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Jüdische Rundschau · 1929-03-22 · Heft 23 (22.3.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 23 (22.3.1929)
Date
1929-03-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer OjtS Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Mtinekestraße IO. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Geldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. w-rHan ta dar Wlhronr dar afaualaaa Lladar tMrariiaet- Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.HnBerIi*W15,Meinak«str.lO Telephon: Amt Biamarck 7165-70. Telephon: Bismarck7165 - 70. Postscheckkonto: Berlin Nr.17392 Für Onatamiehj FaauvarkMaanan» Wian,Km»a Nr!«6030. Farl«eh©dtt5*Jcw#l׳ei: Po«*f5*rk*»amamt KentesKr. ¥94101 Für F0J«n; Powptk■—imMm Wastehau. Kcmo Nr. 190706h Redaktionsschluß Sonnt** und Mittwoch nachmittag• Nummer 23 | Berlin, 22. III. 1929 Aamt«*a1>ral•• S§np. Narpanülacafla Ö30G^MStaflaagaaucliaO^SG-M. Aa*elta1»s<l1'a81 Dl.attat and Fralta* •*chasltta«• 4 Uhr י׳ אדר שני׳ תרס״ט | xxxiv. ja!.**. per Zionismus erstrebt «Ir das JUdIsche Volk die Schaltung einer Öffentlich-rechtlich gesicherten mimitHte In Palästina. ״Baseler Programm,«» Der Stand des Kolonisafionswerkes Referat von Felix Rosenblülh, London, gehalten auf der Landesversanunlung des Deutschen Keren Hajessod ׳ ■& (Jeher die Lage des Kolonisationswerkes ln Palästina im Laufe der mir zur Verfügung ge* stenten 45 Minuten zu berichten, halte ich für eine fast schwierigere Aufgabe als das Werk des Aufbaus selbst. Es wird für mich sei!wer sein, ein einigermaßen gründlich vorbereitetes, aber auf zwei Stunden angelegtes Referat in 45 Minuten zusammenzupressen, und Sie werden jedenfalls von mir ׳ unter diesen Umständen keine eingehenden Ana* lysen erwarten können. Ich werde schnell versuchen, eine Reihe von unumgänglich notwendigen Daten und Tatsachen sozusagen in« Trockene zu bringen, und werde dann sehen, ob wir noch Zeit zur Erörterung allgemeiner Wirtschaft* lieher Probleme und Streitfragen haben werden. Zur Charakterisierung der allgemeinen Lage in Palästina im gegenwärtigen Augenblick möchte ich folgendes sagen: Wir haben die Empfindung, und diese Empfindung teilt die palästi* nensische Judenheit, daß wir heute an der Schwelle einer wirtschaftlichen Aufwärtsbewegung ln Palästina stehen. Sie haben gehört, daß der palästinensische Keren Hafessod in seiner Zuschrift an diese Landesversammlung des Deutschen Keren Hajessod von einer schweren wirtschaftlichen Krise gesprochen hat, die nun vorüber sei Wir können in der Tat sagen, daß wir heute am Ende dieser Krise stehen. Diese Krise fand ihren Ausdruck vor allem in der hohen Zahl der Arbeitsjosefi, die vor etwa zwei Jahren zirka 14060 betrug. Heute ist diese Arbeitslosigkeit verschwunden oder jedenfalls auf ein geringes Maß reduziert, 80 daß die Arbeitslosigkeit nicht mehr «i«. wirtschaftikbes, soaduu «igeatlicU nur noch «la tltlgkelf speziell iüfnlr:*,P0l«!*» ^־:!