Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 20 (9.3.1928)
- Date
- 1928-03-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2652971-2652991--19802-2677717- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Einzelnummer 035 GoUtmark jüdische Rundschau Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis hei der Expedition monatlich 1.85 Goldmark, vierteljährlich 5.25 Goldmark. wtrda i» dar Wlhrrni* dar «jaxahni linder t>rrwsha*t. Anzeigen •V erwaltung Jüdische RandschaaG.m.b.H~ Berlin WI5. Mefaiekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165-70. Telephon 1 Bismarck 7165 -70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 IßlÄ?*?*1?' Wir». Koala Nr. US030. £? ™•,*״*•*«ו״יו»«»« Pr«, Koat» Nr. 5041* _ , . roieai Fattap4rkm«n«mt Wtrrehru. Koala Nr. 1907t«, Redaktionsschluß Sonntag and Mittwoch nachmittag. Nummer 20 | Berlin, 9. III, 1928 Aarel(*nprrJ j■ S (••p»)t.Nonp»reÜ!a»«il« 0a0G^M^teU*B|eanelM0,ZS(4-M. AasaigMM&laSi Di•ast•( and Fr«lt«f*»eb«ttt»g»4Ukr, י״ז אדר׳ תרס״ח | XXXIII. •felu-g. Der Zleniemus erstrebt Ntr das JQdltcha Volk dla Schaffim* einer «IfantHc* - rectiMIcti «eslcliertait Melmstttta In Palästina zionisnscMr sin in nun Niederlage der Agudah Verminderung der jüdischen Mandate Die Seim-Wahlen (Von unserem Korrespondenten.) -g. Warschau, 6. März. Die Wahlen zum Sejm (Abgeordnetenhaus) endeten mit einem vollständigen Sieg der Zionisten sowohl in Kongreßpoien als auch in Galizien. Um die Größe dieses Sieges würdigen zu können, müssen Umstände und Bedingungen des Wahlkampfes in Betracht gezogen werden. Die letzten drei Monate bilden ein trauriges Kapitel im Leben der polnischen Judenheit. Es gab Augenblicke, wo auch die Entschlossensten und Mutigsten zu verzagen bcgannen. Schon sah man die Errungenschaften dreißigjähriger zionistischer Massenerziehung zunichte gemacht, schon drohte die Gefahr, daß wir zurückversetzt werden in das finsterste jüdische Mittelalter. Die ״Agudah״ hat mit kräftigster Unter- Stützung der Regierung den dem Minderhritcnblock angeschlossenen Zionisten einen Kampf auf Leben und Tod angesagt Ein Bruderkrieg wurde entfacht, wie er selten in unserer Geschichte zu verzeichnen ist. Kein Mittel wurde gescheut Als Bundesgenossen der Agudah-Orthodoxic sah man die größten Feinde des Judentums. Wird einmal das Archiv des jüdischen Kreises des Minderheitenblocks veröffentlicht werden, dann wird sicherlich die ganze jüdische Welt nicht genug staunen können, welchen Frevel Juden unter dem Deckmantel der Religion an dem jüdischen Volke bcgangen haben. Mit einer bemerkenswerten Unverfrorenheit ging die Agudah aus Werk. Nachdem die Listen in den ersten Fehruartägen ängertfcht Mp 8״ftS»flO*' 'M>: Ü, 1»ai« *ir ,Njwiwef« .tont ÄTlr und tO, 2. der JL R.“ geschildert), begann der eigentliche Hexentanz. .Der'Regierung, weicher.ein pnorititenzusammep-. •chluß unbequem war, hat die* Agudah mit Erfolg eingeredet, daß sämtliche Zjpn is ten staatsfeindlich gesinnt seien, und daß nur die Anhänger der Agudah und der ihr angeschlossenen kleinen Gruppen loyale Bürger des polnischen Staates seien. Mit diesen allezeit gegen Juden, jetzt aber von Juden gegen Juden geschleuderten Pfeilen erzielte die Agudah, daß sämtliche Regierungsbehörden eine Unterdrückung der Zionisten betrieben, wie wir sie noch nie im polnischen