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Jüdische Rundschau · 1928-12-21 · Heft 101 (21.12.1928) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 101 (21.12.1928)
Date
1928-12-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite דוד Nr.!01, 21. Xn 1928 Kinderheim Ahawa. Am Sonntag, dem 16. Dezember, fand in der Privalwolmung de» Herrn Guslav L 0 v i, Kurfürstondamm 17g, eins fesllicho Veranstaltung zugunsten des jüdischen Kinderheim» Ahawa, Augualaslr.!4/16, statt. Es haben sich für dies« Veranalaltung liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt: Herr Professor Alfred Wittenberg, Herr Iso Golland, Sänger an der Staatsopor, Herr Lion Fouchtwanger, deren Darbietungen mit starkem Beifall seitens des Publikums belohnt wurden. Es waren etwa 300 bis 350 Personen anwesend. Der finanzielle Erfolg, den das Kinderheim Ahawa erzielt«, war rocht befriedigend, or schwankt ungefähr zwischen 3000 und 3500 M. Es sei noch bemerkt, daß in den Räumen des Herrn Levi eine kleine Ausstellung von kunstgewerblichen und handwerklichen Ar* beiten der Kinder dos Kinderheims stattfand, die auch großes Interesse bei den Anwesenden erregten. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. Tüebtiges kaufmännisches Personal jeder Art mit langjährigen Zeugnissen und besten Referenzen, Facharbeiter aller Berufszweige kennen durch die Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachwe.se, Berlin IV 34, Auguststr. 17, Telephon: Norden g130, 7085—7087, vermittelt worden. Referendar am Kammergericht mit besten zionistischen Referenzen sucht Beschäftigung Lei Berliner Anwalt. Auskunft erteilt die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10. K. J. V. In kleiner Stadt im Osten Brandenburgs besteht günstige Niedorlassungsmöglichkeit für einen Rechtsanwalt. — Wir suchen Beschäftigung für Referendar bei Anwalt oder in einem kaufmännischen Betrieb. — In Palästina besieht sehr günstige Niedorlassungsmöglichkeit für einen Orthopäden. — Bundesbruder, Apotheker, sucht zum 1. März igag Stellung in Berlin, Hamburg oder anderer Großstadt. — Auskunft erteilt das Präsidium des K.J.V., Berlin-Charlottenburg, Bleibtreustr. 50. Palästinareise des deutschen Keren Hafessod. Mit den beiden Palästinareisen des deutschen Keren Hajessod wird es jetzt ernst. Die Nummern der 30 besten Kabinen, die für die ersten Anmeldungen reserviert sind, liegen jetzt vor. Ein betrachtlicher Teil von diesen ist bereits belegt worden und denjenigen, die die Absicht haben, an der Reise teilzunehmen, sei geraten, sich baldigst um die Reservierung einer ihnen zusagenden Kabine zu kümmern. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 31. Dezember abends, in allen Synagogen und Alter.orsorgungs-Anstalten: 4 Uhr, Von Freitag, den a8. Dezember ab, wird der Abondgotlesdieast in der Synagoge Fasanenstraße versuchsweise bis einschließlich 5. April 1g2g jeweus um 61/3 Uhr abgehalten. Der Minchngottcsdienst findet zu dar in den anderen Synagogen üblichen Zeit statt. Sonnnabend, den 33. Dezember morgens: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgung»' Anstalten: q Uhr; Synagogen mit neuem Ritus Frühgoltosdianit (außer Frieaenatempel HaJensee, Markgraf-Albrecht-Slr.): 7,30 Uhr; Ilauplaottesdienst: io Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freier; Syn. Rykestr.: Dr. Weyl; Syn. Peatalozzistr.: Dr. Wilhelm Lewv; Syn. Kollb. Ufer; Dr. Bleichrode; Neue Synagoge: Dr. Blumontha!; Syn. Lindenstr.: Dr. Warschauer; Syn. Lützowslr.: Dr. Wiener; Syn. Fasanenatr.: Dr. Galliner; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowi't. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Jugendgollesdienst: 4,30 Uhr Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang; 4,44 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen 4 Uhr, morgens Synagogen mit altem Ritus: 7 Uhr, mit neuem Ritua: 7,30 Uhr. Qjrdorirouge (5§at6cfiarö_'fQ^Pfg *!•**] yA/WVfVä. '*•) י l׳v |/V v.u.w .V V .V v V ,.V. ׳V wv.v i.y.tlV.V W-■ vyyi aiffiSQi WCLXV DGUT&C m BAND KREIS Makkabi Litauen. In der Chanukkah-Woche vom 8. bis 15. Dezember hat der Makkabi Kowno eine Makkabi-Woche veranstaltet. Es wurden Vortragsabende und Veranstaltungen aller Art abgehalten. Den Anlaß gibt ja schon der Zusammenhang des Makkabäerfestes mit unserer Bewegung, weshalb auch in anderen Ländern solche Veranstaltungen zum nächsten Chanukkah vorbereitet werden sollten. — Zu der zionistischen Landeskonferenz, die Ende Dezember in Kowno tagt, hat der litauische Kreis eine eigene Liste aufgestellt, und veröffentlicht in seinem Organ ״Der Makkabi“ einen Aufruf, worin er die Bedeutung der Turnbewegung für den Zionismus betont und mit folgenden Worten schließt: Mit unserer jugendlichen Bcgeistcrung wollen wir kämpfen: Für das arbeitende E-ez-Israel! Für eine neue chaluzische Einwanderung! Für die hebräische Schule und Kultur! Für die Intensivierung nationaler Arbeit im Oaiuthi Für körperliche und geistige Gesundung der Jüdischen Jugend! Für den jüdischen nationalen Sportgedankent Bar Kochba Berlin. Handball : Bar Kochba I — Rosanthal I, 3:6; Bar Kochba II — Germania II, 13:3. Dam in der höheren ersten Klasse spielenden Gegner zeigte sich Bar Kochba im Feldspiel gleichwertig, aber die schwächere Stürmerleistung ließ unsere Mannschaft nur zu 3 Toren kommen. Um so erfreulicher ist der überlegene Sieg der ״Zweiten״. Die übrigen Handball- und die Hockeymannschaflen waren spielfrei, — Hockey: Der deutsche Makkabikreis führt in Gemeinschaft mit der Hockevabteilung des Bar Kochba Berlin zu Weihnachten in Berlin einen Hockeywettkampf Berlin — Hamburg durch. Es wird mit Bestimmtheit suf eine große Zuschauerzahl gerechnet» da die Spiele bisher jedesmal hochinteressant verliefen. Die Spiele finden auf dem Sportplatz Westend. und zwar am Dienstag, dem 35. Dezember 1g38, vorn. 10—1 Uhr, statt: B. K. Hamburg I. Damen — B. K. Berlin I. Damen; B. K. Hamburg I. Junioren — B. K. Berlin I. Junioren. Am Mittwoch, dem 36. Dezember, vorm. 10— 1 Uhr: B. K. Hamburg I. Männer — B. K. Berlin I. Männer; B. K. Hamburg II —• B. K. Berlin II. Gleichzeitig laden wir zu dem am t. Weihnaehufoiertag, am Dienstag, dem 25, Dezember, abends 7 Uhr» In der Ressource, Oranienburger Str. 18 (M«rmorsaal), stattfindenden Ball anläßlich der Anwesenheit der Hamburger ergebenst ein. Karten sind im Büro und in den Abteilungen de* Bar Kochba erhältlich. Skifahrt: An der Wintertroffahrt de» deutschen Makkahikreisee in Grünthal (Riesengebirge) beteiligt sich der Bar Kochba Berlin mit 70 Mitgliedern, zumeist Jugendlichen. Da» Troffen findet vom Sonntag, dem 33. bis zum Mittwoch, dem 36. Dezember, statt. Etwa dis Hälfte der Teilnehmer bleibt noch bis über Neujahr, Hoffentlich wird, wie im Vorjahr, dio Fahrt in rechter Sportkameradschaft und Fröhlichkeit vonstatten gehen. Auch soll sie dazu dienen, unsere freundschaftlichen Beziehungen zu den Breslauer Bar Kochbanem und den tschechischen Turnbrüdem wieder aufzufrischen. Schach: Unserer jungen Schichabteilung ist ein großer Erfolg zuteil geworden! Am 1a. Dezember