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Jüdische Rundschau · 1929-05-24 · Heft 39-40 (24.5.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 39-40 (24.5.1929)
Date
1929-05-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Doppelnummer 0,40 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis beider Expedition monatlich 2,— Goldnaark, vierteljährlich 5,75 Goldtnark. Auilandsahonnraentt werden in der Währung der •inreinen Linder berechnet. Anreigenprei»: S gesp. Nonpareillereiln 0,50 G.-M. Stellengeouche 0,25 C.-M. Redaktion Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b. H., BerlinW15, Meinekestr. 10 Telephon: J 1 Bismarck 7165-70. Postscheck-Konten: Berlin 17392, FW1 V 9355, Belgrad 68032, Brussel 394 33, Budapest 596 93, Danzig 1973, Haag 140 470,!,rag 59410, Strassburg 164 30, Warschau 190708, Wien 156030. Baak-Kontcn: Darmsläciter und National bank, Dep.-Kasse Berlin, Kuriürstendamm 52; Bunca de Est, Ornauti (Rumänien); Angln Palestine Co. in Haifa, Jerusalem, Tel-Aviv. Nummer 39/40 | Berlin, 24. V. 1929 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י״ד אייר- תרס״ט | xxxiv. Jahrg. Der Zionismus erstrebt für das indische Volk die Schaffung einer dffentHch - rechtlich gesicherten Helmglatte ln Palästina. ״Baseler Programm.» Vor dem XVI. Kongreß Die A.-C.״ Sitzung in Berlin Wie uns aus London telegraphiert wird, findet dieSitzung desAktions>Comit£s, die ursprünglich nach London einberufen war, nicht in London, sondern in Berlin statt. Sie beginnt am Freitag, 31. Mai. - Wie wir weiter erfahren, wird Dr. Weizmann aus Gesundheitsgründen infolge Verbotes der Aerzte an der Sitzung nicht teilnehmen können. Die KongrefjwahJen in Deutschland Bekanntmachung Nr. Z Die Wahlen zum XVI. Zionistenkongreß finden In Deutschland am Sonntag, dem 23. und Montag, dem 24. Juni 1929 statt. Für die Durchführung der Wahlen ist die von der Haupt- Wahlkommission in ihrer Sitzung vom 22. Mai beschlossene Wahlordnung, die in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 31. Mai veröffentlicht werden wird, maßgebend. . Deutschland zerfällt in zwei Wahlkreise: 1. Wahlkreis: Oroß-Berlin; die preußischen Provinzen Ostpreußen, Grenzmark, Pommern, Brandenburg, Hannover, Schleswig-Holstein, Sachsen; die Freistädte Hamburg, Bremen, Lübeck; die Länder Oldenburg, Mecklenburg, Thüringen. 2. Wahlkreis: Die übrigen Gebietsteile des Deutschen Reiches. Die Anzahl der In federn Wahlkreis zu wählenden Delegierten wird demnächst bekanntgegeben. Der Wahlvorstand für den 1. Wahlkreis hat seinen Sitz in Berlin, für den 2. Kreis in Leipzig. Vorsitzender des Wahlvorstandes für den 1. Wahlkreis ist der amtierende Vorsitzende der Berliner Zionistischen Vereinigung, für den 2. Wahlkreis der amtierende Vorsitzende der Leipziger Zionistischen Vereinigung. Die Wahlvorstände für den 1. und 2, Kreis bestehen aus m ä, 1er .... . - 7 , Radikalen und <fer Revtsfoflis&ii. Der Hauptwahlkommissjon ist die Zusammensetzung der Kreiswa hl Vorstände bis spätestens zum 10. Juni bekanntzugeben. Die Wahlvorschläge für den 1. und 2. Wahlkreis sowie die Reichswahlverschläge müssen spätestens am 12. Juni 1929 bei der Hauptwahlkommission eingereicht werden. Ein Wahlvorschlag muß von mindestens 100 Wahlberechtigten des betreffenden Wahlkreises eigenhändig unterzeichnet sein, von denen ein für weitere Verhandlungen bevollmächtigter Vertreter zu bezeichnen ist. Kein Wahlberechtigter darf mehr als einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Hat er mehrere unterschrieben, so ist seine Unterschrift auf allen Wahlvorsehlägen zu streichen. Ein Wahlvorschlag für einen Wahlkreis darf nicht mehr als 12 Kandidatennamen enthalten. Zu jedem Wahlvorschlag kann ein Reichswahlvorschlag eingereicht werden. Eine Gruppe, die in mehreren Wahlkreisen Wahlvorschläge eingereicht hat, kann nur einen Reichswahlvorschlag einreichen. Reichswahlvorschläge dürfen nicht mehr als 21 Kandidatennamen enthalten. Reichswahlvorschläge bedürfen keiner besonderen Unter- Schriften. Sie können von dem bevollmächtigten Vertreter des betreffenden