Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1929-01-04 · Heft 1 (4.1.1929) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Heft 1 (4.1.1929)
Date
1929-01-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653062-2653064--20486-2678471
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

CfcKfcMNfA lUDAICA f§m deutschen JwSmtom*?fl Etnzctnmnmcr OßS fro feimark JÜDISCHE RUNDSCHAU Rtdaictian und Verlag Berlin W 15, MeinekeatraOe IO. Ereeheint jeden Dien»tag and Freitag. Belagepreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, eierteljibrlich 5,75 Goldmark. A«f>na«tb<1nnra1*nU ward•• 10 d«r WDinio« 4tt •inutars Linder btnehnet, Nummer 1 | Berlin, 4.1.1929 Anzeigen -Verwaltung Jfidieehe Randschaa G.m.b.H« Berlin W15, Metnekeetr. 10 Telephon! Amt Bismarck 7165—70, Aan(tfrapnit!8(M1psii.HoopaT«Ul«c«ile0r50G.-H.St«U«1>(o«Miu(!,tSG^M.!■■•)«•uehlnli Dieait«« ui Fr •Ha« aaehaHtafa 4 llkr ,! ■ .. 1 1 1!! . Telephon! Bismarck 7165—70, Postscheckkontot Berlin Nr, 17342 Pär Outerciclii Pft>t»p»rk*jf!um! Wien, Kogto Nr. 1S6O30. י Ffir T»cJ1*cbosiow«11e1: Po«l*p4rkat»t־narot Pr*g, fCrioto Nr. 5*410. Ffir Polen: PesUpirkmjtanaat Wamhaa, Konto Nr. 14ÖTO8. RedaktionsscbluS Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ«ב טבת■ תיס״ט | xxxiv. Ja1»g, Der Uonismus erstrebt ffir das iOdischa Volh (HeScheffane •Iner Öffentlich rnchlllch eeskherlew tielmstltte ln Palästina. ״»asaln> »roeramw».« , 19 29 Organisatlonsprobleme der Agency (Ein Gespräch mit Felix Rosenblüth) Die Ittdkilinieit des Aktion»-Comites für Organisation und Verfassung der crweifcrieii Körpersdiatt Bekanntlich hat sich das Zionistische Aktions-Comrtö auf seiner letzten Berliner Tagung, Ende Dezember 1928, mit der "rage der Konstitution der Erweiterten Jewish Agency zu jefassen begonnen. Eine vom A.-C. eingesetzte Vierzehner* <ommiss!on hat eine Reihe von Detail Vorschlägen ausgearjeitet, die der Exekutive übergeben worden sind. Da es sich ticht um einen Beschluß, sondern um Vorschläge handelt, Ife der anderen Seite zu unterbreiten sind, werden diese Richtlinien vorläufig als vertraulich behandelt. Um der Ocffenttchkeit etwas von dem Geiste vermitteln zu können, in dem liese Richtlinien abgefaßt wurden, wandte sich die J. T, A, in das Mitglied der Zionistischen Exekutive, Herrn Felix Rosenblüth, den Leiter des Organisations-Departements ler Zionistischen Weltorganisation, mit der Bitte, einiges über Ile Grundgedanken der zukünftigen Organisation und Versssung der Agency zu sagen. Herr Felix Rosenblüth teilte lern Befrager folgendes mit: ״Nachdem jetzt ein grundsätzliches Einverständnis über Ile Erweiterung der Agency erzielt worden ist und das L-C. sich im Laufe weniger Monate wiederholt mit über• ״!lügender Mehrheit für die schleunige Durchführung des kgency-PIanes ausgesprochen hat, treten jetzt die organisatorisch-konstitutionellen Fragen n dm, Vordergrund des Interesses. Der KonstruktM splan ie das: Agency-Oebäude steht in seinen Um18sen je׳if und’j^t:bertd%ite^den,B^ehlissen des, 14, Kongresses ttd In analogen Beschlüssen der amerikanischen* «JpiÄ# lepei KonfereifzÄ! 'aftg1v«enfiC׳־N9Rtrfl,9if;ddrd die endgültige Entscheidung über Organisation und Konstitution der erweiorten Agency erst in der konstituierenden Gründungsverammlung, deren Einberufung für Sommer oder Herbst des (ahres 1929 In Aussicht genommen worden ist, gefällt werden jönnen. Aber die bereits erwähnten Beschlüsse früherer Jahre »!!den ein wichtiges Material, aus dem gewisse Schlüsse ür die zukünftigen Organisationsformen gezogen werden :önnen. Das Wesentliche über diese Organisationsformen ist in venigen Worten gesagt: Gedacht ist an einen dreiglicd* 1'gen Aufbau, dessen Basis der aus allen Teilen der Veit beschickte, Repräsentanten der Zionistischen Organi-;ation und der Judenheiten aller Länder umfassende ״C 0 u n * il“ bildet Der Council wird in regelmäßigen, noch näher :u bestimmenden Zeitabständen zusammentreten, um Beichte über