Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 17 (28.2.1928)
- Date
- 1928-02-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 120 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 17, 2a E 1928 dem sich Herr Sandor in so wenig nobler Weise distanziert hatte, sondern er exemplifizierte auf die Alliance israi 1 i t e, die ln Genf Beschwerden gegen den Numerus clausus vorgebracht hat. Das Ansehen und Gewicht keiner der Minor!• täten dürfte durch dieses haßerfüllte Geplänkel zwischen Ver» tretern von Minderheitsnationcn gestiegen sein. Die ungarlsehen Rassenschützler können zufrieden Zusehen, wie die Minoritäten sich gegenseitig zerfleischen, weil die eine die andere des mangelnden Patriotismus bezichtigt Nochmals: Es wäre ungerecht, zu übersehen, in welcher objektiv schwierigen Lage sich jüdische Vertreter im ungarischen Parlament befinden. Die Herren Sandor und Fabian stehen auf exponiertem Posten. Aber gerade dies gibt ihnen besondere Pflichten. Sie können ihre Aufgabe auch gegenüber dem ungarischen Judentum niemals erfüllen, wenn sie die Augen vor der Judenfrage verschließen. Nur mit vollem Verstündnls der Judenfrage, der einzigartigen jüdischen Situation, und nur mit einer Haftung, die diesem Bewußtsein entspricht, könnten diese jüdischen Wortführer vielleicht das rechte Wort in dieser schweren Lage finden. Wir wissen nicht, ob sie damit dem magya; Lehen Parlament imponieren würden, oder praktische Resultate erreichen könnten. Aber das eine ist sicher, daß sie auch mit ihrer assimilatorischen Liebedienere« und mit einer längst veralteten Rhetorik keine konkreten Resultate erzielen. Schlechter könnte der Effekt auch dann nicht sein, wenn sie den gesamtjüdischen Aspekt, wenn sie den Stolz eines mehrtausendjährigen Kulturvolkes besser wahren würden. Und in diesem Falle wäre wenigstens ein moralischer Gewinn zu erzielen. Der Numerus clausus in Ungarn wird wahrscheinlich nicht geändert werden, wenn nicht Irgendein äußerer Zwang oder ein konkretes Interesse der ungarischen Regierung dies erfordert, ganz unabhängig von der Haltung der Herren Sandor und Fabian, deren Liebe für patriotisch-i mperialistische großungarisch« Träume Herr Bethlen ohnedies gewiß sein kann. Der Numerus clausus wird bleiben, aber für das jüdische Volk in der ganzen Welt und zweifelte» auch für die ungarischen Juden wäre es eine moralische Befriedigung gewesen, wenn die jüdische Sache in Ungarn mit Stolz und Selbstbewußi&eln geführt worden wäre. Dies ist nicht geschehen. Die un* garische Judendebatte zeigte uns noch einmal die niedrige Stufe assimilatorischer Galuth-Psyehologie. Und auch dies kann ein mora'ischer Gewinn sein. So augenfällig sieht man selten vor sich die Früchte der Assi* milaiion. So klar wird man selten gewahr, wie übermächtig dieses innere Gesetz wirkt, das Menschen von Bildung und Niveau in einen Abgrund reißt, sobald von ihrem Judentum die Rede ist So deutlich wird selten, daß nur eine Besinnung auf das wahre Wesen der Juden frage, nur ein stolzes Bekenntnis zum jüdischen Volkstum und nur eine *ielbewußte organisierte Arbeit für die jüdische Zukunft die unerträgliche Lage, in der wir Juden uns heute befinden, zu ändern vermag. Vielleicht, vielleicht bäumt sich etwas auf in jüdischen Herzen; vielleicht entsteht dann der