Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 85 (26.10.1928)
- Date
- 1928-10-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekcstraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,—־ Goldmark, ▼ierteljijirlieh 5,75 Goldmark• An1l«nd1tbonnem*nU wtrdra in dar Wthnng dar dmmbira Lind.r barackaat Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau G. m.b. H,. Berlin W15, Meinekeitr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70, Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 fär Oaalarrtirh: ro.tanarkaaaaaaiat Wien, Koala Nr, 156030 l.är Taehachotlowaltti ׳, Paitaparkaaaanamt Prag, Koala Kr. 59410, Für Polen: PaaOparkaaaaaant Waraehaa, Konto Nr. 19070a Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 85 | Berlin, 26. X. 1928 AjM*i!*vpr*it15£«*p11n.NonpftrtlUezeüe0,50 ü.-.M,Midi«ageMdb«G,25 ti.-H- Af1d|«ueU1li Di •a 11 s g and Freitag 01ehmitt«g• 4 Uh f- י״ב מרחשת׳ תרס״ט | xxxm. jahrg. Der Zionismus erstrebt für das Jüdisch• Volk die Schaffung einer dffantllch rechtlich gesicherten NalmstStta In PalKstlna. ״Baseler Programm.'• DK IWHa in übt NaDmuwr Proteste in der ganzen Welt Wir haben bereits von den Aktionen der Zionistischen Exekutive in Palästina und in London in Angelegenheit der provozierenden Vorfälle während der Andacht am Jom Kippur vor der Klagemauer berichtet. Den Protesten des Jischuw in Palästina und der Zionistischen Organisation in def ganzen Welt gesellten sich Aktionen in den verschiedensten Lagern der Judenheit der ganzen Welt. Die neuerliche Provokation durch die Verbauung der Tempelmauer seitens der Araber hat die Erregung der jüdischen Oeffentlichkeit in der ganzen Welt noch gesteigert Nachstehend veröffentliehen wir einen Bericht unseres palästinensischen Korrespondenten, sowie Meldungen über Protestkundgebungen verschiedener Organisationen, aus denen hervorgeht, wie einmütig, zugleich aber wie durchaus maßvoll die Juden in Palästina und iti der ganzen Welt für diese gerechte jüdische Sache eintreten, in der die Ehre der gesamten Weltjudenheit engagiert ist. > A.G., Tel-Awiw, 17. Oktober. Nachdem sich unter den Juden Jerusalems die erste große Erregung über die Vorfälle an der Westmauer etwas gelegt hatte, wurde sie durch ein neues Ereignis frisch entfacht. Auf der Mauer wurden einige Steinreihen aufgerichtet, die anscheinend dazu bestimmt sind, ein Gebäude zu tragen. Sofort als dies bekannt wurde, haben sich der W a a d Leumi und die Exekutive bei der Regierung darum bemüht, einen Befehl zu erwirken, der die Arbeit sistiert. Die Regierung erklärte, daß eine Unterbrechung des Baus nicht auf administrativem, sondern nur auf gerichtlichem Wege, durch einen Prozeß möglich sei. Sie ist damit beschäftigt, die Angelegenheit zu untersuchen und wird in den nächsten Tagen die Exekutive und den Waad Leumi benachrichtigen. Bis heute ist eine Antwort noch nicht erfolgt, die Arbeit an der Mauer ruht dagegen seit zwei Tagen. Die Juden betrachten diesen Bauversuch als eine krasse Verletzung des ״Status Quo“, die Stimmung ijst auJ«t-a.r4־eutlLtth etregfe Ö@"*Waad"LÖali ffäi vor zwei Tagen in Tel-Awiw eine geschlossene Sitzung abgehatten, in der er sich mit der durch die Vorfälle an der Mauer geschaffenen Situation beschäftigte. Die Sitzung hat keine Beschlüsse gefaßt, sondern sich damit begnügt, oie