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Jüdische Rundschau · 1928-09-21 · Heft 74-75 (21.9.1928) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 74-75 (21.9.1928)
Date
1928-09-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 537 Nr. 74/75, 21. IX. 1928 ,,Weltkongreß der Jugend“. Zu der in der ,,Jüdischen Rundschau“ Nr. 7t wiedergegebenen J. T. A.-Meldung über den Weltkongreß der Jugend teilt uns der ״Verband 3er Jüdischen Jugendvereine Deutschlands“ mit, daß dort kein ״Weltverband der jüdischen lugend“ vertreten war, sondern nur der Brith Hanoar, der kein alle umfassender Weltverband sei. Dagegen waren von deutschen jüdischen Or> ganisationen der ״Verband der Jüdischen Jugendvereine“, die ״Kameraden“ und die ״Deutsch-jüdische Jugendgemcinschaft“ vertreten. Ortsgruppen* Bamberg• Unser dritter Vereinigend war dein Thema: Politischer Zionismua gewidmet. Nachdem lunlchat da» Wirken Theodor Herd», ala de» Begründer» de• politischen Zionismus geschildert worden war, entspann »ich eine Debatte über die Bedeutung Herd »eher Gedankengiings für unseren heutigen Zionismus. Auch dieser Abend war sehr zahlreich, auch von einigen Nichtzionilten, besucht. Breslau. Zur Einleitung der Winterarbeit des K, K. L. sprach hier am 17. d. M. der Leiter de» Keren Kajemeth, Herr Dr. Mechner, Berlin, über ״Methoden der Naüonalfonda-Propaganda“. Nach diesem anregenden Vortrag schritt der Vorsitzende, Herr Dr. Schachtel, an die Neukonatituierung der N.-F.-Kommijsion, welche »Ich folgendermaßen zusammensetzen wird: Die Damen Friedmann, Mandowsky (Wizo), Mamlok, Pinczower CMisrach»), Stornlieb, Frost (״Rahel‘1); die Herren: Tramer, Kaiser (Kadimah), Laquer (J. J. W. B.), Dienemann, Neufeld (Bar Kochba), Steinitz (ß. 2. K ), Dr. Juliusburger, Königshdfer, Martin Bah (K.J. V.), Goldstein (,,Herd"). Hoffentlich wird die Kommission bald ihre Arbeiten aufnehmen. Der Vortrag hat uns wieder erinnert, daß K. K. L.-Tätigkeit ein w ichtiger Faktor der zionistischen Propaganda ist und daß die Büchse und die Gelegenheit »spende, in liebevoller Kleinarbeit propagiert, die erfreulichsten Erfolge bringen können. Ein» Demonstration de» praktischen kleinen Lichtbilder- Apparates de« K. K. L., den sieb, wie wir, alle Ortsgruppen anschaffen •011 ten, trug durch die schönen Bilder wesentlich zur Stimmung de» gelungenen Abends bei. Dortmund. Die Zionistische Ortsgruppe hat mit einem Referat de» Herrn cand. med. Felix Besser aus Wanne über die Fragen der ״Agency" ihre Winterarbeit aufgenommen. Das Programm umfaßt zunächst einige Vorträge über zionistische Ideologie und die zionistisehen Führer, di» von Ortsgruppenmitgliedem gehalten werden. Daneben sollen di« Mitglieder durch Referate über di« zionistische Gesamtpolitik und innerjüdischen Vorgänge wia üblich unterrichtet werden. Mil namhaften zionistischen Persönlichkeiten steht man in Verbindung zwecks Uebernahme von Referaten, die für die große Öffentlichkeit bestimmt sind. —- Unseren Mitgliedern geben wir bekannt, daß ab 1. Oktober di» ״Jüdisch» Rundschau" di« Abonnementsgebiihren vierteljährlich durch Nachnahme selbst erheben wird. Da» Amt des Kassenwartes wird, nach dem Wegzug von Frau Steinweg, durch Frau Abeies, Calvinstr. 