Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIV (1929)
- Issue
- Heft 1 (4.1.1929)
- Date
- 1929-01-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 0 JOEDfSCHE RUNDSCHAU Nr.!, 4.11929 Eingesandt Wir beabsichtigen, einen Auszug aus unserem Mitglieder- Verzeichnis zu veröffentlichen, das alle darin verzeichneten Aerzte und Rechtsanwälte in einer Neufassung enthält. Wir bitten alle zionistischen Aerzte und Anwälte, zur Kontrolle der Angaben bei uns noch folgende Angaben zu machen: Vor• und Zuname: Titel: (f. Anwälte): Zulassung bei welchen Gerichten: Notar: (f. Aerzte): Spezialfach: Sprechzeit: Büroanschrift: Fernsprecher: P ri va t anschrift: Fernsprecher: Postscheckkonto: Nebenämter: Mitglied eines zionistischen Vereins? Mitglied des K. J.V.? Bemerkungen: Assoziiert: Stellung: im Krankenhaus, Klinik usw.? Zionistische Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10. Franenarbeit Henriette Szold vor Berliner Zlonistlnnen. Aut die Bitte der F rauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina sprich Henriette Szold anläßlich ihrer Anwesenheit in Berlin zur Aktions-Comitö-Sitzung: vor einem Kreis von Mitarbeiterinnen der F. A. P., der sich Mittwoch, den 27. Dezember, vormittags im Hause von Frau Blumenfeld zu ihrer Begrüßung versammelt hatte. Mit der ihr eigenen Saehkundigkeit und Klarheit entrollte Henriette Szold vor den versammelten Frauen ein lebensvolles Bild der Situation in Erez Israel, der bitteren Pflichten, die die Exekutive aut Grund der letzten Kongreßbeschlösse dort infolge des gedrosselten Budgets auszuüben hatte unü der überwältigenden Fortschritte, die trotz aller Schwierigkeiten des vergangenen Jahres in der Pionierarbeit zu verzeichnen seien. Die Darstellung Henriette Szolds hinterlieb den denkbar stärksten Eindruck bei den versammelten Frauen, von denen nur die wenigsten bisher einen Begriff ihrer großen Persönlichkeit gehabt hatten. Hannover. Der Verband Jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina versammelte am 18. Dezember in der Wohnung der Frau Senator Fischer etwa 35 Frauen zu einem äußerst fesselnden Vortrag von Frau Dr. Tumowsky-Pinner, Berlin. Von der liebe nswürdigen Gastgeberin mit Tee und Kuchen bewirtet, folgten die Anwesenden mit größtem Interesse der Rede. Die Wirkung des durch das persönliche Erlebnis der Referenda ira Lande packenden Vortrages zeigte sich in der daran anschließenden lebhaften und interessierten Unterhaltung über Arbeitsmöglichkeiten und Methoden für den Verband in Hannover. Ein Arbeitsausschuß wurde gebi'det Und einige Neuanmeldungen sind zu verzeichnen. Aus der gleichzeitig stattgefundonen Ausstellung palästinensischer Handarbeiten fand manches Stück seinen Abnehmer. Von der WIZO. Frau Dr. Martha Hof mann hat auf Einladung der Wizo in Polen in den Städten Lemberg, Warschau, Lodz und Krakau in sehr gut besuchten öffentlichen Versammlungen, sowie im engeren Kreise der führenden Mitteier der Trauenorganisation mit großem Erfolg Vorträge er 41t Probleme der Frauenarbeit in Palästina und Gallith ־׳IQftdMRtar and' für die Belebung der ziotifctistiten' Friwe!».’ Bewegung in Polen erfolgreich gewirkt. Die jüdische Repräsentanz aut dem Welt-FriedenskongreB. in diesen Tagen hielt die Exekutive des Weltkongresses der Relifi oneit für Frieden eine Beratung ab und ernannte Unterkointtees für jede Religion, die für eine entsprechende Repräsentanz an dem Friedenskongreß zu sorgen haben werden. Dem Unterkomitee für die jüdische Religion gehören an: der britische Reichsrabbiner J. H. Hertz, Dr. Cyrus Adler, Sr. Stephen S. W i s e aus Amerika und der Wilnaer Oberrabbiner Senator Rubinstein. Dieses Subkomitee hat die Aufgabe, 60 jüdische Repräsentanten als Delegierte für den Welt-Friedenskongreß der Religionen, der im Jahre 1930 zusammentreten und dem etwa 1000 Vertreter der verschiedenen Religionen beiwohnen werden, namhaft zu machen. Aus dem Gemeindeleben. Die Versammlung aus Vorstehern C3d Vorsteher-Stellvertretern der Jüdischen Gemeinden Emden, Aurich, Leer, Wilhelmshaven-Rüstringen, Delmenhorst, Osnabrück, Verden, Achim, Osterholz-Scharmbeck, Wesermünde־ Bremerhaven, Aumund-Vegesack und Bremen bestehend, konstituierte sich unter dem Namen ״Vorsteherbund der JüdischenGemeindenNordwestdeutschlands“ und beriet als geschäftsführenden Vorstand die Herren Markreich (Bremen), Schocken (Bremerhaven), Wolff (Vegesack), Landsberg (Oldenburg) und Polak (Emden). Vermischtes Gastvorlesungen. Zwischen der evangelisch-theologischen Fakultät Gießen und der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin ist ein Austausch von Gastvorlesunfen vereinbart worden. Zunächst wird der Gicßener Religionsistoriker, Professor D.Dr. Heinrich Fr ick in der letzten Januarwoche 1929 an der Hochschule für die Wissenschaft de?“ Judentums eine Vorlesung über den ״religionsgeschichtlichen Ort des Protestantismus“ halten. Zu einem größeren Kreise wird Professor Frick am Abend des 28. Januar 1929 in einer der Montags Vorlesungen der Hochschule über das Thema: ״Was eint und trennt die Konfessionen“ sprechen. Vortrag Prof. Elbogen Ober Palästina. Am kommenden Montag, dem 7. d. M., spricht Prof. Ismar Elbogen im Rahmen der Montags-Vorlesungen der Hochschule für die Wissen- Schaft des Judentums, Artilleriestr. 14, über die Eindrücke seiner Palästinareise. Der Weltverband der Schomre-Schabbos veranstaltet am Sonntag, dem 6. Januar 1929, 17 Uhr, im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses in Berlin, eine öffentliche Kundgebung. Es werden sprechen: Herr Rabbiner Dr. Esra Munk, Herr Rabbiner Dr. Bleichrode. Herr Generalkonsul Dr. Isi Kahn-Jaffa, Herr Ministerialrat Hai» Goslar, Herr Dr. Emil Hirsch und Herr Rechtsanwalt Dr. Sulzberger, Berlin, Herr Jakob Heckscher, Hamburg, u. a., evtl, noch Delegierte aus dem Auslande. Deutscher Hechaluz. Die 7. Landeskonferenz des deutschen ״Hechaluz“ findet am 5., 6. und 7. Januar 1929, im Jugendland Zossen bei Berlin, statt. Auf der Tagesordnung stehen die Referate von A. Dobkin, dem Leiter des Welthechaluz, über ״Die Lage im Welthechaluz“ und Salman Rubaschow über ״Die Lage in Palästina“. Im Mittelpunkt der Konferenz werden wichtige Fragen der Bewegung, insbesondere der fachlichen und geistigen Hachscharah und der Organisierung der Aiijah stehen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Montag, den 14. Januar 1928 abends 8 Uhr Jung-Jüdisch« Wanderbund, Berlin Veranstaltung zugunster des PAF Festsäle Hackescher Hof Karten 1,20 M., Jugendliche 0,70 M. Veranstaltungen der Fraaenarbeltsgemelnachaft für Palästina Zusammenkünfte der Studiengruppen: Studiengruppe Grün ewald. Montag, den 7. Januar nachm. 