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Jüdische Rundschau · 1928-06-22 · Heft 49 (22.6.1928) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 49 (22.6.1928)
Date
1928-06-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 356 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 49, 22. VI. 1928 Palästina-Jagendlahrt 192$ Das Programm der Jugendfahrt in Palästina ist nunmehr iestgelegt. Bei einem insgesamt zweiwöchentlichen Aufenthalt lautet es folgendermaßen: Donnerstag, 4. 10.: Ankunft in Jaffa, Ausbootung, Weg nach Tel-Awiw, Begrüßung, freier Aufenthalt in Tel-Awiw. Freitag, 5. 10.: Fahrt per Autobus nach Ben Schemen, Bcsichtigang Ren Schemens, von dort Weiterfahrt über Dilb, Mozah nach Jerusalem. Erste Besichtigung Jerusalems, abends Klagemauer. Sonnabend, 6. 10.: Besichtigung der Altstadt Jerusalems, soweit es der Sabbat erlaubt. Sonntag, 7, 10.: Simchat-Thora-Feier, restliche Besichtigung Jerusalems, soweit es der Feiertag erlaubt. Montag, 8. 10.: Autofahrt über Jericho ans Tote Meer und zurück. Nachmittags letzte Besichtigung Jerusalems. Dienstag, 9. 10.: Autobusfahrt über Sichern, Sehastije nach Afule. Nach dem Mittagessen dort Weiterfahrt nach Balfouriah, Merchavia und Kwuzath Zrifim. Dort Aufcnthalt bis zum Abend, Rückweg nach Afule. Mittwoch, 10. 10.: Von Afule nach Ain Charod, Aufenthalt dort bis zum Mittagessen, Weiterfahrt nach Daganiah, dort Aufenthalt bis zum Abend, am Tibcrias-See entlang nach Tiberias. Donnerstag, 11. 10.: Besichtigung von Tiberias, Fahrt im Autobus über Safed, Acco nach Haifa. Freitag, 12. 10.: Karmel-Wanderung. (Fakultativ.) Sonnabend, 13. 10.: Sabbat-Ruhetag, abends Turnfest. Sonntag, 14. 10.: Fahrt nach Nahalal, Mittagessen dort, Rückfahrt nach Haifa, Besichtigung der industriellen Anlagen, Technikum usw. Montag, 15. 10.: Eisenbahnfahrt Haifa—Petach-Tikwah, Besichtigung Petach-Tikwahs, z.u Fuß von Petach-Tikwah nach Tel-Awiw. Dienstag, 16. 10.: Mit der Eisenbahn nach Rechoboth, Besichtigung Rechobots, von dort zu Fuß nach Rischon-le- Zion, Besichtigung von Rischon-Ic Zion, von dort zu Fuß nach Tel-Awiw. Mittwoch, 17. 10.: Letzte Besichtigung Tel-Awiws, evtl. Ausflug nach Mikweh Israel, Abschiedsfeier in Mikweh Israel oder in Tel-Awiw. Donnerstag, 18. 10.: Einschiffung. Im Rahmen dieses Programms sind Veranstaltungen der zionistischen Institutionen sowie der Arbeiter-Institutionen und Sportveranstaltungen vorgesehen. Die Zahl der Fußwanderungen ist außerordentlich beschränkt, zum Teil freiwillig. Die Zahl der Teilnehmer bleibt endgültig auf 100 beschränkt, obwohl die Anmeldungen bereits sehr zahlreich sind. Anmeldeschluß ist, falls die Teilnehmerzahl nicht vorher erreicht wird, der 15. August 1928. Verband Bayrischer Israelitischer Gemeinden A!11 17. und 18. Juni hielt der Verband Bayrischer Israelitischer Gemeinden in Bamberg seine diesjährige Verbandstagung ab. Am Vorabend der Tagung fand ein Vortrag von Harburger (München) über ״Alte Kunst bei den Juden in Bayern“ statt, am Morgen folgte eine Besichtigung der Bamberger Synagoge. Am Sonntagvormittag wurde die Tagung durch einen Festakt im Kaisersaal der Residenz eröffnet. Obarlandesgeriehtsrat Dr. Silber- Schmidt begrüßte die anwesenden Behördenvertreter und die nahezu vollzählig erschienenen Mitglieder von Rat und Tagung, unter' denen man auefV:-(M|^Ä ׳Pf$» Willstätter (München) bemerkte. Dr. Silberschmidt gedachte der verstorbenen Mitglieder von Rat und Tagung: Nathan Grünbäum (Brückenau), Moritz Neu (Pirmasens), Dr. Silberschmidt XKissingen), Simon Dingfelder (München). Als erster Redner sprach Ministerialrat Dr. Metzger vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, der die besten Wünsche des Ministeriums überbrachte. Als