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Jüdische Rundschau · 1928-08-10 · Heft 63 (10.8.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 63 (10.8.1928)
Date
1928-08-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 83, I0.VÜ11M8 JÜEDISCHE RUKOSCHÄO Seite 455 Sport Eine Tagung des Makkabi-Weltverbandes Aus Brünn wird uns berichtet: Die Tagung des Makkabi-Weltverbandes wurde am Sonntag, dem 5. August, im Sitzungssaale der Israelitischen Kultus• gemeinde in Anwesenheit von etwa 30 Delegierten und einer Anzahl von Gästen eröffnet. Den Vorsitz übernahm Direktor Spiegler (Wien), der die Vertreter der einzelnen Kreise, Földes und Dr. Wilhelm (Oesterreich), Grünhut und Dr. Mechner (Polen), Dr. Weinberg (Rumänien), Dr. Kottier (Deutschland), Dr. Rosenfeld (Litauen), Dr. Pick, Dr. Sonnenfeld, Viktor Mautner (Tschechoslowakei) begrüßte, ferner die Vertreter der erschienenen jüdischen Korporationen. Namens des Weltverbandes schloß sich Dr. Sonnenfeld, namens der Zionistischen Organisation Brünn Dr. Birnstein der Begrüßung an. Im Einlauf befanden sich außerdem Begrüßungsschreiben der Kreise Schweiz, Palästina, Litauen, Jugoslavien, Ungarn. Dr. Sonnenfeid (Brünn) erstattet den Bericht der Verbandsleitung. Als der Verband 1m Jahre 1925 ge* gründet und die Leitung nach Wien gelegt wurde, sei die Ge- Samtorganisation des Makkabi nur theoretisch vorhanden gewesen. Die Tagung des Jahres 1927 verlegte die Leitung nach Brünn, der Kontakt zwischen den Kreisen wurde verbessert, heute steht aber die Tagung wegen Personalfragen neuerdings vor der Aufgabe der Verlegung der Leitung. Dr. Sonnenfeid weist auf die steigende Verbreitung des Makkabigedankens in den überseeischen Ländern hin und erwähnt Begrüßungen aus St. Paolo und Sidney, in welchen Anschluß an den Makkabi- Weltverband gesucht wird. Er befaßt sich mit der Lage im palästinensischen Makkabi, wo eine Spaltung in zwei politisch feschiedene Gruppen eingetreten ist, die einander scharf beimpfen. Dr. Spiegler (Wien) berichtet über seine Versuche, die amerikanische jüdische Turnbewegung zu erfassen, die jedoch an der mangelnden organisatorischen Festigkeit des Makkabi- Weltverbandes vorläufig gescheitert sei. Dr. Kottier (Berlin) berichtet über die Tätigkeit des deutschen Kreises. Die Z. V. f. D. habe die Makkabtbewegung rege unterstützt, indem sie ein Sekretariat zur Verfügung der Kreisleitung hielt, die heute in 30 Gruppen etwa 6000 Menschen organisiert hat. Für einen Sportplatz in Haifa wurden 5000 Mark gesammelt. Im September werde der Turntag des deutschen Makkabi stattfinden, im Mittelpunkt der geistigen Auseinandersetzung stehe das Problem aer Erziehung. Dr. W i I h e i m (Wien) berichtet, daß im österreichischen Makkabi der Turn- und Sportbetrieb voneinander getrennt seien. Der Turnbetrieb konzentriere sich, von kleineren Vereinen abgesehen, in Wien. Die Liquidierung vieler Turnvereine sei ein Teil des allgemeinen Rückganges aer zionistischen Bewegung in Oesterreich, wozu noch der starke sozialistische Einfluß auf die jüdische Turnjugend stoße. Der beste Turnverein sei Makkabi IX. Dr. Földes (Wien) gi einige die ״Hakoah“ betreffende Ergänzungen. Die Pi fessionalmannschaft des Fußballklubs sei aufgelöst worden, eine neue Mannschaft werde nicht mehr in den Weltverband aufgenommen werden, wenn sie professionell sei. Dr. W e i n b e r g (Rumänien) skizziert die politisch ungünstigen Bedingungen, unter denen