4y* Uhr Leitung: Frau Prof. Kolgen, bei Frau Freund, Hohenzollemdamm 124. Jugendgruppe I Mittwoch, den 9. Januar abends 8V4 Uhr Leitung: Else Nathan, Uhlandstr. 194, Pension Schmelz. Jugendgruppe II Mittwoch, den 9. Januar abends 8«/« Uhr Leitung: Dr. Nadja Stein, bei Lotte Salomon, W 30, Luitpoldstr. 34. Kinder-Orchester. Kurs I: Für 9—15-Jährige (Donnerstags 414—ö!t Uhr). Kurs II: Für 6—g-Jährige (Donnerstags 51/* bis 6(4 Uhr). Musikbegabung und Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Honorar 5 M. monatlich. — Alice Jacob-Loewenson, Berlin- Sehöneberg, Meraner Str. 7 (am Bayerischen Platz), G 1 Stephan 903. Der ״Bund Jüdischer Akademiker“ hielt vom 23. bis 26. Dezember 1928 seinen Bundestag in Berlin ab. Wissenschaftliehe und geschäftliche Sitzungen wechselten mit geselligen Veranstaltungen, zu denen das gleichzeitig gefeierte 25‘ähnge Stiftungsfest der Berliner Bundesvereinigung Anlaß bot. Der Bundestag wurde im Plenarsitzungssaal des Herrenhauses feierlich eröffnet, wobei Seminardozenten Dr. Joseph Wohlgemuth einen Vortrag über das Thema ״Die Erwählung Israels“ hielt. Der bund umfaßt mehr als 700 gesetzestreue Akademiker aller jüdisch-politischen Richtungen. Jungjüdischer Wanderbund. D!0 Veranstaltung dos Jungjodisehen Wanderbundes findet am Montag, dam 14• Januar 1039, in den Festsälen Hack es eher Hof statt. Außer den Darbiotungen des Chors werden Szenen aus dem Arbeitsleben in Erez- Israel gezeigt. ״Dio goldene Kette“ von J. L. Perez steht gleichfalls auf d״ra Programm. An den Vorbereitungen sind in hervorragendem Maße Chawerim aus Erez-Israel und des Habimahstudios heteiligt. Der gesamte Ertrag wird dem Palästina-Arbeiter-Fonds zugeführt. ״Kadlmah“, Bund jüdischer Pfadfinder, veranstaltete in N ü r nberg an» 15. Dezember eine wohlgelungeiie Chanukkahfcier. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Leo Königshöfer, in dessen Händen ein großer Teil der Vorbereitung der Veranstaltung lag, sprach der Vertreter der Bundesleitung, Albert Salzer, über aas Thema: ״Kadimah”, Ziel und Aufgaben. Redner schilderte den Werdegang der jüdischen Jugendbewegung. Der ״Kadimah", der die Pfadfindererziehung übernommen hat, fordert die Erziehung der jungen Mensehen zur jüdischen Gemeinschaft. Durch Vermittlung jüdischen Wissens (Geschichte, Hebräischlernen usw.) und durch das Leben seiner Menschen in der jüdischen Gemeinschaft hofft der Bund sein Erziehungsziel — don Menschen der jüdischen Tat, der überall dort, wo es gilt für das Judentum zu wirken, seino ganze Kraft einsetzt — zu erreichen. — In Breslau veranstaltete der ״Kadimah“ am 15. Dezember seinen ersten Elternabend. Dar Leiter des Oslgaues, Hans Sternberg, Berlin, hielt eine kurze Ansprache, in der er die Ziele des ״Kaaimah" darlegto. Der Referent ging auch auf einige spezielle Fragen des Bundeslebens ein, so z. B. die Berufsfrage. Rechtsanwalt Dr. Liltmann dankte dem ,,Kadimah“ für seine Arbeit und konnte zugleich die erfreuliche Mitteilung machen, daß eine unter den Eltern und Freunden des ״Kadimah“ veranstaltete Sammlung eine größere Summe ergeben habe, die dem ״Kadimah“ zur Verfügung stehe. Außer einem Sprechchor wurde dann noch ein vom ״Kadimah" selbst gedrehter Film gezeigt. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 4. Januar, Synagoge Fasanen- Straße: abends 61/3 Uhr (Mincha 4,15 Uhr), in allen anderen Synagogen und den Alterversorgungsanstalten: 4,5י Uhr. Predigten: Neue Svn.: Dr. Weiße: Syn. Lützowslr.: Dr. Wiener; Syn. Fasanenslraße: Dr. Bergmann; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz; Syn. Markgraf-Albrecht-Slr.: Dr. Prinz. 11. Abendgottesdienst: 6,30 Ühr, Syn. Lindcnstr.: Dr. Blumenthal. Sonnabend, den 5. Januar (Neumondweihe), morgens Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. Markgraf-Älbrecbt-Str.): 7,30 Uhr, Hauplgollesdienst: 10 Uhr; Svn. Rykestr.: Frühgotlesdienst: 7 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Wilhelm Lewy; Syn. Kaiserstr.: Dr. Weyl; Syn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Levy; Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4,30 Uhr, Syn. Münebener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbatausgang: 4,56 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen, abends, in allen Synagogen: 4,30 Uhr; morgens, Syn. mit altem Ritus: 7 Uhr, Syn. mit neuem Ritus: 7,30 Uhr. Schöneberger Synagogen-Verein, Münchener Str. 37. Heute, Freitag, nach dem Abendgottesdienst, Vortrag: Die Namen der Juden, Rabb. Dr. Rosenwasser. — Täglich Lehrvorträge, Rabb. Dr. Pcssen, Rabb. Dr. Ksinski, Rabb. Dr. Kosenwasser, — Sonnabend, im An- Schluß an die Ilabdala, gemütliches Beisammensein, Besprechung der Wochensidra. Brlelkasten der Redaktian Dr. Ernst Simon, Jerusalem. Sie schreiben uns: ״Ein Mitarbeiter der C.-V.-Zeitung befaßt sich in deren Nr. 50 vom 14. Dezember 1928 mit meinem Artikel ״Nationales aus dem Philo-Verlag“. Am Schluß seiner Ausführungen bezeichnet er mich in beinahe unverblümter Weise als einen ״Narren“. Da er dieses interessante, wenn auch wohl strafrechtlich verfolgbare Werturteil in der richtigen Voraussetzung abgibt, daß ich, in Jerusalem, zur Zeit kaum einen Beleidigungsprozeß gegen ihn anstrengen kann, erweist er sich selbst in keiner Weise als ein Narr, sondern sogar als ein kleiner Schlaukopf.“ A. Weiß, Graz. Sie haben ganz recht. Die Einschaltung eines Weihnachtsartikels in einer zionistischen Zeitung, die sich sonst als besonders radikale Bekämpferin der Assimilanten gebärdet, ist mehr als eine Geschmacklosigkeit und ist auch dann nicht zu rechtfertigen, selbst wenn es sich um eine Reklame hatÜelt. Sie müssen aber verstehen, daß wir es nicht als unsere Sache betrachten, uns mit dieser Geschäftsgebarung des,, Wiener Blattes zu befassen. Dies ist wohl die Angelegenheit seiner Leser. Äffl WQLTV DGUT&C BAND KREIS Die Wlntertreüahrt des deutschen ond tschechoslowakischen Makkabikreises Vom 22. bis 26. Dezember fand in Bad Wurzelsdorf Im Riesengebirge die diesjährige Treffahrt der deutschen und tschechoslowakischen Makkabi-Vereine statt, die von über MO Makkabim aus Berlin, Breslau, Leipzig, Bcuthen, Gleiwitr, Prag, Reichenberg, Olmütz, Karlsbad, Teplitz, Königgrätz usw. besucht war. Das ganze Bad Wurzelsdorf war von Makkabim besetzt, so daß selbst die Briefträger schon mit ״Schalon!