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Jüdische Rundschau · 1929-05-28 · Heft 41 (28.5.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 41 (28.5.1929)
Date
1929-05-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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» 1 4 Nt ■ :4 Einzelnummer 05ג (Soldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Crschemt jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2»— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AuHlaftd$fthcH>aeme»ts werden in der Wahrung der einzelne» Linder berechnet. Anzeigenpreis: 8 gesp. NonpareillezeÜe 0,50 G.׳־M, StellengMudse 0,25 G.-M. Nummer 41 Redaktion Verlag und Anzeigen - Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinWi5, Meinekestr. 10 Telephon; J 1 Bismarck 7165 -70. An««ign»chluS: Diaaatae and Freit•» mebaII11f14Uk, £,S •j,* k ־ K.° 92 173!״״« ״ ' ״, Basal V 9355, Belgrad 68032, Brussel 394 33, Budapest 596 93, Danag 1973, Haag 140470, Prag 59410 Str.asburg 164 30, Warschau 190 708, Wien 156 030, ״n י D״n1'?>״'« >“d N.ticnalbsnlr Dep.-Ks«« Berlin, Kur. nirstendamm 52; Bsncs de En. Cernsuu {Rumänien); Anglo Falestme Co, in Haua, jerusalem, T«I-Aviv. Berlin, 28. V. 1929 י״ח אייר- תרפ״ס XXXIV. Jahrg P«r Zionismus erstrebt «Or das JOdlsche Volk «He Schaffung einer dttentilch ■ rechtlich Besicherten Helmstitte ln Palästina. ln aller Kürze Nahum S o k o 1 o w wurde am 22. Mai vom Präsidenten Hoovcr im Weißen Hause empfangen, Sokolow war vom britischen Botschafter Howard eingeführt. Hoover versicherte seine starke Sympathie für die zionistische Idee. Am gleichen Tage wurde Sokolow vom Minister Curtis empfangen, der 1922 als Senator sich für die Annahme der Paläst ina-Resolutiön des Kongresses der Vereinigten Staaten eingesetzt hat. « Der amerikanisch -jüdische Kongreß, der soeben in Atlantic-City unter dem Vorsitz von Stephan Wise seine diesjährige Jahrestagung abhielt, faßte einen einstimmigen Beschluß, worin die Erweiterung der Jewish Agency begrüßt wird. Stephan Wise stimmte gleichfalls dafür mit dem Vorbehalt, er werde auf dem XVI. Kongreß für genaue Einhaltung der früheren Kongreßbeschlüssc eintreten. (er Kongreß faßte ferner eine Resolution, wonach eine Arbeitsgemeinschaft mit dem American Jewish Committee (Marshall-Oruppe), zu dem bisher tiefe Gegensätze bestanden, für wünschenswert erklärt wird. Dr. Sliosberg und Dr. Gottlieb-Warschau hielten Referate über die Lage der?uden in Osteuropa. Da Wise eine Wiederwahl abe h n t e, wurde R.-A. Bernhard Deutsch zum Präsidenten gewählt. # Die Konferenz des amerikanischen Misrachi protestierte dagegen, daß gewisse Institutionen in Jerusalem, die mit dem Gelde amerikanischer Juden erhalten werden, für politische Zwecke der Agudas Jisroel mißbraucht werden. Eine weitere Resolution spricht sich für unbedingte Aufrechterhaitung der vollen Autonomie des misrachlstischen Schulwesens in Palästina aus. * Auf dem Delegiertentag der deutschen Agudas Jisroel, der in Leipzig am 19. und 20. ds. Mts. stattfand, wurde u. a. der frühere Beschluß bezüglich Jewish Agency erneuert, wonach die Mitarbeit der Agudas Jisroel in der Agency für wünschenswert erklärt wird unter der Bedingung der Aus- Schaltung der Kulturarbeit aus der Tätigkeit der Agency. Eine zweite Resolution spricht der Agtida in Palästina für ihre Eolitische