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Jüdische Rundschau · 1929-06-13 · Heft 45-46 (13.6.1929) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 45-46 (13.6.1929)
Date
1929-06-13
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 292 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 45/46, 13. VI. 1929 jener heutig-en Juden, in denen die Zweiheit der Gefühle wiederklingt, die Sehnsucht nach dem Lande der Väter und die Liebe zum Lande der Geburt. Franz Hirschberg. Palästinensische Trauben und Mandeln In England Das Regierungs-Department für Landwirtschaft veröffentlicht soeben eine neue Publikation über die Erfahrungen mit dem Export von Tafeltraube n. Die Untersuchungen über den Verlauf der Verschiffung und die Verwertung der Früchte in London wurden von dem ,,Empire Marketing Board“ in London angestellt. Die Publikation bringt in detaillierten Ausführungen die Ergebnisse der zweiten Verschiffung, die im ganzen wesentlich günstigere Absatz-Aussichten verheißt als die erste, wenn auch weiterhin UntersuChungen über die besten Verpackungs- und Transportmethoden erforderlich sind. Das Regierungs-Department für Landwirtschaft gibt ferner in einem Flugblatt die Erfahrungen bei der Versendung palästinensischer Mandeln nach England im Juni des vergangenen Jahres wieder. Der Empire Marketing Board, der auch diesen Versuch durchführtc, berichtete darüber, daß palästinensische Mandeln, die geschält und gereinigt nach England gesandt werden, dort leicht einen Preis von sh. 2,4 bis 2,8 pro kg erzielen können. MAIIMADI WELTV m BAND Polen Lehrkurs für Turnen und Sport in Biolslo. Nach dem Vorbild des C. S. R.-Makkabiverbandes veranstalten wir in diesem Jahre einen Lohrkurs für Turnen und Sport, der anschließend an das Landesturnfest in M.-Ostrau in der Zeit vom 1. bis 15. Juli bei uns in ßielsko statlfindet. In diesem Kurse sollen die Teilnehmer in allen Disziplinen des Turnens nach den neuzeitlichen Systemen und der Leichtathletik sowie im Schwimmen ausgebildet werden. Die Leitung des Kurses liegt in den Händen von bewährten Fachleuten, die bereits den Sommervorturnerkurs im vergangenen Jahre in Bundenburg geleitet hatten, wie Prof. Dtieksfein aus Budapest, Prof. Reiß aus Wien, Frau Dr. Else Heller aus Prag für den rhythmischen und gymnastischen Unterricht, und überdies Martin Sicdner von der ״Barkochha" Katewice für den praktischen leichtathletischen Unterricht. Alle Kursleiter gehen eine Gewähr dafür, daß der Kurs ein ganz gediegener zu werden verspricht. Briefe an die Redaktfon Berlin, den 9. Juni 1929. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ ln dem Artikel ״Misrachi“ — Nr. 42 der ״J. R.“ — ist die Rede davon, daß das Linke Zentrum sich aufgelöst hätte. Wir legen Wert auf die Feststellung, daß das nicht zutreffend ist. Der Arbeitsausschuß ,,Linkes Zentrum“ besteht weiter. Das Linke Zentrum hat sich aber — wie im Artikel ״Allgemeiner Zionismus“ von Blumenfeld dargelegt worden ist, entschlossen, von der Aufstellung einer eigenen Liste zur Kongreß-Wahl ab- Zusehen, und die Kongreß-Wahl cingegiiedert in die Gesamtheit des Allgemeinen Zionismus durchzuführen, als dessen Teil sich das Linke Zentrum stets betrachtet hat. Mit Ziemsgruß Arbeitsausschuß Linkes Zentrum Dr. Sally Hirsch. Berichtigung Wir erhalten folgende Zuschrift: In Nr. 44 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 7. Juni a. c. behandeln Sie unter der Ueberschrift ״Streiflicht auf ,Streiflichter‘“ meine Veröffentlichung ,/Streiflichter zur Berliner Gemeindepolitik“ in Nr. 23 der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“. In Ihrem Artikel -heißt es: 1. ״Es ist nicht wahr, daß dem angestellten zionistischen Lehrer aus Palästina (Rosenthal, Bruder des Predigers der Reformgemeinde, Dr. Rosenthal) Umzugskosten in Höhe von 2500 M. vergütet wurde n.