“ grüßten. Der sportliche Charakter der Treffahrt war diesmal nur aut Skisport eingestellt, der für die Vereine des Deutschen Kreises ein neuer Sportzweig geworden ist. Neben den sportliehen Veranstaltungen wurde eine Makkabäer-Feier veranstaltet, in der die Berliner und Breslauer Jugend sich durch ihre meist improvisierten Darbietungen auszeichnete. Die Feier wurde durch eine kurze Begrüßung Dr. Blums für den Makkabi-Wellverband, Leo Kaminskis für den Deutschen und Tbr. Tutsch’s für den C. S. R. Makkabi-Krcis eingcleitet und umrahmt von einem Vioiinsoio des Berliner Bar Kochbaners Basta Polischuk, der einen Riesenbeifall hatte. Ein Imi-Taschensammelwettbewerb, in dem Hans Eger-Berlin Sieger wurde, brachte dem K. K. L. zirka 25 M. Am letzten Tage veranstaltete der Makkabi-Reichenberg für die Teilnehmer der Treffahrt einen Mannschafts-Skigeländelaut, den infolge der doppelten Punktwertung die Berliner Jugendmannschaft gewann. Der eigens dazu gestiftete wertvolle Wanderpreis wurde jedoch nicht zum Austrag gebracht, da Berlin nach einem Protest der Prager auf den Preis verzieht et e. Allen Teilnehmern ist die Abfahrt sehr schwer geworden. Um die Quartierbeschaffung, die vorbildlich war, und die Organisation waren Tbr. Fanta-Reichenberg und Tbr. Dienemann- Breslau in aufopfernder Weise besorgt. Ein ausführlicher Berieht mit Photos wird in der Februar-Nummer des Makkabi erscheinen. F. M. Die westdeutschen Makkabivereine aal der Freusburg Wie im vergangenen Jahre, veranstaltete der Kölner Bar Kochba im Aufträge des Deutschen Makkabikreises vom 21. bis 27. Dezember 1923 eine V/intertreffahrt für die Westdeutsehen Makkabivereine aut der Freusburg. Die Freusburg Ist eine sehr alte Ritterburg, die zu einer modernen, mit Brausen und Elektrizität versehene Jugendherberge ausgebaut wurde. Zirka 150 Mädels und Jungens hatten sich eingefunden. Aus Köln, Frankfurt a. M., Oberhausen, Hamborn und Gladbeck waren sie herbeigeeilt, um sich gegenseitig kennen zu lernen und zusammen einige schöne Tage zu verleben. Leider war das Wetter nicht beständig. Nur an den beiden ersten Tagen hatten wir ein richtiges Winterwetter mit Schnee und einigen Kältegraden. Nachher setzte Frühlingstemperatur ein, so daß man beinahe den Rodelschlitten mit dem Badetrikot vertauschen konnte. Bei dieser Gelegenheit fand eine Tagung der Vereins- Vertreter statt, aut der die wichtigsten Fragen über die gemeinsame Jugendarbeit und über Neugründung von Makkabivereinen in Westdeutschland gesprochen wurde. Die neue Leitung des westdeutschen Makkabibezirks wurde nach Oberhause« verlegt. Alles In ata! mm,, es wieder «a. voller Erfolg für den Veiv “SpltelteitqPitl»r kann mit Bestimmtheit anaehmen, daß die Wintejfrefwhrt auf der Freusburg eine feste Einrichtung iw Programm der westdeutschen Makkabivereine werden und dazu beitragen wird, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den einzelnen Vereinen aufrechtzuerhalten und weiterhin zu verstärken. _____ ®י Deutscher Makkabikrcis. Hockey. Der Bar Kochba Hambürg ■weihe mit vier Hockey-Mannschaften in der Zeit vom 34• bis 36. Dezember 1928 beim Berliner Bar Kochba. Leider konnten infolge der schlechten Witterung nur die Spiele der Damen- und Junioren- Mannschaft ausgelragen werden. Beide Spiele endeten mit einen! knappen, aber