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Jüdische Rundschau · 1928-07-10 · Heft 54 (10.7.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 54 (10.7.1928)
Date
1928-07-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 54, 10. VII. 1928 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 393 Neue Aera Von Rechtsanwalt Dr. Alfred W 0 T f f, Breslau. Im folgenden geben wir der Meinung eines nichtzionistischen Palästina-Freundes über die Bedeutung des Jewish Agency-Berichtes Raum. Red. Der Bericht der Agencykommission ist ein Dokument, dessen Bedeutung über seinen gutachtlichen Inhalt weit hinausgeht Er soll nicht nur wie frühere Gutachten den zionistischen Aufbauinstanzen einen Fingerzeig geben, den man nach Gutdünken berücksichtigen oder unbeachtet lassen kann. Er ist die programmatische Kundgebung verantworiungsbereiter Menschen, die in ureigenster Sache für ihre Person und als Sachwalter gleichgesinnter Palästinafreunde ihre Stimme erheben, um die Mittel zur Verwirklichung einer erhabenen und geliebten fdee zu bezeichnen und zugleich die Bedingungen für ihre aktive Mitarbeit an dieser Verwirklichung klarzustellen. ״Wenn diese Bedingungen״, so heißt cs gegen Ende des Berichte, ״erfüllt werden, appellieren die Kommissionsmitglieder an die gesamte jüdische Weit, die notwendigen Opfer zu bringen, damit ein Ideal verwirklicht wird, das die Quelle berechtigten Stolzes und der Befriedigung für alle Glieder der jüdischen Gemeinschaft sein wird“. Die programmatische Bedeutung des Berichts zeigt sich nicht so sehr in den einzelnen Thesen als in den leitenden Gedanken. Der Bericht ist sicherlich nicht so gemeint, daß er nur en bloc angenommen oder abgelehnt werden kann. Ueber die Einzelheiten wird sich schon aus sachlichen Gründen immer reden lassen. Dennoch darf man sich nicht darüber täuschen, daß der Bericht mit seinen herrschenden Tendenzen steht und fällt, und daß mindestens zwei Leitgedanken ersichtlich sind, deren Ablehnung den Sinn der Aktion zerstören und did Erweiterung der Jewish Agency wahrscheinlich unmöglich machen würde. Ueber diesen Charakter der gegenwärtigen Situation muß man sich klar sein, trotz alles physischen Unbehagens das ultimativ empfundene Situationen verursachen. Aber dieses Unbehagen besteht nicht nur auf zionistischer Seite. Auch die Nichtzionisten werden sich der neuen Lage freuen können, wenn es ihnen geglückt Ist, ihren Partnern die Idee des Berichts innerlich so nahe zu bringen, wie dies für einen ersprießlichen Erfolg der gemeinsamen Arbeit unerläßlich ist. Es kann gar nicht genug betont werden, daß es für die Nichtzionisten auf nichts weniger ankommen kann, als Recht zu behalten und den andern ihre Pläne aufzuzwingen. Die nicht sehr herzliche Aufnahme des Berichts in der zionistischen Presse (was zwischen den Zeilen der Artikel steht, ist besonders unfreundlich) braucht hoffentlich nicht zu hindern, daß die Zionisten in ihrer großen Mehrheit sehr bald erkennen werden, daß sie das Maß der ideellen Opfer, die ihnen die Outheißung der Leitgedanken des Berichts auferlegen würde, stark überschätzt haben. Die erforderliche Einfühlung setzt allerdings voraus, daß man nicht immer nur die Einzelfragen betrachtet; und man sollte in der gegenwärtigen Situation besser davon absehen, die Annehmbarkeit des Berichts beispielsweise nach seiner Stellungnahme zur Kwuzothidee zu beurteilen, als ob es sich hier nach allgemeinzionistischer Auffassung um eine Frage allerersten Ranges handelte, und als ob jeder Zionist die Kwuzah für eine unentbehrliche Wirtschaftsformund jeder Nichtzionist sie für ein wirklichkeitsfremdes Unding hielte. — Von den beiden hauptsächlichen Leitgedanken des Berichts findet sich der eine im wirtschaftlichen Teil, den Abschnitten II bis IV und VII. Diese Abschnitte sind beherrscht von der Idee des Primats derWirtschaftlichkeit. Die Kornmission wünscht, daß die palästinensische Wirtschaftspolitik