Wahlvorschiags unterzeichnet und eingercicht werden. Erklärungen der in Reichswahlvorschlägen benannten Bewerber, aus denen hervorgeht, daß sie bereit sind, auf dem Reichswahlvorschlag zu kandidieren, sind der Hauptwahlkommission nur dann vorzulegen, wenn entsprechende Erklärungen dieser Bewerber nicht für einen Kreiswahlvorschlag vorlicgen. Der Hauptwahlkommission sind bei Einreichung der Wahl- Vorschläge schriftliche Erklärungen der in einem Wahlvorschlag genannten Bewerber vorzulcgen, aus denen hervorgeht, daß die Bewerber bereit sind, eine auf Grund dieses Wahlvorschlags erfolgende Wahl anzunehmen. Das passive Wahlrecht ist an die Erfüllung der Verpflichtung gegenüber dem Keren Hafessod gebunden. Der Haupt- Wahlkommission sind bei der Einreichung der Wahlvorschläge entsprechende Bestätigungen der zuständigen Keren Hafessod- Büros vorzulegen. Auf einen Wahlvorschlag kann für jeden Bewerber ein Ersatzbewerber benannt werden, der an die Stelle des Be- Werbers tritt, falls dieser ausscheidet. Werden Ersatz be werber nicht namentlich benannt, so gelten die in der eingereichten Liste verzeichneten Bewerber, die nicht zu Delegierten gewählt werden, als Ersatzbewerber. Diese treten für den Fall des Ausscheidens eines oder mehrerer Delegierter einer Liste in der Reihenfolge des Wahlvorschlags an die Stelle der ausscheidenden Delegierten. Wenn von verschiedenen Richtungen eine gemeinsame Liste aufgestellt wird, so tritt im Falle des Ausscheidens eines Bewerbers an dessen Stelle, sofern im Wahlvorschlag nichts anderes bestimmt ist, der nächstfolgende Bewerber der gleichen Richtung. Jedoch ist die Zugehörigkeit zu einer besonderen Richtung dann ohne Bedeutung, wenn das Ausscheiden von zu Delegierten gewählten Bewerbern infolge von Doppelwahl in Deutschiand erfolgt. Kein Bewerber darf in demselben Wahlkreis auf mehr als einem Wahlvorschlag kandidieren. Kein Bewerber darf auf Wahlvorschlägen verschiedener Parteirichtungen in Deutschland an erster Stelle stehen. Die Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und fn deutlich erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. Mehrere Wahlvorschlag« können in der Weise miteinander verbunden werden, daß sie anderen Wahlvorschlägen gegenüber als ein einheitlicher Wahlvorschlag zu behandeln sind. Der Hauptwahlkommission ist die Verbindung von Wahl- Vorschlägen bis spätestens zum 10. Juni von den netreffenden Verteuern übc^elast|fwnend״_s^fi^s*__j1w>_“’— isskni bis spätestens 16. welcher Weltwahlliste (Allgemeine Zionisten, Radikale, Rev!/ sionisten, Misrachi, Hitacjidtrtft, Poale Zion) die von ihnen eingereichten Wahlvorschläge angeschlossen werden sollen. Die rechtzeitig eingegangenen Wahlvorschläge werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs mit Ordmmgsnummem und mit dem Namen des an erster Stelle stehenden Bewerbers versehen. Sie werden nach Prüfung und Genehmigung seitens der Hauptwahlkommission in der Reihenfolge der Ordmmgsnummern in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 18. Juni veröffentlicht. Proteste gegen Anordnungen der Hauptwahlkommission sind innerhalb von acht Tagen nach ihrer Veröffentlichung in der ״Jüdischen Rundschau“ an den Kongreßanwalt (Dr. A. Barth, Berlin NW, Friedrich-Ebert-Str. 28) unter gleichzeitiger Verständigung der Hauptwahlkommission zu richten. Es wird hierdurch zur Einreichung von Wahlvorschlägen aufgefordert. Berlin, den 23. Mai 1929. Die Hauptwahikommission für die Wahlen zum XVI. Zionistenkongreß in Deutschland. Rosenblüth, Vorsitzender. Bloch, Preiß, Kanowitz (Allgemeine Zionisten). Adler, L. Barth, Eisner, Lehmann (Misrachi). Brachmann, Eisenstadt, Wahl (Poale Zion). Landauer (Hitachduth). Levin (Radikale). Bacr (Revisionisten). Reorganisation des Joint Distribution Committee Aufbau statt Wohltätigkeit Die in diesen Tagen im Hotel Biltmorc zu New York abgehaltene Konferenz der United Jcwish Campaign, der Geld- Beschaffungs-Institution des Joint Distribution Committee, beschloß eine weitgehende Reorganisation. Im Februar d. J. wurde bekanntlich unter 100000 Spendern des United