Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 19 (6.3.1928)
- Date
- 1928-03-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Mit UnterhaUvngs - Beilage Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meraekettraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1.85 Goldmark, vierteljährlich 5.25 Goldmark. Aa» andsah<M**€tB#״t# werdee m der Wlhraatf der fcintetoo Utadtar bcreebüeL Nummer 19 I Berlin, 6. III. 1928 Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon! Amt Bismarck 7165—70. Anzeigenpreis: 3 geapaiLNoupareill&eelie 0*50 G-־M~Ste!leng61u1eS1eG>?5 G.-M- Aos«igfetu1cb]«A 1 DI• a«t«g aod Frailag n »eh סז >tt*g• 4 llbr. Telephon: Bismarck 7165 — 70. Postscheckkonto; Berlin Nr. 17392 Für Oesterraicb: Poatfparkaiteniuat Wien« Konto Nr. 156030. FürTtchechoilowak« 1 P0»tsf>»rkaMenamt Prac.KantoNr. 69410. Für Poletu P«k8lsparka«8e8aa)l Wamb#*, Konto Nr. 190706׳. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י״ד אדר, פורים תרס״ח | xxxm. Jateg. Pe> ZiosHmm eratrtbt für d»» IPdlKha Volte «He lehattimq eine* aw>wi1|«H - rechtlich «1—Ichertew HelwttiHa ln Palästina. 8״astl«r Programm." VorderümcrlhaRclscDr.Weizmann Die Abreise verschoben — Versammlung in London — Reden Kisdis und Weizmanns ׳ Dr. Welzmann hat seine für den 29. Februar vorgesehene Amerikareise für kurze Zeit verschoben, um vorher noch mit Sfr Alfred Mond, der dieser Tage aus Palästina nach London zurückkehrt, eine Besprechung zu haben. Im Hotel Savoy fand aus Anlaß der bevorstehenden Ab• reise Dr. Weizmanns eine vom Londoner Keren Hajessod veranstaltete Abschiedskundgebung statt. Der Vorsitzende, Leonard B. Franklin, und der Vorsitzende des Keren Ha* jessod in England, Simon Marks, hielten Ansprachen. Die West-End-Centrale des Londoner Keren Hajessod übergab Dr. Weizmann einen Scheck über 1030 Pfund. Zwei Versammlungsteilnehmer haben je 500 Pfund und einer 290 Pfund gezeichnet. Als dritter Redner sprach Colonel F. H. Kisch, der auf der Reise nach Südafrika in London weilt Kisch überbrachte die Grüße Palästinas und sagte: Wir sind bereits über die schwere ökonomische Bedrückung hinweggekommen. Seit mehr als einem Monat zeigt sich die Lage vollkommen verändert. Diejenigen, die unter den Schwierigkeiten der letzten zwei Jahre zu leiden gehabt haben, haben ihre Leiden würdig getragen. Lord PI u m e r hat mir gegenüber unmittelbar vor meiner Abreise erklärt, er hege die größte Bewunderung für. das heldenhafte und mutige Verhalten der jüdischen Arbeiter In den Zeiten der Not Auch in den bösen Jahren hat die Arbeit nicht geruht, der Fortschritt ging weiter. Die Orangen-Plantagen entwickelten sich in die Höhe, der Export brachte guten Ertrag, Der Hafenbau in Haifa wird, der industriellen Entwicklung Palästinas neue Impulse geben, Haifa wird der größte Hafen des Mittelmeeres sein. Das jüdische Natlona’helm in Palästina ist nicht mehr ein Traum; 150000 Juden lebfcn in einer vollkommen jüdischen Sphäre. Eine Sofie «ngTls«h,e Part tf-Palistinri-t gepm«1g«r, if«. iif•־i|.; Ulf §0Bnt*§en offen li fiiSh. wenn wfr'alle' unsere Pflicht tun, können wir Großes erreichen. (Lebhafter Beifall.) Dr. Weizmann wurde, als er die Tribüne betrat, von der Versammlung durch eine stürmische Ovation begrüßt ihr habt gehört, sagte er, daß