Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 49 (22.6.1928)
- Date
- 1928-06-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Einzelnummer 0,35 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. AustaadsabonfietBMi• werden in der Wlhrtmg der einzelnen Linder berechnet Nummer 49 | Berlin, 22. VI. 1928 Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G. m.b.H., Berlin W15, Meinekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70, AnstigenpreitiS g«spa!tN0npireil!eze!1e 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,75 G.־M Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittags 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165 —70, Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Oesterreich: Postspark4M«®*®t Wien, Konto Nr. 156030 Für Tschechoslowakei*. Postsparkassenamt Prag, Konto Nr, 59410. Für Polen: Postsparkassenamt Warschatt, Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag תמוז■ תרפ״ח n | xxxm. Jah«•^ Der Zlonismu» eratrebt fUr da« JUdlxh• Volk dl« Schaltung einer öffentlich ■ rechtlich gescherten Heimstätte In Palästina. ״Basaler Proaramm.'* Drei politische Bücher Der Name Balfour ist mit der letzten Phase der jüdischen Volksbewegung eng verknüpft Durch seinen Mund hat das jüdische Volk die Antwort bekommen, als es die Welt anrief, um das Ziel alter Sehnsucht in reale Wirklichkeit zu verwandeln, das tragische Judenlos zu wenden. Die Balfour- Deklaration gab den Anstoß zu einer neuen Aera; und Balfour selbst ist ein treuer Freund des Zionismus geblieben und hat — im Amt und ohne Amt — den Weg der zionistischen Arbeit beobachtet Der Niederschlag dieser Gesinnung sind seine Zionistischen Reden ,die soeben gesammelt, mit einem Vorwort von Herbert Samuel, in Buchform erschienen sind (,Speeches on Zionism“, by The Earl o! Balfour. Redigiert von Israel Cohen, Verlag Arrowsmith, London W. C. 1, Preis 2/6 sh. 2,50 M.). Diese wenigen Reden umschließen fast das ganze Feld des Zionismus, jede einzelne kennzeichnet einen entscheidenden Moment zionistischer Geschichte: Von der ersten zionistischen Nachkriegskonferenz (London!920, Albert Hall-Rede), über die zionistische Schicksalsstunde in Amerika, den Kampf um den Zionismus im Oberhaus, die Ratifikation des Mandates Im Oberhaus, die Einweihung der Jerusalemer Universität, die Begegnung mit Palästina, — bis zu der Zehnjahrfeier der Balfour-Deklaration, wo ihr Autor nochmals der Sprecher seines Landes wird, Ziele und Hoffnungen seines Zionismus zusammgnfaßt Es sind ungezwungene, unsytematische Gelegenheitsreden; und doch steckt die ganze zionistische Problematik in diesem Buch. Es zeigt zunächst in vornehmster, wohl kaum zu überbietender Welse die nachhaltige Wirkung der jüdischen Renaissance-Idee auf einen Mann großen politischen und geistigen Horizonts. Aber Balfour spricht auch offen, wie es einem Freunde geziemt, von den Schwierigkeiten des Werkes; und vortrefflich charakterisiert Herbert Samuel in seinem Vorwort diese Seite der Balfour-Reden, indem er sagt, Balfour sehe deutlich, daß die politischen, finanziellen und physischen Schwierigkeiten nicht den Weg versperren dürfen, sondern überwunden werden müssen. Aber dazu müssen sie erkannt sein. Samuel sagt in diesen! Zu- ' alff Hindernis betrachtet werden für die jüdische Kolonisation in einem Lande, das eine vier- oder sechsmal größere Bevölkerung fassen kann. Aber sie muß als ein Grund für besondere Vorsicht angesehen werden. Sie erfordert eine Politik des guten Willens und der genauesten Gerechtigkeit bei Behänd- Iung der Interessen und Gefühle einer Bevölkerung, deren Familien seit Jahrhunderten in diesem Lande leben.