Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 89 (8.11.1928)
- Date
- 1928-11-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 624 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 89, 8 XI 1928 10. Presse und Informationsdienst. 11. Schulung von Propagandisten. 12. Propagierung des Zionismus unter Nichtjuden. 14. Jugendprobleme. London, den 31. Oktober 1028. Ans der Berliner Gemeinde Protest gegen Klagemauer-Skandal. Die Fraktion der ״Jüdischen Volkspartei“ hat in der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Ge• meinde eine Entschließung beantragt, die in der Sitzung vom 8. November zur Beratung kommt. Der Antrag lautet: ״Die Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde hält es für ihre Pflicht, nachdrücklich gegen die Handlungsweise der Regierungsbcamten der Palästina-Regierung zu protestieren, die den jüdischen Gottesdienst bei der Klage mau er in Jerusalem am höchsten jüdischen Feiertag gestört haben, und dem Schmerze und der Ernpörung Ausdruck zu geben, die durch diese Verletzung der heiligsten Gefühle der Gesaintjudenheit auf der Welt erweckt wurde. Die Repräscntantenversammlung ist sicher, daß sie in dieser Angelegenheit den Gefühlen aller deutschen Juden, ohne Unterschied der Parteirichtung, Worte verleiht, Sie hat das Bedürfnis, der britischen Regierung, als der Mandatarmacht für Palästina, von dieser Stimmung der Judenheit Kenntnis zu geben und hofft zuversichtlich, daß die Mandatar-Regierung jede Wiederholung eines derartigen Vorfalls in der Zukunft verhindern wird. Juden und Nichtjuden vermögen nicht zu begreifen, daß man, wie auch immer die formale Rechtslage sein mag, einen am höchsten jüdischen Feiertag, ׳an der den Juden heiligsten Stätte abgehaltenen Gottesdienst unter Anwendung von Gewalt gestört hat. Die Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde erwartet, daß die Mandatarmacht so schnell wie möglich Schritte ergreifen wird, die eine Sicherung der traditionellen durch die tiefe religiöse Anhänglichkeit des ganzen Judentums geheiligten Rechte der Juden an der alten Westmauer des Tempels in Jerusalem in würdiger Weise und im Einklang mit dem Geiste des Palästinamandats garantieren werde.“ Zum gleichen Gegenstand haben die Repräsentanten Dr. S. Weissc, M. A. Loch und Geheimrat Dr. Stern folgende Entschließung eingebracht: Die Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde hat mit tiefem Schmerze von den Vorgängen Kenntnis genommen, die sich am letztvergangenen Versöhnungstage an der Westmauer des Tempels in Jerusalem abgespielt haben. Die Repräscntantenvcrsammlungt gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß der von allen Juden des Erdenrundes erhobene religiös und historisch außer jedem Zweifel stehende Anspruch auf ungehinderten Zugang wie auf unversehrte Erhaltung der Westmauer, des letzten Ueberrestes des einstigen jüdischen Zentralheiligtums, von den gerecht Denkenden aller Konfessionen anerkannt wird. Die Repräscntantenversammlung erwartet, daß die englische Regierung in Erfüllung der mit dem Mandat übernommenen Vcrpflichtung nicht zögern wird, die Rechte der Juden auf die Tempelmauer für jetzt und später gegenüber jedem Eingriffe sicherzusteücn. Preußischer Verbandstag am 3. Februar 1929 (Tagung ä es Großen Rates des Landesverbandes.) (Amtlich.) Ara 4. November d. J, trat der Große Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden unter dem Vötsitz seines Präsidenten, Kammergerichtsrat Wolff, Zu einer , bitzung zusammen. Es Wurde zuhächst beschlossen, den Verbandstag auf den 3. Februar 1920 einzuberufen. Sodann behandelte der Rat den von den Vertretern der Landesverbände und des Deutsch-Israelitischen Gemeinde- Bundes am 3. Juni d. J. in Köln angenommenen Entwurf der Verfassung eines Reichs verbandes der deutsehen Juden. Nach längerer Aussprache wurde