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Jüdische Rundschau · 1928-02-14 · Heft 13 (14.2.1928) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 13 (14.2.1928)
Date
1928-02-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Mii Untcrh&ltungs-Bett&gc Einzclmzmmcr 0,2 •» Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, MeinekestraBe 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Göldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark• 4u«1 andsaboanamaate wardao 10 der Wihrunr dar euuelaen Linder berechne«. Nummer 13 Berlin, 14. II. 1928 Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b. H., Berlin W15, Meinekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. AosetgaaprelgiS geapalt-Noopareillezeüc (WO CC-M. Stellengesuch* 0,25 &.M. AnrelgennchluB! Dienstag and Freitag nachmittag! 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Oesterreich« Poattparkuseoamt Wien, Konto Nr. 156030. Für T•cheehoflawakei s Poataparkaatenamt Prag, Konto Nr. 59410. Für Polen: Postsparkaasanemt Warschau, Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ג שבס׳ תרפ״ח XXXIII. alahrg. Per Zlonlnmus wrtuhi tUr da» Hldl»the Volk die Schaffung >|B<» SHentHch . rechtlich gesicherten Heimstätte ln Palästina. ״Baseler Programm.“ DcidsdKS KomUee Pro Palästina Jahresversammlung - Oskar Wassermann über Palästina Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Komitees Pro Palästina, über deren Verlauf wir bereits kurz berichtet haben, erstattete der Vorsitzende des Komitees Graf Bernstör ff den Rechenschaftsbericht, der die Tätigkeit des Komitees seit seiner Gründung behandelte. Insbesondere erwähnte Graf Bernstorff die Veranstaltungen gelegentlich der konstituierenden Sitzung und die zwei großen öffentlichen Kundgebungen in Berlin am 27. Juni und in Köln am 22. November. Bei der Kundgebung in Berlin hat Dr. Weizmann das Hauptreferat erstattet Die Protokolle beider Veranstaltungen sind im Druck erschienen. In folgendem Teil seines Referates beschäftigte sich Graf Bernstorff mit der Wirkung des Komitees in der Öffentlichkeit und den Angriffen gegen das Komitee. Er führte u. a. aus: ״Es kann mit Genugtuung festgestellt werden, daß die Tätigkeit des Komitees in der deutschen Oeffentlichkeit weitgehend Verständnis gefunden hat Man hat durchaus verstanden, daß Deutschland als Mitglied des Völkerbundes die Mitverantwortung für das Palästinamandat übernommen hat, welches in Artikel 4 seiner Satzungen ausdrücklich die Errichtung eines jüdischen nationalen Heimes in Palästina und deren Förderung durch den Völkerbund vorsieht. Das Programm und die Bestrebungen unseres Komitees haben demgemäß in Deutschland in weiten Kreisen Sympathie und Anerkennung gefunden. Es war vorauszusehen, daß extrem antisemitische Parteien und Gruppen das Komitee und seine Ziele bekämpfen würden. Wenn sich eine gewisse Gegnerschaft auch seitens jener jüdischen Kreise bemerkbar machte, die eine Mit- Wirkung bei der Errichtung einer nationalen jüdischen Heimstatte in Palästina grundsätzlich ablehnen, so sei auch an dieser Stelle auf die Ausführungen von Graf Bernstorff in silnpi^BrSlfet^Äjnedf'llr Qerlinpy ||t||g|bttBr ,vom '27. Juni 1יוס8|1|י* lÄtsrefbÄäif Sc&wle^gMtöi.fiir die Juden I«' _^»d^e|:yiudem\^tstfh0»-*^te4' 'Die Juden Ja• der Diaspora werfen weiter Bürger ihrer Länder bleiben, und njetijand wird — wie es ja letzthin der Herr preußische Kultusminister ausgesprochen