bei aller Wahrung sozialen Verständnisses und ausgiebiger Befriedigung kultureller Bedürfnisse nach ökonomischen Grund- Sätzen betrieben werden soll. Die Kommission folgte hier nur den Spuren des letzten Baseler Kongresses. Freilich ging sie in mancher Beziehung über dessen Beschlüsse hinaus, schon insofern, als sie bestimmte Aufbaumethoden ausdrücklich als unwirtschaftlich ablehnte. Wenn sie der Meinung Ausdruck gab, daß die Wirtschaftlichkeit durch die Anwendung gewisser ideologischer Maxime Schaden leide, so sprach sie nur aus, was viele Besucher Palästinas, und nicht zuletzt auch diejenigen, die den Zauber des jüdischen Gemeinsehaftsfühlens voll auf sich wirken ließen, ziemlich übereinstimmend empfanden. Diese Maxime, deren enthusiasmierender Wert in den ersten Jahren des Aufbaus nicht geleugnet werden kann, sollen auch jetzt noch nach verbreiteter zionistischer Auffassung Gültigkeit haben, da sie angeblich zum unveräußerlichen Gut zionistischen Kulturempfindens gehören. Je mehr man über diesen Satz nachdenkt, um so schwächer wird — auch bei vielen Zionisten — seine Ueberzeugungskraft. Zunächst muß grundsätzlich festgestellt werden, daß die Verwirklichung der zionistischen Idee in Palästina, die Errichtung der nationalen Heimstätte, doch nicht bedingt, daß diese Errichtung unter Anwendung nationalistischer, oder wenn man will ideologischer Methoden geschieht. Aber selbst wenn man der zionistischen Lehre darin zustimmt, daß sie für Palästina nicht nur ein politisches, sondern auch ein ethisches Ziel verfolgt, so kann es nicht richtig sein, daß dieses Ziel nur mit den jetzt umstrittenen Mitteln erreicht werden kann, daß also diese Mittel schon einen Selbstzweck darstcllen, der um seiner selbst willen nicht aufgegeben werden darf. Richtiger scheint es, jedes Mittel zuzulassen, das die Erreichung des ethischen Zieles verbürgt. Als dieses Ziel hat man von zionistischer Seite die ״Schaffung einer gütigeren Atmosphäre als in der alten Welt“ bezeichnet. Ist es so falsch zu behaupten, daß dieses Ziel, über dessen ethischen Wert kein Streit herrschen kann, gerade nicht mit ideologischen Methoden, sondern nur mit Mitteln zu erreichen ist, die den wirtschaftlichen Fortschritt nicht lähmen, sondern fördern, und daß die beste Bürgschaft zur Schaffung einer gütigeren Atmosphäre die Hebung des allgemeinen Wohlstandes ist? Daß man mit den idealsten Doktrinen nicht Wohlstand schaffen kann, wenn man die Gebote der Wirtschaftlichkeit zurücktreten läßt? Daß man in einem Lande, das inmitten einer kapitalistischen Welt liegt, nur erfolgreich wirtschaften kann, wenn man sich denjenigen Methoden zuwendet, die ökonomisch den größten Nutzeffekt versprechen? Es ist selbstverständlich, daß gerade in Palästina die Betonung der Wirtschaftlichkeit nicht dazu führen darf, das Wirtschaftsleben von sittlicher Formgebung zu entblößen. Aber nach dieser Richtung hin scheint eine Gefahr nicht zu bestehen. Schon der hohe Kulturstand der Arbeiterschaft und ihr Klassenbewußtsein werden erfreulicherweise dafür sorgen, daß in Palästina die Bäume des Kapitalismus nicht in den Himmel wachsen und daß es an sozialem Verständnis und Sinn für Kulturbedürfnisse niemals fehlen wird. Auch der Agencybericht ist, indem er das Primat der Wirtschaftlichkeit verficht, von einem ethischen Ideal, der Schaffung gütigerer Verhältnisse, getragen und, wie man sieht, von dem gleichen, das der Zionismus in Palästina erstrebt. Die verschiedene Beurteilung der einzelnen Methoden ändert nichts daran, daß die gemeinsame Basis auch ethisch schon besteht Der andere Leitgedanke des Berichts betrifft das Organisatorische. Aus verschiedenen Bemerkungen, wenn auch nicht ausdrücklichen Worten, ist die Notwendigkeit herzuleiten, daß die gesamte Aufbauverwaltung, die bürokratische wie die parlamentarische, aus der zionistischen Parteiorganisation herauszunehaien und der neuen Agency zuunterstellenist Dieser Forderung