Organisationsarbeit den Dank aus und wünscht die chaffung einer einheitlichen orthodoxen Gemeinde in Palästina, * .' Die in Mo» Yetk■ AphaM•«« ,jArtdMQmtMnllMf• >§«#41 #1׳* ted Synagogue of America, der über 700 konservative Kongregationen ln den Vereinigten Staaten angehören, hat eine Resolution gefaßt, in der die Befriedigung über die Erweiterung der Jewish Agency zum Ausdruck gebracht wird. # Bei den Vorbereitungsarbeiten zum Hafenbau in den Steinbrüchen von Atlith brach zwischen der Leitung und den arabischen Arbeitern ein Lohnkonflikt aus. Die Mehrzahl der Arbeiter erklärte den überaus niedrigen Arbeitslohn, den die Regierung vorgeschlagen hat (Pt. 10 pro Tag), für nicht gefügend und verließ die Arbeitsstelle. * Die Palästinaregierung hat, einer Ita-Meldung zufolge, soeben im Gebiete von Jericho eine Fläche von 20000 Dunam Boden unter Beduinen verteilt. * Dr. Kasteliansky, der bis Ende des vorigen Jahres ökonomischer Beirat der Londoner Exekutive war, hat die Vertretung eines großen Palästina-Orangen-Konzerns, an dessen Spitze Lord Melchett steht, übernommen und ist nach Paiästina abgereist. * In der Vollsitzung des Kongresses der Union der Völkerbundgesellschaften in Madrid hielt Leo M 01 z k i n eine Rede über die aktuellen Minderheitenprobleme. * Die Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde genehmigte den Ankauf eines Grundstücks in Pankow, auf dem, einer Anregung der Jüdischen Volkspartei entsprechend, vom Gemeindevorstand die Errichtung eines Ledigenheims beabsichtigt ist.' Eine Forschungskommission hat sich von Moskau nach der Krim begeben, um das Projekt der Austrocknung der Siwasch-Sümpfe zur Schaffung von 200.000 ha Boden für jüdische Landansiedlurig zu prüfen. Agrojoint und Comzet haben je 20000 Rubel für die Arbeiten der Kommission zur Verfügung gestellt. * Golde Lys, ein jüdisches Mädchen aus Polen, wurde von dem all-ukrainischen Sowjet-Kongreß zum Mitglied des Zentral- Exekutiv - Komitees der ukrainischen Sowjetregierung gewählt. Tote Meer-Konzession unterzeichnet London, 23. Mai. (J. T. A.) Die an den palästinensisehen Ingenienr Novoraejsky und den englischen Major Tulloch verliehene Konzession zur Ausbeutung der Salze des Toten Meeres Ist nun definitiv in Kraft getreten. Heute nachmittag wurde der Konzessionsvertrag im Büro der brltisehen Kron-Agenten unterzeichnet. Im Namen der palistinensischen und der transjordanischen Regierung setzte der Chef- Kronagent seinen Namen unter das Dokument; im Namen des Konsortiums der Konzessionäre Unterzeichneten Novomejsk y und Tulloch. Mit dieser Unterzeichnung haben die seit Anfang 1921 zwischen Novomejsky nnd der britischen Regierung fast ununterbrochen geführten Verhandlungen ihren positiv.e® Abschluß gefunden. Zionistische Tagesfragen Sorgen des Technikums Aud» eine Angelegenheit «irs Acflom-Comitf Wir haben in Nummer 3\ eine* Aufsatz von Architekt Baerwald über das Technikum in Ha% gebracht, worin die Entwicklung der Anstalt geschildert wurde. Das Technikum ist zweifellos eine Zierde des modernen Palästina und mit Recht findet es auch die Aufmerksamkeit von Touristen und Besuchern. Ein flüchtiger Besuch im TeclÄUm, den der Unterzeichnete vor kurzem machen konnte, gefügt, um die gewaltigen Fortschritte festzustellen, die die AmL!t jn den letzten vier Jahren gemacht hat. Die Entwürfe d«L Studenten, die zum Teil in einem großen Saal ausgestellt sin^ machen auch auf den Laien einen durchaus ernsten Eindruck)vn{j man das Gefühl, daß hier eine Gruppe von Menschenleere!