Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 43 (4.6.1929)
- Date
- 1929-06-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 272 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 43, 4. VI. 1939 Die Wahlen zum XVI. Zionisienkongrei) Bekanntmachung Nr. 5. 1. In Ergänzung unserer Mitteilung betreffend W a 111 0 r t e (vgl. Bekanntmachung Nr. 3 in der ״jüdischen Rundschau“ Nr. 41) hat die Hauptwahlkommission beschlossen, daß auf Antrag auch Kur - und Badeorte zu Wahlorten erklärt werden können, falls zur Zeit der Kongreßwahlen mindestens fünf wahlberechtigte Schekelzahler dort ihren — wenn auch zeitweiligen — Wohnsitz haben und die ordnungsgemäße Durchführung der Wahlen gemäß der von uns erlassenen Wahlordmmg gewährleistet ist. Entsprechende Anträge müssen spätestens am 16. Juni bei der Hauptwahlkommission eintreffen. In den Anträgen müssen die Namen von mindestens fünt wahlberechtigten Schekel- Zahlern angegeben werden, die ihren vorübergehenden Aufentlialt während der Wahlzcit in dem betreffenden Kur- oder Badeert haben (Vor- und Zunamen und genaue Adresse), und es muß versichert werden, daß die betreffenden Personen das 18. Lebensjahr überschritten und für dieses Jahr (5689) den Schekel entrichtet haben. Die Antragsteller haben die Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß bei Genehmigung ihres Antrages durch die Hauptwanlkommission eine ordnungsgemäße Wahl in dem betreffenden Kur- oder Badeort durchgeführt wird. Sie haben insbesondere zu veranlassen, daß eine lokale Wahlkommission gebildet wird, und daß Wahllokale und Wahlzellen mindestens drei Tage vorder Wahl in ortsüblicher Weise (Plakatierung, Aushang in jüdischen Restaurants) und durch Veröffentlichung in der ״Jüdischen Rundschau“ bekanntgegeben werden. 2. Gemäß § 3 der Wahlordnung werden die folgenden weiteren Orte zu Wahiorten erklärt: Wahlkreis I: Allenstein, Frankfurt a. O., Kiel, Waltershausen. Wahlkreis II: Jülich, Koblenz, München (versehentlich in der ersten Veröffentlichung• ausgelassen). Es wird noch einmal darauf ningewiesen, daß Anträge aut Erklärung weiterer Orte zu Wahlorten (insofern es sich nicht um Kur- und Badeorte handelt) spätestens am 10. Juni bei der Hauptwahlkommission eingehen müssen. Um Zeitverluste zu vermeiden, werden die Antragsteller noch einmal dringend ersucht, entsprechend den Bestimmungen der Wahlordnung bei derartigen Anträgen die genauen Namen una Adressen von mindestens fünf wahlberechtigten Schekel zahlern ihres Ortes anzuführen und die Versicherung abzugeben, daß die Betreffenden das 18. Lebensjahr erreicht und den Schekel für dieses Jahr (5689) entrichtet haben. Nur solche Anträge, die diese Angaben enthalten, können von der Hauptwahlkommission berücksichtigt werden. 3. Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen (vgl. Bekanntmachung Nr. 2 in der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 39/40) am 12. Juni 1929 abläuft. Berlin, den 3. Juni 1929. Die Hauptwahlkommlssion für die Wahlen zum XVI. Zionlsten-Kongreß in Deutschland. Rosenblüth. Karlsbad. Oberkantor Manfred Le-w ando wskf veranstaltete am 37. Mai im Kurhauaaaal in Karlsbad einen Lieder- und Arien- Abend» der bei Publikum und Presse mit größtem Beifall aufgemommen wurde. Der ltoinertrag wurde dem dortigen Israelitischen Kurhogpital überwiesen, Pina Enteiiberfl j Am 20. Ijar verstarb im jugendlichen Alter von 24 Jahren nach langem, schwerem Leiden, Di na Entenberg, eine der besten und hingebungsvollsten Führerinnen des Zeire-Misrachi, Berlin. Wie wenigen war es ihr gegeben, junge Menschen zusammenzubringen und sie zu selbstloser, hingehender Arbeit für ein Ideal zu veranlassen. Es war kein Zufall, daß das Ideal, das sie verwirklichen wollte, die Schaffung