Funke, auf den wir harren. Alfred Mond wieder in Palästina Einweihung des ״BaI!our-Wa!des״. Jerusalem, 23, Februar. (J.T. A.) Sir Alfred Mond ist aus Bagdad wieder in Palästina eingetroffen. Auf dem Wege nach Jerusalem verweilte er in den alten jüdischen Kolonien Ober-Galiläas. In Bouziah wurde Sir Alfred Mond von dem Beduinenscheich des Hule h-Distrikts feierlich vor dem versammelten Stamm begrüßt Der Scheich veranstaltete zu Ehren des Gastes eine Empfangsfestlichkeit. Der Scheich des der jüdischen Kolonie Rosch Pinah benachbarten arabischen Dorfes begrüßte Sir Alfred Mond als den Reprisentanten. der jüdischen Br u d e r n a tion, die mit dem Arabertum an. der gemeinsamen Aufgabe des Wiederaufbaus Palästinas arbeitet Am 23. Februar, mittags, wurden bei strömendem Regen die ersten Bäume zum Balfour*Wald in da־ jüdischen Kolonie Jinjar in der Nähe von Nazareth im Einek Jesreel gepflanzt Den ersten Baum pflanzte der Oberkommissar Feldmarschall Lord Plumer, den zweiten Sir Alfred Mond, es folgten das Mitglied der Zionistischen Exekutive Harry Sacher, der Leiter des Jüdischen Nationalfonds Ussi sc h - k I n, der Vorsitzende des Waad Leumi David Jellin, Lady Plumer, Lady Mond, Lady Erieigb, die Tochter von Mond. Da wegen des schlechten Wetters ein längerer Aufenthalt an der Pflanzungsstelle nicht möglich war, wurden die Festansprachen während des in Nahalal, der jüdischen Kwuzah im Emek, arrangierten Frühstücks gehalten. Als erster sprach Ussischkin im Namen des Jüdischen Nationalfonds, auf dessen Boden der Balfour-Wald angelegt wird. Er sagte, die in Balfour verkörperte Idee ist wie ein großer Baum, in dessen Schatten Israel, der ewige Wanderer, Ruhe findet. Es folgte eine Ansprache von Sir Alfred Mond, der einen hoffnungsvoll ausklingenden Ueberblick über die Lage in Palästina gab und ausführte, die zionistische Bewegung sei jung und darum ungeduldig, aber Zion sei tausende Jahre alt und hat sich nach Mißerfolgen immer wieder zur Höhe erhoben, Sir Alfred Monds schloß mit den Propheten- Worten: ״Nachmu, nachmu ami!“ Der Oberkommissar Lord Plumer betonte die große Bedeutung, die das Aufforstuagswerk für das Land hat und sagte, das jüdische Aufforstung»- werk werde beispielgebend sein. Die Regierung werde die Aufforstungstätigkeit unterstützen. Harry Sacher als Vertreter der Zionistischen Exekutive sagte, der neuangelegte Wald sei ein Symbol der Kraft und der unermüdlichen Geduld der Erbauer Palästinas und er sei ein Symbol der staatsmännischen Größe und des Weitblicks Lord Ba’.fours. David Jelün sprach einen Gruß im Namen des Waad Leumi. Es wurde sodann eine herzliche Dankkundgebunj; Lord Balfours verlesen. Außerdem waren herzliche ' Begrüß trngstelegramme von Lloyd George, Herbert Samuel u. a.!ingetroffen. Die Palästina-Reglermtg iür Arbeitslose Von arabischer Seite war der Palästina-Regierung ein 3rötest überreicht worden gegen die Zuteilung verschiedener Arbeiten an die jüdischen Arbeitslosen ohne Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs. Wie der arabische ״Falestin“ berichtet, hat der Jaffaer Kreisgouverneur den dortigen pro* *stierenden arabischen Arbeitern geantwortet, daß (Lese Ar*!eiten zum Zwecke der Erleichterung der Lage ier jüdischen Arbeitslosen angeordnet worden sind. Rücktritt Dr. Eüers? Palästinensische