Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 21 (13.3.1928)
- Date
- 1928-03-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 154 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 21, 13. TU. 1028 dar xkmütisdban Boweguog“ sich mit 4er jüdisch«» Gaschichtouffauung beschäftigte und auf alle Hörer eisen *ehr tiefen Eindruck fsaacht bat. Außerdem findet in Rahmen der Ortsgruppe ein ,ertrag«)׳kl«« ״Unser• heutig» Stellung der zioaiuiteheo Grundtuffessungen“ statt. Bisher sprachen Dr. Franz Meyer ״Zurück m Herd*1 und Dr, Josef Prager ״Unsero Stellung m Achad Haam“. — Sehr erfreulich ist die Tätigkeit der »oniatischeo Fraueneruppo, die soeben einen sehr gut gelungenen Vortragskni» beendet hat. Herr Rechtsanwalt Maximilian Weift sprach an vier Abenden über die Entwicklung des Zionismus als nationale Idee und politische Bewegung; 0» gelang ihm, seinen Hörerinnen ein lebendiges Bild der zionistischen Geschichte zu geben. Es ist zu erwarten, daß die dadurch hervorgorufsn« Stimmung der Arbeit der Frauengruppe neue Impulse verleihen wird. — Mit. besonderer Freude kann über die hebräische Arbeit berichtet werden. Unter dem lebendigen Eindruck von Frau Arlosoroff begann eine Anzahl Nichtjugendlicher Hebräisch zu lernen und macht bei dem hervorragenden Lehrer der Hebräischen Sprachschule, Herrn Roznioov, bemerkenswerte Fortschritte. Wir halten einen hebräischen Vortrags- und Diskussionsabend, bei dam Herr Rechtsanwalt Jacob- 80bn ein Referat ״Fragen der Jugendbewegung“ hielt. Die Diskussian war nach anfänglichem Zögern lebhaft, und der erste Varsuch, das Hebräische hier lebendig in Erscheinung treten ru lassen, ist jedenfalls ausgezeichnet gelungen, Es sollen weiter״ derartige Abende folgen. Vermischtes Persönliches. An» 10. März feierte der Schwiegervater unseres Gesinnung*genossen, Prof. Dr. Carl Lewtn, Herr Isidor Schwa» riner, seinen 80. Geburtstag. Herr Schweriner ist ein alter Freund unserer Bewegung. Er hat, als er aus Schneidomübl nach Berlin zog, die Synagoge in der Münchener Straße unter sehr großen Opfern mit einem kleinen Kreis von Freunden errichtet und überhaupt für das jüdische Leben Berlins, namentlich des Schöneberger Bezirks, viel geleistet. Zum Landesverband hat er auch auf dar Liste der Jüdischen Volkspartei kandidiert. Wir gratulieren dem Jubilar herzlich. Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde Berlin. Die Kleiderkammer (Peah oder Brockensammlung) de« Wohlfahrtsamtes der Jüdischen Gemeinde verlegt am 1. März ihre gesamten Räume nach der Choriner Straße 30. Telephon der Kleiderkammer wie bisher: Amt Norden 516—0ון. BezlrksschulhommIsslon Wilmersdorf der Jüdischen Gemeinde ZU Berlin. Am Montag, den iq. März 1q38, abends Uhr, findet in der Aula der Victoria-Luise-Schuie, Uhlandgtraße gi/g3, ein Elternabend statt. Referate: 1. Wie stehen wir Eltern zur religiösen Erziehung unserer Kinder in Schule und Haus. 9. Das jüdische Kind in der öffentlichen Schul«. m__s. Sport 1. Berliner jüdisches Hallen&portfest am 18. Mürz fm Sportpalast. Zum ersten Male tritt das Jugendamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin mit einer größeren sportlichen Veranstaltung vor die Oeffnntlichkeit Berlins. Alle jüdischen J ugendveroine haben sich bereitwillig mit ihren ganzen Kräften zur Verfügung gestellt, um ihr» sportliche Leistungsfähigkeit zu zeigen. Am stärksten werden die großen jüdischen Sportverein» vertreten »ein, wie Bar Kocbba, Maecabi, llakoah und die Sportgruppen dos R. j , F. Der Bar Koehba feiert im Oktober d. J, sein 30 jährige* Jubiläum und ist der!]teilte unter ihnen. Maccabi, einer der »tlrkstea Berliner Boxklubs, hat in neuester Zeit, auch eine sehr starke Rmgermamwcbaft her- »!»gebracht, sowie llakoah, di« im Fußballspott sehr »«achtet, ist, sind Klubs, die erst nach dam Kriege entstanden sind. Aus den Sportgruppen des R.j.F.