Vertreter der Kreisregierung sprach Regierungsrat v. C r a i 1 sheim, für die Stadtgemeinae Bamberg Oberbürgermeister W e e g m a n n , für die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg der erste Vorstand Geh. Justizrat Dr. Werner. Der Bamberger Rabbiner Dr. R ü 1 f führte aus, es sei eine jüdische Aufgabe, den Kampf für die Unterdrückten zu führen. Die Eröffnungssitzung schloß mit einem Bericht des Präsidenten des Verbandes, Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer (München). Dem Bericht ist zu entnehmen: lm rechtsrheinischen Bayern wurden im Jahre 1927 an Umlagen 463 000 M. erhoben, was einem . Durchschnitt von 11,27 M. pro Kopf entspricht. Die großen Gemeinden Mündien, Nürnberg, Würzburg, Fürth, Augsburg, Bamberg, Schweinfurth brachten 87,48 ״<> der Umlagen auf. Der Staatszuschuß beträgt für die Jahre 1927 uud 1923 je 60 000 Mark, ein auch verhältnismäßig geringer Betrag, da auf den Kopf der christlichen Bevölkerung, abgesehen von den Auf- Wendungen des Staates für die katholischen Schulen und theologischen Fakultäten, 4,24 M. entfallen, auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung hingegen nur 1,22 M. Die Arbcitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände in Süddeutschland werden gemeinschaftlich mit dem Zentralverein eine Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland herausgegeben, deren erstes Heft im Oktober erscheint. Air, die umfassendste und gewaltigste Aufgabe stellte sich die Bildung eines Reichs verbandes der deutschen Juden dar, nachdem vorausgegangene Verhandlungen in Nürnberg und Köln zu einem befriedigenden Abschluß geführt haben. FÜR DAS BERLINER STADTBÜRO DES KEREN KAJEMETHLEJISRAEL suchen wir zum 1. Juli dieses Jahres einen SEKRETÄR Zionistische Bewerber, die über gute organisatorische und propagandistische Erfahrungen verfügen und nach Möglichkeit mit den Berliner Verhältnissen vertraut sind, wollen schriftliche Gesuche richten an den Keren Kajemetii Lejisrael für Deutschland, Berlin W15, Meinekestraße 10 Hamburger Brief Die Arbeit der Hamburger Zionist Ischen Vere i n i g u n g im Winterhalbjahr 1927/1928 kann als abgeschlossen betrachtet werden. Wenn man die Tätigkeit der Ortsgruppe kritisch befrachtet, müssen zwei Dinge festgestellt werden: das Interesse unserer Menschen an Fragen politischer oder wirtschaftlicher Art hat stark nachgelassen — es war bezeichnend, daß die Wahlversammlung zum Delegiertentag kaum besucht war —, während alle Abende, die sich mit Fragen der jüdischen Kultur beschäftigten, auf regstes Interesse stießen. Es soll nur noch einmal auf die Kulturwochen von Dr. Mayer hingewiesen werden, über die schon berichtet wurde, und die eine Teilnchmerzahl hatten, wie sie seit Jahren bei unseren Veranstaltungcn nicht vorhanden war. Für die Arbeit der Ortsgruppe ist nach dieser Richtung hin ein Weg gezeigt. Immer und immer wieder mußten wir mit Bedauern feststellen, daß von Jahr zu Jahr der Kreis intcressierter Menschen kleiner wurde. Durch die Kultur-Abende der Ortsgruppe ist es wieder gelungen, eine Propaganda in unseren eigenen Reihen zu erzielen. im Rahmen unserer Veranstaltungen in der zweiten Winterhälfte wären hervorzuheben: ein Abend der Hebräischen Sprachschule Ivriah mit Rabbiner Dr. Bruno Italiener über: Pcssach -י- Hagadoth. Herr Dr. Italiener hat eine Reihe sehr interessanter Forschungen auf diesem Gebiet unternommen, ln einem Lichtbildervortrag verstand er es, die Ergebnisse seiner Arbeiten geschickt zu übermitteln. Am 23. Februar sprach in einer Veranstaltung die mit der Ostjüdischen Vereinigung und dem Verein russischer Juden durchgeführt wurde, Dr. Lunz über ״Kulturgeschichte der letzten 50 Jahre und der Antisemitismus“. Der Redner