Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 47 (18.6.1929)
- Date
- 1929-06-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Wrocław 8× ep/1002369
- Nahum Goldmann 3× ep/1009262
- Siegfried Moses 3× ep/1009280
- Bytom 2× ep/1047839
- Georg Landauer 2× ep/1013830
- Kurt Blumenfeld 2× ep/1009257
- Paul Arnsberg 2× ep/1029133
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- Haifa 1× ep/1047930
- Hans Goslar 1× ep/1013839
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- Wolfgang von Weisl 1× ep/1013982
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Einzelnummer 0,2S Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.73 Goldtnark. Au*iand*aVK5aß©m€0ta werden in der Wahrung der einzelnen Länder berechnet. Anreißenpreis: 8 gesp. Nonpareüle2eile 0,50 G.-M, Stellengesuche 0,25 G.-M. rdttimner 47 | Berlin, 18. VI. 1929 Redaktion Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinWlS, Meinekestr. 10 Telephon: Jl Bismarck 7165-70. AnxßigenschiuÄ: Di «■«tag «1d Freitag n 1 c hm It t ige 4 Uhr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck-Konten: Berlin 173 92, Basel V 9355, Belrrsd 680 32, Brüssel 394 33, Budapest 596 93, Daniig 1973, Haag 140 470. Prag 59410, Strssshurg 16430, Warschau 190708, Wien 156030. Bsnk-Konten. Darmstldter und Nstionslbank, Depositen ■Kasse Berlin, Kurfürstendamm 52; Bsnra de Eat, Cemauti (Rumänien); Anglo Palenine Co, in Haifa, Jerusalem, Tel -Aviv. Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Voll! die Schaltung einer ttffentllch־ rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm«״ Kongreßwahlen in Deutschland Nächste Woche finden in Deutschland die Wahlen zum XVI. Zionistenkongreß statt. Der XVI. Kongreß wird in der zionistischen Geschichte einen Markstein bilden. Denn die wichtigste Vorlage, mit der er sich zu beschäftigen haben wird, ist die Konstitution der erweiterten Jewish Agency, durch die die Führung der Aufbauarbeit in Palästina, für die bisher die Zionisten allein vor der Welt verantwortlich waren, in die Hände eines größeren Personenkreises gelegt wird. Die Zionistische Organisation tritt als Ganzes in die neugebildete Körperschaft ein. Bekanntlich hat die Erweiterung der Jewish Agency, die auf den letzten Kongressen und A.־C.־Sitzungen mit großer Mehrheit beschlossen wurde, innerhalb der Zionistischen Organisation einen lebhaften Meinungskampf hervorgerufen. Aber In einem Punkt dürften sich alte Parteien — besonders in der heutigen Sachlage — einig sein: daß in diesem Augenblick, wo ganz neue Perspektiven sich eröffnen und die Organisation auf einem neuen Felde der Tätigkeit mit nichtzionistischen Juden zusammentrifft, alte Zionisten mit besonderer Aktivität und gesteigertem Interesse sich hinter die Zionistische Organisation stellen und ihre Position als einzige Repräsentantin der auf Palästina gerichteten Volksbewegung stutzen müssen. Die Zugehörigkeit zur Organisation aber ist keine bloße Formalität, sondern erweist sich durch Anteilnahme an deren politischem Leben. Der deutlichste Ausdruck dieser Betätigung ist der Wille zur Mitentscheidung im Rahmen unserer konstitutionellen 'Organe, vor allem also die Aus- Übung des Wahlrechts zum Kongreß. Wir erwarten, daij alle Schekel - zahler in Deutschland in den nächsten Tagen zur Urne gehen werden, um ihr Wahlrecht auszuüben. Rege Beteiligung an den Kongreßwahlen Ist das deutliebste Zeichen der Stärke der Bewegung. Sechs Parteien stehen einander im Wahlkampf in Deutschland gegenüber. Es gibt innerhalb