Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 34 (30.4.1929)
- Date
- 1929-04-30
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2653062-2653094--20734-2678749- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 34, 30. IV, 1929 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 219 Landeskonferenz der Zionisten In Ungarn Kurt Blumenfeld in Budapest. Die Ungarische Zionistische Organisation hielt am 31. März und 1. April ihre Jahreskonferenz in Budapest ab. 120 Delegierte aus Hauptstadt und Provinz nahmen teil. Die Exekutive der Zionistischen Weltorganisation hatte Kurt BIum e n f e I d mit ihrer Vertretung beauftragt. Blutnenfelds An* Wesenheit wurde zu einer großzügigen Propaganda für den Zionismus benutzt. Die Eröffnungssitzung fand in Form eines großen, denionstrativen Meetings im Prachtsaal der ungarischen Musikakademie statt. Die jüdische und nichtjüdische Oeffentliehkeit war vorher durch die Tagespresse informiert worden. An der Eröffnungssitzung nahmen 1000 Menschen teil. Zura Auftakt Orgelspiel, Hatikwah, dann Eröffnung durch Professor Adolf Strauß und Begrüßungsreden: Dr. Leopold Ostern, Präsident der Ungarischen Zionistischen Organisation, Professor Igtiacz Pfeifer, der Vorsitzende des Keren Kajemeth-Komitces, Dr. Ignacz Friedmann» der Vorsitzende des ungarischen Keren Hajessod. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde eine Vertrauens- und Dankresolution für die Exekutive der Zionistischen Weltorganisation unter lebhafter Zustimmung angenommen. Dann kam der große Vortrag von Herrn Blumenfeld über die allgemeine Lage des Judentums und die Aussichten des Palästinaaufbaus. Es erübrigt sich, deutschen Zionisten die Oedankengänge darzustellen. Es ist aber interessant, daß die von Herrn Blumenfeld dargelegten Anschauungen auf sehr großes Verständnis stießen. Die Rede, der minutenlang« Ovationea folgten, machte einen außerordentlich großen Eindruck. Künstlerische Darbietungen von Judit Tordai folgten. In der Schlußrede sprach Dr. Josef Scfiönfeid über die Bedeutung Palästinas für die jüdische Welt. In den eigentlichen Verhandlungen erstattete der geschäftsführende Vorsitzende Dr. Josef Schönfeld den Tätigkeit«- bericht. Ira Mittelpunkt der Verhandlungen stand die Ausspräche über die Jugendarbeit, die durch Dr. Fritz Fried eingeleitet wurde. Es gibt heute in Budapest eine wachsende jüdische Jugendorganisation, die bemüht ist, sich mit allen Fragen des zionistischen Lebens auseinanderzusetzen. Da in diesem jungen Kreis ,einige K. J. V.er tätig sind, war es Herrn Blumenfeld, der an dieser und der Keren Hajessod-Debatte teilnahm, leicht, den Kontakt zu finden und ein Vertrauens- Verhältnis zu dieser sehr einheitlichen, iernfreudigen und aufnahmefähigen jungen Generation herzustellen. Die neue Leitung besteht aus den Herren Dr. Leopold Ostern. Armin Bered, Moses Bisseliches, Dr. Josef Schönfeld, Josef Engel, D. Weiß, Dr. Fritz Fried, Andor Esidorfer, Henrik Mauthner, Leopold Lindenbaum, Ignacz Lederer, Frau Dr. S. Ferenczi und Arthur Ronai. Am Abend fand zu Ehren von Herrn Blumenfeld ela Festbankett statt. Von den anderen Veranstaltungen sei noch die Aufführung des neuen Palästinafilms im Ufa-Theater, dem größten Kino Budapests, erwähnt, der zum erstenmal In Budapest gezeigt wurde. Viele Hunderte konnten keine Karten mehr