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Jüdische Rundschau · 1928-07-24 · Heft 58 (24.7.1928) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 58 (24.7.1928)
Date
1928-07-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 422 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 58, 24. VII 1928 wähnt einige Beispiele dafür, daß die jetzige Opposition in ihren Ländern zerstörend gewirkt hat. Er verstehe nicht die Aufreguiig. Fs ist nichts anderes geschehen, als daß Nichtzionisten niclitzionistisch gesprochen haben. Dem müssen wir eben unsere Sprache gegenüberstellen. Er habe absolut keine Furcht, daß jemand uns verdrängen konnte. Wir werden mit Hilfe der Anderen den Judenstaat aufbauen. Mit der Angst werden wir die Organisation zugrunde schützen. Rabelski (Amerika) spricht über die Verhältnisse in Amerika, wo in den letzten fünf Jahren die Nichtzionistenn dem Zionismus bedeutend nähergebracht worden sind. Seit Beginn der Verhandlungen hat der Zionismus in Amerika keine Verluste, sondern einen Gewinn zu verzeichnen. Jene waren früher Antizionisten, wurden dann zu Nichtzionisten und nähern sich jetzt uns allmählich immer mehr.!Daher werden die amerikanischen Vertreter für den Bericht stimmen. Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird die Sitzung um 7 Uhr geschlossen. Damit ist die Generaldebatte beendet. In der N a c h t s i t / u 11 g , die Sonntag abend 0,15 Uhr beginnt, erfolgen die Antworten der Exekutive. Es sprechen S o k o 1 o w , S a c 11 e r, L i p s k y und W e i z m a n n. Um ein Uhr nachts wird die Sitzung geschlossen. Den Bericht werden wir nachtragen. Am Montag, dem 23. d. M., finden keine Plcnar- Sitzungen, sondern mir Kommissionssitzungen statt. Die nächste Plenarsitzung ist Dienstag, den 24. d. M,, vormittags. Zusammensetzung der Kommissionen Der Kommission für Politik und J e w i s h Agency gehören an: Allgemeine Zioigiten: Blumenfeld, Fishmann, Goldstein, Hindes, Reich, Herrmann, Brodetzky, Fciwcl, Tnon und IJssisclikin; Misrachi: Nuroclc, Federbusch; Hitaehduth: Hellmann, Kaplan; Poale Zion: Ben Gurion, Locker; Radikale: Soloweitschik; Revisionisten: Grossmann. Der P a 1 ä s t i n a - u 11 d B u d g e t k o m m i s s i o n gehören an: Allgemeine Zionisten: Bileski, Schalit, i'archv, Landsberg, Goldbloom, Lewite, Mossinsohn, Rabelski, Supraski und Dizengoff; Misrachi: Rabbi Berlin, Lazarus, Barth, Schapiro; Hitaehduth: Twersky, Tartnkower; Poale Zion: Hart/feld, Kaplansky; Radikale:"Grünbaum; Revisionisten: Grossmann. Der Anlei he -Kommission gehören an : Bernhardt, Klee, Kahan, Schramek, Rufeisen, Rtippin, Halpern, Schocken; Misrachi; Rabbi Berlin, Nurock, Farbstein; Hitaehduth: Spriuzak, Melzer; Poale Zion: Meretninskv, Rubaschow; Radikale: Soloweitschik; Revisionisten; Lichtheim. Die Union jüdischer Kolonisten Palästinas hat an Dr. Weizmann, Louis Marshall und Lord M e 1 c h e 11 Telegramme gesandt, in «׳eichen dem Bericht der Joint Paiestine Survey Commission, sowie dessen Schlußfolgerungen und Empfehlungen zugestimmt und der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, daß Mittel und Wege