der Vcrfassungsentwurf mit 25 gegen 6 Stimmen unverändert angenommen. Als weiteren Punkt der Tagesordnung erörterte man die Frage einer Sammel-Anleihc. Gemeinden, die eine Anleihe dringend benötigen, und deren Belastung es gerechtfertigt erscheinen läßt, soll in beschränktem Maße der Zinsendienst erleichtert werden. Einen breiten Raum in den Beratungen nahm wiederum die zukünftige Lehrerbildung ein. Ein Ausschuß wurde mit der nochmaligen Prüfung dieser schwierigen Frage beauftragt. Der Dringlichkcit wegen tagte er bereits am 5. November. Zum Schluß genehmigte der Rat die Bewilligungen, die der Wohlfahrtsausschuß in seiner letzten Sitzung ausgesprochen hatte. Berliner Zionistfsche Vereinigung Allgemeine Wahlen Wir die Vertreterversammlung der B. Z. V. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung hat beschlossen, die Neuwahl der Vertreterversammlung auszuschreiben. Die Wahlen finden in der Zeit vom 28. November bis 5. Dezember statt. Wahlberechtigt und wählbar sind alle männlichen und weiblichen Mitglieder der B. Z. V., die mindestens 18 Jahre alt sind, soweit die Rechte der Mitgliedschaft nicht nach § 7 des Statuts ruhen. Es sind 35 Vertreter zu wählen. Die Wahlen erfolgen geheim nach dem Proportionalsvstem und dem Prinzip der gebundenen Listen. Die Wahlvorschläge sind spätestens am 19. November, mittags 1 Uhr, im Rüro der B. Z. V., Meinekestr. 10, einzureichen. Der Wahlvorsdhlag muß mindestens von 30 Wählern eigenhändig (mit Ruf- und Familiennamen) unterzeichnet sein, von denen einer ais für weitere Verhandlungen bevollmächtigter Vertreter zu bezeichnen ist. Kein Wähler darf mehr als einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Von jedem Vorgeschlagenen muß die schrittliehe Zustimmung zur Aufnahme in den Wahlvorschlag und ein schriftliches Versprechen der pflichtmäßigen Ausübung des Amtes beigefügt werden. Bewerber dürfen auf mehr als einem Wahlvorschlag kandidieren, jedoch nur auf einem an erster Stelle. Die Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. Ein Wahl- Vorschlag darf auch mehr oder weniger Bewerber enthalten als Delegierte zu wählen sind. Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden werden. Die Verbindung muß von den Vertretern der betreffenden Wahlvorschläge ebenfalls spätestens am 19. November, mittags 1 Uhr, dem Büro der B. Z. V. gegenüber übereinstimmend schriftlich erklärt werden. Die Wälilerkartothek liegt ab 21. November in den Geschäftsstunden im Büro der B. Z. V. aus. Wir fordern hierdurch zur Einreichung von Wahlvorschlagen auf. Der H a u p t v o r s t a n d der Berliner Zionistischen Vereinigung, gez. Dr. Apfel. Für die hebr&ische Wlnterarbelt! DAVID JOSEF BOBSSTEIX EIIFliHBUie IN DAS METHODISCHE TEXTE TOD ERLÄUTERUNGEN Bornsteins ״Einführung“ ist keine Grammatik und auch kein Konrersationsbuclu Durch didaktisch angeordnete Texte, denen die nötigen sprachlichen und grammatischen Erlfinterungen jeweils beigegehen sind, dringt der Benutzer in das Gesamtgebiet des Ilebrfiischen ein. Die wohlüberlegte Systematik des Buches gewährleistet wesentliche und bemerkbare Fortschritte von Lektion zu Lektion. Wer die 46 Lektionen des Baches aufmerksam durcharbeitet, verschafft, sich eine ausgezeichnete und umfangreiche Grundlage des Hebrfiischen. BORNSTEINS ״EINFÜHRUNG« zeichnet sich sachlich vor den üblichen Lehrbüchern dadurch aus, daß sie eine sorgfältig gewählte, in Wortschatz und Phraseologie vollwertige hebräische Sprache lehrt. Broschiert RM. 7.50, in Ganzleinen RN. 9.— (znzltgl. RM. 0.50 für Porto u. Verpackung; Ausland RU. 0.70). Kur vom Verlag direkt gegen Voreinsendung des Betrages oder per Nachnahme za beziehen. VERLAG DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU Berlin W15, Meinekestr. 