Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 83 (19.10.1928)
- Date
- 1928-10-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Kurt Blumenfeld 2× ep/1009257
- Elisabeth Rotten 1× ep/1033328
- Ernst Simon 1× ep/1009494
- Jacob Lestschinsky 1× ep/1009233
- Julius Bab 1× ep/1011035
- Maimonides 1× ep/1002614
- Max Grünewald 1× ep/1012141
- Max Wiener 1× ep/1013532
- Oskar Baum 1× ep/1024770
- Richard Beer-Hofmann 1× ep/1006750
- Robert Weltsch 1× ep/1000026
- Vilnius 1× ep/1000947
- Wyk auf Föhr 1× ep/1046062
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( Nr. 83, 19. X 1928 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 583 Eingesandt Der Palestine Lloyd Q.m.b.H. schreibt uns: Am 15. Dezember d. J. findet in Kairo ein Kongreß für Tropen-Hygiene statt. Dieser Kongreß ist verbunden mit der Feier des 100 jährigen Bestehens der dortigen Universität und einer großen Ausstellung. Aus allen Ländern sind die Meldungen für die Teilnahme zu diesem Kongreß außerordentlich zahlreich eingelaufen. Für uns bietet sich hier eine Gelegenheit, im Zu• sammenhang mit einem interessanten wissenschaftlichen Kongreß, eine billige Palästinareise zu veranstalten. Die Teilnehmer des Kongresses erhalten nämlich sowohl auf den Schiftahrtslinien wie auf den Eisenbahnen usvv. besondere Ermäßigungen. Es ist zweifellos sehr reizvoll, nach einem kurzen Aufenthalt in Aegypten, nach der Teilnahme an dem Kongreß, der auch manche Fragen erörtern wird, die für die medizinischen und hygienischen Probleme Palästinas entscheidend sind, selbst zu einer kurzen Studienreise nach Palästina aufzubrechen. Es besteht die Absicht, die Reise zum Kongreß und nach Palästina gemeinsam vorzunehmen, um auf diese Weise durch geordnete Organisierung noch weitere Vorteile zu erhalten. Im Rahmen der gemeinsamen Reise soll jedoch jedem Einzelnen die Möglichkeit gegeben werden, seinen Interessen speziell nachzugehen. Die Vorbereitungen für diese gemeinsame Reise werden durch den Palestine Lloyd G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2, Joachimsthaler Straße 58, getroffen. Wir bitten alle diejenigen, die Interesse für die Teilnahme an dieser Reise haben, sich mit der genannten Adresse in Verbindung zu setzen. * Ein״ Gruppe junger Zionisten hat *ich zusamroengotan, uro »ich in gemeinsamer Arbeit ernsthaft mit den jüdischen und zionistischen Problemen zu beschäftigen, die nötigen Grundlagen für diese Beschfiftigung zu erarbeiten, und ferner für zionistische Tätigkeit (K.K.L. ujw.) geschlossen zur Verfügung tu stehen. Diese Gruppe will nicht nur eine vorübergehende Zweckgeroeinschaft sein, sondern sich zu einer Jugendorganisation ausbaucn. Pie befindet sich im GrQndungssladium und will gerne noch junge Menschen aufnehmen, die außerhalb der bestehenden Bünde Gelegenheit zu organisatorischem Zusammenarbeiten suchen, unter der Voraussetzung, daß sie gewillt sind, ernsthaft an den gestellten Aufgaben mitzuwirken. Auskunft erteilt: Simon Helfer, Berlin 0 112, Sonntagstr. u. Ortsgruppen Berlin. Die Roseh Ilaschanah-Aktion ist beendet. Der Betrag von 9000 M., der sich voraussichtlich durch die noch ausstehenden Abrechnungen von Mitarbeitern auf mindestens 10 009 M. erhöhen wird, ist das erfreuliche Resultat der