der rumänische Makkabi zu leiden hat. Trotzdem schreite die Bewegung fort, habe seit dem 15. Juli eine Sommerkolonie, gebe eine Zeitschrift heraus. Eine besondere Gruppe bilde der Frauensport. Ideologisch sei der rumänische Makkabi mitten in seiner Entwicklung, Immerhin bilde er in vielen Orten die einzige verläßliche Stütze zionistischer Arbeit. Die Turnbewegung werde durch den Antisemitismus sehr stark behindert. Dr. Mechner (Bielitz) berichtet über den polnischen Makkabi, dessen Hauptvereine in Lodz, Wilna, Warschau und Lemberg bestehen. Der Kreis wurde 1923 zuerst in Schlesien gegründet. Vor kurzem hat eine Tagung sämtlicher Makkabi- •vereine stattgefunden, die den Verband auf jüdisch-nationale Blsis stellte. Zu den aktivsten Teilen gehöre der Bielitzer Makkabi. Ein gutes Sekretariat sei notwendig, man dürfe sich über die Turnbewegung in Polen aber keinen Illusionen hingeben. Dr. Rosenfeld (Litauen) berichtet über einen fortschreitenden Konsolidierungsprozeß des litauischen Makkabi, der nur durch die völlige Uninteressiertheit der jüdischen Oeffentlichkeit Litauens verzögert werde. Die Bewegung werde von der Zionistischen Organisation unterstützt, habe zwei Sekretäre und etwa 80 Gruppen sowie Sportfachleute. Viktor Mautner (Tschechoslowakei) weist auf die starke Unterstützung des Makkabi durch die staatlichen Stellen hin. Im Berichtsjahr wurden zwei Siedlungen, zwei Vorturnerkurse mit 80 Teilnehmern abgehalten, ein Organ in Prag (Hamakkabi) herausfegeben, die finanzielle Sanierung durch eine Kopfsteuer urchgeführt. In der an die Berichte sieh schließenden Debatte wird hauptsächlich über das Verhältnis des Makkabi zur Zionistischen Organisation und über das Maß seiner Beteiligung an der Schekelarbeit diskutiert. Für einen engeren Anschluß an die Zionistische Organ!- sation sprechen hauptsächlich Dr. Sonnenfeid, Karfiol (Bielitz), Dr. Wilneim (Wien), während Dr. Rosenfeld (Kowno) und Dr. Bachrach (Ostrau) sich für Neutralität der Makkabi-Ärbeit einsetzen. Dr. Kottier bestreitet die Kompetenz der Tagung, die eigentlich nur eine erweiterte Präsidialsitzung ist, una beantragt, die Frage dem Berliner Komitee zur Erledigung zu überweisen. Er erklärt gleichzeitig, daß Berlin bereit sei, das Verbandssekretariat unter gewissen Bedingungen zu übernehmen. Es werden schließlich eine Reihe Beschlüsse angenommen, nach welchen die Zentrale nach Berlin verlegt und eine Reorganisationskommission eingesetzt wird. Die Tagung regt die intensive Verknüpfung der Makkabiorganisation mit der zionistischen Bewegung an und überweist die Erledigung dieser Frage dem Verbandrttüro. 1929 findet ein Verbands■ tag, verbunden mit einem Turnfest, sfatt. Nach Schluß der Tagung besuchten die Gäste die Siedlung des Makkabi in B1 a n s k o bei Brünn, die sich bereits seit einigen Wochen dort befindet. Von der Olympiade Amsterdam, 5. August. (J.T.A.) Nachdem am Donnerstag Miß Rosenfeld (Canada) im Endlauf zum 800-m- Laufen für Frauen hinter Frau Radtke-Batschauer (Deutschland) in 2 :16,8 (neuer Weltrekord), Hitomi (Japan) zwei Meter zurück und Gentzel (Schweden) fünf Meter zurück nach Wechselvollem Verlauf und schärfstem Kampf keinen Platz belegen konnte, gelang es am Sonnabend Fräulein Fritzi Löwy (Oesterreich) im 400-m־Damen־Freistil-Schwimmen, und zwar im dritten Vorlauf, sich nur hinter Mc. Kim (U. S. A.) in 6 :10 und Miller (Neuseeland) als Dritte zu placieren, so daß sie auch für die