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Jüdische Rundschau · 1928-12-28 · Heft 102 (28.12.1928) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 102 (28.12.1928)
Date
1928-12-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Nr. 102, 28. XII.!028 JUEDISCHE RUNÜSCfTÄÜ Seite 725 Briefe an die Redaktion Berlin, den 23. Dezember 1928. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau" In Nr. 101 Ihres geschätzten Blattes bespricht Herr Dr. Kano witz das neuerschienene Buch H old he im , ״Pallstina“, und erwähnt eingangs, daß das ״Zionistische Hand* buch“ sechs Jahre alt und datier praktisch größtenteils unbrauchbar geworden ist. Als Verleger des ״Zionistischen Handbuches" bitten wir Sie, folgende Richtigstellung in Ihrem Blatte zu bringen: Es trifft zwar zu, daß zahlenmäßig die Entwicklung Pa- Ustinas während der letzten sechs Jahre in das Handbuch nicht aufgenommen werden konnte. Hingegen enthält das ״Zionistische Handbüch‘‘ in seinem weitaus größten Teil wertvolle und grundlegende Aufsätze zur zionistischen Ideologie, die das Handbuch immer noch zu einem wertvollen Propagandawerk machen. Wir danken ihnen hierfür im voraus bestens und zeichnen hochachtungsvoll ״Ewer“*Buchhandiuag O. m. b. H. * Jerusalem, 20. Dezember 1928. Löbl. Redaktion ״Jüdische Rundschau“ S. g. H. Og.i Im Inseratenteil der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 95 vom 30. November 1928 finde ich eine Mitteilung der ״O. m. b. H. Bezalel-Werkstitten“, die die Liquidation dieser Gesellschaft aus* ruft Da dieses Inserat den Anschein erwecken kann, daß damit die Bezalel-Gesellschaft gemeint sei, gestatt« ich mir hiermit folgende Berichtigung zu erbitten. Die ״Bezaiei-Werkstätte“ wurde während des Krieges begründet als Handels-Gesellschaft, die nichts mit Bezalel-Schule , ihren Anstalten zu tun hat Sie wurde bald nach Schluß des Krieges liquidiert. Bezalel aber besteht wie vorher als Gesellschaft zur Verbreitung jüdischer Kunst in Pa!3 äna und besitzt eine Kunst- und Kunst-Gewerbe-Schule, ein R , ,eutn, eine Kunst-Bibliothek usw. Im voraus Ihnen dankend für die Veröffentlichung dieser Zeilen bin ich Ihr sehr ergebener Prof. Boris Schatz. * Berlin W35, im Dezember 1928. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau" Gestatten Sie einem Leser, der nicht nur als Zionist ein aufmerksamer Beobachter politischer Vorgänge ist, einige grundsätzliche Bemerkungen zu der Diskussion um die Politik des ״Brith Schalom“ zwischen den Herren Scholem und Dr. Barag in Nr. 92 und 94 der ״J. R.“ Es dürfte in der gesamten jüdischen OeffeatUchkeit und darüber hinaus ziemlich unbestritten sein, daß die Ursache jener neuen arabischen Hetzweile, deren bedauerliches letztes Ergebnis die Vorgänge an der Klagemauer waren, in der konsequenten Ablehnung des sog. Parlame .itsgedankens seitens des Jischuw zu suchen Ist. Daß die Zustimmung zur Errichtung eines Parlamentes, in dem man nichts anderes als eine machtlose, jederzeit an die Wand zu drückende Minderheit darstellen würde, nationalen Selbstmord und glatten Verzicht auf den Gedanken des Aufbat« bedeuten wurde, hat Herr Dr. Barag schon treffend ausgeführt, Es sollte über Fragen dieser Art unter Zionisten, die einiges Verständnis für historische Vorgänge sowie