Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 33 (27.4.1928)
- Date
- 1928-04-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 240 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 33, 27. IV. 1928 XXII. Delegiertentag der Zfonislisdien Vereinigung für DcnfsdUand in Brcflaa, Gewerkschaftshaus, Margaretenstraße 17, vom 27. bis 29. Mai 1928. WaUvorachriften 1. Die Wahlen zum Delegiertentag müssen In den Tagen vom 6. bis 13. Mai einschließlich stattfinden. Wahlen, die vor dem 6. Mai oder nach dem 13. Mai stattfinden, sind ungültig. 2. Die Wahlleilungen in den einzelnen Ortsgruppen sind dafür verantwortlich, daß das Wahlrecht nur von solchen Angehörigen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ausgeübt wird, die das 18. Lebensjahr vollendet, den Schekel für das laufende Jahr 5688 entrichtet und Zionistensteuer mindestens für das I. Quartal 1928 oder Landesbeitrag (für 1927 und 1928 zusammen 2 M.) bezahlt haben. Der Wähler muß die Schekelquittung als Wahllegitimation vorzeigen und die Zahlung der Zionistensteuer bzw. der Landesbeiträge nachweisen können. Die zur Wahl vorgelegten Dokumente sind von der Wahlleltung — möglichst durch Stempelaufdruck — zu entwerten. Schriftliche Wahl ist unzulässig. 3. Die Wahltage, Wahlzellen und Wahllokale sind von den Ortswahlleitungen spätestens 3 Tage vor dem ersten Wahltermin den Wahlberechtigten in ortsüblicher Weise (durch Veröffentlichung ln der Presse oder durch Zirkularschreiben) bekannt zu geben. 4. ln Ortsgruppen von mehr als 300 Mitgliedern, in denen laut Statut Verhältniswahlen stattfinden müssen, sind Wahl- Vorschläge bis zum 29. April einschließlich bei der Ortswahlleitung einzureichen und von ihr bis zum 2. Mai einschließlieh in ortsüblicher Weise bekannt zu machen. Verbindung von Wahlvorschlägen in solchen Ortsgruppen ist der Ortswahlleitung bis spätestens 3. Mal mitzuteilen und von ihr am 3. oder 4. Mai in ortsüblicher Weise bekannt zu machen. 5. Sämtliche wahlberechtigten Gruppen werden aufgefordert, ihre Mitgliederliste mit genauer Adressenangabe der einzelnen Mitglieder sofort an das Büro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland einzuschicken. Die Gültigkeit der Wahlen hängt davon ab, daß die oben erwähnten finanziellen Verpflichtungen vor Vornähme der Wahlen erfüllt sind. Die Gruppen müssen daher dafür sorgen, daß die Schekelgelder und die Zionistensteuer-Beiträge spätestens bis zum 4. Mal beim Büro der Z. V. f. D. eingehen, und sie müssen bis zum gleichen Tage die Landesbeiträge für alle diejenigen Mitglieder in bar überweisen, die keine Zionistensteuer zahlen. Der Wahlprüfungsausschuß wird kein Mandat anerkennen, für das die finanziellen Voraussetzungen seiner Gültigkelt nicht gegeben sind. 6. Im übrigen wird auf die Veröffentlichung in Nr. 27/28 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 4. April verwiesen. Unterbringung Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am Delegiertentag teilzunenmen, werden dringend gebeten, dies jetzt dem Büro der Zionistischen Ortsgruppe Breslau, Karl- Ranges von 3,70 bis 4,75 M. inkl. Bedienung, sowie Privat- Pensionen und Privatquartiere von 2,50 M. ab zur Ver- Eintrittskarten Es werden Eintrittskarten für Zuhörer ausgegeben, und zwar für den ersten Tag mit Eröffnungssitzung zum Preise von 2Mn für die folgenden Tage zum Preise von je 1 M״ Karten für die ganze Tagung für 2,50 M. Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freikuverts werden schriftlich erbeten an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10 (Postscheckkonto: Berlin 8091). In Breslau werden Vorverkaufsstellen, die noch bekanntgegeben werden, errichtet werden. Jugendliche erhalten Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für die ganze Tagung, nur durch Vermittlung der Jugendverbände. Delegiertentags - Mandate Zur Uebernahme eines Mandates für Gruppen, die nicht in der Lage sind, eigene Vertreter nach Breslau zu entsenden, haben sich bereit erklärt: Max Wolisteiner, Berlin, Walter Roth, Berlin, Dr. Albert B a e r, Berlin (Hapoöl-Hazair), Dr. Hans Breslauer, Ratibor. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Briefe an die Redaktion Jalla Planlaiion Co. Wir werden um Aufnahme nachstehender Mitteilung ersucht: Die von Dr. Brünn gegründete Orangen-Pflanzungs-Ge- Seilschaft ״The Jaffa Plantations Ltd.“ wurde am 22. März 1928 als palästinensische Aktiengesellschaft unter obigem Namen mit einem Aktienkapital von 20 000 pal. Pfund in Palästina registriert, in den Board of Directors sind gewählt worden: Dr. Pinn er, Tel-Awiw, Chairmann; Dr. Brünn, Hedera, Managing Director; Heinrich Cohn, Tel- Awiw; Siegfried Hirsch, Berlin; Selig Schur, Danzig; Dr. Fritz Simon, Berlin. Außerdem ist beabsichtigt, in der ersten Generalversammlung das Direktorium durch Zuwahl einiger in Deutschland ansässiger Mitglieder zu erweitern. Welche außerordentlich schnellen Fortschritte die Gesellschaft aufzuweisen hat, geht am besten daraus hervor, daß die in der Gründerversammlung beschlossene erste Generalver- Sammlung, die am 15. Mai d. J. stattfindet, eine abgeäijderte Tagesordnung des wichtigsten Punktes erhalten mußte; Punkt 1 der Tagesordnung sah die Erhöhung des Aktienkapitals von £ 20 000 auf £ 30 030 vor. Da aber die in den letzten Wochen eingegangenen Zeichnungen bereits die Summe von £ 30000 überschritten haben, so wird der Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals auf £ 40 000 vorgeschlagen. Da zurzeit noch mit mehreren Interessenten wegen Uebernahme von Aktien verhandelt wird, so ist mit Sicherheit damit zu rechnen, daß in Kürze das volle Kapital durch neue Zeichnungen aufgebracht sein wird, ein Erfolg, der um so bemerkenswerter ist, als bekanntermaßen die Zahlungsbedingungen genau eingchalten werden und bei Zeichnung eine 40 prozentige An- Zahlung gefordert wird. Ueber die Fortschritte der angelegten Pflanzung wird in Kürze in einem besonderen Artikel berichtet werden. IN DIESEN TAGEN WIRD AUCH IHRE BÜCHSE WIEDER GELEERT WERDEN. HABEN S IE TÄGLICH 5 P F E N N I G GESPENDET? IHRE BÜCHSE BESTIMMT DEN ERFOLG DER LEERUNGSAKTION! Schon heute aber kann darauf hingewiesen werden, daß diese von deutschen Zionisten ausgehende praktische Aufbauarbeit in Palästina, auf gesunder finanzieller und wirtschaftlicher Grundlage ein Beispiel gibt, Ln welcher Weise man die zur Er- Schließung des Landes notwendigen privaten Kapitalien heranziehen kann. Aber auch jetzt schon muß vor Verallgemeinerung gewarnt werden, denn Voraussetzung für das Gedeihen ähn- Iichcr Gesellschaften ist die Zuverlässigkeit bei der Auswahl der leitenden Persönlichkeiten, durch die eine gewisse Garantie für die investierten Kapitalien gewährleistet wird. Ueber Beteiligungen an der Gesellschaft gibt jede gewünschte Auskunft Dr. Curt Nawratzki, Berlin W30, Heilbronner Straße 14. ♦ Arbeitsnachweis and Sabbatrnhe Wir erhalten folgende Zuschrift: ln jüdischen Zeitungen wurde in den vergangenen Wochen die Werbetrommel für eine neue jüdische