stellte ..in fesselnder Weise die antisemitische Bewegung der einzelnen Länder in den letzten 50 Jahren dar. Dr. S o I o w e i t s c h i k sprach über: Der nationale Gedanke in der jüdischen Geschichte. Der Referent legte eine These seinen Ausführungen zugrunde, die er aus der Geschichte der Menschheit ableitete. Völker sterben nur dann, wenn sie sich selbst für besiegt erklären. Dieser Verzieht auf eigene Kultur und staatliche Selbständigkeit ist vom jüdischen Volke nie geleistet worden. So hat das jüdische Volk niemals aufgehört, als Nation zu existieren. Erst am Ende des 18. Jahrhunderts beginnt eine Periode, die dem jüdischen Volk gefährlich zu werden drohte; die Emanzipation öffnete dem mittelalterlichen Juden die Welt der Neuzeit, und nun allerdings imponierte den Juden diese Umwelt, sie ergaben sich ihr, und damit drohte der Unter* gang. Aber noch eine zweite These glaubte der Referent im Studium der jüdischen Geschichte gefunden zu haben: durch die dreitausendjährige Gemeinschaft ist der Jude so typisch differenziert von der übrigen Menschheit, daß jede Assimilation an den inneren Widerständen im Juden selbst, wie durch die Abwehr der Völker scheitern muß. Im April sprach Marcel Lew über: ״Die galizische Haskalah und die Philosophie des Nachman Krochmal. Er schilderte zunächst die ökonomischen Verhältnisse Galiziens um die Wende des 18. Jahrhunderts, aus denen heraus erst die Erscheinung der Haskalah verständlich Wird. Aus dieser Zeit erklärte er dann biographisch die Gestalt des Rabbi Nachman Krochmal, um dann einen kurzen Abriß seiner Philosophie zu geben. Diesem ging voran eine kurze thematische Darstellung der jüdischen Philosophie bis Krochmal und eine Beschreibung des jüdischphilosophischen Zeitbegriffs. Krochmal wurde dann als der Neuerer geschildert, der das biologische Moment in der Philo- Sophie brachte, der aus einer — seiner Philosophie gemäßen —- Betrachtung der jüdischen Geschichte heraus letzten Endes auch Begründer eines modernen Nationalismus wurde. Es folgte dann die Abgrenzung der Philosophie Krochmals gegen Hegel und die Richtigstellung seines Begriffes der ״Mission Israels״ (teudath Israel) gegen liberale Verwässerung, und, Verbiegung. *Ein weiterer ,interessanter Abend war ein Licntbildervortrag des Herrn Dr. Schwarz über: ״Die Kunst der Ostjuden״. In seinen Lichtbildern brachte er eine Fülle von unbekanntem Materiäl. Dieser Vortrag zeigte die Möglichkeiten, auf diesem Wege werbend zu wirken. Durch Interessierung an jüdischen Werten sind bleibendere Einwirkungen zu erzielen als durch Propagandavorträge üblichen Stils. Im Laufe des Winters fand eine öffentliche Jugendversammlung mit Dr. K a n o w i t z statt, die als mißglückt bezeichnet werden muß. Trotzdem alle Hamburger Jugendverbände eingeladen waren, erschienen nur wenige nichtiiationaljüdische Jungens, die eine Diskussion nicht bestreiten konnten. Nicht unerwähnt bleiben darf eine öffentliche Versammlung, in der Dr. Gold st ein über: ״Die Juden im Fernen Osten“ sprach. Dieser Abend war ein außerordentlicher Erfolg. Auf ihn näher einzugehen/wäre müßig, da die ״Jüdische Rund-! schau“ schon ausführlich darüber berichtete. Leider ist es uns trotz einer guten Gruppenarbeit nicht gelungen, im wesentlichen Maße neue Mitglieder zu werben. Die oben beschriebenen Veranstaltungen waren zunächst dazu angetan, unsere eigenen Mitglieder wieder zu interessieren; vielleicht gelingt es uns auf diesem Wege, auch neue Menschen zu gewinnen, E. H c i. Zionistische Getr.eindepolilik Sou 11 tag, den 24. d. M., findet in Benjin eine Tagung von in der Gemeindearbeit tätigen Gesinnungsgenossen statt, zu der auch die Mitglieder des Geschäffsführenden Ausschusses und des Landesvorstandes der