die Fähigkeit, auch in politicis logisch zu denk n, besitzen, eigentlich keine Mei* nungsverschiedenheit geben. Was die Anhänger des ״Brith Schalom“ an diesen doch höchst elementaren Erkenntnissen zu hindern und ihren zionistischen Aktionswilien zu hemmen scheint, dürfte ohne schweren Irrtum bei jenen ideologischen Gepäckstücken zu suchen sein, die sie aus dem politischen Milieu ihrer europäischen Geburtsländer noch mitschleppen, um mich unzweideutig auszudrücken: demDogmades ideologi* sehen Parlamentarismus. Ueber die tatsächlichen Leistungen dieser Repräsentationsforra ist man bekanntlich auch in fortgeschritteneren Staaten durchaus verschiedener Meinung. Worüber man in Jessen m. E. nicht verschiedener Meinung sein kann, das ist die höchst einfache Tatsache, daß jegliche Pariamentsform augenscheinlich zwei unerläßliche Voraussetzungen enthält Erstens nämlich müssen alle diejenigen, die ihr Wahlrecht ausüben, eine ihnen allen — zumindest in ihrer Vorstellung gemeinsame — höhere Idee anerkennen, einen letzten historP sehen Zweck, in deren einigendem Zeichen sie zur Wahlurne schreiten. Das aber Ist ln Palästina doch augenscheinlich nicht der Fall. Man entgegne mir nicht, diese gemeinsame Idee sei ״der Aufbau des Landes“. Denn das ist zunächst gar keine politische Idee, sondern ein wirtschaftlicher Zweck, der seine politische Färbung doch erst dadurch gewinnt, daß er auf eine Idee bezogen wird, nämlich die des Zionismus oder auch des Panislamismus. Zweitens muß unter den Wählern eine gewisse Gleichheit herrschen, welche sich nicht in dem Prinzip formaler Rechtsgleichheit — wie die meisten modernen Verfassungen sie stipu- Heren — erschöpfen darf, sondern letztlich vom Gj-ade des erreichten Bildungsniveaus und der politischen Tradition der verschiedenen Bevölkerungsschichten abhängt. Unsere Freunde vom ״Brith Schalom“ mögen es doch offen aussprechen, ob sie wollen, daß jeder arabische Kameltreiber dasselbe Stimmrecht haben soll wie der Chaluz, der täglich, bewußt und planmäßig, des Landes Zukunft schafft. Eines aber ist klar: Sind diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, so gerät das Parlament in jene klägliche Rolle, die wir es heute in so vielen politisch unentwickelten Ländern spielen sehen. Es wird zum Werkzeuge der politischen Unterdrückung in der Hand der wirtschaftlich Mächtigen, indem es dem am straffsten organisierten Interesse der stärksten Gruppe dient; das heißt in unserem besonderen Falle: des arabischen Großgrundbesitzes. Wenn unser Freund Scholem sich dazu entschließen könnte, an diesen höchst einfachen Erkenntnissen den Wahrscheinlichkeitsgrad seines ״Triumphes der Selbstüberwindung und der morafischen sowie intellektuellen Ueberiegenheit" zu ermessen — Vokabeln, von denen es zu sagen gestattet sei, daß sie (wohl unbewußt) aus der Individualethik ln ale politische Phraseologie ewandert zu sein scheinen — so möchte er wohl nicht nur em ״Brlth Schalom", sondern dem ganzen jüdischen Volke einen großen Dienst erweisen. Ergebenst Ludwig M. Lachmann. Ara 13. Dezember trafen in Jaffa per Schiff vier Mitglieder Jes ״Hechaiuz“ aus Lettland ein. Es sind dies die ersten Einwanaerer, die auf Grund der neuen Zertifikate ins Land kommen. Die Immigranten schließen sich dem Kibuz ״Haschomer Hazair“ in Kmereth an. (Ziko.) Tei-Josef (im Emek Jesreei) feierte am 14. Dezember den Abschluß seiner Uebersiedlung nach Kunisi, dem nun-!nehrigen festes Wohnplatz det Siedlung. (Ziko.) Ko-tferenz der Freunde des arbeitenden Palästina Die Konferenz der Freunde des arbeitenden Palästina findet am 29. und 30. Dezember 1928 Im Bürgersaal des Berliner Rathauses, Königstraße, statt Folgende endgültige Tagesordnung wurde festgelegt. Sonnabend, den 29. Dezember, 20 Uhr: 1. Eröffnung der Konferenz. 2. Begrüßungen. 3. Dr. Martin Bub er: Warum muß der zionistische Aufbau sozialistisch sein? 4. J. B a ra z: Kwuzah-Probleme. Sonntag, den 30. Dezember, 9yj Uhr: 5. Fritz Naphtalt: Sozialistische Wirtschaftspolitik in Pallsttna. 6. D. Remez: Der Stand der kolonisatorischen Tätigkeit der Arbeiterschaft in Palästina. 7. Aussprache. 131/1 bis IS Vs Uhr Mittagspause. 151/3 Uhr: Fortsetzung der Aussprache. 8. S. Rubaschow: Weltkonferenz für das arbeitende Pallstina. » 9. Arbeitsplan in Deutschland. 10. Beschlüsse. 11. Schlußansprache. Ende 19 Uhr. Zwischenfälle in Petadi -Tikwah Von unserem palästinensischen Korrespondenten. Tel-Awlw, 20. Dezember 1928. Es schien in der ersten Zeit der Orangenernte, als würde sich ein erträglicher Zustand in den Kolonien erreichen lassen und das Land von ähnlichen Störungen verschont bleiben, wie sie das Vorjahr in Petach-Tikwah sah. Man hatte im Sommer bereits Verhandlungen angeknüpft, um einen beträchtlichen Prozentsatz jüdischer Arben bei der Orangenerate zu garantieren. In der Tat hatte ein« Anzahl von Pflanzern, die die Frucht am Baume an arabische Händler abgaben und ihnen das Pflücken und Packen überließen, ein besonderes Abkommen getroffen, das dem Händler die Beschäftigung einer bestimmten Anzahl von Juden vorschrieb. Man sah also der kommenden Ernte mit gutem Mute entgegen und hoffte, daß die Arbeiter beschäftigt sein und Zwischenfälle vermieden werden würden. Kurz nach Beginn ,der Arbeit schien es bereits, als ob man zuviel gehofft hätte. Es wurden hier und da Gerüchte verbreitet, daß gerade der Teil der Pflanzer, die die Ernte in eigener Regle besorgten, ihre Früchte selbst pflückten und packten, keine oder nur wenige Juden beschäftigten. Seit Wochen fürchtete man, daß die Lage bei der Orangenemte noch zu Komplikationen führen würde, und die Zwischenfälle der letzten Woche bewiesen, daß diese Befürchtungen nicht unberechtigt waren. Wieder Ist der Kampfplatz Petach-Tikwah, genau wie vor einem Jahre. Wieder stellen sich die Vertreter der Arbeiter und die Vertreter der Pflanzer, die in Petach-Tikwah im ״Waad Chakiai“ (Ausschuß der Landwirte) organisiert sind, einander gegenüber. Wieder kommt es zu Tätlichkeiten und wieder muß die Polizei eingreifen. Also ein ähnliches Kid wie im Vorjahre. Eine bedeutende Wendung zum Besseren freilich ist eingetreten, nämlich daß das Arbeitslosenproblem viel von seiner Schärte eingebüßt hat und man deshalb hoffen darf, daß die Dinge jetzt leichter in Ordnung zu bringen sind. Den Anlaß zu den Komplikationen gab zweierlei: Eine kleine Anzahl von Arbeitslosen, die während der Zeit der Ernte auf Beschäftigung gehofft hatten und nun enttäuscht wurden. (In den Presseberichten werden 200 bis 300 Arbeitslose genannt, nach