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Jüdische Rundschau · 1928-04-24 · Heft 32 (24.4.1928) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 32 (24.4.1928)
Date
1928-04-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Mit Unierhalhxnqs-Beilage JÜDISCHE Einzelnummer 0£$ Goldmark RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15. Meinekestraße 10. Erscheint ieden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1.85 Goldmark, vierteljährlich 5.25 Goldmark. A.11»*andt«bonnefs«nts werde® in der Wlhrang der einzelne!! Lieder berechnet Hummer 32 | Berlin, 24. IV. 1928 Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H.,Berlin W15, Meinekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7163—70. Anzeigenpreis! S ge*paltNonplr eilUzcUe 0,50 G־M. Stell eagesuche 0,25 G.-M״ AcxelgcnschlaS 1 Diemtsf und F rciiig neehmittegs 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Fflr Oeelerrefclu Poitsperkasieaemt Konto Nr, 156030. Fflr Tachechoslowaket: Po#t*p1rka!1«enamt Prsg, Konto Nr. 59410. Fflr Polen: PosUp&rkassenajBt Warschau, Konto Nr, 190 708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י ד, אייר, הרפ״ח.| xxxm. Jahrg. Par Zloni.mu. erstrebt fOr da» Itldlacli• Volk die Schaffung einer öffentilth - rechtlkh gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.“ XXII. Delegiertentag der Zlonlsttsdten Vereinigung fflr Denfsflifand י" Breslan, Gewerkschaftshaus, Margaretenstraße 17, vom 27. bis 29. Mai 1928. Tagesordnung: Erster Tag Vormittagssitzung 11—1 Uhr: 1. Eröffnung des Delegiertentages durch den Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. 2. Begrüßungen. 3. Wahl des Büros. 4. Ansprache des Vertreters der Exekutive. Nachmittagssitzung 3—8 Uhr: 1. Bericht des Wahlprüfungsausschusses. 2. Zionistische Arbeit in Deutschland. (Referenten: Dr. Martin Rosenblüth Kurt Blumenfeld). 3. Generaldebatte. 4. Wahl des Permanenzausschusses und der Kommissionen. Abends 9 Uhr: Begrüßungsabend der Breslauer Zionistischen Vereinigung Zweiter Tag Vonnittagssitzung 10—1 Uhr: Fortsetzung und Schluß der Generaldebatte. Nachmittags 3—4*/2 Uhr: GeschlcÄÄne^ÄiÄf^Äer ־VtTtra«#iäle«t'e״ii* "Keren Hajessod unter Teilnahme der Delegierten und Ersatzdelegierten. Nachmittags 4*/j—6 Uhr: Sitzung der Gemeindekommission der Z. V. f. D. (geschlossene Sitzung nur für Mitglieder der Kommission und Delegierte). Nachmittagssitzung 6—-81/? Uhr: 1. Referat von Herrn Felix Rosenblüth, Mitglied der Exekutive über: ״Die Lage in Palästina und im Gesamtzionismus.“ 2. Aussprache. Abends 9'/2 Uhr: 1. Geschlossene Sitzung der Vertrauensleute des Keren Kajemeth unter Teilnahme der Delegierten und Ersatzdelegierten. 2. Sitzungen der Ausschüsse und Fraktionen. Dritter Tag Vormittagssitzung 1 Beginn 10 Uhr: 1. Fortsetzung und Schluß der Aussprache zum Referat von Herrn Felix Rosenblüth. 2. Anträge. 3. Wahlen. ♦ Unmittelbar nach Schluß des Delegiertentages findet eine Sitzung des Landesvorstandes statt. Die Aufsteilung der vorstehenden Tagesordnung erfolgt auf Beschluß des Landesvorstandes (Sitzung vom 18. Marz 1928). Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß der Delegiertentag berechtigt ist, — insbesondere auch hinsichtlich der Zeiteinteilung — Aenderungen vorzunchmen. Unterbringung Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am Delegiertentag teilzunehmen, werden dringend gebeten, dies jetzt dem Büro der Zionistischen Ortsgruppe Breslau, Karl- Straße 15, mitzuteilen״ Es stehen Zimmer In Hotels ersten Ranges von 6 bis 7,50 M. inkl. Bedienung, in Hotels zweiten Ranges von 3,70 bis 4,75 M. inkl. Bedienung, sowie Privat- Pensionen und Privatquartiere von 2,50 m. ab zur Verfügung. Bei allen Bestellungen ist die Aufenthaltsdauer anzugeben und auch mitzutelTen, ob Zimmer mit einem oder zwei Betten gewünscht werden. Nur bei allen denjenigen Delegiertentagsbesuchern, die rechtzeitig Quartiere bei der oben angegebenen Adresse bestellen, kann Garantie für eine w u n s c h g e m 2 ß e Unterbringung übernommen werden. Dies gilt insbesondere für die Bestattung von Einzelzimmern, die nur in beschränktem Umfange vorhanden sind. Eintrittskarten Es werden Eintrittskarten für Zuhörer ausgegf ben, und zwar für die Eröffnungssitzung zum Preise von 2 Mn für die folgenden Tage zum Preise von |e 1. AL, Karten für die ganze Tagung für 2^0 M. Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freikuverts werden schriftlich erbeten an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10 (Postscheckkonto: Berlin 8091). In Breslau werden Vorverkaufsstetten, die noch bekanntgegeben werden, errichtet werden. Jugendliche erhalten Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für die ganze Tagung, nur durch Vermittlung der Jugendverbände. Delegiertentags־ Mandate Zur Uebemahmc eines Mandates für Gruppen, die nicht in efear Lage sind, eigene Vertreter nach Breslau zu entsenden, haben sich bereit erklärt: Max Wolfsteiner, Berlin, Walter R o t h j Berlin. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Amerika and Rumänien Erklärungen des Staatssekretärs Kellogg. New York, 20. April (J.T. A.) Der Staatssekretär des Aeußern der amerikanischen Regierung, Kellogg, hat sich genötigt gesehen, die vor einigen Tagen der Jüdischen Telegraphen-Agenfur inoffiziell gegebene Erklärung über die Sfeliuog der Regierung der Vereinigten Staaten zu der Frage des Schutzes der Juden, und der anderen Minderheiten Rumäniens offiziell zu bestätigen. Staatssekretär Kellogg erganzt seine frühere Erklärung, wonach für die Regierung der Vereinigten Staaten keinerlei Möglichkeit bestehe, der rumänischen Regierung vorzuschreiben, wie sie ihre ei genen Bürger zu behandeln habe, durch die folgenden Fest- Stellungen Die Regierung der Vereinigten Staaten ist durch die Tatsache der Verfolgung der Juden und anderen Minderheilen in Rumänien und' in anderen Ländern tief betroffen, aber eine offizielle Intervention in rein internen Angelegenheiten anderer Länder verbietet sich schon durch internationale Vorschriften, die die Formen des Verkehrs zwischen den einzelnen Staaten regeln. Die früheren trklirüogep _djes Staats*# retirs ' Kellogg, heißt q$1 in der offfzfetten Mitteilung wMfer^.-wopaci .<|te ÄeglptWti■'fc• Ver•'־ einigten Staaten nicht intervenieren könne, bezog sich nur auf die Förmlichkeiten in Verbindung gilt def rumänischen Anleihe und die vom Kongreßmitglied■ Geller betreffs dieser Anleihe eingebrarhfe Resolution, bedeutet aber nicht das Einschlagen eines neuen politischen Weges oder ein Abweichen der traditionellen amerikanischen Politik der Sympathie für die unterdrückten Juden in fremden Ländern. In Uebereinstimmung mit der erwähnten traditionellen Politik verbleibt Staatssekretär Kellogg in engster Berührung mit der Frage der rumänischen Juden, und hat die dem Staatsdepgrtement seitens amerikanischer jüdischer Körperschaften über Rumänien gemachten Vorstellungen in ernsteste Erwägung gezogen; auch hat die Regierung innerhalb der Grenzen der diplomatischen Gepflogenheit alles, was in ihrer Macht liegt, getan, um eine Besserung der Lage durchzusetzen. ״New York Times" befaßt sich in einem Leitartikel mit dieser Erklärung und kommt zu dem Schlüsse, daß Arnerikas moralische Pflicht zu einem Einschreiten angesichte der jetzigen Situation in Rumänien größer sei, als zur Zeit der russischen Judenverfolgungen im Jahre 1911, da Amerika den Handelsvertrag mit Rußland annulliert hatte. Denn Amerika, ist an der heutigen Gestaltung Rumäniens direkt beteiligt gewesen.'