Kolloklivanslrengung einer großen Schar von Freunden des K. K. L. 335 Jugendliche aus allen Kreisen der zionistischen Jugend und too erwachsene Mitarbeiter haben durch eifrige Sammlung zu dem Erfolge beigetragen, der das Ergebnis der vorjährigen Aktion um 70 ס/י übertrifft. Die Großstadt Berlin stellt den K. K. L. vor ungewöhnlich ungünstige Bedingungen, sowohl was sine durchgreifende und dabei billige Propaganda als insbesondere die persönliche Erfassung tausender Spender, die auf dem weitausgedehnten Gebiete der Riesenstadt verstreut wohnen, betrifft. Durch besonders sorgfältige Vorbereitung von seiten des Büros und durch die Ausdauer und Arbeitsfreudigkeit der Mitarbeiter, von denen manche unverdrossen Ihre Besuche zwei-bis dreimal wiederholten, wurde die Rosch Ilaschanah-Aktion zu einem organisatorischen Erfolg, da die Gesamtkoslea dieser so komplizierten Aktion diesmal iknapp 13 0/0 betragen. Das Berliner Büro des K.K.L. dankt der zionistischen Jtigena Berlins für die treue Mitarbeit und hofft, daß ihre diesmalige Anstrengung den Anfang einer Entwicklung bedeutet, in deren Verlauf die zionistische Jugend dem K. K.Lden gebührenden Platz im jüdischen Leben Berlins erobern wird. S.Tschertok. Leipzig. Am 13. Oktober sprach Frau Zfmels, Tel-Awiw, im Kreise der Leipziger zionistischen Frauen und der Mitglieder des Kulturverbandes über Frauenarbeit in Palästina. Die sachlichen, auf persönliche Erfahrungen aufgebauten Ausführungen der Rednerin versetzten die Hörerinnen ganz in die palästinensische Wirklichkeit, zeigten, wieviel dort in den wenigen Jahren getan worden ist auf sozialem Gebiete — wieviel aber noch zu tun ist, getan werden müßte und von einer Schar eifriger Frauen nur zu gern getan werden wird — wenn die nötigen Mittel von der Diaspora zur Verfügung gestellt werden. . . Der jüdische Komponist Israel Gladstein, gegenwärtig Svnagogenchor-Leiter in Leipzig, hat neuerdings vom Kownoer hebräischen ״Studio“ den Auftrag erhalten, die Musik zu Molicres ״Scapins Schelmenstreiche'* zu schreiben. Vermischtes Freie Jüdische Volkshochschule. Beginn der Zyklen: Sonntag, den 21. Oktober, l/313—1 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, Julius Bab: Goethes Verhältnis zum Judentum. — Montag, den 22. Oktober, 8—9 Uhr, Synagoge Fasanenslraße, Rabb. Dr. Bergmann: Entstehung des Christentums. — Mittwoch, den 24. Oktober, 1/38 bis 9 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, Rabb. Dr. Emil Cohn: Jüdisches Theater. Histadruth Iwrith ln Berlin. (Ssimchath Torahfeie r.) Etwas verspätet feierte die Histadruth Iwrith am 9. Oktober ihr Ssimchath Torahfest. Es war ein äußerst gelungener Abend (abgesehen von dem wohl unvermeidbaren unpünktlichen Beginn); erfreulich vor allem der Anblick der zahlreich versammelten hebräischen Jugend. Der Leiter des Abends, Herr Nachum L e vv i n, verstand es, die Feier von vornherein stim- -mungsvoll zu gestalten und die Stimmung dauernd zu steigern. Deklamatorische und gesangliche Einzelvorträge sowie Chorgesänge der in stattlicher Schar erschienenen J. J. w. B.er folgten Schlag auf Schlag. Unter den Einzelvorträgen ist der Vortrag einer biblischen Szene ״Bath Jiftach“ durch Frau Brumm besonders zu erwähnen und ein amüsantes, von einem Palästinenser