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Jüdische Rundschau · 1928-02-28 · Heft 17 (28.2.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 17 (28.2.1928)
Date
1928-02-28
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nt.1T, 28.H.t928 w 1 m$C H1 IttWDSfJffÄ ü Sefte 123 Zur Tddund des C״V. ln der ״Jüdischen Zeitung für Ostdeutsch- ןand" beschreibt Dr. Walter Lux (Breslau) die letzte Tagung des G-V. Zunächst weist er auf die Resultate der Abstimmung und charakteristische Momente der innerjüdischen Debatte hin, die zeigen, daß ״der G-V. in innerjüdischen Fragen keine irgendwie geschlossene Gruppe dar stell(״. Sodann untersucht er die erstatteten Berichte über, die Aufklärung«• und Abwehrtätigkeit des G-V. und kommt zu folgenden Resultaten: ״Der Vereinssyndikus Dr. Alfred Wiener teilte in seinem Geschäftsbericht mit, daß Hunderte von Aufkllrungsversammhingen ,durchaus oder teilweise für Nichtjuden bestimmt', mit streng wissenschaftlicher Tendenz abgehalten worden seien, daß allein ein Redner in innerhalb voa zwei Jahren in über hundert Versammlungen die Nichtigkeit der Legende vom internationalen jüdischen Kapitalismus nachgewiesen hätte, er hat von der Riesenauflage der zur Aufklärung unter den Nichtjuden der verwandten Monatsausgabe der Centrat-Verein• Zeitung davon berichtet, wie ernsthafte Nkhtjudeo der verscMedensten Parteirichtungen, die Leser der Monatsausgabe sind, täglich mit den verschiedensten Anliegen an den G-V. herantreten, ihm helfen und beraten. So sehr man wünschen möchte, daß den großen Zahlen ein einigermaßen fühlbarer sachlicher Erfolg entspräche, so wird man einen solchen doch bezweifeln müssen. Ich halte den Effekt der ganzen Aufktärungsarbeit unter Nichtjuden — f#r die Juden bedarf es solcher Aufklärung and eines derartigen Apparate sicherlich nicht — für Null, ln der Versammlung wurden besonders von Strauß und von der Central-Verein-Jugend, in der Form sehr zurückhaltend, sachlich um so schärfere Bedenken gegen Nuten und Art des Aufklärungskampfes geäußert; man wies darauf hin, daß es vergebliche Liebesmühe sei, den Nichtjuden unser Deutschtum ״beweisen" zu wollen, daß der Kampf auch vielfach ,durch gegnerische Methoden infiziert׳ sei usw. Sehen wir von der Schuldfrage ab und lassen wir nur die Tatsachen sprechen. Kürzlich wurde bekannt, daß Landgerichtsrat Pietsch in Hirschberg (derselbe, der als Zeuge im Erichsen-Prozeß erklärte, daß er In seiner ricbterliehen Tätigkeit einen Unterschied zwischen Deutschen und Juden mache) die Monatsausgabe der Central-Vereins-Zeltung so länge .zugeschickt bekam, bis er sie zurücksandte und erklärte, daß er sich sein Urteil über Juden Und jüdische Dinge auch allein bilden könne. Die Offenherzigkeit dieses deutschen völkischen Richters mag ungewöhnlich sein. Aber ob diejenigen Richter und Beamten seiner Parteirichtung, die zu vorsichtig sind, utt das Blatt offen zurückzuweisen, es überhaupt lesen, muß stark bezweifelt werden, daß schon jemand durch die Lektüre bekehrt worden sei, Ist kaum glaublich. D}e von Dr. Wiener erwähnten Anfragen nichtjüdischer Emplänger dürften von Politikern der republikanischen Parteien ausgehen, die von den Antisemiten als ,Judenpartei׳ angegriffen werden und rieh im Interesse ihres eigenen politischen Kampfes Material zur Wiederlegung der antisemitischen Behauptungen erbitten. Was die Öffentlichen Aufkllrungsveräamnüungeft anbelangt, so konnte man .rieh in der letzten, etwa vor jahresfrfst lathiesigen Konzerthaus mit drei Oeistfcbät der Va-scfeledemeo^-lÄfesricme•‘als Rednern.