des Zionismus Differenzierungen, die eine Folge der Weltanschauung sind, und es gibt auch Meinungsverschiedenheiten in konkreten politischen und praktischen Fragen. In der Diskussion und in der Freiheit der Kritik erweist sich das Leben der Bewegung. Wir haben aber den Wunsch, daß der Wahlkampf, der seinem Wesen nach immer gewisse Gefahren unsachlicher Polemik mit sich bringt, in möglichst fairer und sachlicher Weise geführt werde. Um insbesondere eine übermäßige Wahlpolemik in der ״Jüdischen Rundschau“ zu vermeiden, hat der Geschäftsführende Ausschuß der Z. V. f. D. beschlossen, in einer Sondernummer der ״Jüdischen Rundschau“ allen Parteien die Möglichkeit der Darlegung ihres Programms zu geben. Die heutige Nummer ist dieser Wahlvorbereitung gewidmet. Wir veröffentlichen außer der Bekanntmachung der Hauptwahlkommission über die eingereichten Listen im folgenden je einen Artikel jeder Wahlgruppe. Die Artikel sind angeordnet in der Reihenfolge der eingereichten Listen, deren Nummern bekanntlich nach dem Zeitpunkt ihres Eintreffens bei der Hauptwahlkommission festgesetzt werden. Der größte Teil des sonstigen Materials an Nachrichten, Artikeln und Berichten mußte für die nächste Nummer zurück gestellt werden. Die Wahlvorsdhläge Bekanntmachung Nr. 8. Auf Deutschland entfallen nenn Mandate, Im Wahlkreis I sind fünf, im Wahlkreis II sind vier Kongreßdelegierte zu wählen. Folgende Wahlvorschläge sind bei der H.W.K. eingegangen und von ihr bestätigt worden; ” " Misrachi und Zefre Misradrf (angeschlossen der Weltwahlliste des Misrachi) Wahlkreis!: Dr. Oskar Wollsberg, Berlin Alexander Adler, Berlin Dr. Jesaia Leibowitz, Köln Dr. Rudolf Möller, Hamburg Dr. Emanuel Schereschewsky, Hamburg Ministeriairat Hans Goslar, Berlin Wahlkreis II: Rabbiner Dr. J. Hoffmann, Frankfurt a. M Rechtsanwalt Erich Michaelis, Hamburg Lazarus Barth, Berlin Isidor Werczberger, Leipzig Benno Kohn, Frankfurt a. m. R ei c hsWahlliste: Seminardozent Dr. Israel Rabin, Breslau Alexander Adler, Berlin Wahlvorschlag Nr. 2. Poale Zion und J.J.W.B. (angeschlossen der Weltwahliiste der Poale Zion (mit S. Z.) Gleichlautend für die Wahlkreise I, II und Reichswahlliste: Salman Rubaschow, Tel-Awiw Dr. Walter Preuß, Tel-Awiw Mordechai Schaffner, Berlin löset Wahl, Berlin Dr. Georg Lubinski, Berlin Moscheh Brachmann, Berlin Karl Stein, Berlin Frau Judith Katzenellenbogen, Leipzig Marcel Lew, Hamburg Dr. J. Neuberger, Düsseldorf Eugen Samson, Breslau Wahlvorschlag Nr. 3. Allgemeine Zionisten (angeschlossen der Weltwahlliste der Gemeinschaft der allgemeinen Zionisten) Wahlkreis I: Kurt ßlumenfeld, Berlin R.-A. Dr. Max Kollenscher, Berlin Salman Schocken, Zwickau R.-A. Max Jacobsohn, Breslau Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin Dr. Siegfried Moses, Zwickau Isaac Feuerring, Berlin Louis Tumpowsky, Leipzig Dr. Erich Buchhoiz, Hamburg Frau Dr. Marie Mayer, Berlin Dr. Martin Ascher, Berlin Dr. Sigmar Ginsburg, Königsberg Wahlkreis II: Kurt Blumenfeld, Berlin R.-A. Dr. Max Kollenscher, Berlin Salman Schocken, Zwickau R.-A. Max Jacobsohn, Breslau Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin Dr. Siegfried Moses, Zwickau Isaac Feuerring, Berlin Louis Tumpowsky, Leipzig Dr. Erich Buchholz, Hamburg Frau Dr. Marie Mayer, Berlin Dr. Meinhold Nußbaum, Nürnberg Salomon Stiebei, Frankfurt a. M. Re! chswahlliste: Kurt Blumenfeld, Berlin R.-A. Dr. Max Kollenscher, Berlin , *״®י ׳ R.