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Jüdische Rundschau · 1929-03-28 · Heft 24-25 (28.3.1929) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 24-25 (28.3.1929)
Date
1929-03-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sette 160 }UEDfSCHE RUNDSCHAU Nr. 24/25. 2B.1n. 1929 Jüdische Gastspiele Im WaOoertheater Im Wallnertheater haben nach längerer Unterbrechung wieder die jüdischen Gastspiele begonnen. Ein begrüßenswertes Unternehmen in Berlin, wo das Bedürfnis der jiddisch sprechenden Massen nach einem jüdischen Theater sonst keine Berücksichtigung findet — wenn man von den erfolgreichen Gastspielen der Moskauer absieht. Daß ein solches Bedürfnis wirklieh vorhanden ist, beweist der starke Besuch und das große Interesse des Publikums. Das Repertoire besteht vornehmlich aus leichten operettenhaften Stücken, die regle mäßig in ihrem Niveau noch zu heben wären. Diese Woche sah man ,,Motke-Matrose״ von Freimann, Operette in drei Akten. Der rote Faden der Handlung ist die Liebe zwischen Motke, dem Sohn des Schmiedes und Feigele, der Tochter des Chasens. Die Komplikationen ergeben sich aus der Diskrepanz zwischen dem niedrig gestellten Schmied und dem ״Jiches“ des Chasens, führen aber durch mancherlei Fährnisse zu einem glücklichen Ende: sie ״kriegen sich“, und zwar nicht durch ein Kompromiß, sondern durch Ueberrumpelung des mittlerweile in Amerika reich gewordenen Chasens. Der erste Teil spielt in Polen, der zweite in Amerika. Die große Anpassungsfähigkeit bei der sich überall gleichbleibenden jüdisehen Eigengesetzlichkeit des wandernden Juden wird mit viel Humor und parodistischem Geschick gespielt. Das Stück wird getragen von dem ausgezeichneten Sänger M. Apelbaum, der es auch inszeniert hat. Nur muß er das allzu Opernhafte, allzu Theatralische seines Auftretens abstreifen und seinem Spiel größere Naturlichkeit geben. Großen Beifall fanden seine Synagogengesänge und die variierten Volkslieder, die auch von den anderen Mitwirkenden mit Temperament gesungen werden. Besonders gelungen ist die Gestalt des köstlichen ״Meklers“ (Makler) von D. Mendelewicz. Dieser Mekier Leibi Loksch heißt in Amerika Leoni Maccaroni, hat sich eine Rose ins Knopfloch gesteckt und ist Schames auf einem italienischen Friedhof (was tut man nicht alles, um leben zu können!), außerdem hat er eine grandiose Erfindung gemacht, eine Autohupe an seinen Spazierstock befestigt, — um sich vor Verkehrsunfällen zu schützen, — mit der er sich gelegentlich auch seine lieben Freunde vom Halse hält. Gut auch ist die Bassie der R. A nelbäum, die singend, springend und Grimassen schneidend die Herzen des begeisterungswilligen Publikums erobert. Auch die Nebenfiguren, die die Haupthandlung umrahmen, geben sich große Mühe, und alle sprechen ein erfreulich gutes Jiddisch. Es wäre wünschenswert, daß weite Kreise der Berliner Judenheit ihre Aufmerksamkeit diesem Theater zuwendeten, um der Direktion und den Künstlern die Möglichkeit zu geben, Ihr Repertoire auf ein Niveau zu bringen, das auch größeren An- Sprüchen gerecht wird. Anja Aschkenasy. ,Juden und Polizei in Vergangenheit und Gegenwart“ war der Titel eines Vortrags, den der Berliner Palizeivizepräsldent Dr. Weiß im Rahmen der Veranstaltungen