die Entwicklung der wirtschaftlichen und pollischeu Arbeiten entgegenzunehmen, um die leitenden Organe Pro Palästina-Komitee in Belgien Brüssel, 27. Dezember. (J.T.A.) In diesen Tagen hat ich ein belgisches Pro Palästina-Komitee (Comltl Belique-Palestine) gebildet, dem bisher folgende Persönlichkeiten ת gehören: Senatspräsident Charles Magnette (Präsident), InJversitätsprofessor de Donder (Sekretär!, Universität»- rofessor Brächet, Bankier Leon Cassel, Senator Louis de Irouckere (früherer Vertreter Belgiens beim Völkerbund), er Führer der liberalen Partei und Deputierte Albert De- 0 z e , Universitätsprofessor Jacques Errara, der Präsident er belgischen zionistischen Föderation Jean Fischer, Uniereitätsprofessor Leon Leclai re, der Staatssekretär und litgliea der Mandatskommission des Völkerbundes Pierre )rts, der Richter am Kassations-Hof Henri Rolin, Gräfin lelena Gobi et d’Alvia , Deputierter Louis Pierrar d, tme Orts, Frl. Alice Pols, Staatsminister Emile V a n d e r - e 1 d e u. a. m. Das belgische Pro Palästina-Komitee hat sofort ach der Konstituierung eine Kundgebung an die Oeffentiichcit erlassen, in welcher zur Unterstützung des Aufbaus des jüischen Nationalhcims in Palästina aufgerufen wird. — Bei Ge- :genheit des Besuches Dr, Weizmannsin Antwerpen wurde ine Keren Hajessod-Aktion eingeleitet, die bisher allein in ntwerpen 3000 Pfund erbracht hat. Die Wahlen in Tel-Awiw Tei-Awiw, 1. Januar. (J.T.A.) Oie heute durcheführten Wahlen In die Stadtverwaltung von Tel-Awiw eraben das folgende Resultat: Gewählt wurden fünf Vertreter er organisierten Arbeiterschaft, vier Abgeordnete des ver- Inigten Zentrums, zwei Vertreter der polnischen Juden, zwei ertreter des Hausbesitzervereins, ein Misrachist, ein Vertreter er kleineren Kaufmannschaft. Die Wahlbeteiligung war eine enorme; es schritten 92 ״/o er gesamten Wählerschaft zur Urne. Gnte Oraugcnprclse Gegenüber den niedrigen Preisen, die die ersten Sendungen alästinensischer Orangen in England dieses Jahr erzielten, erieltcn die Sendungen in der letzten Woche sehr gute reise. So wurde eine Sendung des ״Pardess“ mit 18 bis 1 sh per Kiste bezahlt; der Maschbir erhielt mit 19 bis 22 sh er Kiste den besten Preis. (Ziko.) der Agency m wählen und um Richtlinien für ihre Arbeit festzulegen.• Auf dem Council baut sich dann eine kleinere Körperschaft auf, die im Laufe eines Jahres wiederholt tagen soll, und auf dieser wiederum eine leitende Spitzenbehörde mit dem Sitz in London und Jerusalem zur tatsächlichen Leitung der laufenden politischen und ökonomischen Aufbau-Arbeiten. Bekanntlich sollen die Organe der Agency nach dem Prinzip zusammengesetzt sein, daß die Zionistische Welt- Organisation einerseits und die Judenheiten der einzelnen Linder andererseits in gleicher Stärke vertreten sind. Das A.-C. hat die Frage diskutiert, wie dieses ״Flfty-FHty"-Prinzlp in der Praxis verwirklicht werden kann. , Es besteht die Möglichkeit, daß bei den Tagungen der Agency-Körperschaften die Delegationen der Landesjudenheiten einerseits und der Zionistischen Organisation andererseits in ungleicher Personenstärke vertreten sind. Es herrschte absolute Uebereinstimmung darüber, daß alles geschehen muß, um dem Prinzip des Gleichgewichts der Kräfte, auf dem die Agency begründet werden soll; Geltung zu verschaffen, dies kann z. B. dadurch geschehen, daß von vornherein für Mitglieder der verschiedenen Agency-Körperschaften eine ausreichende Anzahl von Ersatzmitgliedern bestellt wird, um sicherzustellen, daß die Delegationen jeweils in voller Stärke ver* treten sind. Ein anderes System, das für die Zionistische Organisation neu ist, erreicht den gleichen Zweck dadurch, daß die Delegationen unabhängig von der Zahl der erschiereuen Personen berechtigt sind, die Zahl der 5tip!men abzugebea,׳ dleThyelr vollen Stärke ,Ja den |eVeff§nd8|B .,Körperh'äi, lw¥>Na»& ,teile,ueiäer.Systeme in großer AiiifilirUchkeftÄfctttiert,־. wo* bei, wie gesagt, Uebereinstimmung darüber bestand, daß ein Weg gefunden werden soll, um die Aufrechterhaltung de$ Gleichgewichts der Kräfte bei Abstimmung?u sichern. Map ist sich hierbei natürlich klar, daß in der Praxis diese Frage insofern weniger Bedeutung haben dürfte, als ja bei den realen Aufgaben der zionistische und der ״nichtzionistische“ Teil der Agency keineswegs prinzipiell einander gegenüberstehen, sondern in gemeinsamer Arbeit sich Meinungsverschiedenheiten in Einzelfragen auch innerhalb der beiden Lager bilden können. Abgesehen von diesen Hauptfragen sind im A.