Entscheidung nicht mehr in Frage kam. Sehr gut dagegen schnitt Miß Rosenfeld (Canada) in der 4 X lOO-m-Staffellür Frauen ab. Im ersten Vorlauf siegte Canada in 49,6 (Weltrekord) vor Holland 7 Meter zurück und Frankreich 3 Meter zurück. Im Endlauf siegte gleichfalls Canada In 48,4 vor Amerika 2 Meter zurück, Deutschland 3 Meter zurück, Frankreich, Holland und Italien. Hebräischer Fernunterricht Zionisten, die an Orten wohnen, an denen es keine Möglichkeit zu direktem hebräischen Unterricht gibt, erhalten unentgeltlichen Fernunterricht. Interessenten wenden sich an: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 16, Melnekestr. 10. Betr. Fernunterricht. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistisch# Vereinigung, Berffn W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Jeden Mittwoch abends 8>/a Uhr im Oartensaal Lips, Am Friedrichshain 16/23. _Zusammepkunft der Gruppe Ost.__ Dienstag, den 14. August abends 8>,'a Uhr im Sitzungssaal, Meinekestraße 10. Aussprache über die Ergebnisse der A.-C.-Sitzung. Einleitendes Referat: Dr. Robert Weltsch. Mittwoch, den 15. August Jüdische Volkspartei, im Ulap, am Lehrter Bahnhof. Sommerfest. Um 4 Uhr Kinderfest, ab 8 Uhr Tanz, Kabarett und Film. Riesentombola. Siehe näheres im redaktionellen und Inseratenteil. "דזפיעל הצעיר" יום ד׳ 16 לאוגוסט, בבית הקהלה רוונסטר. 2-4 אספת חברים. החברים שויר וזלצר טא״י מרצים על הנושא : א״י וחנועתנו בגולה התחלה: שעה 4־5 8 אורחים רצויים 2. und 9. September 1928 Sämtliche Bezirksgruppen, Vereine und JugendbQndc Im Dienste des t<. K. L.: Rosch Haschanah - Aktion! Sammlung und Werbung für di#Glückwunschablösung! 15. September In allen Synagogen: Thora-Spenden für den K.K. L.! Zionisten gehen beispielgebend voran. Briefe an die Redaktion Vorschnelle Kritik An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin. Königsberg, den 7. August 1928. Die letzte Nummer der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ bringt eine Notiz über die Berliner Herzlfeier, in der mit Entrüstung festgestellt wird, daß Sokolow das bekannte Rosch Haschanah-Gebet ונתנה תוקף (untane toktf) profanlert hat, indem er in bezug auf Herzt gesagt hat: הרצל מלך ישראל חי וקיס• Dabei beschuldigt die genannte Zeitung die bei der Feier anwesenden Rabbiner einer schweren Unterlassungssünde, da sie zu diesem Mißbrauch der heiligsten religiösen Gefühle geschwiegen hätten. Der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ ist offenbar ein grober Irrtum unterlaufen. Zum Schluß des genannten Gebets sagt man wohl von Gott: ואתה היא מלך אל חי וקים Diesen Ausspruch hat aber Sökoiow keineswegs gemeint. Er variierte vielmehr den bekannten in der ברכת לבנה vorkommenden Satz: דוד מלך ישראל חי וקים Er verglich also Herzl mit König Dawid. Allerdings ist dies letztere Gebet in dem liberalen Gebetbuch für die hohen Feiertage, das dem Verfasser der Notiz wohl allein bekannt ist, nicht enthalten. Hochachtungsvoll mit Zionsgruß Simcha Katz. * ״Bedenkliche Tendenzen“ Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin. Ein Nebenstück zu Ihrem Artikel in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 6. Juli 1928 Nr. 53 ״Bedenkliche Tendenzen“: In Afuleh (Ir Jesreel) sind nach der Auswanderung der Araber im Jahre 1925 zwei arabische Familien, bestehend aus zwei älteren Frauen und einigen Kindern, zurückgeblieben; die Frauen ernähren sich durch Wäschewaschen bei den jüdischen Familien in Afuleh. Diese harmlose