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Jüdische Rundschau · 1928-04-24 · Heft 32 (24.4.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 32 (24.4.1928)
Date
1928-04-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 32, 24. IV. 1928 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sdte 233 Vorträge Alexander Goldstein ln Berlin N und In Hamburg. Dr. Alexander Oold stein, über dessen Reisebericht aus den Ländern des Fernen Ostens und der Süd* s e e wir in der vorigen Nummer ausführlich berichtet haben, wiederholt seinen Vortrag in Berlin am 25. d. M., abends SV» Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstr. 17/18. Dadurch wird den im Zentrum Berlins wohnenden Juden Oelegenheit geboten, aus dem Munde eines der besten Kenner der Juden in der ganzen Welt eine lebendige, blutvolle Schilderung des Lebens der Juden in den fernen Ostgebieten zu hören. Wir haben bereits in unserem Berichte vermerkt, daß Ooldsteins Reisebericht weit über den Rahmen einer Versammlungsveranstaltung hinausgeht und daß seine Schilderungen das Gefühl des Zusammenhanges aller Juden in ihrer Liebe für Palästina stärkt. Am Donnerstag, den 26. April, abends $!/״ Uhr, hält Dr. Goldstein seinen Vortrag in Hamburg, im Logenheim, Hartungstr. 11. Hebräischer Fernunterricht Wir haben in Nr. 27/28 der ,Jüdischen Rundschau" vom 4. April mltgeteilt, daß wir die Einrichtung eines hebräischen Fernunterrichtes für solche Anfänger beabsichtigen, die an Ihrem Orte nicht die Möglichkeit haben, an Kursen oder Privatunterricht teilzunehmen. Der Fernunterricht soll bereits Mitte Mal beginnen. Interessenten werden gebeten, sich schon jetzt unter Angabe der Adresse, des Alters, der Allgemeinbildung und evtl, des bisherigen hebräischen Studienganges zu melden. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Melnekestr. 10. Gibt es elneo Weg zam Ritual? Von Lion Levy. Wohl selten hat ein Redner das große Mißgeschick gchabt, derartig toto genere mißverstanden zu werden wie Herr Erich Gutldnd mit seiner Frage: ״Gibt es einen Weg zum Ritual?“ (In der Veranstaltung, über die in Nr. 19 der ״J. R.“ berichtet wurde.) Es war für den, der das Problem, das Herr Outkind meinte, kennt, erstaunlich, zu hören, wie sein Thema ln der Diskussion ohne weiteres ln die Frage, ob es einen Weg zur Orthodoxie gebe, umgewandelt wurde, und zwar mit einer derartigen Selbst- Verständlichkeit von allen Rednern jeder Richtung, daß die Be* mühungen des Diskussionsleiters, zu seinem Thema zurückzukommen, hoffnungslos fehlschlagen mußten. Hätte denn das Thema überhaupt einen Sinn, wenn für den Redner Ritual und Orthodoxie gleichbedeutend wären? Denn wer kann bezweifeln, daß es zu der letzteren Wege gibt, wenn man sie nur gehen wollte! Aber es ist mit der schicksalsschweren Frage etwas ganz anderes gemeint — Um den Ursinn der Thora geht es hier, nicht um das, was Religion und jüdischen Schicksal in Jahrtausenden daraus gemacht haben, und so sollte diese Frage der Orthodoxie selbst zum Problem werden. Denn das Ritual lebt nirgends, wird nirgends gelebt, nirgends gehalten. Gutkind hat wiederholt, ohne daß man in der Diskussion für und wider die Orthodoxie den Sinn seiner Worte aufgefangen hätte, daran erinnert, daß jedes Ritual, auch das