-C nur Detailprobleme von geringer Bedeutung erörtert worden. Die Konstruktion der Agency-Organisation ist eine gemeinsame Aufgabe der in ihr vertretenen Gruppen, es war aber von großer Bedeutung, daß das A.-C. einige klare Richtlinien für die von der Exekutive zu unterbreitenden organisatorischen Vorschläge gewiesen hat Audienzen beim neuen High Commissloner Col. Kisch wurde am 19. Dezember zu einer längeren Unterredung vom High Commissjoner empfangen. In der Linterredung wurde die Arbeit der Zionistischen Organisation in Palästina im allgemeinen behandelt Der High Commissioner stellte eine Reihe von Fragen über das jüdische Programm betreffend die Entwicklung des Landes. Col. Kisch lenkte die Aufmerksamkeit des High Commissioners besonders auf jene Pläne der Zionistischen Organisation, für die diese die Mithilfe der Regierung erwartet Am gleichen Tage wurde auch P. Ruthenberg beim High Commissioner empfangen. Er legte dem High Commissioner die Bitte vor, eine Zollbefreiung der für die Palestine Electric Corporation aus Europa einzuführenden Maschinen zu veranlassen. Sir John Chancellor versprach, die Angelegenheit wohlwollend zu prüfen. — Der High Commissioner empfing ferner die palästinensischen Oberrabbiner K u k und M e i r. Die Leiter der PICA in Haifa, die Herren Rosenheck und Victor Cohn wurden am 21. Dezember vom High Comtuissioner empfangen. Der High Commissioner zeigte großes Interesse an allen Arbeiten der PICA und eine eingehende Kenntnis landwirtschaftlicher Probleme. Am 21. Dezember besuchte der High Commissioner in Begleitung der Lady Chancellor und des Distriktskommissars Rahels Grab, wo er seinen Namen in der Liste der Besucher eintrug. (Ziko.) Jerusalem, t. Januar. (J.T.A.) Die Exekutive des Waad Leumi (jüdischer Nationalrat in Palästina) hatte gestern eine mehr als eine Stunde dauernde Unterredung mit dem Oberkommissar in dessen Amtshause, bei der die aktuellen Fragen der palästinensischen Judenhejt zur Besprechung gelangten, so di« Fragen der Kncssetli Israel (Gesamtorganisation der palästinensischen Judenheit), der Einwanderung, der Klagemauer usw. Der Oberkommissar betonte, es sei wünschenswert, daß die Judenheit Palästinas eine organisierte Einheit darstelle, und Sagte ferner, es müßten vor einer größeren Einwanderung Irischer Kräfte die entsprechenden Vorbedingungen gegeschaffen werden. Im weiteren Verlauf der Unterredung sprach sich Chancellor sehr lobend über das Jordan-Kraftwerk und über den Zustand der benachbarten Kolonien, die er besuchte, aus und sagte, es sei nötig, die Kolonien so zu gestalten und sicherzustellen, daß sie sich dann aus eigener Kraft erhalten können. - Wenn . früher׳ die jüdische Chronologie vor allem durch Ereignisse des Leidens bestimmt wurde, so hat sich das seit Erwachen des modernen jüdjgchen Lebensgeistes grundlegend geändert Am Beginn eines neuen Zeitraums, eines neuen Jahres, schauen wir nicht tnehr ausschließlich zurück auf die Leiden der Vergangenheit; wir schauen vorwärts und fragen uns, welche neuen Aufgaben in diesem Jahre der jüdischen Gemeinschaft gestellt sind. Das jüdische Volk ist nicht mehr bloß passiver Spielball der Launen Anderer, es ist heute ein aktiver Faktor geworden, der für seine Geschicke selbst verantwortlich sein will. Die Zersplitterung des Judentums und die zunehmende Schwäche des jüdisehen Bewußtseins beruht zweifellos nicht nur auf der Zersetzung des jüdischen