(«';'•BÄnkauffotid• (Keren Kajemetii)' UM!des' rÄÄ4i|’#Äüfijiplrwll’tC,'־ii*f' Keren Hajessod. Aber in der gleichen Zeit hat sich doch eine starke Aufwärtsentwicklung in anderen Zweigen, (n anderen Zonen der Siedlungstltigkdt vollzogen, vor allem ln der Küstenzone, wo sich insbesondere der Orangenpflanzungsbau ausgedehnt hat. In der gleichen Zeit hat sich auch die In• dustrl«, die im Jahre 1922, bevor die große Immigrationswelle einsetzte, noch kaum bestanden hatte, entwickelt und konsolidiert. Man schätzt die Investitionen in der Industrie, die etwa seit dem Jahre 1922 in Palästina vorgenommen worden sind, auf etwa 2300000 Pfund. Auch die Industrie hat eine Pionierperiode durchgemacht Auch sie hat Verluste erlitten. Man schätzt die Verluste mit einer allerdings sehr vagen Ziffer auf etwa 7Q0 COO Pfund. Aber die 520 industriellen Untemehmungen, die heute in Palästina bestehen, sind im wesentlichen konsolidiert Sie haben größere Teile des inneren Marktes in Palästina erobert, und man kann heute mit Ruhe und auch mit einer gewissen Zuversicht über die Erweiterung dieser Industrie über die Grenzen des inneren Marktes hinaus zu einer Export* Industrie diskutieren. Anzeichen für den Anbruch einer neuen Epoche kann man auf verschiedensten Gebieten konstatieren. Sic wissen, daß der Hafen in Haifa in allernächster Zeit, im Laufe der nächsten zwei oder drei Jahre, ausgebaut «in wird. AUe diejenigen, die sich mit den Wirtschaftsfragen Palästinas beschäftigen, werden wissen, was das Fehlen moderner Hafenanlagen für die wirt* scbaftliche Entwicklung des Landes bedeutet hat Haifa wird sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte zu einem großen Handels- und Industriezentrum entv ekeln. Es wird Ausgangspunkt der Haifa—Bagdad-Bahn weiden, es wird Endpunkt der Röhrenidtung werden, die das Petroleum von den Oelfeldern Mossuls an das Mittelländische Meer heranführen wird. Es wird nur auf jüdische Tatkraft und jüdische Unternehmungslust ankommen, um jüdischer Arbeit und Kapital Anteil an dieser Entwicklung zu sichern. Lord Melchett hat vor kurzem in einer Aussprache mit amerikanischen Juden davor gewarnt, daß sich die Juden in der Erfassung der großen wirtschaftlichen Zukunftsmöglichkeiten dieser Stadt und des Geländes um Haifa hemm von Nichtjuden den Rang ablaufen ließen. Auch sonst gibt es günstige Entwieklungsmöglich* keitea Vielleicht haben wir Zionisten die objektiven Bedingungen des Landes immer In einem zu ungünstigen Licht dargestellt, um unsere Pionierleistungen ui so deutlicher hervortreten zu lassen. Man wird in nächster Zeit an die Ausbeutung der Kalischätze des Toten Meeres gehen. Sir Herbert Samuel hat kürzlich gesagt, daß der Wert der Mfteralschätze des Toten Meeres ausreichen würde, um die Kriegsschulden sämtlicher am Kriege beteiligten Staaten zu decken. Ich weiß, daß man die Aussichten und Möglichkeiten einer kommerziell rentablen Vor• Wertung dieser Mineralschätze in Deutschland pessimistischer beurteilt als in England, aber immerhin soll ימי“ die Optimist!• schere Stimmung in England ln Rechnung stellen. Ein anderer Naturschatz des Landes ist die Orange; sie wissen ja, daß Investitionen ira Orangenbau in Palästina sich heute mit 14 bis 20 <v# verzinsen. Vergessen Sie auch nicht die geographische Lage Palästinas, die es besonders geeignet macht,, zu einem Durchgangslande für den Handel zu werden und eine Rolle in der Entwickjung des Nahen und vielleicht des Fernen Ostens zu spielen. Schließlich übt Palästina eine ungeheure Anziehungskraft auf die jüdischen Massen aus, die sich immer wieder stärker erweist, als alle Enttäuschungen und