■ Das ״Experiment von TraasJ®rdanle11“ In ihrer letzten Nummer würdigt die Londoner Zeitschrift ״The Near East and lndia" den zwischen Großbritannien und Transjordanien abgeschlossenen Vertrag unter besonderer Hervorhebung der strategischen Bedeutung Transjordaniens als eines Puffer-Staates zwischen Palästina und dem Arabien der Wüste. Am Schluß des Artikels werden die zivilisatorischen und wirtschaftlichen Fortschritte gewürdigt, die Transjordanien iu der letzten Zeit gemacht habe, ״Das gegenwärtige Regime in Transjordanien", heißt es, ״trägt alle Merkmale einer ausgezeichneten Regierung. Das Land, gerettet von Selbstzerstörung durch persönliche Ambitionen und korrupte Verwaltung, ist jetzt auch davor bewahrt, zu einer bloßen Dependance von Palästina herabzusinken. Es ist richtig, daß Lord Plumer High Commissioner von Transjordanien Ist. Aber die Zionisten haben keine Aussicht auf Si edIung jenseits des Jordans, wenn die Ansiedlung nicht auf den ausdrücklichen Wunsch der Araber Transjordaniens erfolgt. Je mehr man die Geschichte der Administration Transjordaniens Ja der jüngsten Vergangenheit überprüft, um so mehr wird man beeindruckt sowohl von der Geradheit der britischen Politik in der Erfüllung englischer Versprechungen gegenüber den Arabern, wie durch das Verantwortungsgefühl una die Bereitwilligkeit der Araber, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Dankbarkeit und Kooperation der Einwohner Transjordaniens sind der beste Maßstab für die Integrität britischer Polllik in diesem Lande". Rai fflr Jüdische MinoritStsrecbtz Sonntag begann in Berlin die Tagung der Exekutive des in Zürich im vergangenen Sommer gegründeten Rates zum Schutze der jüdischen Minderneitsrechte. An der Beratung, die unter dem Vorsitz von Leo Motzkin steht, nehmen u. a. teil die Herren Grünbaum, Farbstein, Dr. Reich, Dr. Emil Margulies, Prof. Dubnow, Zwi Aberson. Der Konflikt in Amerika Wie die J.T. A. aus New York meldet, hat das Exekutiv- Komitee der amerikanischen zionistischen Organisation durch einen einmütig gefaßten Beschluß Dr. Weizmann als dem Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation und Louis Llpsky als dem Präsidenten der amerikanischen zionlstisehen Organisation das Vertrauen ausgesprochen. Der Austritt der Herren Dr. Stephen S. Wise, Berenson und Rosenson aus dem Administrativ-Komitee der anterikanlschen Organisation wurde zur Kenntnis gen o m m e n. (Das ״Fxecutiv-Komitee“ der amerikanischen Zionisten ist keine Exekutive, sondern entspricht etwa unserem deutschen Zentral-Komitee und ist zusammengesetzt aus Vertretern der Ortsgruppen; während das eigentliche Exekutiv-Organ der Landesorganisation den Namen ״Administrativ-Komitee“ führte - A. d. R.) ln der Erklärung, die Stephen Wise bei seinem Austritt aus dem Verwaltungskomitee der Zionist!