• j!ntj Schüler, in leidenschaftlichem Bemühen daran aX-j^et, das Institut zu einem geeigneten Instrument der techri\^eJj £r. Ziehung und gleichzeitig des jüdischen Nationales zu machen. Das Technikum arbeitet mit dem verhältm^äßig kleinen Budget von £ 6000, das nicht einmal gesichey js^ Viele Einzelheiten beweisen, daß der Wunsch lebendij^!st über das Maß des pflichtmäßig Gebotenen hinaus zu künX,’ rischer und wissenschaftlicher Vollendung zu gelangen u\ auch sonst den Gesichtskreis *u erweitern. Als ein Beispi^ sei nur die Studienreise erwähnt, die Baerwald kürzlich mit\ acht Studenten des obersten Jahrgangs der Architektur-Abteilung nach Griechenland unternommen hat, wobei auch zahlreiche ausländische Stellen zum erstenmal Kunde erhielten vom jüdischen Aufbauwerk in Palästina; so z. B. haben abgesehen von den griechischen Behörden auch das deutsche archäologische Institut und ähnliche Institutionen der Exkursion ihre tätige Hilfe angedeihen lassen, und Baerwald erzählt mit freudi gern Stolz von seiner Begegnung mit einem Studienrat aus Kempten, der auf diese Weise auf griechischem Boden zum erstenmal Gelegenheit Hatte, seine bisher recht oberflächliche Ansicht über Jude« und jHdftnb«» einer gründliche!! Revision Man könnte noch vieles berichten, was es im Technikum zu sehen gibt. (Einer besonderen Erwähnung bedürfen z. B. die Bemühungen um Schaffung einer hebräischen Terminologie auf den verschiedenen Gebieten der Technik — eine Sache, der die Lehrer unter Zuziehung von Sachverständigen viele Stunden ihrer freien Zeit widmen müssen.) Aber die gegenwärtige Lage des Technikums erfordert, daß zunächst die Grundfragen seiner Existenz und Verwaltung aufgeworfen werden. Denn das Technikum ist in einer Krise, oder besser gesagt: es ist eigentlich seit seinem Bestehen nicht aus einem kritischen Zustand herausgekommen. Den Hauptgrund hat Baerwald in seinem erwähnten Artikel bereits behandelt: es besteht Unklarheit über den eigentlichen Charakter der Anstalt, und alle zuständigen Stellen haben bisher sich gescheut, eine Entscheidung in dieser Frage zu treffen. Die verwaltenden Instanzen neigten der Ansicht zu, daß der erwünschte Schultypus der einer höheren Fachschule ist; demgegenüber war die Lehrerschaft und der größte Teil der Studenten für eine allmähliche Entwicklung zu einer richtigen Hochschule. Dieser latente innere Gegensatz ist der sachliche Kernpunkt all der Reibungen die in den letzten Jahren entstanden sind und natürlich auch noch anderes Konfliktsmaterial, insbesondere persönlicher Art, hervorgerufen haben. Die Argumente, die sich für die beiden Anschauungen Vorbringen lassen, sind mehr oder weniger bekannt. In den Kreisen des Technikums weist man darauf hin, daß es einen eindeutigen Anstalts-Typus überhaupt nicht gibt, weil dieser nach Ländern variiert und daher auch in Palästina aus dem Bedürfnis des Landes heraus sich bilden wird. Die Arbeit der letzten vier Technikum verlassen haben, haben 13 sofort Anstellungen gefunden, davon sechs bei der palästinensischen Regierung, zwei in Aegypten. Notwendig wäre nur die Komplettierung der Fakultäten, vor allem — in Anbetracht der bevorstehenden Elektrifizierung