Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1928-07-17 · Heft 56 (17.7.1928) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 56 (17.7.1928)
Date
1928-07-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2652971-2653022--20111-2678057
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Mit llnierhallungs-Beilage Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekeatraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Aui!andsaboonem«ot» werden in der Währung der einzelnen Linder berechnet Nummer 56 | Berlin, 17. VM. 1928 Anzeigen -Verwaltung Jüdische RundschauG.m.b.H.,Berlin W15, Meinekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. A9xeigm!prcia!8gespft!LNoapereUlezeil€0,5OG.'M.SUlfa1ges«€l1eO,25G.>M. Anzeigenechluß; Dieneleg und Freit*{ nachmittag• 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Oesterreich: Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 156 030 Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 59410. Für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr. 190708. RedaktionsschluQ Sonntag und Mittwoch nachmittag. Per Zionismus «rstrab» fUr da» jUdlscfte Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heliwiftte In Palästina. ״Baseler Programm.“ Inncrllidisdic Auseinandersetzung Brief an das AKiions-comite der Zionistischen Organisation Wenn ich in einer Sache, die in diesen Tagen Ihrer Ent- Scheidung unterliegen wird, als amt- und auftragloser Mann an Sie das Wort richte, so bitte ich Sie, mir zu glauben, daß ich cs nicht vom sicheren Port der Verantwortungslosigkeit aus tue: ich vergegenwärtige mir jedes Einzelnen von Ihnen Verantwortung, als wäre sie meine eigene, und rede von dieser Vergegenwärtigung aus. Dem Kommissionsbericht gegenüber, zu dem Sie einen Be- Schluß zu fassen haben, scheint mir dreierlei wichtig: 1. Aus dein Wortlaut des Berichts geht für jeden, der zu lesen weiß, unzweifelhaft hervor, daß die Experten über die Imponderabilien unserer Aufbauarbeit unzulänglich unterrichtet worden sind. Ich habe mich, nachdem ich den Bericht kennengelernt hatte, nach dem Sachverhalt erkundigt, und was ich erfuhr, hat mir vollauf bestätigt, daß hier ein folgenschwerer, nicht mehr gutzumachender Unterlassungsfehler begangen worden ist. Wenn die Zionistische Organisation aus der schweren Krise, in die sie dadurch geschleudert worden ist, wenn auch nicht genesen, so doch noch lebensfähig hervortauchen soll, müssen Sie, meine Herren vom Aktions-Comite, feststellen, wie solch ein Fehler möglich war, wie solche Fehler möglich sind; und wie weitere dieser Art — ein weiterer würde vermutlich nicht mehr eine Krise, sondern eine Kata- Strophe bedeuten — verhütet werden können. 2. In der bisherigen öffentlichen Erörterung des Kommissionsberichts ist nicht hinreichend klargemacht worden, worin das eigentliche Uebcl gewisser Formulierungen in ihm besteht. Es besteht darin, daß da statt praktischer Forderungen prinzipielle ausgesprochen worden sind. Es war Kritik zu üben, aber praktische, nicht prinzipielle Kritik; es war Reform Voranschlägen, nicht Reaktion. Nicht ob unser Weg der richtige ist, war zu begutachten, sondern ob dieser ,Weg in .der richtigen, die Erreichung de« Ziels gewährleistenden Weise begangen worden ist. Ich will an den zwei wesentlichsten Beispielen verdeutliehen, in welchem Sinn ich von' dem Unterschied zwischen prinzipiellen und praktischen Forderungen und in welchem Sinn ich von ״unserem Weg“ spreche. Erstens: Daß der Grundbesitz des Nationalfonds seinen Satzungen nach nicht hypothezierbar ist, stellt, wie wir ja alle seit langem wissen, eine schwere Behinderung für die Vergrößerung seines Kapitals und damit seiner Wirksamkeit dar. Die Kommission mußte auf diese problematische Situation eingehen, indem sie praktische, technische, finanzrechtliche Vorschläge dafür machte, wie im grundsätzlichen Zusammenhang des Gemeineigentums an Grund und Boden, als der unveräußerlichen Grundlage unseres Werkes, die Beleihbarkeit zu ermöglichen ist. Statt dessen hat sie ״den Bestrebungen, Siedler zu befähigen, wirkliche Landbesitzer zu werden“, zugestimmt. Zweitens: Den Kwuzoth war in der innerzionistischen Diskussion vielfach unwirtschaftliche Führung vorgeworfen worden. Es war