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Jüdische Rundschau · 1928-04-17 · Heft 29-30 (17.4.1928) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 29-30 (17.4.1928)
Date
1928-04-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 218 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 20/30, 17. IV. 1928 Hebräischer Fernunterricht Wir haben in Nr. 27/28 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 4. April mitgeteilt, daß wir die Einrichtung eines hebräischen Fernunterrichtes für solche Anfänger beabsichtigen, die an ihrem Orte nicht die Möglichkeit haben, an Kursen oder Privatunterricht teilzunehmen. Der Fernunterricht soll bereits Mitte Mai beginnen. Interessenten werden gebeten,* sich schon jetzt unter Angabe der Adresse, des Alters, der Allgemeinbildung und evtl, des bisherigen hebräischen Studienganges zu melden. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Berliner Zionistische Vereinlgnng Allgemeine Wahlen für die Vertreterversammlung der B.Z.V. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung hat beschlossen, die Neuwahl der Vortreterversammlung auszuschreiben. Die Wahlen finden in der Zeit vom 6. bis 13. Mai statt. Wahlberechtigt und wählbar sind alle männlichen und weiblichen Mitglieder der B.Z.V., die mindestens 18 Jahre alt sind, soweit die Rechte der Mitgliedschaft nicht nach 5 ך des Statuts ruhen. Die Zahl der zu wählenden Vertreter wird noch bekanntgegoben, wird jedoch mindestens 23 betragen. Die Wahlen erfolgen geheim nach dem Proportionalwahlsystem und dem Prinzip der gebundenen Listen. Di« Wahlvorschläge sind spätestens am 27. April im Büro der B.Z. V., Meinekestr. 10, einzureichen. Der Wahlvorschlag muß mindestens von 30 Wählern eigenhändig (mit Ruf- und Familiennahmen) unterzeichnet sein, von denen einer als für weitere Vcr- Handlungen bevollmächtigter Vertreter zu bezeichnen ist. Kein! Wähler darf mehr als einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Von jedem Vorgeschlagcnen muß die schriftliche Zustimmung zur Aufnahm« in den Wald Vorschlag und ein schriftliches Versprechen der pflichtmäßigen Ausübung des Amtes beigefiigt werden. Bewerber dürfen auf mehr als einen Wahlvorschlag kandidieren, jedoch nur auf einem an enter Stelle. Dio Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. Ein Wahl Vorschlag darf auch mehr oder weniger Bowerber enthalten, als Delegierte zu wählen sind. Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden werden. Dio Verbindung muß von den Vertretern der betreffenden Wahl Vorschläge ebenfalls spätestens am 37. April dem Büro der B. Z. V. gegenüber übereinstimmend schriftlich erklärt werden. Die Wählerkartothek liegt ab 1. Mai in den Geschäftsstunden im Büro der B.Z.V. aus. Wir fordern hierdurch zur Einreichung von Wahlvorschlägen auf. Der Flauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Dr. Alfred Apfel. Leopold Badt, der stellvertretende Vorsitzende des Berliner Börsenvorstandes und erste Vorsitzende der Produktenbörse, feierte am 14. April seinen 70. Geburtstag. , Der Jubilar, ein angesehenes Mitglied der Vereinigung für das liberale Judentum, hat sich viel und nachhaltig auf den verschiedenen Gebieten der jüdischen Wohlfahrtsfürsorge betätigt 1905 wurde er in den Vorstand der jüdischen Gemeinde Berlin, bald auch zu dessen stellvertretendem Vorsitzenden, gewählt und übernahm die Dezernate über das Hospital und die drei Altersversorgungsanstalten, die er noch heute mit großer Hingebung betreut. Herr Badt trat vor einigen Jahren wegen Differenzen mit seiner Fraktion aus dem Geraeindevorstand aus. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde Berlin hat beschlossen, aus Anlaß des 70. Geburtstages von Leopoldt Badt eine seinen Namen tragende Stiftung an den Altersversorgungsanstalten zu errichten und zu diesem Zwecke 30000 Mark zur Verfügung zu stellen. Ein aus führenden Mitgliedern der Gemeinde bestehendes Komitee hat die Aufgabe übernommen, diese Stiftung der Gemeinde durch Sammlung ln einem engeren Kreise zu erhöhen. Berichtigung. Die Unterzeichner der in Nr. 26 der ״Jüd. Rundschau“ veröffentlichtea Zuschrift ״Ein Zwischenfall im Hechaluz“, in der Angelegenheit der Vorfälle in der Siedlung Niederwalluf (nicht ״Mederwaloff“) teilen uns mit, daß die Fassung des 1. Absatzes ihrer Zuschrift auf einen Irrtum zurückzuführen ist. Es soll darin nicht heißen, daß die Erklärung der Unterzeichner ״in Uebereinstimmung beider Parteien“ erfolgt, sondern daß nur die Zusammenkunft in Uebereinstimmung beider Parteien stattfand. Hebräische Sprachschule ״Klrjaih-Sepher“, Breslau Das Sommersomester 1938 beginnt am Montag, den 16. April. Der Unlerricht findet im jüdisch-theologischen Seminar, Wallstr.!4, pt., Zimmer 4, statt. Für Fortgeschrittene gibt es spezielle Stunden für T nach (Richter, Samuel, Jesaja), Mischna (ausgewählte Abschnitte), Agada, Grammatik, mittelalterliche und neuere Literatur. Jeder Kursus hat besondere Konversationsstunden. Zu Beginn des Semesters werden zwei neue Anfängerkurse — für Kinder und Erwachsene — eingerichtet. Auch soll für solche, die täglich lernen wollen, eine besondere Gruppe gebildet werden. Der Unterricht wird frühmorgens, nachmittags und abends erteilt. Folgende Sonderkurse bestehen: Literaturkursus A: Neuere Literatur. Gruppe 1 (4• Semester): a) Bialik, Tschernichovvski, Schnejur, .1. Konen, Steinmann, Fichmann, Schofmann, Schimonowitz, Agnon u. a.: Vorträge und Lektüre. (Die Zeit ist noch fcstzusutzen.) b) Lektüre und Besprechung wichtiger Artikel aus den hebräischen Zeitschriften Donnerstag, 31 bis 32 l;hr. — Gruppe 3 (1. Semester): Die romantischo und realistische Schule der nouhebräischen Literatur: Lebensohn, Mapu, Gordon, Smolenski, Mendelo Mocher Sepharim. Vorträge und Lektüre. Dienstag, 303/-י bis 21(4 Uhr. Literaturkursus B: Alte und mittelalterliche Literatur ('3. Semester): 1. Jesaia. (Dio Zeit ist noch festziisetzon.) 2. Mischna: Mittwoch, 19 bis 19/4 Uhr. 3. Die hehrSischo Dichfung vom 12. bis 15. Jahrhundert (von Jehuda Halevi bis Immanuel Roroi: Dienstag, 21(4 bis 22 Uhr. Anmeldungen für alle Kurse vom 16. April an stets Montag bis Donnerstag, 191/» bis 20 Uhr, Wallstr.!4 pt., Zimmer 4• Zionistischer Grnppenverband Thflringen Am 6. Mai 1928 findet ein Gruppenverbandslag in Erf u r t statt. Wir bitten die Gesinnungsgenossen des Bezirks, diesen Ta? frei 711 halten. Näheres wird noch bekanntgegeben. Ortsgruppen Düren. Am 11. März sprach hier Frau Gerda Arlosorof f über ״Palästinensische Wirklichkeit". Dio Rednerin verstand es, die Zuhörer zu interessieren und ihnen das Leben vom heutigen Paläslina zu zeigen. Sie machte den Zuhörern begreiflich, daß die Anlipaläslinapolilik des C.-V. nur einer inneren Unwahrheit entspringen könnte. Man dankte einstimmig, — einschließlich des C.-V.-Vo»iandes, — Frau Arlosöroff für ihre Ausführungen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Der Berliner Veranstaltungskalender wird ausschließlich von der Berliner Zionistischen Vereinigung zusammengestellt. Wir bitten alle Vereine und sonstigen Veranstalter, sich mit etwaigen Wünschen nicht an die Redaktion, sondern an die Berliner Zionistische Vereinigung zu wenden. Dienstag, den 17. April abends 8(4 Uhr Gruppe des XU. Bezirks, im Cafe Bohne, Steglitz, Albrechtstr. 127, Herr Walter Roth: ״Das jüdische Haifa“. Mittwoch, den 18. April abends 8:4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Saal der Synagoge Fasanenstr. 