Meinung der Mitglieder des Waad Leumi und den Bericht der Zionistisehen Exekutive zu hören. Diesen gab Colonel Kisch, der über die einzelnen Aktionen der Exekutive von Jom Kippur bis heute referierte und den weiteren Aktionsplan der Exekutive darstellte. Die Sitzung wird am Sonntag (21. Oktober) in Jerusalem fortgesetzt. Man erwartete die Sitzung mit um so größerem Interesse, als Jabotinski, der vor zwei Wochen ins Land gekommen war, zum ersten Male als Mitglied des Waad Leumi auftrat. Seine Rede brachte jedoch nichts Neues; zur gegenwärtigen Situation enthielt sich Jabotinski jeden Vorschlags. Die Stimmung im Lande ist zur Zeit recht nervös. Die Juden sind durch die Zwischenfälle an der Mauer in große Erregung versetzt In einzelnen arabischen Blättern versucht man den Anschein zu erwecken, als oh die Juden sich zu einem Angriff auf die Mauer und damit auf den Tempelplatz vorbereiteten. Es ist daher von Wichtigkeit, daß unter anderem im Waad Leumi auch der Vorschlag diskutiert wurde, mit einer Aufklärungsarbeit unter den Arabern zu beginnen, um der moslemischen Welt, die heute durch einige arabische Zeitungen irregeführt wird, die richtige Vorstellung der jüdischen Bestrebungen zu geben. Im einzelnen wird der Waad Leumi seine Stellungnahme in der kommenden Sitzung in Be- Schlüssen zum Ausdruck bringen. Die Verbauung der Klagemauer Jerusalem, 21. Oktober. (J.T.A.) Die in den letzten Tagen von den Moslems oberhalb und au der linken Seite der westlichen Tempelmauer begonnenen Bauarbeiten sind zum A b - Schluß gelangt. Auf dem obersten Teil der Klagemauer ist ein kleines Gebäude errichtet worden, in welchem eine Kammer von zwei Meter Höhe und fünf Meter Länge vorhanden ist. Der Vorsitzende der Zionistischen Exekutive Palästinas, Oberst F. H. Kisch, hat im Namen der Zionistischen Exekutive nicht nur bei dem stellvertretenden Oberkommissar H. C. Luke, sondern auch auf telegraphischem Wege bei dem britischen Kolonialamt in London gegen den Streich der Moslems protestiert. * Jerusalem, 21. Oktober. (J.T.A.) Wie die J.T.A. erfährt, herrscht in den Kreisen der Palästina-Regierung die Ansicht vor, daß die Moslems auf Grund von Artikel 13 des Palästina-Mandates das Recht haben, an der Klagemauer Bauarbeiten vorzunehmen, ohne daß die Regierung"befugt wäre, sich einzumischen. Artikel 13 des Palästina-Mandates stellt nämlieh fest, daß die Mandatarmacht die ganze Verantwortung gegenüber dem Völkerbund in den Fragen der heiligen Stätten habe in dem Sinne, daß die bestehenden Rechte gewahrt und daß der freie Zutritt zu den heiligen Stätten, sowie die freie Ausübung der Andacht an denselben gesichert werden. Die Mandatarmacht hat jedoch nicht die Ermächtigung, sich in An- Gelegenheiten der Errichtung und der Leitung rein moslemischer Heiligtümer, denen die Unantastbarkeit garantiert ist, einzumischen. Ein Minarett auf der Klagemauer? Jerusalem, 23. Oktober. (J.T.A.) Hier will man wissen, daß das kleine Gebäude, welches die Moslems in den letzten Tagen auf der Klagemauer errichtet haben, als Basis für ein kleines Minarett dienen soll. Ferner heißt es, die Moslems beabsichtigen, den Zugang zur Klagemauer durch ein Eisengitter und Tor zu versperren und den Juden nur zu gewissen Stunden den Zutritt mir Mauer zwecks Andacht zu gestatten. Eine neue Gewattverordnung