Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 22 (16.3.1928)
- Date
- 1928-03-16
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 160 JUEDTSCHE RUNDSCHAU Nf 22.16,1028 ,זזו Das Judentum Im neuen Sußland Dieser im Rahmen des von der B. Z. V. veranstalteten Vortragszyklus ״Das Weltjudentum“ von Dr. Wischnitzer gehaltene Vortrafr machte jedenfalls das Eine klar: wie wenig wir über jüdisches Leben in der Sowjetunion wie:ca. Auch wer wie der Vortragende (als Generalsekretär des nun ebenfalls am russischen kolonisationswerke beteiligten Hilfsvereins der deutschen Juden) in dauerndem Kontakt mit den Angelegenheiten des russischen Judentums i t, ihm dem Ursprung nach selbst angehört und es während einer allerdings nur kurzen Studienreise Wiedersehen konnte,scheint nicht viel über das hinaus sagen zu können, was in dem von den verschiedenen russischen Institutionen dargebotenen statistischen Material enthalten ist. Diese statistischen Angaben allerdings sind beängstigend genug: Von den 23/4 Millionen in der Sowjetunion lebender luden ״findet eine Million keinen Platz fn der Wirtschatt des Landes“. Das sind die kleinen Händler, welche durch die Verstaatlichung des Handels und die kooperative Entwicklung der Wirtschaft ihren Lebensunterhalt zum Teil schon verloren haben, zum anderen Teil in kurzer Zeit zu verlieren gewärtig sein müssen. Wirtschaftlich gesichert ist eigentlich nur die nicht ganz so zahlreiche Schicht der Arbeiter, Angestellten, Staatsbeamten usw. Denn auch der überwiegende, auf das kleine Handwerk entfallende Teil des Restes der russischen Ju_a1schaft ist durch die fortschreitende Industrialisierung gefährdet. Diese geht doch wieder zu wenig schnell vor sich, als daß sie die Handwerker als Arbeiter konsumieren könnte. Die Folge ist eine mächtige Wanderbewegung, die vom zug.undegehenden Städtchen hauptsächlich zur größeren und Großstadt tendiert. Doch ist sie wieder vorwiegend auf Moskau und (hauptsächlich) Leningrad beschränkt, weil in den zentralrussischen Städten und Provinzen, wegen der dort voUendeten Verstaatlichung und Vergenossenschaftung der Wirtschaft, den Juden die Niederlassung unmöglich ist. Das Anwachsen der Lenlngrader Judensehart in den drei Jahren 1923.26 von 53 000 auf 85 000 Seelen charakterisiert den Umfang dieser Wanderung. Die andere Wandertendenz führt ins Dorf, zum BaueniberufT Sie findet ihre Schranke ira Mangel an verfügbarem Boden. Die bisher mit Hilfe des Weltjudentums kolonisierten Gebiete in Südrußland und der Krim werden für die Kolonisation bald erschöpft sein. Das neuerdings bekanntgewordene Projekt, eine Million Juden im fernöstlichen Sibirien geschlossen anzusiedeln, stellt einen Versuch dar, die verzweifelte Frage der durch die Umwälzung ״überschössig“ gewordenen luden irgendwie zu lösen. Die Not ist so groß, daß — der Meinung des Vortragenden zufolge — die russischen Juden selbst in dieses phantastisch entfernte Amurgebiet gehen würden, wenn es nur wirklich eine Möglichkeit dazu geben wird. Von der Entwicklung des geistigen Lebens erfuhr man vom Vortragenden (der sich leider auf diesem Gebiete besonders vor Wertungen hüten zu wollen schien) nur so viel, daß es zwei in sich geschlossene Gruppen gibt, von denen die eine, jiddischistische, von Staats wegen sehr gefördert wird, während die andere, welche die jüdische historische Kontinuität zu wahren bemüht ist, nicht nur mit den größten, ihr