79/89, Vortragszyklus: ״Das Weltiudcntum“, Herr Dr. Alexander Goldstein: ״Die Juden des fernen Ostens“. " Abends 8(4 Uhr Gruppe Ost, in den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4, Herr J. Klinoff: ״Die Kämpfe innerhalb und außerhalb des amerikanischen Zionismus“. ""-"-י Abends 8(4 Uhr Kartell Jüdischer Verbindungen, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10, Kartelttagskonvent des Bezirksverbandes Berlin, gemeinsam mit dem Rosenkranzbund und den Altherrenbünden der Hasmonäa, des Ruder- und Sport-V. J. St. "עבריה" אספה פומבית ביום הרביעי.4 .18 בשעה 8 h בערב בבית. הקהלה רוונשטר. 2-4. הטרצה מר צבי גומרם מ ן על הנושא: §ו־אייר1פה ע״פ קודנהווה האלרגי Donnerstag, den 19. April abends 8(4 Uhr Berliner Zionistiscfie Vereinigung, im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststr. 10, Ludwig Strauß: ״Deutscher Geist und Judentum“ (Von Herder bis Nietzsche.) . Abends 8 Uhr Zeire Misrachi, Gruppe Zentrum, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, Herr Braslawski: ״Kunst und Inschriften der antiken Synagogen Galiläas“ (mit Lichtbildern). Gäste willkommen. Sonntag, den 22. April abends 8(4 Uhr Berliner Misrachi-Gruppe, in den Sophiensälen, Sophienstr. 17/18, Öffentliche Kundgebung anläßlich der Zentralkomitee-Sitzung des deutschen Misrachi. Referenten: Rabb. Dr. J. Hoffmann, Frankfurt a. M., Ministerialrat Hans Goslar, Berlin. Kassel. Am 7. März sprach Prof. Frankel- Marburg über ״Konservatives Judentum und Paiästinaaufba u". Für die Zuhörer war es ein besonderer Gewinn, dio misrachistischen Gedankengänge in so fundierter und vornehmer Weise erläutert zu bekommen. Wirtschaft und Lebensformen der ebaluziseben Siedhingen wurden durchgosprocben und die Möglichkeiten religiöser Entwicklung untersucht. Sei auch religiöse Gegenwart im Sinne des Misrachi noch durchaus zu vermissen, so brauche man sich doch nicht in der Arbeit für die Zukunft beirren zu lassen. Rege Diskussion schloß sich an. — Am 24• März hielt R.-A. Da!borg einen Geschichtsvortrag: ״Die Anfänge des Galutb“. Er beschrieb den Weg der Juden, der schon lange vor Zerfall dos nationalen Staates beschritten werden mußte, entlang den Gestaden des MUtolnteeros, die Organisierung der großen Galuthecmeinden, wie etwa Alexandria, Tarsus, Sclencia u. a., erläuterte die Gruppierung in diesen Gemeinden, ihre Aufgaben, die Anerkennung, dio di eso Organisation fand, vor allem unter Alexander den Großen und Caesar, und wie dies Galuth, bei all seiner Ausdehnung, Verzweigtheit, Macht, und Aufgabenfülle doch nie des Zentrums, Erez-Israel, vergaß und immerdar von ihm gespeist ■wurde. — Ara 1. April hatten wir Dr. Na hum Gold mann hier, der üb״r ״Centralvercin und Zionismus“ sprach, vor vielen hundert Menschen. In der Diskussion sprachen Ernst Mosbacher (von den Kameraden) im Sinne der C.-V.-Jugend und -Opposition, Herr Witepski für die C.-Y.-Mehrbeit. Dr. Waller K a t z ermunterte dio C.-V.-OpposilioD, glaubt aber nicht, daß ihr Erfolg beschioden sein werde, wenn sie nicht entschlossener auftret« und gegen dio Auswüchse 60000 MARK AUS DEN KEREN KAJEMETH-BÜCHSEN KÖNNEN IN 5>EN NÄCHSTEN WOCHEN EINGEHEN WENN ALLE BÜCHSEPNHABER BESUCHT WERDEN! VERTRAUENSLEUTE: ERFÜLLT EURE PFLICHT! srfS?