- sehen Organisation Amerikas veröffentlicht hat, heißt es: ״Die Gründe für meinen Austritt habe ich schon in meiner Rede in Oeveland Oktober 1927 angedeutet. Ich habe meine Demission aus zwei Gründen aufgeschoben: Erstens wegen des New United Palestine Appeal, dessen Ehrenvorsitz ich übernommen habe. Zweitens, weil Dr. Weizmann nicht im Lande war, obwohl ich keine persönlichen Konflikte mit ihm habe, sondern eine tiefgehende sachliche Meinungsverschiedenheit. Meine Demission Ist zu verstehen als ein unmißverständlicher Ausdruck der Mißbilligung derherrsehenden Methoden zionistischer Führerschaft und An beit." Dr. Wise erinnert an sein Auftreten auf dem Baseler Kongreß und seine vorzeitige Abreise. Er erklärt, die Art der Ablehnung seines Baseler Antrags auf Einsetzung eines politischen Komitees sei ein Akt absolutistischen Regimes gewesen. ״Meine Stellung zu den wichtigeren zionistischen Fragen ist so unvereinbar mit der des gegenwärtigen Reg'lmes, daß ich nipht ein Mitglied des Verwaltungskomitees .5er amerikanischen Organisation bleiben könnte, ohne sie ständig In 'Verlegenheit zu - bringen.“ Dr.. Wise schließt seine Erklärung mit einem neuen heftigen Angriff gegen die zionistische 'Führerschaft, der er Mangel an fester und mutiger Verteidigung־ der jüdischen Rechte io Palästina vorWirft Diese Politik bedeute für die zionistischen Ziele nicht ein Kompromiß, sondern gänzlichen Verzicht. Die Präsidentin der Hadassah, Mrs. Irma Lindheini, hat gleichfalls eine Erklärung veröffentlicht, worin sie sagt: ״Ich habe nicht die Absicht, aus dem Verwaltungskomitee der amerikanischen Zionisten auszutreten. Wir werden weiterhin als Minorität in dem Komitee verbleiben. Die Hadassah steht nicht in Opposition zur Weltorganisation und wird nach wie vor die Zionistische Exekutive in London und in Palästina unterst ätzen. Die Hadassah hat keine Verbindung mit einer Oppositionsgruppe. Was jedoch die amerikanische Situation betrifft, so stehen einzelne Führerinnen der Hadassah in Op- Position zur gegenwärtigen Leitung der Z ionistischen Organisation Amerikas, weil sie diese nicht für ein wirksames Instrument zur Erreichung der zionistischen Ziele und für den Aufbau Palästinas halten. Die gegenwärtige Leitung der amerikanischen Organisation ist eine sich selbst verewigende Körperschaft, welche durch politische Machinationen die Mitarbeit freiwilliger zionistischer Kräfte verhindert hat." Morris Rothenberg, Vizepräsident der Zionistischen Organisation Amerikas und Vorsitzender des Direktoriums des New United Palestine Appeal, veröffentlicht eine Erklärung, worin er sein Be• dauern ausspricht, daß Dr. Stephen Wise in diesem Augenblick zurücktritt, wo eine solche Aktion die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit von der Verpflichtung zur Geldsammlung für den U. P. A. ablenkt Ein Versagen des U. P. A, in diesem Augenblick würde für Palästina schwere Folgen haben und die Arbeit unserer Pioniere, die ohnedies hart gegen die Folgen einer wirtschaftlichen Depression zu kämpfen haben, gefährden. Die Zionistische Landeskonferenz (Convention), die für Ende Juli vorgesehen ist, wäre der richtige Ort, Meinungsverschiedenheiten auszutragen, wenn dies für notwendig gehalten wird. Nathan Straus hat sich in dem Konflikt auf die Seite Dr. Weizmanns gestellt und veröffentlicht seine Erklärung, in der er die Angriffe von Dr. Stephen S. Wise auf Weizmann scharf zurückweist. * RW., Berlin, 22. April. Die bisher vorliegenden Nachrichten über den Konflilct innerhalb der Zionistischen Organisation Amerikas lassen noch nicht erkennen, ob es sich hier um eine ernste Sezession oder aber nur um die Austragung gewisser personlicher Differenzen und Antipathien handelt, die — dem Eingeweihten schon längere Zeit bekannt — in den letzten Monaten auch der größeren Oeffentlichkeit nicht verborgen geblieben sind. Was bisher an sachlichem Material vorliegt, ist außerordentlich dürftig. Die oppositionelle Sjtellung von Stephen .Wise, bis Basel verschleiert, ist 1 t i . 'V' i I' 1; I

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