hat — es ihnen nachtragen, wenn sie gleichzeitig der Siedlung Palästinas Sympathie, Interesse und Beihilfe widmen. Viele der in Palästina angesiedelten Juden werden, um beim Aufbau des Landes tatkräftig mitzuwirken und den ihnen gebührenden Einfluß in der Landesverwaltung zu nehmen, Staatsangehörige Palästinas werden. Dem Komitee konnte es nicht entgehen, daß in Teilen der deutschen Judenheit gerade wegen dieser Frage, aber auch anderer Momente wegen, Bedenken bestehen; das Pro Palästina-Komitee legt aber besonderen Wert darauf, auch heute wiederum zu erklären, daß wir uns von allen internen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Judenheit fernhalten wollen. Nach wie vor sind wir der Ueberzeugung, daß die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas im allgemein-wirtschaftlichen wie allgemein-politischen Interesse liegt. Das Komitee wird daher auch weiterhin bemüht bleiben, das sympathische Interesse der deutschen Oeffentlichkeit für den Palästinaaufbau wachzurufen und zu erhalten.' Da dem Komitee Vertreter sehr verschiedener Anschauungen angehören, kann es für Aeußerungen seiner Mitglieder über die Palästinafrage nicht verantwortlich gemacht werden. Das Komitee als solches betont immer die selbstverständlich gebotene Neutralität im Innerjüdischen Kampfe. Es sei noch hinzugefügt: Dem Komitee ist jeder Deutsche willkommen, Jude oder Nichtjude, ganz tmbeschadet seiner politischen Stellungnahme in innerdeutschen oder innerjüdischen Fragen, der das Programm unseres Komitees in allen seinen Teilen anerkennt.“ Am Schluß seines Berichtes, der u. a. auch das Steigen der Mitgliederzahl von 71 auf 121 erwähnte, faßte Graf Bernstorff die Stellung des Komitees nochmals wie folgt zusammen: Die Balfour-Deklaration, die die Schaffung einer nationalen jüdischen Heimstätte in Palästina proklamiere, sei die selbstverständliche Grundlage für die Arbeit des Komitees, ein integrierender Bestandteil dieser Deklaration sei aber die Feststellung, daß in Sachen des Paläsfiaaaufbaus nichts geschehen werde, was die staatsrechtliche Stellung der Juden in allen Ländern irgendwie beeinträchtigen könnte. Mit abstrakten Fragen, wie z. B. der Auffassung der Judenheit als Volks- oder Religionsgemeinschaft, beschäftige sich das Komifee nicht Es hat in Ausführung seines klaren und eindeutigen Programms einzig und allein die Aufgabe, das in Palästina begonnene Werfe aus ethischen, sozialen, wirfschaftlichen und politischen Gründen zu fördern. Der Bericht des Vorsitzenden fand einstimmige Genehmigung. Es wurden sodann die bereits in unserer vorigen Nummer mitgetdlten Wahlen vorgenommen. In den Ehrenausschuß wurden die Herren Geheimrat Kastl, Generalkonsui Eugen Landau und Erster Bürgermeister Dr. Petersen neu gewählt, während:die durch das Ableben vpn Prof. Oreßmana vakant gewordene Stelle im Präsidium mit Qeheimrat Sellin besetzt wurde. Der geschäftliche Teil der Versammlung war damit beendet. Nach einer kleinen Pause würde anschließend an die Mitgliederversammlung ein Bierabend veranstaltet, den Graf Bernstorff mit einer Begrüßung erfffnete. Direktor Oskar Wassermann der bekanntlich vor kurzem von seiner im Zusammeuhang mit den Arbeiten der Jewish Agency-Kommissiön vprgenommenen Palästinareise zurückgekehrt ist, hielt ein ausführliches Referat über die Lage in Palästina. Der Vortragende verstand es, eine anschauliche Schilderung von Land und Leuten sowie die