Jerusalem, 21. Oktober. (J.T.A.) Der Distriktskommissar von Jerusalem hat Order gegeben, daß die sechs an der Klagemauer befestigten Lampen, die an den Freitag- Abenden und an den Vorabenden der hohen jüdischen Feiertage den betenden Juden Licht spenden, entfernt werden sollen. Als es aber wegen dieses Befehls zu scharfen Protesten seitens der jüdischen Bevölkerung gekommen war, hat die Regierung den Befehl zur Entfernung der sechs Lampen zurückgezogen. Ein Fati• und Trauering Jerusalem, 22. Oktober. (J.T.A.) Der für den 22. Oktober vom Oberrabbiner Kuk aus Anlaß der Ereignisse an der westlichen Tempelmauer proklamierte Fasttag wurde von der Judenheit Palästinas eingehalten. Viele tausende Juden, auch Frauen und Kinder, fasteten. In den Synagogen und an der Klagemauer wurden Trauerpsalme gelesen. Tn seiner Proklamation appellierte Oberrabbiner Kuk an die Juden in der ganzen Welt, sowie an alle zivilisierten Nationen, laut ihre Stimme gegen die an der Klagemauer vorekommenen Freveltaten zu erheben. Er forderte Großritannien und den Völkerbund auf, das an den Juden geübte schwere Unrecht wieder gutzumachen. Ein Protest des Board of Deputies London, 22. Oktober. (J, T. A.) Der Board of Deputies hat in einer soeben abgehaltenen Sitzung eine vom Präsidenten O. E. d'Avigdor Goldsmid vorgelegte Resolution einstimmig angenommen, in der das tiefste Bedauern der englischen Judenheit wegen des Einschreitens der britischen Polizei gegen die jüdischen Andächtigen an der Tempelmauer in Jerusalem am Versöhnungstage ausgesprochen und die britische Regierung ersucht wird, dafür zu sorgen, daß sich solche Zwischenfälle nicht wiederholen. ..,,.. In sein*!! יי1ו%י#’#־ u. a. aus: Ich habe jjas GeflM, da» wr, als die Repräsentanz der englischen Judenheit, die Pflicht naben, der Regierung Seiner Majestät darzutun, daß die Ereignisse an der Klagemauer in der Judenheit der ganzen Welt schmerzlichste Gefühle ausgelöst haben, wir zögern nicht, an den Ffandlungen fremder Regierungen Kritik zu üben und sind in einem Falle, wo die britische Regierung für beklagenswerte Vorfälle verantwortlich ist, um so eher zum Reden verflichtet. Wir fordern höchsten Standard in der r iti sehen Administration Palästinas. Die Regierung ist gemäß dem Mandat für die Vorfälle verantwortlieh. Wir hoffen bestimmt, daß die Regierung öffentlich mitteilen wird, was sie getan hat, um eine Wiederholung der Ereignisse unmöglich zu machen. Die Entsendung einer speziel len Abordnung an den Premierminister wird erwogen. Profest der Alllance Israelite Paris, 21. Oktober. (J.T.A.) Die Alliance Israelite Universelle hat an das britische Oberkommissariat für Palästina das folgende Schreiben gerichtet: Herr Oberkommissar! Die Alliance Israelite Universelle als die Interpretin der Gefühle der israelitischen Welt hat die Ehre, die Aufmerksamkeit Eurer Exzellenz auf die tiefgehende Erregung zu lenken, die sich unserer Glaubensgenossen in allen Ländern bemächtigt hat im Hinblick auf die Zwischenfälle, die sicli am Versöhnungstage an der Klagemauer zu Jerusalem ereignet haben. Das gesamte Judentum empfindet tiefen Schmerz über die Verletzung der freien Ausübung der religiösen Pflichten der Israeliten an dem heiligsten Tage im Jahre und an der heiligsten Stätte des Judentums. Wir wollen, Herr Oberkommissar, hoffen, daß