der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums hielt. Ein geeigneterer Interpret für dieses Thema wäre schwerlich zu finden gewesen. Polizeivizepräsident Dr. Weiß verglich die Vorkriegsaera mit der jetzigen Zeit Heute wie damals ist natürlich eine persönliche Ausschaltung antisemitischer Bestrebungen innerhalb der Poiizeibeamtensciiaft unmöglich. Aber während es früher die Regel war. daß antisemitische Gesinnung auch die Dienstausübung beeinflußte, und z. B, Naturalisationsgesuche jüdischer Ausländer oft nur aus dem Grunde abgewiesen warden, weil die Bittsteller eben Juden waren u. a. m., kennt die heutige preußische Polizei, weder in Vorschriften noch, in der ausübenden Tätigkeit, keine Bevorzugung oder Benachteiligung irgendeines Teiles der ihrem Schutze Anvertrauten. Der Jude als Polizist war bis vor dem Kriege eine Unmöglichkeit; Gesetze hielten ihn von dieser Tätigkeit fern. Auch heute haben allerdings jüdische Polizeibeamte an leitenden Stellen noch Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Aber alle noch so gehässigen Anwürfe der Antisemiten, die keine Gelegenheit unbenutzt verstreichen lassen, um sich mit Verleumdungen, Drohungen usw. bemerkbar zu machen, nützen ihnen nichts. Der Jude als Polizeibeamter ist heute eine Tatsache geworden. Ra. Li. Die Hauptversammlung des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller ln Deutschland, Oesterreich und der Tschecho- Slowakei wählte Arnold Zweig zum Ersten Vorsitzenden des Verbandes. In den Hauptvorstand wurde u. a. auch S. Gronemann, und zwar als Schatzmeister, gewählt. Seminar für Propagandisten Die TL V. f. D. veranstaltet gemeinsam mit der B. Z. V. In Berlin am 20. und 21. April ein Propagandaseminar, an dem alle diejenigen Gesinnungsgenossen feiinehmen sollen, die aktiv in der Propaganda und in der zionistischen Erziehungsarbeit stehen. Es werden in dem Seminar folgende Fragen bearbeitet werden: 1. Der Stand der zionistischen Argumentation. 2. Jüdische Entwicklungsmöglichkeiten in der Galuth. 3. Erez-lsrael und seine Bedeutung für das Judentum. Die Leitung des Seminars wird in den Händen von Kurt Blu menfeld liegen. Anmeldungen sind sofort zu richten an das Sekretariat der Z. V, f. D. (Propagandaabteilung), /5erlin W15, Meinekestr. 10. Wir machen nochmals auf die Informationen für Propagandisten aufmerksam, die unseren Mitarbeitern auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Cesellscbaits- und Studienreise »ach Palästina Wir werden gebeten, die Leser unseres Blattes auf die G e s eil s cha f t s - und Studienreise nach Palästina aufmerksam zu machen, die atn 16. April in Mar• s e i 11 e mit dem Luxusdampfer ״C h a m p o 11 i o n“ beginnt. Für den Aufenthalt in Aegypten sind drei Tage, für den Aufenthalt in Palästina 14 Tage vorgesehen. Danach wird Syrien besucht und von Beirut aus erfolgt die Rückfahrt, die Gelegenheit bietet Konstantinopel und Athen zu besichtigen und mit einem zweitägigen Aufenthalt in Neapel ihren Ab- Schluß findet. Es steht den Teilnehmern frei, von Palästina aus direkt zurückzufahren. Der Gesamtpreis der Reise bcträgt £ 77,—. Die wissenschaftliche Leitung liegt in den Händen von Prof. Dr. Heinrich Loewe, Berlin NW 40, Flemmingstr. 