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Jüdische Rundschau · 1929-01-29 · Heft 8 (29.1.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 8 (29.1.1929)
Date
1929-01-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Einzelnummer 0,25 Qoldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W IS, Meinekestrafie 10. Erscheint Jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2.— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark. Aü81andAabo1m«meatB werden in der Währung der einreinen tßnA** berechneL Anzeigen-Verwaltung Jüdische Rundschau G.tn. b. H., BerlinWlS, Meinekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165-70. Nummer 8 I Berlin, 29,1.1929 Aazdgcuprel»: 8 g«n>. Nonp«mll«eile 0,50 G.׳M.S!eUeng«*uch*0,25 G-M. An»ljen»chl11fl1 Dienst•( und Freit,( naehnitt•(• 4 Uhr Telephon: Biemarck7l65 —70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Österreich: PoetnMrkMMtiamt Wien, Konto Nr. 156030. Für TKhedto»lo»׳»kei: Paraparluumaaiat Pr«, Konto Nr. 59410. Für Pale»: Po»t»p*rl1,saen«1« Windtia, Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Per Zionismus erstrebt tOr das JOdlschs Volk dla Schäftung einer Ptfsntllch■rachlllch gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Banaler Programm,«« B.Z.V. Vortrag Sch. Gorelik in Cttncn ׳Cagebütitem“ Mittwoch, den SO. Sanuar Losenhaus abends 8J/* Uhr IHslstslr. 10 Karten Mk. 1.— Jugendliche Mk. 0.50 Erhältlich In der B. L V.. MelnekestreOe 10 und an der Abendkasse. ln aller Kürze Nahum Sokolow; der wegen des Todesfalls in seiner Familie seine Amerikareise aufschieben mußte, begibt sich am ‘iö. Februar auf die Reise nach den Vereinigten Staaten, um an der Kampagne des United Palestine Appeal teilzunehmen. * Sir John Robert Chancellor empfing im Regierungs־ hause den Direktor des Keren Hajessod, Dr. Arthur Hantke, und den Generalsekretär Leo Hermann und gab seiner Sympathie für die Arbeit des Keren Hajessod in wärmsten Worten Ausdruck. *־ Sir Denison Roß, Direktor der Schule für orientalische Studien in London, weilte mehrere Tage hindurch zu Studien• zwecken an der Hebräischen Universität zu Jerusalem und erklärte, daß an der Universität außerordentlich wertvolle Forschungsarbeit:‘g^WlätÄ Wirf'‘und daß"s|äf|pj'Äse #i!5i Jcrosafern m einem ■QfäM entwickelt . .־;י■.".•'׳ ' * Fehlt Uh׳ Warhurg hat 10«» Dollar für das Haifaer . echnikum gespendet. In ganz Palästina fiel dichter Schnee. Es herrscht strenge Kälte. Das gesamte Hochland von Judäa ist schneebedeckt * Die Bekämpfung der aus Transjordanien eingefallenen Heuschreckenschwärme wird energisch fortgesetzt. Eine mit Gewehren und Flammenwerfern ausgerüstete Kompagnie, von zahlreichen Einwohnern unterstützt vernichtete einen Teil des Schwanns. * Die Palästina-Regierung ersuchte die Zionistische Exekutive in Palästina um ein detailliertes Memorandum über den Stand der Aeency-Frage, um darüber der Mandatskommission des Völkerbundes zu berichten. Anläßlich der im Frühjahr in Tel-Awiw stattfindenden Ausstellung von Produkten des Nahen Ostens haben die Schiffsagenturen eine Ermäßigung von 30 bis 50 ס/יי der Frachtgebühren und 25 «/o der Fahrpreise ab Triest für Ausstellungsbesucher gewährt Julius Rosenwald hat Df. Schmarja Levin während dessen Aufenthalt in Chikago eine Spende von 5003 Dollar für den von Dr. Levin und Bialik in Palästina geleiteten hebräischen Verlag ״D w i t“ übergeben. m Der hebräische Sprachverein in Palästina hat in diesen Tagen das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens begangen. * Die Kolonie D e g a n i a und andere jüdische Siedlungen im Jordan-Tale erhalten bereits elektrisches Licht, Kraft und Bewässerung durch die Ruthenberg-Station am Jordanfluß. Eine Botschaft Einsteins Professor Albert Einstein hat sich in Anbetracht des Umstandes, daß bei dem diesjährigen United Palestine Appeal in Amerika zum ersten Male eine Zusammenarbeit von Zionisten und Nichtzionisten auf breiterer Basis dokumentiert, auf Ersuchen der Jüd. Telegr.