erhalten. Am Montag abend fand eine Konferenz der Jugendgruppen mit Herrn Blumenfeld statt, der dort über zionistische Entwicklung und Methoden zionistischer Arbeit berichtete. Sehr Interessant war der Vortragsabend, der am Dienstag vom ungarischen Pro Palästina-Komitee ln der Ungarischen Kaufmannshall« unter Leitung van Herrn Hofrat Baracz stattfand. Der Referent sprach über die Entwicklung des jüdischen Palästina und erweckte bei seinem Publikum, das Begleitet von den Wünschen der ungarischen Zionisten verließ Herr Blumenfeld nach dreitägigem erfolgreichem Aufenthalt Budapest. _ Zionlsttscber Crappenvcrbandslag Freistaat Sachsen Zu dem Oruppenverbandstag für den Freistaat Sachsen am 14. April in Dresden hatten sich Vertreter von Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Plauen eingefunden; besonders vertreten war Dresden. Die Z. f. D. Berlin natte außer Rechtsanwalt Dr. B i 1 e s k i Frl. Frank enstein entsandt. Dr. L e v y, Dresden, eröffnete die Tagung mit einer kurzen Begrüßung und übergab den Vorsitz Dr. Moses, Zwickau. Das Referat von Dr. Loebensteln fand vormittags statt. Dr. Loebensteln unterstrich, daß der Wert der Propaganda nach außen hin stark dadurch beeinträchtigt wird, weil unsere Ver- Sammlungen von Ocgnern kaum besucht werden. Es ist also keine Plattform zu Auseinandersetzungen mit ihnen vorhanden. Heute haben wir Kundgebungen mit genau festgelegten Ausf&hrungen und abgestimmten Wirkungen nach außen. Daher kommt es, daß uns Diskussionsredner fehlen. Aut ähnliche Gründe ist auch das Versagen der vorjährigen Jjar-Aktion zurückzuführen. Allgemein herrscht also die ueberzeugung vor, daß eine Erweiterung unserer Basis dringend erforderlich ist. Dies kann nur erreicht werden, indem man an das sogenannte plastische Alter herankommt — wobei noch nicht fesmegt, wo die Altersgrenze ist — und damit gelangt man zu der Wichtigkeit der Jugendarbeit. In Sachsen erhält die zionistische Arbeit besoneferes Gepräge durch das Verwiegen des osljüdischen Eietnents, namentlich ist es in Leipzig der Fall. Dort haben sich besondere Erfahrungen herausgebildet, auf die er sich in seinen Ausführungen stützt. Vor allem werden mit Erfolg regelmäßige, gemeinsame Zusammenkünfte mit kulturerzieherischen Referaten abgehalten. Sie bezwecken nicht nur, ein geistiger Berater der Ortsgruppe zu sein, sondern programmatisches Material, insbesondere für die Vorarbeiten betreffend die jüdische Schule und die Jugend zu schaffen. Bewährt haben sich auch Jugend- Seminare, die einen gewissen Kreis umfassen, der an einer ernsten Diskussion teUnimmt, die in den Gruppen fortgefßhrt wird. Die Berechtigung der Seminare ergibt sich aus den vielen Klagen über die Unkenntnis jüdischer Dinge bei der Jugend. Als großer Mangel wird empfunden, daß die Wirkung der großen Versammlungen meist verpufft, deshalb wird die Veranstaltung engerer Abende empfohlen. Angeregt wurden dann gesellschaftliehe Zusammenschlüsse von Zionisten. Ueber die Art solcher und die hierfür gegebenen Bedingungen waren die in der Ausspräche zum Ausdruck gebrachten Ansichten sehr geteilt. Auf Anregung von Pinnen wurde Redneraustausch zwischen den sächsischen Gruppen befürwortet, wobei die kleinen Gruppen in erster Linie bedacht werden sollen. Die Nachmittagssltzung begann mit einem Bericht von Dr. B11 e sk i über: ״Die