90, ausgeübt, wohin auch alle Zahlungen (durch Postanweisungen) zu senden •ind. Di» monatliehen Beiträge sind ab 1. Oktober infolge des Selbstoinzugei der Gebühren durch die ״Rundschau* um 1,— M. ermäßigt. Poel-Zion Ortsgruppe. Am Simchas Thora, dem 7. Oktober, veranstaltet die Poalft-Zion, Ortsgruppe Berlin, im Logenhaus, Joachims thaler Str. 13, einen Gesellschaftsabend mit Tanz. Programm: Improvisation. Wir machen alle unsere Freynde auf diesen Abend aufmerksam. Karten sind im Büro der Poale-Zion, Artilleriestr. 6, Tel. Norden 11789, erhältlich. Königsberg. (Misrachl-Versammlung.) Nach Beendigung der Weltkonferenz des Mlsrachi in Danzig hat Raw Beermann, Jerusalem, der Leiter des Misrachi-Sehulwesens, einer Einladung des Königsberger Misrachi folgend, am Sonnabend, dem 28. August, vor einem sehr zahlreich erschienenen Publikum einen Vertrag über ״Religiöse Erziehung, in Irez-Jsrael“ gehatten. Raw Beermann tnkuriekelte,)jii«11eitfindenc.MoUwe, :!die*׳ der^ Erziehung der 6000 Kinder des Misrachi-Schulwerkes zugründe liegen. Das schwere Problem sei, die von allen Weltteilen zusammenströmenden find uneinheitlichen Glieder zu natürlich gemeinsam fühlenden Kindern des Volkes, zu einer Totalität im jüdischen Denken zu erziehen, die Atmosphäre jn geistigem Sinne zu einer Jüdischen zu machen, und so erst in Wirklichkeit ein jüdisches Land zu schaffen. Nur der Misrachi könne hierfür die nötigen Unterlagen schaffen und das Wachstum seiner Schulen ist darum kein zufälliges. Es schloß sich eine lebhafte Diskussion an, in der die Zusammenhänge des misrachistischen Schulwerkes mit dem der allgemein-zionistischen Organisation, der Arbeitergruppen und der Agudah gestreift wurden. — ln dieser Versammlung hatte die Königs* berger Misrachi-Gruppe das Vergnügen, das erste Mal Herrn Ministerialrat Goslar in Königsberg zu begrüßen und in der Diskussion sprechen zu hören. Misrachi-Frauenversamtniung. Am 18. September sprach auf Veranlassung der Misraehi-Frauengruppe, Berlin, Frau Helene Barth, Jerusalem, die Leiterin des Lehrerinnen-Seminars des Misrachi in Jerusalem, über ״Probleme der palästinensischen Mädchenerziehun g". Frau Barth schilderte die Schwierigkeiten einheitlicher Erziehung der Mädchen, die aus sehr verschiedenen Milieus stammen und daher auch die verschiedenartigsten Anforderungen an die Erzieher stellten. Bei der religiösen Mädchenerziehung ersteht noch eine besondere Schwierigkeit dadurch, daß die Mädchen, die zumeist aus dem alten Jischuw und außerpalästinensischen Orientländern stammen, unter ״religiöser Retätigung" nur das formal Traditionelle keimen, und ihr Sinn für das Geistig-Religiöse erst allmählich geweckt werden kann. Das gelebte Beispiel ist hier als erzieherisches Moment das wichtigste. Aut den beim Misrachi-Lchrcrinnen-Seminar eingerichteten ״Wohngemeinschäften", die Lehrer und Schüler zu gemeinsamem Leben vereinen, sind bisher gute Resultate erzielt worden. Das Misrachi- 1.ehrerinnen-Seminar, das ein Teil des Misrachi-Schulwerkes mit seinen 65 Schulen und 6000 Schülern ist, umfaßt heule vier Klassen mit 135 Schülerinnen. Nicht alle wollen den Beruf der Lehrerin ergreifen, sondern suchen und finden in dem Seminar eine Möglichkeit, nach absolvierter Volks- oder Mittelschule weiter zu lernen, um praktische Vorbildung für einen Frauenberuf zu erhalten. Es müsse daher angestrebt werden, dem Seminar Abteilungen für olle Arten weiblicher Berufsbildung «nzugli״dern, resp. es ru einer Frauenschulo aller Lehrgebiete auszugestalten. Frau Barth schilderte die zum Teil