Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 92 (20.11.1928)
- Date
- 1928-11-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit Un1crhal1nngs~ Beilage Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekeatraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark• Ausianri'abonneracnts werden in der Währung der einrelnea Linder berechnet■ Nummer 92 | Berlin, 20■ XI. 1928 Anzeigen ׳־Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b. H., Berlin W15, Meinekeitr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. An*eig#npre1»:S£e1paU.Nocp«reüle<:eileQ.30G.־M.Stcliea£e»11che0,2,> G.*M* AnzeigenachltiS: Dicssieg und Freitag nachmitligi 4 Uhr. w₪B₪₪₪₪₪₪₪₪mHmms₪K₪B₪m₪mmmm₪mmm&,mmM₪B₪₪m₪₪m Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto 1 Berlin Nr. 17392 F3r Oeiterreichi PestiparkaaaaaaiBt Wien, Konto Nr. 156030, Für Tschechoslowakei ־ Postsparkasseaamt Pr*gf, Koste Nr. 59410. Für Polen: Poitsparkaaieaamt Warschau^ Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. ז׳ כסלו׳ חרס״ט I xxxiii. Jahrg. Per Zlowiamua erstrebt für da» jUdiache Volk die Schaffung einer öffentlich . rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.*' SHI 0 «י *j₪F 0 okolow in Leip Keren Hajessod •Abend unter Teilnahme Direktor Wassermanns Präsident Sokolow ist Freitag in. Berlin eingetroffen und wurde von Vertretern der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und des Keren Hajessod a!1 der Bahn empfangen. Den Sabbat verbrachte Sokolow in Berlin im Kreise seiner hier wohnenden Kinder. Sonntag mittag begab er sich in Begleitung seiner Tochter, Frl. Dr. Zelina Sokolow, und von Dr. Martin Rosenbliith nach Leipzig. Aus Leipzig wird uns berichtet: Die Gäste wurden am Bahnhof von einer großen jüdischen Menge empfangen. Der Jugendbund ״Kadimah“ war vollzählig in seiner Boyscouts-Uniform er• schienen. Nach der Begrüßung durch den Vertreter der zionistischen Ortsgruppe wurde am Bahnhof die Hatikwah gesungen. Die Leipziger judenschaft war bereits durch ausjährliche Artikel der Leipziger Jüdischen Zeitung auf das Kommen von Sokolow und Wassermann vorbereitet. Ara Abend fand im großen Festsaal des Zcniral-Tlieaters das Bankett des Keren Hajessod statt. Mehrere hundert Menschen füllten den festlich geschmückten Saal bis aut den letzten Platz. Als die Herren Sokolow, Wassermann und Dr. Rosenblüth — unter Absingimg hebräischer Lieder durch den Jugendehor — auf der Estrade erschienen, wurden sie mit minutenlangen Ovalionen empfangen. Der Vorsitzende der zionistischen Ortsgruppe, Herr Louis Tumpowsky, hielt eine eindrucksvolle Begrüßungsrede, in welcher er die Bedeutung Sokolows und Wassermanns als jüdischer Personlichkeifen feierte. Dann ergriff Rabbiner Carlebach namens der Jüdischen Gemeinde das Wort. Er machte zunächst eine Reihe von Vorbehalten vom Standpunkte dessen, der die weitanschauliche Grundlage der Palästina-Aktion nicht voll akzeptiert, sodann jedoch hob er die allgemein jüdische Bedeutung des Palästinawerkes hervor, das auch vom ntenschljeitlicfien Standpunkt aus eine wichtige Sache sei. Hierauf hielt Dr. Kantqrszczyk eine hebräische Ansprache. Die Gemeinderabbiner Felix Goldmann und Cohn hatten brieflich ihre Ab- Wesenheit entschuldigt, da sie' wegen einer anderen jüdischen Tagung außerhalb von Leipzig weilen'mußten. Sie begrüßten jedoch in ihren Zuschriften die Veranstaltung in warmen Worten. Direktor Oskar Wassermann, stürmisch begrüßt, sprach über die Bedeutung Palästinas für das Judentum. In großen Strichen zeichnete er die geschiehtliehe Situation des jüdischen Volkes nach der Zerstörung des Tempels und wies nach, daß die verschiedenen geistigen Zentren, die dem Judentum im Verlauf der Diaspora- Geschichte erstanden waren, nur dank der Verbundenheit mit Palästina existieren und Schöpferisches leisten konnten. Für die in diesem Jahrhundert beginnende neue Epoche des Judenlums ist die Frage, ob ein jüdisches geistiges Zentrum in Palästina entstehen wird, eine Lebensfrage. Freilich wird der eigentliche Aufbau erst von der zweiten Generation geleistet werden, die Vorbereitung aber obliegt unserer Generation. Das Werk des Palästinaaufbaus