Rückschläge, die notwendigerweise mit unserer Pionlertätigkeit in Palästina verknüpft sind. Wir haben gerade Jetzt interessante und starke Beweise dafür in Polen. In Polen hatte man unter der Rückwanderung aus Pa* lästlna am allerstärksten zu leiden. Die Rückwanderer hatten es nicht immer verstanden, ihre persönlichen Mißerfolge von einer gerechten Einschätzung des Landes zu trennen, und trotzdem erleben wir heute schon wieder im polnischen Judentum eine starke und große Palästina-Stimmung. - Ich glaube also, wenn man alle diese allgemeinen Entwfcfc• lungsfaktoren In Rechnung stellt, so darf man für die Zukunft optimistisch sein. Jedenfalls fühlt heute in Palästina jeder: wir stehen an der Schwelle einer neuen Entwicklung, an der Schwelle einer neuen Epoche. Dazu kommen natürlich did Hoffnungen auf die Er- Weiterung der Jewish Agency, die Aussicht, daß neue große Kreise des Judentums bereit sind, die Mitverantwortung für den Aufbau Palästinas zu tragen. Ich habe Ihren Blick in die Zukunft gerichtet; Ich möchte Sie nun mit der gegenwärtigen Lage in Palästina befassen und will meine Ausführungen mit einigen statistischen Angaben einleiten. Ich weiß, Statistik Ist nicht *dir interessant, aber man kann sich über wirtschaftliche Fragen auch nicht ganz ohne Zahlenangaben verständigen. Ich werde jedenfalls versuchen, diese Zahlen. ia möglichst interessaiüen . Formationen aufmarbevölkerupg von dfkä 8i00ß0, d. 1t dfe WW«tfih«ute da Palästina etwa 18 ״/o der Oesamtbevölkeirung. VTcnn der frühere Ohericomtnandeur von Palästina vof kurzem in dher; Rede in England gesagt hat,.daß Palästina 3. Millionen Juden aufn?hmen könne und werde, so sind wir von diesem Ziel noph weit entferni Aber es ist andererseits auch ganz interessant, sich vorzustellen, daß di« Juden heute bereits in Palästina;die weit* größte Minoritätdarstellen.die sie in?irgendeinem Lande der Welt bilden. Aber was für das Leben in Palästina charakteristisch Ist, ist die Tatsache, daß die Juden überall dort, wo sie in Palästina leben, in Majoritätsgruppen siedeln. Sie drücken so zwar noch nicht dem Lande den Stempel ihrer Arbeit und ihrer Art auf, aber doch ihrem eigenen Leben. Von den 16200D Juden leben 30500 auf dem Lande, d. h. ausschließlich in Jüdischen Bezirken, wenn man von der geringen Zahl von Arabereinwohnern in gewissen älteren Kolonien absieht Nehmen Sie hinzu die etwa 400C0 Einwohner Tel-Awiws, so sehen Sie, daß zirka 70000 Juden in rein jüdischen Arbeit«- und Kulturbezirken leben. In Jerusalem bilden die Juden mit 48000 Seelen 60 ®/o der Gesaratbevölkerung. In Jerusalem und Haifa siedeln die Juden in eigenen, teilweise modernen Stadtbezirken, und diese geschlossenen Bezirke sind keine Ghettobezirke. Sie sind erfüllt von dem Geiste der Freiheit, autonomen and autoch* thonen eigenen, in die Weit« hinauswirkenden Lebens. Von besonderem Interesse sind die Immigratioraziffeni. Es sind seit dem Jahre 1920 nach Palästina 100030 Juden eingewandert Von diesen 100 000 Juden sind 24000 zurückgewandert Das ist eine Rückwanderungsziffer, die durchaus normal ist, die sogar unter der durchschnittlichen Rfldtwanderungsquote anderer Kolonisationsländer liegt Die natürliche Vermehrung, d. h. der Ueberschaß der Geburten über die Sterbefälle, beträgt 20 0C0, so daß wir za einer Nettovermeh* rung