spielten war an 20 Brettern gegen den «pielatärksten Berliner Schach-Sportklub, den S. C. C. und gewannen mit 13:8 Punkten. Von den vielen Chanukkahfeiern» die unsere Abteilungen veranstaltet haben, «ei hervorgehoben die Feier der Männer.undDamen״ Sportabteilung, auf der neben schönen Darbietungen auch eine Imitaschen-Konkurrenz vor sich ging, in der Frl. Hie Mautner Siegerin wurde, und die dem K. K.L. einen netten Betrag (zirka 20 M.) einbrachte. Vor allem aber ist dio sorgsam vorbereitet» Feier der Jugend-Sportabteilung zu erwähnen, auf der Rabbiner Dr. P r i n z die Festrede hielt, und auf der der hebräische Chor, die Gerichtsszene aus ״Tohuwabohu" und eine tänzerisch drastische Darstellung der ״Bürgschaft" viel Beifall fanden. Die mit großer Sorgfalt «usammengebrachte gute Tombola war zugunsten des K.K.L, eingerichtet und brachte den Reinertrag von 50 M. 11: E. Bar Kochba Magdeburg. Anläßlich seines fünfjährigen Jubillums veranstaltete der Verein eine Festwoche, die mit Handballspielen gegen die besten Vereine de« A. T. B. eröffnet wurde. Dann folgte ein öffentlicher Uebungsabend, bei welchem der Verein gute Die alleinige Vericagsgescllschaft des Keren Kajemcih Ist die lebenivenltherangi - Gesellschaft PHONIX Wer sich eine neue Existenz gründen will, Wer sich haupt- oder nebenberuflich hohe Einnahmen verschaffen will, erhfllt von uns erfolgreiche Unterstützung und günstigste Bedingungen denn wir bieten den Mitgliedern großer jüdischer Organisationen mit denen wir allein Verträge besitzen unsere billigen Tarife unsere modernen Versicherungsbedingungen und auBerdem noch wesentliche Vergünstigungen bei ledern VerslcherungsabschluB den Mitarbeitern hohe Provisionen evtl, feste Zuschüsse Altersversorgung Adressenmaterial ganz besonders erleichterte Arbeltsmögllchkelten In der Organisation und Akquisition Bewerbungen für eine Organlsations• oder AkqulsitlonstStlgkelt erbeten an PHÖNIX Berlin W1B, Nalnehestrafie 10, Tel. Bismarck Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck, konto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z.V, Dienstag, den 25. Dezember abends 8 Uhr Gemeindehaus, Rosenatr. 2/4. Palistinazyklus der Vereinigung ״Iwria“. 1. Vortrag: Lichtbildervortrag Josef Braslawsky: ״Das Tor Meer und seine Schätze“. אנודת "העבריה" עורכת שורת הרצאות על ארץ ישראל של מר יוסח ברסלבסקי. - ההרצאה הראשונה תהיה ביום השלישי ב־25 בדצמבר גבית הקד,?ה רוונשמר. 2-4 ב־8 בערב בדיוק. ההרצאה תהיה בלוית פנם־הסם. הנושא¬¬ ים המלח ואוצרותיו כל העברים מתבקשים לבוא. Veranstaltungen der Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina Zusammenkünfte der Studiengruppen: StudiengruppeGrunewald. Montag, den 24, Dezember vorm. 11 Uhr Leitung: Frau Prof. Koigen, bei Frau Feuerring, Teplitzer Str. 25. Studiengruppe West Donnerstag, den 27. Dezember nachm. 4V3 Uhr Leitung: Frau Blumenfeld, Brandenburgische Str. 46. Zusammenkünfte der Bezirksgruppen: Bezirksgruppe Lichterfelde. Donnerstag, den 27. Dezember nachm. 4V* Uhr Arbeitssitzung bei Frau Hans Herrmann, Lichterfeide, Wiihelmstr. 