Lage der zionistischen Bewegung und die Erweiterung der Jewish Agency“. Es wurde von ihm die politische und wirtschaftliche Seite des Problems erörtert, Zu der Aussprache hierzu ergriff Tumpowski, Leipzig, das Wort. Als letztes Referat ist das von Dr. Levy, Dresden, über ״Jüdische Oemeindeaufgaben“ zu erwähnen. Dr. Le vy stellte zunächst fest, daß sich die Erkenntnis Immer mehr durchsetzt, daß die Gemeindearbeit einen wesentliehen Bestandteil der zionistischen Politik darstelle und diese nach einem einheitlichen Programm durch zuführen sei. Hierauf wurden die ganz spezifisch gelagerten Verhältnisse in Sachsen beleuchtet. In bezug auf die Abschaffung des rückschrittlichen Wahlrechts sind die Aussichten noch recht schlecht Die betreffenden Satzungen sind in den einzelnen sächsischen Gemeinden ganz verschieden; am ungünstigsten liegen sie in Chemnitz und am günstigsten in Dresden. Die Frage, ob die Gemeindepolitik unter der Flagge!der-JMtoeheit׳. Vojkspartei fortgesetzt werden soll, ist unter Wahrung der zionistischen Grundsätze zu bejahen, solange die Wahlangelegenheiten keine endgültige Klärung erfahren haben. Zu bemerken ist aber, daß ein Zusammengehen mit der Jüdisehen Volkspartei manche Gefahren in sich birgt. Knrt Blumenldd ln Danzig Kurt Blumenfeld, der sich auf einer Agitationsreise, die ihn von Budapest nach Kowno führte, befand, hatte aus alter Anhänglichkeit an die Danziger Organisation, der er selbst einmal zwei Jahre lang angehört hat, seine Reise unterbrochen, um zu den Juden Danzigs zu sprechen. Die Versammlung 1m Danziger Hof am 6. April war von allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung außerordentlich stark besucht. Blumenfeld sprach über ״Zionistische Perspektiven“. * Am 7. April nachm, sprach Kurt Blumenfeld in einer Ver- Sammlung von etwa 150 Jugendlichen. Ein erfreulich enger Kontakt zwischen ihm und seinen Zuhörern wurde schon dadurch hergestellt, daß aus der Versammlung Fragen gestellt wurden, die Blumenfeld zusammenhängend beantwortete. Natürlich nahm er die einzelnen Fragen nur zum Anlaß, um ausführlich alles das zu behandeln, womit sich heute die zionistische Jugend auseinandersetzen muß. Er wies besonders darauf hin, daß die Jugend gern eine bestimmte Einstellung in allgemeinen politischen oder wirtschaftlichen Fragen gegen den Zionismus ausspielt. Dabei wird vollständig verkannt, aaß Zionismus auf einer völlig übergeordneten Ebene liegt, also durchaus in seinem Rahmen verschiedene Anschauungen in diesen Fragen nebeneinander aufnehmen kann. Wird diese grundlegende Tatsache vergessen, so tritt bald eine bedauerliehe Unsicherheit in zionistischen Fragen ein. Demgegenüber rief Blumenfeld die Jugend dazu auf, niemals die Gesamtbewegung zu vergessen, in die schließlich auch alle Jugendbünde münden müssen, wenn sie ihre Mitglieder nicht vergebens erzogen haben wollen. Blumenfeld besprach dann noch einige zionistische Tagesfragen, besonders die Jewish Agency. Die Jugend verstand es zu würdigen, daß einer ihrer Führer sich auch hierüber mit ihr zwanglos unterhielt. Die angespannte Aufmerksamkeit aller Anwesenden zeigte, daß sie Blumenfelds Worte als gedankliche Festigung ihres instinktiven Zionismus in sich aufnahtnen. Mit dem Gesang der Hatikwah schlossen diese eindrucksvollen Stunden. * Am Sonntag vormittag hatte Kurt