Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 46 (12.6.1928)
- Date
- 1928-06-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 336 I Oie Keren Kajemeth• Konferenz in Breslau im Rahmen des Deleßiertentagcs fand in Breslau am Montag, dem 28. Mai, eine Konferenz der Vertrauensmänner des K. K. I . statt. Die wenigen Tage, die für die Beratungen des Deiegiertentages zur Verfügung standen sowie seine umfangreiche Tagesordnung, holen der Konferenz des K. K. L. nur eine sehr kurze Spanne Zeit. Neben einer Anzahl von Delegierten und Ersat/delegierten waren auch Vertrauensleute des K. K. L. besonders aus Schlesien erschienen. MaxWollsteiner, der Ehrenvorsitzende des K. K. I eröffnote die Tagung mit einigen einleitenden Worten und gab bekannt, daß der Plan bestehe, im Herbst eine allgemeine vom Ddegiertentag unabhängige Vertrauensmännervcrsammlmig des K. K. L. für ganz Deutschland einzuberufen. Adolf Pollak, der provisorische Leiter der Deutschen Sammelstelle, gab einige Ergänzungen 7.u dem vorliegenden gedruckten Bericht über die K. K. L.-Sammeltätigkeit der letzten zwei Jahre und entwickelte sodann den Arbeitsplan für die nächste Zukunft. Ein interessantes und instruktives Referat über die hodenpolitischen Gesichtspunkte der K. K, I .- Arbeit in Palästina sowie die Prinzipien seiner Geldaufhringuitg gab das Mitglied des K. K!..-Direktoriums, S. Schocken. Es wurde allgemein bedauert, daß wegen Zeitmangels eine Aus- *prache über die gehaltenen Referate nicht stattfinden konnte. Konferenz des Keren Hajessod Anläßlich des Delegiertentuges fand für Delegierte und aktive Mitarbeiter eine geschlossene Konferenz des Keren Hajessod statt. Kurt B 1 u in c n i e 1 d eröffn etc die Verhandlungen, wonach Alfred Berger Bericht über die Tätigkeit des, Keren Hajessod erstattete. Felix Roscnbliith gab Informationen über die finanzielle Lage und über die Situation in Palästina. Aus den Verhandlungen ging hervor, daß sich die Eingänge des Keren Hajessod 111 Deutschland dauernd in aufsteigender Linie bewegen. Diese erfreuliche Tatsache soll, nach dem einmütigen Willen aller Teilnehmer an der Besprechung, bestehen bleiben. Zu diesem Zwecke aber ist es notwendig, daß sich insbesondere die in den Ortsgruppen tätigen Zionisten aktiv an der Werbearbeit für den Keren Hajessod beteiligen. Die Konferenz dankte allen Mitarbeitern, insbesondere Kurt Blumenfeld und dem zurückgetretenen bisherigen Leiter des Keren Hajessod-Büros Alfred Berger für ihre unermüdliehe •Arbeit. Pressekonferenz bei ״Ort“. Die Zentralverwaltung des Verbandes der Gesellschaften zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden ״Ort“ hat die Vertreter der Presse für ,Mittwoch, den 6. Juni, nachmittags, nach dem Hotel ,,Kaiserhof“ zu einem Tee geladen, um sie durch Herrn Dr. D. Lvovitch, der vor kurzem aus Rußland zurückgekehrt ist, über die Eröffnung neuer Aussichten des Aufbaus des jüdischen Wirtschaftslebens in Rußland im Zusammenhang mit dem soeben in Geltung getretenen Vertrag zwischen der Sowjetregierung und der Gesellschaft ״Ort“ über die zollfreie Einführung von Maschinen, Werkzeugen und Rohstoffen auf Kosten ausländischer Organisationen, Verwandter und Freunde russischer Juden zu informieren. Nach einer Einführungsrede des Vorsitzenden, Justizrat Dr. Brodnitz, berichtete Dr. Lvovitch über Zweck und Tragweite des Vertrages, der ״Ort“ das Privileg gibt, nicht nur Genossen, sondern auch einzelne Personen (Deklassierte), die sich emem Handwerk oder der Heimindustrie zuwenden wollen, mit Produktionsmitteln zu versorgen. Es folgte Beantwortung von Fragen. Herr Berthold Israel, der Inhaber des großen Berliner Kaufhauses N. Israel, wird am 12. Juni d. J. 60 Jahre alt. Berthold Israel ist Mitglied des Hauptausschusses aes Hilfs- Vereins der deutschen Juden und nimmt an den Aktionen des Hilfsvereins hervorragenden Anteil. JUEDISCHE RUNDSCHAU Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 12. Juni nachm. 