“ — Von Balfours Reden scheint uns die bis heute wichtigste die Albert Hall-Rede von 1920 zu sein, in der er mit tiefem Verständnis die Einzigartigkeit des jüdischen Falles betont und dann in aller Offenheit die vier größten Schwierigkeiten des zionistischen *Experimentes“ — ein Experiment ist es, weil cs keinen Präzedenzfall hat, nicht we® sein Ausgang unentschieden wäre — erörtert: die arabische Frage, die Parole der Selbstbestimmung, die physischen Erfordernisse und schließlich: die Diskrepanz zwischen Idee und Wirklichkeit, d. h. die Gefahr zu idealistischer Einstellung gegenüber einer realen Aufgabe. * Wie weise diese Voraussicht gewesen ist, zeigt die Geschichte der letzten zehn Jahre Zionismus, die im Grunde ein Kampf mit diesen vier entgegenwirkenden Faktoren war. Diese Geschichte ist jetzt (in hebräischer Sprache) geschrieben worden: Zehn Jahre palästinensischer Politik, von M. Medzini (Verlag ״Haarez“, Tel-Awiw 5688, 269 S., 250 Mill. 5 M.). Dies ist ein außerordentlich lehrreiches Buch, obwohl es für den Mitlebenden kaum viel Neues bringt und auch keine eigene originelle politische Konzeption enthält. Aber es frischt das Gedächtnis auf, und das ist sehr wichtig in unserer vergeßlichen Zeit. Die Ereignisse in Palästina seit der Balfour-Deklaration ziehen an uns vorüber, die wechselnde zionistische Politik mit ihren Erfolgen und Mißerfolgen, mit ihrer Diskrepanz zwischen Wollen und Können, zwischen organisierter Planmäßigkeit und deren ständiger Durchkreuzung durch chaotische Kräfte, zwischen Sachlichkeits-Interesse und Propaganda-Interesse. Eigentlich ist cs eine Kette von Mißerfolgen und Enttäuschungen, und daher stimmt das Buch — sehr hoffnungsvoll und optimistisch; man sieht, daß Schwierigkeiten, die den Beteiligten verhängnisvoll erscheinen, das Werk als Ganzes nicht aufhalten. Medzini schildert die schwierige Lage, in die der Zionismus bald nach der Besetzung Palästinas und insbesondere nach Ende des Krieges infolge der offenen Gegnerschaft und der Intrigen gewisser englischer Militärs geriet. Es kam zu einer Sammlang aller gegnerischen Kräfte, von den englischen Antisemiten angefangen bis zu vatikanischen und französischen Agitatoren, da damals Frankreich im Orient England Schwierigkeiten zu bereiten suchte, um es seinen europäischen Wünschen gefügig zu machen. Die Unentschlossenheit und LTneinigkeit der in Versailles tagenden Mächte war eine entscheidende Ermutigung der arabischen Opposition, und der in dieser Zeit des Chaos entstandene Schaden war nicht mehr gutzumachen. Medzini übt aber auch scharfe Kritik am Verhalten des Jischuw, der sich in kleinlichen Nörgeleien erging, statt den großen Fragen sein Augenmerk zuzuwenden, und dessen Parteizerrissenheit geradezu groteske Formen annahm. Daneben steht die Unliihigkcit der zionistischen Bewegung, das Volk zu entscheidende!1 Taten hinzureißen. So verging die SchiCksalsstunde des Zionismus, und die weitere Entwicklung war nur eine logische Folge dieser Ereignisse. Mit einer in zionistischen und besonders in palästinensischen Kreisen seltenen, erfreulichen Offenheit kritisiert der Verfasser das katastrophale Versagen des Jischuw in der Araberfrage gerade während der entscheidenden Jahre. Man lebte in einer Welt der Träume und verschärfte durch die gedankenlose Phantastik der politischen Rhetorik die Lage immer mehr, statt sich um eine Annäherung der beiden schicksalsverbundenen Völker und um einen vernünftigen Ausgleich zur rechten Stunde zu bemühen. Wir sind immer den Ereignissen nachgehinkt (und tun dies, notabene, noch heute, aber das gehört schon auf ein anderes Blatt). Wenn Medzini Herbert Samuel einen Vorwurf daraus macht, daß er bei den Selbstverständlichkeiten seiner Weißbuch-Definitionen nicht hinzufügt, diese Definitionen entsprächen der zionistischen Auffassung, so ist dies letztere zwar auch unser Standpunkt, leider aber fehlte es an einer offiziellen zionistischen Stellungnahme, auf die sich Samuel hätte stützen können; bekanntlich führen noch heute viele Zionisten einen Windmühlenkampf gegen diese Selbst- Verständlichkeiten. Nicht Samuel ist darum zu tadeln. Medzinis fesselnd geschriebenes Buch ist vor allem a|s wichtige Materialsammlung zu werten. Bei seiner Beurteilung der Vorgänge kann man das Bestreben feststellen, die Tat- Sachen nach ihrem eigenen Gewicht zu bewerten und objektiv abzuschätzen. Dies muß man anerkennen, auch wenn man nicht in allen Punkten Medzinis Anschauungen teilt. * Die zionistische Geschichte der letzten zehn Jahre kann aber nicht isoliert betrachtet werden. Viele Vorgänge und Tendenzen sind gar nicht zu verstehen ohne eine Kenntnis der gewaltigen inneren Umwälzungen, die in Palästinas Nachbarländern und im ganzen Orient seit dem Krieg vor siel! gegangen sind. Die Bewegungen und Bestrebungen der orientalischen Völker wirken vielfach auch auf die