-Agentur bereit erklärt, das folgende Statement an die amerikanische Judenheit zu richten; »Die Judenheit gleicht einem vor etwa 2000 Jahren geköpften Tiere. Jerusalem mit seinem Tempel war sein Kopf, Gottes Wunder, daß es geköpft lebendig blieb durch die lange Zeit. Weiteres Wunder: Der unförmig gewachsene Leib besann sich vor wenigen Jahrzehnten, daß er einen Kopf haben müsse. Und schon hat er Palästina, ein ganz ordentliches Köpfchen, ausgeschwitzt. Aber doch zu klein, dünn und schwach für den dicken Leib. Sorget, daß es ein ordentlicher Dickkopf werde, wie er zu dem Tier paßt.“ Zv zHmlsflsdren Gcmelndepoliflk in Berlin In den letzten Wochen sind mehrere Veröffentlichungen erfolgt, die sich mit den Verhältnissen in der Berliner Jüdischen Gemeinde beschäftigen. Es war die Rede von einem Uebereinkomraen zwischen der Jüdischen Volkspartei und der liberalen Fraktion. Dieses Ueber* einkopimen wurde von der ״Jüdisch-Liberalen Zeitung“ mit der Wähl Kareskis zum Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde jn Verbindung gebracht Es ist an der Zeit der zionistischen Qeffentlichkeit den wahren Sachverhalt und die Auffassung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland mitzuteilen. Aus den letzten Gemeindewahlen ging die Jüdische Volkspartei zwar gestärkt, aber doch ajs Minderheitsgruppe hervor. Der Wahlkampf war unter der Losung geführt worden, die Vorherrschäft der Liberalen in der Oemeinde zu brechen. Dieses Ziel wurde erreicht, die Liberalen verloren die Majorität, aber die Ihnen gegenüber stehende Majorität war nur dann politisch vorhanden, wenn sämtliche nichtliberalen Gemeinde Vertreter geschlossen auftraten. Für die Volkspartei und für die Zionistische Organisation, deren Gemeindearbeit im Rahmen der Volkspartei von verantwortlichen Zionisten geführt wird, entstand die Frage, ob die Volkspartei als oppositionelle Minoritätsgruppe auftreten solle oder ob sie durch Abschluß einer Koalition die Führung in der Gemeinde anstreben solle. In den verantwortlichen zioni&tischen Körperschaften waren die Meinungen geteilt. Die Mehrheit entschied sich für eine Koalitionspolitik. Die Volkspartei schloß sich mit dem Vertreter der Poale Zion, den zwei Mitgliedern der Mittelpartei und mit dem konservativen Repräsentanten zu einem antiliberalen Block zusammen. Ein Ergehnis dieser Koalition waren Abmachungen über die Besetzung bestimmter Aemter. Auf Grund dieser Abmachungen wurde Dr. Klee Vertreter der Jüdischen Gemeinde Berlin in der Ica und jetzt Kareski als Nachfolger von Gerson Simon Vorsitzender des Vorstandes. Auch für die Wahl des Vorsitzenden der Repräsentantenversammlung gab es eine Vereinbarung; die Volkspartei verpflichtete sich, für einen Vertreter der Mittelpartei zu stimmen. Der Uebernahme dieser Verpflichtung wurde in ätenistisehen Kreisen vielfach'wldeÄfchljt^dt'1®ö1/afe'r';Aä• #§f Wif341 '־ Ä 'IfÄ 'Ät#Ä«&chetl Körperschaft nie» von dem allgemein geübte« Grundsatz abgegangen werden dürfe, daß der stärksten Partei der Vorsitz gebühre. DjC Blockpolitik würde durch die Haltung des konservativen Repräsentanten, des Herrn Moritz, A. Loeb, der aus seiner scharte״ at)ti?ionistischejn Stellungnahme nie ein Hehl gemacht hatte, besonders erschwert. Es stellte sich heraus,- daß die Zionisten in Fragen, in denen es sich um wichtige zionistische interessen handelte, nicht auf eine durch den Block repräsentierte Mehrheit rechnen durften. Es schien zum Beispiel ausgeschlossen zu sein, mit Hilfe der Blockmehrheit eine positive Stellung 4er Repräsentanz zum Keren Hajessod herbeizuführen. So entstand nach einiger Zeit die Frage, ob die Volkspartei als oppositionelle Minderheitsgruppe auftreten oder ob sie die Möglichkeit weiterer positiver leitender Arbeit durch Fühlungnähme mit den Liberalen erreichen solle. Man entschied sich dafür, zunächst für eine Uebergangszeit ein begrenztes konkretes Arbeitsprogramm mit den Liberalen zu verabreden, um nicht einen unfruchtbaren labilen Gleichgewichtszustand eintreten zu lassen, an dessen Bestehen auch die Liberalen kein Interesse haben konnten. Man durfte so erwarten, notwendige praktische Arbeiten der