Tatsache wird durch Bekanntmachungen, welche an öffentlichen Plätzen ausgehangen werden, als ״) עבודה׳־זרהFremd-Arbeit“) gebrand markt; dabei wird mit Veröffentlichung der Namen der Per■ sonen, welche sich dieser Wäscherin bedienen, in Form einer ״Schwarzen Liste“ gedroht. Selbstverständlich verschließt sich auch der ״Davar“ (Arbeiter-Zeitung) dieser Bekanntmachung nicht. Die Nachbarstädte von Afuleh, Nazareth und Dschenin, bewachen unser Benehmen mit Argus-Augen, lesen alle Bekanntmachungen, Zeitungen usw. und wissen bei Gelegenheit diese Kenntnisse zu verwerten. Ein Beispiel: Afuleher Metzger eröffneten in Nazareth eine Metzgerei und hatten guten Zusprueh, sind aber nach kurzer Zeit schikaniert und bedrängt worden, so daß sie wegmußten. Auf Vorhalte seitens eines Mitgliedes der Moaza von Afuleh wurde ohne Umschweife auf die Unduldsamkeit der Juden gegen Araber Iiingeviescrt. Es wäre sehr erwünschf{ daß man von zuständiger Stelle diesem übertriebenen Chauvinismus Einhalt bietet. Hochachtungsvoll und Zionsgruß M. S c h a p i r 0. Afuleh, 31. 7. 1928. GemelmilUzige jüdische Ehevermittlunjjsstelle Ein Komitee fiir eine ,,gemeinnützige jüdische Eheverrnitllungs stelle“ (Anreger Prof. Dr. Hanauer, Frankfurt a. '1. . ersucht uns um Abdruck eines Exposfis, dem wir nachstehendes entnehmen: Es ist eine Tatsache, daß tausende jüdische junge Männer und Mädchen, dio durchaus zur Ehe geeignet wären, unverheiratet bleiben. Dia Ursachen sind teils innerer, toils äußerer Natur. Es tragen zur ,Abnahme der Eheschließungen in erster Lime die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei. Dazu kommt das außerordentlich zerstreute Wohnen der deutschen Juden — 600 000 Juden wohnen in mehr al: 1500 Orten — wodurch dio Anbahnung einer Eho erschwert wird Auch die zunehmende Landflucht ist von erheblichem Einfluß. Neben den äußeren sind es innere Gründe, welche die Eheschließungen erschweren: Es sind die zu hohen Ansprüche, die vielfach sowohl von Männern wie von Frauen an den Standard der Lebenshaltung gestellt werden, welche der zu schließenden Ehe zugrunde gelegt werden soll Demgegenüber bat die geplante gemeinnützige jüdische Ehcvermitt■ lungssleile eine dreifache Aufgabe zu erfüllen: 1. Soll sie eine sich über ganz Deutschland erstreckende Organisation der Eheanbahnung darsteucn, um alt die Hindernisse zu beseitigen, welche jetzt de Eheschließung enlgegenstehen. 2. Soll eine Kasse gegründet werden zur Ausstattung unbemittelter jüdischer Mädchen, um diesen die Ehe- Schließung zu ermfigHchen, ma» wäre aus den Ueberschüssen des laufenden Betriebes, Geschenken, Stiftungen tas. su speisen. 3. Soll es in ideeller Hinsicht Aufgabe der gemeinnützigen jüdischen Ehe- Vermittlungsstelle sein, gesündere und vernünftige Anschauungen über die Ehe unter unseren Glaubensgenossen zu verbreiten. Der Verein soll dadurch vor allem die Mischehe bekämpfen. Die Organisation der gemeinnützigen Ehevermittlung soll in Form eines Vereins erfolgen, der sich über ganz Deutschland erstreckt. Als jährlicher Mindestbeitrag sind M. 5,— vorgesehen. Zur Förderung des Planes einer gemeinnützigen jüdischen Ehevermitllungsstelle hat sich ein Komitee gebildet, dem folgende Damen und Ilerron beigetreten sind : Frau Dr. M. Adler, Aerztin, Köln; Wolfgang Auerbach, Frankfurt a. M., Moritz Bayer, Kultusvorstand, Aschbach i, Bay״ Benno Basch, Magdeburg, Justizrat Dr. Blau, Vorsitzender der Jüd, Gemeinde, Frankfurt a. M , Landrabbiner Dr. Blum, Emden, Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach, Dr. Ehrenreich, Arzt, Köln-Ehrenfeld, Rabbiner Dr. Haipersohn, Breslau, Prof. Dr. Hanauer, Frankfurt a. M,, Fritz Hirsch, Ladenburg a. N., Frau Hauptlehrer Kauffmann, Gelsenkirchen, M. Markreich, Vorsitzender der Jüd. Gemeinde, Bremen, Dr. M. N. Nathan, Syndikus der deutschen israelitischen Gemeinde, Hamburg, Dr. Franz Rosenzweig, Frankfurt a. M . Frau Edith Rosenzweig, Frankfurt a. M., Stadt- und Konferenzrabbiner Dr. Unna, Mannheim. Dis Mitglieder des Komitees sind bereit, Anmeldungen zur Mitgliedschaft entgegenzunehmen. Bereits sind zahlreiche Anmeldungen eingegangen, auch von Korporationen. Um weitere Anmeldungen wird dringend gebeten, damit der Verein bald gegründet werden und seine Tätigkeit entfalten kann. Vermischtes Die Jüdische Volkspartei veranstaltet am Mittwoch, dem 15. August, in den Anlagen und Sälen des ״Ulap“ am Lehrter Bahnhof ein Sommericst, verbunden mit großem Kinderfest. Beginn 4 Uhr nachmittags. Es finden Kinderspiele, Fahnenparade, Belustigungen und Sportvorführungen von den Sportvereinen Bar Kochba und Hakoah statt, ferner Gartenkonzert, Kabarett und Film. Ab 8 Uhr Tanz. Kapelle Sid Kays Fellows. Riesentombola mit 2000 Gewinnen. Eintritt 1,— M., für Kinder 0,50 M. Bei ungünstiger Witterung findet das Fest in den Sälen und gedeckten Terrassen statt. Jüdische Operette im Wallner-Theater. Der Vorbereitungen und Proben wegen bleibt das Theater bis zum 17. August geschlossen. Die Eröffnung der Winterspielzeit, die einen Wechsel in der künstlerischen Leitung bringt, findet am 18. d. M. statt. Herr David Zajdermann wird, unterstützt von einem Ensemble erstklassiger Kräfte, eine jüdische Bühne schaffen, die in erster Linie die jüdisch-amerikanische Jargon-Operette pflegen wird. Zionistisch-Sozialistische Gruppe, Hamburg, per für Dienstag, den ifi. August, angesetzte Ausspracheabend mit Herrn Dr. B. Karlsberg über Amerika findet im Logenheim Hartung- Straße g/11 und nicht, wie mitgeteilt, im Bar Koehba-Heim statt. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. Aachen. Die von der Ortsgruppe veranstaltete Hersl-Feier nahm einen sehr befriedigenden Verlauf. Nach einleitenden Worten de* Vorsitzenden, Rechtsanwalt Paul Stiel, hielt Herr Julius Kaufmann aua Düsseldorf (früher Aachen) die Gedenkrede. Der Redner verstand es, die Persanlichkeifjpe* großen Führers und seine Bedeutung für die zionistische Bewegung in klarer und lebendiger VVeite tu schildern. Musikalische und rezitatorische Vorträge, ausgeführt von Frau Elsa Kaufmann, Frl. Betty Kaufmann, Frl. flannah Löwenstein, Herrn Fritz Katzenstein vervollständigten das Programm. Di» von Paul Kaufmann eingeieitete Sammlung erbrachte ein schönes Resultat für den Julius Kaufmann-Garten. Die ״Hilachdut Hanoar Behungaria“, die Zionistische Jugend- Organisation Ungarns, hält, wie uns aus Budapest geschrieben wird, ihren diesjährigen ״Jpm. Hahitacbduth“ affi.!8■—20. August d. J. in Budapest ab. Bis nun haben sich aus dem ganzen Lande zirka 300 organisierte Mitglieder zur Teilnahme gemeldet und es lieget* auch Anmeldungen aus dem Auslande vor. Die Adresse des VWboreilungskomilees lautet: Hitachduth llanoar Behungaria, Budapest VI, Kiraly u 36. Dio Hitachduth llanoar Behungaria, Jugendsektion der Zionistischen Vereinigung für Ungarn, ist der einzige Jüdisch• Jugendverband in Ungarn und umfaßt die ״Barissia Aviva