Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1929-02-26 · Heft 16 (26.2.1929) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 16 (26.2.1929)
Date
1929-02-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653062-2653079--20601-2678601
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Nr. 16, 26.II.J92# JÜIOISCHE RUNDSCHAU Seite 10! Zeiisdiriftensdiau Das Erscheinen eines neuen Heftes der Vierfeliahresscfirfft ,,Die Kreatur“ (Verlag Lambert Schneider, Berlin-Dahlem), ist für einen wachsenden Kreis stets ein Feiertag. Diese Zeit- Schrift hat sich c״.«.u׳ar״ge Position errun ׳en, sie ist viel* leicht die einzige große geistige Tribüne, die es heute in deutscher Sprache gibt, wenn man absieht von manchen hoch* stehenden, aber konfessionell gebundenen Organen. Das erste Heft des neuen (dritten) Jahrgangs 19» bringt an der Spitze eine Anekdote aus dem Leben des Rabbi Jecheskel Landau von Prag, erzählt von Martin Buber unter dem Titel ״Der dritte Tischfuß“. In drastischer Weise wird der Gemeinde, die des Rabbi mahnende Worte als das Schauspiel erbaulicher Rede hinzunehmen bereit war, von ihm die Wirklichkeit und Gegenwart der sittlichen Forderung beigebracht Das Heft enthält ferner eine wichtige Polemik zwischen Eberhard Grisebach und Hermann rterrigel über ״Altes und neues Denken“, eine Rede Eugen Rosenstocks ״Die Gefangenschaft des Volkes“, die er am Verfassungstag im Breslauer Jugendgefängnis gehalten hat, Aufsätze von Wi ttig, Hans Trüb, Rudolf Ehrenberg, ein nachgelassenes Stück von Florens Christian Rang usw. Besondere Beachtung aller politisch bewegten Menschen, die zuweilen an manchen Erscheinungen der Organisations-Welt verzweifeln, verdient die sozialpsychologisch feine Analyse ״Feind- Schaft“ von Fritz K1 a 11, worin der Mechanismus der Selbstzweck gewordenen, jede Selbständigkeit und Abweichung entrüstet hassenden und schließlich vernichtenden Organisation sehr gut erhellt wird. (Das vorbildlich gedruckte, in* haltsreiche Heft kostet 3,50 M., vier Hefte ganzjährig 12 M.) * Die ausgezeichnete Monatsschrift für Erneuerung der Erriehung ,.Das werdende Zeitalter“ (Kohlgraben bei Vacha, Rhön) widmet ihr Februarheft gänzlich dem palästinensischen Erziehungswesen und der zionistischen Bewegung. Am Anfang des Heftes finden wir ein Bruchstück aus Martin Bubers Rede bei der Berliner Konferenz für das arbeitende Palästina, worin er Jerusalem, Moskau und Rom fegenüberstellt Die Herausgeberin der Zeitschrift Elisaeth Rotten, legt dann in einem einleitenden Aufsatz dar, worin das Interesse der christlichen Welt an der jüdischen Aufbauarbeit besteht: dieses Werk könne die christliche Bevölkerung von einem Teil der Schuld entlasten, die sie dem Judentum gegenüber trägt und darüber hinaus könne die Christenheit die Möglichkeit tätiger Wiedergutmachung daran erwerben. Weiter aber auch, ״weil auch ihr für ihr tiefes Sehnen nach neuem menschlichen Miteinander das Werk, das das jüdische Volk in •Palästina unternommen, zum Leuchtturm und Richtpunkt für neues menschliches Verhalten werden kann“. Das ganze Palästina-Werk betrachtet die Verfasserin äis einen einzigen großen Selbsterziehungsversuch. Nach einem Ueberblick über das palästinensische Erziehungswesen fährt Elisabeth Rotten fort: ״Vielleicht darf auch der Außenstehende es wagen, leise die Linie anzudeuten, auf die der Zionismus die innere Entwicklung der Judenheit schon heute zu weisen scheint: Nicht mehr Assimilation im Sinne der Selbstaufgabe, sondern Kooperation und Solidarität, ein Sichfinden und Sichweitcn an der Andersheit des Nächsten und der Gleichheit auch des Fernsten; nicht Nationalismus in der Gesinnung des sacro egoismo, sondern Volkstum, das zum Menschentum strebt; nicht Rechtgläubigkeit, sondern gelebte Religion als re-Ifgio, Rückverbindung durch das Glaubensgut der Väter hindurch zu Gott, wie er sich im täglichen Neuwerden offenbart und in selbstlosem Menschendienst verwirk- Jjchf *ein Wifi.