ist eine allgemein jüdische Sache und die praktische Arbeit daran wird in immer höherem Maße das heute zersplitterte Judentum wieder zu einer Einheit verbinden. (Lebhafter Beifall.) Sokolow, enthusiastisch begrüßt, legte die politische und wirtschaftliche Situation Palästinas dar. Der Redner erwähnte, daß er erst kürzlich Gelegenheit hatte, mit dem neu ernannten Oberkommissär für Palästina, Sir John Chancellor, ausführlich zu sprechen. Für Palästina bedeutet der Amtsantritt des neuen Oberkommissärs in einem gewissen Sinne den äußerlichen Beginn einer neuen Epoche; dieser Beginn fällt zusammen mit einem neuen wirtschaftlichen Aufschwung, für den bereits deutliche Anzeichen vorhanden sind, die Herr Sokolow in seiner Rede darstellt. Auch Sokolows Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen. Vor Eintritt der Pause, die der Erneuerung der Keren Hajessod-Zeichnungen galt, ergriff Herr Siegmund Lehrfreund das Wort und forderte die Anwesenden in einem nachdrücklichen Appell auf, auch ihre materiellen Pflichten gegenüber Palästina zu erfüllen. Nach Beendigung der Pause gab Herr Tumpowsky unter großem Beifall bekannt, daß etwa 60 000 M. an Zeichnungen abgegeben worden sind. Er erteilte i sodann Herrn Sokolow das Schlußwort. Sokolow, ,der in :seiner ersten ,:Rede hatte Tatsachen sprechen lassen, benützte nun die Gelegenheit, um die geistige und ideelle Bedeutung des Palästinawerkes darzutun. Mit jugendlichem, hinreißendem ,Feuer und . einer erschütternden Eindringlichkeit, die. keinen Hörer kalt lassen konnte, schilderte Sokolow־ ,die großen jüdischen und allgemein menschliehen Ideen, die im Zionismus um ihre Verwirklichung ringen. Sie sind das letzte Ziel aller unserer Arbeit und um ihretwillen sind wir imstande, die Mühen und Beschwerden des Tages, die mit der Verwirklichung der Idee verbunden sind, auf uns zu nehmen. Diese Rede Sokolows, die in tiefer Ergriffenheit angehört wurde, bildete gleichzeitig die beste Antwort auf die zu Beginn des Abends von dem orthodoxen Rabbiner Dr. Carlebach geäußerten Zweifel. Jeder hatte das Gefühl, daß hier Menschen im Kampf stehen für eine reine und heilige Sache, als Träger des geschichtlichen Sinnes des Judentums und Erneuerer einer uralten geheiligten und geheimnisvollen Kontinuität. Diese Schlußrede Sokolows ließ den Abend unter ungeheurer Begeisterung aller Teilnehmer mit einem nachhaltigen Eindruck zu Ende gehen. Die Verständigangs -Verhandlungen in Amerika Warburg über die Ergebnisse Boston, 13, November. (J. T. A.) Felix M. Warburg wohnte in Boston der Konferenz für den United Palest ine Appeal bei und berichtete dabei auch über die Sitzung, die die siebengiiedrige Agency-Kommission in Gemeinschaft mit Dr. Wcizmann, Louis Lipsky, Julius Simon und Morris Rothenborg als den Vertretern der Zionisten abgehalten hat und in der man sich über viele Fragen geeinigt hat. Hinsichtlich der Resolution des ZionLsfenkongrcsses, wonach die Jewish Agency zunächst als eine provisorische Institution für eine Dauer von drei Jahren eingesetzt werden soll, wurde eine E r - s a t z f o r nt e I angenommen, die dahin lautet, daß, falls es infolge mangelnder uebereinstimmung zu einem Bruche zwischen 'Jen Zionisten und Nichtzionislen kommen sollte, der status quo ante Platz greifen, d. h., daß die Zionistische Organisation wie vorher als Jewish Agency die Kontrolle inne haben solle. Diese erste Zusammenkunft, schloß Warburg, habe überzeugend dargetan, daß der Schaffung der erweiterten Jewish Agency keine Schwierigkeiten im Wege stehen. Sowohl Warburg als auch Weizmann betonten, daß auf Grund des auf der New Yorker Konferenz geschlossenen Bundnisscs zwischen Zionisten und Nichtzionisten der Ruf der United Palcstinc Appeal nunmehr nicht allein an die Zionisten, sondern auch an alle Juden Amerikas ergeht. Die Konferenz des Unifed Palestine Appeal beschloß, die Kampagne unter dem Motto ״Einheit des Judentums für den Aufbau Palästinas“ zu eröffnen. Es herrschte Zweifel darüber, ob die Frauenorganisation Hadassah in diesem Jahre an der Kampagne teilnehmen wird. Es wurde eine Abstimmung, unter den Hadassah- Mitgliedern