jüdische, trotz seiner Be- Sonderheft die Volksgründung wiederholte, was wohl nichts anderes heißen kann, als daß es die Nachahmung Gottes zur dauernden Aufgabe stellte. Israel aber, so will es unser Mythos, welches Wort hier nicht mit Fabel zu übersetzen ist, soll nicht natürlich entstanden, sondern auf den ewigen Gott gegründet worden sein. — Und so erhebt sich die Frage, ob es überhaupt für uns wieder einen Weg zum Ritual gibt. Denn wenn wirklich die Jugend ln Erez- Israel Material für ein neues Ritual abgeben könnie, so entsteht die neue Frage, ob dieses überhaupt ein jüdisches sein könnte und nicht etwa eine neue naturerwachsene Nation ergeben müßte, in der das jüdische Wesen Ws zur Unkenntlichkeit verändert wäre. Ritual, auch das jüdische, heißt biologische Bindung. Die Institution des Opfers nahm auch bei uns die zentrale Stellung darin ein. Und dieses Ritual lebte schon nicht mehr, als die Psalraisten Dank und Demut als dem Tieropfer, das sowieso schon damals nur mehr ein Symbol war, gleichwertig erachteten wie Oscar Goldberg in seinem großzügigen Werk ״Die Wirklichkeit der Hebräer“ nachgewiesen hat Ist das Ritual wieder belebbar und wenn ja, ist seine Wiederherstellung bei unserem Bewußtsein wünschenswert? Ist es so, wie gelangen wir dahin?! Wenn aber nicht, was soll dann die Kontinuität des Judentums in Palästina gewährleisten; wollen wir etwa Gewissenszwang in unserem Lande? Oder Ist die Geschichte Israels zu Ende, und werden die Juden in Palästina ein Stück sein wie die anderen Völker? Die Frage nach der Rückkehr zur Orthodoxie wird die nicht interessieren, die nicht zu ihr zurückwollen. — Aber die Frage: ״Gibt es einen Weg zum Ritual?“ hat Anspruch auf die Teilnähme aller Zionisten, denn sie enthält das Problem von der seelischen Erneuerung Israels, ist also ein Thema des Aufbaues des jüdischen Palästinas. Zionisten aal Reisen Die Zionistische Exekutive teilt mit: Die Zionistischen Organisationen in Kairo, Alexandrien, sowie der zionistische Verein in Triest ersuchen uns, an die Zionisten der verschiedenen Länder, die auf ihrem Wege nach oder von Palästina Italien bzw. Aegypten berühren, die Bitte zu richten, sich anläßlich ihres dortigen Aufenthaltes mit den lokalen Komitees in Verbindung zu setzen und, falls möglich, einen zionistischen Vortrag in den dortigen Orts* gruppen abzuhalten. Die Adressen der betreffenden Organi- Rationen lauten: Federation Sioniste de L’Egypte, c/o Mr. Santy Goldstein, P. O. B. 2131, Kairo; Organisation Sioniste d’Alexan* drie, 1, Rue de l'Opital Grec, Alexandrie; Palästina-Amt, Via det Monte 7, Triest. Bei diesem Anlasse möchten wir überhaupt die Anregung geben, daß Zionisten auf Reisen, die Sie 1ns־ Ausland führen, Gelegenheit nehmen, mit den Zionistischen Organisationen jener Länder in persönliche Berührung zu treten. Unser Büro ist gern bereit, den Gesinnungsgenossen, die sich bei uns melden, die betreffenden Adressen bekanntzugeben. Exekutive der Zionistischen Organisation. L, Lauterbach, Organisations-Dept. Sonntag, den 22. April, fand in Berlin eine Zentral- Komitee-Sitzung des deutschen Landesverbandes Mlsraehi statt. Die Sitzung hatte sich u. a. mit der Neukonstituierung des Vorstandes, die durch Amtsniederlegung des bisherigen Präsidenten