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Jüdische Rundschau · 1929-06-21 · Heft 48 (21.6.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 48 (21.6.1929)
Date
1929-06-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag, Bezugspreis hei der Expedition monatlich 2,— Goldmarlc, vierteljährlich 5»75 Goldmark. Aiuluiduhaunsment• •wrdan in der Wihrung der ebaetnen Linder berechnet, Anzeigenpreis : 8 j׳eept N<mpm0kc1il0 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M- Redaktion Verlag und Anzeigen-Verwaltung! Jüdische Rundschau G.m.b.H.» BerlinW!5, Meinekestr.lO Telephon: J 1 Bismarck 7165-70. Postscheck-Konten■• Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 394 33, Budapest 596 93, Danzig 1973, Haag 140 4m Prag 59410. Strassburg 16430, Warschau 190708, Wien 156 030- Bmk'Koatsn! DarmstMdter und Nationalhank. Depositen»Kasse Berlin. Kurfürstendama» 52; Banca de Est, Cemauti (Rumänien); Anglo Palefttine Co. in Haifa. Jerusalem, Tel-Aviv. Nummer 48 | Berlin, 21. VI. 1929 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י״ג סיון׳ תרס״ט | xxxrv. j!a»rg. per Zionismus erstreb« fOr da» indische Volk die Schaffung einer Öffentlich ■ rechtlich gesicherten Heimstatt« In Palästina. ״Basaler Programm.“ Nach der Erweiterung der Jewish Agency Von Felix Rosenblüth (London) 1. Die neue Chance Ihr das Aufbauwerk Die Erweiterung der Jewish Agency führt die Palästina- Politik der letzten Jahre auf ihren Höhepunkt. Die Errichtung der jüdischen Nationalen Heimstätte, sagten wir uns, hat zur Voraussetzung ein großes, numerisch starkes, auf fester wirtschaftlicher und kultureller Grundlage ruhendes Siedlungswerk. Dessen Aufbau, erkannten wir, kann nicht auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Er muß auf solidem Fundament, aber doch in beschleunigtem Tempo aufgeführt werden. Oie Erweiterung der Agency schafft Voraussetzungen für Erweiterung der Arbeit und Steigerung ihres Ertrages. Wir brauchen Geld, weil wir eine größere Immigration brauchen, und weil das Land eine größere Zahl neuer Einwanderer nur aufnehmen kann, wenn mit jedem Immigranten neues Kapital ins Land strömt Dann aber ist außer dem eigenen Kapital den Immigranten, entgegen der Ansicht von Dilettanten, aber nach übereinstimmender Meinung von Sachverständigen, ein Zufluß aus gemeinnützigen Siedlungsfonds notwendig, der die gegenwärtigen Einnahmen, so bedeutend sie sind, um mehr als das Doppelte übersteigt Schon seit Jahren gibt es eine Zusammenarbeit von Zionisten und Nichtzionisten, aber die Gemeinsamkeit war (besten־ falls) eine halbe. Was durch gemeinschaftliche Geldaufbringung ohne gemeinschaftliche Geldverwendung zu erreichen war, ist in jahrelangen Keren- Hajessod-Mühen erzielt worden. Das Erreichte ist nicht wenig, aber nicht genug. Die Erweiterung der Jewish Agency bedeutet einen Schritt vorwärts, um halbe in volle Hilfe zu verwandeln. Nur wer den Aufbau als eigene Sache empfindet, wird — allmählich — große Opfer bringen. Niemand kann das Aufbauwerk als eigene Sache empfinden! wem» er nur Beiträge. 'SiW Öf ah. der rSÄÄMit des fwfoBisiö««8werkes ftttriessierf, nicht der Spender. Die Erweiterung der Agency verwandelt Nicbtzianisten aus Spendern in Kolonisatoren. Kein Zweifel also, daß mit der Erweiterung der Agency unsere Einnahmen steigen werden, und daß auch außerhalb des Kontrollbereiches der Agency, aber doch als Folge der Agency-Politik, jüdisches Kapital in immer wachsendem Maße das Land durchdringen und erschließen wird. Und doch wird dieser Erfolg nicht leicht, nicht von selbst erzielt werden können. Die Erweiterung der Agency schafft günstige objektive Erfolgsbedingungen. Sie ist aber wie die Balfour-Deklaration, im wesentlichen ein psychologischer Moment, eine Chance. Wie die Erklärung der englischen Regierung auf politischem, so räumt der Abschluß des neuen Bündnisses auf innerjüdischem Gebiete Hindernisse aus dem Wege. Der Bund macht die Bahn frei und eröffnet Möglichkeiten. Ihre Ausnutzung hängt nicht bloß von der Bereitschaft des Partners, sondern