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Jüdische Rundschau · 1929-04-12 · Heft 29 (12.4.1929) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 29 (12.4.1929)
Date
1929-04-12
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seüe 184 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 29. 12. IV. 1929 Ortsgruppen Bamberg. Am 19. März sprach Rabbiner Dt. Max Wie- ה er , Berlin, in einer gutbesuefiten Versammlung Ober ״Gegenwart und Zukunft des jüdischen Liberalismus“. Dr. Wiener legte in seinem Vortrag den Sinn des jüdischen Liberalismus dar und kam zu dem Schlüsse, daß gerade der Liberalismus zur Gestaltung wirklichen religiösen Lebens eine volkhalte Gemein schaff brauche. An der Diskussion beteiligten sich einige anwesende liberale Nichtzionisten. _ Am 19. März fand im Lichtspielhaus eine vom Keren Hajessod und Keren Kajemetb gemeinsam veranstaltete, öffentliche Vorführung des Filmes: ,,Frühling in Pa 1 ä - *ti na“ statt. Im Namen des örtlichen Keren Hajessod- Komitees hielt in der Pause Geh. Justizrat Dr. Werner eine Ansprache, in welcher er die Anwesenden, ohne Unterschied der jüdisch-politischen Einstellung, zur tätigen Mitarbeit am Palästinaaufbau aufforderte. Die von nahezu 3.10 Personen besuchte Veranstaltun listinagedankens in Breslau. Die Breslauer Zionistische! Vereinigung voran* laltete in den letzten Wochen inte rasant« Vorträge, bei denen Dr. Georg Landauer» Jerusalem, und Rechtsanwalt Max Koüensch «r, Berlin, referierten. Die Ausführungen Dr. Landauer» zu *einem Tb«»a »Jüdisch-arabische Verständigung" erweckten bei seinen ZuhSrer» reges Interesse. Bei der nächsten Veranstaltung referierte Rechtsanwalt Köllensc.her» Berlin, über ״Die Erweiterung der Jewiah Agency". K01Ien«chcr schilderte in ausführlicher und grundlegender Weise die Entziehung und Entwicklung der Jewish Agency und . ihre Bedeutung für den Aufbau Palästina«, für die gesamte Judenbeit. — Dar Nalional-jüdischo Jugendring veranstaltete am 35. Februar einen Vortragsabend, an dem Dr, Rudolf Samuel Aber das Thema ״Nationalismus und Europäerlum in unserer Zeit" sprach. Die Ausführungen des Referenten gaben zu einer lebhafte® Diskussion Anlaß, in der die verschiedensten Richtungen des Zionis- מus zu Wort« kamen. Die sehr gut besuchte Versammlung zeigte, daß. eia Bedürfnis nach derartigen biskussionsabonden unbedingt vorhanden ist. G. B. Chemnitz. Am 31. Januar sprach Dr. Fleiß über ״Palästina, ein 7• Dominium". Am 3/!. Februar wurde bei gutem Besuch der Palistinafilm aufgeführt. Dr. Mose«, Berlin, sprach dam einleitend. Sowohl der finanzielle wie der moralische Erfolg war gut. Sämtliche Chemnitzer Zeitungen brachten ausführliche lobende Berichte. Schließlich fand am 16. März ein Vortrag des Herrn Dr. Soloweitschick, Berlin, Ober ״Klassizismus, Mittelalter und Neuzeit in der jüdischen Gemeinde" statt. Der Vortragende nahm darin, in Anlehnung an seine bekannte g«v schieb Isphilosophische Betrachtung der jüdischen Vergangenheit, Stellung zu den Problemen des Zionismus und der Assimilation. Die Veranstaltung war überfüllt und fand sehr großen Beifall. Bochum• Paul Kaufmann - Kain hielt am 30. März einen Vortrag in der Ortsgruppe über das Thema: ״Das öffentliche Leben in Palästina". Der Redner erweiterte noch soinen Vortrag, inriera er Lichtbilder aus Palästina zoigte. Der Abend war gut besucht. In der hiesigen Ortsgruppe fand am 37. Mär* eine klein• Purimfeier