Dr. Woifsberg erforderlich geworden ist, zu beschäftigen. Zum Geschäftsführenden Vorsitzenden wurde Herr Alexander Adler gewählt. Kieme Nachrichten Mr. Mills wurde zum amtsführenden Chefsekretär der Palästinaregierung an Stelle des nach Aden versetzten Zivil- Sekretärs Colonel Symes ernannt. Die Konferenz der südafrikanischen Zio* nisten fand am 18. April in Johannesburg unter Teilnahme von Col. Kisch statt. Der Direktor der Jüdischen Kolonialbank Joseph Cowen ist zu längerem Besuch ln Palästina eingetroffen. Das mit einem Kostenaufwande von 17 000 Pfund in Jerusalem errichtete B i b e 1 - H a u s wurde am 10. April feierlich eröffnet. Der anglikanische Bischof von Jerusalem, Rennie McI n nes, leitete die Weihezeremonie. Rev. Rit son , der Sekretär der Britischen und Auswärtigen Bibel-Gesellschaft, teilte mit, daß die Bibel gegenwärtig in 603 Sprachen von der Gesellschaft verbreitet wira. Es sprachen noch LadyPlumer für den wegen Krankheit abwesenden Lord Plumer und der Präsident des Internationalen Missionsrates Dr. Mott. Dr. Henry Atkinson aus New York, der sich fiir die Abhaltung einer religiösenWeltfriedenskonferenz einsetzt, ist in Jerusalem eingetroffen, um mit den religiösen Führern in Palästina wegen ihrer Teilnahme an der Konferenz Besprechungen zu pflegen. Eine Vorkonferenz wird schon im September a. J. in Genf abgehalten werden. In Jerusalem wurde eine Ortsgruppe der Gesellschaft zur Verteidigung der jüdischen individuellen und kollektiven Rechte in Palästina, die vor einiger Zeit in Haifa begründet wurde und die den Namen ״S’chussenu" (Unser Recht) trägt, konstituiert. Der bekannte Religionsphilosoph Rudolf Otto, Professor in Marburg, der in seinem Buch ״Das Heilige“ die jüdische Idee der Heiligkeit untersucht hat, besuchte vor kurzem Palästina und zeigte großes Interesse für die jüdlsche Arbeit. Wie die arabische Presse mitteilt, trifft in diesen Tagen in Palästina eine Abordnung der chinesischennationalen Organisationen ein. Die Abordnung wird auch Reisen durch Syrien und Aegypten unternehmen. Jerusalem, 12. April. (J.T.A.) Nachdem die Höhle Machpelah in Hebron gegen Entrichtung einer Gebühr allgemein zugänglich gemacht worden ist, haben in dieser Woche zwei jüdische Touristen die Höhle besucht. Es ist dies der erste Fall seit Jahrhunderten, daß Juden der Besuch der Höhle gestattet worden ist. Der Parteirat der österreichischen Zionisten wählte auf seiner Sitzung vom 19. März an Stelle von Dr. Chajes Ing. Johann Kremenetzky zum Präsidenten des Keren Hajessod in Oesterreich und an Stelle von Direktor Epler Herrn Öraubart ins Präsidium des Keren Hajessod. (Ziko.) Die Judenschaft Jugoslaviens geht jetzt daran, in Palästina einen ״König Peter-Wald“ zu schaffen, zum Andenken an den verstorbenen König Peter. König Alexander hat bereits die Genehmigung erteilt, daß der Wald den Namen seines Vaters trage. Für die Kosten der Anlegung des Waldes in Palästina sollen eine Million Dinar von den jugoslavisehen Juden aufgebracht werden. Dr. Bension hat seine sehr erfolgreiche Keren Hajessod- Kampagne in M e 1 i 11 a beschlossen, wo er, wie in allen andern von (hm besuchten Städten Spanisch-Marokkos, sehr gute Ergehnisse erzielt hat Aus Melilüa wurden an das Keren Hajessod- Hauptbüro bereits £ 1200 überwiesen. (Ziko.) Laut einem auf der Generalversammlung der Organisation derjüdischen Aerzte Palästinas erstatteten Bericht gab es in Palästina Anfang Januar 1927 405 jüdische Aerzte, darunter 126 weibliche. Im Laufe des Jahres hat ach diese Zahl auf 420 erhöht Arabische Aerzte gab es Anfang 1927 122 und Christliehe aus Europa stammende Aerzte 58. Bei den Regierungs- Institutionen sind nur 7 jüdische Aerzte angestellt, gegenüber 52 nichtjüdischen. (Ziko) Wie palästinensische Blätter meiden, ist eine Anzahl Siedler aus der Kwuzah Tel-Joseph, der zentralen Siedlung des Gdud Awodah, ausgesch leden, well sie sich in der Form eines Moschaw (Einzelsiedlung) ansiedeln wollen. An Stelle der ausgeschiedenen sind andere Mitglieder des Gdud Awodah in die Siedlung Tel-Joseph eingetreten. Die Organisation Misrachi hat mit dem Bau der S y n ־ agoge in Afuleh, dem Hauptorte des Emek, begonnen. Die Baukosten bestreitet zum größten Teil der amerikanische Misrachist Lewis. In den letzten Rechenschaftsberichten, die die Regierung in Washington von ihren offiziellen Vertretern in Palästina erhalten hat” wird laut dem ״Haaretz“ darauf hingewiesen, daß die wirtschaftliche Krise, die in Palästina im Jahre 1925 eingesetzt hat, im Abklingen sei. Die Konsolidierung der landwirtschaftlichen Siedlungen und der industriellen Unternehmungen im Lande sei so weit vorgeschritten, daß man bereits an die Vornahme neuer konstruktiver Arbeiten denken könne. Das Zentrai-Komitee der hebräischen Kultur- und Schul- Organisation ״Tarbuth“ in Polen hat die Aufgabe übernommen, eine Konferenz aller europäischen Tarbuth-Organisationen einzuberufen. Ehe Konferenz wird am 6. und 7. Mai dieses Jahres in Danzig stattfinden. Rom, 9. April. (J.T.A.) Der jüdische Ingenieur, Prof. Aldo Pontremoll, von der Polytechnischen Hochschule ln Mailand, wird den Oeneral Nobile auf seiner Luftschiff-Expedition nach dem Nordpol begleiten. In Anwesenheit mehrerer Mitglieder des Senats, des Parlaments und der Regierung, sowie zahlreicher Vertreter sozialer Institutionen wurde in Venedig eine Gedächtnisfeier für den vor einem Jahre verstorbenen Staatsmann Luigi Luzatti abgehalten, wobei eine von dem Bildhauer Franco geschaffene Büste Luzzattis enthüllt wurde. In Lodz findet am 2. Mai eine große Feier anläßlich des 25 jährigen Literaturjubiläums des hebräischen Dichters Jizchak Kaznelson statt. Wolf Lazerson, früher Professor an der Universität Kiew, wurde zum Professor für Psychologie an der litauischen Universität in Kowno ernannt Im Alter von 62 Jahren starb in Jerusalem Professor Jacob D o l i a n s k y, der als der hervorragendste Chirurg Palästinas galt. Im Alter von 61 Jahren verstarb in Warschau Rabbi Meir Don Piozkt, der bekannte Rabbiner von Ostrowa, der Führer des Rabbinerverbandes in Polen. BIS ENDE APRIL müssen ALLE BÜCHSEN GELEER1 sein! Prof. Dr. Franke! in Marburg, unser Gesinnungsgenosse, führender Misrachist und hervorragender Mathematiker, ist als Ordentlicher Professor an die Universität Kiel berufen worden. Der Pianist Bernhard Ab ramowitsch spielte im Bechsteinsaal Beethoven, Chopin, Liszt und Modernes. Der Künstler ist jung und sympathisch. Vorerst zeigt er gewisserraaßen nur die ״Klaue“ und beweist damit, und mit seiner