außerordentliche entbehrungsreiche Lebensweise der Schülerinnen (vielen stehen nur 90—So Shilling monatlich zur Bestreitung ihres gesamlen D׳• ,et 11:11!? zur Vorftigung) und regte an, daß die inisracliisUschon Frauengruppen einreinen Schülerinnen Stipendien, etwa in Form von Patronaten bestimmter Mädchen, übernehmen sollten. — Die gut besuchte Ver- Sammlung brachte den vorgetragenen Tatsachen lebhaftes Interesse entgegen, was die zahlreichen Anfragen, die an die Referentin gcstellt wurden, erwiesen. Hoffentlich fällt die Anregung von Frau Barth bei vielen Frauengruppen auf fruchtbaren Boden, damit es vielen in ihrer Erziehung bisher vernachlässigten Mädchen aus dem Kreis des alten Jischuw ermöglicht wird, sieh modernes Wissen, gepaart mit religiösem Geist, enzueignen und in Palästina zu verbreiten. Brielkaslcn der Redaktion L. M-, Leipzig. Sie wandern sich, daß wir von dem 70. Geburtstag von Professor Otto Warburg keine Notiz genommen haben. Es gibt dal•!• eine einfache Erklärung: Professor Warburg ist 69 und nicht 70 Jahre alt geworden. Die in verschiedenen jüdischen Zeitungen des Auslandes erschienenen Festartikel kommen also um ein Jahr zu früh, sind jedoch ein Beweis, welcher Verehrung sich Professor Warburg in der gesamten zionistischen Welt erfreut. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Melnekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 25. September abends 8y» Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Caf6 Bohne, Steglitz, Albrechtstraße 127. Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes; 2. Neuwahl des Vor- Standes; 3. Programm für die Winterarbeit; 4. Verschiedenes, Abends 8(4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. ״Palästinensische Arbeiterschaft und zionistische Bewegung.“ Ein Aussprache-Abend. Einleitende Referenten: Rubaschoff, Sprlnzak. Dienstag, den 2. Oktober abends S*/5 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststraße 10. Arno Nadel-Abend anläßlich seines 50. Geburtstages. Mitwirkende: Gad Shelaso, Felix Stössinger (Rezitation), Oberkantor Goilanin (Gesang), Frau Alice Jacob-Löwenson (Klavier); Ansprache: Dr. Sch. Hildesheimer. Karten zum Preise von 3, 2 und 1 M. erhältlich in der B. Z. V., Meinekestr. 10. Bismarck 7165/70. Vermischtes Aus der Repräsentantenversammlung. In der Sitzung vom 20. d. M. brachte die Fraktion der Jüdischen Volkspartei nachstehenden Antrag ein: Die Repräsentantenversammlung wolle beschießen, den Vorstand aufzurordern, unverzüglich Schritte zu tun, eine gemeinnützige Krankenversicherung für die jüdische Bevölkerung Berlins, insbesondere für den jüdischen Mittelstand, zu schaffen. Es wird angeregt, die Frage zu prüfen, mit dieser Krankenversicherung entweder sofort die Schaffung einer Sterbekasse zu verbinden, oder aber die Angliederung einer solchen zu einem späteren Zeitpunkte vorzubereiten. Zur Begründung sei darauf hingewiesen, daß das Versieherungsbedürfnis, insbesondere auch in den Kreisen des jüdischen Mittelstandes, der durch Krieg und Inflation wesentliche Teile seines Vermögens eingebüßt hat, heute in viel größerem Umfange vorhanden ist als früher, so daß es angezeigt ist, auf dem Wege der Versicherung gegen Krankheit und Todesfall wirtschaftliche Vorsorge zu treffen. Für die breiten Schichten der jüdischen Bevölkerung ist es wünschenswerter, diese notwendige soziale Fürsorge auf dem Wege