gefunden werden, um diese Vorschlage durchzuführe n. Sollte nidil am 15. lull die III. Rüehsenleerung beendet sein? Leberweiset das Erereb־ ן:®* c nis zugleich mit den H a u m - spende n. Verbessert noch mit allen Kräften das Juli-Resultat I Berliner Jüdische Gemeinde Aus der Repräsentantenversammlung. Wegen einiger dringender Vorlagen wurde am 19. d. M. eine Sitzung der Repräsentantenversammlung abgehalten, trotzdem ein großer Teil der Mitglieder sich in den Ferien befindet. Da eine Sitzung anberaumt war, wurden neben den dringlichen Punkten auch noch andere Vorlagen erledigt. Besondere Dringlichkeit beanspruchte die Frage des Alterve 1־ sorg ungsheims, dessen Bau eine längst beschlossene Angelegenheit ist. In der Sitzung vom 19. d. M. referierte Frau Eschelbacher, die anläßlich ihres 70. Geburtstages von der Ver- Sammlung besonders herzlich gefeiert wurde, über das Projekt des neuen Hauses. Nach erläuternden Bemerkungen des Gemeindebaumeisters Baer wurde die Vorlage einstimmig־ angenommen. Ebenso dringlich war die Vorlage betreffend den Bau eines Schulgebäudes für die Mädchenvolksschule, Kaiser- Straße, die jetzt in unzulänglichen Räumen untergebracht ist. Nach einem Referate Waldmanns und einer kurzen Ausspräche wurde der Vorstand ermächtigt, vorbehaltlich einer Detaillierung des gesamten Planes, den Betrag von 520 000 M. für den Bau des Schulgebäudes auszmverfen. Das Subventionsgesuch des Hcc h a 1 u z wurde einstimmig angenommen. Der Hechaluz hatte um Zuwendung eines Betrages von 5000 M. angesucht. Der Gemeindevorstand bewilligte mit Rücksicht auf die gewährte Subvention des Landesverbandes in Höhe von 3000 Mark nur einen Betrag von 1000 M., welchem Vorschläge sich der Ausschuß der Repräsentantenversammlung anschloß. In diesem Sinne erstattete auch W a 1 d m a n n das Referat über die Vorlage. Dr. Oskar Cohn stellte einen Zusatzantrag, in welchem der Gemeindevorstand ersucht wird, den Hechaluz eine weitere Zuwendung von 1000 M. zu bewilligen. Der Antrag wurde angenommen. Außerdem fand eine Reihe von kleineren Vorlagen ihre Erledigung. Der Punkt der Subventioniert! 11 gderAnstaltendesJüdischen Schulvcrcines wurde auf Ersuchen der liberalen Mitglieder vertagt, damit sie in ihrer Fraktion über diese Frage beraten können. R.-A. Klee, welcher an Stelle des verhindorten Geheimrats Stern den Vorsitz führte, betonte, daß er von den Liberalen erwarte, daß sie in Anbetracht der von der Volkspartei durch Annahme der Vertagung bewiesenen Loyalität diese Angelegenheit wohlwollend behandeln werden. Erwähnenswert ist die Annahme eines Subventionsgesuches der Chewra Kadischah mit allen Stimmen der anwesenden Repräsentanten. Ministerialrat Goslar stellte einen Dringlichkeitsantrag, einen Betrag von 1400 M. zu bewilligen, um den Umfang der nächsten Nummer des Gemeindeblattes vergrößern zu können. Man hatte nämlich beschlossen, den redaktionellen Teil auf 16 Seiten zu beschränken. Der Dezernent des Gemeindevorstandes, Dr. Ismar Freund, hatte jedoch vor Antritt seines Urlaubs der Druckerei amtliche Verlautbarungen im Ausmaße von 18 Druckseiten übergeben. Die