10 / Postscheck Berlin 17392 Wedgwood in Bukarest Colonel Josiah C. Wedgwood, Mitglied des britischen Unterhauses und früherer Arbeitsminister, ist am 1. November in Bukarest zur Teilnahme an der rumänischen Keren Hajcssod- Aktion eingetroffen und wurde mit großen Ehren empfangen. An allen Bahnhöfen von der rumänischen Grenze bis nach Buk.1rest erschienen Delegationen der jüdischen Gemeinden zur Begrüßung des Gastes, die jüdische Einwohnerschaft war ebenfalls versammelt und bereitete Wedgwood begeisterte Ovationen. Am Ffauptbahnhof von Bukarest hatten sich mehrere Hundert jüdische Persönlichkeiten unter der Führung des Präsidenten des zionistischen Obersten Rates Adolph B e r 11 a r d und der Präsidentin des rumänischen Verbandes der zionistischen Frauen (Wizo) zur Begrüßung Wedgwoods eingefunden. Bei Eintreffen des Zuges wurde dem Gast ein begeisterter Empfang bereitet. Der Minister des Innern Du ca gibt zu Ehren Colone! Wedgwoods ein Diner; eine große Anzahl jüdischer und christlicher prominenter Persönlichkeiten wurde von Prinzessin B i b e s c u zu einem Tee mit Colonei Wedgwood eingeladan. (Prinzessin iBiheseu, ist. eine begabte und erfblptefche französische Schriftstellerin.) Am Sonntag, dem 4. November, vormittags,. fand, aus Anlaß der 11. Wiederkehr des Tages der Verkündigung der Balfour-Deklaration eine Massenversammlu ng statt, in der Colonel Wedgwood die Festrede hielt. Colonel Wedgwood trifft am Sonntag, dem 11. November, in C z e r n o w i t z ein und wird am Hauptbahnhofe von samtliehen Zionistischen Organisationen und jüdischen Körperschäften empfangen und begrüßt werden. Wie die Keren Hajessod-Leitung mitleilt, hat der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herr Kurt Blumenfeld, seine Teilnahme an der 5. Keren Hajessod-Landeskonferenz definitiv ־׳!!gesagt• Eine Konferenz der Vereinigungen der moslemischen Jugend wurde für die nächste Zeit nach Jerusalem einberufen. Die Konferenz wird sich mit Plänen zur Verbesserung der Position der arabischen Arbeiterschaft befassen. Zionistische Grnppenverbände Linksrheinland and Reehtsrheinland/Westlalen. Am Sonntag, dem 11. November, findet in Düsseldorf, im großen Saal des Wilhelm-Marx- Hauses, Hindenburgwall, ein gemeinsamer Gruppenverbandstag der beiden Gruppenverbände statt. — Tages- Ordnung: Vormittags 101,4 Uhr: Eröffnung der Tagung; Referat Dr. Kanowitz: ״Wie werbe ich neue Zionisten?“; Aussprache; 1 Uhr: Schluß der Vormittagssitzung; 2—31:3 Uhr: Gesonderte Besprechungen der Gruppenverbände; 3> V—5 Uhr: Fortsetzung der Aussprache; Keren Kajeraeth, Referenten: Adolf P o 11 a k (Berlin) und Paul Kaufmann (Köln); Ausspräche; 7 Uhr: Schluß der Tagung. Briefkasten der Redaktion M- Sambursky, Danzig. Sie protestieren dagegen, daß deutsche Zionisten, sogar solche in Palästina, ihren Kindern neben dem hebräischen auch einen deutschen Namen geben. Sie haben gewiß recht, wenn Sie wünschen, daß jüdische Namen vorgezogen werden, doch ist es unmöglich, daß wir uns mit individuellen Fällen beschäftigen, bei denen gerechterweise erst die näheren Umstände untersucht werden müßten. Arthur Münz, Berlin. Eine Besprechung der von Ihnen erwähnten Schrift wird demnächst in der ״Jüdischen Rundschau“ erfolgen. Ortsgruppen Breslau. P i <3 Bn-slauor Zionistisc 11 e V trei ״ i - g 11 11 fr veranstaltet am ׳•ז ,.זז, und 13. November im Sani der I.• .*-im;- löge einen Vortragszyklus 1״' rbcrblick überneuhebräisc h e Literatur". Herr Pr. Max Mayer (Berlin), der Leiter des Kulturdezomals der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, wird an den drei Abenden folgende Themen behandeln: 1. Abend: Erzählende Lileralur: Mandeln Mochcr Sforim. — 3. Abend: Pul'Iizistik : Achad Haam. 3. Abend: Hebräische Poesie: 0h. N. Bialik. Jeder .!