sich unsere Lage in Palästina befestigt In ein paar Monaten, spätestens in einem Jahre, haben wir das Schwerste überwunden. Ich will trotzdem nicht, daß auf die Entmutigung eine Ekstase folgt; es können in einiger Zeit neue Schwierigkeiten auftauchen, die zu überwinden sein werden. Man soll nicht den Sinn für Realität und Proportion verlieren; die Entwicklung Palästinas muß an der anderer Länder gemessen werden. Es ist schwer, ein Land neu zu bauen. Wer furchtsam und weichherzig ist bleibe dort, wo er ist. Für die Chaluzim ist keine Arbeit zu schwer. Die Krisis hat die Herzen der Londoner Juden, die am wenigsten für Keren Hajessod spenden, mehr bewegt als die der palästinensischen. Wer es unternimmt, ein Land zu bauen, muß das Böse wie das Gute hinnehmen. Ich gehe jetzt wieder nach Amerika, zu der größten jüdischen Gemeinschaft des Westens. Die Juden, die einst vor den Pogromen in dieses Land geflüchtet waren, sollen nun herangezogen werden, den Zurückgebliebenen zu helfen, sich eine freie Heimat aufzubauen. Gute Nachricht aus Palästina wird belebend auf das Gesamtjudentum wirken. Auch England hat Schwierigkeiten bei seiner Kolonisationsarbelt und begeht Fehler. Ein englischer Regierungsvertreter hat mir soeben den Vorwurf gemacht, daß wir in Anbetracht unserer Leistungen allzu bescheiden auftreten; wir sollten mehr von uns reden machen; allzu große Bescheidenheit sei ebenso schädlich wie Uebertreibung. Man entgegnet uns, schloß Dr. Weizmann, daß nicht alle Juden Palästina, haben wollen. Haben denn alle Italiener ihre Einheit und Unabhängigkeit gewollt? Haben die Juden zuerst nicht auch die Thora zurück gewiesen? Ara Ende aber werden alle Juden erkennen, daß Palästina das Fundament des Judentums Ist Ihr müsset Palästina für eure Kinder erbauen, das Judentum soll und wird nicht untergehen! Stürmischer, nicht endenwollender Beifall folgte der Anspräche Weizmanns. Der Vorsitzende teilte mit, daß wiederum größere Spenden für den Keren Hajessod aus der Mitte der Zuhörer gemacht worden sind. i ״Die Zionislisdie Organisation geht gestärkt ans den Erfahrungen der Krise hervor“ Die englische Wochenschrift ״The Near East and I n d i a“ schreibt in ihrer letzten Nummer: Der Besuch von Sir Alfred Mond in Palästina und die daran geknüpften Veröffentjichungen haben wieder die Aufmerksamkeit auf die zionistischen Probleme gelenkt, die Möglichkeit der Zusammenarbeit der Zioniten mit der arabischen Bevölkerung und auf die Frage der Zukunft des Zionismus. Es ist jedoch leichter, die gegenwärtige Lage der neuen Immigranten zu überprüfen, als über das endgültige zukünftige esultat sich Gedanken zu machen. Oanz offenkundig ist tzt wenig Berechtigung für den Alarm, welcher an manchen teilen wegen der Arbeltslo3en-״Krisb“ geschlagen wurde. (Gemeint i.t wohl die große Attacke des ,,Daily Express“ — A. d. R.;,J. R“) Die Arbeitslosigkeit ist von 8000 auf etwa 3000 gesunken, und in einer Woche soll das Unterstützungs- System aufgegeben werden. Fraglos haben die zionistischen Instanzen aus ihren letzten Sargen viel gelernt, und mit Vergnügen stellen wir fest, daß ein neuer Anlauf zu landwirtschaftlicher Tätigkeit in Palästina gemacht wird, in dem neu geschaffenen Balfaur^Waki sollen ... 