Arbeitsnachweisbewegung (Schomre-Schabbos) gerührt, ln den ״Briefen an die Redaktion“ der ״Jüdischen Rundschau“ (Nr. 26) wird die Begründung eines neuen ״Schomre-Schabbos-Verbandes“ bekanntgegeben. Im ״Jüdischen Wochenblatt“, Frankfurt a. M. (Nr. 13), versucht Herr Moritz A. Loeb-Berlin, die Notwendigkeit einer neuen Stellenvermittlungszentrale für sabbatfreie Stellen zu erweisen. Er benutzt die Gelegenheit, der jüdisehen Volkspartei zu attestieren, daß von ihr eine kräftige Unterstützung konservativer Wünsche nicht zu erlangen ist. Nach der Darstellung des Herrn Loeb könnte es den Anschein haben, als hätte das deutsche Judentum und die jüdische Volkspartei insbesondere in der Frage der sabbatfreien Stellen״ beschaffung die schwersten Sünden auf sich geladen. Wie liegen nun die Dinge in der Wirklichkeit? Es besteht seit 1925 ein über ganz Deutschland ausgedehntes jüdisches Arbeitsnachweiswesen, dessen Spitzenorganisation die ״Vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise“ ist Dreijährige Wirksamkeit hat Erfolge gezeitigt, die auf diesem schwierigsten jüdisch-sozialen Arbeitsgebiet für die kommenden Jahre zu den besten Hoffnungen berechtigten. Im vergangenen lahre konnten in drei jüdischen Großgemeinden staatlich anerkannte Arbeitsnachweise eröffnet werden. Der Berliner jüdische Arbeitsnachweis hat allein in den Jahren 1926—1927 4334 bzw. 5865 Personen Arbeit vermittelt Einer der wichtigsten Gründe, der zur Entwicklung des jüdischen Arbeitsnacnweiswesens führte, ja, seine tiefste Rechtfertigung, ist darin zu suchen, dem Bedürfnis nach sabbatfreien Stellen gerecht zu werden. Die bestehende jüdische Arbeitsnachweis- Bewegung hat dieser Frage, insbesondere der Werbung sabbatfreier Stellen, stets Ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Daß die Arbeit auf diesem Gebiet schwieriger geworden ist, der sabbatfreie Stellenmarkt sich verengt, kann nicht dem jüdischen Arbeitsnachweis zur Last gelegt werden. In konservativen Kreisen würde hier eine dankenswerte Aufgabe erwachsen: Aufrüttelung des jüdisch-re’igiösen Gewissens; werbung für sabbatfreie Stellen und Bereitstellung so'cher in den Wirtschaftsbetrieben der eigenen Reihen. Statt dessen wird ein anderer Weg gegangen; man gründet eine Organisation, man gründet eigene Arbeitsnachweise. Eine schwere Schädigung der jungen und aufblühenden jüdischen Arbeitsnachweisbewegung, die sich selbst in der Schomre-Schabbas-Frage voll verantwortlich fühlt, wird eintreten müssen. An die gleiche Zahl in Betracht kommender jüdischer Arbeitgeber werden in Zukunft statt eines jüdischen Zentralarbeitsnachweises mehrere jüdische Zwergarbeitsnachweise konkurrierend herantreten, was die Zahl sabbatfreier Stellen sicherlich nicht vermehren wird. Und der jüdische Arbeitslose? Statt eines Weges wird er mehrere gehen müssen, denn er wird natürlich in seiner Not alle Arbeitsnachweise aufsuchen. So wird durch die geplante Neuorganisation die Idee des jüdischen Arbeitsnachweiswesens geschädigt — and das Gegenteil von dem eintreten, was heute werbend verkündet wird. K. M. WIR ZIONISTEN GRATULIEREN unseren Freunden nicht in den leeren Formen der Konvention unserer Gesellschaft, sondern durch Erneuerung guter jüdischer Gepflogenheiten — indem wir jeden Anlaß mit dem Aufbau Palästinas verknöpfen. ZU LAGBE0MER finden viele jüdische Hochzeiten atatt. Verwenden Sie die Telegrammformulare des Keren Kajemeth statt einer Depesche, erfreuen Sie das Brautpaar durch Stiftung von Oelbäumen an