eines neuen Heims für das jüdische Volk im Lande unserer Väter war, denn sie hatte als Mensch empfunden, wie schmerzlich es ist, kein eigenes Heim zu besitzen. So trieb ihr großes jüdisches Herz sie dazu, nicht für sich allein ein Heim zu suchen, das hatte sie bei ihrer liebenswürdigen und liebenswerten Persönlichkeit schnell gefanden, aber sie wollte auch für andere schaffen helfen,• was ihr selbst fehlte. Sie arbeitete als einer der Ausdauerndsten in der ״Ahawa“, im Heim für elternlose jüdische Kinder, gab ihre ganze Liebe dieser Arbeit und leistete dort viel mehr, als sonst Menschen in jugendlichen Jahren leisten. in keinem Moment vergaß sie darüber ihr Lebensziel, für das jüdische Volk zu arbeiten, und das tat sie mit aller Kraft im Zeire-Misrachi. Leider war es ihr versagt, in Erez-israel selber, wonach sie mit aller Glut ihres Herzens strebte, als Schwester tätig zu sein. Sie mußte sich damit begnügen, hier zu wirken, bis ein tückisches Leiden ihre Arbeitskraft gebrochen hat. Viel zu früh hat nun der Tod sie von uns gerissen. Ihr Beispiel aber wird uns auch weiterhin lehren, wie ein junger jüdischer Mensch sein Leben zu gestalten hat. A.A. * Der Zeire-Misrachi, Berlin bat beschlossen, zum Andenken an seine Chaworah Dina Entenberg in dem neu zu errichtenden Landau- Wald in Scheik Abrek Bäume auf ihrer» Namen zu pflamen. Diejenigen Gesinnungsgenossen, die der Verstorbenen diese Ehrung bringen wollen, werden ersucht, umgehend auf das Postscheckkonto Max Kober (Misraehi-Zontral-Büro) Berlin 51315 Spenden zu überweisen. Ein Vermächtnis für Heren Bajessod Am 15. Februar d. J. starb in Berlin unser Gesinnungsgenosse Herr Salomo!» Hepner im hohen Alter von 82 Jahren. Salomon Hepner war ein treuer Freund unseres Werkes, der der zionistischen Bewegung seit ihren Anfängen angehört und zahlreichen Zionisten nahegestanden hat. Der Verstorbene hat dem Keren Hajessoil testamenlariseh 15 000 M. hinterlassen. Ortsgruppen Breslau. Die Partei der Zionisten - Revisionisten, Ortsgruppe Breslau, veranstaltete am 58. Mai eine Lag-ßeomerfeicr unter Mit- Wirkung von Frau Kiite Fischer (Gesang) und Frl. Stcrnlieb (llezilation). Die Festrede hielt M. Nußbaum. Gleiwitz, O.-S. Tief erschüttert hat uns die Nachricht von dem Ableben unser« Kantors II. Markus. Reiches talmudiscles Wissen, das er mit feinem Scharfsinn zu ״lernen“ wußte, verband sich mit einem regen Interesse für moderne hebräische Literatur, deren Ent- Wicklung er mit jugendlicher Begeisterung verfolgte. Als besonderes Kennzeichen d ieser starken Persönlichkeit ragt seine Bescheidenheit hervor, die einer tiefen Demut entstammte, und die ihn manches Unrecht, das ihm im Loben widerfuhr, mit Gelassenheit tragen ließ. — Mit allen Fasern seines Herzens gehörte er dem Zionismus an, den er zu fördern suchte, soweit ihm dies bei der konträren Einstellung seiner Vorgesetzten möglich war. Seine Sehnsucht galt dom Lande Israels, dto zu sehen ihm leider «webt vergönnt war. Viele von ihm ausgebiideto Schüler trauern u» ihn. Das Andenken an ihn wird in der Gemeinde stets lebendig bleiben. Dr. E. H. Die Zeit schri ft ״Jüdische Arbeit!- und W anderfürsorge" beschäftigt sich in ihrem soeben erschienenen Mai-Heft mit der Stellung des Arbeitslosen innerhalb der Wohlfahrtspflege in einem Artikel von D r. Ilse G 0 1 d s e h m i d t ״Arbeitslosigkeit und Wohlfahrlspflege“. Das Heft bringt ferner einen umfassenden Bericht über rlie Tätigkeit, des Berliner jüdischen Arbeitsnachweises von Gertrud P r 0 c 11 0 w n i k. Vermischtes Persönliches. San.