Blumenfeld auf Veranlassung des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, des Justizrats Fabian, eine Zusammenkunft im Sitzungssaal der Synagoge mit einigen Führern des liberalen Judentums in Danzig C 2r die Frage der Keren Hajessod-Arbeit in Danzig. Der neue Ban der Untversltlis-Bibllotiiek in Jerusalem Zu der von uns in der vorigen Nummer der ״Jüdischen Rundichau" gebrachten Nachricht Aber die Stiftung der Büchergestelle für die L'nivemlSts-Bibliothel Jerusalem wird uns von dem ״Deutsehen Verbände zur Forderung der Universität Jerusalem" (Berlin W 15, Kurfürslendamm 66) mitgeteilt, daß die Bücherregale nicht von einer Gesellschaft ״Freunde der ilebräisrhen Universität“, sondern von dem genannten Verband» beschafft worden sind. Zum 100. Geburtstage von Mosel Mendelssohn w schien im Verlag von C• Boas Is'acbf. Berlin eine Komposition des t. Kapitels des ״Hohen Liedes'* (nach der Ueberaetzung von Moses Mendelssohn) von Aron Friedmann. Der Erle• dieses Werke■ kommt der ״Hilfskasse für israelitische Kantoren und Kultuabeamle, deren Witwen and Waisen in Hebräische Sprachschule ״Kir'ath Seler“, Breslau Sommersemester 1929. Der Unterricht wird frühmorgens, nachmittags und abends im jüdisc!1-theolo?ischen Seminar, WaFstr. 14 pt.. Zimmer 4, erteilt. Für Fortgeschrlitene gibt es spezielle Stunden für T’nach, Mlschna, Agada, Orammatik, mittehiterliche und neuere Literatur. Jeder Kursus hat besondere Konversationsstunden. Zu Beginn des Semesters werden zwei neue Anfingerkurse — für Kinder und Erwachsene — eingerichtet Folgende Sotidcrk: rse bestehen: Literaturkursus A. Neuere Literatur. Gruppe I (6. Semester): a) Steinmann, I. Cohen, Kabak, Gnessin, Fichmann, Scltimonowitz u. a. Lektüre und Vorträge; b) Lektüre und Besprechung wichtiger Artikel aus dem hebrlischen Zeitschriften. Gruppe II (2. Semester): Die realistische Shule der neuhebräl«chen Literatur: Mendele Mocher Sepharim. Lektüre und Vorträge. Gruppe III (Neueste Literatur): Lektüre und Besprechung der — besonders in Palästina — neu erscheinenden literarischen Werke. Literaturkursus B. Alte und mittelalterliche Literatur (1. Semester): 1. T’nach, 2. Mischna, 3. Agada, 4. Die hebräis he Dichtung vom 10. bis 12. Jahrhundert (Von Samuel ha-Nagid bis Jehuda Halevi.) Es wird ganz besonders darauf hingewiesen, daß die Hörer und Höferinnen der Hebräischen Sprachschule gegen Bürgschaft des Schulvorstandes Bücher aus der Bibliotnek des jüdisch-theologischen Seminars erhalten können. Auch un Sommer werden wieder hebräische Liederabende (Hasamir) veranstaltet Anmeldungen für alle Kurse stets Montag bis Donnerstag t9—20 Uhr, Wailstr. 14, pt, Zimmer 4. Tcenatiimiffaä 0er Franen-Arftcltf aentelnsdiatt ffflr Palästina Dienstag, den 14. Hel 1929, nachm. 4 V» Uhr im Hotel Kaiserhof, Berlin W, Mohrenstraße 1. Dr. Ssmmy Gronemann •pnefet B«d) »einer Rückkehr tu« Pft'ictlsa über j Purim in Tel - Awiw Ministerialrat Hermann Badt •la Tnhahaw 4h Zcppelmflof**. Iber! Im Flugzeug Biber Eres •Israel Frau Edith Hirsch sadb ihrer eben beendetes PalisHatreise über: Frauen als soziale Bau meiste rinnen Reservierungen telefonisch (Bismarck 7165) oder schriftlich im Büro der F. A. P., Meinekestraße 10 bis spätesten« zum 13. Mai erbeten. Teegedeek RM. 3,50 Franca-Arbellsgemeliisclialt Iflr Palästina Am Donnerstag, dem 29. April, 