veranstaltet, die die Frage der Teilnahme positiv entschied. Louis Lipsky, der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas, teilte der Konferenz mit, daß eine Gruppe Zionisten die Summe von 250 (»0 Dollar zur Deckung der Ver- Kindlichkeiten der American Zion Commonwealth nir Verfügung gestellt hat. Damit sei die Rehabilitation der Commonwealth vollzogen. (Die Mitteilungen Warburgs über die Verhandlungen der Siebener-Kommission sind hier notwendigerweise fragmenfarisch. Zur Beurteilung des Resultates der Verhandlungen wird :׳.:an einen vollen Bericht abwarten müssen. — Red.) Die Sitzung der Mandatskommission Der Bericht an den Rat erfolgt Im März 1929. Gent, 15. November. (J. T. A ) Die Mandatskommission hat ihre 14. Session beendet. Ihre Bemerkungen bezüglich der Verwaltung der verschiedenen Mandatsterritorien und bezüglich der verschiedenen Petitionen, insbesondere der Petitionen der Zionistischen Organisation betreffend die Klagemau er und des arabischen Kongresses bezüglich des Parlaraent.es werden dem Völkerbundsrat während seiner Sitzung im März 1929 vörgelegt werden. Erst dann wird dieser Bericht samt den Beschlüssen der Mandatskommission und des Rates zur Veröffentlichung kommen. Wie der J. T. A.-Vertreter erfährt, wurde in der jetzigen Sitzung der Mandatskommission auch die Petition des arabisehen Kongresses betreffend die Einführung einer d e m o - kratischen und parlamentarischen Regierungsform in Palästina in Behandlung gezogen. Berichterstatter war Professor Rappard. Da die Sitzung wie gewöhnlieh geheim war, verlautet aus offizieller Quelle nichts über den gefaßten Beschluß. Dem J. T. A.-Vertreter ward aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt, daß die Kommission zu dem Be- Schluß gekommen ist, daß ihr in der Frage des Parlaments keine Entscheidung zustellt, da die Wahl der Regierungsform dem Ermessen der Mandatarmac 11t überlassen bleiben müsse. Palästina •Pässe für russische Chaluzim Moskau, 15. November. (J. T. A.) Ein in Moskau wohnhafter Clfaluz hat soeben von der Sowjetbehörde einen auf Palästina als Reiseziel lautenden Paß erhalten. Die Regierung hat bereits dem Ansuchen von iü verbannten Poale Zionisten um Äusfolgung von Pässen nach Palästina stattgegeben. Wie der JTA-Vertreter erfährt, werden etwa 50 bis 60 Chaluzim in ganz kurzer Zeit die Reise nach Palästina antreten. In Regierungskreisen bestellt die Absicht, allen solchen Gesuchen stattzugeben. Von der Jerusalemer Regierung sollen 150 Einreisevisa für verbannte Chaluzim bereits auf dem Wege nach Moskau sein. Der neue Kurs in Rumänien Regierung Maniu und die Juden. — Antisemitische Drohungen. — Wahlvorbereitungen. Bukarest 11. November (J.T. A.). Im allgemeinen ist die Uebernahme der Regierung durch den Führer der National-Zaranisten M a n i u , von dem man ein demokratisches Regime und die Garantie freier Wahlen erwartet, auch von den Juden mit Genugtuung aufgenommen worden. Man glaubt, daß Maniu die antisemitische Praxis in der Landesverwaltung nach Möglichkeit eindämmen wird. Der neue Minister für Handel und Industrie Magdearu gilt als ein Freund der Juden. Der neue Kultusminister Professor Mir.o - nescu war jederzeit gegen den Universitätsantisemitismus energisch aufgetreten. Man glaubt, daß die Regierungspartei die Juden für ein Bündnis aus Anlaß der bevorstehenden Parlamentswahlen zu gewinnen versuchen wird. Der Führer der Union der rumänischen Juden Dr. Fi ldermann verhält sich gegenüber einem solchen Bündnis ablehnend. Es ist vorläufig nicht bestimmt, ob die Juden allein oder in Verbindung mit anderen Parteien in den Wahlkampf treten werden. Die Frage der Schaffung einer jüdischen Einheitsfront ist jetzt wieder aktuell. — Das Exekutiv-Komitec der Union rumänischer Juden hielt im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel eine Sondersitzung ab, in der Dr. Fildermann ein Expos{־ über die politische Lage hielt. Es wurde beschlossen, einen Kongreß der Union einzuberufen. ״Adeverui“ schreibt: Gewisse Kreise behaupten, daß nach der Bildung einer Regierung Maniu eine neue Rassenhetze einsetzen wird, das Signal werde in Klausenburg gegeben