Jüdischen Gemeinde ohne pariamentarische Schwierigkeiten erledigen zu können. Die Jüdische Volkspartei konnte die Verhandlungen mit den Liberalen um so eher führen, als ein erheblicher Teil führender Zionisten die einseitige Festlegung der Jüdischen Volkspartei schon deshalb ungern sah, weil die Volkspartei in religiösen Fragen ihre Mitglieder nicht binden könne und das Prinzip der vollsten Gewissensfreiheit, dessen Respektierung sie von allen jüdischen Gruppen verlangt, auch in Ihren eigenen Reihen niemals verletzen dürfe. Da schon die Mehrheit der zionistischen Repräsentanten persönlich zu konservativen Anschauungen neigt und abweichende Aeußerungen innerhalb der Partei gelegentlieh desavouiert wurden, konnte der Eindruck entstehen, daß nicht nur eine taktische, sondern auch eine innere Verbundenheit mit rechtsgerichteten nichtzionistischen Gruppen bestehe. Fernerhin entspräche eine Politik der Majorisierung einer so starken. Minderheit, wie die Liberalen sie darstellen, — die übrigens unseres Wissens praktisch nicht erfolgt ist, — nicht den Grundsätzen der zionistischen Geraeindepolitik; wir haben die Majorisierungspolitik der früheren liberalen Mehrheit stets verurteilt. Aus allen diesen Gründen war es daher richtig, den Versuch zu machen, auch mit den Liberalen politisch in Fühlung zu treten. Pie Zionisten haben immer erklärt, daß in der Jüdischen. Gemeinde ein Zusammenarbeiten aller Gruppen notwendig ist und haben die Sicherung der positiven Mitarbeit der Opposition in der Gemeinde als Zeichen einer hohen politischen Reife betrachtet. Die Kraft demokratischer Institutionen, die eine Verwaltung zu führen haben, kann sich nur dann offenbaren, wenn nicht hemmungsloser Parteikampf das Ziel ist, sondern wenn auch die Opposition, wie eindeutig sie auch immer ihre abweichende Haltung zum Ausdruck bringt, nie das Gefühl verliert, daß sie für das Schicksal der gesamten Gemeinde mitverantwortlieh ist. Die Jüdische Volkspartei ist auf Grund großer positiver Leistungen heute in einer 80 starken politischen Stellung, daß sie ohne parteipolitische Befürchtungen eine echte Verantwortungspoiitik dieser Art führen‘ kann. Selbstverständliche Voraussetzung dieser Politik ־ist die Ablehnung eines jeden Gesinnungskompromisses, von keiner Seite darf ein programmatisches Opfer verlangt, von keiner ein solches Opfer gebracht werden. Beide Teile behalten ihr Programm, ihren prinzipiellen Standpunkt in allen Angelegenheiten. Es handelt sich für beide nur darum, eine klare Mehrheit für die Durchführung bestimmter konkreter Pläne zu schaffen und bei der Erledigung von'Angelegcriheiten, die für die Gemeinde lebensnotwendig sind, unsachliche Demagogie auszuschalten. Die Jüdische Volkspartei hat bei diesen Besprechungen wichtige Erfolge auf dem Gebiet der Schulpolitik und in anderen wesentlichen Angelegenheiten der Gemeindeverwaltung erzielt. So ist u. a. das Budget der von zionistischer Seite gegründeten Volksschule in der Ryckestraße von der Gemeinde übernommen worden. Den Liberalen lag in erster Linie an der Abkürzung der Legislaturperiode. Um dem Streit über die Rechtsgültigkeit der bestehenden Repräsentantenversammlung ein Ende zu machen, wurde vereinbart, daß alle Repräsentanten ihr Amt Ende 1930 niederlegen sollen, damit neue Wahlen zugleich mit den Wahlen zum Preußischen Landesverband vorgenommen werden können. Was die religiösen Postulate betrifft, so ist es, wie schon gesagt, ein zionistisches Prinzip, den religiösen Riehtungen vollste Gesinnungsfreiheit zu geben und keine religiöse Richtung in der Ausgestaltung ihres Gottesdienstes zu bevormunden. Die Volkspartei ist ebensowenig wie die Zionistische Organisation auf die Durchsetzung eines bestimmten religiösen Programms fest gelegt und ist daher grundsätzlich für volle Autonomie in religiösen Fragen. Wir halten die getroffenen Vereinbarungen für einen wichtigen Erfolg der Politik der Jüdischen Volkspartei. Diese V«!reinbarungen können bei den schwankenden Majoritätsverhältnissen für die nächsten zwei Jahre eine geordnete Führung der