statt. Dr. Neubörger, Düsseldorf, sprach Ober des Thema: ״Da» jüdische Wanderprohlem". Nach dem Vortrag fanden noch Liedervorträge und Vorlesungen statt. Der Abend nahm einen harmonischen Verlauf. * 2 bedeutet einen großen Erfolsr des Pa- Bambero. .... .Am ל.. April lief i!1 den Bochumer KammerlschtsmeleD, vor- . ' "r־. hi^ic^n Ortegruppej deT Elfuz JETtÜlfkUg tu. Pa-. läitiM . Herr Kaufmann, Köln, hielt am Schluß des entao Teiles eine Ansprache, in der er von den Werten «nd Zielen des Keren Hajessod und Keren Kajemetb sprach. Anschließend fand eine Sammlung statt. Der Film fand bei allen Zuschauern guten Zufirach. so daß die Aufführung für die Ortsgruppe Bochum ein guter rfolg war. Freiburg i. Br. Kurt Löwenstein (Berlin) hielt hier im Jüdischen Jugendbund einen Vortrag über ״Die Lösungsversuche der jüdischen sozialen Frage", in dem er die in der Gegenwart wirkenden Tendenzen interessant analysiert«. Kopenhagen. Nach jahrelanger Pause fanden sich wieder hebräisch sprechende Juden Kopenhagens zusammen und beschlossen die Reorganisation des ״K1 u b I w r i". Es finden nunmehr regelmäßig wöchentlich Klubabende statt» welche der Fortbildung in hebräweher Literatur und der Unterhaltung dienen sollen. In den Waad wurden die Herren Ertesohick und Griegst, sowie Fräulein Trix Landau gewählt. Zeitschriftenusw. -Angebote werden an die Adresse Kopenhagen K. Postboks 33 erbeten. Kottbus. In dar zweiten Hälfte des Winters trat unsere Ortsgruppe mit zwei Vorträgen an die Oeffenllichkeit Am 37. Januar sprach Herr Dr. Werner Bloch über ,.Palästina und die Jewish Agency“, lieber ,,Kind und Jugend in Palästina" sprach am 17. März Frau Dr. Turnowsly vor einem mähst aus Frauen bestehenden Zuhörerkreise. Wenn auch der Besuch unserer Vortraggveranstaltungen nicht sehr beträchtlich war» so können wir doch gerade in nichtzionistischen Kreisen ein ständiges Interesse an dem von uns Gebotenen beobachten. Waren wir doch in der hiesigen Gemeinde in diesem Winter die einzige Gruppe, die bei Beteiligung von 40 bis 50 Personen Gelegenheit zur Aussprache über jüdische aufbauende Arbeit gab. Hafri. Nürnberg-Fürth. Am Donnerstag» dom 7. März, fand unser zweiter ZvUus-Vortrag statt. Es sprachen die Herren R.-A. Fellc h e n f e 1 d als Referent und Dr. M. Nu ß b a u m als Korreferent über: ״Zionismus und Religion". j Am Sonntag Vormittag» dem 17. März, wurde der neue Film ״Frühling in Palästina‘‘ vorgeführt. Dis neuen Bilder von jüdischer Arbeit aus dem jüdischen Land fanden lebhaften Beifall bei der Presse und dem zahlreich erschienenen Publikum. Hans Frieden- ♦ bat, Berlin, sprach in der Pause kurze, eindringliche Worte Ober dis Bedeutung des Palästina-Werkes. ■— Auch der finanzielle Erfolg der Veranstaltung war recht zufriedenstellend. Zur gleichen Zeit fand in einem zweiten Lichtspieltheater eine Jugend- und Schülervorsteilurtg statt, die von über 300 Jungen« und Mädels besucht war. Von dem gewaltigen Eindruck» den die Kinder empfangen hatten» zeugt« der stark», nicht, endenwollend« Beifall am Schluß der Vorstellung. Am Donnerstag, dem 3t. März.» fand unsere Generalversammlung statt. Nach Erstattung der verschiedenen Berichte und Erteilung der jDocHargo wurde folgende Wiederbrw. Neuwahl vorgenommen: Dr. Rudolf Liebstädter, 1. Vorsitzender: Franz. Steinhardt, 3. Vor- Sitzender; Harry Bein, Kassierer und Schriftführer; Dr. Meinhold Nußbaum, Keren Hajessod-Kommissar; Bernhard Freimann,. Keren Kajemeth- und Scheko.I-Kommissar; Dr. J. Bambergor, Referent für Gemeindetragen; Chaiin Katz, Vertreter der Ostjuden; Max Gorki» Vertreter des Misrachi: Paul Hamburger, Revisor; Dr. A. Band, Bibliothekar; Frau Anna Feuchtwanger, Dr. Alexander Singer, R.