“ Demgegenüber stelle ich fest, daß es nicht wahr ist, daß eine derartige Behauptung in meinem Artikel enthalten war. Ich hatte lediglich geschrieben: ״Ein zionistischer Lehrer, der aus Palästina zurückzusiedeln wünscht, wird angestellt. Die erforderliche Genehmigung der Repräsentantenversammlung einzuholen, wird ,vergessen‘. Schließlich stellt sich im Schul- Vorstand das Versehen heraus, als für den bereits erfolgten Umzug etwa zweieinhalbtausend ,Mart Umzugskosten bewilligt werden sollen.“ 2. Sie schreiben: ״Bei dem ,anderen Herrn, selbstverständlich auch Zionist, der mit etwa 12000 M. Jahresgehalt in der Gemeinde beschäftigt wird, ohne daß jemals seine Beschäftigung von der Repräsentantenversammlung beschlossen worden ist, handelt es sich (und das sollte Bruno Woyda enau wissen) um eine selbstverständliche Verpflichtung bei er Uebernahme einer Synagoge durch die Verwaltung der Jüdischen Gemeinde. Diese Uebernahme ist unter der Bedingung erfolgt und konnte nicht anders bewerkstelligt werden, als daß man diese Verpflichtung übernahm.“ Es ist nicht wahr, daß die Uebernahme der betreffenden Synagoge unter der Bedingung erfolgt ist und nicht anderes bewerkstelligt werden konnte, als daß man den an ihr tätigen Prediger übernahm. Wahr ist vielmehr, daß bei der Uebernähme der betreffenden Synagoge ausdrücklich festgelegt wurde, daß eine Verpflichtung zur Mitübernahme der an der betreffenden Synagoge tätigen Funktionäre nicht besteht. Wahr ist ferner, daß eine Nichtübernahme des betreffenden Predigers ausdrücklich vereinbart worden ist. Bruno Woyda. *** Unser Gemeindeberichterstatter wird auf den sachliehen Inhalt dieser Zuschrift noch zurückkommen. Red. Vermischtes Ausstellung jüdischer Kunst. Aus Anlaß des Zionistenkongresses in Zürich veranstaltet die Galerie Aktuaryus im Juli- August in ihren Räumen eine großzügig organisierte Ausstellung von Werken der Malerei und Graphik, deren Autoren Juden sind. Unter Ausschluß jeglicher Konzession wird nur qualitativ Bestes geboten. Besonderes Gewicht wird hierbei auf Persönlichkeiten gelegt, deren Schaffen bisher in Zürich nicht oder nur wenig gezeigt wurde. Aus diesem Grunde wurde aus den in Paris ansämigen jüdischen Künstlern eine Gruppe gebildet, die im Hauptsaal dominieren wird. Mittel- und Osteuropa wird hauptsächlich durch Graphik vertreten sein, wobei neben vielen jungen Künstlern natürlich auch Liebermann, Israels, Pissaro usw, nicht fehlen dürfen. ״Orf‘-Akti0nen. Unter Leitung des Herrn Rabbiner Dr. Freud ontkal fand in Nürnberg ein Vortragsabend der ״Ort-" Gesellschaft statt, an welchem der Generalsekretär, Dr. Michael Triiib, sprach. Im Anschluß an den Vortrag wurdo ein Aktions- Ausschuß gebildet, dessen Vorsitz Justizrat Dr. Gallinger übernahm. — Der Vortragsabend in Stuttgart, an dem ebenfalls General- Sekretär Dr. Michael Traub sprach, wurde von Ministerialrat Dr. Hirsch geleitet, der auch den Vorsitz des Aktions-Ausschusses übernahm. Hilfsverein Deutscher Juden. Die Werbearbeit für den Deutschen Juden macht in Württemberg weitere guto Fortschritte. Jüngst fand in Ulm eine von der Gemeinde einberufene Versammlung statt, in der Rabbiner Dr. J. Colin einen fesselnden Vortrag über Paul Nathan: ״Der Mann und sein Werk“ hielt. Die Ausführungen von Dr. Cohn wurden vom Gemeindevorstand, Herrn Dr. Gump, und R.