Erbes durch den Zusammenstoß mit der modernen Welt, sondern vielmehr auf dem Mangel einer gemeinsamen Aufgabe. Alle Versuche, eine reale Gemeinsamkeit in der rein spirituellen Sphäre zu finden, sind fehlgeschlagen. Und auf dem Felde der praktischen Arbeit gab es wohl wichtige Einzelaktionen philanthropischer und sozialer Natur, aber es gab in diesem letzten Jahrhundert jüdischer Geschichte keine Sache von universaler Dignität, die die zentrifugalen Tendenzen wieder in zentripetale hätte umwandeln können. Nur eine Idee konnte dies bewerkstelligen, und sie stand jahrelang bereit und verwaist, ohne die - erstarrten Herzen erschüttern zu können. Aber unterirdisch vollzog sich eine Wandlung, aus dem ewigen Feuerquell des Judentums gespeist, und es hat den Anschein, als ob das Jahr 1929 nun auch ein söziologlsches Aequiyalent der veränderten geistigen Verfassung bringen soll. Es ist freilich nicht der .AtijfChl u 8 einer Entwicklung; esist nuf eine.Etappe aiifdfe® •Weg'.der :ן solche Etappe ist der Ausgangspunkt nicht fltf' eine Summierung, sondern eine Potenzierung der Kräfte. Im Mittelpunkt des jüdischen Lebens dieses Jahres steht die Bildung dfer erweiterten Jewish Agency für Palästina. ,Der Aufbau des jüdischen Gemeinwesens p Palästina wird dadurch zur gemeinsamen Aufgabe vielleicht noch nicht aller Juden, aber doch eines großen jüdischen Kreises, der nicht parteimäßig abgegrenzt ist Palästina wird lebendiger Inhalt und Medium des gesamtjüdischen Zusammenhanges. Es Ist schon heute die größte jüdische Konkrethejt und von ausschlaggebender Bedeutung für die Geltung des Judentums nach innen und nach außen. Die Zionistische Organisation hat die Idee des Aufbaus des jüdischen Nationalen Heinis jahrzehntelang allein getragen, sie wird auch in Zukunft über diesem Ideal wachen, aber sie versteht die geschichtliche Notwendigkeit, diesen Aufbau zu einer Sache des ge* samten Volkes zu machen und alle Gruppen verantwortlieh an ihr teilnehmen zu lassen. Die Konstituierung des leitenden Organs des Aufbauwerkes wird zweifellos auf das ganze jüdische Leben und seine innere Struktur von größtem Einfluß sein. Palästina wird das Sorgen* kind des ganzen Judentums, seine Fortschritte und seine Leiden werden eine zentrale Kraft bilden, deren Aus- Strahlung sich keine jüdische Lebenszelle verschließen kann. * Die Zionistische Organisation geht jetzt an die schwit rige organisatorische Arbeit der Zusammenfassung der einzelnen Lindergruppen für die Jewish Agency. Die letzte Sitzung des A.-C. hat gezeigt, daß heute fast die ganze Bewegung geschlossen diese Politik unterstützt. Nach der Einigung zwischen Zionistischer Organisation und Marshall-Gruppe ist die Erweiterung eine vollendete Tatsache und ihre Ausführung nur noch eine Frage der organisatorischen Technik. Die Zionistische Organisation wird die Macht ihrer Idee innerhalb der neuen Verbindung zu erweisen haben; es hängt viel davon ab, ob alle zionistischen Gruppen sich dieser Verantwortung bewußt sind, und innerhalb der Agency eine Stärkung der Zionistischen Organisation wünschen. Man müßte meinen, daß gerade diejenigen Gruppen, die die Erweiterung aus Mißtrauen gegen die Nichtzionisten ablehnten, jetzt ihre Taktik von Grund auf ändern müssen; der zionistisehe Patriotismus kann sich jetzt nur darin erweisen, daß man nicht die Zionistische Organisation durch maßlose innere Kämpfe schwächt Sonst kann die zionistische Stellung innerhalb der Agency eine so unbefriedigende werden, daß dann vielleicht die früheren Befürchtungen gerechtfertigt werden. Wer aber meinte, daß diese Einsicht der logische Weg der oppositionellen Gruppen sein wird, wer ihre positive Mitarbeit bei der Aufrichtung einer großen zionistischen Macht innerhalb des um Palästina gruppierten Gesamtjudentums erhoffte, wer aus gewissen Berliner Reden mancher oppositioneller Führer eine Erkenntnis der neuen Sachlage herauszuhören

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.