-Rat Dr. Casparv, der dieser Tage seinen 70. Geburtstag feiert, ist eine allseits beliebte und geachtete Persönlichkeit. In Rriissow (Kreis Prcnzlau) geboren, hat er nach seiner Uebcrsicdlung nach Berlin an vielen Werken der sozialen Fürsorge leilgenormnen und war Leiter das Wohlfahrtsamtes SW. Auch in jüdischer Beziehung hat er sich hervorgetan und erwarb sich große Verdienste für die Schaffung eines Gottesdienstes in seinem Bezirk. Casparv war auch viele Jahre Vorstandsmitglied des VertJ^s ״Ewa“ und fand darin seinen Weg zur Zionistischen Organisation. Seine Kinder sind in Palästina tätig. Dem vortrefflichen Manne wenden sich zu seinem Jubelfest alheiliga Sympathien zu. Berliner Zionistische Vereinigung. Mittwoch, den 5. Juni, 8(2 Uhr, Vertreterversammlung. Tagesordnung: 1. Presse übersieht, Referent: J. Klinow; 3• Mitteilungsblatt der B. Z. V., Referent Georg Lewin; 3. L'cber die Arbeit der F. A. P., Referent Dr. Nadja Stein. — Donnerstag, den 0. Juni, S1/» Uhr, Gruppe West der B. Z. V., im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. ״Massen- Propaganda und Kinzelpropagancla“. Referent: Hans Kaufmann. — Donnerstag, den 6. Juni, 814 Uhr, Gruppe Ost der B.Z.V., in den Unionsälen, Greifswalder Sir. 232. Dr. Georg Wollstein, Jerusalem: ״Dio Frage des privaten oder nationalen Bodenbesitzes in Paliislina auf dem 16. Kongreß“. — Donnerstag, den 6, Juni, abends 81/2 Uhr, Brith Trumpeldor, Berlin, im großen Saal des Logenhauses, Kleiststr. 10. Vortragsabend mit Lichtbildern. Dr. Wolfgang von Weisl: ״Arabien von heute“. ״Arabien von heute“. Unter diesem Thema findet am Donnerstag, dom 6. Juni, 81/2 Uhr abends, im großen Saal der Loge Kleiststraße 10, ein Lichtbilder-Vortrag des Herrn Wolfgang v. Weisl statt, der von Brith Trumpcldor Berlin veranstaltet wird. Wir• weisen auf diesen interessanten Abend besonders hin. Karten ä M. 0,7.5 bis M. 3,— sind im K.d. W., in der ,,Ewer"- Buchhandlung, Knesebeckstr. 5, und an der Abendkasse erhältlich. Vom Hebräischen Klub (Beth Am Iwri). Am Mittwoch, dem 5. Juni, 8/4 Uhr abends, findet im Hebräischen Klub (Grolmanstraßo 36), ein Vortrag mit Lichtbildern von Herrn Dr. L. Sukenik, dem Dozenten für Archäologie an der Hebräischen Universität Jerusalem, über die neuen von der Universität veranstalteten Ausgrabungen in Galiläa statt. Gäste willkommen. K. J. V. Stellenvermittlung. Wir suchen: Vertreter für 11:115-, Nasen-, Ohrenarzt von Ende August bis Mitte September, desgleichen Vertreter für allgemeine Praxis: für eine Aerztin Vertretung. — Wir können einem Bundeshrnder eine gute Existenz durch 1 ehernähme einer zahnärztlichen Praxis nachweisen. — Auskunft erteilt das K. J. V,, Bleibtreustraße 50. Jüdischer Ruder-Club ״IVHflA“. Wochenprogramm. Mittwoch, den 5. Juni: ab 181/2 Uhr Uebungsbotrieb im Bootshaus. — Sonntag, den fl. Juni: 10 Uhr bootsfertig. —• Mittwoch, den 15. Juni: ab 181/3 Uhr Uebungsbetrieb im Bootshaus; ab 201/3 Uhr Heimabend der Jüngeren. — Sonntag, den 16. Juni: 10 Uhr bootsfertig. — Mittwoch, den 1g. Juni: ab 181/3 Uhr Uebungsbetrieb im Bootshaus. — Donnerstag, den 20. Juni: 31 Uhr Heimabend der Aelleren bei Günther Boas, Berchtesgadener Str. 15. — Sonntag, den 33. Juni: io Uhr bootsfertig. — Mittwoch, den. 36. Juni: a|» 18% Uhr Uebungsbetrieb im Rootdaaus; ab 30% Uhr Heimabend der Jüngeren. — Sonntag, den 30. Juni: 10 Uhr bootsf artig. Statt Karten Hilde Loeb * Leo Marcos Verlobte Kusel ZwoB* VJ Hohentorstraße 9 Holland f Dr. Werner Nistelי Recha Nissel geh. Dawidow Vermahlte danken gleichzoitig für erwiesene Aufmerksamkeiten. Berlin N <55, Ezeriierstraße 11a VJ AtPD HF3 BAD KISSINGEN Zimmer mit and ohne Pension Fließendes Wasser kalt und warm Referenz: Rabbiner Dr. Bamberger nichtiger Kaufmann (Exporteur), 26 Jahr« alt, verheiratet, unermüdlicher Arbeiter, gewandt im Innen- und Außendienst, deutscher und englischer Korrespondenz, Buchhaltung u. 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