vorgetragenes Couplet, das die brannte Begebenheit von dem Juden aus Damaskus behandelt, der vor einiger Zeit in Tel- Awiw die Ankunft einer mit Gold beladenen Kamel-Karawane ankündigte und Glauben fand. — Der äußere Rahmen des Festes war von einigen jungen Damen mit anerkennenswerter Liebe und Geschmack vorbereitet. — Der Histadruth Iwrith, die durch Verschmelzung mit der Iwriah ein neues Gesicht bekommen hat, sollte der Erfolg des Abends ein Ansporn sein, ihr Häuflein öfter als bisher zu versammeln und zu einer aktiven Gruppe der B. Z. V. zu machen. S. H. Der Preußische Landesverband schreibt uns: Wie der Herr Reichsministor des Innern der Arbeitsgemeinschaft dar jüdischen Landesverbände des Deutschen Reiches mitteilt, ist für die Reichsbohörden die Anordnung getroffen worden, daß Anträgen von Beamten, Angestellten und Arbeitern, sie zur Befriedigung ihrer relidösen Bedürfnisse an den drei höchsten jüdischen Feiertagen (den beiden Tagen des Neujahrsfestes und dem Tag des Versöhnungsfestes) ganz vom Dienst zu befreien, stattzugeben ist, soweit die Dienst- Verhältnisse es irgend gestatten. Die Berliner Sektion des Jiddischen Wissenschaftlichen Instituts veranstaltet am Sonnabend, dem 20, Oktober, anläßlich des 20jährigen Jubiläums der Spraehkonferenz in Czernowitz einen Vortrag von Dr. M. W e i n re i c h aus Wilna (Leiter der Jidd. Wissensch. Instituts) über das Thema: ״Wie weit sind wir in der jiddischen Kultur?“ An der Debatte werden sich auch die Herren D. Bergeisohn, J. Lestschinsky, Dr. Singalowsky, D. Tscharny, E. Tscher i k o w e r u. a. beteißgen. Der Vortrag findet im ״S c h a I o m Al eiehern Klub" (Kleiststr, 9), um 9 Uhr abends statt. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B.Z.V. Dienstag, den 23. Oktober abends 8*4 Uhr H&pogl-HazaTr, in der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4. Arbeitszionismus und Jugend, eine Aussprache. Einleitend sprechen: Uchtenstein (Kadimah), Löwenstein (J. J. W. B.), Schnurmacher (K. J. V.). Gäste willkommen. Abends 8(4 Uhr Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina, in der Sezession, Tiergartenstr. 21a. Vorlesung Richard Beer-Hofmann aus seinem noch unveröffentlichten Drama ״Der junge David“. Karten zum Preise von M. 8,80, 6,60, 4,40 (Juki. Steuer) hei Bote & Bock, A. Wertheim und im Verband Jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, Bayreuthcr Str. 36, Mittwoch, den 24. Oktober abends 8*4 Uhr Berliner Zionist. Vereinigung, im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststr. 10. Oskar Baum: ״Das Geheimnis der jüdischen Energie“, ההסתדרות העברית בברמו אגודת "העב ויו." עורכת אספה פומבית ביום הרביעי .2-4 .24 בשמונה בערב בדיוק בבית הקהלת רוזנששר/X מר דב אשבל ירצה על הנושא: "עבודת הבנין בארבע השנים האחרונות ויחסנו אל הערבים". Donnerstag, den 25. Oktober abends 8*4 Uhr Gruppe Ost der B. Z. V., in den Räumen der Agudas Achim, Jostystr. 4. Moses Waldmann: ״Betrieb und Effekt iin jüdischen Leben“. *””"”""י’ Abends 9 Uhr Hechaluz-Ortsgruppe, Berlin. Vortrag Chawer M. Brachmann: ״Die Lage in unserer Bewegung“. Montag, den 29. Oktober abends 8*/t Uhr Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina, Kulturelle Kundgebung, Vorlesungssaal der Staatlichen Kunstbibliothek, Prinz-Albrecht-Str. 7, ״Kind und Jugend im neuen Judentum“. Redner: Dr. Elisabeth Rotten, Rabbiner Dr. Baeck, Dr. Alexander Goldstein, Colonel Wedgwood. Sonnabend, den 3. November abends 8*4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, 1m Plenarsaal des Reichswirtschaftsrat, Bellevuestr. 