*■• : ihrer Führer einschreit«. Es sei m erwarten, daß dies« Führer sich allmählich mehr und mehr isolierten und die bisher Geführten sich nicht, mehr beirren ließen in einer sachlichen Betrachtung der Dinge und in ihrem besseren jüdischen Instinkt. Ein glänzendes Schlußwort Dr. Goldmanns krönte den Abend, der ein volle* Erfolg für uns war und uns in der Arbeit für die kommenden Repräsentanlonwählen doppelt bestärkte. Magdeburg. Nach ein'gen Ortsgruppenvemmmlungea, in der jüdische bzw. zionistisch« Tagesfragen besprochen worden waren, lud dio Ortsgruppe zum 37, 3. zu einem öffentlichen Vortrag von Dr. Nahurn Goldman n, der ziemlich gut besucht war. Das Thema ״Juden unter sich" gestaltete der Redner zu einer tiefgrundigen Untersuchung aller jener Ursachen, dio zu den Unerfreulichkeiten im jüdischen Gemeinschaftsleben führen. Er zeigte, wie heute die Gemeinsamkeit der Juden fast nur noch in gemeinsehaftlieber Vergangenheit bestünde, der gegenüber die gemeinsame Gegenwart minimal sei. Als unsere wichtigste Aufgabe bezeichnet« er es, einen Ausgleich herzustellen zwischen diesen beiden Werten, und durch gemeinsames Schaffen am Gegenwartsleben de» jüdischen Volkes alle jene üblen, im jahrhundertelangen Ghettodruck erzeugten Eigenschaften wie Zanksucht, Kowedhascherei usw. zurückzudrängen, zugunsten gegenseitiger Achtung vor der Leistung des jüdischen Bruders am Werke der Gesamtheit. Dio Ausführungen des Redners fanden lebhaften Beifall. Berliner Misracliigruppe. Anläßlich der in Berlin stattfindenden Zentralkomitee-Sitzung de* deutschen Misrachi veranstaltet die Berliner Misrachi-Gruppe am 33. April 1938, abends 8(4 Uhr, in den Sophiensälen, Sophiens!raßo 17/18, Nähe Iiackescher Markt, eine große öffentliche Kundgebung. Zu dieser Kundgebung werden die Herren Rabbiner Dr. I. Hoffmann, Frankfurt a. M., der hiermit das erstemal im Rahmen der Berliner Misrachi-Gruppe zu Worte kommt, über ״Erez-Israsl und die jüdische Lebensgestaltung", und Ministerialrat II. Goslar, Berlin, über ״Jugend, Thora, Erez-Iaraei“ referieren. Mit einer starken Beteiligung an der Kundgebung für das religiös-nationale Judentum wird gerechnet. Zionistische Ortsgruppe München. Ara 15. März fand die Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung hielt Justizrat Dr. Emil F rünkel einen warmen Nachruf für die im verflossenen Jahr verstorbenen Mitglieder Jakob Fränkel und Friedrich Silbermann. Herr Dr. G u t na a a a als erster Vorsitzender erstattete hierauf Bericht über dio Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und wies auf dio günstigen Erfolge vor allem im Zusammenhang mit der Weizmann-Aktion hin. Den Kassenbericht erstattete Herr Schachno, den Bericht über den Keren Hajessod Herr Lichtonauer, über den Keren Kajemeth Herr Feder, über dio Schekelaktion Herr Harburgor, über dio Hebräische Sprachschule und da* Palästina-Amt Herr Grünbäum. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: 1. Vorsitzender: Justin Lichlenauer; 2. Vorsitzender: Justizrat Dr. Fränkel; Kassierer: Josef Schachno; Schriftführer: Dr. Emrich: Koren-Haiessod- Kommission: Lustig, Lichtenaucr, Dr. Weihl, Grünbaum, Hirsch: Palästina-Amt: Paul Grünbaum; Keren-Kajemeth-Komm'sfion: Dr. Schäler, Feder, Frau Harburgor; Vertreter der einzelnen Organisationen: Horn (Gesamtausschuß der Ostjuden), Dr. Beer (K5J.V.), Masur (Bar Kochba), Gertruds Weil (Jüdische Frauengemeinschaft), Lustig und Dr. Weiß Delegierte zur Mitarbeit im Bar Kochba; Hebräische Sprachscl ule: Grünbaum, Justizrat Dr. Straus, Dr, Scbäler, Dr. Weihl. Dr. Eltinger, Justizrat Dr. Fränkel; Presse-Ausschuß: Jakob Reich, Dr. Sigbert Feuchtvvanger. Jusrizrat Dr. Fränkel, Theo Harburger, Dr. Raphael Straus; Schekelkommission: Camilla Hohenberger, Theo Harburger; Kommission für Gemeindeberichte: Dr. Julius Siegel, Dr. Perlmutter; Kassenrevisoren: Max Landmann, D. Horn; .Erweitertes Arbeitskomitee: Justizrat Dr. Straus, Dr. M. J, Gutmann, Dr. Schlier, Dr. Emrich, Dr. Seide, Jakob Reich, Justizrat Fränkel, Hans Machol, Schl. Monheit. Aus der Versammlung wurde angeregt, dom langjährigen Vorsitzenden, Justizrat Dr. E. Straus, den Ehrenvorsitz anzutragen. Diese Anregung wurde einstimmig zum Beschluß erhoben. In ihrem Vortrag