4)4 Uhr Jüd. Frauenarbeitsgemeinschaft Grunewald, Zusammenkunft b. Frau Feuerring, Grunewald, Teplitzer Str. 25. Mittwoch, den 13. Juni abends 81,4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, in den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4 Bericht über den Breslauer Delegiertentag. Referenten: Dr. E. Ascher, Dr. Salli Hirsch. Donnerstag, den 14. Juni abends 81״ Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Saal, Meinekestraße 10. Bericht über den Breslauer Delegiertentag. Referenten: Dr. Herbert Foerder, Dr. Nachum Goldmann, Richard Lichtheim. Zionistischer Jugendbund ״Herzl“ im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Vortrags-Cyklus Große Männer der neueren Gedichte. 2. Referat: Joseph Trumpeldor von einem, der ihn gekannt hat. Die Anthologie jüngster Prosa, »eiche im vorigen H r! ־t von Erich Ebermayer, Klaus Mann und Hans Rosenkranz herausgegeben, im I. M. Spaeth Verlag, Berlin, erschien, soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Sie wird diesmal an Stelle von Klaus Mann von Georg von der Vring mitherausgegrben. Auch der neuo Band will versuchen, einen Ueberblick über die künstlerischen Kräfte der jüngsten Generation in Deutschland zu geben. — Schlußtermin der Einsendungen: 1. August 1gz8. Einsendung*- Bedingungen sind erhältlich durch den I. M. Spaeth Verlag, Berlin SW lr, Dessauer Str. s3. Rheinische Bezirkskonferenz der Poale Zion. (Eingesandt.) Am 3. Juni fand in Hamborn eine Bezirkskonferenz der Poale Zion statt, die von zirka 100 Mitgliedern besucht war. Die S. P. D., die freien Gewerkschaften hatten Vertreter entsandt. Es wurden folgende Referate gehalten: Chawer Katzenstein: Zionismus und Sozialismus; Chawer Frenkel: Aufgaben der Poale Zion in Deutschland; Chawer Rabinowicz: Organisationsbericht. Nach einer lebhaften Diskussion wurden einige Resolutionen gefaßt. Unter anderem wurden in einer Resolution die Versuche, einen Eintritt der Poale Zion in die Z. V. f. D. zu bewirken, abgelehnt. Gleichzeitig forderte man die Schaffung einer territorialen Arbeitsgemein- Schaft auf paritätischer Grundlage und beschloß, in den zionistisehen Aktions-Ausschuß für Rechtsrheiniand und Westfalen einzutreten. Die neue Bezirksleitung besteht aus den Chawerim Katzenstein, Düsseldorf, 5 i n e y , Hamborn und D a n z i g e r, Duisburg, Die Adresse der Bezirksleitung ist: Düsseldorf, Rolandstr. 7. Nr. 46, 12. VI. 1928 Berichtigung. Bei der Wiedergabe des V. Aktes von ״Jiphtachs Tochter" (Bühnenspiel von Clara Boschwitz) in Nr. 4) der ״Jüdischen Rundschau", sind in der zweiten Spalte, Zeile 60, versehentlich die Personennamen falsch gestellt worden. Es muß richtig heißen: Jiphtach: . . . Hier könnt ich glücklich sein Mirjam : Hier wirst du's sein. Jiphtach: Zum ersten Male hier entblößte ich . . Vermischtes Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Am 31. Mai!()58 fand die G eneralversatnml u n g d!־r Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in der Aula, Artilleriestraßo 14, statt. Der Vorsitzende, Herr Justizrat. Seligsohn, erstattet() den Jahresbericht und teilte u. a. mit, daß sich 1m Berichtsjahre die Hörerzahl abermals gesteigert hat, so daß jetzt über 100 Studierende der Hochschule augehören. Das Vermögen der Anstalt wurde durch Erhöhung einiger Stiftungen vermehrt. Landesverbände und Gemeinden haben zur Erhaltung der Hochschule beigolragen; durch eifrige Propaganda sind der Hochschule Spenden zu geflossen, aber trotz aller Opferwilligkeit reichen dio angeführten Mittel nicht aus. der Rechnumrsbcricht schließt wieder mit einem Defizit. Durch die im Herbst erfolgte Erhöhung der Gehälter, durch die erforderliche Weiterentwicklung der Anstalt werden sich im Jahre 1ga8 die Ausgaben sicher noch steigern. Eine Stärkung der wirtschaftlichen Grundlage ist notwendig, um die Hochschule in ihrer wissenschaftlichen Arbeit nicht zu hemmen. — Durch das Ableben des stellvertretenden Vorsitzenden und früheren Schriftführers, Herrn Justizrat Leo Lilienthai, hat das Kuratorium der Hochschule einen Mitarbeiter von seltener Arbeitsfreudigkßit, Erfahrung und Liebe zur Sache verloren. Die ausscheidenden Mitglieder flerr Rechtsanwalt Dr. Heinrich Veit-Simon, Herr Professor Dr. Gotthold Weil, Herr Polizeivizepräsident Dr. Bernhard Weiß wurden wiedergewählt, neu hinzugewählt wurden die Herren Siinon Braun, Willv D r 0 y f u 8 , Direktor Heinrich Stahl. Jüdisches Museum, Breslau. In Breslau hat sich, ein Verein ״Jüdische.