zuverlässigen Informationen scheint die Zahl nicht einmal hundert zu betragen.) Außerdem eröffneten die Pflanzer in Petach- Tikwah ein eigenes Arbeitsbüro, das Anlaß zu den Unruhen gab. Bisher bestand in der Kolonie nur das Büro der Arbeiter- Organisation, das nicht nur die Aufgabe hatte, Arbeit zu verschaffen, sondern auch dafür zu sorgen, daß sie gleichmäßig verteilt wurde und die Löhne (171/3 Piaster pro Tag, entspricht 3,50 Mark) aufrechtzuerhalten. Das neue Büro überließ die Fest- Setzung der Löhne den Pflanzern, was in einigen Fällen zur Senkung des Preises um 21/3 Piaster führte. Zudem hatte das Büro nur sehr wenig Arbeitstage zu vergeben, und die Arbeiter, die sich jeden Tag in Haufen vor dem Gebäude sammelten, um auf Arbeit zu warten, kehrten leer heim. Die Erregung wuchs, das Gedächtnis an die Schwierigkelten des Vorjahres waren noch frisch, und so wurden an diesem Abend, als man das Büro geschlossen fand, Fenster eingeschlagen, Möbel demoliert und Paniere vernichtet Die Polizei war zu spät zur Stelle, weitere Ausschreitungen wurden durch die Bemühungen der Vertreter der Arbeiter- Organisation verhindert. Zur Zeit steht die Kolonie unter genauer Polizeikontrolle und jeden Abend Jcommt eine Abteilung britischer Gendarmerie hin, um die Sicherheit zu garantieren. Die Exekutive der Arbeiterorganisation hat in einer Deklaration die Ausschreitungen scharf verurteilt und die Arbeiter aufgefordert, ln iedem Falle sich von der Anwendung von Gewalt zurückzuhalten. Der Gouverneur des Süddistrikts, Campbell, hat der Kolonie am 17. Dezember einen Besuch abgestattet und versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln. Die Arbeiter verlangten die Beschäftigung der Arbeitslosen, worauf die Pflanzer er- Märten, daß sie für die Arbeitslasre nicht verantwortlich seien und das Büro nur zum Nutzen der Pflanzer eröffnet hätten. Der Gouverneur schlug vor, die ganze Frage auf dem Wege des Schiedsgerichts zu ordnen, wodurch auch Gelegenheit gegeben wäre, objektives Material über die Lage zu erhalten. Die Arbeiter akzeptierten diesen Vorschlag, die Pflanzer lehnten ihn ab, ebenso wie sie vorherden Vorschlag der Arbeiterorganisation, ein gemeinsatnes Arbeitsamt zu errichten, negativ beantwortet hatten. Damit blieb die Lage ungeklärt Es wäre falsch, dfe Frage als ausschließlich im Zusammenhang mit der Ernte zu betrachten. Es handelt sich wieder einmal um das gesamte Problem der jüdischen Arbeit als j jlehe, wobei die Arbeitslosigkeit nur eine nebensächliche Rolle spielt. Heute, wo an vielen Stellen die jüdische Arbeit durchgedrungen Ist — zu fast hundert Prozent in den neuen Pflanzungen ־־־, wäre es vielleicht zweckmäßig, an die Schaffung neutraler ‘ rbeitsimter heranzugehen, weil dadurch ein besseres Zusatnir rbeiten zwischen Pflanzern und Arbeitern erzielt würde. zeugt von großem Unverständnis der Kolonisten, daß sie .fiesen Vorschlag, ebenso wie den des Schiedsgerichtes, glatt abgelehnt haben, und es ist andererseits zu bedauern, daß die unbesonnenen Ausschreitungen der Arbeiter die Atmosphäre ungünstig beeinflussen. Es ist'jedoch eine erfreuliche Ersehetnung, daß die oberste Instanz der Arbeiterorganisation sich offen gegen diese Uebergriffe gestellt hat, und man darf hoffen, daß der Konflikt in