81/3 Uhr abends, findst im Hause von Frau Marga Sobersky, Berlin C 3, Klosters Ir. 44, •ine Zusammenkunlt aer Bezirksgruppe Nord und Ost statt. Dis Sitiungen der Studiengsmeinechaft werden hierbei begonnen. Dr. Nadja Stein wird über ״.Neueste P«U*tinaliterotur'' sprechen. Ein geführte Glate willkommen. ft Am 9. April *praeh Frltilefat Rom W 01 f f, Königsberg, In dar Allenatfti ner Ortsgruppe de* Verband« jüdischer Frw~״e für Kulturarbeit in Palästina über: ״Erneuerung der Erziehung 4n werdenden Palästina". Die warmherzigen, fesselnden Ausführungen der Rednerin, sowie die Vorführung des Films ״Kinderleben in Palälstina“ fanden großen Beifall bet den sahireich erschienenen Zuhören». Die Ausstellung der schönen Palästinaarbeiten erregte Bewunderung und fand einige Käufer. Das Ergebnis der gut gelungene« Veranstaltung war eine Belebung der Alleuateiner Ortsgruppen erbest und der Gewinn neuer Mitglieder. Verband jüdiücber Frauen tfir Kulturarbeit in Palästina Anläßlich der Anwesenheit von Frau Jennie Blumenfeld iu Danzig fand am 7. April eine gut besuchte Zusammenkunft unserer Mitglieder statt. Frau Jennie Blumenfeld berichtete über die bevorstehende Fusion des Kulturverbandes und des Bundes zionistischer Frauen. Auf Anregung von Frau Blumenfeld wurde die Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft beschlossen, die es sich zur Aufgabe machen 8011, die Mitglieder zur Diskussion über allgemein jüdisch« und rionistische Dinge anzuregen. Daran anschließend hielt Fräulein Hadassah Löwe, Berlin, ein Referat über ״Jüdische Sekten“. — Am 14■ April fand unsere nachträgliche, gut gelungene Purim-Kinderaufführung statt. Die Leitung lag in den Händen dm Herrn Josef Oksenberg. Die Wizo-Föderation von Jugoslawien hielt am 31. Mir* d. J. in Beograd ihre Jahreskonferenz ab. Die Organisationssekretärin, Fräulein Jula Weiner, gab den Tätigkeitsbericht für das verflasseno Vereinsjahr, dss sowohl in organisatorischer, als auch in kultureller Hinsicht und besonders auch in berag auf die praktische Arbeit für Palästina bemerkenswerte Erfolge ergeben bat. Die Konferenz beschloß die Erhöhung des Kontingents der Jugoslawischen Wizo-Föderation von £ 5ד auf vorläufig £ 100. Die Populariöt und der Einfluß, den der Landesverband der Wizo von Jugoslawien in allen jüdischen Kreisen des Landes während sein« einjährigen Bostandet errungen hat, ermöglicht ihm diese Erhöhung sein« Beitrap und die Annahme ein« erweiterten Arbeitsprogramms für das kommende Jahr. In die Leitung •wurden gewählt: Julia König. Zagreb, und Ruza Pops, Beograd, als Präsidium, ferner Frl. Jula Weiner und Dr. Cila Sandal als Schriftführerinnen, Frau Marie Neumann als Schatzmeisterin und Frau Helfriede Snies ler ab K. K. L.-Referentin, Frl. Alice Junker und Frau Eta Steiner als Pressereferentinnen. Ausschußmitglied: Frl. Mirjam Weiller, Councilmitglied: Frau Resa Steindler, Beograd. Ortsgruppen Bamberg. Am 22. April hielt in einer internen, sehr gut besuchten Versammlung Ing. Ludwig Schmitt einen Lichtbildervotrrag über: 50״ Jahre jüdische Kolonisation in Eree- Israel“. Im Anschluß daran konnte man eine Anzahl Sehek&üm verkaufen. NOmberf-Filrth. In der Generalveraammlmsg der Ortsgruppe werde, *«4• uns nachträglich gemeldet wird, ab Keren Hajeeeed-Koro» missar eufgesteüt Siegfried Kahn. In die Keren Haje*«»4- Kommission wurde gewählt Dr. J. Bamberger: in die Keren Kajemeth-Kommissien Frau Edith Steinhardt und Albert Salzer; in die Bibi iotheks-Kommitaion Nathan Nußbaum und Aisik Ps rc iko wi 18ch. Vermischtes 1. Mai-Feier der jüdisch-sozialdemokratischen Arbeiterorganisation Poale-Zion, um 8 Uhr abends, in der Aula der Sophienschule, Weinmeisterstr. 