werden. Der frühere Innenminister im Kabinett Avercscu, Octavian Goga, ein bekannter Antisemit, erklärte einem Mitarbeiter von ״Üj Kelet“, falls eine Regierung Maniu in Erscheinung tritt, werde eine Massenbewegung einsetzen, die auch dem jüdischen Problem Aktualität verleihen wird; dies könne für die Juden eine fatale Wendung nehmen.! Bukarest, 12, November (J. T. A.). Dr. Fildermann, der Präsident der Union rumänischer Juden, wurde von dem neuen Premier Maniu zu einer Besprechung empfangen. Die Besprechung galt der Haltung der Juden in den bevorstehenden Parlamentswahlen. Man erwartet nicht, daß ein Bündnis zwischen dfa National-Zaranisten (Partei Manius) und der Union ׳rumenieeher Juden zustande kommen wird. Die Union veröffentlicht soeben ein Communiqti{, in welchem sie dem Gerücht, daß sie den National-Zaranisten einen Bündnis-Vorschlag gemacht habe, entgegentritt. Andererseits halt. man es für sicher, daß die transsvlvanischen Zionisten die Regierungslisten unterstützen werden, auf welchen der Präsident der Zionistischen Organisation Transsylvaniens Dr. Joseph Fischer, der Redakteur von ״Uj Kelet“ Dr. Marton und Herr Nobel als Parlamentskandidaten und Dr. Theoder Fischer als Senatskandidat figurieren werden. In jüdisch-nationalen Kreisen wird wiederum für die Schaffung eines jüdischen Blocks sehr stark Propaganda gemacht. Dieser Block soll ein Bündnis mit den National-Zaranisten eitigehen, wodurch eine Erhöhung der Zahl der jüdischen Parlamentssitze erreicht werden würde. Der Block soll die Zionisten Transsylvaniens, die Bukowinaer ״Einheitspartei“ unter der Führung von Dr. Mayer Ebner, die Zionisten Bessarabiens, die radikalen Zionisten (״Renasterea“) und die Partei Zeire Zion Hitachduth einschließen. Im Vordergrunde der Propaganda für die Schaffung eines, jüdischen nationalen Einheitsblocks steht u. a. auch der radikal-zionistisehe Führer Dr. Marcus Krämer (Czemowitz), der für die bevorstehenden Parlamentswahlen die Aufstellung einer jüdischen Reichsliste oder den Zusammenschluß der Juden mit den anderen Minoritäten (Deutsche, Ungarn) zu einem Minoritätenblock fordert. Auf der Liste der National-Zaranisten in Bessarabien werden die folgenden jüdischen Kandidaten figurieren: Advokat Rosenberg - Kischineff, Nathan L e r n e r - Chotin, Advokat Gopman - Beiz und Z i p s t e i n - Bender. Gegenüber den aus den verschiedenen antisemitischen Lagern kommenden Drohungen, daß unter der Losung, die neue Regierung sei ״internationalistisch“ und ״judendienerisch“, eine großangelegte Propaganda unter den Volksmassen gegen die Regierung Maniu eingeleitet werden wird (die Drohungen stammen sowohl aus dem Lager Cuzas als auch audein des früheren Innenministers der Regierung Avercscu, Octavian Goga, der angekündigt hat, die neue ״Bewegung“ werde sich besonders ״gegen die Juden fatal auswirken“), erklärte der Premiereminister Maniu, die Regierung werde jeden Versuch, durch illegale Demonstrationen Anarchie hervomirufen, mit den Wurzeln äusrotten. Antisemitische Exzesse werden von der Regierung als volks - und staatsfeindliehe Aktionen angesehen und dementsprechend unnachsichtlich bestraft werden. Die Regierung hat bereits den in Betracht kommenden Organen entsprechende strenge Weisungen erteilt. Eine Abordnung t r a n s s y I v a n i s c h e r Zionisten unter der Führung der Herren Joseph Fischer, Theodor Fischer, Alexander Nobel und Dr. Marton erschien beim Ministerpräsidenten Maniu, um ihm die Wünsche der Juden vorzutragen. Zar Haitang der Jaden (Von unserem Korrespondenten.) -h. Bukarest, 16. November 1928. Mit der Uebernahme der Regierung durch die National-Zaranisten glaubte man einen Moment lang, daß auch in der jüdischen Politik gewisse grundlegende Aenderungen möglich sein werden. Denn, was bisher unter dem Titel ״jüdische Politik“ in Rumänien gemacht wurde, hat eigentlich niemals diesen Namen verdient. Es gab keinen gemeinsamen Kontakt zwischen den jüdisch-politischen Organisationen in den einzelnen Teilen Groß-Rumäniens, es gab kein einheitliches Galutbprogramm, es gab keine gemeinsame Taktik im Verhalte» gegenüber den einzelnen Regierungen. Bestenfalls