der Selbsthilfe als durch die vorhandenen versicherungseinrichtungen zu lösen. Sebaldsbrück-Bremen• In der am 8. d. M, abends 9 Uhr, stattgefundenea Wahlversammlung des Beth-Hamedrisch ״Schomrej Sehabos" zu Sebaldäbrflck-Bremcn, ist Herr S. Silber (Zionist) zum Vorsteher gewählt worden. . Palästina - Jugendfahrt.,״, Anläßlich der. Palästi**•״ Jugend f ׳ehrt veranstalten die Jüdischen Jugend organisationen Straß burgs am Donnerstag, dem 97, September d. J, einen Begrüßungsabend. Dr. Werner Bloch, Delegierter der Zionistischen Exekutive, London, dar »1s Führer di» Fahrt begleitet, wird bei dieser Gelegenheit sprechen. Mitteilungen der Z. V.f.D. Wir suchen für die Leitung eines hebräischen Kindergartens in einer Großstadt eine liebr. Kinderp:irt!1erin. — Wir sind in der Lage, Gesinnungsgenossen aus der Al>7,ihtungsbr,mclie (Möbel und Ausstattungen) einen Posten als Geschäftsführer naehzuweisen. — Wir sind dazu in der Lage, einem Gesinnungsgenossen im Alter von 30—35 Jahren, der gut korrespondieren und die Buchhaltung überwachen kann, einen Posten in einer Mittelstadt in Sachsen nachzuweisen, (Schuhgroßhandlung, Abzahlungsgeschäft, Schuhdetailgeachift.; Als Gehaft kämen 300 bis 400 M. monatlich in Frage. Bewerbungen mit Zeugnissen und Referenzen an die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. io. •— Wir suchen für einen Gesinnungsgenossen mit besten Referenzen Vertretungen von Möbelfabriken. Angebote an die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Der Verband ostjttdischer Organisationen in Deutschland bittet ums um Veröffentlichung folgender Bekanntmachung, die ihm vom polnischen Generalkonsulat zugekomrneii ist: ״Auf Grund des Artikels 2 4 des Gesetzes über die allgemeine Militärpflicht vom 23. Mai 192.4 (Gesetzblatt der Republik Polen Nr. 4, Pos. 453) fordere ich hiermit sämtliche Männer polnischer Staatsangehörigkeit, welche sich im hiesigen Konsularbezirk aufhalten und im laufenden Jahre das 18. Lebensjahr vollenden, d. 11. alle im Jahre 1910 geborenen, auf, sich in der Zeit bis zum 15. Oktober d. J. zwecks Eintragung in die Stammrolle im hiesigen Amte (Kurfürstenstr, 137) persönlich zu melden. Für die Nicht- Erfüllung dieser Pflicht wird jeder persönlich auf Grund des Artikels 97 des Gesetzes über die Militärpflicht zur Verantwortung gezogen. Dis Vorgeladenen haben die Geburtsurkunde, Staatsangehörigkrits- und Identitäilsbescheinicurif? vorzulegen. Diejenigen, woicho sich schriftlich mehlen, haben die Porto- und Korrespondenzgebühren zu tragen. Der Generalkonsul: i. V. gez. Dr. Feniger, Konsul." Lehrstellen. Wir haben reichlich Lehrstellen für alle Berufe vorgemerkt; insbesondere dio Jungen, die in di# Metallberufe, Bansdilosser usw., gehen wollen, worden gebeten, sich bei uns zu melden. Kaufmännische Lehrstellen sind in großer Anzahl vorgemerkl. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin N 2 4, Auguststr. 