Maßnahmen ergriffen werden, daß in Zukunft die Achtung vor den jüdischen Andächtigen an der Klagemauer gesichert bleibt. Ebenso wie in London, Warschau, Wien und in anderen großen jüdischen Zentren Europas wird am kommenden Donnerstag auch in Paris eine große Protestversammlung wegen der Vorfälle an der Klagemauer abgehalten werden. Das Zentralkomitee der Weltunion der jüdischen Jugend hat ein Protesttelegramm an den Völkerbund gerichtet. Der Protest des Grofirabbiner* von Frankreich Paris, 21. Oktober. (J.T.A.) Der Großrabbiner von Frankreich, Israel Levi, hat an den britischen Oberkommissar von Palästina das folgende Schreiben gerichtet: Der ernste Zwischenfall, der siel» am Versöhnungstage an der Klagemauer zugetragen hat, hat im Judentum der ganzen Welt tiefste Erregung hervorgerufen. Wie die Palästina-Regierung selbst mitteilt, sind mehrere Polizeibeamte unter der Führung eines Offiziers in die Reihen der vor der Klagemauer betenden Menge eingebrochen und haben den Gottesdienst ohne Rücksicht aut die Heiligkeit des Tages und des Ortes gestört. Eine solche Handlung, schon an sich verdammenswert, ist in der heiligen Stadt, wo die religiösen Gefühle der Israeliten ebenso wie die der Christen und der Moslems zu achten sind, kaum noch vorstellbar. Das Verhalten der Behörde sticht so sehr von den Traditionen der britischen Regierung ab, daß größtes Erstaunen gerechtfertigt ist Unter unseren Glaubensgenossen herrscht schmerzlichste Entrüstung. Ich mache mich zum Interpreten dieser Gefühle, wenn ich der Hoffnung Ausdruck gebe, daß alle Vorkehrungen getroffen werden, damit sich solche Taten nicht wiederholen, und die Israeliten in Zukunft an der Klagemauer beten können, ohne für ihre Würde und ihre Sicherheit fürchten zu müssen. (Weitere Berichte im Innern des Blattes.) New York und Warschau An zwei Punkten der Galuth ist das jüdische Volk zahlenmäßig am stärksten zusammengeballt, in New York und in Warschau. Diese zwei Städte beherbergen die größten jüdischen Gemeinden der Erde. Schon diese Tat- Sache allein würde genügen, um diese jüdischen Konzentrationspunkte für die gesamte Judenheit der Welt wichtig erscheinen zu lassen. Aber die Bedeutung dieser zwei Städte für das Judentum geht über das Zahlenmäßige weit hinaus. In New York lebt derjenige Teil der Galuthjudenheit, dem es gegenwärtig politisch und materiell am besten geht, ln Warschau wohnt eine jüdische Masse, die jüdische Lebensformen mit einer Selbstverständlichkeit bewahrt hat, wie sie sonst wohl kaum in der ganzen Welt zu finden ist. Beide Orte sind Hauptstädte von Landern mit der größten jüdischen Bevölkerung. In den Vereinigten Staaten und in Polen leben 7 Millionen Juden, fast die Hälfte des gesamten jüdischen Volkes. New York und Warschau sind also die wichtigsten Knotenpunkte im Leben und Weben der zeitgenössischen Galuthjudenhcit. Es ist darum selbstverständlich, wenn Ereignisse, die sich in diesen Städten abspielen, ihren Widerhall in der ganzen jüdischen Welt finden. Vor einigen Tagen fand in New York die Konferenz der nichtzionistischen Palästinafreunde statt, die zu dem Berichte der Palestine Survey Commission und zu den Berliner Beschlüssen des zionistisehen Aktions-Comites Stellung nahmen. Wir haben in einer ausführlichen Depesche die wesentlichsten Ergehnisse jener Konferenz niitgeteilt. Aus den inzwischen eingelangten weiteren Nachrichten geht hervor, daß der Geist der Konferenz sehr gut war. Es herrschte auch dort eine starke Pro Palästina-Stimmung. 