Zeitungen bringen bisher unwidersprachen — die Nachricht, daß Dr. Eder sein Amt In der Zionistischen Exekutive in London niedergelegt hat Es war schon seit langer Zelt bekannt, daß Dr. Eder amtsmüde ist und Infolge übermäßiger Ueberbürdung — er ist gleichzeitig ein vielbeschäftigter Arzt — die Wahl in die Exekutive nicht annehmen wollte. In jeder Kongreßperiode, seitdem Dr. Eder Mitglied der Exekutive ist, hatten wir eine Eder-Krise, da er stets nach einigen Monaten Tätigkeit demissionieren zu müssen glaubte, wobei er sich freilich zuweilen bewegen ließ, doch weiter mitzuarbeiten. Stets waren die erwähnten persönlichen Gründe ausschlaggebend. Dr. Eder wül die offizielle Verantwortung nicht tragen, wenn er nicht wirklich Imstande ist, sich der Arbeit in dem ihm notwendig erscheinenden Maße zu widmen. Es scheint, daß er diesmal seinen Entschluß durchgeführt hat Die Zeitungen wollen sogar erfahren haben, daß er Dr. Welzmanns Bitte, seine Demission wenigstens bis zu Weizraanns Rückkehr zu verschieben, abgeschlagen hat Dr. Eder erklärte sich aber bereit, auch ohne Amt sich weiter an der Arbeit zu beteiligen, soweit es in seinen Kräften steht. Die Nachricht wird von der zionistischen Welt mit großem Bedauern aufgenommen werden. Bedauerlich ist vor allem, daß auch in dieser Arbeitsperiode wieder der Usus der ״Demisslonen“ beginnt, obwohl eigentlich nur das A.-C zur Entgegennahme solcher Entschlüsse berechtigt ist. Vor allem aber man muß fragen, wer in Welzmanns und Sokolows Abwesenheit als politischer Vertreter in London fungieren wird. Diese Funktion wurde früher von Cowen, dann von Eder versehen. Wenn diese beiden nicht da sind, bleibt nur das politische Büro, ohne einen verantwortlichen, vom Kongreß gewählten Ressort-Chef für Politik. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der Gefahren in sich birgt Die Exekutive hat offiziell noch nicht den Rücktritt Dr. Eders mitgeteilt Wenn sie es tut, dann wird sie auch sagen müssen, wer das Ressort Politik in Zukunft verwalten wird. Arbeitgeber und Arbeitnehmer Fiasko der FOnfzehner-Kommlssion? Die Frage des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Palästina hat bekanntlich vor einiger Zeit große Erregung hervorgerufen und stand im Vordergrund des Interesses. Es war gelegentlich sogar zu scharfen Konflikten gekommen, besonders wegen der Forderung der Arbeiterorganisation, daß nur gewerkschaftlich organisierte Arbeiter eingestellt werden sollen und daß die Arbeitsvermittlung in der Hand der Arbeitsbüros der Histadruth liegen soll. Vor drei Jahren wurde vom Waad Leumi im Einvernehmen mit der Zionistischen Exekutive eine ״Fünfzehner-Koramfsslon“ gebildet, bestehend aus je sieben Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, unter dem Vorsitz von Dr. Ruppin. Die Kommission hielt viele Sitzungen ab, um ein sogenanntes ״Internes Arbeitsgesetz“ zustandezubringen, das für jüdische Unternehmer und Arbeiter bindend »•ein sollte Alle wichtigen Fr«$ea1.