- ist besonders die Jiu-Jitsu-Gruppe zu erwähnen, die zwei deutsch» Meister aufweisen kann. Das Hallen- Sportfest wird durch den Aufmarsch sämtlicher Teilnehmer, zirka 3000 Sportler und Sportlerinnen, eröffnet. Es folgt dann ein Hockey-Propaga ndaspiel, welches von zwei gleichwertigen Bar Koehba- Mannschaften vorgeführi wird. Ein Handballpokalspiel wird ansgetragen werden; fünf leichtathletische Vorführungen sind im Programm vorgesehen. Im ho-ra-Laufen dürfte m ein» »ehr interessante Entscheidung geben. Die neuen Sprinter des Bar Koehba, Gerber und Lewin, starten zum erstenmal gegen ihre jetzigen Klubkameraden Gehr. Kurz, Simmenauar und Simon. Im 1500-m-Varf»belaufen steht der bekannte finnisch!» Olympiakämpfer Katz am lal: ihm am nächsten steht der Zweite der Brandtsaburgiscben Meisterschaft, Bergmann, cs folgen dann in knappen Abständen die bekannten Mittelstreckler des Bar Koehba, Kraus, Eger» Cohen, Silbermann, Janklowiiz, die Vorgaben aufzuho'en haben bis 150 m. Ein looo-m-Lauf vereint die Läufer der anderen Verein«. In der 10 X So-m-Pendclstafette sind sämtlxhe Vereine vertreten und es gewinnt meisten* die Mannschaft, die am schlechtoaten läuft, aber am besten wechselt. Sehr interessant dürften <1:6 Boivorführungen und Kämpfe des Maecabi sein. Bekannt und gefürchtet im Amateur- Boxsport ist überall das weiße M auf schwarzem Grund, und es werden bekannte Boxer wie Malz, Fuchs, Friedländer, Pr»iß. Buchbäum usw. im Ring zu sehen sein. Auch einen Ringkampf wird der Maccahi zeigen. Die Hakoah wird ein Fußballspiel sowie Vorführungen ihrer Jugend'iehen und ein Tannissniel demaostrieren. Interessant versprechen auch die Jiu-Jitsu-kämpfe der Jiu-Jitsu-Gruppe des R.j.F. zu werden. Hier treten in den Ring bekannte Leute wie Rosenthal, mehrfacher deutscher Meister, Mendelsohn usw. Die Veranstaltung, die um 5י/י Uhr ihren Anfang nimmt, verspricht eines der größten Berliner Hallemportfe.te m werden. Es ist mit einem fiberfüllten Hause zu rechnen, da jetzt schon rege Nachfrage nach Eintrittekarten eingesetzt hat. Es sind daher drei Vorverkaufsstellen eröffnet worden: erste Vorverkaufsslollo: Go meindebaus Rosonstraße; zweite Vorverkaufsstclle: Synagoge Fasanen- Straße (Pförtner) i dritte Vor׳erk»u£*stelle: Berliner Zeih1ng<ttAude Schönhauser Allee 3. Das Hallensportfest des V. B. A. V. brachte dam Bar Koehba Im au*verkauften Sportpa'ast einen geradezu sensationellen Erfolg. Zum ersten Male beteiligte »ich der Bar Koehba nach seinem Aufrücken in die A-Klasse des V. B. A. V. an der großen Haliemport* festste ff 61 über 95 X 3-Runden, dam Höhepunkt eines jeden. Hallen• Sportfestes. Außer dem Bar Kocbba beteiligten sich die fünf größten und stärksten Leichtathletikvereine Berlins an dieser Köukurren*, in der man dem Bar Koehba als dem jüngsten und kleinsten Verein nur geringe Chancen zu gestanden hatte. Der Verlauf der Staffel ergab aber die überraschende Tatsache, daß die fleißige. srue sich der Bar Koehba an die Spitze des Feldes und konnte bald alle anderen Vereine hinter sich lassen und sie teilweise sogar überrunden. Unter der ungeheuren Erregung des ganzen Hauses konnte der Der Koehba sich lang» Zeit unangefochten *n der Spitze halten und seinen Vorsprung teilweise noch vergrößern. Erst bei den