Staate sahen. Zionistische Blätter und Aufrufe, Wahlmanifestc und Zeitungsberichte wurden konfisziert, zionistische Propagandisten und Vertrauensmänner verhaftet, Wahlversammlungen verboten. So z. B. konnte In den zwei größten jüdischen Zentren Polens, in Warschau und in Lodz, keine einzige zionistische Massenversammlung in geschlossenem Raume stattfinden. Die spitzfindigsten Bau- und Sanijitsvorschriften wurden angewendet, um den Zionisten ihr? Agitation unmöglich zu machen. Dies Alles geschah nach Wink und Weisung der ״Agudah“, Dann folgten persönliche Denunziationen. Anhänger des Mindcrheitenblocks wurden vor Polizei- und Steuerbehörden zitiert, mit Strafen belegt, drangsaliert, Konzessionen beraubt. Nachweisbar standen immer Leute der Agudah dahinter Den Anhängern der Agudah aber versprach man Steugmachlisse, allerhand Konzessionen, Geldzuschüsse und . verschiedene Aemter. Auf diese Weise, wie leicht zu verstehen Ist, schuf man eine Atmosphäre des Terrors und Schreckens einerseits, einer furchtbaren Demoralisation und würdelosen Kriecherei andererseits. Die gemeinsten Instinkte tmd die niederträchtigsten Kreaturen kamen zum Vorschein. Skrupellosigkeit grenzte an Unverschämtheit Man sah wiederum wie vor "0 und 30 Jahren in Polen sich duckende, vor dem ״Poritz“ erschreckende, winselnde und die Peitsche küssende jüdische Gestalten. Es waren, leider Gottes, ״religiöse“ Juden. . . . Dies aber nicht genug. Man war trotz allem der eigenen Position nicht sicher. Da wurde ein Verfahren inszeniert, demzufolge in zwei Wahlkreisen der Randgebiete, in Kowel und in Lida, wo im Jahre 1922 der Minderheitenblock sämtliche Mandate gewann (darunter drei jüdische), die listen der Minoritäten als ungültig erklärt Die Unter- Zeichner dieser Listen, fast ausnahmslos Juden, wurden von den Behörden gezwungen, ihre Unterschriften zurückzuziehen. Auch die Rabbiner und religiösen Autoritäten wurden mit i!1 diesen ״Majufestanz“ einbezogen. Mit und gegen ihren Willen waren Rabbiner gezwungen (nicht alle gaben diesem Terror nach), einen Aufruf gegen die Zionisten und für die Agudah zu unterfertigen. Die Propheten und Großen in Israel w urden zitiert, um die ״Heiligkeit“ dieses Kampfes den Juden Uarzumachcn. Um aber das Maß vollzumachen, scheute man nicht, in Galizien eine Alilat Dam (Blutbeschuldigung) gegen die Zionisten zu provozieren. Ein harmloser Sterbefall in dem kleinen Städtchen Dobromil wurde von den Agitatoren der Agudah in ganz Polen dazu ausgenutzt, um den Zionisten dnert politischen Mord zu insinuieren. Und obzwar bald seitens der Behörden und des Örtsrabbinate dieser Verleumdung entschieden entgegengetreten wurde, zog die Agudah ihre Beschuldigung nicht zurück und bediente sich weiter dieses schändlichen WaUmitteis. Der Agudah zu Hilfe kamen auch ehemalige assimiiatorische ״Größen“ und zusammen rief man laut zum Kampfe, ״um die Hegemonie der Zionisten zu brechen“. Und die Leute, welche vor fünf Jahren, selbst mit den Deutschen und Ukrainern im Miuderheitenblock vereinigt waren, wagten cs diesmal, die Zionisten als die Trabanten der ״deutschen Junker“ (!) und der ukrainischen Pogromhelden vor der Oeffentlichkeit zu brandmarken. Kein Wunder also, daß bei solchen Bedingungen (und wir schilderten kaum ein Bruchteil der Vorgänge) schwere Sorgen sich im zionistischen Lager eijischlichen, zumal Organ!