-A. Dr. Leopold Hirsch, warm unterstützt. Alle Anwesenden schlossen sich der neugegriindeteri Mitgliedergruppo des Hilfsvereins der Deutschen Juden in 1 Im an. Frankfurt a. M. Wir werden um Abdruck nachstehender Mitteilung gebeten: Es sind folgende Broschüren bei der Wahllcitung der Zionisten-Revisionisten eingetroffen: 1. Grundsätze des Revisionismus. 2. M. Großmann: Gegen die ״gemischte" jüdische Agenz. 3. Dr. E. Soskin: Das Kolonisationsproblem. 4• M. Großmann, J. Srhechtmann: Das revisionistische Auf bauprngramm. Interc.sscnten können diese Broschüren bei Herrn Dr. Paul Arnsberg, Frankfurt a. M., Wolfsgangstr. 34, bestellen. Zustellung erfolgt zum Selbstkostenpreis. Deutscher Kreis Das Sportfest der Hakoah Oberschlesien. Das Sportfest dor Hakoah in Beutlien war zusammen mit der Hakoah Gleiwitz und Hindenburg organisiert. Der Begrüßungsabend am Sonnabend war überfüllt. Es sprachen Dr. Leiewer, Rabbiner Dr. Golinsky und Dr. Mechner, Bielsko. Geleitet wurde die Versammlung von dem Vorsitzenden der Hakoah Gleiwitz, Liegner. Die Stimmung in der Versammlung war sehr gut. Am nächsten Tag trafen auch noch aus Prag Tbr, Herzog und aus Mährisch-Ostrau Dr. Bacharach ein, mit denen gleichzeitig die Weltverbandsf ragen eingehend durchgesprochen wurden. Am Vormittag wurde ein Festzug voranstallet, der durch die ganze Stadt ging und an dem etwa 200 Personen teilgenommen haben. Der Eindruck auf die jüdische Bürger- Schaft war, wie aus Privatgesprächen zu entnehmen war, sehr gut. Das Sportfest selbst am Nachmittag war gut besucht. Es sprach vor Eröffnung der Kämpfe Stadtrat Dr. Kleinert für die Stadt Beuthen, Dr. Leiewer für den Weltverband und Deutsehen Kreis, Hutterer hebräisch für die Hakoah. Der polnische Generalkonsul, der einen wertvollen Preis gestiftet hatte und selbst anwesend war, begrüßte persönlich die Vertreter der polnischen Vereine. Außer den oberschlesischen Vereinen waren Mannschaften aus Wien, Bielitz, Mährisch-Ostrau und Teschen erschienen. Im ganzen waren etwa 500 Zuschauer anwesend. Georg Kurz gewinnt die 100 m ln 10.8 Sek. in Frankfurt 3. d. Oder. Im herrlichen Ostmarkstaiiion zu Frankfurt a. d. Oder wuredn am vergangenen Sonntag spannende Leichtathletik-Wettkämpfe ausgetragen. Von den Berliner Vereinen schnitt der Bar Kochba bei weitem am besten ab. In den 100 m-Endlauf hatten sich drei Bar Kochbaner: Kurz I, Gerber und Simmenauer durchgenmgen, und Kurz I siegte in der guten Zeit von 10.8 Sek. vor seinem Klubkameraden Gerber. Auch im 400 m-Endlauf vertraten Bergmann I und Rosenthal die blau-weißen Farben. Ohne auszulaufen, zerriß Bergmann in 53 Sek. das Zielband; Rosenthal — zum ersten Male «ls Senior startend — belegte den 3. Platz. Eine Ueberraschung gab es im Soom-Lauf. In dem sehr stark besetzten Felde legte sich Egor immer an die Spitze, gefolgt von dem bekannten Brandenburger Kumetz. Dieser nahm ihm nach 600 m die Führung ab, doch Eger kämpfte 50 m vor dem Ziel mit unglaublicher Energie seinen Gegner nieder und zerriß in 3.06 