des Landes — die Angliederung einer elektrotechnischen Fakultät. Sicherlich ist es nicht leicht, eine Entscheidung über den Charakter, den die Schule in Zukunft haben soll, zu treffen. Selbst Fachleute der Technik, genaue Kenner der Wirtschaftlich-technischen Entwicklung des Landes und der Nebenländer, werden nur dann zu urteilen vermögen, wenn sie mit genügend visionärer Phantasie begabt sind, um eine Prognose zu wagen. Aber dies ist keine hinreichende Rechtfertigung dafür, daß die zusfändigen Faktoren ihrer Verantwortung einfach aus dem Wege gingen und gar nichts taten, sondern die Ent- Wicklung sich selbst überließen. Der Vorwurf, der der Zionistischen Organisation zu machen ist, ist vor allem ihre Untätigkeit. Das Technikum wurde bekanntlich im Jahre 1923 einem Kuratorium unterstellt, an dessen Spitze Sir Alfred Mond stand und das außer Vertretern der Zionistischen Exekutive auch eine Reihe von Vertretern der Anglo Jewish Associaiion umfaßte. Diesem Kuratorium stand ein palästinensisches Komitee unter Vorsitz von Ussischkin zur Seite. Im April 1925 wurde die offizielle Eröffnung des Technikums vorgenommen, dessen Direktor im ersten Jahr Herr Block (aus den Kreisen ler A. J. A.) war, während später Ingenieur Hecker nachfolgte, ,w aber nach einiger Zeit infolge von Konflikten mit der *ijung auch demissionierte. Das Kuratorium bewährte sich nöl, und d1e Zionistische Exekutive sah sich schließlich geauch1 die Verwaltung selbst wieder zu übernehmen. Aber der Kf ^*™tive, überbürdet mit aktuellen Angelegenheiten Anstalf\'Sa**0״’ k°nnte keinen tatsächlichen Einfluß auf die selber sS!men׳ die a,s0 י€ 6”י" herrenloses Gut für sich würfe eelx ״!ulitf י6® ־ die8er Sachlage ist es schwierig, Vore!eenen Krldie Le*lrer des Technikums zu erheben, die aus .,»4 11”d nachjhren Vorstellungen ihr Bestes׳^ In den letzten Monates ist es nun za einem offenen schweren Konflikt gekommen, der eine Ordnung der gesamten Angelegenheiten des Technikums zu einer unaulschiebbaren Notwendigkeit macht. Nach dem Rücktritt von Hecker hat die Exekutive zwei Herren zur Leitung des Technikums berufen, und zwar Tschemiawski als wissenschaftlichen und Pewsner als administrativen Direktor. Etwa zu gleicher Zeit wurde auch das palästinensische Komitee, in welchem Ussischkin, Magnes, Kisch, Remez, Rosenfeld (Pica), Biram u. a. saßen, beseitigt und ein neues Komitee eingesetzt, weichem außer den beiden Direktoren die Herren Izkowiez und Aleinikoff angehörten. Die Lehrer waren mit dieser Neuregelung nicht einverstanden. Es wurde geltend gemacht, daß weder die Direktoren die wissenschaftliche und persönliche Eignung zur Leitung aer Anstalt besitzen, noch das Komitee, dessen Mitglieder im Petroleumfach tätig sind, richtig zusammengesetzt sei. Ueber die einzelnen Phasen dieses Kampfes, der zu Austriften aus dem Lehrersenat, zu gelegentlichen Dozentenstreiks, zu fristlosen Entlassungen, Ehrengerichten und leider auch zur Einmischung der Studentenschaft Anlaß gab, hier zu berichten, würde zu weit führen. Auch ist es zu schwierig, auf Grund von Berichten der Beteiligten ohne gründliches Studium des gesamten Materials ein Urteil zu fällen. Worauf aber hier mit allem Nachdruck hingewiesen werden soll, ist die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Ordnung und der Vermeidung aller Störungen der Arbeit des für