Stelle der Gratulation! HOCHZEITSPAAREN können wir keine würdigere Ehrung bereiten, als durch eine Eintragung in das Goldene Buch, die bei Hochzeitsfeiern leicht begonnen werden kann. Das -rhöne neue Diplom von der Meistorhmd Hermann Strucks wird von dein Eingetragenen mit Freude entgegengenommen werden. lippmann und Marie Bloch Am 29. April feiern Herr Lippmann Bloch und Frau Marie, geb. Roth in Breslau das fest ihrer goldenen Hochzeit Drei Tage später wird Herr Lippmann Bloch 79 Jahre alt. Der Name Lippmann Bloch hat im deutschen Zionistnus und darüber hinaus, besonders in Erez Jisrael einen überaus guten Klang. Gehörte sein Träger doch zu den Mitbegründern der Breslauer Zionistischen Ortsgruppe, die in diesem Jahr ihr 30jähriges Bestehen feiert. War Bloch doch einer der ersten aus der älteren Generation, der sich von Anbeginn des politischen Zionismus an zu uns zählte und auf den wir als einen der treuesten Verfechter unserer Idee stets rechnen konnten. Schon 1905, als die Reise nach Erez Jisrael noch etwas schwieriger war als heute, machte das Ehepaar Bloch die Fahrt und knüpfte dort eine Reihe persönlicher Be- Ziehungen zu den damals leitender! Männer des Jischuw an, die weiter zu pflegen ihnen Herzensbedürfnis war. Innerhalb unserer Organisation trat Lippmann Bloch stets nur durch seine vorbildliche Leistung hervor, lehnte aber aus persön- Iichcr Bescheidenheit jedes Amt ab, obschon man ihm ein solches des öfteren antrug. Schätzte man doch seinen klugen Rat sehr, aber auch seine zielsichere Impulsivität. Wurde der Zionismus von, irgend einer Seite angegriffen, Lippmann Bloch zögerte nicht, sofort die nötigen Konsequenzen zu ziehen. So gegenüber dem Zentralverein, so 1913 gegenüber dem Hilfsverein.... Auch in der Gemeinde wollte er nie ein Amt, obwohl man ihn vielfach dazu drängte. Nur einmal war er halb dazu bereit, da wurde seine Wahl zum Repräsentanten im letzten Moment hintertrieben, wegen seines Zionismus. Er konnte darauf verzichten. Heute tut es seinen Gegnern von damals leid. Sie möchten es gern vergessen machen. Heute hat er trotz seines ungebrochenen Zionismus keinen Gegner in der Gemeinde. Heute ist man auf ihn stolz. Nicht bloß wegen der Großzügigkeit seines Helfens, in dem sein Tun sich in edler Harmonie mit den Wünschen seiner Frau begegnet, ihrer beider stete Liebenswürdigkeit verbunden mit der großen persönlichen Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit, gewürzt zuweilen mit manchmal etwas drastischer Urwüchsigkeit und bei aller Liebenswürdigkeit graden Offenheit machen ihre goldene Hochzeit zu einem Fest, an dem die Breslauer Judenschaft lebhaftesten Anteil nimmt und sich auf die Ehrungen freut, die den Jubiiaren zu diesem Tage zugedacht sind, wenn diese sich auch, wie bei ihnen gar nicht anders zu erwarten war, allen Ovationen durch die Flucht an einen ungenannten Ort entzogen haben. Ursprünglich war dafür sogar Palästina in ernste Erwähnung gezogen worden. Wenn es auch jetzt nicht dazu kam, — aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Sie werden, so hoffen wir, noch Gelegenheit haben, die Entwicklung des Landes seit ihrer ersten Reise dahin mit eigenen Augen zu sehen. Ihre körperliche Rüstigkeit und *geistige Frische lassen das erwarten. Möge sie ihnen noch recht lange erhalten bleiben und mögen sie noch recht lange in guter Gesundheit ihr schönes Werk fortsetzen können. Möge ihre tiefe Liebe zu Erez Jisrael, ihre Teilnahme an seinem Wiederaufbau, ihr Verständnis für die überraschende Größe und Bedeutung dieses Werks ihr Herz jung erhalten und kräftigen.,. Zunächst bis zur diamantenen Hochzeit, alsdann wollen wir unsere Wünsche erneuern. H. Sch. Mara Spiegel, der kleine begabte Filmschauspieler, trat kör»- lieb im C a p £ t nU auf, Zunächst in .dem, Versuchifilm ״Lunjpen- Mosche!!