das Zielband. In der 4 X ioo m-Staffel siegten die Bgr Kochbane? überlegen mit der Mannschaft Gerherc Kurz I, Kurz II, Simmenauer in 44 Sek. vor Teutonia und dem Berliner Sport-Club. Noch überlegener mit über ioo m Vorsprung wurde die Schlußstaffel, die io X aoom-Staffcl, vor dem Berliner Sport-Club gewonnen. Im ioo-m-Jugendlauf für ältere Jugend belegte Fuchs den 2. Platz in der sehr guten Zeit von 11.5 Sek. Leihholz gewann den ioo m-Lauf der jüngeren Jugend mit 4 m Vorsprung in 11.g. Auch die 4 X ioo m־Staffel der jüngeren Jugend wurde überlegen gewonnen. — Am Vormittag verhalf Lewin beim Hochschulstaffellauf der Universität zum Sieg. — Am kommenden Sonntag startet der Bar Kochba beim Sportfest dos Deutschen Sport-Clubs auf dem Hubertus-Sportplatz im Grunewald. Von den Sprintern wird nur Gerber im 200 m-Lauf in Aktion treten. Nach langer Zeit werden die Mittelstreckler des Bar Kochba in einer Staffel, in der 4 X 800 m- Staffel, sich zum Kampfe stellen. Auch die 4 X 400 m für Junioren sowie eine 4 X ioo m-Anfängerstaffel wird der Bar Kochba bestreiten. Ebenfalls auch zu Jugendwettbewerben hat der Bar Kochba gemeldet. Ness. Bar Kochba Hannover. Gordon-Abend. Auf Veranlassung der Tendenzkommission versammelten sich die Mitglieder der Herren- sowie Damen-Arbeitsgemeinschaften zu einem Gordon-Ausspracheabend. Tbr. Reisner skizzierte das Wirken dieses Hakoha- Dichters und brachte auch einige deutsche Uebcrsetzungen von ihm zum Vortrag. — Lag-Beomer-Trcffahrt. Wegen schlechten Wetters ließ die Beteiligung dieser Tour, am Sonntag, dem 2. Juni, zu wünschen übrig, denn nur zehn Bar Kochbaner und Bar Kochbanerinnen hatten sich eingefunden. Am Nachmittag war eine Aussprache der Lag-Beomer-Geschehnisse. Die Einleitung hierzu brachte Tbr. Chaskcl Keller. — Kinder-Abteilungen. Zwei Kinder-Abteilungen wurden vergangene Woche eröffnet. Der Besuch ist bereits zufriedenstellend. Die erste Abteilung, bestehend aus den 10- bis 14-Jährigen turnt Montags von (46 Uhr bis (48 Uhr; die Jüngeren, von 6 bis io Jahren, turnen am Donnerstag von l/a6 bis 7 Uhr. Die Leitung liegt in den Händen von Tsch, Lina Groß, Mathilde Stub, Tbr. Salem Spatz und David Stub. — Fußball. Am Sonntag, dem g. Juni 1929, hatte die 1. Herrenmannschaft ihr letztes Verbandsspiel um die Gaumeisterschaft auszutragen. Der Gegner war Reichsbahn- Sportverein Hannover. Wir entnehmen aus der H.-A.-Sportzeitung; Die Platzleute (Bar Kochba) zeigten gute Leistungen. Schon zur Halbzeit lagen die Bar Kochba-Leute mit 3: 1 in Führung. Nach Wiederbeginn wurdo beiderseitig flott angegriffen, so daß die Torhüter und dio Verteidiger schwere Arbeit hatten. Dem Gastgeber gelang es, noch vier Erfolge zu buchen, während die Gegner nur zwei herausholen konnten. Nach diesem Ergebnis dürfte bei den nächsten Kämpfen mit dem Siege dieser Spieler zu rechnen sein. Vor dem Herrcn-Spiel standen sich die Scliülermannschaften von Bar Kochba und «7־Linden gegenüber. Trotzdem sie zuerst mit 1:0 in Führung gingen, mußten sie sich zuletzt mit 3: 1 als besiegt erkennen. — Faustball. Dio Herren- sowie Damenfaustballmannschaf tan haben ihre ersten Meisterschaftskämpfe hinter sich. Da dio Herren in ihrer Gesamtaufstellung nie zusammen trainiert hatten, konnten sie keine einheitliche Leistung zeigen, so mußten sie ihre ersten beiden Spiele, und zwar gegen den Besten der A-Klasse, Post-Sportverein 48: 32, und