15. ״Jüdische Entwicklung und zionistische Aussichten“. Referent: Kurt Blumenfeld. Morgenfeier im Renaissance-Theater. Am Sonntag, dem 4. November, vormittags 1:14 Uhr findet im Renaissance-Theater eine Morgenfeier statt, deren Ertrag unter Führung der Jüdischen Altershilfe Groß-Berlin den in bitterster Not lebenden altgewordenen Künstlern und Gelehrten zugewendet werden soll. Ihre uneigennützige Mitwirkung haben zugesagt: Fräulein Grote Walter, Tochter des Herrn Generalmusikdirektor Professor Bruno 'Walter, Wolfgang Stresemann, Sohn des Herrn Reichs-' außenministers, der den Klavierpart eines eigenen Trios übernehmen wird, Diotz Weismann, Sohn des Staatssekretär Dr. Robert Weismann, und der Schauspieler am Staatsthoator Heinrich Schnitzler, der Sohn Arthur Schnitzlers. — Karten erhältlich im Renaissance-Theater, an der Theaterkasse vom Kaufhaus des Westens und im Büro der Jüdischen Altershilfe: W 62, Kleiststr. 31, Tel.: Barbarossa 5636, 343ן. NEU! NEU! SCHRIFTENREIHE DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU Soaben erscheint Heft 1: DIE JÜDISCHE IDEE UND IHRETRÄGER Beiträge zue Frage des ]UdIschen Liberallemu• und Nationalismus von Leo BAECK David BAUMQARDT Kurt BLUMENFELD Martin BUBEN lamar ELBOQEN Mas ELK Max GRÜNEWALD Max JOSEPH Maurlee L. PERLZWEIG Ernst SIMON Malwln WARSCHAUER Fells WELTSCH Robert WELTSCH Max WIENER Ignaz ZIEGLER B« Seit•" PREIS 60 PFENNIG Bei Sammelbezug Rabatt Zu beziehen durch jede gute Buchhandlung oder gegen Vorausbezahlung bzw. Nachnahme vom Verlag der Jüdischen Rundschau, Berlin WtB Als Heft 2 der Schriftenreihe let In Vorbereitung: DER JUDE IN DER EUROPÄISCHEN WELT DAS PROBLEM SEINER SENDUNG Van Kart GLASER VERLAG GER JÜDISCHEN RUNDSCHAU Berlin W15 Meinekestr. 10 / Postscheck Berlin 17392 DIE JÜDISCHE IDEE UND IHRE TRÄGER Beiträge zur Frage de» jMlsehan Liberalismus und Nationalismus k Schriftenreihe der JOdlechen Rundschau t Jüdischer Frauenbund E. V. Die Sprechstunde in der Reralungsstelle für Frauen um! Jugendliche in Ehe- und Erziehung»- Schwierigkeiten findet Mittwoch von jo bis u Uhr, Münchener Str. S7, statt. Kinderorchester. Leitung Alice Jacob-Loewemon. (Als Vorbereitung «nd Ergänzung zu jedem Instrumental-Unterricht.) Gruppe I: Für Kinder von 10—15 Jahren: Donnerstag, *45 bi* *46 Uhr; Gruppe II: Für Kinder von 6—9 Jahren: Donnerstag, A/46 bis 147 U h r. Vorkeimlnisse »ind nicht erforderlich. Honorar monatlich 5 M. pränumerando inklusive Ferien. Anmeldungen an Frau Alice Jacob-Loewemon, Schöneberg, Me rauer Str. 7, früher 11, Telephon: Stephan 903. Verein selbst. Handwerker jüd. Glaubens E. V., Berlin, Geschäftsstelle NO 18, Große Frankfurter Str. 80/81. Am Montag, dem 2a. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Gemeindehaus, Rosen- Straße 3/4 eine Mitgliederversammlung mit Vortrag statt. Herr I’redigor Dr. Karl Rosenthal spricht über das Thema ״Der Stolz de* Juden", Bei dieser Gelegenheit wird darauf hingewiesen, daß das in diesem Jahre herausgekonimenc Handbuch mit Mitgliederverzeichnis an Interessenten durch die oben benannte Geschäftsstelle kostenlos versandt wird. Der Verband jüdischer Studentenvereine in Deutschland e. V. voran*Lallet am Sonntag, dem »8, November 1938, in den Gcsaintfcsträumen des Hotels ״Der Kaiserhof" seinen traditionellen Bali. Prominente Berliner Künstler haben ihre Mitwirkung im Programm zugesagt. Dajos Bola spielt mit seiner berühmten Odeon-Kapolio. — Kartenverkauf Berlin N 54, Artilleriestraßo S (Tel. Norden 11789). Der Verein der Przemysler zu Berlin veranstaltet am Sonn■ abend, dom 37. Oktober d. J., abends 8 Uhr, in den Räumen des Logenliauses, Kleiststr. 10, sein Gründungsfest und ladet alle Landsleute sowie Freunde hierzu höfliehst ein. Einlaßkarten in Vorbeetcllung bei der Geschäftsstelle: S. Gottlieb, S!4, Inselstraßo 10, Amt F. 7, Jannow, 0363. Der Jüdische Frauenbund teilt mit: Nachdem da» Heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk auf Föhr jetzt über ein Jahr im Betrieb ist, und einer Reihe von Kindern und weiblichen Jugendliehen zur Kräftigung und Gesundheit verholfen hat, hat der Jüdische Frauenbund ein Nachbargrundstück mit Wohnhaus erworben. Dadurch hat sich der Grundbesitz in Wyk verdoppelt. Da» Wohnhaus kann zum April geräumt werden, es wird das Heim in die Lage setzen, eine größere Anzahl von Pfleglingen ats es bisher möglich war, aufzunehmen, vor allem aber mehr Isolierräuine bei etwa auftretenden Krankheitsfällen zu schaffen. Durch die Vergrößerung de» Heims kann man nicht nur Kinder vom 4• Jahr, sondern auch, wie es von ärztlicher Seile gewünscht wurde, vom 2. Jahns an aufnehmen. Das Heim, das den Charakter der Heilstätte hat, nimmt bekanntlich tb. gefährdete Kinder und weibliche Jugendliche aller Stände zu einem Tagespreis von 4 M. auf, ohne irgendwelche Nebenausgaben für die ärztliche Betreuung, Kurtaxe, Wäsche und dergleichen zu berechnen. Die Kurpcriodo dauert acht Wochen. Die Erfahrungen des vorigen Jahres geben Veranlassung, ganz besonders auf die sehr guten Heilerfolge im Herbst und Winter hinzuweisen. Anmeldungen hierfür sind baldigst zu richten an das Büro das Jüdischen Frauenbundes, Berlin N *4, Monbijouplatz 10. Danzig. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina hatte am 27. September seine Mitglieder und Freunde in den roten Saal des Schützenhauses zu einem Begrüßungstee zu Ehren der Gründerin der Danziger Ortsgruppe, Frau Miriam Zimels, Tel-Awiw, eingeladen. Frau Zimels berichtete in sehr interessanter Weise über die Arbeit der Frau in Erez-Israel und im besonderen über die verschiedenen Organisationen: Moazath liapoalath, Hadassab, Wizo, Histadruth Naschim. Alle diese Vereine, mit Ausnahme der Hadassah, verfolgen auf verschiedenen Gebieten das eine Ziel: die Brauchbarmachung der )Mischen Frau für das jftdische Land. Die Rednerin drückte die feste Zuversicht aus, daß alle diese Organisationen sich in kurzer Zeit zusammenschließen werden zu gemeinsamer, erquicklicher Arbeit. Nach dem Vortrag antwortete Frau Zimels gern auf die zahlreichen Fragen über die alltäglichsten Dinge in Erez-Israel. Reicher Beifall dankte es ihr. Leipzig im Goldenen Buch. Die Israelitische Religion»- gomeinde Leipzig hat sich in das Goldene Buch des Keren Kajemeth