-A. Ernst Feilchenfeld» Beisitzer. Am Donnerstag, dem 38. März, feierten wir im internen Kreis« der Ortsgruppe Purim. Ein Schallplattenkonzert mit Pfeilen aus dem Dvbuk, jiddischen Liedern und synagngalen Gesängen eröffnet« den Albend. Nach Verlesung einer jiddischen Humoreske von Scholens Aleicherr» durch Herrn ,1. Fisch und einiger ernster Worte über Hebräisch von Max Drod durch Frau Feuchtwanger folg'e eine amerikanische Versteigerung von gestifteten Spielwaren und sonzstigen Gegenständen. Der Erlös hierfür — für den Keren Kajemetb Lest!mint — betrug סוו M. Ebi iBflCD |f AI CNnCD ItLincN ItfILEllUElf i-omtabenb, ben 13,?1 pril, obettßä 8 */* Uhr. im Sifeuna^ktal bet Sttnagoqe ^afanenfttaft». 2Jerfin*r ©rupbe tntb ®ejtrfägruppc Jlorbmcjl ber 2'. 3•®• 'PegirWrabbtner £1. ßarrtj Cnp, SReuenebutg: ״ta.4 3ubentum alÄ $bet uttb ©rntfirtf^nft". כיום א/ ד׳ ניס*(.11 א«רייל> כשער. שגדגה וחצי בערב בבית העם העבר/ רחוב נרילמו 36; הרצאה מאה ד״ר ו. פוי ווייזיל- עי דנושא "אדיו ישראל ממרומי האויר <רשמי טעופי בצפריר׳). אורחים דצ־ייב. ®onniaa, ben 14. SptiL abenbö 8>/־ U£)r. 2Jei$ 3fnt 3»ri, (Sbarlottenbwrg, ®rolmanfh 36. fSielepljon: 'itidmard 32a4> §r&räifd)et *,Dtlrag be§ ©errn $r. ®. Don ®eifl, über ba« Etjema: ״®?ein geppeUnflug übet fßaläftina'. (Säfte roillfontmett. URorttag, ben 16. Slprtl. abenbS 8S׳S Uhr, in bet SRofmfttafee 2/4. fitapo«! ©osair, ©Cwnter ©eorg fanbauer: ״®aS bebeutet und lei Gf)<!;". ©äite rotttfommett -BUttroocfc, ben 17. ttptil, abenbä 8l/s Uf)t. poale 3ion, IHofenfiro&e 2/4. UFitfllieberoer• fammluttg. Bieferat Pott ®ftoroer 33. (Sifenjlobf: ״,Die ßipa für baß atbtiienbe ^al&ftina״. SonnerStaa, ben 18. Sipril, abeitbS 8V« Ufir. iZ »es« ber 35. 3• & Raff« 2' ohne, 61efllife, 'JUbietfRftra&e 127. t>r. Cxbettf<ben>«fp: auf. gaben be8 ®?i«rad)i“. Xomteröfna, ben 18. Slprtl» abenbS 8 llftr. 3iibif(be Jkollepartel ©tabtfjalle Sloficrflrabe. Dlaifenoerfanimlung. 5״>ie jübifdje löolWpattei in ber Wemetnbcarbeü'. Sftebner: ®?intfleriairat ©an« ©oelar, Rabbiner Dr. Eiorif) freier, Pr Sllfreb fttee, 5Red)(«anmalt ®t ןנ 1ע RoUenf^er, MedtlSnnroalt ®r. Cefetner unb j. £efer. ßin* tritt frei. Sonnabenb, ben 20. SJpril» abenbs 81/2 Ubr. Poale 3hm, in bet?lula ber €opf)ienfdntle׳ ffleinmeifter Strafte 16/17. Oeffendidte Ser. famntlitttg. Sortrag 7E»r. ©eorg £nßin«N: ,<S0}iaIifimuS aU <SdE)i<ffal ber iäbijdjcn 3ugenb“. Saarbrücken. Am V). Februar sprach in einer öffentlichen Versammlung dar hiesigen Ortsgruppe Dr. Nah um G old man n über das Thema: ״Das Judentum io Jahre nach dem Krieg“״ Ol>- glaich «rat 4 Wochen vorher »in« öffenlliche Versammlung mit Kurt Blumeafeld als Redner stattgefunden hatte, war auch dar Goldmann- Abend *ehr gut besucht. IÄr Redner fsnd mit »einen Ausführung«». *t|rk«B י fcilall^ P!i* Wirkung' d« w*r.!«#h1:■',,gut.:• £»;׳ Diskusaion fand nicht statt. Dagegen war der Erfolg eines Schekel- Verkauf», dar im Anschluß an den Vortrag vorgenommen wurde, sehr befriedigend. Aas dem Gemeimdeleben Winter bericht aus Klei. Durch die vor Beginn des Winters auf Anregung des Rabbiners Dr. P o s n e r geschaffene Arbeitsgemei»- Schaft der Verein« konnten sämtliche Veranstaltungen des Winters ohne große Kollisionen innegehalten werden. So wurde eine rege Tätigkeit entfaltet. Die Zionistische Ortsgruppe konnte die Redner R.