-A. Max Jacobsohn, Breslau Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin Dr. Siegfried Moses, Zwickau Isaac Feuerring, Berlin Louis Tumpowsky, Leipzig Dr. Erich Buchholz, Hamburg Frau Dr. Marie Mayer, Berlin Dr. Ignatz Emerich, München Dr. Meinhold Nußbaum, Nürnberg R.-A. Dr. Georg Weißmann, Beutnen Salomon StiebeL Frankfurt a. M. Dr. Martin Ascher, Berlin Hans Kaufmann, Berlin Dr. John Levy, Dresden Dipl.-Ing. Nathan Grünstein, Frankfurt a. M. Leo Gofdhaber, Leipzig Dr. Sigmar Ginsburg, Königsberg Dr. Alfred Landsberg, Wiesbaden Dr. Moritz Bileski, Berlin Wahlvorschlag Nr. 4. Vereinigung Radikaler Zionisten (angeschlossen der Weltwahliiste der ״Vereinigung Radikaler Zionisten“) Wahlkreis I: Dr. Max Soloweitschik, Berlin Dr. Nachum Goldmann, Berlin Benzion Fett, Berlin S. Haajpuder, Berlin Georg Lewin, Berlin Jakob E>ränger, Frankfurt a. M. Chiel Schwarzbart, Beuthen Jakob Wodowskl, Frankfurt a, M. M. Ziegler, Düsseldorf Wahlkreis II: Dr. Nachum Goldmann, Berlin Dr. Max Soloweitschik, Berlin Jakob Dränger, Frankfurt a. M. Chiel Sehwarzbart, Beuthen Benzion Fett, Berlin S. Haarpuder, Berlin Georg Lewin, Berlin Jakob Wodowskl, Frankfurt a. M. M. Ziegler, Düsseldorf Reichswahlliste: Dr. Nachum Goldmann, Berlin Dr. Max Soloweitschik, Berlin Benzion Fett, Berlin Jakob Dränger, Frankfurt a. M. Chiel Schwarzbart, Beuthen S. Haarouder, Berlin Georg Lewin, Berlin Jakob Wodowski, Frankfurt a. M. M. Ziegler, Düsseldorf Frau Nadja Stein, Berlin Richard Wolfheim, Erfurt Julius Levinsohn, Braunsberg Wahlkreis II: Georg Landauer, Berlin Chajim Arlosproff, Tel-Awiw Rudolf Samuel, Breslau Bruno Nathan, Köln Kurt Löwenstein, Bertt« ..Walter'Deulichmänli,' Reichswahlliste: Georg Landauer, Berlin Chajim Arlosoroff, Tel-Awiw Fritz Noack, Gotha Rudolt Samuel, Breslau Frau Nadja Stein, Berlin Kurt Löwenstein, Berlin Wahlvorschlag Nr. 6. Zionisten - Revisionisten (angeschlossen der Weltwahlliste der Zionisten-Revisionisten) Wahlkreis I: Richard Lichtheim, Berlin Redakteur Issai Klinow, Berlin Dr. Wolfgang von Weis!, Jerusalem Dr. Hans Bloch, Berlin Dr. Julius Brutzkus, Berlin Ch. BcIIilowski, Roßleben Hans Werner, Berlin Leo Czeskis, Berlin Dr. Ernst Ettisch, Berlin Eduard Wellisch, Berlin Max Baer, Berlin Wahlkreis II: Richard Lichtheim, Berlin Dr. Paul Arnsberg, Frankfurt a. M. Dr. Julius Brutzkus, Berlin Frau Edith Lachmann, Breslau Dr. Ludwig Goldwasser, Leipzig Ch. Bellilowski, Roßleben Dr. Ernst Ettisch, Berlin Leo Gold, Beuthen Hans Werner, Berlin Max Baer, Berlin Redakteur Issai Klinow, Berlin Reichs Wahlliste: Richard Lichtheim, Berlin Redakteur Issai Klinow, Berlin Dr. Paul Arnsberg, Frankfurt a. M. Dr. Wolfgang von Weisl, Jerusalem Frau Edith Lachmann, Breslau Dr. Julius Brutzkus, Berlin Dr. Ernst Ettisch, Berlin Ch, Bellilowski, Roßleben Dr. Ludwig Goldwasser, Leipzig Leo Czeskis, Berlin Hans Werner, Berlin Eduard Wellisch, Berlin Max Baer, Berlin Leo Gold, Beuthen Wahlvorachlag Nr. 5. Hapo€l-Hazafr (Hitachduth) (angeschlossen der Weltwahliiste der Hitachduth) Wahlkreis I: Georg Landauer, Berlin Chajim Arlosoroff, Tel-Awiw Fritz Noack, Gotha Kurt Löwenstein, Berlin Auszug aus den wichtigsten Wahlbesümmungen 1. Die Wahlen müssen in sämtlichen Wahlorten Deutschlands am 23. und 24. Juni stattfinden. Wahlen, die vor dem 23. Juni und nach dem 24. Juni stattfinden, sind ungültig. 2. Die Ortswahlkommissionen haben die Wahllokale und die genauen Wahltermine festzusetzen und entweder durch Veröffentlichung in der ״Jüdischen Rundschau“ oder in ortsüblicher Weise mindestens drei Tage vor der Wahl, spätestens also am 20. Juni, bekanntzumachen.;