12 (Telephon: Moabit 10361, der auch die Führung in Palästina übernimmt. Die technische Leitung liegt in den Händen von Dr. Alfred J a c o b y , Charloftenburg, Wilmersdorfer Str. 121. Beide Herren sind gern bereit, nähere Auskünfte zu erteilen. Dem Ehrenausschuß, der das Patronat für die Studienreise übernommen hat, gehören u. a. an: Prof. Dr. Albert Einstein, Legationsrat Prof. Sobernheim, Ministerialrat Goslar, Dr. Ismar Freund, Rabbiner Dr. Weiße und Frau Detta Simon. BERLINER KALENDER TonnerStag, bfn 28. Sflätj, abenbS 8'/j llfrt. (Sruppe 0(1 her 3. 3• >n ben Unionlälen, ®retfamalbrr Straße 22. <S. <f$<tno<$: ״Sultur• fragen in ipafäfftna ׳. Fotmobrnb, ben 30. ®iarä, abenbd 8 Utjr. Uer&anb jü&ifdjer Gtubenteneercine, Crantenbur• oer Straße 16, im StfiungSfaal ber ^iibifdjen ©emeinbe, Oranienburger ®tr 29. ßroffnunaß» feier ber VII. SRetcböfagitna beS 33erbanbe$. ffiröffnungöanfpraAe: Or. L ®ermann unb 3•;Rubin. ״®a6 arbeiten be faläflina unb bte Ülufgaben ber jübtfdtenStubentenfdjaft Referent: $rl& Tl'phtolL Eintritt frei, Sonntag, ben 31. SJlärj. abenbS 8'/a Uf;r, im StfcungSfanl ber 3übifcf)C1t ©emeinbe, Stofen־ ftrafje 2/4. ßcffentticfje Serfammlung im Stammen ber VII. Stubententaguna beö ®erbanbeS 3üb Stubentenoereine in ®eutfdrianb e. 83. Sffjema: ״Probleme brr jübifdjen Rultur״ unb .,®er jü• bifcfie Stfabemifer'. @6 referieren: Jafob £«• fähwfi, Or. 3• jRubin, Sfdjtrifower. ®onnet^'ag. ben 4 Slprtl, aBcn&S s1/« Hirt• Berliner 3ioniflif<be Bereinigung, im SdjiUerfaal, ’Ftßtnarcfftr. 110, Cubtoig ßarbt: ״Oftunb roeft־ jübifdie ®i<f)tung.' ®onnerSlag. ben 4 Sfprtl, abenbS 8J/s Uf)r. Bttb 3(m 3»ri, in ben!Räumen beö Stlnbß, ©rolmanftrafje 36 (Telefon: föiSmarcf 82 84). SuSfptadte übet baS 2T,:ma: ׳״Eie ißolältinenfet In ber ®iafpora*. Referent: £err <S. (SQanodj. ®äfte roillfommen. ®Httrood), ben 10. Slprtl, abenbd 81/* Uf!r. Oeriiner 3>0niflif(be Oereinigung, im SifeungS* fnal ber ©gnagoge gafanenflraße. Or, (Beorg Eanbauer: ״SDie mirtfdjafllidEjen ©runtiagen be8 ^Jaläfttna^ufbattß“. ®oniterStag, ben 11. Slprtl, abenbS 81/* Hirt. Berliner 3ionifHf0e Oereinigung, tn bei Stabt• fjaüe, RlofierFtra&e, gto&e öffrntltdje SJerfamm• lung. Or. Rfee, Or. öolottcitf^if: 3״ubenfcf)tcf• fal unb 'Raläittna." iiiiiiiHHiiiiiiiiiiiiiimiiniiiiiiiiiimiiiiünmitiiiiuiimHUiiiimii An unsere Leser! Wir bitten hierdurch unsere Leser, sich bei allen Gelegenheiten (Stellengesuchen und •Angeboten, An• und Verkauf usw.) des Inseratenteile der Jüdischen Rundschau za bedienen. Wir sm ^1 da na,® bwRnzt► <! 4 är Aufgabe derartiger Anzeigen, unter Einsendung der Abonnementsquittung ( Familien Anzeigen aus> genommen), ein«! Rabatt von 50% einzuräumen. jüdische Rundschau Inseraten-Abteilung Berlin W 15, Meinekestra&e 10. IlIIIUIlIlUilllHlUlliiUtjriiillillllülIJllitilUlllilllllUinilliltllUUlIilllllllltllliUüliüljlilllliliilllUltUillllllltllliiiiUüiliinillllll Ortsgruppen Dresden. Am 9., 10. und 11. März, hielt Dr. Max Mayer, bei uns einen Vortragszyklus über ״NeuhebräischeLiteratur“. Wie in anderen Ortsgruppen hatten die Vorträge auch hier einen durchschlagenden Erfolg. Die Teilnehmer setzten sich aus den verschiedensten Kreisen zusammen, besonders war die Jugend stark vertreten. Alle drei Abende waren sehr gut