Deutscher Sport- Club mit 46: 2 8, verlieren. Auch die Damenmannschaft hatte nicht in der gewohnten Besetzung antreten können. Doch gelang es ihr, ebenfalls in der A-Klasse spielend, am Sonntag, dem 9. Juni, gegen drei der besten Mannschaften Hannovers gute Ergebnisse herauszuholen. Sie spielten gegen Sportverein Borussia im harten Kampf unentschieden mit 45: 45, gegen Sportverein 1895 verloren sie knapp mit 1a Punkten, Ergebnis: 38: 52. Dagegen gewannen sie gegen Spielvereinigung von 1897 nach gutem Spiel mit 64: 40• Dudek. Bar Kochba Nürnberg. Mit einer kleinen Schar von fünf Leuten gingen wir bei den diesjährigen ״Nationalen Wettkämpfen an Roth" an den Start. Zwei ״Erste", drei ״Zweite“, einen ״Drillen“ und eine״ ״Vierten'‘, das war ein Erfolg, wie ihn selbst die größten Optimisten nicht erwarten konnten. — Leo Bukofzer holle sich in glänzender Manie? den 1, Preis im 100 m-Junioren, während er sich im 100 m-offen durch eine Fehlentscheidung des Zielgerichtes mit einem 3. Platz begnügen mußte. Beidemal war die Zeit 11,5. Justin Lehmann, unser Mittelstreckler, sicherte sich ebenfalls einen guten ״Zweiten“ im 1500 m-Lauf, in der Zeit von 4.39,3. Karl Willner trat im Kugelstoßen an und belegte hier bei starker Konkurrenz den 3. Platz. Sein erzielter Stoß von 10,26 m bedeutet eine neue Vereinsbestleistune. Der größte Erfolg jedoch war der Sieg unserer 4 X 100 m -Staffel, dio wir nach hervorragendem Wechsel sicher vor Fußballsportverein und Polizei nach Hause liefen. In der Schwedenstaffel sicherten wir uns einen guten 3. Platz unter 5 Vereinen. Zu den Bezirksmeisterschäften von Mittelfranken meldeten wir Leo Bukofzer im 100 und aoo m-Lauf. In beiden Läufen sicherte sich unser glänzend disponierter Sprinter den ״Zweiten" hinter dem nordbayerischen Meister K. Meisel vom i.F.C. N. Die erzielten Zeiten von 11.7 und 55.5 können bei der weichen Bahn und starkem Gegenwind als sehr gut bezeichnet werden. Dia 4 X 100 m-Staffel holte sich nach schönem Lauf, besonders unseres Schlußmannes Bukofzer, den Titel ״Kreismeister der Klasse B/C" in der sehr guten Zeit von 46.4• L u w i. ״Der Makkabi“, Heft 6, Juni, ist als zweites Sonderheft Makka bi -Welt-Verband erschienen. Aus dom Inhalt: Nathan Kaminski; Halbzeit — Joseph Klopstock-Berlin: Erziehung im Makkabi — I. Iluterer-Tel Awiw: Kulturprogramm für dio Makkabivereina — Dr. A. Rosenfeld-Kowno: Thesen — Dr. Hubert Pollack-Berlin: Zum XVI. Zionistenkongreß —- Fritz Mautner- Berlin: Sport im Makkabi-Welt-Verband u. a. Ferner werden Berichte über dis Makkabi-Bowegung in Bulgarien und Rumänien, Zsowie aus England, Amerika und Süd-Afrika veröffentlicht. Auch!das Nachrichtenblatt des Bar Kochba Berlin erscheint wieder unverkürzt. ״Der Junge Jude“, Heft 2, des 3. Jahrganges, ist soeben erschienen und enthält neben vielen anderen interessanten Beiträgen auch solche von Gustav Landauer, die bisher unveröffentlicht waren. Ferner einen Artikel von Dr. Georg Lubinski über die nichtzionistischs Jugend und die Jewish Agency, Brachmann, Zwi Lufban, Fnimkin u. a. m. Das schön ausgestattete Heft ist zum Preise von 0,60 M. durch jede Buchhandlung oder direkt vom Verlag, Berlin SW 68, Neuenburger Str. 37, zu beziehen. Jung-jüdischer Wanderbund Sachsen. Am 3. Juni fand in Buchheim eine Zusammenkunft der älteren Chawerim des Gaues Sachsen statt. Diese Tagung hatte den Zweck dor wissensmäßigen Fortbildung des Chawerim, ln Zukunft werden etwa alle zwei Monate ähnliche Tagungen veranstaltet werden. Georg Lubinski hielt eine Arbeitsgemeinschaft über ״materialistische Geschichtsauffassung“ ab. K. J.V.