Lejisracl eingetragen. Die jüdische Bevölkerung von Leipzig, die auch sonst ein rühmenswertes Interesse für die Ziele des Keren Kajemclh an den Ta2 legt, hat damit ein Beispiel dafür geliefert, daß die Mitarbeit an der ״Erlösung des Bodens" nicht nur als persönlich# Pflicht des einzelnen Juden, sondern auch der Gemeinde auf gefaßt werden muß, und wird hoffentlich viel Nachahmer finden. Jüdischer Ruderclub ״Ivria“. Woehenprogramm: ,Donnerstag, den 18. Oktober 1928 (offiziell für alle Aktive»); 9 Uhr Heimabend bei Herbert Hirsch, SO 16, Michaelkirchstr. 98. Fortsetzung des Vortrags von A. I. Steinhardt; Beginn 9,15 Uhr. Sonntag, den 31. Oktober 1928 (offiziell für alle Aktiven): ix bis t Uhr vormittags Kastenrudern bei Rothenberger, Bahnhof Tiergarten, Stadtbahnbogen 403. In der nächsten Woche beginnen die Tumabendo. Ich bitte schon jetzt, sich Dienstag und Donnerstag freizuhalten. Wir rechnen beim Kastenrudem und auch bei den Tun»- abenden auf recht zahlreiche Beteiligung unserer alten Herren, Herbert Hirsch, SO 16, Michaelkirchstr. 28 (Jannowitz S ך Z9S7). Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge eröffnet ihr Wintersemester mit einem Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. M. Freior: ״Synagogen im Altertum", am Dienstag, dem 23. Oktober, Beginn 8 Uhr abends, im Verwaltungsgebäude, Rase»- Straße 3/4. Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gaste sind willkommen. Schöneberger Synagogen-Verein, Münchener Stoße 3ן. Unsere Freitegabegd-VortrSge haben am letzten Freitag mit einem Vortrag über die ersten Bibeldrucke von Rabb. Dr. Rosenwasser be- ' יי י ’ dem Gottesdienst, Vorträge: Hilchot Derer!» Eroz, Rabb. B. Pesscn; Hilchot Gerim nach Maimonides, Rabb. Dr. Ksinski; Renegaten und das Alcnu-Gebet, Rabb. Dr. Rosenwasser. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 19. Oktober, abends, in alten Synagogen und Alterversorgungsanstalten: 5 Uhr. Predigt: Neue Synagoge: Df. Weiße. Jugendansprache: Synagoge llalcnsee, Markgraf-Albrecht-Str.: Dr. Prinz. Sonnabend, der» ao. Oktober, morgens: Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr; Synagogen mit neuem llitu» ־. Frühgottesdienst (außer Syn. Markgra”f-Afbrecht-Slr.): 7,30 Uhr: Hauptgottosdienst:' 10 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Freier; Syn. Kaiserstr.: Dr. Emil Cohn: Syn. Rykestr.: I)r. Weyl; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode: Syn. Lindenatr.: Dr. Blumenthal; Syn. Lützow- Straße: Dr. Wiener. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Lew. Jugendgottesdienste: 4 Uhr: Syn. Kaiserstr.: Dr. Rosenberg, £,30 Uhr: Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbat- Ausgang: 5,45 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 5 Uhr; morgens: Syn. mit altem Ritus: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: 7,30 Uhr. Sport Den Abschluß der diesjährigen Leichtethlatiksaison bildete die Straßenstaffel ״Quer durch Nicderschönhauscn“. Der Bar Kocbba konnte seinen vielen Erfolgen in dieser Saison zum Schluß noch einen weiteren hinzufügen. Er belegte hinter ״Teutonia", für den die deutschen Meister Engelhardt, Bocher und Schmidt liefen, einen guten zweiten Platz und konnte den S. C. C. und alle anderen Vereine hinter sich lassen. JT