Kürze beigelegt wirf. Prenßisdier Verbandslag am 8. Februar In der letzten Sitzung des Großen Rates des Preußisehen Landesverbandes, über die schon berichtet worden ist, wurde beschlossen, daß der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden sich bei der neu zu gründenden Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland beteilige; für deren Herausgeber sind die Herren Prof. Freimann, Frankfurt a. M., Rabbiner Dr. Freudenthal, Nürnberg, und Prof. Eibogen, Berlin, in Aussicht genommen. Ferner wurde ein bei dem Landesverband bereits bestellender Ausschuß beauftragt, die Vorbereitungen für eine Konferenz zu treffen, bei der unter Zuziehung anderer großer Organisationen über die durch das Ueberhandnehmen der Mischehen der Er* hattung des Judentums drohenden Gefahren beraten wer* den soll. ln der der Sitzung des Großen Rates vorangehenden Besprechung der Mitglieder des Engeren Rates \wrde die Tagesordnung für den Verbandstag festgesetzt, der am 3. Februar 1929 wiederum in dem früheren Herrenhause zu Berlin zusammentreten soll. Er wird sich neben dem Etat hauptsächlich mit dem Verfassungsentwurf für den zu begründenden Reichsverband der deutschen Juden zu beschäftigen haben. Vermischtes Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hatte am MitW woeh, dem 1g. Dozember, anläßlich der Sitzung des Aktiona-Coraitd« die Mitglieder der Exekutive, des Aktiona-ComitSs und eine Reih« führender Berliner Ziopisten zu einem Empfangsabond in den Kaiserhof geladen. Der Vorsitzende der Z, V. f. D., Herr Kurt Blumenfeld, begrüßte namens der Z. V. f. D. die Gäste, insbesondere die Präsidenten Weizmann und Sokolow, den Präsidenten det A.-C. Motzkin und Prof. Warburg. Namens des A.-C. erwiderte Herr Motzkin. Im Verlaufe des Abends wurden Teile aus dem neuen Palästina-Film ״Frühling in Palästina“ vorgeführt. Nach der Vorfühzuug blieben die Gäste noch lange in angeregter Unterhaltung zusammen. Die Hochschule für die Wissenschaft cl ss J u zlttn tu m 8 veranstaltet zum Besten ihre» S ti pen di enf 0ad s in der Aula der Hochschule, Artlüeriestr. :4, abends 8 Uhr, dis nachstehenden Vorträge: 7. Januar: Prof. Dr. Ismar El bogen: Eindrücke einer Palästina reise. — 38. Januar: Prof. D. Dr. Heinrich F r i 0 k - Gießen: Was trennt und eint die Konfessionen? — וו.. Februar: Prof. Dr. Julius Ob er mann-New York: Mvttik im Alt»» Testament. — 36. Februar: Dr. Ismar Freu» i: Geschichtliche Grundlagen und Aufgaben das neuen Gesetzes über die jüdischen Gemeinden Preußens. — 4. März: Oberkantor Magnus David* sohn: Die jüdischen Festtagsmelodien, — 18. März: Polizei vize- Präsident Dr. Bernhard Weiß: Polizei und Juden in Vergangenheit und Gegenwart. — Einlaßkarten für den ganzen Zyklus M. 9,—, für den Einzelvortrag M. 3,— Dem Andenken Josef Lachmanns war mm würdige Trauerfeier der Ortsgruppe Gleiwitz gewidmet. Nach der Eröffnung durch Rechtsanwalt Ehrlich und einem Harmonium-Präludium, gespielt von Herrn Jacobowitz wurde von Frau Zweig ein Prolog vorgetragen, und cs folgte das Air von Bach, von Frau Langer-Bendersky im'.er Beg'oitung durch Herrn Karliner gespielt. Darauf ergriff Herr Arnold Wiener- Beuihen das Wort zu seiner Gedenkrede, in ehr er den Zionisten Josef Lachmaiw zeichnete. Sein segensreiches Wirken