beizustimmen, sollte den zionistischen Partner kaum Uebtr- Windung kosten. Daß die Beibehaltung von Parallelinstanzen schon aus finanziehen Gründen unmöglich ist, wird niemand bezweifeln. Aber sie wäre auch in sachlicher Hinsicht schädlich. Die Aufbauarbeit kann durch den Hinzutritt neuer verantwortlicher und sachkundiger Mitarbeiter und ihr Zusammenwirken mit den gegenwärtigen Organen nur gewinnen. Der bisherige Zustand hatte schwere Nachteile, auch die öffentlichen Palästinadebatten auf den verschiedenen Tagungen litten ersichtlich darunter, daß sie nur von Zionisten bestritten werden konnten. Anderseits ist eine Beeinträchtigung der ideellen zionistischen Interessen durch die neue Regelung nicht zu erwarten. Die Gefahr einer gegenseitigen Majorisierung ist unabhängig von der ziffernmäßigen Kräfteverteilung nicht gegeben. Es wird sich bald zeigen, daß der Palästinaaufbau ein Arbeitsgebiet ist, das außerhalb des jüdisehen Parteistreits liegt, und daß etwaige Meinungsverschiedenheiten nicht von der Parteizugehörigkeit des einzelnen beeinflußt werden. Die Meinungsbildung wird im bestimmten Falle von ganz andern Faktoren abhängig sein. Bei Streitfragen werden keineswegs auf der einen Seite nur Zionisten und auf der andern nur Nichtzionisten stehen; das wird sogar für Probleme gelten, die angeblich dem eisernen Bestände zionistischen Kulturempfindens angehören. Es wird radikale Nichtzionisten geben, die für jedes ideologische Experiment zu haben sind, und wir werden auch weiterhin Zionisten finden, die alle irrationellen Methoden mit Entschiedenheit ablehnen. I Diese Unerheblichkeit der jüdischen Parteistellung besteht nicht nur für wirtschaftliche Fragen, sondern fast noch mehr für Fragen der palästinensischen Politik. Man kann sich nicht vorstellen, inwiefern die Regelung der Beziehungen zur Mandatarmacht oder zu den Arabern vom Bekenntnis zum Zionismus abhängig sein sollte. Es war ernstlich nicht zu verstehen, warum in Basel ein prominenter Kongreßredner den Standpunkt vertreten konnte, daß aus Gründen des zionistischen Interesses die Nichtzionisten zwar an den wirtschaftlichen, nicht aber an den politischen Aufgaben beteiligt sein sollten. Man würde indessen der Bedeutung des Agencyberichts nicht gerecht werden, wenn man sich auf die Erörterung derjenigen Programmpunkte beschränkte, die nach der Ansicht der Kommission die an die Zionisten zu stellenden Bedingungen enthalten. Von nicht minderer Wichtigkeit sind diejenigen Erklärungen, die sich auf die Leistungen der Nichtzionisten beziehen. Die Kommission hat bestimmte Ziffern genannt, deren Aufbringung sie als notwendig bezeichnet, und deren Erreichung sie auch erwartet. Die zionistische Presse Ist von der Höhe dieser Zahlen nicht sehr befriedigt; sie sollte jedoch bedenken, daß nur Minimalziffern genannnt wurden, mit deren Ueberschreitung man auch ohne allzu großen Optimismus rechnen darf. Aber es handelt sich nicht nur um das Finanzielle. Gleich wichtig ist es, daß sich von nun ab viel weitere jüdische Kreise, namentlich in Deutschland, zur Idee der nationalen Heimstätte bekennen. Es geht nicht an, daß sich auch weiterhin zahlreiche deutsche Juden von einem Werk fernhalten, von dem der Kommissionsbericht sagt, daß es ״von der ganzen Welt als würdige Anstrengung der Judenheit zur Wiedererrichtung des Landes ihres Ursprungs angesehen wird". Wie lange noch wird die Leitung des C.-V. für sich die Legitimation in An- Spruch nehmen, ihren Mitgliedern die Beteiligung an diesem Werk zu widerraten? Wie lange noch wird sie bei einem nicht einmal traditionellen Nein verharren, für das es in Wahrheit keine andere Begründung gibt, als daß man, auf seine Gesinnungsgemeinschaft pochend, mit einer als zionistisch verschrienen Sache nichts zu schaffen haben will? Mit seinen offiziellen Begründungen hat der C.