Jewish Campaign ein Referendum veranstaltet, das entscheiden sollte, ob das Aufbauwerk in Osteuropa und Palästina auch nach dem Jahre 1929 fortgesetzt werden soll oder nicht. Etwa 96 0/0 der Befragten sprachen sich entschieden für die Fortsetzung des Aufbauwerkes aus. In! Sinne dieses Referendums haben nun die Delegierten des United Jewish Campaign, die im Hotel Biltmore versammelt waren, einstimmig die von Louis M a r s h a 11 cingebrachte Resolution angenommen, die den Präsidenten der Tagung ermächtigt, ein aus 18 Persönlichkeiten bestellendes Komitee zu ernennen, welches den Namen Reorganisation Committee führen soll, und das die Aufgabe hat, eine neue Verfassung und neue Richtlinien für die Arbeitsmethoden des Joint Distribution Committee zu entwerfen, in dem Sinne, daß die 1914 inaugurierte reine Hilfsarbeit durch ein methodischeres Aufbauwerk ersetzt wird. Die Zusammensetzung der Mitgliedschaft des Joint Distribution Committee soll demokratischeren Grundsätzen weichen, die drei verschiedenen Wählergruppen, nämlich American Jewish Relief Committee, Centre Relief Committee und People's Relief Committee sollen zugunsten einer strafferen Einheit verschwinden, wobei aber bei den Wahlen die vcrschiedenen Elemente, aus denen sich das Joint Distribution Committee zusammensetzt, in Erwägung gezogen werden sollen. Das Reorganisation Committee wird einen Council aus 150 Mitgliedern und eine Körperschaft aus 250 Mitgliedern erwählen, die die Führung des Joint Distribution Committee innehaben 5011. Der Council wird aus seiner eigenen Mitte eine dreißiggliedrige Exekutive wählen, die sich in drei Klassen gliedern soll. Die eine Klasse wird für ein Jahr, die zweite für zwei Jahre und die dritte für drei Jahre gewählt werden, so daß für die Zuführung frischer Kräfte in jedem Jahre gesorgt wird, ohne daß die Oesamtexekutive alljährlich erneuert werden müßte. Das vom Vorsitzenden eingesetzte Reorganisation Committee hat Louis Marshall'ajs Vorsitzenden und Felix M. War bürg als stellvertretenden Vorsitzenden. In einer von Louis Marshall eingebrachten Resolution wird das Joint Distribution Committee beauftragt, in der Zeit nach dem 1. Juli 1929 eine für die Dauer eines Jahres berechnete Kampagne zur Aufbringung von mindestens 2 500 000 Dollar durchzufüliren. Anfang Juli, nach der Rückkehr der Herren Felix M. Warburg und Dr. Cyrus Adler von ihrem Besuch in Palästina, wird eine Sitzung der Joint-Exekutive stattfinden, in der die Pläne für den neuen Feldzug und die neue Arbeit festgelegt werden sollen. Die rflcksländigen Lehrergehälter ausgezalilt Die Zionistische Exekutive In Palästina hat in dieser Woche die Gehaltsriickstände aus dem Jahre 1927 an die Lehrerschaft der hebräischen Schulen sowie an die Beamtenschaft voll ausgezahlt. Die Rückstände, deren Bezahlung infolge der bekannten Geldschwierigkeiten immer wieder hinausgeschoben wurde, betragen insgesamt £ 20 000, das sind drei Monatsgehälter. Diese Schuld hat wiederholt Anlaß zu Konflikten und sogar zu Lehrer- Streiks gegeben. Wie wir der palästinensischen Presse entnehmen, ist der Betrag von der Zionistischen Exekutive und dem Keren Hajessod-Direktorium nach einem Vorschlag von Dr. van Vriesiand unter Mithilfe des Jewish Colonial Trust als Darlehen erlangt worden. Eine Propaganda-Enquete Das Organisations-Departement der Zionistischen Exekutive hat sich ein unbestreitbares Verdienst dadurch erworben, daß es die Zionisten veranlaßt hat, über die Probleme der Organisation und der Propaganda der zionistischen Bewegung nachzudenken und daß diese Aeußerungen einem weitern Kreise innerhalb der ganzen Bewegung zugänglich gemacht werden. Mit ihrer Ausbreitung über die ganze Erde, die die Zionistische Organisation in der letzten Zeit immer mehr genommen hat, ist es immer häufiger geworden, daß das Gedankengut einzelner Gruppen auf einzelne Sprachkreise beschränkt blieb und sich keine Diskussion entspann, die alle Teile der zionistischen Bewegung umfaßt. Vor dem Weltkriege hatte die Zionistische Organisation, deren Schwerpunkt damals noch beinahe ausschließlich