-Stellenvermittlung. Wir suchen: Apotheker für aussichtsreiche Stellung in norddeutscher Provinzstadt. Referendar für Berliner Anwaltsbüro. Vertreter für ärztliche und zahnärztliche Praxis in Berlin und Provinz. Auskunft erteilt das Präsidium des K.J. V., Berlin-Charlottenburg, Bleibtreustr. 50. Warnung. Gewarnt wird vor einem Schwindler, der vorgibt, für das ״Rabbinerseminar zu Berlin" Gelder zu sammeln. Das Seminar macht bekannt, daß niemand von ihm zu Sammlungen autorisiert ist und bittet ausdrücklich um sofortige Mitteilung, falls irgend jemand behaupten sollte, im Aufträge des Seminars Gelder zu sammeln. Da der Schwindler anscheinend mit gefälschten Briefen arbeitet, so wird besonders gebeten, auch das Vorlegen von Dokumenten nicht für eine Aufhebung dieser Warnung anzusehen. Gottesdienst am Schabuothfest. Donnerstag, den 13. Juni 1939» abends: in den Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr. Freitag, den 14• Juni 1929, abends 8,30 Uhr: in den Synagogen mit neuem Ritus: an beiden Abenden: § Uhr. Freitag, den 14• Juni 1939, vormittags: in der Alten Synagoge, Sjiiagogen Pestalozzistr. und Kottbusser Ufer: 8,30 Uhr; in den Synagogen Raiserstr״ Rykestr., Münchener Str., Grunewald Franzensbader Str. und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: Frübgoltesdiemt: ך,So Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freier; Synagoge Kaiserstr.: Broch; Synagoge Rykestr.: Dr. Wilh. I.owv; Synagoge Pestalozzistr.: Rabb. Nobel; Synagoge Kottbusser Ufer: Dr. Bleichrodc; Synagoge Münchener Str.: Dr. A. Levy; Synagoge Grunewald Franzensbader Str.: Dr. E. Cohn; Neue Synagoge: Dr. Weiße; Synagoge Lindcnstr.: Dr. Wevl; Synagoge Lützowstr.: Dr. Baeck; Synagoge Fasanenstr.: Dr. Gallincr; Synagoge Levelzowstraße: Dr. Prinz; Synagoge Friedenstempel: Dr. Bergmann. Sonnabend, den 15. Juni 1939, vormittags: Synagoge Pestalozzistr. und Kottbusser Ufer: 8,30 Uhr; Synagogen Münchener Str,, Granewald Franzensbader Str. und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; in allen anderen Synagogen: 1. Gottesdienst mit Seolenfeier: 7,0 Uhr außer Friedenstempel); 2. Gottesdienst mit Seelenfeier und Predigt: 10 Uhr. Der Eintritt zum zweiten Gottesdienst ist nur mit Karten gestattet. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Froiuiann; Synagoge Kaiserstraße: Dr. W, Lewy; Synagoge Rykestr.: Dr. Freier; Synagoge Pestalozzistr. Dr. Freund; Synagoge Kottbusser Ufer: Dr. Bleichrode; Synagoge Münchener Str.: Dr. Arthur Levy; Synagoge Grüne- ■wald Franzensbader Str.: Dr. E. Cohn; Neue Synagoge: Dr, Warschauer: Synagoge Lindenslr.: Dr. Blumenthal; Synagoge Lützowstr.: Dr. Wiener; Synagoge Fasanenstr.: Dr. Bergmann; Synagoge Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz: Synagoge Fricdenstempel: Ehr. Prinz. Abend gottesdienst (Festausgang): g,31 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Synagogen: 7,30 Uhr; morgens: Snaygogen mit altem Ritus, außer Synagogen Pestalozzistraße und Münchener Str.: 6,30 Uhr; Synagogen Grunewald, Pestalozzistr., Münchener Str. und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. ^angermimder Marmeladen/ *;ד7

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