von 95000 Seelen kommen. Der gesamte Talboden Palästinas beträgt nach den Angaben der Experten der Vereinigten Palästina-Untersuchungskommission, zu der auch Herr Wassermann gehört hat, etwa 6 700 COO Dunam. Die Experten haben den Bergboden überhaupt nicht in Betracht gezogen. Von diesen 6 700 COO Dunara sind nach den Angaben der Experten 4 600 COO Dunam kulturfähig und 4100 COO Dunam bewässerbar. Es wird noch weiterer Forschungen bedürfen, um festrastdien, inwieweit die Bewässerung rentabel durchgeführt werden kann. Von diesem Boden befinden sich in jüdischem Besitz 1 003 030 Dunam. Es sind die» wahrscheinlich ungefähr 15«/» des kulturfähigen Bodens. Sie sehen aas der Ihnen vorgelegten Tabelle, daß von diesen 1000000 Dunam etwa 420000 sich im Besitz der Pica befinden, weitere 2400:0 gehören unserem Bodenkauffonds, dem Keren Kajemeth. Weitere 120030 Dunam sind im Besitz von öffentlichen Bodenkreditgescllschaften. Weitere 103000 Dunam befinden sich in Privatbesitz. Diese Zahl ist interessant, weil sie Sie schon von dieser statistischen Seite her auf eine Eigenart des palästinensischen Lebens aufmerksam werden läßt, nämlieh auf den Mangel an privater Initiative in der Entwicklung der Landwirtschaft. Der Redner gibt sodann einige Finanzstatistische Daten. Man schätzt die Investitionen seit dem Kriege auf 11 bis 12 Mill(0ne|J Pfund. Alle diese Zahlen geben das Bild einer große« Entwicklung, die sich seit Kriegsende in Palästina vollzogen hat. Die Bevölkerungszahl hat sich seit Kriegsende - verdreifacht, •seit •1922ungefähr verdoppelt Sie können Im allgemeinen von folgenden statistische» Tatsachen ausgehen: Wir haben seit dem Jahre 1922 unseren Besitzstand in Palästina verdoppelt Das gilt nicht für dl« Entwicklung des Orangenbaues, wo sogar eine Verdrel- bis Vervierfachung der Anbaufläche eingetreten ist. Aber als Durchschnittsergebnis einer statistischen Analyse ist festzuhalten: Verdoppelung in 5—6 Jahren. Das ist sicherlich eine sehr starke Aufwirtsent* Wicklung. 1 Nun einige Worte zur Lage der Landwirtschaft In einer Landesversammlung des Keren Hajessod muß man besonderes Schwergewicht legen auf die Kolonisationstätigkeit dieses Fonds und, des Keren Kajemeth, die, wie Sie wissen, Im wesentlichen in der Ebene Jesreel konzentriert ist. In diesem großen Kolonisationszentrum arbeitete der Keren Hfjessod und der Keren Kajemeth in den letzten Jahren im wesentlichen, obschon der Keren Hajessod auch in der Pflanzungszone gewisse, aber nicht sehr erhebliche Siedlungskredite erteilt hat Die Leistungen des Keren Hajessod in dieser Ebene Jesreel sind quantitativ, aber vor allen Dingen qualitativ zu bewerten, qualitativ, weil nämlich die große kolonisatorische Leistung des Keren Hajessod, wie ich glaube, darin besteht, daß hier zum ersten Male die kolonisationspolitische Frage richtig gestellt und weil versucht worden ist, auf diese Frage eine richtige Autwort zu geben. Denn was wollen wir in Palästina? Wir wollen in Palästina möglich st viele Juden ansiedeln, und erst in der Kolonisationstätigkeit der Zionistischen Organisation b*t man prinzipiell untersucht, wie es möglich ist, in diesem Lgiuje auf einer begrenz!