Repräsentanten- Versammlung lehnte es ab, in dieser reinen Verwaltungsmaßnähme einen Beschluß zu fassen, worauf Goslar seinen Antrag zurückzog. ln der Debatte, an der sich Liberale und Volksparteiler beteiligten, kam jedoch unzweideutig zum Ausdruck, daß der gegenwärtige Zustand unhaltbar sei. Es stellt sich immer mehr die Notwendigkeit heraus, für das Gemeindeblatt nebeti Redaktionskommission und Dezernenten einen besonderen Redakteur zu bestellen. * Anläßlich dieser letzten Sitzung vor den Sommerferien verlohnt es sich, einen Rückblick auf die Arbeiten der Jüdischen Gemeinde und das Verhalten aller Fraktionen zu werfen. Es ist tatsächlich so, daß in sachliche r Hinsicht in den letzten Monaten kaum ein Gegensatz zwischen den ei nz einen Richtungen zu beobachten war. Wenn man sich vor Augen hält, wie bereitwillig die Liberalen für verschiedene Angelegenheiten eintreten, die sie in der Vergangenlieit und sogar noch bis in die letzte Zeit energisch bekämpft haben, so muß man zum Schluß kommen daß das Zusammenwirken in den praktischen Arbeiten der Gemeinde sich überaus fruchtbar erwiesen hat. Es ist wirklich nicht übertrieben, wenn ein Mitglied der Repräsentantenversammlung gcsprächsweise feststellte, daß die friedliche Entwicklung in der sachlichen Arbeit rapid fortsclireitc. Freimütig gesteiien wir, daß uns diese Entwicklung aufrichtige Freude macht. Denn die Früchte dieser Wandlung müssen letzten Endes zum Wohle der gesamten jüdischen Gemeinschaft in Berlin reifen. s. n. Berichtigung. In dem ״Brief an das Aktions-Comite“ von Martin Bubcr (Nr. 55 der ,,J. R.“) muß es 2. Spalte, Zeile 2 nicht heißen; ״Das Aufbauwerk ist seinem Willen nach auf einen Menschentypus gestellt...“, sondern: ״Das Aufbauwerk ist seinem Wesen nach auf einen Menschentypus gestellt...“ Dringende Warnung. Din llauplslolle für jüdische Wanderfürsorpe warnt vor Friedrich N o t. e 1 p s , geh. 18. p. 1900 *n Nikolsburg, der sich zu Unrecht ,.Rabbiner“ und ״Doktor“ tituliert und unter der Angabe, er sei in Kopenhagen Rabbiner und befände sich in momentaner Notlage, es verstellt, bei deutschen Rabbinern größere Beträge zu erschwindeln. Im öffentlichen Intoresse wird vor jeder weiteren I nterstützung des Notelos dringend gewarnt. Sport Bar Kochba, Magdeburg. An dem Sportfest der Turner- Brüderschaft Helmstedt nahm die ltenmnannschaft des Bar Kochba teil. Trotz größter Hitze und schlechter Rahnbeschaffenheit ist es Bar Kochba gelungen, den grüßten Teil der Wettbewerbe zu gewinnen. Resultate: 100-ni-Lauf: B-Klasse: 1. B. Lcttcrmann." 12 Sek. 800-m-Lauf: 3. Israel (Bar Kochba) 2,33 Min. jäoo-m-Lauf: ft. Herzberg (Bar Kochba). Weitsprung: 2. Lettermann I, 5,32 m. Diskuswerfen: 1. Degner (Bar Kochba) 25,15 m. 4X 100-m-Stafetle: t. Bar Kochba, 48 Sek. Sehwcdenslafctte: 1• Bar Kochba. Jugend. Dreikampf: 3. H. Lcllermann (Rar Kochba) 205 Funkte. Hoch- Sprung: J. Auchhisiger (Bar Kochba) 1,30 m. Kugelstoßen: ft. H. Lettermann (Bar Kochba) 8,55 m. 4 X loo-m-Stafette: 1. Bar Kochba, 54,7 Sek. Unter den Sportlerinnen gewatn E, Lewy sämtliche Wettbewörbe. Nur am 200-m-Laufen nahm sie nicht teil. Als Abschluß des Festes trugen Bar Kochba und die Mannschaft des ״astgebenden Vereins ein Handballspiel aus, das unentschieden 3: 3 endete. -.jodeff.