schwächeren Schlußläufern ging der große Vorsprung wieler verloren und die routinierten Staffelläufer des Deulschen Sport-Clubs, des Sieger» der letzten Jahr» und des Potsdam—Berlin-Laufes, konnten den An- Schluß wieder bersteilen und schließlich mit. Brustbreite vor Bar Koehba geschlagen von dem A-Klasaen-Neuling Bar Koehba. Dieser außerordentliche und überraschende Erfolg des Bar Koehba erregte überall großes Aufsehen, was sich auch in dar gesamten Sport- und Tagespress» in dicken Schlagzeilen aus wirkte. Ueberall wird der Bar Koehba als der kommende, führende Leichtat hletikverein Berlins bezeichnet. Es ist dies jedenfalls ein ganz außerordentlicher Erfolg des jüdischen Sports io Berlin und im Reich, wie er noch nie vorher errungen worden ist. Auch ' in der 10 X So-m-Pendclstaffel, an der sich Bar Koehba zum ersten Male beteiligte, war ein recht beachtenswerter Erfolg zu verzeichnen. Unter 40 te'!nehmenden Mannschäften der. Türner und Sportler wurde Bar Koehba hinter den mehrmaligen Siegern und Spezialisten dieser Konkurrenz, B. S. G und Turn gern, in Berlin, Dritter, alle anderen großen A-Vemne blieben geschlagen. Während diese beiden Erfolge vollkommen überraschend kamen, fiel Bar Kocbba in den anderen Konkurrenzen, in denen man ihm große Chancen zu gebilligt hatte, völlig ab- Katz, der augenblicklich stark indisponiert ist, konnte sich bei *einem ersten Start in der Halle, im 3000-m-Laufen, gegen die Hallenspe^alisten nicht durchsetzen und verlor. Ebenso versagte Kraus in* der 3 X zooo-tn-Staffel völlig, er gab als letzter von neun Mannschäften ab, so daß Eger und Bergmann, trotz aufopfernden Laufens, nur bis zum fünften Platz aufriieken konnten. Trotz dieser Versager war das Hallensportfest ein Triumph für den jüdischen Sport. R. A. J0d18cn-1n60iognct1fl8 Seminar {Freenckel***« Stiftung) Breslau, WailstraSe 1« MUm das Sommer-Semesters 1921: Dienstag, den 1. Mal 1928 Vorleaangsverxeidum durch das Sekretariat «mrtsther Jade, me Bwul kehre», *udt sb Korraspondent •sd MtoflneMu Uti* gmmmm, »11• H»upt»pr»rt.!>» 1 1 ׳■ ׳׳.«•-״*»■ WMmwlMNi» •uefct *etmr.dwmd*' ׳7״.■' - LelluiicfS Stellung ttgmidam IrattuFeflwi VeAj&ntkm&iS, md Pole« ciewrjugi Beite BftfowMBgom, Offerte«} unter CL 4230 m dl» *jSdbche Rundschau", Berlin W 15, Met&ekeatrafte 10» AVod*rmkflr, dte tkfe *af di© hehrHs-dse Hechsdhale Jeruaal«a1 tsakrlbcarca, ebe&Ao alles «adarvo, die sieb m Laad« Wieist eis► ord&ee welksa, lernes bebrlliche Stenographie. 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Slbta .1» schön rr e LabeaT HnrlOrslendamtn Oaa Abaatener vaa Part• nozartsaal Onkel Toms Bfitta Ufa'Pavlllon Dar Weltkrieg (2. r־m Melrlislrate Gebeicae Macht Uesanflerpiai! Die SaadgrlÜa KBnldstadt Dis Hölle der äuglrum Frledildishahi Str•«! VArtfttlicJi Welnherdswet Da ■ailal •lebt »Uhl». Tarmstrahs Slreag vertraalleb Der Ldw lat le• Weihensee Panik EmelKaPalasI Pal and Pataeboa aal dem Wega an Kraft «.ScbAnbelf Hormon •Vitamin•Extrakt כשר rmb» Aufefdbi. Sr- Eisrw, Herrn Rabbinor Dr, Ebroo treu iס MGftfshen b«r^mAt«f>L. Die feinste Würze für alle Speisen verwendbar sowohl für Ml'db-, wie m<h für Flei»ch*f>dfiaai<•' Wggtn smngs Vifamm•Rttehtums als Kräfttgattgs* mitts ärttnch amolohitn* Proipeltit 89(1 Cr ftiiaprobcQ durah dea G«aeröl verirIvb Nu WBad TSI1, ,.rnruf ZI. Vergossen Ale nicht Jaffa (Palästina) Apfelsinen iiiuiiiiiiiiimiiiiinioiniuiiiioiuirtiiiiiniiKiifuniifiitiiriunmn wohlschmeckend - nahrhaft - keralos ־־ saftig bei Ihrem Frucht Händler zu verlangen! 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