'prirm fütfrllidüft'rli, Irelfel«׳ öftenlar. immer,*fle wirtschafte Bche Basis Palästinas wird bleiben müssen (abgesehen natiirlieh von den noch unbekannten Möglichkeiten des Toten Meeres). Vielleicht ist es noch zu früh,’ zu sagen, daß der Sturm, der über die Häupter der Zionisten dahugebraust ist, wirklich vorbei ist, aber er ist sicherlich gemildert und es kann kaum bezweifelt werden, daß die zioni tische Bewegnng stärker und nicht schwächer aus den E'fahrungen, die sie durchgemacht hat, hervorgehen wird. Ob als ein Ergebnis dieser Erfahrungen und als eine ihrer guten Folgen auch ein Antrieb zu arabisch-jüdischer Zusammenarbeit erhofft werden kann, könnte freilich nur ein Prophet vorhersehen. Aber wenn auch die Zionisten über die Schwierigkeiten, die aus der übermäßigen Einwanderung von 1925, der ökonomischen Krise in Polen und den Rückschlägen von 1926 und 1927 ent fanden sind, triumphieren, sind sie doch noch nicht über Wasser. Viel Geld muß noch für die Konsolidierung der zionHischen Position in Palästina gesammelt werden und Dr. Weizmann ist gerade wieder im Begriffe, nach Amerika zu fahren. . . . Die Zeitung erörtert sodann den neuen Vorschlag der Sowjet-Regierung für eine jüdische Kolonisation in Ostsibirien, der offenbar als da Rivalitätsunter־ nehmen für Palästina gedacht $d. Der Plan müsse mit Aufmerksamkeit verfolgt werden, es sd aber anzunehmen, daß bei den Juden die Gefühlsmomente immer stärker für Palästina sprechen werden. Das Blatt vergißt leider darauf hinzuwasen, daß die Sowjet-Regierung die jüdische Kolonisation auch materidl sehr stark unterstützt, indem sie nicht nur Boden, sondern auch alle möglichen wirtschaftlichen Erleichterungen gewährt Wenn schon die bdden Pro ekle einander gegenubergestellt werden und wenn man schon befürchtet, der russische Plan könne auch Propagandazwecken dienen, müßte man auch die Frage aufwerfen, warum nicht die englische Regierung in ähnlicher Weise sich für den Aufbau des nationalen Hei konkrete Maßnahmen einsetzt Heims in Palästina durch Die Liquidierung dar Arbeitslosigkeit Laut Meldung des Kapai Bulletins hat die Zionistische Exekutive ln London cQe erbetenen 15 000 Pfund Über das normale Arbeitsbudget bewilligt, um die Durchführung des Planes der Arbeitszentrale der Histadruth zur vollstilndlgen Liquidierung der Arbeit losigkeit in Palästina zu ermCghhcn. Die PalSstlna-Exekutive wird somit entsprechend der Forderung der Histadruth eine Reihe van Arbeiten für einen Gesamtbetrag von £ 35000 durchführen, für dieneben den jetzt bewilligten £ 15 000 vom normalen Arbelhbudget £ 10 000 und die Spende von Nathan Straus in Höhe von £ 10 030 zur Verfügung stehen. Von der Zurtlrnmung der Exekutive zu d^em Beitrag von £ 31000 hatte die Histadruth die völlige Einstellung der ArbeltsUrenunter- Stützungen in Tel-Awiw abhl'ngig gemacht. Es i.t also anaioehmen, daß in allernächster Zeit das Unterstiitzungs-System sein Ende findet. Dr. Eder bleibt Wie Dr. Eder der J. T. A. mitteilt, stimmt die (auch von uns wiedergegebene) Nachricht palästinensischer Zeitungen von seinem Rücktritt mit der Wirklichkeit nicht überein. Der Kampf um das Sabbatgesetz ln Tel-Awiw Jerusalem, 2. März. (J.T,A.) Der Oberstaatsanwalt Bentwlch hat gegen das Urteil des Jaffaer Distriktsgerichtes, welches dahin lautete, daß der in Tql-Awiw bestehende Zwang zur Sabbatruhe eine Verletzung von Artikel 15 des Palästinamandates (Garantie der Gewissensfreiheit) hedeutet, Berufung eingelegt Es handelt sich um den Fall des Tel-Awiwer Ladeninhabers Altschuler, der vom Munizipalgericht wegen Verletzung der Sabbatruhe durch Offen- Haltung des Ladens ru einer Geldstrafe von £ 2.