“» ׳..An&etdetn’*3gfai.ipc sä wieder,autBühn#■!Komponist Hirsch hatte eigens für ihn ein Lumpenbänschen- Couplet gedichtet und komponiert. Der arme kleine Junge, der Streichhölzchen mit einem rührend traurigen Refrain anbietet, hatte einen vollen Erfolg. Der musikalische Grundgedanke ist ein schöne* ost jüdisch es Volkslied. Mara Spiegel hat seit dem vorigen Jahr unleugbare Fortschritte gemacht. Er ist ein entzückend natürlicher kleiner Sc'iauspieler. Den Mären, der ihm den nächsten Film finanrieren soll, wird er sicherlich auch bald finden. Diesem Zweck diente nämlich der Vormittag im Capitol. R. M. Hebräische Sprachschule der Jüdischen Gemeinde Köln Aus Köln wird uns berichtet: Die seit dem 1. März bestehenden hebräischen Sprachkurse haben sich gut entwickelt. סך Schüler werden von zwei Lehrkräften in vier Kursen unterrichtet. Es bestehen zurzeit ein Anfingerkurs, zwei mittlere und ein Kurs für Fortgeschrittene. In der fortgeschrittenen Abteilung wird eine Stunde für neuhebräische Literatur verwendet. (Jetzt beschäftigt man sich mit der Haskalaepoche), und in der anderen die ältere Literatur, besonders Tenach; zurzeit wird Jirmijahu gelesen. Die Schüler der beiden mittleren Kurse werden durch die Methode Iwrith-b’iwrith in den Geist der hebräischen Sprache eingeführt. Gleichzeitig wird an Hand des Chumaseh viel Grammatik gelehrt. Der Anfängerkurs besteht aus Schülern, die fast keine Vorkenntnisse besitzen. Im allgemeinen ist zu sagen, daß die hebräische Sprachschule sehr gute Aussichten zur Weiterentwicklung hat. Schüler worden noch weiter aufgenommen. Der Unterricht findet im Sitzungssaal der Jüdischen Gemeinde, Roonstraße 50, in folgenden Stunden statt. — Für Fortgeschrittene Gruppe Montag u. Mittwoch, 2 1—23 Uhr: für Mittlere A-Gruppe Dienstag u. Mittwoch, 30—21 Uhr; für Mittlere B-Gruppe?Montag u. Donnerstag, 31 — 33 Uhr: für Anfänger-Gruppe Montag u. Donnerstag, 30—31 Ihr, — Die Lehrer sind Herr Renten und Frau Ri spler. Zionistischer Gnippenverband Thüringen Am 6. Mai 1928 findet ein Gruppenverbandstag in Erf u r t statt. Wir bitten die Gesinnungsgenossen des Bezirks, diesen Tag frei zu halten. Näheres wird noch bekanntgegeben. Vermischtes Jüd.-Sozia!dem. Arbeiterorganisation Poale Zion. Dien*־ tag, den I. Mai, findet im Gemeindehaus, Rosenstr. a/4, die Mai- Kundgebung statt. Referenten: Oskar Cohn und Berl Locker. Gäste herzlich willkommen. Beginn pünktlich 71/3 Uhr abends. Die Buchhandlung Kedern, CharlQttenburg, Daklmannstr. S, bittet uns, roitzuteilen, daß Herr Dr. Lurje ihr den Vertrieb für Deutschland des in Nr. 31 der ״J, R.“ von Dr. Max Mayer besprochenen Buches von Dr. Lu r j e über Herzl übergeben bat Der Herzl-Club Breslau veranstaltet anläßlich des Deb - f" ” ' . mit dem Herzl-Club, zu Händen von Bbr. Walter Daaziger, Breslau I, Blücherplatz xg, in Verbindung setzen. Die Gruppe der russischen Zionisten veranstaltet am Sonnabend, den 38. April, im Kaiserhof einen Tee, bei dem Herr Leo M o t z k i n , Präsident des zionistischen A.-C. und Leiter de» Pariser Comitds der Jüdischen Delegationen, über seine politische Tätigkeit in den letzten Jahren vor einem geladenen Publikum sprechen wird.