Wiedergabe persönlicher Erlebnisse geschickt zu verbinden mit der Darlegung grundsätzlieber Anschauungen über die Aufbauprobleme, die er von ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Seite beleuchtete. Der Sinn der Palästina-Siedlung — so führte Direktor Wassermann aus — liegt darin, daß sie eine Klärung der Judenfrage mit sich bringen wird, denn nur in einer geschlossenen Siediung kann und wird sich zeigen, was die bleibende Eigenheit der Juden ist, und was nur veränderliche Eigenschaften. Der Wiederaufbau dieses kleinen Landes, das in der Welt doch eine so große Rolle gespielt und das Denken verändert hat, betrachtet das Komitee als eine ethische und kulturelle Tat und unter diesem Gesichtspunkt finden die Juden, die das Land aufbauen, das Interesse des Komitees, Aber diese Arbeit kann natürlich nicht von heute auf morgen geschehen. Es ist ein grundlegender Irrtum, wenn man merkliehe Wirkungen des Palästina-Aufbaus sofort nach Beginn der Arbeit erwartet. Wir dürfen nicht vergessen, daß die neue Siedlung erst etwa sechs Jahre alt ist, wahrend ein Orangenbäum bis zur ersten Fruchtreife 6—7 Jahre, ein Oelbaum zwölf Jahre braucht, so daß kaum ein Baum, aer nach dem Krieg gepflanzt ist, beute schon Früchte tragen kaim. Der Redner schildert zunächst seine Eindrücke in Jeru- _• ..~ü ״. ...״.י.. ,fei#« Sprache*׳ ׳.acpS_ _ _ __ FreiM ״werfe man, die Bedeutung dieser Entwicklung erst dann voll abschatzen können, wenn man in der hebräischen Sprache etwas schaffen wird, was man in anderen Sprachen bisher nicht besitzt Die arabische Frage Hat heute von ihrer Schärfe fast alles verloren. Den deutschen Templern, die vor fünfzig Jahren auch nicht besser daran waren, als heute die jüdischen Siedler, geht es jetzt sehr gut, ebenso den Rothschildschen Kolonien. Eine große Ueberraschung war für mich Tel-Awiw. Wir hatten sehr viel gehört, daß dies eine Stadt ohne Wirtschaftliehe Fundierung und in ihrem Aeußem von großer Geschmacklasigkeit sei. Ich fand aber eine Stadt von recht gutem Aussehen, die zwar eine Krise hat, aber die Leute sind nicht entmutigt, und eine Krise wird ja nur gefährlich, wenn man den Kopf hängen läßt Einen besonderen Eindruck hat auf mich das Museum der in Palästina erzeugten Industrieprodukte gemacht. Was die sonstige wirtschaftliche Entwicklung des Landes betrifft, so eröffnen der Hafenbau in Haifa und die Elektrifizierung des Landes weite wirtschaftliche Perspektiven. Weniger optimistisch beurteilt der Redner die weitwirtschaftliche Bedeutung der beabsichtigten Ausbeutung der Mineralschätze des Toten Meeres. Palästina ist ein Land der Arbeit Es ist ein werdendes Land, das Fortschritte macht. Große Schwierigkeiten sind zu überwinden und es gibt nur Eines, daß diese Schwierigkeiten überwinden kann: die größte Macht, die es auf der Welt gibt, die Macht der Id2e. was in einem Jahrtausend zerstört worden Ist, kann nicht in wenigen Jahren wieder aufgebaut werden. So liegen viele Schwierigkeiten schon in der Natur des Landes, aber natürlich werden auch von den Menschen Fehler gemacht. Unter dem politischen Drange konnten natürlich nicht für jedes Amt gleich die richtigen Männer gefunden, nicht für jede Siedlung immer der richtige Platz bestimmt werden usw. Heute hat man zwar diese Dinge klar erkannt, aber es wirken noch politische Gesichtspunkte mit. Weite Kreise, namentlich in der Arbeiterschaft, meinen, daß nicht die Gelder, die in das