ln hohem Maße von unserer Einwirkung ab. Nichts ist irriger als der weitverbreitete Glaube, daß in Zukunft zionistische Energien von Erez-Israelauf Galuth-Arbeit umgeschaltet werden könnten. In der allgemeinen Richtung unserer Politik wird und darf keine Aenderung eintreten. Die Mitwirkung neuer Kreise würde uns entlasten und Kräfte für anderweitige Verwendung frei machen, wollten wir uns mit dem bisherigen Ausmaß unserer Einnahmen oder sogar mit einem 750 000 Pfund-Budget zufrieden geben. Ist aber der Sinn der Agency-Erweiterung, daß nach vollendetem Aufmarsch eine gewaltige Angriffsbewegung auf das größere Aufbauziel einsefzen soll, so werden zionistische Energien in Zukunft noch stärker als bisher in der Palästinaarbeit verbraucht werden. Die neue Maschine ist leistungsfähiger, hat aber auch einen größeren Energie%׳erbrauch als die alte. Und den Strom, wir wußten es immer, werden mehr als zur Hälfte wir zu liefern haben. Mit der Erweiterung der Agency muß der Keren Hajessod- Gedanke erneuert wcr J 'n. Die alte Begeisterung der Jahre 1021 und 1922 muß noch einmal aufflammen. Wenn nicht 25 Mtll. Pfund in fünf Jahren, so doch mindestens 6—8 Millionen! Der Beamtenflucht muß gesteuert werden. Wieder müssen beste Zionisten sich ganz, hauptberuflich in den Dienst der Aufbaumission stellen. Der Personenbestand muß aufgefrischt werden. Wer in der aufreibendsten Arbeit der Geldaufbringung müde geworden ist, hat Anspruch auf eine, nötigenfalls lange, Ruhepause. Aber an die Stelle der alten müssen neue, unverbrauchte Kräfte treten — und in größerer Zahl als früher. Die Erweiterung der Agency ist eine Chance. Sie kann verloren gehen. Sie muß genutzt werden. II. Die neue Chance für die Zionistische Organisation Die Erweiterung der Agency ist eine Chance, ein psyctiologischer Moment auch für Belebung und Festigung der Zionistischen Organisation, Nicht weil eine Umgruppierung der Kräfte möglich wäre. Wer bisher für das Aufbauwerk sorgte, wird auch in Zukunft für Palästina reden, schreiben, agitieren, sammeln müssen. Ja, die kleine Schar braucht Verstärkung. Die Führer, bisher schon absorbiert in polttischen und finanziellen Palästinaaktionen, werden belastet mit der neuen Aufgabe, der erweiterten Agency Leben einzuhauchen, den organisatorischen Rahmen mit lebenden, handelnden, gutwillig zusammenwirkenden Menschen auszufüllen, noch weniger als bisher für innerzionistische Arbeiten verfügbar sein. Die große Chance liegt allein in der Wirkung, die jeder Fortschritt in Erez-Israel auf den Geist der Zionistischen Bewegung im Gal uth ausü bt. Zwischen Gal uth und Erez-Israel besteht in dieser Periode des Aufbaues eine natürliche Wechselwirkung. Zionistische Entwicklung im Galuth ist in hohem Maße abhängig von palästinensischer Zuversicht. Durch die Reihen der Zionisten im Galuth geht ein Aufatmen, wenn Immigration neu einsetzt, wenn neue Schöpfungen in Erez-Israel jüdischen Besitzstand mehren und festigen. Das ist der rechte Augenblick, um den lang vernachlässigten Aufgaben der Propaganda, des Ausbaues erzieherischer und kultureller Positionen, der Stärkung der Jugendbewegung neue Aufmerksamkeit zuzuwenden. Es wird sich freilich als undurchführbar erweisen, daß Außen- und Innenarbeit in den Verbänden von den gleichen Führern und Helfern getragen wird. Aber es ist adererseits auch nicht wahr, daß bereits alle Kräfte mobilisiert wären. Es ist nicht wahr, daß schon alle leistungsfähigen und arbeitswilligen Zionisten vom Keren Hajessod, vom Keren Kajemeth, selbst von Politik und Gemeinden in Beschlag gelegt wären. In Wahrheit ist es nur ein kleiner, ein sehr kleiner Kreis, der insbesondere das Feld der Palästinaarbeit bestellt. Auch wenn er erweitert wird, muß es in einer Zeit belebenden Aufschwungs und Fortschrittes möglich sein, für Zentralleitungen und Lokalgruppen Männer und Frauen zu finden, die Propaganda und Erziehungsarbeit leitend in die Hand nehmen. ÄÄSÄ, Jnvereinl] Zionismus, Nidhtzfonismtu, Anrizionismus keil von «na 210* nismus als leeres Gerede