-A. Dr. Barth (Rel'gioa und Zi nfemus) und Redakteur M. W a 1 dmann (Bilanz der letzten zehn Jahre) sprechen lassen, auch konnte sie neue hebräische Kurse (stud. Lewicki aus E. J.) einrichten. Der Literaturvorein ließ u. a. Prof. Löwe (Namen der Juden), E. Gotllieb (Rathenau), Rabbiner Dr. Posner (das jüdische Lexikon) zu׳ Worte kommen. Die Ortsgruppe des Fron'bund(* brachte wertvolle Vorträge (7. B. Rabbiner Dr. Posner über Tierschutz im Judentum, Prof. Opel über Laientum in der Rechtspflege und L a * k über Gottfried Sender). In der Volkshochschule las außerdem Rabbiner Dr. Posner über ,Juden im deutschen Geistesleben seit der Reformation". Neben den pescllscbaft1! ׳hen Veranstaltungen ve.rdient die Neuorganisation der Chewra kad:scha, zu deren Installiemng Rabbiner Dr. Posner über , d:e Pflichten des Lebenden gegenüber dem Toten" sprach und die Gründung des Jüdischen Jugendbunde* erwähnt zu werden, der neben regrlmäß'gen Voransialtungen einen Werbeabend abhielt, an dem Ribbiner Dr. Posner über ״Wir und Ich" sprach. So konnte der Winter vieles bieten, man kann auch mit Genugtuung sagen, daß der Besuch der Veranstallungen verhältnismäßig gut war. Mit dem Abschluß des Winters end:gte auch das Schuljahr der Rebgionsschule und das Etatsjahr der Hilfskasse, die beide der Leitung des Rabbiners unterstehen. Der Bericht der Religionsjrhule zeigt, daß die hier betriebenen Disziplinen den Rahmen der üblichen Religionsschulen weit überragten, talrmsdische und exegetische Fächer werden in vielen Stunden behandelt und auf hebräische Grammatik wird viel geachtet, und das bei zwei Lehrkräften und über 70 Kindern. Die Hiltskassc bat trotz der sehr schlechten wirtschaftlichen Lage der Gemeinde über 2O00 M. an Unter- Stützungen und Darlehen ausgegeben und dazu für Bekleidung, Heizung u. a. in sehr vielen Fällen gesorgt. In dieser Arbeit der Wohlfahrt steht der Hilfskasse nur noch der Israelitische Frauenverein zur Seite» dessen Ausgaben sich auch auf 1000 M. belaufen. Der Vorstand der Synagogengeme'nde ״Israelitische Religion»- gesclLchaft“ in Frankfurt a. M. hat Herrn Rabbiner Dy. Joseph Breuer, welcher bereits seit Jahren in Stellvertretung die Joschiwah der Israelitischen Religionsgesellschaft geleitet hat, definitiv als Rektor der Jeschiwah berufen. lltlUUm!HIIHWHtmlH1mHWtllllHlm1l1m>IIHtllltHllllllllltllllUtlltltlHttl»IIIIIIIHIIIIIIIUUIUlllHIHIIHIHIIIttlHlltlllMIIIHttlll An unsere Leser! Wir bitten hierdurch unsere Leser, sich bei allen Gelegenheiten (Stellengesuchen und -Angeboten, An- und Verkauf 13sw.) des Inseratenteils der jüdischen Rundschau zu bedienen. Wir sind dem bereit, unseren Lesern bei direkter Aufgabe derartiger Anzeigen, unter Einsendung der Abonnementsquittung (FamHIeaand Gesdi&fit - Anzeigen «aigenommen), einen Rabatt von 50״/ft einzurSamen. Jüdische Rundschau» Inseraten 'Abteilung Berlin W IS* Meinekettr&Se 10, Vermischtes Rundfunkvortrag Kurt Blumenfaid. Der für den IG. Marz angekündigte Rundfunkvorfrag von Herrn Blumen feld konnte mit Rücksicht auf den Sabbath nicht stattfinden. Er findet nunmehr am Dienstag, den 16. April, nachm. 