- Dienstag, den 24. Juli abends 9 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung in großen Saal des Lchrervereinshauscs, Alexanderstr. 41: Politische Kundgebung anlässlich der in Berlin stattfindenden Sitzung des Aktions-Komitees. Redner: die Präsidenten Dr. Weizmann und Sokolow. rREiSEABONNEMEN־r Wir sind gegen Erstattung der sehr geringen Portokosten jederzeit bereit, unseren Abonnenten die ״Jüdische Rundschau“ in ihren Sommeraufenthaltsort — auch in das Ausland und auch an wechselnde Adressen — nachzulieiern. Entsprechende Nachricht unter Angabe der ständigen Adresse erbeten an die Expedition der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15, Meinekestraße 10 V-1 Die Geburt eines kräftigen Knaben zeigen an Dr. Benno Grünfelder und Frau Traute geb. Scheyer Jerusa'em P. O.B. 661 18. Juli 1928 J Ein Eelnrer der deutschen und englischen Sprache mit akademischer Bildung wird gCSUClll für die höheren Klassen eines hebräischen Gymnasiums in Litauen. Angebote unter C, 4300 an die ״Jüdische Rundschau“, Berlin W 15, Meinekestraße 10. 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Drei - loel Hnrfftrstendamm Neuaufführung; Baster Keaton, der General Ufa *Pavillon Der Sohn de■ Scheich Alexanderplatz Kintopp vor 15 Jahren KOnttstadt Menschen im Hall friedrtchsltain D.r UnUrg.se de. tU.pern« Dl. SlndenUngr&lin Welnbergsweg Der Mann mit 1000 Bräuten Der Mann, der die Ohrfeigen bekam Tarmstrafte Soaa.aaalgaag Weiftensee Der Betteletudent Spielplan der Berliner Theater vom 24. bi* 27. Juli 1928 Staatsoper (Unter den Linden) Geschlossen Staatsoper (Platz dar Republik) Geschlossen Städtische Oper Geschlossen Staatliches Schaaspielhans Geschlossen Schiller-Theater Geschlossen Deutsches Theater Artisten HomOdie Es lisgt in der Luft ׳ Theater in der KOntggratier strafte Leinen aus Irland KomOdlenhans Geschlossen Tribüne Sibylle? . . . ausgeschlossen! lessind *Theater Spiel Im Schloß Deutsches Hftnstlerthcater 6• kommt j.d.r draa Kleines Theater D.« Sprangbr.il d.r Llab. Neues Theater am Zoo FräbU.g.aiSdel Theater am Uurfdrstendamm Das Grabmal des unbekannten Soldaten Theater am BOlowplatz Orph.a. ia der Ual.rw.lt Lastspielhaus Die Reise durch BerUa in 40 Stunden Theater am Schlffbaaerdamm Kuhhandel Theater des Westens Die ttageküfite Eva Groftes Schauspielhaus Geschlossen Renaissance - Theater Da* B.it «OME Treuhandstelle Half• (Palästina) P. O. B. 464 Verwaltung von Kapitalien. Häusern, Boden Interessenvertretung bei jeder Art Investierungen Bel Neuanlagen Beratung und auf Wunsch selDstAndlge Durchführung. _ Dr. ERNST WÖLLSTEIN __ Verantwortlicher Redakteur: Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin N. Verlag Jüdische Rundschau G, m, b. H., Berlin W 15. Verantwortlich für den Inseratenteil R. Sagst, Berlin •Wilmersdorf, Anz.-Verw, Jüdische Rundscheit, G. m. b. H., Berlin W 15, Meinekestr 10 Druck von Siegfried Scholens! Berlin •Schonoberg.

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