erweisen. Die Schwierigkeit ist keine größere — allerdings auch keine geringere — als stets und überall beim Üebergang von Opposition zu Koalition. (Der Einwand, wir wären keine oppositionelle, kämpfende Gruppe im Volk, sondern das Volk an sich, ist voraussenbar, aber falsch.) Die geistige Auseinandersetzung zwischen Zionismus, Niclitzionismus und Antizionismus, zwischen Assimilaiion und Erneuerungswillen geht in verfeinerten Formen aber mit unverminderter gedanklicher Schärfe weiter. Und man muß damit rechnen, daß sich die Grenzen zwischen Nichtzionisten und Zionisten nicht so schnell verwischen werden, wie manche anzunehmen scheinen. Wer nationale Entwichlung für Erez-Israel bejaht, aber für das Galuth verneint, ist aus anderem Holz geschnitzt als wir. Der große Gedanke des politischen Zionismus, wie er aus der Synthese Herzl’scher und Achad Haam’schcr Ideen in dem leidenschaftlichen Ringen dreier Jahrzehnte erwachsen ist, büßt an Kraft und Schönheit nach Erweiterung der Agency nichts ein: Wir wollen der jüdischen Nation in Erez-Israel eine Stätte freien, staatlich fundierten, schöpferischen Wirkens bereiten! Klar, einfach und groß, scharf gegen Antizionismus, ausreichend gegen Nichtzionismus abgegrenzt, steht diese einzig wahrhaftige Deutung des Basler Programms auch über der Schwelle der neuen Aera. Keiner Bewegung ist es erlaubt, die Formeln ihrer Frühzeit, unbekümmert um neue Erkenntnisse und Erfahrungen, deutungslos durch die Jahrzehnte zu tragen — auch der Der Agency- Council tritt am 11. August in Zürich zusammen. Wie uns aus Basel telegraphiert wird, beschloß der Schweizerische Israelitische Gemeindebund in seiner Tagung in Basel am 16. Juni einstimmig, einen Deletierten der Schweizer Judenheit in den Council der Jewish gencv zu entsenden. Gewählt wurde als Schweizerischer Repräsentant H*0rr Dreyfuss-Brodski. Der Board ,of Deputies der südafrikanischen Juden hat einstimmig seinen Präsidenten, Herrn Siegfried Raphaely, zum Mitglied des Agency-Councils gewählt. Der Allgemeine Deutsche Rabbiverband hat beschlossen, Herrn Rabbiner Dr. Leo B a e c k, Berlin (Präsident des Verbandes), Herrn Rabbiner Dr. Horovitz, Frankfurt a. M,, und Herrn Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach, in das deutsche Initiativkomitee für die Jewish Agency zu entsenden. Bekanntlich haben u. a. auch der Hilfsverein der Deutschen Juden, der Deutsch-Israelitische Gemeindebund, die Jüdische Gemeinde Berlin, der neutrale Jugendbund, der Aeiterenbund Kameraden u. a. Vertreter für daslnitiativkomitee ernannt. Wie wir kurz vor Redaktionsschluß erfahren, hat die IsraelitischeGemeindeFrankfurta. M. beschlossen, dem deutschen Initiativkomitee für die Jewish Agency beizutreten und ihren Vorsitzenden, Justizrat Dr. Blau, zur Konfereilz am 26. d. M. zu entsenden. Der Kolonisationsverein ״Esra“ hat die Herren Siegfried Scckelsohn und R.-A. Holländer ins Initiativkomitee delegiert. zionistischen nicht Wenn es eine Problematik in der getstigen Situation des Zionismus gibt, so hat sie mit der Erweite« rung der Agency nichts zu tun. Sie braucht daher in diesem Zusammenhänge nicht behandelt zu werden. UL Agency and Zionistische Organisation, Exekutive und Kongreß Aufbau des Landes und des Volkes: Mobilisierung von Menschen und Mitteln für Palästina einerseits, Erweckung und Umbildung der Geister im Galuth andererseits sind die Aufgaben der Zukunft Die eine Aufgabe ist im Agency- Verbände zu lösen, die andere in der Zionistischen Organisation. Die Zionistische Organisation steht zugleich innerhalb und außerhalb des Agency-Verbandes. Dadurch ergeben sich eine Reihe organisatorischer Kern- und Einzelfragen, von denen einige Kernfragen vorweg, verschiedene Einzelfragen später behandelt werden sollen. Bezeichnen wir im folgenden in roher Unterscheidung alle Arbeiten, die unmittelbar dem Aufbau des Landes dienen, als Palästina-Aufgaben (Arbeiten der Palästina-Exekutive, der politischen Leitung, des Keren Hajessod, des Keren Kajemeth, Hachscharah) — alle Funktionen innerzionistischen Galuthlebens dagegen aisGaluth-Aufgaben (Propaganda, Jugendbewegung, Kulturarbeit, Landespolitik, Gemeindearbeit), so liegen scheinbar die palästinensischen Aufgaben im Agency-Bereich, die Galuth-Aufgaben im Bezirk der Zionistischen Organisation. Nichts einfacher daher als die Vorstellung, daß die Agency-Exekutive in Zukunft die Palistina-Aufgaben zu lösen hat, die Exekutive der Zionistisehen Organisation die Galuth-Aufgaben. Nichts einfacher auch als der Plan analoger Arbeitsteilung zwischen Council der Agency und Zionistenkongreß. ».»