“ ~ : Aus' dettt übrigen!»hält <ßs' *Heftes erwähnen wir eine« Aufsatz von Hans K0hn über ״Martin Buber und der Zionismus seit dem Weltkrieg“ (aus einem demnächst erscheinenden Buche über Buber), ferner ״Zur religiösen Erziehung in Palästina“ von Ernst Simon, ״Das Kinder- und Jugenddorf Ben-Schemen“ von Siegfried Lehmann, ״Die Kindergemeinde Bet Alfa“ von Milek Goldschein, ferner Beiträge von Zwi S o h a r, Hugo Bergmann, eine ausführliche Bücherschau zionistischer Werke usw. Dieses schöne Heft, für das wir den Herausgebern dankbar sein müssen, verdient, obwohl es sich an die nichtjüdische Welt wendet, die stärkste •Verbreitung auch in jüdisehen und zionistischen Kreisen. * Das Februarheft der Sozialistischen Monats« hefte (Berlin W 35) enthält einen Aufsatz von Fritz Nap h ta11 Über ״Das arbeitende Palästina“. Ausgehend von der Bildung des pro-zionistischen Komitees der sozialistischen Internationale sowie der Berliner Konferenz für das arbeitende Palästina, legt der Verfasser dar, weiche inneren Verbindungen zwischen sozialistischem Denken und zionistischen Aufgaben in Palästina tatsächlich bestehen und aus welchen Gründen der jüdische Sozialist an der Aufbauarheit der palästinensischen Arbeiterschaft .teilnehmen muß. Die Eigenart der jüdischen Kolonisation Palästinas erfordert auch eigenartige Kolonisationsformen, da das Ziel der nationakn Regeneration nur durch jüdische Arbeit erreicht werden kann. Naphtali schildert die Lage in Palästina und die soziale Problematik und legt schließlich dar, daß die neu gegründete Liga für das arbeitende Palästina als eine Hilfsstellung für die palästinensische Arbeiterbewegung gedacht ist; sie will durch Aufklärung sowie durch materielle und geistige Hilfe das Werk fruchtbarer gestalten als bisher. — Die ״Sozialistischen Monatshefte“ stehen Bekanntlich seit jeher dem Zionismus mit freundlichem Interesse gegenüber. * In Warschau erschien soeben das erste Heft einer neuen hebräischen Monatsschrift ״S n e h“ (Dornbusch), als deren Herausgeber der bekannte hebräische Dichter Jakob Kahan zeichnet In der programmatischen Einleitung erklärt der Herausgeber, es sei seine Absicht, die repräsentative hebräische Monatsschrift zu schaffen, von der er hofft, daß sie in ,absehbarer Zeit nach Ercz-Israel übersiedeln kann. Die Zeitschrift steht auf dem Standpunkt der Autonomie der Kunst, sie will parteipolitisch neutral sein, jedoch ihre eigene Physiognomie wahren. Das Erscheinen einer solchen Monatsschrift ist gewiß zu begrüßen, wenn auch das erste Heft noch nicht alle Erwartungen und Versprechungen des Herausgebers rechtfertigt Insbesondere die essayistischen Beiträge bringen nichts Neues, was man nicht sdhon aus der TagespubttzMk zur Genüge kennte. Jabotinsky legt sein Programm bezüglich der Verselbständigung des Waad Teumi und Schaffung einer eigenen Vertretung in London dar, Grünbauin schreibt über die Frage der nationalen Minderheiten, Dr. T a r t a - kower über das jüdische Wohlfahrtswesen usw. Von poetisehen Beiträgen ist zu nennen der erste Akt eines modernen Dramas ״Der letzte Bund“ von Jakob K a h a n, über das erst nach Veröffentlichung der weiteren Fortsetzungen ein Urteil möglich sein wird. Der Dichter folgt hier offenbar seinem oft proklamierten Grundsatz einer radikalen Euronäisierung der hebräischen Dichtung. Am meisten Freude bereitet eine Erzählung von Tschernichowsky mit ihrem raziösen Humor. Das Heit enthält weiter Arbeiten von Aron eitlin, Dr. Scügmann, Schofmann, Klausner u. a. Die Zeitschrift, deren folgenden Heften man mit großem Interesse entgegensehen muß, kostet 5 Dollar jährlich. Adresse: Stieb, Warszawa, Leszno 19/20. tteellttee AI9ttiflif4>t Heeeittifttsttd £a title dfentttiiffiftn&ctffttrettftaietneH? 