— verurteilt worden ist Dieses Urteil wurde vom Jaffaer Distriktsgericht aufgehoben, wodurch die als gesetzlich geltende Sabbatruhe in Tel-Awiw in Frage gestellt worden ist. Die Verhandlung über die Berufung des Oberstaatsanwalts fand ebenfalls vor dem Jaffaer Distriktsgericht statt. Der Vertreter der Stadt- Verwaltung Tel-Awiw und Dr. Eliash, der im Namen des Oberstaatsanwalts plädierte, beriefen sich auf Artikel 23 des Mandates, wonach die Administration Palästinas verpflichtet sei, die kirchlichen Festtage der Gemeinschaften in Palästina als gesetzliche Ruhetage für deren Mitglieder anzuerkennen. Außerdem sei jeder Magistrat berechtigt, im Interesse der öffentlichen Ordnung Verordnungen für sein Stadtgebiet zu erlassen. Das Urteil ist noch nicht gesprochen worden. Zar März-Tagung desVölkerbundrates Von unserem Genfer Mitarbeiter. K-y, Genf, Anfang März. In seiner Märztagung wird der Völkerbundrat den Bericht der Ständigen Mandatskommission über das ResuF tat ihrer Verhandlungen während der XII. Tagung, vom 24 Ok* tober bis 11. November v. J., zur Kenntnis nehmen. Ueber einige wichtigere Gegenstände dieser Tagung — deren Programm das Palästinamandat nicht umfaßte — haben wir schon seinerzeit, anläßlich des Zusammentrittes der, Kommission, berichtet. Unter den allgemeinen Fragen, die während dieser Session der Mandatskommission berührt wurden, befand sich die auch das Palästinamandat berührende Frage der Einkäufe von Materialien für öffentliche Arbeiten durch die Verwaltungen der Mandatsgebiete. Während der im englischen Unterhaus geführten Debatte über das Garantiegesetz der Anleihen für einige britische Kolonien und zwei Mandatsländer, Tanganyika und Palästina, gab der Kolonialminister Amery eine Erklärung ab, wonach nicht nur die Kolonien, sondern auch die Mandatsgebiete, denen für ihre Anleihe Großbritanniens Garantie geboten wird, als Entgelt dafür ihre Einkäufe an Materialien aus den Ergebnissen dieser Anleihen ausschließlich auf den Märkten innerhalb Großbritanniens bewerkstelligen sollten. Diese Auffassung Amerys wurde schon auf der XL Tagung der Mandatskommission, anläßlich der Prüfung des Berichtes über Tanganjika, vom belgischen Mitglied der Kommission, Orts, kritisch glossiert. Während der XII. Tagung entwickelte dieses Thema noch weiter der Vorsitzende der Kommission, Marquis T h e o d o 1 i, und hob hervor, daß die Befolgung der aus obigen Erklimmgen des Kolonialministers hervorgehenden Weisungen eine Verletzung des Grundsatzes der wirtschaftlichen Gleichberechtigung bedeuten würde. Außerdem erörterte der Vorsitzende die Frage, ob die Erklärung Amerys dahin zu verstehen sei, daß — bei gleich günstigen Offerten — die Handels- und Industrieuntemehmiingen des Mandatarlandes selbst das Vorrecht vor allen anderen Angeboten haben werden, was natürlich in *rater, Lide ׳«Ufa. fünfte י der würde, '£s.