- saiionsmängel und das Fehlen einer zuverlässigen Presse stark fühlbar waren. Man konnte sich nur auf die Gerechtigkeit und Ehrlichkeit der vertretenen Idee stützen. Und diese reine und unverfälschte Idee errang Sonntag einen Sieg, wie wir ihn in solchem Ausmaße kaum erwarteten. Kein einziger Vertreter der Agudah wurde gewählt. Die jüdische Wählerschaft stimmte trotz Terror und Korruption, trotz Denunziationen und Verleumdung in überwältiger Mehrheit für die Listen des Minderheitenblocks und in Galizien für die Liste der ״Jüdischnationalen Vereinigung“ (rein zionistische Liste). In Warschau z. B. erhielten die Zionisten 43 030, die Agudah nur 24000 Stimmen, in Lodz der Minoritätenblock über 31 000 (davon gegen 25 000 jüdische), die Agudah 19 000 Stimmen. Krasser ist das Verhältnis in Galizien. In Krakau wurde Dr. Thon mit 18 475 Stimmen gewählt, dagegen erhielt der Gegenkandidat der Agudah, ihre größte Autorität in Polen. Rabb. Schapiro, kaum 2706 Stimmen! In Lemberg vereinigte die zionistische Liste, an deren Spitze Dr. Reich stand, über 2S000 Stimmen und gewann daher twel ־0׳j.r! י*־' ־• **: ז Wir atmen auf. Die Luft, noch gestern verpestet und vergiftet, beginnt■ sich wieder zu reinigen. Das - polnische Judentum ließ sich* nicht terrorisieren :und' vergewaltigen. Dreißig Jahre zionistischer Erziehung *gingen nicht verloren, wie manche gefürchtet hatten. Das Rad der Geschichte kann man eben nicht zurückdrehen. Die Wahlen zeigten, daß in dem größten Teile der jüdischen Massen ein gesunder, nationaler Instinkt, Verständnis für geradlinige, ehrliche nationale Politik lebt. Manchen Zionisten wiederum haben die letzten Ereignisse genug deutlich bewiesen, wie falsch die Bündnis- Politik um jeden Preis mit der Agudah war. Der selbständige, fortschrittliche und demokratische Weg brachte uns den Sieg. Er war nicht ohne Opfer. Mehrere jüdische Mandate sind verloren gegangen. Aber nur zwei bis drei Infolge der Zersplitterung jüdischer Stimmen. Der Minderheitenblock hat sich in sämtlichen östlichen Randgeblet e n nicht bewährt. Teils infolge des unerhörten Druckes der Regierung, teils aber Infolge des Versagens der Ukrainer. Es konkurrierten dort sechs ukrainische Listen, von welchen die radikalsozialistischen, dem Minderheitenblock fernstehenden, die Oberhand gewannen und außerdem eine große Abstinenz der Ukrainer festzustellen Ist So gingen dort die jüdischen Stimmen verloren und kein einziger jüdischer Deputierter wurde dort gewählt In Galizien wiederum war die Beteiligung der Ukrainer (im Gegensatz zum Jahre 1922) eine sehr starke und so mußte die jüdische Vertretung reduziert werden. Dies Ist natürlich, da die im Jahre 1922 errungene?*hl von jüdischen Mandaten in Galizien abnormal und pur der Tatsache der ukrainischen Abstinenz zu danken w*r. Die Ukrainer haben damals die Zugehörigkeit Ostgaliziens zu Polen noch nicht anerkannt und sich daher nicht an den Wahlen beteiligt, sq daß die Minderheitsmandate fast durchaus den Juden zugefallen waren. Es soll auch festgestellt werden, daß die Deutschen Polens, welche, mit Ausnahme der deutschen Sozialisten in Lodz, dem Minoritätenblock angehörten, geschlossen und festdiszipliniert f*st überall ihre Stimmen für den Block abgaben und daher eine sehr ansehnliche