16/17. Im Programm: Rezitation, Gesang und Festreden. Jüdische Musik in der Berliner Funksfunde. Am Donnerstag, dem a. Mai, nachm. 51/3 Uhr, wird Alice Jacob-Loewenson in der ״Berliner Funk-Stunde“ Werke von Casletnuovo-Tedesoo, Julien Krein, A. Weprik und C. V. Alcan spielen. Konzert Kwartin. Am 19. Mai d. J., abends 8y* Uhr, findet im großen Saal der Philharmonie, Bernburger Str., •in einmaliges Konzert des Oberkantors Zavel Kwartin aus New York statt, der mit •einer Tochter, Klara Kwartin, von der Staatsoper tu Berlin, eigene Gesänge bringen wird. Karten zum Preise von 1,50—10 M. sind im Vorverkauf bei Bot* & Bock. Leipziger Str. und Tauentziratraße, A. Wartheim, Lsipziger Str., Büro de» K. K.L., Meinekeatr. to, und H. Epstein, Schönhauser Allee tot, Tel. Humhold 6177, zu haben, Hed Bethar. Im Verlag der ״Ewer-Buchhandlung G. m.b. H.". Berlin W 15, Knesebeekstr. 54/55, erscheint seit kurzem die HalbmonaU-Zei'schrifl ״Hed Bethar“, Blätter der Brilh Trumptldor, Berlin. Interessenten können kostenlose Zusendung der ersten progrsmmatisehen Nummer bei der Geschäftsstelle, Berlin W 57, Potsdamer Str. 61, anfordern. Die Gemeinschaft ״Porza“, Gruppe BerFn, veranstaltet in der Reihe ihrer Vorträge am 3. Mai 191g, 20,15 Uhr, in dem Atelier Vogelsang, Kurfürstendamm aoi, IV, einen Klavierabend. Conrad Hansen spielt Händel-Bach-Reger. Nähere Auskunft gibt die Geschiftsstelle, Reichsstr. 99, IV, Tel.: Weilend 523t. Jabotinskys Legionsbuch, welch« bei uns von Sch. Gorelik besprochen wurde, ist zur Gänze in deutscher Sprache im 6. Jahrgang der ״Menorab" (W en I, Zelinkagasse 13) erschienen. Die ״Zeitschrift fflr die Geschichte der Juden in Deutschland, dessen erste Nummer vor einigen Tagen heraus kam, erscheint im Philoverlag, Berlin SW 68, Lindenstr, 13. 60. Geburtstag von Leo Bramion. Am 29. April 1929 vollendet Dr. Leo Bramaon, Vorsitzender des Verband« der Gesellschaften zur Förderung van Handwerk und Landwirtschaft unter den Juden, ״Ort“, sein 60. Lebensjahr. Leo Bramsern, Jahrzehnte hindurch während de» Zarenregimes ein Vorkämpfer der Freiheitsidee und der jüdischen Gleichberechtigung in Rußland, ist in den Nachkriemjahreu, la denen er die Organisation des ״Ort“-Verband« Ob« ganz Europa mit ausbauen half, ein• in der ganzen Welt bekannte jüdische Persönlich־ lutttl geworden. Df. Werner Senator, europäischer Generalsekretär des Joint, begibt sieh in diesen Tagen auf eins Rebe nach den Vereinigten Staftlen, wo er zwei Monate zu verbleiben gedenkt. Zionistische finanzielle Sonderaktion In Prag. Dss Zioniati- •che Distriktskomite# für Böhmen faßte in seiner letzten Ausschußsitzung den folgend«! Beschluß: Finanzielle Sonderaktionenin Prag sind nur mit der speziellen Erlaubnis des Zionistischen Distriktskomitees zulässig. Diese Erlaubnis wird in jedem Falle *n die Bedingung geknüpft, daß dis Leitsr der Aktionen genauen Bericht Ober da• Ergebnis dar betreffenden Aktion und die von ihr erfaßten Kreise dam Distriktskamitee ersUUea.