6,10 Ülir, statt Die diesjährige SehekelakUon. Zwecks Organisation und Propaganda der diesjährigen Schekelaktion hat sieb Dr. Werner Bloch als Delegierter der Zionistischen Exekutive nach Osteuropa begeben, um die Schekelarbeit in Polen, Galizien, der Bukowina, Rumänien und Transsylvanien durch seine Mitarbeit zu fördern. Dr. Bloch, der im vorigen Jahr als Delegierter der Exekutive in Lettland, Estland, Finnland und Skandinavien tätig war und sich im besonderen um die zionistische Jugendarbeit in diesen Ländern Verdienste erworben hat, wird auch seine Reise nach den osteuropäischen Ländern benutzen, um mit den Zentralen der Zionistischen Landesverbände und den Jugendorganisationen allgemeine Fragen zionistischer Organisation und Propaganda zu behandeln. Vom HebrSlschen Klub. Am Sonntag, dem 14, April, 8’/s Uhr abends, findet im Beth-Am-Iwri (Grolmanstr. 36) ein hebräischer Vortrag des Dr. W. vo n W e i s I über das Thema: ״Mein Zeppelinflug über Palästina“ statt Gäste willkommen! Weltkongreß für das arbeitende Erez-Israel. Die IV. Session des Rates der palästinensischen Arbeiterorganisation hat auf Vorschlag der Arbeiter-Exekutive das Projekt eines Weltkongresses der Ligen für das arbeitende Palästina beschlossen. Jüdische Volkspartei. Am Donnerstag, dem 18. April, venu- »teilet die Jüdische Volkgpartei in der Sladthalle, Klosterstraß«, eins öffentliche Massenversammlung, in der Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, Rechtsanwalt Dr. M. Kollenscher, Rabb. Dr. Moritz F rei e r , Ministerialrat Han» Goslar, Rechtsanwalt Dr. Leiewer und I. Leier über das Thema: ״Die Jüdische Volkspartei in der Gemcindearboil“ sprechen werden. Beginn 8 Uhr» Eintritt frei. Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, ln der Pfingstwocho veranstaltet die Hochschule für die Wissen- »chaft des Judentum» in Berlin einen Ferienkursus. Nähere Mitteilungen über die Vorlesungen werden noch bekanntgegeben. Anmeldungen nimmt schon jetzt da» Sekretariat der Hochschule, Berlin N 3), Artillerieslr.!4, entgegen. Hapoül Haza'ir. Montag, den 15. April, abends 8*4 Uhr, Rosenslraße 3/4. Chawer Georg Landauer: ״Wes bedeutet uns Tel Chaj"P Gäste willkommen. Purimfeier im Hebräischen Klub. Am 36. März voran- »Ältete der Bet Am Iwri in seinen Räumen (Grolmanstr. 36) eine bebräischo Purimfeier, die sich eine* regen Zuspruch» erfreute. Unter dem Vorsitz von Dr. Rawidowilsch, der die Rollo des Conferencier übernahm, wurden mehrere eigenartige Parodien, teilweise unter Teilnahme des Publikum» als Chor, vorgetragen. So las Baruch K r u p n 1 k ah Ouvertüre des Abends eine im Stile und nach der Melodb des Schabuotlicde» ״Akdamut“ abgefaßte Satire. Herr N, lewio true׳ eine Parodie auf die Megilla vor. Der junge hebräische Dichter Schianger-Mohr sang ein mit lustigem Refrain versehene» im Tone eines Volksliedes abgefaßtes Gedicht. Diese Vorträge enthielten zahlreiche pointierte Anspielungen auf Vorgänge in dar aonistiseben und hebräischen Welt, den« da» Publikum ver»«Mdm»voöi_Bei^k^»Ut«.; auwkaUse!» : ’Darbietungen .von"fräüft»u''CÄ«ia.‘Cfph׳is*iC»^^*' and: Kinder- % lieder) und Frau Betty K rupnt k. Die heiteren Weisen der palästinensischen Jugend und ihre Tänze unterhielten dann di« sahlreichen Teilnehmer der Purimtafel bis zu später Stunde. Jahrestagung der Jüdischen Studentenvereine. Am 30. und 31. März a. J. fand in Berlin bei der Teilnahme von 30 Delogierten au» allen Teilen des Reiches, die VII. Tagung des Verbände« Jüdischer Studentenvereine in Deutschland statt. Die Tagesordnung umfaßte u. a. Referate über den Weltverband der