nun zu prüfen, wieweit dieser Vorwurf zutrifft, auf welche tatsächlichen Mängel des Systems er sich gründet'und wie, durch welche organisativen und administrativen Aendcrungen diesen Mängeln abzuhelfen ist. Statt dessen wird (soviel ich sehe, ohne andere Motivierung als uie durch vage und umstrittene Psychologica) erklärt, die Errichtung weiterer Kwuzoth sei ״nicht erwünscht“. Solange eine Reform, also die Ausarbeitung und Durchführung der zweckdienlichen Bedingungen für die Errichtung von Kwuzoth, nicht versucht worden ist, hat eine solche Formulierung keinen praktischen, sondern einen prinzipiellen Charakter. Gehört denn aber beides wirklich unverbrüchlich zu unserem Weg? Vom Nationalfonds sollte das für keinen Zionisten Gegenstand einer Frage sein können. Ich hoffe, wir wissen alle, daß er unser größtes Positivum, vielleicht bisher der einzige vollgültige Ausweis unseres Werkes vor den Augen der Geschichte und der Zukunft ist. Anders scheint es sich mit den Kwuzoth zu verhalten. Aber es geht ja letztlich gar nicht um die Kwuzoth als solche (für mich z. B. ist die ״große“ Kwuzah noch ein großes Problem, und darüber hinaus habe ich insbesondere gegen die ungenügende Berücksichtigung der spezifischen Begabungen starke Bedenken), sondern um das Prinzip der sozialen Selbstbestimmung der Siedler, aus dessen freier Auswirkung sich erst allmählich — mit der ״Logik der Ereignisse“, um mit der Kommission zu reden — die brauchbaren Formen ergeben würden. Gewiß muß dieses Prinzip ein praktisches Korrektiv an den ökonomischen Erfordernissen finden; aber das Prinzip selbst verletzen hieße die Fundamente unserer Arbeit am Lande erschüttern. Es ist in manchen Zionistenkreisen üblich geworden, die ״soziale Ausstattung“ des Aufbaus als ideologischen Luxus anzusehen und sic dem ״nationalen Leben“ als dem allein Unentbehrlichen gegenüberzustellen. ״Wir dürfen uns“, so heißt es, ״zil allen übrigen Schwierigkeiten auch nicht noch diese aufbürden, daß wirs sozial anders haben wollen als alle Völker.“ Und etwelche ״Sozialisten“ fügen hinzu: ״Kommen wir mal erst so weit wie jedes normale Volk; warum sollen grad wir uns ersparen wollen, einst die soziale Revolution mitzumachen?“ Diese Trennung der nationalen und der sozialen Gesichtspunkte im Aufbau ist ein verhängnisvoller Irrtum. Das Aufbauwerk ist seinem Willen nach für absehbare Zeit auf einen Menschentypus gestellt, für den alle Widerstände, Beschwerden und Unsicherheiten des palästinensischen Pionierlebens durch das Bewußtsein ausgeglichen werden, daß hier sein Menschentum die Erfüllung findet. Und Erfüllung, das bedeutet für diesen Menschentypus nicht bloß eigene nationalkulturelle, sondern auch eigene soziale Lebensform; beides gehört für ihn untrennbar zusammen, beides zusammen erst ergibt ihm das ״neue“, das wahrhafte, vollständige Leben, das er meint und dessen Pionier er sein will. *Eine Herauslösung der nationalen Komponentc für sich muß ihm als heillose Romantik erscheinen. Mit der nationalen Parole allein werden wir Palästina nicht aufbauen, denn der ״nationale“ Chaluz war eine flüchtige Illusion, nur der aus nationaler Artung und sozialem Willen gebildete ist die dauernde Realität. Nicht um eine entbehrliche ideologische Ausgestaltung also geht es bei den sozialen Gesichtspunkten, sondern um die unentbehrlichste aller Realitäten: um den Menschen. Das haben die Experten nicht gewußt, und wir haben es ihnen nicht gesagt, oder nicht so gesagt, daß sie es zu wissen bekamen. Auch die Kommissionsmitglieder haben es offenbar nicht gewußt, und sie wollten es sich anscheinend von uns nicht sagen lassen. Aber wir wissen es. Es handelt sich also nicht um die Frage, ob wir um des Kapitals willen, das wir brauchen, dem Kapitalismus das Zugeständnis machen wollen, auf die antikap!i|listischen Bestandteile unserer Kolonisationsmethoden zu verzichten. Sondem es handelt sich um die Einsicht, daß wir das Kapital für eine Suche brauchen, die. mit rein kapitalistischen Methoden nicht zu realisieren ist. Solange wir den Menschen haben und Kapital vermissen, steht es schwer, sehr schwer um unsere Sache; wenn wir das Kapital kriegten und den Menschen verlören, stünde es verzweifelt um sie. 3. Ist also der Kommissionsbericht