- ö»g«H| ienen Versammlung von der völligen Ergebnlsloslg-! keit solcher Veranstaltungen überzeugen. Es liegt auf der Hand, daß die Existenz des Zionismus und des Pallstina-Aufbaus denjenigen Central-Vereins-Minnern unbequem sein ttiuß, die die Aufklärungsarbeit, und zwar in ihrer jetzigen Form, für wichtig halten. Hierzu gehört Dr. Wiener. In seinem Geschäftsbericht spricht er aus: ,Das Zeitalter der Beschwerde hat seine Pforten geschlossen', d. h., der Rechtsschutz steht nicht mehr im Vordergründe. Weiter ist Dr. Wiener aber auch ein Anhänger der Anschauung, welche Von den Juden mehr als von den Nichtjuden fordert, um den Antisemitismus zu ,überwinden‘. Er formuliert, daß neben dem gesprochenen und gedruckte« Wort als dritter Weg, um AufkJärung über Juden und Judentum ln die Massen des deutsehen Volkes hineinzutragen, ,die tadellose Leistung eines jeden einzelne« Juden׳ in Frage komme; jeder deutsche Jude müsse sich verpflichtet fühlen durch seine Einstellung zu dem Problem Judentum und Vaterland ,durch seinen unter diesem Stern zu führenden Lebenswandel׳ das beste Beispiel ,mit der zwangsläufigen Wirkung tiefgehender Aufklärung׳ Vu geben. Das heißt: der Jude muß rieh die öleichberechtigung durch besonders gutes und patriotisches Verhalten erst verdienen! Wir glauben, daß Heinrich Heine das Wesen der Sache richtiger erkannt hat, als er vor Dreivierteljahrhunderten schrieb: ,daß Juden von Talent und Hochsinn zu den höchsten Ehrenämtern zugelassen werden, ist noch keine Gleichberechtigung. Erst wenn auch dem Juden ohne Hochrinn und Talent alles offen steht, dann wird die Öleichberechtigung erreicht sein' (,Französische Zustände׳). Zu welchen Folgen im praktisch-politischen Verhalten eine solche Grundeinsfellung führen muß, liegt auf der Hand.“ Am Schluß seiner Darlegungen, die noch auf die Resolution Mecklenburg und die Haltung des G-V. zur Palästinafrage eingehen, kommt Dr. Lux zu folgender Feststellung, die zweifellos auch für andere Gemeinden wichtig ist: ״Für Breslau besitzt die Annahme der Resolution Mecklenburg noch eine besonders aktuelle Bedeutung. Bel der letzten Beratung des hiesigen Gemeindeetats haben die zionistischen Gemeindevertreter, was ihnen vielfach verdacht wurde, gegen die in dem Etat eingestellte Subventienlerung des Central-Vereins gestimmt, weil der G-V. nicht bloß eine Kampforganisation gegen den Antisemitismus, sondern auch eine politische Partei sei Nachdem jetzt die Hauptversammlung in aller Form die Bekämpfung des Zionismus beschlossen hat, kann man — mag man nun die Bekämpfung für berechtigt halten oder nicht — jedenfalls nicht mehr leugnen, daß der Verein das Recht darauf verwirkt hat, aUs Mitteln, die von allen jödl• sehen Steuerzahlern ohne Unterschied der Partelrichtung aufgebracht werden, unterstützt und dadurch vor den von ihr Bekämpften jüdischen Parteien bevorzugt zu werden.“ Die SlaatszuscMsse für Ae Ifidlseiien Gemded» Der Hauptausscbaß des Preußischen Landtags, der fegca..ärtjg über den Etat des Unterrichtsministeriums berät, at den Antrag der kommunistischen Fraktion, die Position in Kapitel 182 Titel 90 betreffend die Auszahlung von 40ÖOÜÖ Mark zugunsten leistungsschwacher Svnagogengemelnden zu streichen, abgelehnt, so daß die« Position als ständige bestehen bleibt, Berliner Kalender Büro: BerBner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. HX Telephon: Bismarck 71G5—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 28. Februar abends 8y* Uhr im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. 