europäische Politik zurück, insbesondere des für Palästina wichfigsten Landes, England. Die orientalischen Völker wandeln sich mit , Idee«, die vor allem von zwei Seiten polar in sie hinein־ getragen werden, von England und von dem bolschewistischen Rußland. Der Orient durchlebt in den letzten Jahren einen tiefen Gestaltwandel, der seine Denk- , und Lebensart, wie sie seit Jahrhunderten festzustehen schien, auf kulturellem, sozialem und politischem Gebiete umformt ln diese Welt des erwachenden Orients ist das Land der zionistischen Verwirklichung eingebettet, und diese Vorgänge bilden daher den natürlichen Hintergrund aller zionistischen Tätigkeit, ohne dessen Kenntnis zionistische Politik weder gemacht noch verstanden werden kann. Diesen Hintergrund zu enthüllen, ist das große zionistische Verdienst des Buches von Hans Kohn ״Geschichte der nationalen Bewegung im Orient“ (Kurt Vowinckel, Verlag, Berlin, 360 Seiten, 21 M.). Dies Buch füllt für deutschlesende Zionisten eine empfindliche Lücke aus. Hans Kohn zeigt, wie sich bei den verschiedenen orientalischen Völkern — Aegyptern, Arabern, Türken, Persern, Indern, (Ostasien wird nicht ausführlich behandelt) — ein modernes nationales Bewußtsein und eine politische nationale Bewegung allmählich herausgebildet hat Die Geschichte dieser Völker im 19. Jahrhundert wird dargestellt und dann gezeigt, welche gewaltige Beschleunigung des Prozesses durch den Weltkrieg mit allen seinen Nebenerscheinungen bewirkt wurde. An Stelle des bis dahin religiös gebundenden Lebens tritt infolge des Eindringens europäischer Ideen, des Kapitalismus und der modernen Technik, ein politischer Nationalismus, der spgar bei manchen Völkern in ausgesprochene Religionsfeindschaft umschlägt. Aehnlich wie in Europa seit der Renaissance und der Reformation die Macht der Kirche erschüttert wurde und die fortschreitende Aufklärung zur Säkularisation des Staates führte, ist auch das Gebäude des Islam unterhöhlt worden, die Trennung von Staat und Kirche wurde z. B. in der Türkei schneller noch als in Europa Wirklichkeit, auf der andern Seite sehen wir neue religiöse Bewegungen, die eine geistige Renaissance des Islam einzuleiten scheinen und deren Dimensionen noch kaum abzu- I schätzen sind. Im einzelnen zeigen sich die Veränderungen vor j allem auf dem Gebiet der Erziehung: eine große Anzahl! junger Menschen orientalischer Nationalität studiert in Europa und nimmt westliche Bildung sowie die westliche polit'schdemokratische Begriffswelt in sich auf. Das lokale Schulwesen bessert sich, die Frauenfrage findet eine radikale Lösung, auch die Mädchenerziehung, bisher völlig vernachlässigt, wird in ihrer Wichtigkeit erkannt. In wenigen Jahren, wenn die neue Jugend am Ruder ist, werden wir einer total veränderten Sachlage im Orient gegen überstehen. Politisch äußert sich dies vor allem in der Forderung nationaler Selbstregierung. Das Buch zeichnet an Hand einer großen Zahl wohlgeordneter Einzelheiten die Linien dieser Entwicklung, unter Zugrundelegung der Quellen, soweit sie durch das Medium der französischen und englischen Literatur zugänglich sind. Kohn hat es verstanden, geopolilische Zusammenhänge in enger Durchdringung mit geistesgeschichtlicher Analyse darzustellcn. Ueber weltpolitische Fragen —wie Grundlagen und politische Prinzipien des englischen Weltreiches — unterrichtet das Buch mit großer Materialkenntnis und Urteilskraft. Eine besonders wertvolle Beigabe ist die ausführliche Bibliographie. Das Buch, das gut und leicht verständlich geschrieben und mit großer Sorgfalt ausgestattet ist, ist uner ,behrlich für jeden ernsten Zionisten, der sich über die Zukunft unseres nationalen Zentrums Gedanken macht. R. W. Zionistischer Sommer Für die zionistische Welt ist seit jeher der Sommer die bewegteste Zeit. Die Ergebnisse des Arbeitsjahres reifen heran, gute oder schlechte Früchte, und die Repräsentanten der Weltorganisation versammeln sich, um Rückschau zu halten und Entscheidungen zu treffen. Nach der jetzigen Praxis tritt das Aktions-Comite nur einmal zusamvnen, und zwar im Sommer zwischen zwei Kongreßjahren, gewissermaßen an Stelle des Kongresses. Die Beschlüsse, die es zu fassen hat, sind von nicht geringerem Gewicht als die Beschlüsse des Kongresses, da die Hauptagenda der zionistischen Instanzen heute nicht mehr in prinzipiellen Entscheidungen besteht, sondern in der Regelung der praktischen Bedürfnisse einer Venvaltung, die ohne Pause Jahr für Jahr weitergehen muß und sich nicht danach richtet, ob ein Kongreß stattfindet oder nicht. Das wirkliche Leben, das reale Palästinawerk, mit dem der Zionismus heute zu tun hat, ist stärker als die alten organisatorischen Formen. Daher ist die A.