Vertretung errangen. Von anderen jüdischen Parteien hat auch keine einzige ein Mandat erlangt Weder dem Bund, noch den linken Poale-Zion gelang es, einen Abgeordneten zu wählen, trotzdem der Bund z. B. eine großangelegte, prahlerische Propaganda betrieb.. Beide Parteien haben sogar einen Stimme«rück gang zu verzeichnen. Die rechten Poale- Zion erließen vor den Wahlen einen Aufruf, in welchem sie ihre MRgH'der aufforderten, für die polnische sozialistische Partei zu stimmen. Es fehlen zwar noch die endgültigen Ziffern, aber das Bild der jüdischen Sejmvertretung wird höchstwahrscheinlich folgendes sein: 7 aus Kongreßpolen und 7 aus Galizien, zusammen 14 jüdische Deputierte. (Außerdem wurde 1 Vertreter eines Teiles der jüdischen Kaufmannschaft von einer Regierungsliste gewählt.) Die Parteiangehörigkeit dieser 14 Abgeordnete ist folgende*. 9 Allgemeine Zionisten (Grünbaum, Hartglas, Dr. Fosenblatt, Dr. Wigodzki aus Kongreßpolen; Dr. Thon, Dr. Reich, Dr. Rosmarin, Dr. Leser, Eisenstein aus Galizien), 2 Misrachi (FarbsJein, Rab. Brodt), 1 Hitachduth (Heller) und 2 Vertreter dfcr ' Handwerkerverbände (Rosner, Glaserinan). Die Rede von Sir Alfred Mond Nachstehend gehen mir im »ölten Worthmt (mit JsUmen, Kirrungen) die Rede wieder, die Sir Alfred Mond bei der Einweihung des Balfour-Waldes im Emek-Jmrml gehalten hat. Eure Exzellenz, meine Damen und Herren! Ich sehe ein großes Vorrecht darin, an dieser denkwürdigen Gelegenheit feilnehmen und mit Ihnen die ersten Bäume im Balfour-Wald pflanzen m dürfen. Ich rechne es mir zur besonderen Ehre an, für meinen Freund und Kollegen in der britisehen Koalitionsregierung, Lord Balfour, einen Baum zu pflanzen. Ich wohnte in London einem Festessen bei, auf dem,Lord Balfour, Ormshv Gore, Chaim Weizmann und andere über die Ideale unserer Sache sprachen, über die erreichten Resultate und die Hoffnungen der Zukunft. Bei dieser Gelegenheit war es, daß Herr Sokolow die Idee des Balfour-Waldes lancierte, die eine warme Aufnahme fand. Ich hoffe, sie wird mit der Zeit eine große Unterstützung und ein nützliches Stück Arbeit bedeuten für die so notwendige Aufforstung, Ere ׳-Israels, die seit einer Reihe von Jahren mit Unterstützung der Regierung, der Zio״lsti־chen und anderer Organisationen sich so*erfolgreich entwlcke't hat. Dies ist keine Gelegenheit für lange Reden, aber ich würde meine Pflicht nicht erfül'en, nenn ich bei diesem meinem dritten Besuch Erez-lsrae's im Laufe von sieben Jahr-n nicht freimütig meine Ansicht aussprechen würde über die Lage, wie ich sie heute sehe. Schon ehe ich kam, war ich über die Schwierigkeiten In der wirtschaftlichen Lage unterrichtet, die ich eingehend studiert habe. So ernst sie sind, sollten sie doch nicht übertrieben werden. Sie bestehen nicht nur in Pa'Sstina. Sie sind leider eine allgemeine Erscheinung im menschlichen Leben alter Linder der Welt. Eine allgemeine Regulierung der Bevöikerungszahl entsprechend der Arbeitsmöglichkeit existiert nirgends. Seit der Krieg das Problem ernster Arbeitslosigkeit geschaffen hat, haben wir den-׳ selben Kampf in Englfwd zu 'bestehe!!, derSoenonhe ZfMff *ufweist ** «dt «»>- mww«» .ArWv,׳. •-*- •?*■»־.