* Museum E. V.“ gebildet. Sein Ziel ist: Die Samm-!urig und Aufbewahrung von Gegenständen und deren Abbildungen aus dem Gebiete des jüdischen Kultus. Ebenso will er Archivalien, Altertümer, Handschriften und Druckwerke, die sich auf das Judentum beziehen, sammeln und — vor allem sie der Oeffentlichkeit zugänglich machen. Der Anschluß an ein Breslauer Museum ist an gebahnt, so daß auch den weitesten Kreisen die Möglichkeit gegeben sein wird, sich von dom Judentum, wie es wirklich ist, ein Bild zu machen. Das Museum kann nur dann seine Aufgabe erfüllen, wenn es mit der Mitarbeit der weitesten jüdischen Kreise nicht nur der Stadt seiner Gründung rechnen kann. Deswegen sollte jeder, der für die Geschichte unseres Stammes interessiert ist, dom Verein beitreten und ihn hei seiner Sammlungsarbeit unterstützen. Beilrittserklärungen und Anfragen sind an den Schriftführer, Herrn Felix I’erle, Breslau 3, Striegaucr Str. 3 II, zu richten. Hagen. Einen Aufruf, den wir an alle unsere Gesinnung*- genossen und Palästinafreunde richteten, mit daran zu arbeiten, hier in Hagen eine zionistische Atmosphäre zu schaffen, verfehlte seinen Zweck nicht. Die einberufene Versammlung war glänzend besucht. Herr Dr. Jos. Neuberger (Düsseldorf) hielt einen Vortrag über den K.K.L., an den sich eine rege Diskussion.anschloß. Es wurde eine zionistische Ortsgruppe gegründet, Vorstand usw. gewählt. Das große Interesse, das alle Anwesenden zeigten, verspricht eine Arbeit mit gutem Erfolg. K.J.V. Für Dermatologen können wir zum j. Juli eine Assistenterotello in einet gfoßen Berliner Privatkünik nachweisen. Außerdem Bieten sich mehrere Vertretungsnaöglichkeiten für praktische Aerztc. Interessierte Bundesbriider wollen sich sofort an das Berufsressort des K. J. V., Berlin-Charlottenburg, Bloibtreu- Straße 50, wenden. Dipl,-Ing, Hurt BaucMz Paula Bauchuiltz geb. Blauzwim Ve rm ahlte 11. Juni 1928 Berlin» Cuxhavener Str. 13♦ Hof i. Bayern NÄtUL’HES KARLSBADER SPRUDEISAIZ SALZ isldas allem echte Karlsbader _ Vor Nachahmungen und Fälschungen wird gewarnt. Halbtagaefellung sucht perfekte Stenotypistin mit langjähriger Praxis und englischen und französischen Kenntnissen; auch stundenweise Beschäftigung, eigene Maschine. Offerten unter C. 4275 an die Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestrafle 10. Prozesse in Palästina Rechtsanwalt Dr. Sys mann Tel-Awiw P. O. B. 163 ist bis zum 20. d. 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Komödie Ee liegt tn der Lnit Theater ln der MOnlgftraizer Strafte Leinen nne Irland Homödtenhaas Broadway Tribüne Spiel im Schloß Lessind'Theater - Nauuaer 17 Theater am Nollendorfplatz Der FeldherrnUägel meines Theater Galante Nacht Neues Theater am 200 Frühling■ an ä dal Theater am Knrfflrstendamm Tempo Taneead Theater am Bfllowplatz Orphons ln der Unterwelt uutsntelhans Unter Gcscbäftsaafsickt Theater am Sdillibanerdamm 12. und 13. Juni Der Zigareftenkasten 14. und 15. Juui Der Kttkhsndel Theater des Westens Was ist denn aar mit Balduin? Groftes Schauspielhaus De! Dreim&derlhaua Renaissance - Theater Krankheit der Jugend Thalia-Theater Dyckerpott■ Erben Verantwortlich •r Redakteur: Dr. Siegfried Kaaowitz, Berlin N. Verleg Jüdiscfae Kundscheu G. m. b. H., Berlin W 15. Verantwortlich für den Inseratenteil R, Segel, Berlin -Wilmersdorf, An&.Verw. Jüdische Rundechau. Ci m. b. H Berlin W 15, Meinekestr. IC Drude voa Siegfried Scheine, Berlin -Schees berp