werde im Kreise seiner Freunde stets lebendig bleiben. Nunmehr hielt Herr Rabbiner Dr. Ochs eine längere Ansprache über den Menschen und die führcrpersönlicbkeit Josef Lachmann. In allen Situationen seines Lebens •war der Gedanke leitend, ,an'die Stelle eines Feiertags-Jude»• tums ein Judentum des Alltags zu setzen, das bei ihm mit dem unbedingten Glauben an Palästina auf das Engste vsrkn8pft war. Nach einem musikalischen Epilog wurde die ergreifende Feier geschlossen, Dr. E. H. Der Jung-Jüdische Wanderbund, dessen Cher in 1 <>uter Zeit mehrfach in der zionistischen ()Öffentlichkeit hervorgetreten ist und an allgemeinen Veranstaltungen mitgewirkt hat, wird demnächst eine Feier veranstalten, deren Vorboreitungen einige Chawerim aus Eree Israel übernommen haben. — Nähere Mitteilungen folgen demnächst, Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. Wir suchen dringendst Aushilfsarbeit und Nachhilfestundeit, für Werkstudenten. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin N, Auguststr. 17, Tel.: Amt Norden 7085—7087 und g130. K. J. V. In kleinerer Industriestadt Deutschlands ist die Praxi* eines praktischen Arztes mit einer solchen in Berlin oder anderer Großstadt zu tauschen. Auskunft erteilt das Präsidium des K.J.V., Berlin-Charlottcnburg, Bleibtreuslr. 50. Der Vertrauensmann der Z. V. f. D., Herr Dr. Aron Gurwitsch, G ö 11 i n.ga n, am Goldgraben 11, bittet zionistisch* oder zionistisch interessierte Studenten in Göttin gen sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Schöneberger Synagogenverein, Münchener Straße 37. Heute, Freitag, nach'dem Abendgottesdienst Vrtrag: Das jüdisch« Hochieiufest, Rabb. Dr. Rosenwasaer. —» liig'ich nach dem Abendgebet Lehrvorträge: Rabb. B. P essen, Rabb. Dr. Kainski, Rabb. Dr. Roaenwasser. — Sonnabend im An- Schluß an die Habdala gemütliches Beisammensein, Besprechung der Wochensidra, Jüdische Gemeinde. Freitag, den 96. Dezember, Synagoge Fasanenstraße: abends 6,30 Uhr (Mineha 4,:5 Uhr), in allen anderen Synagogen und denAUersversorgungsanstalten: 4,15Uhr Ansprache; Syn. Lindenstr.: Dr Blumenthal. Predigten: Syn. Fasanenstr.: Dr. Wiener; Syn. Friedenstempel: Dr. Prinz. II. Abendgottesdienst: 6.30 Uhr Syn. LeveUowstr.: Dr. Bergmann. Sonnabend, den 3g. Dezember, morgens: Syn. mit altem Ritus und Altersversorgung*- anstalten: g Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottösdionst (außer Friedenstempel, Markgraf-Albrccht-Straße): 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Jugendansprachen: Alto Syn.: Dr. Freier: Syn. Kaiserelr.: Dr. Weyl; Syn. Rykestr.: Dr. Wiesel; Svn. Pestalozzistr.: Dr. W. Levy; Syn. Kottb, Ufer: Dr. Bleichrodo; Syn, Münchener Str.: Dr. A. Levy; Neue Syn.: Dr. Warschauer; Syn. Lindenstr.: Dr. Blumenthal־, Syn. Lülzowitr,: Rabbiner Pineoffs; Syn. Fasanenstr.: Dr. Wiener; Syn. Levetzowstr.: Dr. Bergmann; Syn. Friedenstempel: Dr. Prinz. Jueendgottesdionst: 4.30 Uhr, Svn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levv. Sabbab-Aus gang: 4,4g Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Skt*״ agogen: 4 Uhr; moreen* Synagogen mit alten» Ritus: ך Uhr.; Synagogen mit neuem Ritus: 7,30 Unr. (jbrdötirouge # v* ' •־ A'. ,iäpSA ►,»VA*.**-**! I

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