'J I" i; '־׳:f

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