-V. wenig Glück gehabt. Nachdem er es jahrelang beinahe als Landesverrat brandmarkte, wenn Juden deutsches Geld zu gemeinnützigen Zwecken ins Ausland brachten, und nachdem er im Gegensatz zur Vorkriegszeit mit besonderer Betonung sein prinzipielles Desinteressement an Bestrebungen betonte, deren Ziel über die Unterstützung notleidender jüdischer Einrichtungen in Deutschland hinausging, hat er sich plötzlich, wie Wieners Buch deutlich ergibt, zur Hilfeleistung für Palästina bekannt, nur nicht zum Aufbau der nationalen Heimstätte, was allerdings praktisch, wie die Verhältnisse nun einmal liegen, eine Beteiligung im Interesse Palästinas unmöglich macht und an der bisherigen Negierung nichts ändert Muß man auch jetzt noch, nachdem die Kommission gesprochen hat, darauf hinweisen, daß gerade die überparteiliche Instanz das nationale Heim in Palästina wünscht (aus zahlreichen zwingenden, immer wiederholten Gründen), und daß ihre nichtzionistischen Mitglieder nicht daran denken, mit diesem Wunsch ein Bekenntnis zum Zionismus zu verbinden? Und werden schließlich jene Skeptiker, die ihre Ablehnung des Aufbauwerks mit der mangelnden Eignung Palästinas zur Kolonisation begründeten, nicht einmal umlernen, nachdem die Kommission und ihre sachkundigen Berater diese Eignung autoritativ festgestellt haben? Wir hoffen, daß nicht nur die Zionisten, sondern auch die fernstehenden nichtzionistischen Kreise die Größe des Augenblicks erkennen. Sie zu sammeln, wird eine wichtige Aufgabe der folgenden Monate sein. Hier sind organisatorische Aufgaben zu lösen, die leider bisher immer wieder zurückgestellt wurden. Jetzt ist es unaufschiebbar, eine deutsche Landsmannschaft der Jewish Agency zu begründen, deren Aufgabe nicht nur in der Bestellung der Delegationen bestehen müßte, sondern deren Leitung auch den Kontakt mit den Anhängern der Bewegung zu wahren hätte, da nur dieser Kontakt die Wachhaltung des verantwortlichen Interesses verbürgt — Die Schwierigkeiten, beiderseits zu einer Verständigung und einer gemeinsamen Arbeit zu gelangen, sind viel geringer, als es zuweilen scheint. Wir werden sie rasch überwinden und die erhebende Genugtuung erleben, daß Wille und Tat unserer Generation die Aera eines verheißungsvollen Aufstiegs Palästinas eingeleitet haben. Die WizO'Tagung in Berlin In unserer Notiz vom 6. Juli d. J. über die Berliner! Tagung der Wizo ist zunächst zu berichtigen, daß es bei Anführung der an der Sitzung teilnehmenden Mitglieder der Exekutive heißen sollte: Frau R. Pommerantz, London (und nicht wie irrtümlich Frau Rosa Melzer-Pommerantz, Lemberg). Ferner: Frau Epstein, London. Ueber dem SchlußderTagung geht uns nachstehen־ der Bericht zu ז Donnerstag, den 5. Juli, wurde die zweite Council-Tagung der Weltorganisation Zionistischer Frauen in einer Nacht- Sitzung geschlossen. Die Beratungen der zahlreichen Delegierten aus fast sämtlichen Ländern Europas haben zu einer wesentlichen Weiterentwicklung der Organisation geführt. Die einstimmig angenommenen Resolutionen, die auf alle Gebiete der Arbeit einflußgebend wirken werden, sind als Resultat ernster und sachlicher Beratungen zu wertem Außer den bereits in einem Bericht vom 6. Juli erwähnten führenden Referaten seien heute noch die überaus sachlichen Ausführungen der Schatzmeisterin, Frau Miriam Marks (London) erwähnt, die von Frau Dr, Weizmann ergänzt wurden. Sie unterbreitete der Versammlung neue Pläne zur Weiterentwicklung des Palästinaprogrammes der Wizo. Zur Frage der Herausgabe eines Organes der Organisation sprachen Frau Dr. Martha Hof mann (Wien) und Frl. Betty Frankenstein. Frl. Margit Mechner, Organisationssekretarin der Wizo, legte der Versammlung einen detaillierten Plan für die Propaganda der kommenden Arbeitsperiode bis zur nächsten Konferenz vor. . Aus den Resolutionen seien folgende wichtige Punkte wiedergegeben: 1. Council in Palästina. 1. Die Palästina-Exekutive der Wizo wird beauftragt, bis zur nächsten Konferenz die Bildung eines Councils herbeizuführen, der aus Vertreterinnen der Histadruth Arzith, der Moazath Hapoaloth und der Histadruth Naschim Ibriotb besteht. . .