• ״ 1 י. - n, -&•־ **hTmS *age, d ,V A׳bed ז ־ J 0 f 1 gk 111 f n׳ E re z -l 8ra e 1 e rי eh i i'n't*'v‘e iH8״*- weise gerJ« g.: ־Während:d*r;Rfcglerung;Uc^i .Georges wi/'1 ich über zwei Jahre lang der Vorsitzende der Kablnettskcarnissiön für diese außerordentlich schwierige Frage, zu einer Zeit, wo es bei uns etwa zwei Millionen Arbeitslose gab. Die Lage war schlecht, aber wir glaubten darum nicht, daß England bankrott oder daß seine Zukunft ernstlich gefährdet sei, and daß alle Anstrengungen, ein großes Reich zu schaffen, sich als Mißerfolg erwiesen hätten. Wir machten uns an die Arbeit, um Methoden für einen Apparat zu schaffen, der dieses Probten! mit Erfolg bearbeiten könnte, und ich glaube, die pal äst i* nensische Regierung kennte nicht ohne Nutzen die Maßregeln, die wir ergriffen haben, studieren, um zu sehen, inwieweit die eine oder andere für dieses Land anwendbar ist Sch’ießüch sind die Immigranten nicht nur auf Veranlassung der zionistischen oder anderer jüdischer Organisationen ins Land gekommen. Die B a 1 f o u r - D e k 1 a r a t i o n , dss vom Völker* bund errichtete britische Mandat zur Schaffung einer nationalen Heimstätte oder zur Unterstützung der Errichtung einer solchen Heimstätte, waren eine Einladung der britischen Regierung an die Juden der ganzen Welt, einen Versuch zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles t!nd zur Führung einer gemeinsamen Po'ltlk zu machen. Gewiß hat die Zionistische Organisation e!ne besondere Verantwortung, die sie nicht leugnen kann und will, aber die Einwanderer kamen mit Einwilligung der Regierung, und sowohl die britische Re* gierung als Mandatsmacht und die palästinensische Regierung als Exekutivorgan sind verpf’ichtet, außergewöhnliche Mittel angesichts eines ernsten, aber meiner Ansicht nach vorübergehenden Uebels zu ergreifen. Ich will glauben, daß Seine Exzellenz der Herr Oberkommissar mit dem vollen Verantwortungsgefühl e’ner solchen Lage gegenüber diese Ansicht teilt, und ich vertraue fest darauf, daß, soweit er und seine Regierung in Frage kommen, sie nteht zugeben werden, daß die tote Hand der Finanzen, dieses Schreckbild für uns alle, die wir je Administratoren gewesen sind, die grundlegende Notwendigkeit schmälert oder hemmt, Arbeit zu finden für diejenigen, welche bereit und bestrebt sind, ihren Unterhalt zu verdienen, statt auch noch so gut gemeinte Wohltaten in Empfang zu nehmen. Es Ist hier nicht der Platz, auf Einzelheiten einzugehen, aber Ich kann auf Grund meiner Kenntnis der Dinge sagen, daß unser Kolonialamt mit Seiner Exzellenz einig ist in der Auflassung. In der Tat ist nirgends nicht allein Syfnpathie, sondern die Zusage aktiver Unterstützung und Hilfe für den Aufbau der nationalen Heimstätte stärker zum Ausdruck gekommen, a!s in den Reden des Kolonialsekretärs Am e ry bei seiner Reise durch das Reich. Mehr als nur freundschaftliche Berücksichtigung, das Bestreben, in jeder Beziehung zu helfen — wenn nicht aus den kleinen Mitteln des palästinensischen, dann durch die umfassendere Hilfe der britischen Regierung selbst. Das soll nicht sagen, daß die fast Übermenschliehen Anstrengungen, die seit Generationen verschiedene jüdische Institutionen und Einzelpersonen gemacht haben, und unter denen die Gestalt von Baron Edmond de Roth- Schild als ein Neubegründer Erez־!srae!s hervorragt, in ihrem Eifer oder ihrer Tätigkeit beschränkt oder beeinträchtigt werde« sollen. Sie müssen sogar noch verstärkt werde*-