550r ben SfunffionJren her $. 'S. f.®" SWarbeftem trab Sreunben beö SötC unb gefabenen Odffen jbridjf Oonnerdfag, ben 28.3f«bruar 1929, um 3/4 9 löjr, im 6ihungd.<5aal, IReinefefira^e 10 <5a ( ra a n O $ 0 <f e tt (Sooertter bei fterett ftajtmeH) Aber 606 3$ema: fter ßraer&ung 0er (Probleme 6er jflaiionalfonbd Sfrbeti in paläfHna tut6 im ®aluftj) Ilm (finlabungen trenbe man fldj an 6a3 Berliner Büro bed Steren Stajeme(f) Selefott: Bfdmanf 7165-70 Das alte Gesetz (Zur Wiederaufnahme des ersten jüdischen Films in der ״Alhambra“, Kurfürstendamm 68.) Die ״Alhambra“ hat eine neue Direktion bekommen. Sie gehört jetzt den Besitzern des Piccadilly. Es beweist gute Absichten, daß als Uraufführung des neuen Theaters ״Das alte Gesetz“ wieder aufgenommen wurde, der erste jüdische Qualitätsfilm, der außerdem zu den allerersten guten Filmen gehört. Die Präzision der Szenen um die Hofburg erinnern m der Regie an Filme von Ludwig Berger. Aber da die Bergerfilme gleichfalls vom Wege zum Qualitätsfilm nicht zu trennen sind, kann man auch hier noch weitere sechs Jahre zurückdatieren und solange und noch länger zurück liegt dieser schon legendäre jüdische Film, von dem es seit sehr vielen Jahren bekannt ist, daß er der Film ist, der die Sabbatlichte und die Feste, das Peßachfest und sogar den Koi Nidre- Abend im Film zeigt Es spricht für die unverwüstliche Qualität dieses genialen ersten Wurfes — Manuskript Paul Reno, Regie EJupont —, daß er noch heute Erschütterungen auslöst in den schlichten Szenen von Umkehr und Reue, in den eindrucksvollen Szenen des Alten im Parkett, nicht zu vergessen das Aufmerken und die Begeisterung des Burgdirektors Laube — Vallentin. Ernst Deutsch, der Romeo aus dem Ghetto, wirkt heut in einigen nicht theatralisch gewollten Szenen etwas übertrieben, aber der Jüngling mit der egeisterung und der Ghettoschüchtemheit sind unbestrittener Bestandteil der Weltkunst des Films. Da es für unechte und unerfreu'iche Darstellungen jüdischen Wesens bedeutend mehr Beispiele gibt, sollte diese Wiederaufnahme nicht übersehen werden. _ R. M. Namen» Clausus-Propaganda. Auf der am 2. d. M. stattgefundene« 5- Sitzung des Allgemeinen Studentenausschusses in Erlangen wurde folgender Antrag des Nationalsozialist{- sehen Deutschen Studentenbundes bei einer Stimmenthaltung angenommen: ״Die Erlanger Studentenschaft fordert an samtliehen deutschen Hochschulen die Einführung des Numerus clausus für Nichtdeutsche, besonders für Studierende der jüdischen Rasse. Nach einer sachlichen Prüfung wird ieder Zionist seine Versicherungen nur dem Phönix WBIilWlllllW»WMW8aW geben. Nur der Phönix kann Ihnen auf Grand des Empfehlungsvertrages mit dem Keren Kajemeth folgende Vorteile bieten: Sie ersparen die Hälfte der sonst üblichen Zu- Schläge für Ratenzahlungen. Sie ersparen die Hälfte der Aufnahmegebühr. Sie ersparen die Zasatzprämie für Einschluß der VollinvaUdiiät. Sie ersparen wesentliche Beträge, weil die Tarife des Phönix sehr billig sind. Sie fördern die Versicherungsaktion des Keren Kaiemeth, durch die sehr erhebliche Beträge dem Bodenkau/inPaläslina zugejlossen sind. Nor S0,ß2 Mark monatlich für 20000 Mark kostet die Versicherung für einen 52 'ährtgen, fahibar nach dem Jode bfw.tm 60.Lebensjahre. Wenden Sie sich vor federn Versicherungsabschluß an die VERS1CHER UN GS ABT EIL UNG BES KEREN KAJEME1H BERUM » 13, MEIMEKESTRASSE 10 Bhmartk 3131-3130, Afrika singt . . . **Afrika singt. Eine Auslese neuer »fro-amerik*ni»cW Lyrik. Herausgegeben von Anna Nuß bäum. Die Nachdkhtungen und Übertragungen stammen von Hermann Keeaer, Josef Luitpold, Anna Siemsen und Anna Nußbäum. 