Land kommen, das Land aufbauen, sondern daß die Notwendigkeit des Aufbaus die Gelder herbeischafft Redner äußert sich skeptisch über die kollektivistischen Betriebsformcn in der Landwirtschaft und glaubt, daß die Siedler selbst in Kürze zu andern Formen übergehen werden. Wassermann berührte noch eine Reihe anderer Fragen, so das nachteilige Steuersystem, die im Lande herrschende Teuerung, die Problematik des Getreidebaues überhaupt usw. Das Eindrucksvollste im Lande sind die Menschen. Es sind Menschen mit lachenden *Augen, ganz erfüllt von der Idee, auch wenn es ihnen persönlich materiell schlecht geht. Besonders die Kinder zu sehen ist eine reine Freude. Obwohl die Beamten schlecht bezahlt sind, gibt es keine Korruption; auch sie sind ja um der Idee willen hergekommen und nehmen die Verschlechterung ihrer materiellen Lage gern in Kauf^Diese Menschen im Lande verdienen Sympathie und Unterstützung. Trotz aller Widerstände und trotz aller Fehler, die gemacht wurden, sieht man, wie die Sache vorwärts geht und man erkennt, daß diese Menschen, wenn sie gestützt werden, 1mstände sind, in Palästina nicht nur Ungewohntes zu leisten, sondern auch Ungewöhnliches. (Lebhafter Beifall.) (S. auch Seite 5.) Gegenwart und Zukunft des Technikums Von Dr. FritzLoewenstein, Jerusalem. Der Gedanke einer technischen Lehranstalt in Palästina gehört bekanntlich zu den ältesten Ideen im Umkreis des Palästinaaufbaugedankens, und bereits vor dem Kriege befand sich diese Idee im Stadium der Verwirklichung. Man erinnert sich des Kuratoriums, dem die in Amerika und Rußland wohnenden jüdischen Stifter,, die Zionistische Organisation und der Hilfsverein der Deutschen Juden angehörten, wobei die Zionistische Organisation das dem Keren Kajemcth gehörige Grundstück zur Verfügung stellte. Es ist wohl auch noch in allgemeiner Erinnerung, daß im Schoße des Kuratoriums Ende 1913 der bekannte Streit um die Unterrichts- Sprache ausbrach, der das ganze Schulsystem des Hilfsvereins ergriff und zur Bildung des hebräischen Schulsystems der Zionistischen Organisation führte. Der Bau des Technikums war bei Kriegsausbruch fast beendet. Im Kriege war ein Zusammenwirken der verschiedenen, dem Kuratorium angehörenden Gruppen unmöglich, der Konkurs wurde über das Kuratorium eröffnet und der Hilfsverein erstand dann das Technikum in der Zwangsversteigerung. Doch blieb das Technikum nicht lange in den Händen des Hilfsvereins: durch Vermittlung von Nathan Strauß kam es nach dem Kriege an die Zionistische Organisation, die daran ging, nunmehr die Er- Öffnung des Technikums vorzubereiten. Es soll hier darauf verzichtet werden, die einzelnen Stadien zu schildern, in denen der Bau des Technikums vollendet, das im Kriege großenteils zerstörte Maschinenmaterial wieder angeschafft, die gesamte Inneneinrichtung, Laboratorium usw. beschafft wurde, bis 1924 die Eröffnung des Technikums erfolgen konnte. Es soll nur nachdrücklich auf das Verdienst des Ingenieurs Max Hecker hingewiesen werden, der bereits seit langer Zeit der Idee des Technikums ergeben war, der mit großer Hingabe und großem Erfolge jahrelang in Europa die Propaganda für den Gedanken des Technikums führte, die reichen Sammlungen zusammenbrachte und der dann, im ersten Jahre als stellvertretender Direktor, von da an bis vor wenigen Monaten als Direktor das von »ihm tffene Institut geleitet und zu einem wichtigen Faktgr^ ״Technikum* bedeutet in Mitteleuropa