-C- Sitzung von nicht geringerer Wichtigkeit als der Kongreß. Sie hat beinahe dieselben Kompetenzen, mit der Ausnähme, daß sie keine neue Leitung zu wählen hat, es sei denn, daß durch das Ausscheiden einzelner Mitglieder eine Lücke entsteht. Gerade die A.-C.-Sitzung, die in nun׳- mehr vier Wochen beginnt, wird freilich auch in der Frage der Leitung Entscheidungen zu fällen haben. Die Palästina-Exekutive, die auf dem letzten Kongreß keine Mehrheit hatte und nur dank der Stimmenthaltung der Linken ins Amt kommen konnte, besitzt auch im A.-C. keine Mehrheit. Wenn die Arbeiterparteien wollen, können sie die Palästina-Exekutive zu Fall bringen. Nach dem Grollen im palästinensischen Blätterwalde zu schließen, liegt ein solcher Falb zumindest nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit. Die maßlose Polemik, die in der palästinensischen Presse geführt wird und bei ' rechwiwerdeti•, zu'• vermissen ist, erleichtert _ jedenfalls nicljt di? Situation. Mit liecht wendet sieh Dr. B11 e s k i in seinem von uns heute veröffentlichten: Artikel gegen diese Polemik, die ohne sachlichen Respekt nur um des Gruppen-Prestiges willen geführt wird. Sie schafft eine Atmosphäre des exaltierten Mißtrauens, die eine sehr ernste Gefahr für jede zionistische Arbeit darstellt. Man könnte manche Beispiele grotesker Uebertreibung und Entstellung anführen, die letztens in der Auseinander- Setzung mit dem deutschen Zionismus vorgekommen sind. Aber wir wollen uns dabei nicht aufhalten, denn die zionistische Situation erfordert gegenseitige Annäherung und nicht kleinliche Befehdung der zionistischen Gruppen. Die Richtung unserer Innenpolitik muß immer mehr auf Konzentration der Kräfte gerichtet sein, je mehr wir einsehen, daß noch keineswegs das Stadium zionistischer Entwicklung erreicht ist, das wir in den ersten Nachkriegsjahren gekommen wähnten, wo wir den Luxus eines bis ins letzte differenzierten parlamentarischen Parteiwesens bei uns einführen zu können glaubten. Zwei wichtige zionistische Fragen sind es vor allem, die im kommenden Monat der Entscheidung zudrängen, Die Sitzung der Jewish Agency - Kommission in London dürfte bereits beendet sein, wenn dieses Blatt in die Hände der Leser kommt. Bei der Kompliziertheit der organisatorischen Sehachtelung ist es fraglich, ob diese Kommission, die an ihre Auftraggeber, die Herren Weizmann und Marshall, ihren Bericht zu erstatten hat, bindende Verpflichtungen für irgendeinen Teil der Verhandlungsteilnehmer aussprechen kann. Bekanntlich soll im Herbst in Amerika eine Konferenz zusammentreten, um den amerikanischen Anteil der Kosten des Aufbauplanes zu übernehmen. Daß dies in unzweideutiger Form geschehe, ist die Forderung, die im gegenwärtigen Stadium der Agency-Verhandlungen gestellt werden muß. Ueber die Beratungen selbst ist noch nichts bekannt, vor allem auch nicht die Summen, die zur Debatte stehen. Es ist klar, daß die Größe der Aufbauarbeit von der Höhe der bereitgestellten Finanzen abhängig ist. Die gegenwärtigen Keren Hajessod-Einnahmen reichen, wie sich gezeigt hat, für nicht viel mehr als Aufrechterhaltung des Status quo. Jeder zusätzliche Beitrag, der von den Nebenbelastungen des Kongreßbudgets wie Erziehungswesen, Gesundheit usw. frei sein wird, würde voll der Kolonisation zugute kommen. Aus der Dar- Stellung von Felix Rosenblüth auf dem Breslauer Delegiertentag ist zu entnehmen, daß die Exekutive konkrete Vorschläge bezüglich der Kolonisation der nächsten Zeit hat. Alle etwa von anderer Seite kommenden Anträge werden kaum wesentlich davon abweichen können. Diesen Plan klar ins Auge zu fassen, und sich nicht durch eine überstürzte Politik der früher übliciien Art von diesen Plänen abbringen zu I lassen, ist ein Hauptgebot für die A.-C.-Sitzung, MUßon Araber in Palästina darf nicht afe ein