״de, der sieh mit den kulturellen Strömungen der jüdischeu Gegenwart xertraut zu machen bestrebt ist, sollte an den Vorträgen teilnehmun. Die Teiluahmegebühr beträgt für allo drei Vorträge ב Mark, für den einzelnen Vortrag 1 Mark. Karten sind im Palästinabüro, Karlstraßc 15, zu haben. Frankfurt a. M. Anläßlich der Anwesenheit von Col. Wedgwood in Frankfurt a. M. veranstaltete die Ortsgruppe Frankfurt a. M. der Union der Zionisten-Revisionisten am Sonnabend, dem 27. Oktober, einen Tee im Hause des Herrn Alfred Berger. Nach einleitenden Worten durch den Haus- Herrn begrüßte Dr. Paul Arnsberg Col. Wedgwood im Auftrage der revisionistischen Organisation. Col. Wedgwood gab in kurzen Zügen die Grundgedanken seiner politischen Forderung der Umwandlung Palästinas itt ein siebentes Dominium. Er wies im besonderen darauf hin, daß eine aktivistische Außenpolitik wahrscheinlich bei der englischen Regierung Erfolge haben könnte. Im englischen Unterhaus wäre man fast allgemein der Meinung, daß die Juden zufrieden seien. In der Diskussion wurde besonders auf die Notwendigkeit der Bodenreform hingewiesen, die als zentrale Voraussetzung zur Erlangung der jüdischen Majorität anzuselien ist. Wedgwood glaubt, daß diese Bodenreform durch ein geeignetes Steuersystem zur Durchführung zu bringen sei, indem man durch hohe Steuern die Großgrundbesitzer zum Verkauf ihrer unbebauten Latifundien zwingen könnte. Zusammenfassend wurde als Wunsch der Anwesenden festgestellt, daß ais wichtigste Verwaltungsmaßnalime die Bodenreform durchzuführen sei. Man würde der Forderung Col. Wedgwoods zu dem Problem des siebenten Dominiums sympathisch gegenüberstehen, allerdings würde diese Frage erst nach Erlangung der jüdischen Majorität aktuell werden. Die Veranstaltung schloß mit der Versicherung׳ Wedgwoods, von dem Geiste und der Art dieser Veranstaltung auf das angenehmste überrascht worden zu sein. Gustav Levisohn. Frankfurt a. M. Die Leitung der Frankfurter Zionistischen Vereinigung ist neu einem Direktorium übertragen worden, dem die Herren Dr. Paul Arnsberg Dr. Fritz Mill- 11er, Dr. Arthur R o s e n b I a 11 als gleichberechtigte Vorsitzende angehören. — Der Vorstand hat folgenden Beschluß gefaßt: ״Der Vorstand der Frankfurter Zionistischen Vereinigung ist der Ansicht, daß die Haltung der ״Jüdischen Rundschau“ in der Frage der Errichtung eines palästinensisehen Parlaments mit den augenblicklichen Interessen der zionistischen Politik nicht vereinbar ist.“ Hannover. Die Zionistische Ortsgruppe eröffnet« am 18.0ktober ihre VVintcrarbeit mit einem Vortrag des Herrn Moses Waldmann , Berlin, über das Thema: ״Zehn Jahre Nachkriegsjudentum". Die Anwesenden folgten mit starkem Interesse den Ausführungen des Referenten mit welchen er bewies, daß nur in Palästina eine Lösung der Judenfrage möglich sei. Im Anschluß an den Vortrag entwickelte sich eine angeregte Diskussion, in der Herr Rabbiner Dt. Schorsch das Wort ergriff, um den Betrachtungen des Redners gegenüber seinen religiösen Standpunkt rum Ausdruck zu bringen, wobei er allerdings betonte, daß auch er die Schaffung eines jüdischkulturellen Zentrums in Palästina begrüßen würde. Bis tief in die Nacht hinein dauerte diese Diskussion, die den etwas kleiner gewordenen Kreis von Zuhörern stark fesselte, Kiel. Vor den Kindern der Israelitischen Religionsschule Kid hielt am!. und 3. November Frau Weinberg aus Naltalal, E.-l. (z. Z. Kiel), zwei vorzügliche Vorträge über Palästina, Land und Leute und die heutige jüdische Kolonisation. Die Rednerin sprach mit Wärme und Begeisterung und wußte biblische Stätten und Erinnerungen neu aufleben zu lassen, sie verstand es glänzend mit beredten Worten, die selbständige Arbeit der Juden in allen Zweigen der Lebensbetätigung vorzuführen. Der Eindruck der Vorträge wurde durch zahlreiche Lichtbilder erhöht, die z. T. auf eigene Photographien der Rednerin zurückgingen. Diese schönen Stunden, in denen die große Hörerschar der Rednerin mit Aufmerksamkeit und Freude