17, Jüdische Gemeinde. Freitag, den 2 1. September, abonds, in alten Synagogen und Alterversorgungsanstalten: 6,15 Uhr. Anspräche des Rabbiners: Syn. Lindenslraße: Dr. Blumenthal. Sonnabend, den 93, September (Sabbat Schuwoh), morgens: Alte Svn. und Syn. Kottbusser Ufer: 8,30 Uhr; übrig« Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst: 7,30 Uhr; HatiptgoUesdlenst: 10 Uhr. Sehriftorklärung: Svn. Münchener Str.; Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4,30 Ihr, Syn. Münchener Str,: Dr. Arthur Levy. Sabbatausgang: 6,49 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: Sonntag, den 23. September (Erew Jom Kippur), Mineha: ».30 Uhr; abends: vom 25. bis 37. September: 6 Uhr; vom 1. bis ZI. Oktober: 5,30 Uhr; morgens: in den Synagogen mit altem Ritus: *3. Sept.: 6,15 Uhr; 25. Sept, bis 4. Oktober: 6,30 Uhr; Freitag, don 5. Oktober (Haschanah rabba): 6 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus; bis 5. Oktober: 7 Uhr. Schöneberger Synagogen-Vereiti, Münchener Str. 37, Täg-!ich abends 6 Uhr, Lehrverträge: Di« Iloschanot, erläutert und erklärt, Rabb. Dr, Rosanwasser. — Di» symbolischo Bedeutung der Laubhütte, Rabl. B. Pessen. — Den Midrasch Hobelet, Rabb. Dr. Ksinski. Sport Elm Sieg des Bar Kochba. Köln. Am Sonntag, dem 9. August 1928, beteiligt« sich der Sportklub ״Bar Kochba׳', Köln, an der von dem Turnverein Eller veranstalteten StraßemtafM ,,Quer durch Eller". Tausende Zuschauer umsäumten bei strahlendem Sonnenschein die Straßen des Düsseldorfer Vorortes und beobachteten mit Interesse die sich abspielenden Posltionskämpfo auf der Strecke. Bereits der 1. Läufer der DavidsstcrritrSger konnte mit zirka 5 m Vorsprung wechseln und wurde dieser Vorteil auf der weiteren Strecke nicht nur gehalten, sondern bis auf zirka 40 1״ ausgedehnt, so daß der ״Bar Kochba‘- Schlußmann unangefochten das Zielband vor Sportvereinigung Düsseidorf 1805 und Sportverein ״Frisch auf , Köln-Sfilz, zerreißen konnte. Bei den nachfolgenden leichtathletischen Wettkämpfen konnte die Bar Kochba-Mamcbaft wieder einige bemerkenswerte Erfolge erringen. — 100-m-Lauf, Sportler: Das Feld liegt im Endlauf bis zirka Co m geschlossen zusammen. Dann schiebt sich der westdeutsche Meister Weiß, Bar Kochba, Köln, vor und kann in der in Anbetracht der barten Bahr! guten Zeit von 11,4 Sek. klar mit l>/2 m Vorsprung gewinnen. — 4X10o-m-äUffei, Sportler: Die Rar Kochba-Maunscbafl, die in dieser Konkurrenz ebenfalls Westdeutschlamls Meisterst» ff cl ist, Irin mit Ersatz für Lahn an. Trotzdom erringen die Rar Koclibauer in 46 Sek. einen sicheren Sieg vor Düsseldorf ()5 und Hilden. — Srhwedenstaffette, Sportler: Hier startete Hilden als Favorit. Hei Bar Kochba auf der Außenbahn hielt sich der jugendliche /!oo-m-Läufer Gaßner ganz hervorragend, ohne jedoch verhindern 711 können, daß er von Hilden und Düsseldorf g5 mit zirka 10 in zurück gelassen wurde. Deutsch, als zweiter Mann, lief ein ganz hervorragendes Rennen und konnte Düsseldorf 18g5 passieren, ohne jedoch die führenden Hildener ganz erreichen zu können. Mit zirka 4 m zurück erhielt Weiß der! Stab und e» schien, als 01» er den Hildener Läufer erreichen sollte. Bei der Stabübergäbe an Kellner halt» sich der Vorsprung der Hildener auf י" 4י verringert, und mit letzter Kraft versuchte der Bar Kochbaner aufzuholen. Es gab einen erbitterten Zweikampf, der erst im Ziel durch Brustbreite für Hilden entschieden wurde. — 100-m-Lauf, Jugend 10/11. lin Endlauf könnt« der zurzeit beste Jugendliche Westdeutschlands, Irmscher, Düsseldorf 1805, wiederum einen glatten Sieg in 11,8 Sek. landen. Gaßner, ״Dar Kochba', wurde in 11,9 Sek. Zweiter. — 4X100-rn-Siaffel, Jugend: Die Bar Kochba-Staffel burhla unangefochten in 47,5 Sek. einen weiteren Sieg für die blauweißen Farben. Im geschlagenen Felde befanden sich Eller und Düsseldorf die sich die Plätze in dieser Reihenfolge teilten. Ro. ״Derby“ in Wiesbaden. Hakoah, Wiesbaden, greift in den Verba ndsspielcn der obersten Liga im Süddeutshen Fußball- und Loichtatblelikvcrband ein und schlägt Germania, Wiesbaden, auf de* Gegners Platz 4:1 tu: 1 ). — Was niemand erwartet hätte, wurde Tatsache: der F. V. Germania, Wiesbaden, mußte sich vor seinen Lolalgesner, der jungen Hakoahelf, beugen. Die Elastizität und größere Spannkraft!