׳wjf Tarifverträge, Arbdts־ nachwete usw. wurden beraten, aber die Kommission katn zu keiner Einigung. In letzter Zeit ist infolge dei vielfachen Sorgen des Jischuw und insbesondere wegen der Arbeitsloslgkelt, deren Abwehr alle Kräfte absorbiert, diese• Sache stark in den Hintergrund getreten. Wie ״Haarez" berichtet, hat jetzt Dr. Ruppin als Vorsitzender der Fünfzehner-KommissIon seinen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Kommission der Zionistischen Exekutive vorgelegt Nach seiner Meinung sei es gegenwärtig nicht möglich, eine allgemeine und umfassende Regelung zu- Stande zu bringen, er empfiehlt daher, die ersten Schritte auf diesem Gebiet zu tun und zunächst die zwei wichtigsten Maßnahmen durchzuführen, und zwar t. die Gründung neutraler Arbeitsämter, und 2. obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit in allen Arbeitskonflikten. Ruppin macht verschiedene Vorschläge, wie nach seiner Meinung diese beiden Ziele verwirklicht werden können. Die Sache sei sehr dringend, da wir augenscheinlich vor einer Periode neuen Aufschwunges und Beginn neuer Arbeiten stehen, bei deren Durchführung das Fehlen derartiger Einrichtungen sich sehr schädlich auswirken könnte. Im ״Hapoel-Hazalr“ bedauert Lufban das ״Fiasko" der Fünfzehner-Kommission. Nach einer Darstellung der Vorgeschlchte der Kommission fahrt er fort: Gerade in diesen Tagen müssen wir leider hören, daß die ganze Arbeit der Fünfzehner-Kommission umsonst gewesen war, da keine Hoffnung auf das Zustandekommen eines kollektiven Arbeits- Vertrages bestehe, denn die Vereinigung der Indust ז i eilen habe sich nicht bereit erklärt, auf ihre Mitglieder irgendeinen moralischen Druck auszuüben und alles, was die Kommission erreichen konnte, war die Ausarbeitung eines Textes nicht verpflichtender Bestimmungen für den, der sich ihrer bedienen will» Eine Arbetterdepntafioii bei Brandtis Wie ״Dawar4‘ meldet, hat der Delegierte der palästinensischen Arbeiterorganisation Dow H o s zusammen mit Prof. Chaim Feinmann aus Philadelphia, einem Mitglied des Landeskomitees für die Palästina-Arbeiterkampagne in Amerika, Louis Brandeis in Washington besucht. Das Gespräch dauerte über eine Stunde und war ausschließlich den Fragen der Arbeiterbewegung in Palästina gewidmet Die Delegierten setzten Brandeis die verschiedenen Pläne der Hlstadruth zur Verbesserung der Arbeitslage in Palästina auseinander. Brandeis zeigte — schreibt ״Dawar“ weiter — großes Interesse für die Darlegungen und versprach, dem Vorschlag, der ihm von der Abordnung vorgelegt wurde, sein Augenmerk zuzuwenden. Wie ״Dawar“ ferner berichtet, hat der Delegierte der Hlstadruth, Mcretninski, in Amerika einen Radio• vortrag über die Arbeiterbewegung in Palästina gehalten. Der Vortrag selbst war jiddisch und wurde sofort ins englische übersetzt. Die Tagespresse nahm mit Interesse von dem Vortrag Notiz. Sokolow hat Wien verlassen, um sich nach Sofia zur Konstituierung des bulgarischen Pro Palästina- Komitees zu begeben. In Graz unterbrach er seine Reise, um dort in einer zionistischen Versammlung zu sprechen. Kleine Nachrichten Lord PI a m e r ist nach vierwödient'ichem Urlaub aus dem Sudan wieder in Jerusalem eingetroffen. Colonel Kisch hat sich dieser Tage von Jerusalem über London nach Südafrika begeben, um dort die Keren Hajessod-Kampagne durchzuführen. Sir Alfred Mond verhandelte in Jerusalem u. a. mit jüdisehen Fabrikanten über die Bildung einer Gesellschaft für Absatz der Pa iästinaprodukte im Ausland. 