16ן Seilen. F. C. Speidd’sche Verlagsbuchhandlung, Wien und Leipzig, 1928. Brosch. 4,50 M.) Dieses Buch wird kein Zionist ohne tiefe Erschütterung fesen. Das Leiden eines Volkes, das als Paria unter den Völkern lebt, verachtet und getreten, versklavt und gemieden, und doch seines Wertes bewußt, voll Sehnsucht nach höherem Leben, nach Freiheit, Geist und Menschlichkeit, und voll Stolz auf Kraft und Schönheit des eigenen Blutes — ist das nicht eine. Gefühls- und Erfahrungswelt, die der unseren verwandt ist? (Bei allen tiefgehenden Unterschieden der geschichtlichen und kulturellen Position.) Afrika singt auf fremdem Boden, im Go* lus, träumt von der Heimat auf dem üppig wuchernden Boden unter versengender Tropen-Sonne. Die amerikanischen Neger sind befreite Sklaven, sie sind heute ״emanzipiert“, sie sind weitgehend assimiliert, beherrschen Sitten und Sprache des amerikanischen Volkes, haben eine ansehnliche Intelligenz und Künstler, aber sie sind gesellschaftlich boykottiert, ausgestoßen, gegen sie stehen der Hochmut und zugleich die Angst der Weißen. Und auch innerlich sind diese Menschen schwankend, es zieht sie zu der neu erworbenen Kultur, aber das eigene Rassenbewußtsein widerstrebt der Aufsaugung. Der Schwarze leidet schwer unter der Verachtung, man tötet das Menschliche in ihm; wenn ein schwarzer und ein weißer iungc Zusammengehen, ״finden es die Alten unerhört“; das Erlebnis des Achtjährigen, der achtlos einem gleichaltrigen weißen Knaben zu winkt und höhnisch abgewiesen wird, bohrt im Herzen. Diese Dichter spüren die Glut Afrikas in ihrer Seele, die unvergessene Heimat, die die meisten von ihnen wo.11 niemals gesehen haben: ״All die Tom-Toms des Dschungels schlagen in meinem Blut . . .“ ״Ich bin ein Neger!“ klingt es stolz. ״O Sonne wunderschön! Ö Seele meines Volkes!“ Und er weiß: ״Wenn sie uns töten, wir gehen nicht zugründe“. . . Er hat eine Abrechnung mit dem ״weißen Bruder“: Komm, Bruder! Komm! LatJ uns treten vor unsem Gott. Und wenn wir vor ihm stohon, Ich werde sagen: Herr, ich hasse nicht. Ich werde gehaßt. Ich quäle nicht, Ich werde gequält. Ich begehre niemandes Land, Mein Land wird begehrt. Ich verspotte kein Volk, Mein Volk wird verspottet. Und, Bruder, was wirst du sagen? Die Lyrik, die in diesem Buche veröffentlicht ist, stammt etwa aus den letzten zehn Jahren. Es ist eine noch junge Nationalbewegung. Die Herausgeberin, Anna Nußbaum — der Name läßt auf jüdische Rasse schließen — zitiert in ihrer Einleitung einen Neger-Schriftsteller: ,״ . . Dieses tiefe Rassenempfinden ist jetzt die wesentlichste Energie im Negerleben. Tatsächlich ist allen farbigen Schriftstellern die Rasse unmittelbarer, ursprünglicher, unmittelbarer Ansporn.“ Und sie fügt hinzu: ״Uns scheint Bekenntnis zu seiner Rasse unabhängig von Sprache, Staatsb&rgertum und Religion ein fruchtbares, schöpferisches Gefühl zu sein. Mehr: ein Mittel zu achtungsvollem Verständnis für andere Rassen; eine im menschlichen Gemüt begründete, durchaus edle Empfindung, die mit der Fratze eines geschäftspolitischen, verhängnisvollen Nationalismus nichts zu tun hat.