über .Dia Entwicklung der jüdischen Paläslinakolonisalion in den letzten drei Jahren" am 30. März im Rheinischen Hof gab Frau Dr, Gerda Arlosoroff einen Ueberblick über die augenblicklich aktuellen Probleme und über die Zukunftsperspektiven des jüdischen Kolonisationswerkes. Reicher Beifall lohnte den interessanten und verdienstlichen Darlegungen der Bednerin. Vermischtes Der achte Kartciltag des K. J. V. findet am 29. u. 30. April 1928 in Berlin, im Logenhaus, Kleiststraße 10, statt. Auf der Tagesordnung stehen Referate der Bbr. Bbr. Siegfried Ka n 0־ witz über ״Das K. J.V. in der zionistischen Jugendbewegung“, Gustav Krojanker; ״Die Funktion des deutschen Zion'smus im deutschen Judentum“, Moritz Bileski; ״Enlvvkklungstendenzen im Weltzionismus“. Eröffnung am 29. April, 10 Uhr vormittags. De.m Kartelltag geht am 28. April, abends 8l4 Uhr, eine gesellige Veranstaltung im Logenhause vorauf. Die Bezirksverbandswahlen des Bezirksverbandes Groß-Berlin finden am Mittwoch, den 18. d. M., auf dem um 8(4 Uhr abends im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meineke- Straße 10, stattfindenden Konvent des Bezirksverbandes Groß- Berlin statt. Die Bundesbrüder Kanowifz und Czapski werden über ״Der Kartelltag und die Zukunft des K. J. V.“ referieren. Die junge Szene veranstaltet am 36. April, abends 8 Uhr, im Rowi'.hasaal, Lützowplatz 8, einen Vortragsabend ״Dichtung der Gegenwart". Max Komzski vom Schauspielhaus Frankfurt a. M. liest aus Werken von Franz Werfel, Georg Britting, Kiabund, Jules Romains, Alfred Polgar, Siegfried v. Vegesack, Franz Hessel, Alexander Lernet-Molenia, Kurt Tucholski, Arnold Ulitz, Marlin Kessel, Stefan Zweig u. a. Der Verein der Leiter und Leiterinnen jüdischer Er- Ziehungsanstalten Deutschlands hielt am 19. März d, J. im Anschluß an die jüdisch-soziale Schulungswoche dr^־ Zenlralwohlfnlirtssteile in Berlin in der Aula des Auerbach'schen Waisenhauses eiue zahlreich besuchte Sondertagung ab. Dia Sitzung begann mit zwei öffentlichen Vorträgen, 211 der auch viele Teilnehmer der Schulungswoche erschienen waren. Als erster sprach Waisenhansdirektor Dr. R othschild -Dinslaken über das Thema; ״W a 8 können wir aus der Erziehungs weise der Landerzichungsheiroo für unsere Anstaltserziehung verwenden?" Dana folgte ein Vortrag von Dr. Georg L u b 1 i ם s k i - Berlin über ״D i e schulentlassene Jugend" mit einer ausgezeichneten Analysp des Seelenlebens und der neuzeitlichen Bestrebungen ipngcr jüdischer Menschen. Nach einer Pause gelangten in einer geseljossenen Sitzung interne Berufs- und Standesfragen zur Behandlung. Es konnte erfreulicherweise festgestellt werden, daß der Verein in freundschaftlichem Konnex zur Zentralwohlfahrtss'elle der deutschen Juden, mit der ihn viele gemeinsame Interessen verbinden, getreten ist. Direktor P e r i t z , dem ersten Vorsitzenden des Vereins, der sich um den Aufbau der jungen Organisation große Verdienste erworben hat, wurde herzlicher Dank ausgesprochen; er und die übrigen Vorstandsmitglieder: Direktor Dr. hei st-Berlin, Oberlehrer Rothschild - Eßlingen, Direktor Siberberg- Ahlem wurden wiedergewählt, außerdem neu in den Vorstand Anstalt»- leiterin Fräulein F i e g e 1 - Frankfurt a. M. Die Diskussionen, dio sich mit den Zielen und Aufgaben der jüdischen Erriehungsanstalten beschäftigten, umfaßten Fragen über Zentralisation und Dezentra! Kation, Sond■. raufgaben einzelner Anstalten, Lektüre und sonstig« pädagogische Embleme. Eine Reihe von wertvollen Anregungen für die weitere Ausgestaltung des Vereins und seine Zukunftsaafgaben wurden gegeben. Als nächster Ort der Vereinstagung wurde Hambürg in Aussicht genommen. Gut, Frankfurt a, M.

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