«d WeÄ ladt' bemerkt, daß zwischen den Bestimmungen des Tanganyika- 1!nd des Palästinamandates ein Unterschied besteht: Das erste enthält. nämlich, was spgenannte wesentliche öffentliche Arbeiten anbetrifft, eine Ausnahmeverfügung, die, für diesen Pall, der Mandatarmacht gestattet, den Grundsatz der Wirtschaftliehen Gleichberechtigung außer acht zu lassen, wogegen das Palästinamandat eine solche Verfügung nicht enthält. Obgleich die Mehrheit der Mitglieder der Kommission grundsätzlieh die Anschauungen des Vorsitzenden teilte, waren die Meinungen über die Form, in weicher diese Frage vor den Rat gebracht werden sollte, sehr geteilt, weshalb die Kommission die weitere Diskussion bis zur nächsten Session zu vertagen beschloß und dem jetzigen Bericht an den Rat keinerlei Empfehlungen in dieser Frage angeschlossen hat Die Frage der Einkäufe von Materialien für öffentlich« Arbeiten wird für Palästina demnächst, besonders im Zusammenhang mit dem Bau des Haifa-Hafens und anderer größerer öffentlicher Arbeiten aus den Mitteln der 4V»-Millionen-Pfund-Regierungsanleihe, aktuell werden. * Während derselben Tagung prüfte die Kommission eint Anzahl von Petitionen palästinensischer, in Honduras, Salvador und Mexiko wohnhafter Araber, die für sich die Zuerkennung der palästinensischen Staatsbürgerschaft verlangten. Die Petition aus Honduras ist mit elf, die aus Salvador mit etwa tausend Unterschriften versehen und die Petition aus Mexiko stammt von einer arabischen Gesell- Schaft, die angeblich 3000 Mitglieder zählt. Nach Angabe des Berichterstatters der Kommission lassen die Petitionen erkennen, daß ihre Verfasser an eine Rückkehr nach Palästina gar nicht denken. Die britische Regierung hat diese Petitionen der südamerikanischen Araber, mit Berufung auf Art. 34 de* Lausanner Vertrages und auf Art 2 des Order in Council über palästinensische Staatsangehörigkeit, abschlägig beantwortet. Diesen Bestimmungen gemäß können ehemalige türkische Staatsangehörige, die in Palästina geboren sind, nur dann auf die palästinensische Staatsangehörigkeit einen Ansprach erheben, wenn sie Palästina erst im Laufe des Jahres 1920 oder später verlassen haben, oder wenn sie das Land zwar schon früher verlassen, aber nachher, für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten, wieder bewohnt haben. In beiden Fällen müssen die Optanten genügende Beweise dafür liefern, daß sie nach Palästina zurückzukehren und sich daselbst ständig anzusiedeln gedenken. Einige der Petenten beklagten sich überdies, daß die englischen Konsuln ihnen die Ausfolgung des palästinensischen Visums verweigerten. Die britische Regierung erklärt diesbezüglich in ihren Bcmerkungen an die Kommission, daß sie ihren Konsuln Weisungen gegeben hat, allen in Palästina geborenen Personen, die die Absicht haben, für eine gewisse Zeit oder für ständig nach Palästina zurückzukehren, das palästinensische Visum, ohne vorherige Anfrage in Jerusalem, zu erteilet}, unter der Bedingung, daß diese Personen beweisen können, in Palästina geboren und noch türkische Staatsbürger zu sein, und daß ihre politische Haltung und ihr Gesundheitszustand im Einklang mit den herrschenden Immigrationsbestimmungen stehen. Die Kommission billigte den Standpunkt der Mandatarmacht und erklärte, daß die Petenten ״weder rechtlichen,