Geschäfte ermöglichen. Ein Punkt dieser Vereinbarungen jedoch kann von unserer Zionistischen Organisation nicht akzeptiert werden: wir meinen die Behandlung der Frage der Mitwirkung der Berliner Jüdischen Gemeinde am Aufbau von Erez Israel. Die Zionistische Organisation hält den Aufbau des jüdischen Nationalen׳ Hehns "für eine, 4ng#SÄ«.Mft 4a gesänstt« ' jäten? lieft 414 *Mäit auch füreine Angelegenheit jeder jüdischen 08meinde. Das anerkannte Instrument dieses Aufbaus irtder K|ffn Hajessod. Nach zionistischer Auffassung sind die Gemeinden verpflichtet, als jüdische Gemeinden unabhängig von der Partei- Zusammensetzung ihrer leitenden Körperschaften am Kere« Hajessod nach Maßgabe ihrer materiellen Kräfte teiizunehraen. Dieser Anspruch ist unabhängig davon, ob Zionisten eine Mehrheit oder eine Minderheit in der Repräsentantenversammlung bilden. Führende jüdische Liberale in und außerhalb Deutschlands sind Führer, Mitarbeiter und Förderer des Keren Hajessod. Wenn die liberale Fraktion die Ablehnung des Keren Hajessod zu einem verpflichtenden Programmpunkt macht, so stellt sie sich im Gegensatz zu einer Anzahl ihrer eigenen Parteigenossen — es handelt sich um liberale Juden, deren Name in der ganzen jüdischen Welt mit Recht einen guten Klang hat —. Die gerade im gegenwärtigen Augenblick mit Erfolg unternommenen Versuche, repräsentative Vertreter der Judenheiten aller Länder in die Jewish Agency aufzunehmen, läßt die Bedeutung des Keren Hajessod noch sichtbarer werden. Der Keren Hajessod ist und bleibt der anerkannte Fond der Jewish Agency. Alle im Geist der Jewish Agency •Politik getroffenen Vereinbarungen — Maßnahmen solcher Art können in verbindlicher Form nur von den zuständigen Instanzen getroffen werden — müssen zwangsläufig die Beteiligung am Keren Hajessod sicherstellen. Bei der Gründung des Keren Hajessod haben nicht alle Zionisten die Bedeutung dieses einheitlichen umfassenden Kolonisationsfonds verstanden. Heute wissen alle, die sich mit dem Palästina-Aufbau beschäftigen, daß unser Werk nur gelingen kann, wenn wir die alte Assimilations-Psychologie überwinden, die sich zu Taten nur aufschwingt, wenn es sich um begrenzte Sonderaktionen handelt, mit denen ein Einzelner oder eine Gruppe den eigenen Namen verbinden kann oder die sie jedenfalls losgelöst von allgemeinen Anschauungen gerade wegen ihres spezialistischen Zweckes fördert. Man erkannte bald, daß dieser Weg uns viele Krankenhäuser, Waisenhäuser, Bildung»- Institute usw. bescheren würde, aber uns niemals Mittel für die Ueberwindung der großen Schwierigkeiten geben würde, die der Besiedlung des Landes durch arbeitende jüdische Menschen entgegenstehen. Neben dem Keren Hajessod gibt es natürlich auch Platz für die Förderung einzelner Institutionen, wobei immer zu prüfen ist, ob nicht im besonderen Falle ein noch so wertvolles und wünschenswertes Institut auf Kosten der allgemeinen Kolonisationsarbeit gestärkt wird. Eins steht fest: nur wer seine Pflicht gegenüber dem Keren Hajessod er• füllt hat, darf sich auch anderen palästinensischen Aufgaben zu• wenden, die ihm am Herzen liegen. Es war ein entscheidender Sieg dieser zionistischen Auffassung, daß die Joint Palestine Survey Commission, daß ferner die Repräsentanten der amerikanischen Judenheit die Bedeutung des Keren Hajessod voll erkannt haben. Es gab für sie keinen Zweifel, daß nur ein von der gesamten Judenheit getragener zentraler Fond, unser Keren Hajessod, einen planmäßigen von der Gesamtheit kontrollierten Aufbau des Landes ermöglicht. Es berührt eigenartig, daß die Führer der Jüdischen Volkspartei Bindungen eingegangen sind, die mit diesem Gedanken nicht im Einklang stehen. Es kann natürlich in unserer Fraktion genau so wie in anderen politischen Parteien gelegentlich einmal Vorkommen, daß der Fraktionsführer oder die Parteileitung zu schnellen Entschlüssen gezwungen sind und ihre eigene Gruppe durch ein fait accompli binden, int vorliegenden Fäll war eine ordnungsmäßige Erledigung möglich; sie war um 80

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