jüdischen Studontenschaft und dem bevorstehenden Weltkongreß (,Raf. Dr. L. Berraann), über die Lage der jüdischen Studentenschaft in Deutschland und ihre gegenwärtigen Aufgaben (Raf. F. Rabinowitsc h), die Pflichten der jüdischen Studentenschaft gegenüber dem arbeitenden Palästina (Ref. Fritz Naphtali) Probleme der jüdischen Kultur in der Diaspora (Ref. J. Leseztnsky, Tscherikower, Dr. J- Rubi n), denen «ich eine sehr rege und fruchtbare Diskussion anschloß. Nach Entlastung der Exekutive wurden eine Anzahl Resolutionen über organisationeile Fragen und über die weitere Tätigkeit de» Verbandes angenommen. Besonders bervorzuheben ist eine Ent- Schließung über die Mitarbeit der jüdischen Studentenschaft am jldrlisehen wissenschaftlichen Institut und der Auftrag an die Exekutive, die geeigneten Formen zur Unterstützung des arbeitenden Pa- 1 ä s t i n a zu finden. Die Konferenz beschloß ferner, Herrn Prof. A. Einstein zu seinem 50. Geburtstage zu gratulieren und 10 Bäume für den Einstein-Wald zu stiften. Die Mitglieder der letzten Exekutive Dr. L. Barmiris und F- Rabinowitsch.sowie die Kollegen Dr. J. Dubner» B. Eisenstadt und Dr. 8. S 1 i o s b e r g wurden einstimmig in die neue Exekutive gewählt. Der Jüdische Frauenbund in Deutschland. Vom 9. bis 11. Juni tagt in Berlin der Jüdische Frauenbund von Deutschland." Die Tagung gewinnt eine besondere Bedeutung dadurch, daß der Bund sein 25jähriges Bestehen in diesem Jahre leiert. Die Vertreterinnen des Bundes werden auf Grund ihrer langjährigen Arbeit über die Entwicklung des Jüdischen Frauenbundes berichten und die Zukunftsaussichten der jüdischen Frauenbewegung und jüdischen Frauenarbeit erörtern. Der Jüdische Frauenbund, der 50 050 Mitglieder umfaßt und dem 450 Frauenvereine aller jüdisch - politischen Ri htun״en angeschlossen sind, verspricht si:h von dieser Tagung, die in allen Kreisen schon lebhaften Widerhall findet, wesentliche Förderung der gesamten Arbeit. Jahresversammlung des Hilfsvereins der Deutschen Juden- Am 34. März fand die Jahresversammlung das Hilfsverciru der Deutschen Juden statt. Dje Versammlung war sehr zahlreich be-». sucht. Auch viele Mitglieder der auswärtigen Komitees waren «0schienen. Den Vorsitz führte Generalkonsul Eugen Landau. Er gab seinem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck, daß der 1. Vorsitzende, Herr Dr. James Simon, verhindert sei, an der Versa mmlung teilzunehmen. Darauf erstattet Willy Dreyfu* den Finanzbericht. Er hob hervor, daß die Einnahmen eine erfreuliche Stcigerung erfahren haben, sie betragen rund 300 000 M. Die höheren Einnahmen ermöglichten dem Hilfsverein in stärkerem Maße, sich auf verschiedenen Gebieten zu betätigen. Darauf gab Dr. Wischn i t z e r einen kurzen Ueberblick über dia Tätigkeit in der Berichtszeit. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand eine Ansprache von Max M. Warburg, Hamburg, der den Aufgabenkreis dos Hilft- Vereins Umriß. Es folgte eine angeregte Aussprache, an der die Herren Bohr, Sanitätsrat Dr. Feilchenfeld, Wilfried Israel, tcilnahmcn und Dr. Wischnitzer auf mannigfache an ihn gestellte Fragen antwortete. Henry Chassei, ׳ Sekretär des Lokalkomitees des Hilfsverein» der Deutschen Juden in Hamburg, früherer Prfitident der Henry Jones-Loge, Hamburg, tonnte in diesen Tagen da» Jubiläum »einer Jünlundzwanzigjäbrigezi Tätigkeit im llilfsvereia feiern.

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