10 Jahre Balfour- Deklaration, das bisher geschaffene Aufbauwerk in Palästina sowie die unermüdlichen Bemühungen der Zionistischen Exekutive mit Prof. Weiznvann an der; וו> die:. tte»;1Gtelfii: vor, '&8n >מיו fernstehenden jüdischen Kreisen Amerikas gebrochen. Auf der Konferenz in New׳ York haben viele Redner in begeisterten Worten dieser Sinneswandlung Ausdruck gegeben. Die Teilnehmer waren sich darüber klar, daß es bei leeren Sympathie-Erklärungen sein Bewenden nicht haben könne. Einige Redner erklärten wörtlich, daß es seitens der Nichtzionisten, die an der Jewish Agency partizipieren werden, eine Vermessenheit wäre, Rechte bei der Mitbestimmung über den Aufbau in Palästina zu fordern, ohne sich Steuern aufzuerlegen. Die Haltung der Konferenz zu den Berliner Resolutionen war durchaus korrekt. Die Resolutionen wurden diskutiert und sowohl die Reden der Teilnehmer wie auch die Beschlüsse der Marshall-Konferenz stellen in Aussicht, daß der Bericht der Survey Commission mit den Wünschen der Zionistischen Organisation in Einklang gebracht v׳erden wird. Daß die Konferenz, die nur einen Abend und einen Tag zur Verfügung hatte, nicht selbst in die Behandlung dieser schwierigen Probleme eintrat, ist um so mehr verständlich, als ein Ausgleich nur in ruhiger Beratung und in einem! kleinen Kreise erfolgreich gesucht und gefunden werden kann. Die eigentliehe Stellungnahme der Marshall-Gruppe zu den Berliner Resolutionen steht also noch aus. Doch ist das auf der Konferenz gewählte Siebenerkomitee mit allen Vollmachten ausgestattet, und die Verhandlungen zum Zwecke des Ausgleiches der Differenzen haben bereits im Laufe der Woche begonnen. Die Konstituierung der erweiterten jewish Agency selbst ist noch nicht präjudiziert worden. Auf der Konferenz ist die amerikanische Agcncy-Gruppe noch nicht zustandegekommen. Die Bildüng der amerikanischen Gruppe ist vielmehr davon abhängig, daß in den sachlichen Fragen ein Einvernehmen erzielt wird. Kommt man zu einer Verständigung, so ist das Siebenerkomitee, das seine Vollmachten von einer repräsentativen, von 400 Delegierten besuchten Kon« ferenz ableitet, ermächtigt, die amerikanischen nichtzionistischen Mitglieder für den Council zu ernennen. Ueber diese noch zu erledigenden Punkte hinaus ist festzustellen, daß der Geist der Konferenz sehr positiv war. Auf den guten Willen kommt es in erster Linie an, denn wo der herrscht, wird immer ein Ausweg und ein Ausgleich gefunden. Dieser gute Wi Ue war auf der Marshall-Konferenz manifest und berechtigt zur Hoffnung, daß man in absehbarer Zeit in breiter Front, unterstützt von den Palästinafreunden ohne Unterschied der einzelnen Parteien im Judentum, mit' neuer Kraft und neuen Hoffnungen das Werk des Aufbaus in Palästina vorwärts und aufwärts wird führen können. Diese Haltung der Nichtzionisten legt den Zionisten neue Verpflichtungen auf. Die amerikanische Judenheit, soweit sie an Palästina Interesse hat, hat gesprochen. Das Echo dieses Rufes muß aus der ganzen jüdischen Welt zurückschallen. Besonders aber aus Osteuropa, wo noch immer die national wertvollsten Teile der Galuthjudenheit