28. F< Laut den letzten Berichten sind in Palästina im Februar fast im ganzen Lande zahlreiche Regenfille zu verzeichnen gewesen, so daß die eine Zeitlang der neuen Ernte infolge der Dürre drohende Gefahr als behoben gelten kante Dr. Weizmana, der bekanntlich während der Klausel!- burger Exzesse in Rumänien war, sandte der Jerusalemer N a - tionalbibliothek ein Stück einer von den Exzedenten zerfetzten Thora-Rolle. Die Palästina-Regierung hat die Imperial Airways, Ltd., ermächtigt, einen regelmäßigen Luftpostdfenst von, nach und in Palästina einzurichten. Das Abkommen gilt für eine Zeitdauer von fünf Jahren. Zum 100 Er w ersten h< freund d! und in g ebenso v M. Man! seine L< Ehrenpia! Unter dem Vorsitz von Dr. Hertz wurde in London ein Empfang für die aus Amerika zurückgekehrten Misrachi-Führer Rabbi U8iel and Rabbi Fischmann veranstaltet, bei denen die Genannten über die Lage im Zionismus sprachen und über ihre Tätigkeit in Amerika berichteten. Die erste Konferenz der erst vor kurzem vou der Regierang legalisierten zionistischen Föderation Ungarns wird am 8. und 9. April in Budapest abgehalten werden. Das Landwirtschaftsdepartment der Palästinaregierung gründet im Kreise Jaffa eine Versuchsstation für die Kultur der Citrusbäume, deren Zweck es ist, die Kultur der Orangen in Palästina zu fördern. Das Department für Zoll und Handel der Palästina-Regierang hat eine Sonder-Beüage des ״CommercTal Bulletin“ herausgegeben, die auf 144 Seiten alle wichtigen, das Zofiwesen und die Handelswirtschaft betreffenden Veröffentlichungen der Palästina-Regierung während der letzten zwei Jahre enthält (Ziko.) Die Zionistische Exekutive hat laut ״Dawar“ mit der Ausarbeitung des Jahres!e ich es für dii im Juni in Genf statt• findende Sitzung der Permanenten Mandatskomm i s s i 0 n des Völkerbundes begonnen. Die Palästina-Exekutive hat das Material nach London übermittelt Am 9. Februar kaufte ein Vertreter der syrische n Regierung zum zweiten Male zu Aufforstungszwec en palästinensische Eukalyptussetzlinge, und zwar je 10003 in den Arbeiterinnen-Chawuroth in Petacfi Tikwah und Ris:hon le Zion. Die Zentralkommission für Städtebau in Jerusalem hat den Bauplan von Geddes und die Vorschläge der Stadtgcmrinde von Tel-Awiw, die die Verschönerung des Strandes betreffen, bestätigt Eine betreffende Verlautbarung soll in der nächsten Nummer der ״Offirial Gazette“ erscheinen. (Ziko.) Eine von der Historischen Gesellschaft in Chicago ärrangierte, von mehr als 500 Personen be-uchte Versammlung wählte ein elfgliedriges Komitee mit der Bestimmung, eine auf den Namen Theodor Herzls lautende, von der Hebräischen Universität in Jerusalem zu verwaltende Stiftung ins Leben zu rufen, aus der Preise für Abhandlungen über jüdische wissenschaftliche Themen verliehen werden gölten. Sein «ssantes 19. Jahrt etwas ve schöpfen Wende ג Wlh sich dur Widern! mußten, Lebcnshi gehen i Dichtung konnte, gebliebei und Schi Zu die von Ziehung, russisch, studiert« die de! die alte in Ges! den al ״M’tcha faßte, t der hei Krenkh« geboren ist ein Sehulms Frühlln! Voraus« Prof. Julian Silberbus eh, der vieljährige Leiter des Zentral-Palästina-Amtes in Cf?4***Jft vom Obers» Rat der vier zionistischen Landesorganisätionen GroB-Rumäm'ifts zum Direktor ernannt und mit der Aufsicht über alte zionistisehen Institutionen beiraut worden. Dem soeben gewählten Stadtrat von Riga gehören acht Jaden (1 Zeire Zion, 1 Nationaldemokrat, 1 