Hitchabrujotn -Gruppen und dio Schomrim. Es arbeiten derzeit 55 Gruppen in 33 ungarischen Ortschaften. Die erste Nummer des Organe• der Hitachduth Hanoar ,,Cherut“ ist im Juni d. J. erschienen. Jfidischer Ruder-Club 1״VRIA“, Wochenprogramm. Sonntag, den 1a. August, Mittwoch, den 15. August, Sonntag, den iq. August, Mittwoch, den 23. August, Sonntag, den 26. August, Mittwoch, den 2g. August, stets ab g,30 Uhr, bootsfertig Friedrichshagen. Außerdem gebe ich bekannt, daß das Training der beiden Regatta-Vierer Dienstag, Donnerstag und Freitag an der Bäran-ßrüeke (Bahnhof Bellevue), stattfindet. Helmtilh Heß, Berlin NW 87, Brückenalleo u, Moabit gds Gottesdienst der B. Z. V. und des Misrachi an den Hohen Feiertagen. Die B. Z, V. und der Misrachi veranstaltet, wie in früheren Jahren, auch in diesem Jahr einen Gottesdienst an den Hohen Feiertagen in den Sälen der Meinekestr. 10. Karten zum Preise von M. 15,—, 10,— und 5,— für Rosch Haschanah und Jom Kippur sind zu bestellen im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10, Bismarck 7165/70 und im Büro des Misrachi, Weinmeisterstr. 18, Norden 115g. Schöneberger Synagogen-Verein, Münchener Str. 87. Täglich, abends 7 Uhr, Lehrvorträge: Der Spruch des Rabbi Uhananja ben Theradion, über den Segen gemeinsamen Lernens. — Die Sidra der Woche. Mischna (Rosch Itaschana) Dinim, Rabb. B. Pessen, Uabb. Dr. Rosenwasser. Synagoge ״Adaß Jeschurtin", Clausewitzstraße 4 am Kurfürslcndanmr. Gottesdienst am Schabboß ״liech" Freitag abends: 7,80 Uhr; Sonnabend morgens: g Uhr (Tausch-Chaudcsch-Rensch«1t); Sonnabend abends (Minche) 8 Uhr; Schahboßausgang: 8,30 Uhr; Wochcntagsgottcsdienst täglich morgens: 7,30 Uhr. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 10. August, abends: in den Synagogen mit altem Ritus und AltersversorgungsanstaUen: 7,30 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Predigt: Synagoge Halensee, Markgraf Albrechtstraße: Dr. Prinz. Sonnabend, den 11. August (Neumondweihe) morgens: Alte Synagoge und Synagoge Kottbuser Ufer 8,30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus und Alteriver- *orgungsanstalten: g Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgoltesdienst: 7,50 Uhr, flauptgoUesdienst: 10 Uhr. Predigten: Alte Svnagoge: Dr. Freier,׳Synagoge Kaiserstraße Dr. Wiesel, Synagoge Ryke- Straße: Dr. Emil CÖhn, Synagoge Pestalozzistraße: Dr. Willi. Lewy, Synagoge Kqttbusc.r Ufer: Dr. Dr. Bleich rode, Neue Synagoge; Dr. Warschauer, Synagoge Eindenstraßo: Dr. Blumenthal, Synagoge Fasanenstraße: Dr. Galliner, Synagoge Levetzowstraße: Dr. Lewkowitz. Jugendgottesdienst: h Uhr Synagoge Kaiserstraße Dr. Rosenberg. Sabbat-Ausgang: 8,30 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen bis 16. August: 7,30 Uhr, vom 19. August bis 30. August ל Uhr; morgens: Alte Synagoge, Svnagogo Kaiser- Straße, Rykestraße und Kottbuser Ufer: 6,30 Uhr; Synagoge Pestaiozztslraße, Münchener Straße und Syn. mit neuem Ritus; 7 Uhr. Brielkasten der Redaktion Dr. Brauer, Jerusalem. Sie haben ganz recht, wenn Sie sich dagegen wenden, daß in Palästina Hetz- und Kriegsfilme aufgeführt werden, und es ist bedauerlich, daß die Arbeiterzeitung ״Dawar“ ein geschmackloses groCes Inserat des Films ״Verdun“ bringt, statt kritisch gegen diese Vorführungen Stdlung zu nehmen. Mit dieser Feststellung jedoch erübrigt sich unseres Erachtens der Abdruck Ihrer Zuschrift.

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