angeborenen technischen nicht gewöhnlichen Begabung, daß tr das Zeug zu einem künftigen Solisten hat. Wenn auch heute noch manches fehlt, 80 wird man doch auf den Weg dieses jüdischen Künstlers neugierig, und das ist in der Flut der Konzerte genügend bemerkenswert. A. N. R6vue llttüralre jalve, Paris. Die in Pari! »!scheinende Monatszeitschrift, welche *neben in dn »weile Jahr ihre* Erscheinens Irilt, zählt die besten Schriftsteller Frankreichs <u ihren Mitarbeitern. Namen wie Edmund Flog, Henry Marx, Joseph Kessel, Yvonne Netter, Maxa Nordnu und Aimäe Palliere haben in den Kreisen de» jüdischen Publikums jpiten Klang. Die Itövue littfraire juive will einerseits das französische Judentum mit den Schatten der hebrl'uchen und jiddischen Literatur bekannt machen und gleichzeitig auch dem Anslandspublikum die Schöpfungen der im französischen Sprachkreis schaffenden Juden zugänglich machen. Die Monatsschrift hat soeben für Deutschland, Oesterreich und die Tschechoslowakei eine Zweigredaktion in B r ii n ״ , Ticherhoalowakei, Rutora 4, errichtet, und bittet, Einsendungen redaktioneller und administrativer Natur an diese Adresso zu richten. Der Abonnementspreis beträgt 70 Fre». jährlich, .1.1 Fm. halbjährlich. Waiden der Berliner Zionistischen Vereinigung zum XXII. Delegiertentag der L V. I. D. (Vergleiche die Wshlbcstimmunge!) der Z. V. f. D. in Nr. >7/38 der (״Jüdischen Rundschau".) Der Landesvorstand hat beschlossen, den diesjährigen Del•- giertentag der Z, V. f. D. vom 1ך, l>is 35. Mai in Breslau abiuhalton. Die Wahlen *um Delegiertentag der Z. V, f. D. finden in Berlin nach dem I’roportkmslwalilimtem mit gebundenen Listen statt. Jedes Mitglied der Z. V. f. D. hat mit Vollendung dw 18. Leben*- jahres das aktive, mit Vollendung des 30, Lebensjahre* das passive ,Wahlrecht rum Delegiertentag. Das passive Wahlrecht r.mn Delegiertem«* steht nur solchen Angehörigen der Z.V. f. D. ru, die ihre Maasserpflicht gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Dem Wahl prüfungsau«- schuß ist von jedem Delegierten eine schriftliche Bestätigung des Keren Hajessod vorzulegen; die Anerkennung de* Mandats ist zu versagen, falls die Oberste Vcrtrauenskommission Einspruch erhebt. Mitglied der Z. V. f. D. ist «in jeder in Deutschland lebende Zionist, der den Schekel für das laufende Jahr 5688 und der» Landesbeitrag entrichtet hat. Der Landesbeitrag ist der Mindestbeitrag der Zionistensteuer. Er beträgt jährlich 1,50 M., für Angehörige der Sonderverbände Misrachi und Hitachdulh x,50 M. _ Jeder Wahl Vorschlag muß von mindestens 30 ortsanaäirigen Wählern unlerzeichnet sein. Zur Leitung der Wahlen ist eine Ortswahlkommission ru bilden, die aus Vertretern aller an den Wahlen beteiligten Gruppen nach Maßgabe ihrer ungefähren Zahlenstärke besteht. Die Wahlvorschläge müssen an die Ortswahlkommissioo (Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10) bis spätesten» 87. April eingereicht und von der Ortswahlkoromiaaion in der Reihenfolge ihre* Eingangs bis spätestens 2. Mai in ortsüblicher Weise bekanntgemacht werden. Die Verbindung von Wahlvörschllgen muß der Ortswahlkommission spätestens bis zum *7. April mitgetailt und von der Ortswahlkommission bis spätesten« נ. Mai auf ortsüblichem Wege bekanntgegeben werden. Die