von der anderen, offiziellen, Gruppe und den Behörden verursachten Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sondern auch macht• und wehrlos Zusehen muß, wie die jüngere Generation fast vollzählig dem Einfluß derer erliegt, die ihren Idealen feind sind. Gegen assimilatorische Tendenzen wirkt der Antisemitismus retardierend, sowie die nationalistische, auf Jiddisch gerichtete Propaganda der jüdischen Sektion io letzter Zeit; ferner das große jiddische staatliche Schulnetz, das vom Kindergarten bis zu Universität und akademischen Forschungsinstitute» reicht. Aber auch die alte« jüdisch-wissenschaftlichen Gesellschaften, wie die älteste ״zur Verbreitung von Aufklärung und Bildung unter den Juden Rußlands“ und die von Dubnow mitbegründete ״Historischethnographische“ arbeiten unter den allerschwierigsten Bedingungen so gut es geht weiter. In Leningrad finden regelmäßig gutbesuchte Vorträge statt und ab und zu erscheint sogar eine Publikation dieser Gesellschaften in russischer Sprache. (Hebräische Publikationen sind unerlaubt.) Aber diese Veteranen einer ״alten Garde“, von denen man nicht sagen kann, ob sie noch einen Nachwuchs finden werden, sind furchtbar isoliert, wirtschaftlich ohnmächtig und von den europäischen Informationen abgeschnitten. Von zahlreichen, das Interesse an dem Thema bekundenden Anfragen bestürmt, ergänzte Dr. Wischnitzer diese oder jene seiner Angaben. Der Frage, welche durch alle anderen hindurch sich erhob, wie sich die Zukunft des russischen Judentums abzeichne und ob dieses wirklich dem Organismus des Weltjudentums verloren zu gehen drohe, wußte auch er keine andere Antwort zu geben, als den Hinweis auf die Unvorsehbarkeit der Wandlungen. —er. Jahresversammlung von HJCEM in Paris Präsident des Rates: Dr. Oskar Cohn, Präsident der Exekutive: Dr. James Simon Paris, 13. März. (J.T.A.) Unter dem Vorsitz von Herrn Dr. James Simon (Berlin) wurde in Paris im Lokale der Ica die Jahresversammlung des Verva'itingsrates der Emifrationsveremigung ״Hias-lca-Emigdirekt“ (HJCEM) abgealten. Herr Dr. James Simon erstattete Bericht über die Tätigkeit von HJCEM in den ersten neun Monaten des Bestehens (1. April bis 31. Dezember 1927). In der Berichtszeit haben sich in Europa 31 501 Personen an HJCEM gewendet. Die Zahl der Besucher in den Büros betrifft 69 4S9; 43989 Informationen wurden erteilt; 12030 Personen erhielten juridische Hilfe (Visa, Pässe usw.); 232 Emigranten, davon 192 C h a I u z i m , wurden in der Landwirtschaft ausgebildet. Außerdem fanden Kurse für technische Berufsausbildung in Warschau, Lemberg und Kischinew statt. In Polen, Rumänien, Litauen und Lettland wurden 30 Sprachkurse abgehaltcn, die von 744 Lernenden besucht worden waren. In der Aussprache betonte Leo M o t z k i n , daß Dank dem Geiste harmonischer Zusammenarbeit und gegenseitigen Vertrauen in verhältnismäßig kurzer Zeit sehr gute Resuk täte erzielt werden konnten. Zum Präsidenten des Verwaltungsrates von Hias-lca-Emigdirekt wurde Dr. Oskar Cohn. 7um Präsidenten der Exekutive Dr. James Simon gewählt Das Budget für 1928 wurde bestätigt Für die Tätigkeit in den Einwanderungsländern, vor allem Südamerikas, wurde eine Summe von 100000 Dollar eingesetzt, von welchen 40 000 Dollar als Kredithilfe für Einwanderer bestimmt sind. Dr. Oskar Cohn referierte über den gegenwärtigen Stand der jüdischen Auswanderung nach Südamerika. Nach diesem Referat