29. Leistungen zeigte. Am 13. Dezember fand ein Vortragsabend mit dem Thema ״Sport und Judentum" statt. Der Referent des Abends, Heinrieh Kuhn, Berlin, wies auf die innere Notwendigkeit der sportlichen Erziehung der jüdischen Jugend hin, indem er eine Verwand tichaft zwilchen der Tendenz des Sports» und der jüdischen Kultur erörterte, Dio Festwoche schloß mit einem Ball am Sonnabend, dem 15. De« zember, an welchem über 300 Personen tcilnahtnen. Der Verein zeigt« püto technische Vorführungen und einen sehr lustigen Box-Sketch. Die Festrede hielt Heinrich Kuhn, der zugleich dio Glückwünsche des Kroispräsidiums überbrachle. Tanz und frohe Stimmung vereinte die Anwesenden bis in die frülien Morgenstunden. Die Festwoche war ein Erfolg, der sich schon jetzt durch eine Anzahl Neuanmeldungen aus« wirkte. Buchbesprechung Dr« Frifz Simon, Jerusalem: Leibesübung und Natfonafenslehung im Wandel der Geschichte. Preis 6 M. Als Heft 18 der ״Beitrege zur Tum- und Sportwissenschaft“, herausgegeben von Dr. Carl Diem und Dr. Eugen Matthias, erscheint soeben eine historische Betrachtung des Zusammenhanges zwischen Leibesübungen und nationaler Erziehung aus der Feder unseres Freundes Dr. Fritz Simon. Während sonst im allgemeinen derartig wissenschaftliche Abhandlungen (ursprünglich als Doktor-Arbeit verfaßt) kaum allgemeines Interesse! beanspruchen, ist die Darstellung dieser Schrift $0 flüssig und auch für den Laien so kurzweilig und lehrreich, daß es lohnt, sich eingehend mit ihr zu beschäftigen. Der Verfasser hat sich dio Aufgabe gestellt, die Wiedererweckung der griechischen Gymnastik durch die Renaissance und ihre Weiterbildung zum Träger der Nationalerziehung an Hand der Entwicklung in Deutschland darzustellen. Dabei ist ganz besonders bemerkenswert, wi« sehr er cs verstanden hat, den Gegenstand der Betrachtung in den Rahmen der allgemeinen geistigen Entwicklung hineinzustellen und in welchem Maße er Kritik übt und selbständiges Urteil fällt. Das Erwachen des nationalen Bewußtseins in Deutschland (noch 1776 war es auf deutachen Gymnasien verboten, deutsch zu reden!) geht merkwürdig parallel mit dom Entstehen der volkstümlichen Leibesübungen. Es sind vielfach dieselben Pädagogen, die beides zu gleicher Zeit fordem. Diese geistige Verknüpfung wird unter anderem auch an Pestalozzi und Fichte dargestellt, auch über den ersten Versuch einer volkstümlichen Turnerei durch den ,Jugendbund“ eingehend berichtet. Trefflich ist dargestellt, wie die Idee der Einheit Deutschlands die treibende Kraft bei Jahn war, und wie stark und überachäumend sein Gefühl für deutsches Volkstum. Mit der Unterdrückung der Tumbewegung in den Jahren :819/30 endet diese Epoche. Leider schließt das Buch mit diesem Wirken Jahns ab. Es wäre doch zweifellos von stärkstem Interesse, zu ersehen, wie sich die Tumbowegung und mit ihr die Bewegung für dio deutsche Einheit und Freiheit gegenüber der Reaktion verhielt und aus welchen Gründen sie sich erst so spät durchsetzen konnte. Uns zeigt das Beispiel der deutschen Tumbewegung, wie sehr wir auf dem richtigen Wege sind, wenn wir die Be- ( Strebungen, die auf ״Neutralität" gegenüber dem nationalen Gedanken hinzielen, entschieden und bewußt ablehnen. N. K. Grünbaum über die Jewish Agency. Man schreibt uns: Ala Nr. 3 der ״Schriften zur Diskussion des Zionismus“, die von der J.A.V. ״Barissia“ ediert werden» erscheint eino Abhandlung des zionistischen Führers Jizchak Grünbaum, Warschau, über die Jewish Agency. Bestellungen sind zu richten an die J. A. V. ״Barlssia" Prag I, Prikopy 17, Caiö ״Continental". Preis der Broschüre für Deutschland 50 Pf. GesehälUlche MitteUoagea Unseren Lesern wird das Cafe Kutschers, Charlottenbarg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländische Zeitungen. Psiaslina-Srunmoniis (Keren Halessod) t v. Berlin W 15, Melnekestraße 10. Bankkonto*. Darmstidter und Nationalbpnk, Depo*.-Kasse 59, Kurfüratendamm 52. Postscheckkonto: Beriia Nr. 104951.

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