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Jüdische Rundschau · 1928-03-27 · Heft 25 (27.3.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 25 (27.3.1928)
Date
1928-03-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 25, 27. IH. 1928 JUEDfSCRE RONDSCHXÜ Seite 185 Eine Geschichte des Mlsraehl In Jerusalem (im Verlag ״Hator“) erschien eine hebräische Broschüre des bekannten misrachistischen Führers Rabbi J. L. fishmann über die ״Geschichte des Misrachi“. Die Broschüre gibt eine sehr interessante ideengeschichtliche Darstellung des religiösen Zionismus. Die Lehren und Schriften von Rabbi Hirsch Kalischer und Elijahu Gutmacher werden besprochen, es folgen die weiteren religiösen Zionsfreunde Rabbi Mordcchai Eliasberg, Schmuei Mohilewer usw. bis zu Rabbi J. J. Reines, dem Gründer des MisrachL Sodann erzählt der Verfasser die Geschichte der Organisation Misrachi und legt ihre heutigen Bestrebungen und ihre praktische Arbeit dar. Das Buch enthält auch die Bilder der wichtigsten misrachistischen Führer, darunter Hermann Struck, Prof. Pick und die palästinensischen Oberrabbiner Kuk und Meir. — Ais eine wertvolle Ergänzung dieser Broschüre ist die in demselben Verlage erschienene (hebräische) Monographie von Jzchak Gur Arje ״Rabbi Zwi Hirsch Kali scher‘‘ zu be* betrachten, mit einem Vorwort ״Der Erste“ von Rabbi J. L. Fischmann. Kalischers Gedankenwelt und Schriften werden ausführlich besprochen, zitiert und gewürdigt. W. Rezitationsabend. Als ich Edith Herrnstadt-Oettingen vor drei Jahren zum ersten Male bürte, schrieb ich an dieser Stelle, ■laß diese Künstlerin als durchaus weibliches Talent vom Erlebnis auch in der Qualität der Leistungen abhängig wlro und daß dieses Erlebnis nicht alle Register gleichmäßig erfaßt. Dies gilt auch für den letzten Rezitationaabond im Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Sie hat seitdem den Rahmen des Erlebnisses weiter ״«spannt, die Linie umschreibt größeren Umriß. ״Bonze Schweig“, die große Dichtung von Perez und ״Rahel rechlot mit Gott“ Stephan Zweig* herrliche Legende aus groß gesehener Landschaft und biblischer Größe der Gestalten — dm gleichfalls groß gesehen heutige und ewige Seelenschmäegsamkeit neuer biblischer Erde verschmelzen — wurden jede in ihrer Art, ״Bonze Schweig" klar und dunkel, ״Rahel“ hell und weich, im großen Aufriß untadlig wiedergegeben. Aber nur im Aufriß, man spürte den Zufall. Die Fehler von damals sind geblieben und wurden schlimmer. Da aber die Sprachkünsllerin Edith II 0 r n s t a d t keine Mühe scheut in der sprachlichen Differenzierung der Charaktere, so sollte sie nicht durch an und für sich kleine aber störende Provinzialismen die Leistung gefährden lassen. Ein ö, das wie o ausgesprochen wird und ein i, wo ü richtig wlro, können unter Umständen Verhängnisvoll wirken. R. M. Briefkasten der Redaktion Toni Choczner, Wien. Sie haben gewiß recht, daß die Meinungen über ein Buch in den meiston Fällen geteilt sind und daher ist es auch verständlich, daß Sie und manche anderen Leser die Kritik, die dem Roman ״Der Sohn des Moses Mauthner“ von Leopold Hichler in der ״Jüdischen Rundschau“ durch Bath-Hillel am 10. Februar widerfuhr, nicht teilen. Sie betonen, daß der Wert des Romans von Hichler nach Ihrer Meinung darin liegt, daß er einer niedergehenden jüdischen Epoche ein literarisches Denkmal setzt. Wir stellen also Ihrem Wunsche gemäß fest, daß es auch in dieser Geschmacksfrage verschiedene Meinungen gibt. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Mittwoch, den 28. März abends 81/3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung in den Räumen Meinekestr. 10. Oskar Baum, Prag: Vorlesung aus eigenen ■Werken. Thema: ״Das neue Geschlecht“. Abends 81/3 Uhr Gruppe Ost, in den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4. Herr Moses Waidmann: ״Taufe und Mischehe.