in Mittel- und Osteuropa lag, ein zentrales Organ, das überallhin drang und das den Bedürfnissen einer Ausspräche für alle Kreise genügen konnte. Nach vielen Jahren liegt in der Propaganda-Enquete der erste Versuch zur Wiederaufnahme einer derartigen Aussprache vor. Zionisten aus allen Ländern und Sprachkreisen haben über eine große Anzahl ihnen gestellter Problerne ihre Meinung wiedergegeben und die Diskussion über diese Meinungen hat in den systematisch fortgeführten Publikationen des Organisations-Departements ihre Stätte gefunden. Es wäre wünschenswert, daß die wichtigsten dieser Aeußerungen später auch in gedruckter Form einem weiteren Leserkreise zugänglich gemacht werden. Die ganze Veranstaltung und ihre Durchführung zeugt aber von großem Ernst, mit dem sich das Organisations-Departement seiner Aufgabe bewußt ist, zur geistigen Belebung der Bewegung beizutragen und über eine rein mechanische und organisatorische Zusammenfassung hinaus zu einem lebenserfüllten gerungen werden durch mündliche Einvernehmung von Sachverständigen für ideologische und organisatorische Fragen vor einer Kommission des Aktions-Comites in London ergänzt Die Probleme, die zur Diskussion gestellt wurden, umfassen alle die Fragen, die seit Jahren die zionistische Oeffentlichkeit bewegen. Es sind Fragen, wie die nach der Berechtigung des Parlamentarismus und des inneren Parteikampfes, die in ihrer Tragweite über den Rahmen der Zionistischen Organisation hinausgehen, und andere Probleme wiederum, die typisch zionistisch sind und die schon seit Jahrzehnten diskutiert werden und deren Diskussion noch immer nicht abgeschlossen erscheint, wie die Frage der politischen Landesarbeit in der Diaspora, der nationalen Erziehungsarbeit im Galuth und das Verhältnis der Sonderverbände zu den Landesfoederationen. Ebenso reichhaltig ist die Frage- Stellung auf dem Gebiete der eigentlichen Propaganda. Hier wird sowohl die Propaganda unter einzelnen besonderen Gruppen, wie Frauen, Jugendlichen, orientalischen Juden zur Diskussion gestellt, wie aber auch die Methoden und Grundlagen der Sammelpropaganda und der ideologischen Agitation, die in den Jahren seit dem Kriege ja einen ganz anderen Umfang angenommen bat, als jemals bekannt war. Dieses schnelle Wachstum der zionistischen Bewegung und die neuen Realisierungsmöglichkeiten, vor die sie gestellt war, haben auf der einen Seite einen großen Aufschwung, auf der andern Seite aber auch eine innere Lockerung und Unsicherheit in der zionistischen Bewegung hervorgerufen. Es ist daher zu begrüßen, daß an die Spitze der Enquete über Propaganda die Frage gestellt wurde, ob eine Revision der ideologischen Basis der zionistischen Propaganda, und das heißt wohl auch der zionistischen Bewegung überhaupt, notwendig ist und in welcher Riehtung sie sich bewegen soll. Es ist natürlich ausgeschlossen, eine derartig grundlegende Frage in kurzen Darlegungen zu beantworten, und es ist ebenso unmöglieh, in einer solchen Frage eine Einheit der Antworten zu erzielen. Gerade das macht den Reiz der Enquete aus, daß alle verschiedenen Persönlichkeiten und Partei- Standpunkte zur Geltung kommen. Die Zionistische Organisation ist eine Arbeitsgemeinschaft, in der sich Menschen verschiedenster Gesinnung zusammenschließen. Der Standpunkt, wie er in der ersten Zeit des politischen Zionismus die Grundlage gebildet hat, wird etwa in der Aeußerung des zionistischen Landesverbandes für Holland vertreten. Dort heißt es: ״Das Wesen der zionistischen Bewegung ist eine nationale Freiheitsbewegung. Ihr Ziel: Jüdische Selbständigkeit in Palästina durch Schaffung einer jüdisehen Mehrheit.“ Demgegenüber erklärte Leon Simon (England) zur Frage der zionistischen Ideologie, daß größeres Gewicht auf die kulturschöpferische Bedeutung des Zionismus gelegt weiden müsse. Es wäre unnötig oder zumindest vorfrülit, aut die politische Bedeutung und Form der nationalen Heimstätte, sowie auf die Forderung einer Mehrheit in Palästina Nachdruck zu legen. Die Frage der Mehrheit sei

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