״׳. "גJfiie# ־■#el®j״־dif nisation in Zukunft, wie bisher, für Palästina und ttilitK verantwortlich, mitverantwortlich in dem einen, alleinverantwortlich in dem anderen Falle. Aber Alleinverantwortung, sagt man, ist mehr als Mitverantwortung, unmittelbare Wirkung mehr als mittelbare Einwirkung, und so glauben viele, daß in Zukunft die Existenz der Zionistischen Organisation auf ihrer Galuth-Basis ruhen muß und nur durch ihre Galuth-Leistungen gerechtfertigt werden kann. Erziehung zu zionistischem Leben, Ausbau der nationalen Positionen im Galuth wird nach dieser Ansicht zum spezifischen Inhalt der Zionistischen Bewegung in der Zukunft. Vor so kühner Schwerpunktsverschiebung muß mit der gleichen Deutlichkeit gewarnt werden, mit der ausgeführt wurde, daß man nicht einfach Energien von Erez-Israel auf das Galuth umschalten kann. Kein Zweifel, daß die Galuth- Funktionen der Zionistischen Organisation regeneriert werden »müssen, wie es schon vor Erweiterung der Agency hätte geschchen sollen. Aber diese Blutauffrischung kann nicht dadurch geschehen, daß man Blut der einen Stelle entzieht und es der anderen zuführt. Die Palästina-Funktionen der Zionistischen Organisation sind nicht wichtiger, als ihre Galuth-Funktionen —- man könnte sie eher, wenn diese Bewertung überhaupt einen Sinn hätte, für unwichtiger halfen —, aber sie sind zentraler. Die Zionistisehe Organisation hat sich naturnotwendig in der Richtung der Differenzierung ihrer Galuth-Funktionen entwickelt. Auf der anderen Seite sind die Palästina-Aufgaben immer mehr zu Funktionen der Zentralorgane, vor allem des Kongresses und der Exekutive geworden. Palästina ist nicht bloß der verbindende Gedanke der jüdischen Welt, wie wir manchmal sagen, sondern der Zionistischen Organisation —, besser die verbindende Aktion, Wer glaubt, daß man Vorkriegs-Kongrosse heute künstlich rekonstruieren kann, verkennt die Gesetzmäßigkeit, mit der in allen Bewegungen allmählich die Aktion zur zentralen Funktion wird. Es gibt heute nur eine problemlos zentrale Aktion für die Zionistische Bewegung, das ist der Aufbau Palästinas. Die Schwierigkeit, Propaganda, Kulturarbeit usw. auf dem Kongreß zur Diskussion zu stellen (einer Diskussion nämlich, die Interesse erregt), liegt nicht darin, daß nicht jeder die überragende Bedeutung dieser Probleme verstünde, sondern darin, daß es in ihrem Geltungsbereiche schwer ist, in einer Zeit, in der Grundwahrheiten nicht mehr wiederholt werden können, neue und zugleich zentrale, allgemein verbindliche Gedanken zu entwickeln, noch schwerer aber, einen zentralen Aktionsplan aufzustellen. Man darf sich von dieser Schwierigkeit nicht schrecken lassen — in Wahrheit könnte vieles zu ihrer Ueber- Windung geschehen —, aber man muß Weitblick genug haben, um zu sehen, daß eine Zionistische Weltorganisation, ein Zionistenkongreß nicht existieren kann, wenn Palästina als Interessengebiet ausgeschaltet oder auch nur vernachlässigt wird. Gewisse Palästina-Aufgaben sind zentrale auch in dem besonderen Sinne, daß sie ausschließlich oder vorwiegend von der Exekutive ausgeführt werden, während die Tätigkeit der Exekutive im Bereich der Galuth-Aufgaben Im wesentlichen eine anregende, kontrollierende, k oo rd i n i e re nd e ist und auch bleiben wird, wenn diese Tätigkeit, wie unbedingt notwendig, gesteigert wird. Aut diesen Prärogativen der Exekutive aber beruht ein großer Teil ihrer Autorität und auch desjenigen Ein-

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