«» Fliehe und mit begrenzten Mitteln mÜg• liehst viele Juden anzusiedeln. Will wnn!iiijSCf׳- jjShi prpfhilMiPä können, denn Rechtsanwälte, Aerrte und KauflüftifkÄien «Br eijnen geringen Proiditoatz der Bevölkerung jedes Landes darstellen. Die Juden müssen also in die sogenannten produktiven, d. h. in die landwirtschaftlichen und industriell«! Berufe eiadringen. Aber auch dort ist es nicht damit getan, daß sie in dieser Sphäre nur die Unternehmerstellen besetzen, sondern die große Aufgabe besteht darin, die Juden in Palästina in den Arbeitnehmerpositionen zu placieren. Erst in der Kolonisation«* > tätigkeit der Zionistischen Organisation wird versucht, diese Aufgabe zu lösen. Wenn Sie vom Etnek aus hlnüberbücken zu der Zone des extensiven Getreidebaues in Ober- und Untergaliläa, so finden Sie dort Siedlungen, die im wesentlichen durch arabische Arbeit aufgebaut und auf sehr großen Fliehen angelegt sind. In der Pflanzungszone wiederum hat sich erst ln den letzt« Jahren eine Wendung zam Besseren vollzogen. Während es ira Jahre 1921 fast keinen jüdischen Arbeiter in dieser Pflanzung»• zone gegeben hat, ist heute die jüdische Arbeit stark ira Vordringen. Dazu hat in hohem Maße das Beispiel beigetragen, das der Keren Hajessod In seiner Kolonisationsarbeit im Emek gegeben hat. Wir können sagen, daß sich das eine große Problem des palästinensischen Aufbaues, das Problem der Produktivierung der Menschen, der Lösung nähert, und das ist herbeigeführt zum großes Teil durch die beispielgebende Siedlungstltigkdt der Zlo* nistischen Organisation, die vom Keren Hajessod gespeist worden fei Ein anderes großes Problem, über das man weniger spricht, obwohl es vielleicht das schwierigere ist, ist das Problem der Produktivierung des Bodens. Es kommt In Palästina nicht nur darauf an, die Menschen dem Boden anzupassen, sondern die besondere Schwierigkeit besteht darin, daß auch der Boden den Menschen angepaßt werden muß. Während die Juden überall dort, wo sie sonst siedeln, im wesentlichen die Kolonisationsmethoden ihrer Umgebung nachahmen können, können sie in Palästina im Wege der Nachahmung nichts lernen, ln der Pflanzungszone aller* dings ist dieses Problem weniger fühlbar, dort ist der Boden entgegenkommend. Aber in allen übrigen Teilen des Landes erfordert die Anpassung des Bodens an die Bedürfnisse ein« nach Palästina übersiedelnden europäischen Menschen viel Oeduld, Mühe and finanzielle Opfer. Eine der großen Leistungen des Keren Hajessod ln Palästina besteht darin, daß er in einer Siedlungszone im Emek diese Produktiv» erungsarbdt systematisch in die Wege geleitet hat, und zwar dadurch, daß die Arbeit au.'jcbaut ist auf wissenschaftlich geprüften modernen Arbeitsmethoden. Sie wird angeleitet durch die landwirtschaftliehe Versuchsstation, die auch vom Keren Hajessod finanziert wird. Ich möchte Ihnen als Gesamtergebnis mitteilen, daß der Er* trag des Bodens und der Wirtschaft tatsächlich überall im Stetgen begriffen ist. Die Produktion hat überall die arabische Produktion weit überschritten und sie ist teilweise im Begriff, sich europäischen Erträgnissen zu nähern, ich habe gerade, bevor ich aus London abreiste, eine Produktionsstatistik von einer der typischen Siedlungen des Emek, von der Siedlung Na* haial. erhalten; und es ergibt sich dort aus dem Vergleich mit früheren Jahren, daß eine außerordentliche Vermehrung

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