beschloß der Rat, eine spezielle Abordnung nach Südamerika zu entsenden, welcher der Präsident von Hias-Emigdfrekt, Dr. K r a i ת in , das Mitglied des Direktoriums von Hias in New York, Benjamin, an״ehören werden. Der Abordnung schließt sich auch der Generaldirekter der Jewish Colonisation Association, Herr Dr. Louis Oungre, an. im Alter von 79 Jahren verstarb in Berlin Herr Direktor Moritz Dorn,der seit dem Jahre 1839 Vorsitzender dec Vereins ״Esra“ war, dessen Ziel oie Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina, und Syrien ist Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Der Berliner Veranstaltungskalender wird ausschließlich von der Berliner Zlonisthchen Vereinigung zusammengesteilL Wir bitten alle Vereine und sonstigen Veran talter, sich mit etwaigen Wünschen nicht an d e Redaktion, sondern an die Berliner Zionistische Vereinigung zu wenden. m Montag, den 19. März abends 8Vj Uhr Zionistische Vereinigung für Deutschland, im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrats, Bellevuestr. 15. ״Central-Verein und Zionismus“. Referenten: Kurt Blumenfeld, Nachum Goldmann. Abends 8 Uhr Zelre Misrachi, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Frau Dr. Badt-Strauß: ״Die Zeenu Ureenu“, ein jüdisches Frauenbuch. Gäste willkommen. Nachm. Uhr Jüd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Charlottenburg, bei Frau Freier, Halensee, Halberstädter Str. 3. Frau Dr. Stein: ״Eine neue Aera“. """""" Abends 8 Uhr JQd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Schöneberg, Zusammenkunft bei Frau Abramczik, Neue Winterfeldtstr. 49. Abends 8*/» Uhr בית מדרש לעברית של ההלת היהודים בגרמו גרוסה המבורגר שטרפה כ״ז• הרצאה תשיעית ב״שורת ההרצאות של ביאורים גיאוגרפיים והיסטוריים לספרי נביאים ראשונים על פי תמונות אור" על כבושיו של שבט דו(שופטים, פרה י״ד־י״ח), - הרצאת ומי החורת האחרונה תהא ביום ה׳, בעשרים ותשעה במרע, בשמונה ומחצה בערב. המשא:.מלחמת שבטי ישראל בשבט בנימיו(שופטים, פרק י״ט־ב״אז Dienstag, den 20. März abends SV3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Herr Architekt Neufeld, Palästina: ״Die architektonische Neugestaltung Palästinas“. Nachm. 1/j5 Uhr Jüd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe West. Zusammenkunft bei Frau Blumenfeld, Brandenburgische Str. 46. Donnerstag, den 28. März abends 8Vs Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Vortrag des Dichters Oskar Baum, Prag: ״Das Geheimnis der jüdischen Energie״. Sebwarzbarts Palästina •Vlsiiin Jerusalem, 11. März. (J.T.A.) Vom Einwanderung«- departement der Palästina-Regierung wird mi 1geteilt, daß dem in Syrien wei'enden franzö'ichen Staatsbürger Scha- Ion Schwarzbart nrht aus poü i eben Gründen die Einreiseerlaubnis für Palästna verweigert worden sei, sondern einfach darum, weil sein Gesuch dem Einwanderungsreglement nicht entsprach. Urteile von Großivardcin Bukarest, 12. März. (J.T.A.) Das Oberste Militär-?erieht hat das Urteil gegen Joseph Blau, einen jungen uden, der während der antisemitischen Exzesse in Großwardein zusammen mit den Studentenhuligans verhaftet und snäter unter der Beschuldigung der Teilnahme an diesen Exzessen zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt wurde, aufgehoben und eine neuerliche Verhandlung anberaumt. Die ״Welsen von Zion“ in Griechenland Saloniki, 11. März. (J. T. A.) Zwei vielgelesene Zeitengen in Saloniki. ״Macedonia“ und ״Phos“, drucken gegenwärtig die ״Protokolle der