“ Jüdische Leser und Leserinnen können aus diesem Buch, das jeden fesseln wird, viel lernen. Und nichtjüdische auch. _Martha Weltsch. Die Jüdische National- und Universitätsbibliothek Jerusalem erhielt soeben eine große Sendung von Büchern, welche die Erbschaft des im vorigen Jahre verstorbenen Rabbiners Louis Großmann in Long Beach darstellt. Die Sammlung ist eine einzigartige, ca. 5000 Bände umfassende Bibliothek aus dem Gebiete der Pädagogik und der Grenzwissenschaften (Soziologie, Psychologie, Kulturgeschichte, Psychoanalyse, Vererbungslehre). Die Sammlung enthält wohl cfie gesamte pädagogische Produktion in deutscher Sprache der letzten 30 Jahre. Aber auch die Zahl der englischen Bücher ist sehr groß. Wichtig sind insbesondere die Enzyklopädien (Manroe, Oxford Englisn Dictionary usw.), sowie vollständige oder fast vollständige Serien von Zeitschriften wie z. B. American Journal of Sodology, American Journal of Psychology, Psychofogical Bulletin, Psycnoiogical Review, die Veröffentlichungen der Amerikan Sociologicai Society, International Journal ofEthics, School and Society, Zeitschrift für angewandte Psychologie, Zeitschrift für pädagogische Psychologie, Der Deutsche Schulmann, Pädagogische warte. Der Hauslehrer, Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, Zeitschrift für Kinderforschung, Pädagogische Studien, Pädagogische Blätter, Neue Bahnen, Die Tat Durch diese Erbschaft ist die pädagogische Abteilung der Bibliothek in Jerusalem zu einer der bestausgestatteten Abteilungen geworden. Die Rolle der Religion im modernen Gei&teskampf. In der Zeitschrift ״Neue Wege“ (Zürichl schreibt Prof. Ragaz: ״Eine neue Auseinandersetzung der Religionen hat begonnen, und sie geht einer Neubelebung der Religionen parallel. Es streiten sich darin zwei Strömungen: eine, welcher vor allem daran liegt, die charakteristische Bestimmtheit jeder besonderen ReligionsTorm geltend zu machen, gegen die Gefahr des Vorfließens und der Religionstrübung, und eine, welche umgekehrt mehr auf die Erkenntnis der Wahrheitselemente in allen Religionen, auch den fremden, aus ist. Aber in beiden Formen sucht man doch die neue Einheit und jedenfalls ist das Einheitsstreben das stärkere. Es bekundet sich wohl auch an der größeren Leichtigkeit der Uebertritte. Eine besonders bedeutsame Erscheinung sind solche vom Christentum zum Islam oder zum Judentum. Das neue Verständnis für das udentum, das sich etwa in der Art zeigt, wie ein Martin über in der Christenheit wirkt, aber auch die ganze iüdisehe Renaissance überhaupt ist ein weniger auffallendes, dafür um so wichtigeres Zeichen der Zeit und sicher ein Zeichen von größter Verheißung.“ Encyclopaedia Judalca. Dieser Tage ist der d r i 11 e B a n d der 15bändigen vom Verlag Eschkoi herausgegebenen ״Encyclopaedia Judalca“ erschienen. Der dritte Band, der die Artikel ״Apostel“ bis ״Beerajim“ umfaßt, enthält wiederum eine Reihe besonders wichtiger und interessanter Monographien, so u. a. über Arabische Sprache und Literatur, Archäologie, Architektur, Archive, Assyrien, Astrologie, Astronomie, Ausgrabungen, Babylonien, Baden, Bayern. Der Band ist noch in reicherem Maße als die vorangegangenen illustriert: von besonderegi Interesse ist eine Sammlung von 70 Autogrammen der berühmtesten jüdischen Persönlichkeiten früherer Jahrhunderte und der neueren Zeit, die dem Artikel ״Autographen*‘ beigegeben ist. Die Tatsache, daß im Verlaufe eines Jahres drei Bände der Enzyklopädie zur Ausgabe gelangt sind, zeugt von dem schnellen Fortschreiten des monumentalen Werkes.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.