Bundist, 3 Augehörige des jüdischen nationalen Blocks, 2 Agudisten) an. Auf die jüdischen Listen wurden insgesamt 14509 Stimmen abgegeben. Im Städtchen Plutowska in Ostgalizien verstarb im Alter von 125 Jahren Levt Held, der älteste Jude in Polen. Seine ihn überlebende Gattin ist jetzt 115 Jahre alt. Er hinterläßt drei Söhne und drei Töchter, die alle sich der Hundert nähern. . Die Spalhup-Orthodoxle io Palästina Jerusalem, 23. Februar. (J.T.A.) Die Bemühungen, ein Einverständnis zwischen den extrem orthodoxen Kreis» und dem Waad Leumi herbeizuführen, um die Einheit der jütischen Gemeinde in Pa äs Ina im Zusammenhang ra t der vor k rzem in Kraft getretenen Cemein-eordnung kerb Izufü ren, sinJ nm endgültig gescheitert. Verschiedene orthodoxe Qemein« den naben bei der Regierung um ihre Anerkennung als separate, der Kompetenz des Waad Leumi nicht unterliegende Ge r.efnden nachgesucht. Die Regierung hat bereite eine dieser separaten orthodoxen Gemeinden in Jerusalem registriert Die neue Oemeinde setzt sich hauptsächlich aus Anhängern des Rabbi von Oura Kalwarja (״Gerer Rebbe") zusammen. «Ä#t .״M führt sii vergebll halfuhr *oh ist auet wie da sehe ml Gedieh ich |eh die Set Ohr da schied« baren I benag« und wi Sterbe! 19 Jah ist da* Pracht D noch Aufdeckung einer Grabschändung Aus Reicbensachsen wird uns berichtet: Vor etwa vier Jahren wurden In Harmuthsachsen auf dem alten jüdischen Friedhofe fast alte Grabsteine umgestürzt und zerschlagen, ohne daß es lange Zeit möglich war, den Tätern auf die Spur zu kommen. Vor einiger Zeit wurden diese nun durch die Schwester einer der Rohlinge einem jüdischen Einwohner Harmuthsachsens benannt, worauf dieser eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft veraniaßte. In der Folge fanden mehrere Vernehmungen der Angeschuldigten — darunter des Sohnes des Pfarrers und des Lehrers — statt Während diese zunächst leugneten, bequemten sie sich späterhin zu einem Tei'geständnis, indem sie die Tat Zugaben, aber schon 1914 verübt haben wollten, wohl in der Annahme, sich damit den Schutz der Verjährung zu sichern. Ueber den Fortgang der Untersuchung ist bisher nichts bekannt geworden. Hoffentlich wird diese Angelegenheit im vollsten Licht der Öffentlichkeit den Richter finden, der dieser Art völkischer Betätigung die ihr zukomnrnde Sühne diktiert S. Mme. Bngge-Wicksell gestorben Genf, 23. Februar. (J.T.A.) Am 21. Februar d. I. verstarb in Schweden Frau Dr. A. Bagge-Wlcksell, eine hervorragende Jaristla und schwedisches;.11‘g ied der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes. In den Jahren 1926 und 1927 gehörte sie auch der schwedischen Delegation für die Völkerbundvollversammlungen an. Innerhalb der Mandatskommission wandte Frau wickseil den palästincn ischen Fragen ein besonderes Interesse zu. In der 9. und 11. Session der Mandatskommission (Juni 1926 und Juni 1927) fungierte sie als Berichterstatterin über die Petitionen der Agudas Jlsr oel und des Waad Hair Haarehkenasi. Ihre Berichterstattung zeugte davon, daß sie es verstanden hat, sich in komplizierte, innerjüdische Fragen hineinzuleben und sie mit Takt und Verständnis zu behandeln. Al« SBdtf «fitii reu* ,»Si Alfa« gletel fctrui Lebt Im W ffltüi mate ad« i«<n Ein war! ntm uns« J seht gel< «ft 1 Sa gtl A wei auf יומו Sie drl bri