abzulehnen? Diese Frage, die in der zionistischen Oeffentlichkeit überall herumschwirrt, ist mir nicht recht verständlich. Meinem Verstand nach steht diesem Augenblick, die Ent- Scheidung zwischen Annahme und Ablehnung gar nicht zu. Nicht bloß deshalb nicht, weil eine solche Entscheidung in diesem Augenblick dem demokratischen Brauch nicht entspräche, daß in einer grundsätzlich veränderten Situation die auf dem Boden der alten gewählte repräsentative Körperschaff nicht bestimmend zu beschließen, sondern r.ur dem endgültigen Beschluß einer von der neuen Situation aus zu wählenden Körperschaft vorzuarbeiten hat (womit ich nicht einem ״außerordentlichen“ Kongreß das Wort reden will — vermutlich wird, vom Gang der Dinge aus, der ordentliche noch rechtzeitig genug stattfinden). Wichtiger ist mir das Faktum, daß, wie ich gezeigt habe, die Kommission in einzelnen Punkten, ihr Amt mißverstehend, statt praktischer Forderungen prinzipielle formuliert hat, die in die prinzipiellen Voraussetzungen des Seins und Wirkens der Zionistischen Organisation eingreifen. Diesem Faktum gegenüber gilt es nicht Annahme oder Ablehnung, sondern Kenntnisnahme und berichtigende Stellungnähme, das heißt: Rückführung auf das Terrain cer praktischer. Bedingungen. Das Aktions-Comite als rechtmäßige Vertretung der Zionistischen Organisation muß auf den Bericht mit einer Deklaration antworten, in der zwischen den notwendigen ur.d unwandelbaren Voraussetzungen der Aufbauarbeit einerseits und den, wie wir selbst oft betont haben, reformbedürftigen gegenwärtigen einzelnen Einrichtungen anderseits präzis geschieden und erklärt wird, daß einzig die letzteren Gegenstand von Verhandlungen sein können und sollen. Das Aktions- Comite muß die Schaffung eines auf den gegebenen Voraus- Setzungen beruhenden gemeinsamen Reformprogramms verlangen, für das der Kommissionsbericht wertvolles Material enthält, mit dem er aber aus den angeführten Gründen nicht identifiziert werden darf. Ich brauche wohl nicht zu sagen, daß es nicht meine Meinung ist, es sei mit den Reformen zu warten, bis das Programm vorliegt. Ich kann mir nicht denken, daß in diesem Moment eingeleitete Verhandlungen zwischen Beauftragten der Zionistischen Organisation und Beauftragten der palästinensischen Arbeiterschaft nicht zu einem konkreten Einvernehmen über die zunächst in dieser Richtung zu unternehmenden Schritte führen sollten. Martin Buber Die Sitzung des Aktions-Comitds beginnt Donnerstag, am 19. d. M., in Berlin, Logenhaus. Es sind bereits eine ganze Reihe von Teilnehmern in Berlin eingetroffen, darunter Ussischkin, Dr. Ruppin, Dr. Halpern, Dr. Feivvel, Sprinzak, Twersky, Ben-Gurion. Die Radikalen hielten in Berlin eine Konferenz ab, um ihre Taktik in der Agency-Frage festzulegen. Dr. W e i z m a n n trifft Mittwoch früh in Berlin ein. Aus Amerika ist Lipsky bereits in London angekommen, außer ihm ist bisher nur Jakob Fishman avisiert Im letzten Jahre ist innerhalb des deutschen Judentums viel über ,,innerjüdische Befriedung“ und ״Ritterlichkeit im. innerjüdischen Kampf“ geschrieben worden, ohne daß wir sagen könnten, daß man in der Auseinandersetzung selbst wesentlich weitergekommen ist. Wir haben in den letzten Wochen oft darauf verzichtet, Angriffe aus dem assimilatorisehen Lager, besonders seitens der C.-V.-Zeitung und ״Jüdisch-Iiberalen Zeitung“, zu beantworten. Es fördert uns kaum erheblich, wenn wir uns in diese kleinliche Polemik verlieren. Was aber die großen prinzipiellen Fragen betrifft, so wurde durch die Mecklenburg-Resolution des C.-V. und durch unsere Antwort von Breslau eine Situation geschaffen, die kaum als Annäherung gedeutet werden kann. Nun ergreift in der C.-V.-Zeitung Dr. Holländer neuerlich das Wort zu diesem Gegenstand. Wir haben den Inhalt seiner Ausführungen bereits in gedrängter Form wiedergegeben. Der Artikel beschränkt sich nicht auf grundsätzliche Darlegungen, sondern tritt auch in Einzelpolemik ein. Wir wollen nur ganz kurz einige Punkte streifen, Holländer zitiert einen Satz von Buber, aus dem er schließt, daß sich in der zionistischen Auffassung eine ״innere Um- Wandlung“ vollzogen hat. Buber hat dieselben Gedanken über Blut und Umwelt vor 19 Jahren in piner ersten Rede über das Judentum bereits ausgesprochen und damit die Ideologie des im Galuth lebenden Zionisten geradezu begründet. Freilich wird diese Identität des jetzigen mit dem früheren Ausspruch Bubers unklar, wenn man — nur den zweiten Teil des jetzigen Buber-Wortes zitiert. Dr. Holländer verteidigt ferner den Vorfall der Uebersendung einer französischen Uebersetzung der Cohn-Weil-Broschüre an Vandervelde. Diese sei zwar nicht durch den C.