besucht Stuttgart. Im hiesigen neutralen ״Berthold-Auerbach-Verein" hielt Hans Friedenthai aus Palästina einen Vortrag über ״Die Entwicklung der jüdischen Kolonisation in Palästina und ihre Wirkung auf die deutsche Judenheit“. Der Vortrag macht» auf die Anwesenden großen Eindruck. Es ist zu hoffen, daß der Verein, der unter der ausgezeichneten Leitung von Dr. Einstein steht, sich in Zukunft mit den Problemen des modernen Judentums und dem Aufbau Palästinas mehr als bisher beschäftigen wird. Kopenhagen. Anläßlich des 50jährigen Pethach-Tikwah- Jubiläums hatten ein Jubiläums-Komitee mit dem Skandinavischen Jugend-Verband und eine größere Anrahl angesehener dänischer Juden zu einem Fest ״Im Zeichen der Orange" zum 17. März d. J. in die vornehmen Gesellschaftsrlume von Nimb eingeladen. Die ganze Breit- Seite des große« Festsaalei war in einen Garten früchtetragender Orangenbäume umgewandelt, in dessen Mitto sich eine Orangen- Packerei befand. Für die Ausstattung und zum Verkauf hatte die nichtjüdische ״Internationale Frucht Import A.-G.“ 1 4 Kisten Pardcss- Orangen gestiftet. Es waren ca. 500 Festteilnehmer aus allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung erschienen. Der ehrwürdige Professor D. Simonsen, welcher am Tage des Festes gerade sein 76. Lebensjahr vollendete und in der Begrüßungsansprache als alter Chowewe-Zion gefeiert wurde, hielt eine areiviertelstündige Festansprache, in welcher •r über die interessante und wechselreiche Geschichte Pethach-Tikwahs SCHRIFTENREIHE DER ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU“ Nr. 1 ״Die Jüdische Idee und Ihre Träger״ Beitri?« zur Frag׳® des jüdisefcen Liberalismus und Nationaliswus. Preis 0.60 .V5. Nr. 2 ״Der Jude In der europäischen Welt״ Da• Pro Wem aeioar Sendung. Von Karl Glaser• Press C.30 M. 3 .א Die Jüdische landwlrtschaftliche Kolonisation in Russland״ Aulsitze von Dr •Arthur Ruppln,Jerusalem, u. Isaai Kllnow, Berlin. Preis 0.53 M, Bei zräßsreo 13 0 s t e 11 u n g e e Rabatt VER8.AG BEB ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU“ Berlin W IS. MnlnnknstraBe IO Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 sprach. Künstlerische Darbietungen erster Kräfte des kgl. Theaters und ein erstmalig in Kopenhagen gezeigter Horra brachten die Ge- Seilschaft in gehobene Stimmung. Der Üeberschuß aus dem Fest, der beträchtlich sein dürfte, fließt dem Keren Kajemeth zur Eintragung der Kolonio Pethach-Tikwah in das Goldene Buch zu. Sämtliche Tageszeitungen brachten Berichte über die interessante Veranstaltung. Berlin. Im Jugendbund ״Nord au“ sprach am 21. März der Leiter des Keren Kajemeth, Dr. Mechner, über das Thema ״H a i f a י Ba y und Einstein -Wal d“. Eine angeregte Aussprache folgte dem Vortrag. Frankfurt a. M. In der Vorslandssitzung des Keren Kajemeth Lejisvael (Jüdischer Nationalfonds e. V.) am 19. März 1919 wurde mit Einverständnis aller Jugendorganisationen beschlossen, den 7. April «. c. mm Albert-Einstein-Tag der zionis'i schon Jugend- Organisationen Groß-Frankfurts zu proklamieren. In einer ganz neuartigen Form soll an diesem Tage ein Heer von Sammlern in Groß-Frankfprt wirksam für den K. K_ L. tätig sein. Es hat sich eine Organisationsleitung gebildet, bestehend aus den Herren: Dr. Paul Arnsberg, Josef Feuchtwanger, Dr. Salli Levi, Ernst Löbenstein, Manfred Schames. Mannheim. Am 3. März 1929 wurde der Palästina-Film im!lahmen der Sonn'ag-Morgen-Vorstellungen der Alhambra-Lichtspiele gezeigt. Der Besuch war, wenn man berücksichtigt, daß es das größt* Lichtspielhaus am Platze ist, mit 600 Personen recht gut, und zwar auch aus nichtjüdischen Kreisen. **5r Film hat in dar lokalen Presse eine gehr gut* Kritik gefunden und begegnete auch von seiten der N'ichlzionisten großem Interesse. Bei der Vorstellung sprach Dr. Georg Landauer einführend« Worte. Stettin. Mit großem Beifall wurde hier der neue Film ״Frühling in Palästina" aufgenommen, der am 3. März im schönsten Kino Stettins vorgeführt wurde. Um die V orbereitungen dieser wohlgelungenen Veranstaltung hat sich besonders Herr Oskar Schwarz bemüht, welchem an dieser Stelle bestens gedankt sei. Vermischtes Berlin. Am Sonnabend, dem 30. d. M., abends, findet im großen Sitzungssaal der jüdischen Gemeinde, Oranienburger Str. s9, in Anwesenheit des Exekutivkomitees, bestehend aus den Herren Dr. L. ßermann, F. Rabinowitseh, Dr. J. Rubin und so Delegierten aus verschiedenen Orten des Reiches die Eröffnungssitzung der VII, Reichstagung des Verbandes Jüd. Studentenvereine in Deutschland e. V., statt. Fritz Naphtaii wird über ״Das arbeilande Palästina" und die Aufgaben der jüdischen Studentenschaft referieren. — Am Sonntag, dem 31. d. M., 20f/a Uhr abends, wird im Rahmen der Tagung eine zweite öffentliche Versammlung im Sitzungssaal der jüdischen Gemeinde, Rosenstraße 3/4 abgehalten. Das Thema der Verhandlungen ist: ״Probleme der jüdiseben Kultur und dar jüdische Akademiker". Es werden referieren: Jacob Leschinaky über: ״Die moderne jüdische Kultur": Tscherikower: ״Warum jüdische Wissenschaft in jüdischer Sprache?" Dr. J. Rubin: ״Die jüdische Kultur und der jüd!sehe Akademiker“ Zionistischer Gruppenverband Oberschlesien. Der für den 7• April in Hindcnburg vorgesehene Gruppenverbmdstag wird mit Rücksicht auf den an demselben Tage in Breslau stattfindenden schlesischen K. J. V.er-Tag verlegt. Die Tagung findet nunmehr voraussichtlich am 31. April in Gleiwitz statt. Nähere Mitteilungen folgen noch. Der Bund jüdischer Pfadfinder ״Zophim“ gibt bekannt, daß die Adresse des Bundes nunmehr lautet: Zophim, Bund jüdischer Pfadfinder, z. H. von Frl. Ilse Neu mann, Berlin W 15, Pariser Straße 31/33.;■. Hebräische Sprachschule ״Kirjath-Sefer", Br; i Das, Sommers emester 1929 beginnt Dienstag,den 9. April. Der Unterricht wird frühmorgens, nachmittags und abends im Jüdisch- Theologischen Seminar, Wallstr. 14, pt., Zimmer 4, erteilt. — Für Fortgeschrittene gibt es spezielle Stunden für T'nach, Mischna, Agada, Grammatik, mittelalterliche und neuere Literatur. Jeder Kursus hat besondere Konversationsstunden. Zu Beginn des Semesters werden zwei neue Anfängerkurse — für Kinder und Erwaehsene — eingerichtet. Anmeldungen für alle Kurse vom 9. April an stets Montag bis Donnerstag, 19—30 Uhr, Wallstr. 14, pt•, Zim. 4• ״Frühling in Palästina“. Der neue Film wird im April in folgenden Orten vorgeführt: 5. 4.: Hindenburg; 6. 4.: Berlin; 7. 4.: Bremen, Bochum, Elberfeld; 14. 4.: Ratibor, Magdeburg, Frankfurt a. O., Augsburg; 20. 