einwandfreien Sieg der Hamburger. Damen: 1:0, Junioren: 3 : 1 für Hamburg. Die beiden Spiele der Männcrmannschäften werden zu Ostern in Hamburg ausgetragen werden. — Fußball. Im Vorrundenspiel um die Meisterschaft des Deutschen Kreises im Makkabi-Wclt-Verband im Fußball trafen *ich der Bar Kochba Hamburg und der Bar Kochba Hannover zu Weihnachten in Hannover. Trotz gleichwertiger Leistungen beider Gegner gelang ns dem Bar Kochba Hamburg, mit 3 : 1 als glücklicher Sieger das Feld zu verlassen. Der Bar Kochba Himburg trifft nunmehr yn der Zwischenrunde um die Meisterschaft des Deutschen Kreises im Makka bi - Wel t-Verband auf den Bar Kochba Oberhausen. — Bar Kochba Berlin. Im letzten Handball -Verbandsspiel der Horbstsaison traf der Bar Kochba Berlin auf den führenden Verein in seiner Klasse, Spandau 04- Nach hartem, aller fairem Spiel siegte der Bar Kochba Berlin mit 3 : 2 Toren und rückte durch diesen Sieg in die Spitzengruppe auf. — Zu dem am 13. Januar 192g stattfindenden Hallensportfest der Turnerschaft ist der Bar Kochba all einziger der Deutschen Sportbehörde angehörender Verein eingeladen worden. Es besteht Aussicht, daß der Bar Kochba an dem Hallensportfest teiinimml, allerdings steht die Genehmigung der D.S. B. noch aus, ״Der Makkabi“, Heft 1, Januar 192g, ist erschienen. Die wieder sehr reichhaltige Nummer bringt, nach einem Leitartikel von Dr. Ernst Moses: ״Keren Hajessod“ und einem interessanten Beitrag von Nathan Kaminski: ״Wir enttäuschen“ diesmal eine ganze Reihe Berichte mit zahlreichen Illustrationen aus der Makkabi-Arbeit alior Landeskreise, besonders über Litauen und über dio Jugendarbeit in der Tschechoslowakei und Rumänien. Sie enthält forner den jetzt zweimonatlich erscheinenden ״Jugentlspiegcl" mit sehr geläl'igen Beiträgen jugendlicher Bar Kochbaner, und außerdem wieder das Nachrichtenblau des Bar Kochha Berlin mit ausführ'.ichen Berichten über die Erfolge beim letzten Berliner Hallensportfest. — Um die Zeitung mehr zu verbreiten und die Makkabi-Ideo in immer weitere Kreise dringen zu lassen, hat sich dio Redaktion entschlossen, das Jahresabonnement für die monatlich erscheinende Zeitschrift auf nur 3 M. herabzusetzen und erwartet zahlreiche neue Abonnenten, auch aus dem Kreise der ״Rundschau"-Leser. Auf Wunsch versendet die Redaktion, Berlin W 15, Meinekestr. 10, kostenlos einige Probeexemplare. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. Jugendliehe, die zu Ostern die Schule verlassen, melden sich zweckmäßig schon jetzt wegen Lehrstellen bei der Jüdischen Berufsberatung und Lchnlellenverroittlung. Wir ertei'on Rat in al'en Bcrufsf .agen Jugendlicher und vermitteln Lehrstellen in allo Berufe. Besondere Berücksichtigung findet die Vermittlung sabbalfreier Stellen. — Arbeitegememsenaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin N, August- Straße 17, Tel. Amt Norden 7085—7087 und g130. — Sprechstunden: Für Knaben: Dienstags und Freitags von 10 bis 1 Uhr vorm.; für Mädchen: Montags und Mittwochs von 10 bis l Uhr vorm.: für diejenigen, die noch nicht von der Schule abgegangen sind, haben wir Nachm itlagssprechstunden eingerichtet, und zwar: für Knaben: Dienstags und Donnerstags von 3 bis 4 Uhr; für Mädchen: Montags und Mittwochs von 3 bis 4 Uhr.