״ ״ _ , ,, . 2. Dieser Council unterbreitet der Palästina-Exekutive der Wizo Pläne, deren Annahme auf Vorschlag der Galuth-Exekutive durch die Konferenz der Wizo entschieden wird. II. Neß Zionah-Projekt. 4. Die Council-Tagung spricht der Rumänischen LandesfÖderation wärmsten Dank und Anerkennung für die Uebernähme der Finanzierung der Lehrfarm in Neß Zionah aus, die im Namen der Associatia Culturala a femeuor Evree unter den Auspizien der Wizo geschaffen wird. Die Counal- Tagung gibt der Hoffnung Ausdruck, daß diese beispielgebende Tat von seiten anderer Föderationen Nachahmung finden wird. . .... ״ 6. Die Exekutive stellt ausdrücklich fest, daß die alleinige Verpflichtung zur Finanzierung der Lehrfarm Neß Zionah Rumänien obliegt und aus dem der Exekutive zur Verfügung stehenden regulären Budget keine Mittel dafür bereitgestellt werden können. HL Finanz. 7. Der Keren Hanaschim ist das Finanzinstrument der Wizo. 8 Die Finanzlage der Wizo gestattet eine Erweiterung des Palästinaprogramms, vorausgesetzt, daß die der Organisation angeschlossenen Verbände bis Oktober 1928 ihre Verpfiiehtungen erfüllen. Das Programm ist folgendes: 1. Histadrutii Arzith (Clubs, Garten«u11agcn usw.) Pf. 3w 2. Anlage von Fachbibliotheken ... ” ™ 3. Wanderlehrerinnen, Kurse Im Hostel für Mädchen aus Kwuzoth ״ ״ ־w 4. Expertise für Heimindustrie » JW 5. Ausbau des Meschek in Jerusalem » 1300 6. Ausbildung von Absolventinnen des Hostels und Nahalals im Auslande ) IV. Propaganda. 9. Die Council-Sitzung betont die Wichtigkeit einer zentralen Informationsstelle in Palästina und befürwortet den Vorschlag des Propaganda-Kommitees der Palastina-iixe־ kutive einer umfassenden Berichterstattung über die gesamte in Palästina geleistete Frauenarbeit; diese Berichte sind in regelmäßigen Zeitabständen an die Council-Mitglieder zu senden, die sie nach Maßgabe innerhalb ihrer Föderationen 11. Die Council-Sitzung beschließt, die Propaganda dadurch zu intensivieren, daß die räumlich benachbarten Lander Mitteleuropas durch den Kontinentalbund (siehe Resolution ״Kontinentalbund“) dem Sub Komtnittee für Propaganda der Exekutive in London Vorschläge für rednerische Propaganda und Kulturarbeit unterbreiten. V. Kontinentalverband. 13. Die bei der Council-Tagung anwesenden Delegierten der Exekutive und der Föderationen nehmen Kenntnis von der am 30. Januar 1028 auf Grund des Baseler Konferenzbeschiusses erfolgten Schaffung einer Arbeitsgemeinschatt ־,der kontinentalen Verbände. *) Genaue Berechnungen müssen erst eingeholt werden. Hebriiseher Fernunterricht Für Zionisten, die an Orten wohnen, wo es keine Möglichkeit eines direkten hebräischen Unterrichts gibt, besteht seit 15. Mai ein Fernunterricht, der durch geeignete schrittliehe Uebungen das hebräische Selbststudium der Schüler kontrolliert. Die angefertigten Arbeiten werden korngiert und mit entsprechenden Anmerkungen und Erläuterungen postwendend zurückgesandt. Der Unterricht ist unentgeltlich, nur für Portospesen ist vom Lernenden Ersatz zu leisten. Weitere Anmeldungen werden zum 15. Juli angenommen. Interessenten wenden sich an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Meinekestr. 15. Rosch Haschanah - n. - F. - Aktion Wir weisen hierdurch nochmals auf den Beschluß des Geschäftsführenden Ausschusses der Z.V.l.D. hin, für die diesjährige Roschhaschanah-Aktlon sämtliche Kräfte der Z.V. f. D. einzusetzen. Wir richten hierdurch die dringende Aufforderung an alle Mitarbeiter, mit den Vorbereitungen für die Aktion rechtzeitig zu beginnen. Die Roschhaschanah- Aktion wird in der Zeit vom. 1. Septemter bis 30. September 1928 durchgeführt, und es versteht sich von selbst, daß während dieses Monats keinerlei andere Aktionen oder Veranstaltungen stattfinden dürfen. Zionistisch• Vereinigung für Deutschland

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