eine teenmsate Iptranstalt ־ eines' ganz bestimmten ,Nb«*«• 1M' sich ebenso von Polytechnikum und Technischer Hochschule einerseits, wie von technischen Fachschulen auf der andere« Seite. In Palästina hingegen steht keineswegs fest, was unter Technikum zu verstehen ist, ja diese Frage ist recht eigentlich die Zentralfrage für Gegenwart und Zukunft des Technikums. Diese Frage war es wohl auch, die bedauerlicherweise zum Rücktritt Max Heckers geführt hat. Die Problemstellung, welche Art technischer Lehranstalt wir in Palästina benötigen, berührt sich in mancher Beziehung mit entsprechenden Fragen in bezug auf die Universität und vielleicht auch in bezug auf die Lehrerseminare. Es gibt heute in Palästina Hunderte von Ingenieuren, Architekten und anderen Absolventen ׳ technischer Hochschulen, die ausgezeichnet ausgebildet sind und seit Monaten, vielfach seit Jahren ohne Beschäftigung sind. Es stehen ohne Zweifel weitere Hunderte in den verschiedensten Ländern der Diaspora zur Verfügung, die bereit sind, nach Erez-Israel zu gehen, sobald die Verhältnisse in Palästina ihnen Chancen zu gewähren scheinen. Es kann also als zugegeben angenommen werden, daß die Bedürfnisse Palästinas keine Lehranstalt erforderlich machen, die diplomierte, akademiseb-qualifizierte Ingenieure und Architekten ausbildet. Trotzdem vertritt ein großer Teil derjenigen Personen, die über das Technikum mitzubestimmen haben, sei es in der Londoner oder palästinensischen Exekutive, sei es in dem lokalen Direktorium des Technikums, sei es endlich unter Lehrern oder Schülern der Anstalt den Standpunkt, daß das Teohnikum zu einer technischen Hochschule im eqropäischen Sinne entwickelt werden soll. Die Tendenz entspricht durchaus der Neigung von Universitätskreisen, die Universität zu einer Diplome verteilenden wirklichen Lern-Universität zu machen, obwohl kaum zu Verstehen ist, wie die Absolventen der Universität heute in Palästina Verwendung finden sollten. Die Anhänger dieser Anschauungen hingegen weisen auf die Notlage des jüdischen Studenten in weiten Teilen Europas hin, dem es der Numerus clausus verwehrt, an heimischen Universitäten zu studieren und für den es vielfach auch sehr schwer ist, an fremden Universitäten immatrikuliert zu werden. Man will, daß das Technikum — ebenso wie die Universität — derartige Studenten aus allen Ländern aufnimmt und ihnen eine technische Ausbildung und Examensmöglichkeit gewährt, mit denen sie nachher Aussicht haben, in ihrem Heimatlande sich beruflich durchzusetzen. Noch eine andere Auffassung wird zugunsten der technischen Hochschulideologie ins Treffen geführt, nämlich die Möglichkeit, daß die jüdischen Absolventen des Technikums in den angrenzenden Ländern, in Syrien, Transjordanien, Irak Verwendung finden können. Dieser Auffassung steht eine andere gegenüber, die von den Bedürfnissen Palästinas ausgeht und nicht von denen anderer Länder. Wie wir es heute ablehnen müssen, Palästina als ein Zufluchtsland für Juden zu betrachten, die aus irgendeinem Grunde ihr Heimatland verlassen müssen; wie wir betont haben, daß die Frage, wer nach Palästina einwandern soll, nur nach den Bedürfnissen des Landes entschieden werfen kann, so nimmt die hier wiedergegebene Auffassung, die uns im Kern das Richtige zu treffen scheint, an, daß das Techipküffl riie Aiifcrahe habe. Menschen für Palästina heranzubildea,

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