4. Vortrag der Kulturwoche der zionistischen Jugend. ״Der Wandlungsprozeß“, Referent: Dr. Max Mayer. Mittwoch, den 29. Februar abends 8(4 Uhr Gruppe Ost, in den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4. Herr R.-A. Dr. Klee: ״Die Arbeit in der Jüdischen Gemeinde". *ייייייייי* Abends 8«/! Uhr im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. 5. Vortrag der Kulturwoche der zionistischen Jagend. ״Neuhebräische Publizistik“, Referent: Dr. Max Mayer, ’“‘““י Abends 8'/* Uhr בית מדרש מברית שד סההת היהודים בברכיי גרוסה המבורגר שפורסה כ״ו- שורת הרצאות מל ביאורים גיאוגרפיים והיסמזריים לספרי נביאים ראשונים על פי תמונות אור. המרזה מר דוב אשכל. הרצאה ח׳ שמשוו והפלשתים. כל תלמידי ביהט״ד ואוי אלו שלמדו לשעבר מתבקשים לבוא. Donnerstag, den 1. März abends 8ל,י Uhr im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. 6. Vortrag der Kulturwoche der zionistischen Jugend. ״Neuhebrlischc Lyrik“, Referent: Dr. Max Mayer. Abends 8% Uhr Erleb Rosenkranz-Bond und Alt-Herrm-V. J. St Hasmonäa, in der Wohnung von Dr. Feitelberg, Dorotheenstraße 41. Dr. Biram, Haifa: ״Kolonisation und Schute". Alte Herren des K, J. V. sind herzlichst eingeladen. "עבריה«׳ אם®ה ®ומבית ביום החמישי.ui בשעה 8h בערב בבית* הבהלה מונשטרסה 4< המרןיד. מדת ד*י שינודודסקה על הגושא: ׳"הכוון באמנות". אורחים רצויים. Donnerstag, den 8. März abends 8(4 Uhr . im Logenhaus, Kteiststraße 10. Vortragszyklus der B. Z. V.t ״Das Weltjudentmn“. Herr Dr. Wlschnitzer: ״Das russische Judentum im neuen Rußland״. Dagegen beschloß der Hauptausschuß, die Position in Kapitel 193 Titel 123a betreffend Auszahlung von 200000 ,MäifeJWdiertÄ # Jj»*■ agogengemeinden zur Besoldung ihrer RabÄer, zur Versor- KUng der Ruhestandsrabbiner und der Hinterbliebenen der Rabbiner zu streichen. Die Kommunisten und die Deutschnatioaalen stimmten in beiden Fällen gegen die jüdischen Positionen. Die Sozialdemokraten übten bei der Abstimmung über die zweite Position Stimmenthaltung. Der Beschluß des Hauptausschusses ist selbstverständlich kein endgültiger. Es ist schon wiederholt vorgekommen, daß der Hauptausschuß sich gegen jüdische Positionen aussprach, die dann vom Plenum angenommen worden sind. Briefe an die Redaktion Der Charakter des Technikums London W. G1, 2!. Februar 1928. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin. Sehr geehrte Redaktion! In Nr. 13 der -Jüdischen Rundschau“ vom 14. Februar 1928 veröffentlicht Dr. Fritz Loew enstein einen Artikel über Gegenwart und Zukunft des Technikums, in welchem u. a. auch die Frage behandelt wird, ob die Umwandlung des Technikums in eine technische Hochschule zweckmäßig sei. Es wird behauptet, daß ein großer Teil derjenigen Personen, die über das Technikum mitzubestimmen haben — und in diesem Zusammenhang wird auch die Londoner und Palästina- Exekutive genannt —, den Standpunkt vertreten, daß das Technikum in eine Hochschule umgestaltet werden soll. Wir möchten demgegenüber darauf hlnweisen, daß die gesamte Exekutive sich immer den Hochschultendenzen entgegengesetzt hat. Mit Zionsgruß hochachtungsvoll Felix Rosenblüth. An unsere AbonnentenI Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. April!926 ab zu liefernden Exemplare bis zum 15. Mirz. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ״Jüdisdie Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten MÄrzfagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zwedc Nadinahmen zu gehen iassea Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge m tragen, dafe diese Nadinahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im Februar 1926. Verlas ,Jüdische Rundschau“ Berlin W15, MdnekearaBe 10 Thflrtngischer Srappenverbandstag Von unserem Berichterstatter. Am 12. d. M. fand In Suhl der zweite diesjährige Verbandstag des Thüringer Gruppenverbandes statt Anwesend waren Vertreter aus Erfurt, Gotha, Arnstadt, Wal crshausen, Suhl, Meiningen, Nordhausen, Kassel. Dr. Bileski, Berlin, referierte über die ״Bilanz der zionistischen Situation". Er führte etwa folgendes aus: Der letzte Kongreß habe eine besondere Bedeutung dadurch, daß zum erstenmal ein Kampf gegen die Kris? der Kolonisation aufgenommen sei. Die Innerzionistische Front sei gekennzeichnet durch den Gegensatz zwischen phantastischem und realistischem Zionismus. Die Exekutive sei zwar demökratisch korrekt zustandegekommen, aber es müsse zugegeben werden, daß ihre Basis schmal sei Anmtreben »ei eine Köalition der schaffenden Kräfte im Zionismus, das seien zugleich diejenigen, für die Zionismus eine Freiheitsbewegung sei, wobei der Begriff ״Freiheit" verschieden verstanden werden könne, im Gegensatz zu denen, für die Zionismus nur eine Fortsetzung des Galuthlebens in Palästina bedeute. Er fordert Verständnis für die Politik Weizmanns, deren Grundlage das Bündnis mit England sei. Der Kongreß sei von der kolonisatorischen Einzelarbeit zu entlasten, aas Budgetrecht sei dem Aktionskomitee zu übertragen; Hauptaufgabe des Kongresses müsse wieder die machtvolle Darstellung der zionistischen Idee werden; daneben bleibe ihm die Festlegung der politischen Grundlinien und die Wahl der Exekutive. Die Tendenz der Auflösung der Organ«- sation durch Einzelsainmiungen sei zu bekämpfen. Das zionistisebe Bewußtsein der einzelnen Zionisten sei zu stärken, Anpassung an die Galuth sei abzulehnen. Ersatz für den Zionismus in der Galuth gäbe es nicht. Die Krimkokmisatian habe philantropischen, aber nicht zentral-nationalen Charakter, für den Zionismus sei nicht das Schicksal des Einzelnen, sondern das Schicksal des Volkes entscheidend. Der zweite Referent, Dr. Noack, Gotha, wandte sich gegen die pessimistische Stimmung in Deutschland. Wir erkennen jetzt freilich mehr und mehr die Größe unserer Auf- י"*? wenn er auch nicht schnelle Erfolge erwartet. Er legt dann im einzelnen dar, welche Mängel der Kolonisation abgestellt werden müssen. Die Schulden Wirtschaft müsse liquidiert werden, selbst wenn vorläufig neue Kolonien nicht angelegt werden können. Die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit müssen mehr Geltung finden, in der Leitung und Verwaltung der öffentliehen Institute seien die politischen Tendenzen zurückzuste len. Eine Angleichung der verschiedenen Volksteile könne nur durch gemeinsame Erziehung und Vereinheitlichung de« Schulwerks erreicht werden. Der Keren Haiessod müsse von Ausgaben sanitären und kulturellen Charakters entlastet werden. Die Fehler, die bisher gemacht sind, seien Kinderkrankheiten und können allmählich vermieden werden; Im ganzen sieht er günstige Perspektiven für die Zukunft Die Diskussion, an der sich die Herren Dr, Wolfhein, Dr. Klein, Herbert N u ß b a u m, Walter K a t z, Dr. P er H t, Schunari und Ka ufmann beteiligten, drehte sich teils um Einzelfragen (Sondersammlungen, Halteng der Exekutive in der Frage der Arbeitslosenunterstützungen), teils um grundsätzliche Fragen. Dr. Klein wandte sich besonders gegen eine Aeußerung Noacks, daß Zionismus nicht mehr Revolution, sondern sachliche Aufbauarbeit sei. Diese Aeußerung würde von beiden Referenten übereinstimmend dahin interpretiert, daß man wohl unterscheiden müsse zwischen der revolutionären nistischen Bewegung Im Galuth und der sachlichen Aüfb&aarbeit In Palästina. ZionisäsriKfir firnppeoveitaBti Obersclüesl« Sonntag, den 4. März, findet in Oleiwltz. jfinmmitas־ Loge (Am Adler), ein I Gruppenverbandstag statt. Die Tagung beginnt vormittags 10*/* Uhr. Tagesordnung: 1. Referat des Vorsitzenden der Z. V. f. D. Herrn Kurt Blumenfeld (Berlin): ״Wirklichkeit und Aussichten— eine Feststetlang der gegenwärtigen Situation im Zionismus". 