Weisen von Zion“ in Fortsetzungen ab. Die Bnei-Brith-Logen und der Vorstand der jüdischen Gemeinde Salonikis erboten sich, Beweise dafür zu erbringen, daß es sich um grobe Fälschungen handle. Die Zeitungen drucken diese Zuschriften ab, setzen aber gleichzeitig den Abdruck der Protokolle fort. ״Macedonia“ ist ein venizelistisches, ״Phos“ ein royalistisches Organ. ln Wien starb im Alter von 72 Jahren Our Arjeh Hornstein, der Senior der in der Kiewer Gegend berühmten Industriellen- und Gelehrtenfamilie Hornstein. Der Verstorbene, Vater des volksparteilichen Mitgliedes der Berliner Repräsentantenversammlung, Markus Hornstein, erfreute sich des größten Ansehens unter den Juden der Ukraine. Preußischer Landesverband jüdrriier G־״*׳e>nr׳en Die Tagung des Verbaudstages des Preußisch«! Landesverbandes jüdischer (gemeinden beginnt, entgegen den früheren Veröffentlichungen, am Sonntag, den 23. März 1923, um 1 Uhr m 111 a g s ן im Plenarsaal des ehemaligen Preußischen Herrenhauses, Leipziger Str. 3. Der Verband rusebcher Juden In Deutschland veröffentlicht im Anzeigenteil unserer heutigen Nummer einen Aufruf, auf den wir unsere Leser auch an dieser Stelle hinweisen wollen. Briefkasten der Redaktion Dr. Ernst Simon. Daß Sio mit Ihrer Analyse recht hatten, beweist die ״Antwort“, die Dr. Jakob Ihnen in der C.-V.-Zeitung zu geben glaubt. Es ist richtig: Dr. Jakob ist eia exzeptioneller Fall, ein Kuriosum und gehört in das Kuriositäten ■Kabinett de« Judentums. Der Zim'smu* baue a hli JJ i h auch die ״Protestrabbiner“ ausrohallen, er wird auch das Vorhalten eines Gottesdieners, der offenkundig in aßen Zionismus betreffenden Fragen kein Organ für Zulässiges und Unzulässiges hat, ertragen. KEREN KA3EMETH LE7UTRAEL DEH X.X.U ERWIRBT BOOEN in ralAstina MIT HILFE FREIWILLIGEN SPENDEN BISHER HAT DER K.UL, 200000 DUNAM 40 jüdischen SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND: BERLIN W IS. MEINEKESTRASSE IO »os»acHtc««0ü»o: »50 Tt1t*H0N amt Bismarck nmm Der nädisle spendenauswels erscheint Freitag, den 23. März 192S Veriraaentlenie des Keren Kafemeih! Bis *pSiesten* Montag, den 18. März müssen alle etngegangenen Spenden und insbesondere die Sdtiufiabredinnng au■ Purim-dkiion ln unseren Händen sein. Alle Orte, die aus irgendwelchen Gründen keine Purim-Aktion durdigeführf haben, beginnen Jetzt gleich mit der Büchsen~Leerung w₪₪₪₪₪am₪₪mm₪₪₪a₪₪amm Ortsgruppen Gruppe des XU. Bezirks dar B.Z. V. Am 6. März *pracb in der Gruppe des XII. Bezirks Harr Dr. Machner, der frühere Sekretär des Zionistischen Zentral:erbandea für die Tschechoslowakei und jetzige Leiter der Berliner N.-F.-SammekteUe, über ״Aufgaben und Methoden zionis'ischar Propaganda“. Am Beispiel des Becnaluz» von dessen! Jubiläum der Redner aus ging, arbeitete er die Grundideen der zionistischen Propaganda heraus, als deren Ziel er die Uobereinslimtnung von Idee und Leben aufzeigte. Technische Fragen der Organisierung der zionistischen Arbeit, welche der Redner zur Diskussion stellte, führten zu einer lebhaften Aussprache. Dresden. Der von der Zionistischen Ortsgruppe am IQ. März veranstaltete Purim■■ Ball wies einen sehr guten Besuch auf und Verlief sehr stimmungsvoll. Besonderen Anklang fand das mi* Festspiel. Auch der Keren Kajemeth kann mit 3em finanziellen Ertrage zufrieden sein. Duisburg- In der zionistischen Ortsgruppe Duisburg sprach Herr Dr. Neuberger über das Problem der jüdischen