Z. V. f. D. eingeladen sind. Bei dieser Tagung sollen die wichtigen prinzipiellen Fragen der Gemeindearbeit erörtert werden. Die Zusammenkunft hat eine besondere Bedeutung, da auf dem Dclegiertentag in einer Kommission wesentliche vorbereitende Arbeit geleistet worden ist und nunmehr die Richtlinien der Gemeindepolitik für die Zukunft festzustellen sind. Es hat sich schon in Breslau gezeigt, daß in manchen zionstischen Kreisen und bei Gemeinde- Vertretern, insbesondere in verschiedenen Mittelgemcinden, Un- Sicherheit über die maßgebenden Gesichtspunkte dieser Arbeit besteht und daß das Bedürfnis nach einer sehr klaren Linie sehr stark ist. Die Tagung wird daher eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben. Berichtigung. Das in Nr. 6!׳ der ,,.Indischen Rimdscliau“ besprochene Buch von Frieda IV n i ß m a 11 n heißt nicht, wie irrl ii ml ich angegeben, ,,Jüdi|el1c Erzählungen in der Legende", sondern ,,Biblische Gestalten in der Legende“. Der leitende Ausschuß des Allgemeinen Deutschen Kantorenverbandes hielt am 28. Mai in der Loge zu Leipzig seine diesjährige Tagung ab. Von der Hauptversammlung des Rabbinerverbandes lieber die Hauptversammlung des deutschen Rabbinerverbandes, die vor kurzem in Berlin getagt hat, geht uns ein Berieht zu, dem wir noch nachstehendes entnehmen: Für die öffentliehe Sitzung war das Thema gewählt: ״Die Forderung des Judentums für die Gestaltung des Lebens“. Der erste Redner, Rabbiner Dr. Lewkowitz, Berlin, sprach über wirtschaftliche Ethik, er setzte sich mit der Frage des Kapitalismus und des Sozialismus auseinander. Inwieweit dem Kapitalismus alles nur Mittel zum Zweck der Erzielutig höchstmöglichster Rentabilität ist, stellt er ihm die jüdische Idee von dem Eigenwert der Persönlichkeit, den Humanitätsgedanken gegenüber, und insoweit Sozialismus den Eigenwert des Individuums trübt und vernichtet, stellte er auch ihm die jüdische Ethik gegenüber, die, mag sie noch so sehr den sozialen Charakter des Menschen betonen, den Eigenwert des Individuums aufrechterhalten will. Das zweite Referat hatte Rabbiner Dr. Salzbcrger, Frankfurt a. M., über Bodenre form. Er entwickelte die alte jüdische Gesetzgebung über den Bodenbesitz und die Besitzveränderung an Boden und führte in längerer sachlicher Darstellung aus, wie notwendig es sei, auch als Forderung der jüdischen Ethik alle Bestrebungen zur Rückkehr zum Boden zu unterstützen und zu pflegen. Als dritter Redner sprach Rabbiner Dr. Eschelbacher, Düsseldorf, über Bevölkerungspolitik. Er ging aus von dem in der Gegenwart nicht zu verkennenden Pessimismus, der sich in der Beschränkung und der Verhütung der Geburten zeigt, wies nach, wie aucli in der älteren Geschichte des Judentums Perioden eines solchen Pessimismus vorhanden waren und überwunden wurden. Er wies darauf hin, daß über alle wirtschaftlichen Gründe hinaus, letztlich eine Aenderung des Willens in diesen Dingen nur zu erzielen ist durch die lebensbejahende Auffassung, die aus einer wirklich inneren Religiosität quillt, aus der das vertrauen und die Zuversicht erwachsen. Ein Korreferat zu den sämtlichen Referaten erstattete Rabb. Dr. Arthur Lev y, Berlin. Auch er betonte den Primat des Menschen vor der Wirtschaft und hob mit besonderem Nachdruck das Recht auf den Sabbat als Parallele des Rechtes auf die Arbeit hervor. Die Diskussion bot ein klares Bild von den Fragen persönlicher Lebensgestaltung, die dem Rabbiner in der Seelsorge und in der Kleinarbeit des Tages entgegentreten, vor allem von den Problemen der Sabbatheiligung und der Sexualethik. Es lag im Wesen einer solchen Diskussion, daß sie keine Lösung aufstellen konnte, sondern nur ein Ringen mit Problemen bedeutete. Vermischtes Abschiedsabend der palästinensischen Schauspieler. Am Donnerstag, dem 28. Juni, abends 9 Uhr, findet im Schubertsaal, Bülowstr. 