4.: Berlin; 21. 4.: Gleiwitz, Heilbronn, Cottbus; 28. 4.: Beuthen, Oppeln, Braunschweig, Plauen. Vom ״ORT“. Wie alljährlich, gestaltete sich auch diesmal der in den Räumen dos Hotel ״Kaiserhof* am 16. März 1929 veranstaltet* ״O RT"- B a 11 zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Die Veranstaltung ergab ein nach jeder Richtung sehr zufriedenstellendes Resultat. Der Ball, an welchem zahlreiche prominente Persönlichkeiten des jüdischen öffentlichen Lebens teilnahmen, brachte einen für das Aufbauwerk der ״ORT‘‘-Gesellschaft sehr erfreulichen finanziellen Erfo’g, — Unter Vorsitz von Geheimrat Goldfeld fand am 20. März in der Lessing-Loca eine Veranstaltung des Breslauer Aktions-Ausschusses des ״ORT' statt. Als Rodner waren dio Herren S. Adler-Rudel und Ing. D. Klementinowsky -Berlin erschienen. — Im An- Schluß an de« am 31. Februar in Gleiwitz vor größerem Kreise gehaltenen Vortrag versammelte sich am 13. März eine Anzahl prominenter Persönlichkeiten des jüdischen Lebens dor Stadt Gleiwitz im Hause des Herrn Paul Cohn, um von dem Generalsekretär der ״ORT'‘-Gese!lschaft, Dr. Michael T r a u b , nähere Ausführungen über die ,.ORT"-Aufgabcn zu hören. Daran anschließend fand eine Besprechung statt, die zu einer ergebnisreichen finanziellen Aktion in Gleiwitz führte. — Am!4• März sprach Dr. Michael Traub in Oppeln über ״Vom Luftmenschentum zu produktiven Wirtschaftsformen“. Den Vorsitz führte Sanitätsrat Dr. Schlesinger. In der lebhaften Aussprache, die sich an den Vortrag knüpfte, kam deutlich das Interesse für den ״ORT" zum Ausdruck. Es bildete sich ein Aktions-Ausschuß. Die Brandus’sche Verlagsbuchhandlung in Berlin, bekannt durch ihre mustergültigen Dünndruckausgaben und illustrierten Pressendrucke, sowie durch die Monumental-Ausgaben der Bibelwerke aller Völker, blickt am 1. April auf 25 Jahre ihres Beztthens zurück. Schöneberger Synagogen-Verein, Münchener Str. 3;. Die täglichen Lehrverträge finden bis auf weiteres eine Vs Stunde vor dem Abendgottesdienst statt. — Es werden zur Zeit gelehrt und behandelt: Rituell« Vorschriften zum Peßachfeste, Die Peßachhaggada. Das Tal gebet. — Die Dozenten: Rabb. ß. Pessen, Rabb. Dr. Ksinski, Rabb. Dr. Rosenwasser. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 29. Man. abends: in allen Synagogen: 6,30 Uhr. In allen Synagogen mit Orgel: Ansprache de* Rabbiners. Sonnabend, den 30. März, morgens: Synagogen mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten: 9 Uhr: Frühgottesdienst; Syn. Rykestr. : 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus ,'außer Syn. Friedenstempel): 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigt: Syn. Kaiseratr.: Dr. Wiesel. Schriflerklärung: Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Lewy. Jugendgoltesdienst: 4 Ühr, Alte Synagoge: Rabbiner Nobel; 4,30 Uhr, Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Lewy. Sabbat-Ausgang: 7,16 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen, abends, in allen Synagogen bis 4■ April: 6.30 Uhr; vom 7. April ab: 7 Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus (außer Svn. Pestalozzis tr.): 7 Uhr; Syn. Pestalozzistr. und Synagogen mit neuem Ritus: 7,30 Uhr.

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