2. Zionistische Erziehung und Keren Hajessod. Referent: Dr. Walter Deutacnmann (Oppeln). 3. Vorstandswahlen. 4. Verschiedenes. ■ Die oberschlesischen Zionisten werden um vollzähliges Erscheinen gebeten. Im Anschluß an den Gruppenverbandstag findet abends eine Öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Kurt Bl u meaf eld referieren wird. Montag, den 5. März, abends 8*41 Uhr, spricht im Kaiserhofsaal in Beuthea der Vorsitzende der Z. V.f. D. Herr Kurt Blumenfeld (Berlin) über: ״Jüdische Gesellschaftslehre — ein Beitrag zur letzten Entwicklung im deutschen Judentum“. Zu dieser Veranstaltung sind alle Mitglieder der Jüdischen Gemeinde eingeladen. Brieflustea der Redaktion Palästinenser. Sie wollen wissen, was eine ״offizi die“ Zeitung ist? Sie finden die Antwort am 13. Februar 1m ,Dawar׳‘, dem offiziellen Organ der palästinensischen Ar• beiter-Organlsation. Dort heißt es: ״Das Los der zionistischen Publizisten der offlziel eu Presse Ist nicht zu beneiden. Zwar haben sie eine nicht allzu schwere Aufgabe — immer und in jedem Fall die Leitung zu verteidigen, welche immer es sei. Kenntnis der Dinge, eigenes Denken sind nicht erforderlich, denn Argumente lassen sich finden, wenn nur die nötige Ge• wandtheit da ist.— Hier hat rieh offenbar ein Stoßseufzer des offiziellen Journalisten der Hktadruth Luit gemacht; nach unserer Meinung frclich sollte auch in sogenannten offiziellen Blättern «ach eigenem Denken geurtei t werden. Sport Dti erste Btdbtti1 JtUMi® HaXt«1i״Spwtfe*4 (am Ift, U£rx im Sport- Palast)» IHea* V«! «nsUltung,, «s wekfeer «kfe fart all*׳ füdi*<h*o Tom״ und Sport- ־ifrofot GroB-Berihs« bateSi ge«, verspridht eben äußerst tatereageoten Verlauf so oebmea* Nabee den verschieden«!* Laufkonkurrenzen, bei welche« der Bar fCodbha sei« beete* LiafaractaHal vorsehkk*» wird, werde« die Boxkämpfe dec liakkaH •ehr *pan«and säte Die in der Berliner Borwelt bekannten Mitglieder des MakttaH Suchbaum. Pfeift, Wwftkmd und Mab werden Schaukämpf ט vorfuhren, während Frfedlinder, Fuchs und Zwiebel besondere TrafnmgsarbNt zeigea werden. Der in der FoftfeaBwel* bekannte Sportklub Rakoah wird in einer Sch&nvorfübftiQg die Feinheiten eine• fuftbaUttpielea demonstrieren. Die Jiu •JiUugTUppo dea R. j. F., in welcher atth der deutsche Melater Raoaothal befindet, wird diesen modernen Abwehrsport fct allen Einzelheiten vorführen. Die Veranstaltung nimmt uns 5 U Uhr ihren Anfang. Es ist mit einem überfüllten Haas zu rechnen, da schon ]eilt rege Nachfrage nach Eintrittskarten be» ataht, Ea tat daher dringend engeraten, steh dm* drei nachstehenden Vorverkau/öleU«■ rechtxdtif tu bedienen* t. Gemeindehaue Rosenstrafie« *L Synagoge f’a.aaaeaati’a&u (Pförtner), 3. Berliner Zeitangsstiteda» Schönhauser Allee X Die Preis* für das Hall«»* spartfaet sind sehr vcdkatumUdb gehalten, um ad&a Schichten der Bevölkerung׳ Ga-!«genhett 1u gebest bei dieser Veranstaltung anwesend ca edn. So kostet dar zweite Hang, von wekbem mm eine sehr gute UebersiGht über die gesamte Ar«ue hat« oiir Mk. der erst« Rag Mk# 1 - msd Mk, der Partemudtz )n den Kumm MV. J .50 md die Trft^ne Mk, 2.—׳.

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