104, ein Abschiedsabend der palästinensischen Schauspieler Meir Teomi und Judith Perkal unter Mitwirkung von Herrn Iso Golland von der Staatsoper Berlin statt. Aus dem Programm: Rezitationen aus der neuesten hebräischen Literatur Palästinas (Hameiri, Lamdan, Grünberg, Schlonski), ferner wird Herr Golland neben mehreren Arien noch nichtgesungene volkstümliche Gesänge von Engel, Gladstein u. a. vortragen. Karten zum Preise von M. 1,—, 2,— und 3,— erhältlich im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10, und an der Abendkasse. Berliner Jüdische Gemeinde. Die nächste Siizung der Repräsentanten-Versammlung findet am Donnerstag, dem 38. Juni 1938, abends 6/4 Uhr präz., im Sitzungssaal, Oranienburger Str. 30, statt. *v SdFalöm-Alefclfdfft'iKlub. ’ AM'StumäBeihd; dem a3. Juni, wird im S c h a I tf m - A I e i c h e m - K I u b , Kleiststr. 9, der bekannte jüdische Dichter Daniel Tscharni einige Kapitel aus seinem Roman: ״Die Erde ist rund" vortragen. Beginn 9 Uhr abends. Die Thüringer zionistische Gesellschaft hat am 17. Juni 1938 in Erfurt gefa״t, und sich mit dem Gemeindeprogramm der Z.V.f.D. beschäftigt. Lippe-Ostwestfalen. Dio für den aj, Juni vorgesehen» Tagung in Bad Oeynhausen findet nicht statt. Der zionistische Volksverein, Trautenau (Böhmen!, Leabsichligt, in der zweiten Hälfte des Monats Juli in J o I! a n n i s 1> a d einen N.-F.-Blumeritag und eine llcrrlfeicr zu veranstalten. Zionisten, die zu dieser Zeit, in Johannisbad weilen und evtl, als Festredner sich zur Verfügung stellen würden, werden gebeten, sieh an Herrn Oskar Rix, Trautenau, Gebirgsstraße, zu wenden. Der Jüdische Frauenbund. Verband Berlin, Berlin N 2j, Monbijouplatz io, berichtet uns folgendes aus dem Mädchenwohnheim ff, August.sfr. 17 (Sludcnliimenheim). Das Heim, das seit ipaä bestellt und das einzige in Berlin bestehend(? jüdische Wohnheim für das in der .Ausbildung begriffene Mädchen ist, hat sich im vergangenen Jahre von 10 auf 12 Plätze vergrößert. In der Zeit vom 1. April 1927 bis t. April 1928 wohnten insgesamt 20 Mädchen im Heim. Der Pflegesatz beträgt bei voller Pension So M. m011atlir.l1. Die Zimmer werden jeweils \on zwei jungen Mädchen geteilt. Aus den zahl reichen Anfragen schließen wir, daß das Heim einem starken Bedürfnis cnlgegenkomnit. Auskunft erteilt der Verband Berlin des Jüdishen Frauenbundes, Berlin N, Monbijouplatz 10. Zwei PalMstina-Gesellschaffsreilen. Ein jüdischer Palästina-Reisevercin in Frankreich veranstaltet eine Palästina-Gesellschaftsreise vom 15. August bis 14. September. Die Preise betragen von Marseille—Jerusalem und retour 1. Klasse 4300 Francs, 2. Klasse 3450 Francs, 3. Klasse 2400 Francs. Alles Nähere durch Dr. Bry skier, 167 Avenue de la Republique, ä Fontcnay-sous-Bois (Seine). — Eine Geseilschaftsreise in der Zeit vom 13. März bis 9. April veranstaltct der Wiener ״Verband radikaler Zionisten״ gemeinsam mit der ״Vereinigung demokratischer Zionistinnen“ und dem Palestine Touring Club in Wien. Der Preis für die ganze Reise beträgt bei Benutzung der 2. Schiffsklasse 2000 österreichische Schillinge und bei Benutzung der 3. Schiffsklasse 1400 bzw. 1200 Schillinge, ln den Preis sind auch Verkehrsmittel in Palästina sowie Verpflegung in Palästina und Aegypten einbegriffen. Auskünfte und genaue Prospekte erhältlich bei Frau Paula Stricker, Wien II, Hoilandstr. 10. Arabische Lektionen erteilt sephardische Jüdin, Palästinenserin, mit arabischem Studiengang. Beste Referenzen. Näheres durch die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“. 3ahli und sammelt den Schekel!

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