Wahlen in Berlin finde« in der Woche vom 6. bis 15, Mai statt Wahllokale werden noch bekanntgegeben. Schriftliche Wahl ist nicht rulissig. Eine Wählerkartothek liegt ab 1. Mai im Büro der B. Z. V. aus und ist täglich während der Bürostunden ein zu sehen. Proteste gegen die Anordnungen der Ortswahlkommisaion sind unmittelbar nach Bekanntgabe an den Landesvorstand der Z. V. f. D. einzusenden, Proteste gegen die Art der Durchführung des Wahlaktes an einem Wahlorte oder gegen die Feststellung des Wahlergebnisses sind schriftlich an den Landesvorstand der Z. V. f. D. einzusenden. Jeder derartige Protest muß von mindestens 30 wahlberechtigten Mitgliedern unterzeichnet sein, deren genaue Adressen anzugeben sind. Der Hauptvorstand der B.Z. V. Dr. Al fr ed Apfel. Berliner Zionistische Vereinigung Allgemeine Wahlen für die Vertreterversammlung der B.Z.V. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung hat beschlossen, die Neuwahl der Vertreterversammlung auszuschreiben. Die Wahlen finden in der Zeit vom 6. bis 13. Mai statt.. Wahlberechtigt und wählbar sind alle männlichen und. weiblichen Mitglieder der B. Z. V., die mindestens 18 Jahre alt sind, soweit die Rechte der Mitgliedschaft nicht nach $ 7 de» Statuts ruhen. Die Zahl der tu wählenden Vertreter wird noch bekanntgegeben, wird jedoch mindestens 23 betragen. Die Wahlen erfolgen geheim nach dem Proportionalwahlsystem und dem Prinzip der gebundenen Listen. Die Wanlvortchlägo sind spätestens am 27. April Im Büro der B.Z. V., Meinekestr. 10, einzureichen. Der Wahlvonchlag muß mindesten von 30 Wählern «genhändig (mit Ruf- und Familiennahmen) unterzeichnet sein, von denen einer als für weitere Ver- Handlungen bevollmächtigter Vertreter tu bereichnen ist. Kein; Wähler darf mehr als einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Von jedem Vorgescblngenen muß die schriftliche Zustimmung zur Aufnähme in den Wahlvorschlag und ein schriftliches Versprechen der pflichtmäßigen Ausübung des Amtes beigefügt werden. Bewerber dürfen auf mehr als einen Wshlvorschlag kandidieren, jedoch nur auf einem an erster Stelle. Die Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. Ein Wahlvorschlag darf auch mehr oder weniger Bewerber enthalten, als Delegierte zu wählen sind. Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden werden. Die Verbindung muß von den Vertretern der betreffenden W'ahlvorschläge ebenfalls spätesten* am 37. April dem Büro der B, Z. V. gegenüber übereinstimmend schriftlich erklärt werden. , . , , Die Wäblorkartotbek liegt ab 1. Mai in den Geechäf testenden im Büro der B.Z.V. aus. Wir fordern hierdurch zur Einreichung von Wahlvorschlägen auf. Der Hanptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Dr. Alfred Apfel. Zionistischer Gmppcnverband Thüringen Am 6. Mai 1928 findet ein Gruppenverbandstag in Erfurt statt. Wir bitten die Gesinnungsgenossen des Bezirks, diesen Tag frei nt halten. Näheres wird noch bekanntgegeben. Der Vorstand des Synagogen- und Lehrverans ״Mögen D 0 w i d“ in Berlin hat die Gründung einer Talmudthora und leschiwa unter Leitung des Rabb. A. Gotner beschlossen. Der Unterricht in den bibhsch-talmudischen Fächern beginnt am 4 IJar (24. April).

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