“ Nachm. 41/״ Uhr JUd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Llchterfelde-Dahlem, bei Frau Schmierer, UchterfeMe, Unter den Eichen 69. Leitung: Frau Czucka. Donnerstag, den 29. März abends 8(4 Uhr Gruppe Nor»., 1'm Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Herr Dr. Max Mayer: ״Unsere Erziehungspilicht gegenüber der jungen Generation“. ־ ■ Abends 81/3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Saal der Synagoge, Fasanenstr. 79/80. Vortragszyklus: ״Das Weltjudentum.“ Herr Dr. Nachum Goldmann: ״Das amerikanische Judentum.“ Abends 8 Uhr JQd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Schöneberg, Zusammenkunft bei Frau Haase, Duisburger Str. 10. "עבריה" אספה ®ומבית ביום החטשי.89.3 בשעה 8H בערב בבית־ הההיזה רוזנשטר. 2-4. הטרפה: הדו׳ הודווייז על עניני דיומא. _אורחים רצויים._ Montag, den 2. April abends 8(4 Uhr Arbeitsausschuß des Linken Zentrums, im Cafe Leon, Nollendorfplatz. ״Was erwarten wir vom deutschen Delegiertentag.“ Referenten: Dr. Sally Hirsch, Dr. Siegfried Kanowitz. Freunde unserer Gruppe sind willkommen. Dienstag, den 3. April abends 8(4 Uhr HapoSI-Hasalr, Rosenstr. 24־. Chawer Zwi Luft-Palästina: Die Stellung der Hitachduth in Palästina und im Galutn. DER NÄCHSTE AUSWEIS DES KEREN KA JEMETH erscheint in der PESSACH- NUMMER DER ״JÜD. RUNDSCHAU“ am 4. April 1928 / Nur bis DONNERSTAG, DEN 29. MÄRZ 1928 eingehende Spenden können darin veröffentlicht werden. DTE CHAL HAMOED PESSACH-TAOE bitten tvir unsere Vertrauensleute und Mitarbeiter für DIE BÜCHSENLEERUNG amxunutxen. Der Roman von Mirjam Harry ״La petitc fille de Jerusalem“ — ״Das kleine Mädchen von Jerusalem“ — der kürzlich auch in der ״Jüdischen Rundschau“ von Dr. Gomelski besprochen wurde, wird Ende dieses Monats in einer deutschen Uebersetzung von Z. Holm vom Weltverlag und Heine-Bund gemeinsam herausgebracht. Ortsgruppen Königsberg. Auf Einladung de» hiesigen Keren Hajeesod- Komitees sprach am ך. Februar Herr Generalmajor a. D. Dr. Fr•!- herr von Schönaich über die Eindrücke seiner Palästinareise. Seine warmherzigen und verständnisvollen Ausführungen machten auf die Zuhörerschaft einen außerordentlich starken Eindruck. — Am folgenden Tage sprach in einer Jugendvemmmlung Herr Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin, über das Thema: ״Lebensfragen der jungen Juden“. Er setzte sich in diesem Vortrage mit den Auffassungen der nichtziormtischen Jugend, insbesondere der Kameraden, auseinander und legte überzeugend dar, daß cs eine jüdische Wirklicljkeit nur in Palästina gäbe und geben könnte. — Am 28. Februar sprach ן in einer öffentlichen Versammlung der Zionistisch«! Ortagruppe Frau Gerda Arlosoroff über: ״Stillstand und Expansion in der Kolonisation Palästinas“. Die Vortragende ging davon au«, daß bei der Beurteilung der Palästina-Kolonisation und insbesondere der sogenannten Palästina-Krisis dio Erfahrungen sonstiger Kolonisationen zu wenig beachtet würden. Sie wies die Schwierigkeit«! unseres Aufbauwerk« nach, zeigte aber auch, welche Fortschritte dieses Werk zu verzeichnen hätte. Leider hatten nur wenige Nicht- und Antizionisten Gelegenheit genommen, die ernsten und gediegenen Ausführungen der Frau Arlosoroff anzuhören. Sio lieferten auch dadurch wieder einen Beweis, wio wenig cs ihnen wirklich um sachliehe Aufklärung über die Palästinafragen zu tun ist. י י*w * *V י♦?*; ^tC־ T mm 5׳rfc betragt die Produkttonssteigerung unserer Luxusschuh - Fabrik Wir naben es stets vorgezogen, viele Schuhe mit geringem Ge wann, statt wenig Schuhe mit grossem Gewinn zu verkaufen. P n «!&€«*-Qualitäten zu SßbiSer*-Preisen Für Damen: Befge*r0l6 mit «ekt Unter 50 Für Kinder: sind bahnbrechend! Lido-Sandalen •t* Abbild, flexible genäht, rot. beige und bleu. 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