-V. erfolgt, würde aber auch in seinen Aufgabenkreis fallen. Warum verliert er kein Wort über die Wirkung auf Vandervelde? Als Beweis für die Harmlosigkeit der Cohn-Weil-Broschüre werden dann Zitate aus der ״Jüdischen Rundschau“ und aus dem Memorandum Jabotinskys veröffentlicht, um zu beweisen, daß auch in zionistischen Kreisen Unzufriedenheit mit der Jerusalemer Universität besteht. Gewiß besteht bei uns diese Unzufriedenheit mit fast jeder zionistischen Institution, weil natürlich gerade wir die größten Anforderungen an Tempo und Leistung stellen müssen. Es ist aber ein großer Unterschied, ob man mit einer Kritik eine Vergrößerung der Leistung oder aber eine Lächerlichmachung des bereits Geleisteten bezweckt. Holländer ist entrüstet, weil wir die Wahlarbeit des C.-V. kritisiert haben, die bis weit in die eigenen Reihen des C.-V. hinein Unwillen erregt hat und auf die mit größerem Recht viele der Anschuldigungen angewandt werden könnten, die der C.-V. gegen ein nur in seiner Phantasie existierendes Angstbild einer jüdisch-nationalen Politik in Deutschland gerichtet hat. Wir wollen auf diese Einzelheiten nicht weiter eingehen. Wichtiger scheinen uns die grundsätzlichen Ausführungen Dr. Holländers, zu denen in der heutigen Nummer Dr. Rudolf Samuel sich äußert. Diese ideologische Diskussion, die wohl noch fortgesetzt werden wird, würde aber in Wesen und Tendenz mißverstanden, wenn man sie etwa in Zusammenhang mit konkreten und praktischen Maßnahmen der Tagespolitik brächte. Dr. Holländer erwähnt, daß nach Erweiterung der Jewish Agency die Mitarbeit auch der von ihm vertretenen Juden am Palästinawerk möglich sein wird. Es ist selbstverständlich möglich und erwünscht, daß alle Juden, die das jüdische Nationale Heim laut Palästina- Mandat als ein fait accompli anerkennen, daran mitarbeiten, sei es aus welchen Gründen und aus welcher Gesinnung immer. Die Begründung oder gar Bedingung dieser Mitarbeit darf aber nicht sein, weil wir einander gesinnungsgemäß nähergekommen wären. Im Interesse der Nichtzionisten ebenso wie der Zionisten muß auch mir dar leiseste Anschein vermieden werden, als ob man G e s i n n u n g s g e s c h ä f t e machen wollte und sich etwa für eine materielle Mitwirkung am Aufbauwerk die Gesinnung abkaufen ließe. Daher ist der Moment der Verhandlungen über die Erweiterung der Jewish Agency vielleicht besonders ungeeignet für eine ideologische Auseinandersetzung, die leicht falsch gedeutet werden könnte. Gesinnungsbedingungen sind vielleicht bei einem Verein denkbar, dagegen natürlich unmöglich und sinnlos, wo man es mit einer Volksbewegung zu tun hat; denn eine Leitung, die den Verdacht erzeugte, daß sie geistige Prinzipien der Bewegung zu verkaufen bereit ist, könnte sicherlich nicht ihre Führung behalten. Man kann wohl Aufklärungen geben, die die Wegrätimung von unseren Gegnern erfundener Phantome bezwecken, aber eine Bewegung kann nicht in ihrem ideellen Gehalt Kompromisse schließen. Eine Tatgemeinschaft, für praktische Aufgaben ist erstrebenswert, die Versuche der Gewinnung und Ueberz.eugung von Menschen sollen außerhalb dieser gemeinsamen Arbeit weitergehen. Nur in diesem Sinne dürfen natürlich die beginnenden Auseinandersetzungen von beiden Seiten betrachtet werden. Die Araber und der Baienbau Der von der arabischen Konferenz eingesetzte Aktionsaus• schuß hat über die Forderungen der Araber beim Haifaer Hafenbau eine Reihe von Beschlüssen gefaßt Es wird gleicher Lohn für arabische und j ü dische Arbeit er gefordert, außerdem die Verwendung von Arabern und Juden entsprechend der Bevöikerungszahl. Außerdem tritt die Resolution dafür ein, keine ausländischen Arbeiter für Bauzwecke zu importieren und die Araber an der Leitung im Hafen zu beteiligen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.