folgte, werden lange in aller Erinnerung und Dankbarkeit foraeben. Die Anregung zu dieser Veranstaltung ging von dem Leiter der Schule, Rabbiner Dr. Postier, au», der auch von dem Städtischen Schul- -isitseun! Iewwels4 einlt» Ltehtbildefapparat beschafft hatte, s Magdeburg. Nach erfolgter Neuwahl des Vorstandes hat die Ortsgruppe ihre Winterarbeit aufgenommen. Wir wollen in diesem Winter versuchen, rege propagandistische Arbeit nach außen und intensive zionistische Erziehungsarbeit an den Mitgliedern der Ortsgruppe zu leisten. Große öffentliche Versammlungen sollen dem ersten, regelmäßig allo zwei Wochen abzuhaltcndo Ortsgruppen- Abende mit Referaten aus dem Kreise unserer eigenen Mitglieder dem zweiten Zweck dienen. — In glänzend besuchter Versammlung, bei der vor allem die . rege Anteilnahme auch nichtzionistischer Jugend erfreulich war, sprach Dr. Soloweitschik über ״Diaspora als historisches Problem", während im engeren Kreise Herr Waller He, in Oman n über das ״Wesen des Juden“ sprach. Beide Abende bildeten einen guten Auftakt für die Winterarbeit. Vermischtes Rezitationsabend Manfred Gels. Manfred Gois rezitiert am Mittwoch, dem 14• November, in der Jüdischen Tovnbeehalle aus W erken von Ernst Toller. R. J. F. Am Sonnabend, dom io. November 1928, veranstaltet der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (Ortsgruppe Berlin) einen Gesellschaftsbau in den Gosamträumcn bei Kroll, zur Förderung seiner Ziele. Prominente Vertreter aus Kunst und Wissenschaft, aus Bülmo und Film werden an diesen! Abend als Gäste erscheinen. Der Ball verspricht ein gesellschaftliches Ereignis in Groß-Berlin zu werden. Der Verband jüdischer Studentenvereine ln Deutschland C. V. veranstaltet am Sonntag, dem 18. November 1938, in den Gosamtfesträumcn des H o t e 15 ״Der Kajs erliof" zugunsten notleidender Kommilitonen seinen traditionellen Ball. — Kabarett unter Mitwirkung prominenter Berliner Künstler. — Orchester D a - jos Böla. — Reichhaltige Tombola. — Kartonvorverkauf bei Bote & Bock, Wcrthoim und im Büro dos Verbandes jüdischer Studentenvereine, Berlin N 34, Artillcriestr. 6, Tel.: Norden 11789. Die Gesellschaft zur Förderung des Judentums, E. V., teilt mit: Infolge des frühzeitigen Todes des Verfassers ist Georg Caroä Lebenswerk ״Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und in der Neuzeit“ unvollendet geblieben. Seine handschriftlich!unterlassenen umfangreichen Materialien sollen nunmehr in einem weiteren Bande zugänglich gemacht werden. Es darf bei dieser Gelegenheit darauf hingowiesen werden, daß der im Jahro 1930 erschienene zweite Band unter den N'achwchen des Weltkrieges nicht genügend beachtet und bekannt geworden ist. Er ist durch den Verlag J. Kauffmnnn, Frankfurt a. M., Schtllers.tr. 19, zu besiehe״. Kinderorchester. Leitung Alice Jacob-Loewcnsort. (Als Vorbereilung und Ergänzung zu jedem Instrumental - Unterricht.; Gruppe I: Für Kinder von 10—15 Jahren : Donnerstag, 1/45 bis י jf> l hr: Gruppe II: Für Kinder von 6—9 Jahren; Donnerstag, 1,4C bis 147 U h r. Verkennt nisse sind nicht erforderlich. Honorar monatlich 5 NI. pränumerando inklusive Ferien. Anmeldungen an Frau Alice J a c ob-Locwnn* o n , Schoneberg. Meraner 8tr. 7. früher n, Telephon: Stephan 909. Weißenfels. Am 20. Oktober fand liier die Weihe eines neuen Sofer Thora statt. Die Ehrenmitglieder Josko und Schloß hatten aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeit einen Teil der Mittel dazu gestiftet, den Rest Herr Carl Roitcr, Anläßlich der Barmizxvoli seines Sohnes fand dann die feierliche Einweihung statt. Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose. Die Einlösiingsfrist für die Gewinnlose der VVcrllottcrie z 11!׳ B e k ii nt p i u n g der Tuberkulose unter den Juden. Frankfurt a. M., Holzgraben 3, II, ist bis zum 1a. Januar 1999 verlängert worden.