das Land so wichtigen Instituts. Es wäre notwendig, daß das Zionistische Aktions-Comite sich trotz seiner anderweitigen Inanspruchnähme mit dieser Angelegenheit beschäftigt. Die Frage, ob die von der Exekutive — offenbar in einem momentanen Not- Jahre habe gezeigt, daß sich der gesamte Betrieb bereits faktisch dem einer Hochschule angenähert hat. Auf den Einwand, daß in Palästina keine Existenzmöglichkeit für so viele akademisch ausgebildete Ingenieure vorhanden ist, da auch fertige Ingenieure einwandern, wird erwidert, daß diese Einwanderung nur vorübergehend war (Vierte Alijah) und daß ausländische Ingenieure mit ihren hohen Ansprüchen und ihrer Unkenntnis der Landesverhältnisse immer weniger nach Palistina tendieren werden; dagegen gehen jetzt schon jährlich etwa KX) Absolventen palästinensischer Schulen an ausländische technische Hochschulen studieren. Man meint, daß das Technikum sich mit der Zeit sogar als Unterrichtsstätte für ausländische jüdische Studenten eignen und damit auch eine nationale Funktion für das Gaiuth erfüllen könnte. Die Angliederung von handwerklichen Unterrichtskursen, insbesondere für die arbeitende Jugend, lasse sich mit Leichtigkeit durchführen, ohne den Hochschulcharakter der Anstalt zu beeinträchtigen: schon jetzt bestehen solche Kurse und wirken segensreich. Von den 16 Absolventen, die in diesem Jahr als erste das stand — anerkannte Leitung der Anstalt wirklich für ihr Amt geeignet ist, bedarf einer sorgfältigen und vorurteilslosen Prüfung. Jedenfalls muß die Ansicht ausgesprochen werden, daß die Exekutive es zu diesen Vorkommnissen nicht hätte kommen lassen sollen. In diesem Zusammenhang sollte untersucht werden, ob nicht das ganze System der Verwaltung unserer vielverzweigten palästinensischen Arbeit einer Reform bedarf. Besonders im Erziehungswesen ist es vielleicht bedenklich, wichtige Aufgaben an Komitees zu übertragen, die nicht ganz sachverständig sind und der geistigen Autorität entbehren. Es besteht die Gefahr, daß dadurch mehr zerstört als geholfen wird. Es ist auch keine Förderung der Arbeit, wenn durch unrichtige Behandlung die an einer Anstalt tätigen und mit Liebe an ihrem Werk hängenden Menschen unnötig verbittert werden. Das Technikum wird gewiß auch dieser Schwierigkeiten, die nur eine Episode bilden, Herr werden. Es ist heute ein hoffnungsvoller und stolzer Bau, dem bei richtiger Führung noch große Aufgaben bevorstehen. R. W. Wie in einem vor kurzem erschienenen Weißbuch der britischen Regierung, die die Dokumente betreffend die Tote Meer-Konzession enthält, mitgeteilt wurde, wird der Earl o f Lytton Präsident der zu bildenden Gesellschaft für Ausbeutung der Salze des Toten Meeres sein. Dem Direktorium werden u. a. noch angehören: Ernest Tennant von der Firma C. Tennant Sons & Co. Ltd; Bernard Flexner als der Vorsitzende and Felix M. Warbnrg als der Vizevorsitzende der Palestine Economic Corporation of America; ein Vertreter der Russo-Asiatic Consolidated Company Ltd., deren Präsident Leslie Urquhart auf der Liste der Financiers des Tote Meer- Unternehmens figuriert; die Herren Israel B. Brodle und Edward Friedman aus New York als Vertreter einer amerikanisehen Gruppe. Auch der Jewish Colonial Trust und andere Finanzgruppen werden Vertreter fflr das Direktorium ernennen.

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