Wanderung. Herr Dr. Neuberger hob besonders die drei großen Zentren dar jüdischen Wanderung hervor: Amerika, Rußland und Paläs ina. Im Anschluß hieran ging der Referent ausführlicher auf die Krim- und Palästina-Kolon'sation ein. Dem Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Königsberg. In der Ortsgruppe das Verbände• jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina äprach am 29. Februar Frau Gerda Arlosoroff über ״Frauenarbeit in Palästina“ Ln einer gut besuchten Versammlung. Die Vortragende betrachtet Frauenarbeit in Palästina eigentlich nur als spezifische Arbeit im Rihmen der Krdomsat'ou Ausgehend von dem besonders gearteten Menschenmaterial in Palästina gab sie ein anschauliches Bild von der Psychologie dieser Menschen, die zum großen Teil aus akademischen Krescn stammend, aus Idealismus in das Land gekommen, um am Aufbau mitzuarbeiten. — Nach einiger Zeit, als man sah, daß die Gelegenheit in der allgemeinen Kolonisation zu arbeiten nicht genügte, begann man, Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen allein zu schaffen- Es entstand die Mädchenfarm in Nahalai, wo 1. B. 60 Mädchen für die Landwirtschaft aus gebildet werden. Nachdem die Vortragende noch von den städtischen Berufen und der Tätigkeit der Hadassah f' .. ■ .... Frauen auch außerhalb Palästinas, von größter Wichtigkeit sei. Für die palästinensischen Kolonien sei hierdurch das Problem in bezug auf Berufsarbeit und Hausarbeit in gewissem Sinne gelöst. —- Zuletzt erörterte sie noch die Einwanderung der jemonitischen Juden, deren Volkskunst, wunderschöne Stickereien in eigenartigen Farben Zusammenstellungen zu verfertigen, man als Vcr• dienstmögfichkcit für sie ausnutz!•. Dies« Handarbeiten finden in riefen Ländern schon guten Absatz und der Kulturverlumd ist eifrig bestrebt, die Sache noch weiter auszubauen. Die interessanten Ausführungen fanden reichen Beifall. Mainz. Der Zyklus über ״jüdische Geschichte im 19. Jahr■ hundert“, den dio Jüdische Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Vcreinigungen unter Leitung von Dr. Emst Simon veranstaltete, endete am 7. März mit einem Vortrag über ״Die Heimkehrenden“. Dr. Simon zeichnete die Lebenswege und Werke von Cohen, Rasenzweig, Nathan Birnbaum und Oberrabbiner Kuck, Marlin Duker und Bialik. Nach Schluß des Vortrags dankte Dr. Stern im Namen der Arbeitsgemeinschaft Herrn Dr. Simon, der durch seine verschiedenen Vorträge hier das Interesse der jüdischen Allgemeinheit geweckt hat. 8 Vermischtes Verein Peres. Am 25. d. M. veranstaltet der Jüdische Arbciter-Kultur-Verein ״Perer“ in den Ge־-amträumen der Ressource, Oranienburger Straße 18, einen originellen Kostümball mit Scho.'em Alcichem-Typen. Außerdem werden einzelne Werke von Scho’em Aleichem zur Aufführung gebracht. Karten sind zu haben bet Dentist Thomer, Friodrichstraße 114, bei S. Lifschitz, Uhiaiidstraße 56 und an der Abendkasse. Sozialer Aus chrß drs Re!;hsmband<*s der jü Lehen' ehrervereine. Auf die Mittelung in der jüdischen Presse über die Bildung eines Sozialen Ausschusses des Reell*»erbendes der jüdischen Lehrervereine im deutsche» Reiche sind recht zahlreiche MTiungen eir!ge׳?angen. De kons'i uierende Sitzung soll nennte' ־ im R h ten der Jüdirch-Sozlalen Schulung«woehe am Dienstag, den 30. Mir* d. J., 18 Uhr, in der Geschäftsstelle der Zentralwoiih'niir;••» 011? der deutschen Juden, Berlin N 34, Oranienburger Straß« % II, sUUliudon.