׳«•zwang die größere Routine und Wucht des Meisters. Blitzschnell wecliselten die Kampfbilder, aber Hakoah batte meist die besseren Chancen. Dennoch erzwang Germania in der 15. Minute den Führungstreffer. In der Bedrängnis verwirkte ihr Verteidiger einen Strafstoß, den Großhut placierte. Eine Minute darauf schoß derselbe Spieler da» zweite Tor. Der glänzend aufgelegte 1! a 1 b e r s t ג d t nahm eine Flanke auf und verwandelte sie zum drillen Tore für Hakoah. In der 20. Minute flankte Saal prachtvoll zur Mitte und das vierte Tor war fertig. Kurz darauf kam der Schlußpfiff und umjubelt von den 2000 an wesenden Zuschauern verläßt ehr Sportklub Hakoah als Sieger den Platz. Bar Kochba, Barlin. Der Jüdische Turn- und Sportverein Bar Kochba begeht am 28. Oktober d. J. das Fest seines dreißigjährigen Bestehen». Um dieses Ereignis würdig tu Le|eKÖr, IPrid efW ׳Anzahl Vlratiätalwngrfn geplant, sowohl gesellschaftiieher wie sportlicher Art, in denen der Verein einen Leberblick über seine bisherigen Leistungen und Entwicklung bieten' wird. Am 21. Oktober findet die Austragung der Makkabi-Randball -Meisterschaften statt, am 38. Oktober wird ein off»- zieller Festakt mit anschließendem Bankett veranstaltet werden. Am 3. November findet in den Gesamtriiumen der Philharmonie ein großer Ball statt, dessen Mittelpunkt eine Revue und ein Kabarett sein werden, an denen erste Künstler mitwirken. Am 11. November wird voraussichtlich ein Hallenturn- und Sportfest veranstaltct werden. Geselältttelie MlttcUnngcn Unseren Lesern wird das Cafd Kutschera, Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche ln- und auälSndlsche Zeitungen. Das Töehterheim Prausnitz, in herrlicher, gesunder Lag* Dresdens, empfiehlt sich zur gründlichen wisaenschaftlieheo, gesellschaftlichen und hauswirtschaftlichen Ausbildung junger Mädchen. Die Kunst- und Großstadt Dresden mit ihren Sehens- Würdigkeiten bildet einen nicht zu unterschätzenden Faktor in der geistigen Erziehung und Entwicklung der jungen Mädchen. Vorlesungen, Theater, Konzerte, Museen, Galerien besuchen die Zöglinge in Begleitung, auch werden größere und kleinere Ausflüße in die schöne Umgebung unternommen. Auf den täglichen Spaziergängen wird französisch oder englisch gesprochen. Der körperlichen Pflege und Ernährung wird größte Aufmerksamkeit geschenkt. Referenzen durch Eltern im In- und Auslande. PaiBsiina-erundlonds mm Haiassod) t v. Berlin W 15, McinckeslraHe 10. Bankkonto; Darmstädter und Nationalbank, Depo•.-Kaste 59, Karfürstendamm 52. Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951. JACQUET / CHEMISIER Genf , ZUrlcta ״ Berlin X Rue du Rhöne Bohnholstr. 12 Friedrich-Ebert* Str. 7 Generelvertreter für die Schweiz und Grob ־ Berlin der Aequesculum Coets, London Exquisite Mäntel für Mode und Sport Anfertigung von Damenwie Herrenwäsche, sowie Cravatten elegantester Art. lllIHmtlHHMIIIHIItllHHtmiHHIIHttSWWIItMl»

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